Wenn das Atlantic Council mit Alpbach spricht, …

16. April 2026

Pro­fi­tiert in Öster­reich ja vor allem der Standard.

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Weil dann kann der wie­der sei­ne Bericht­erstat­tung um 180 Grad dre­hen, und sorgt dafür, dass er dem Rau­scher noch ein laaaaaaa­an­ges und erfüll­tes Leben bie­ten kann, also wenn der Stan­dard auch hie und da mal wie­der Exper­ten wie Ben Hod­ges ein­la­den tut. (Tut sagt man nicht! Ach komm, hier in dem Fall, …) Auf die auch das ZDF heu­te wie­der ver­traut, … (Nach ein biss­chen Moderatoren-Karusell geht das schon.)

Was wär der HURENDRECKSSTANDARD nur ohne sei­ne Alp­bach Connections.

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So funk­tio­niert in Öster­reich Sys­tem­er­halt. Also im Qualitätsjournalismus.

Gut, aber wer ist jetzt schon wie­der Tom Tugend­hat, wer­den sie sich fra­gen, und vor allem, war­um schreibt der mit Veit Deng­ler einen Artikel, …

Gut, dass sie fra­gen, das ist der hipps­te Instagram-MP der Bri­ti­schen Tor­ries - gut und UK Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter war der auch einmal:

https://www.facebook.com/tomtugendhat/videos/winter-is-coming-and-were-already-short-of-energy-that-means-rising-prices-and-i/949046571447770/

Der uns erklärt was “Win­ter is com­ing” denn in der Über­schrift des Stan­dard zu suchen hat, jetzt im Spät­früh­ling in Europa.

Wobei dahin­ter dann gleich schon der Phil­ip­pe Nar­val steht, der es schon an der Zeit fin­det Social Media zu verbieten -

weil das funk­tio­niert so:

Der Phil­ip­pe Nar­val hat dem Veit Deng­ler gesagt, er soll dem Tom Tugend­hat in Lon­don sagen: “Tom, geh du vor­an - auf Insta, …”

Und da weiß der Stan­dard halt, dass er sei­nen Jour­na­lis­mus wie­der um 180 Grad mit Hife der Blatt­li­nie dre­hen muss, weil er sonst unter kom­men­den gesell­schaft­li­chen Zwän­gen nicht überlebt.

Und damit ist in Öster­reich dann wie­der die Ent­schei­dungs­struk­tur der Intel­li­gen­zia geret­tet, die den Qua­li­täts­stan­dard im Print Abo abon­niert hat.

Weil die sind schon alt, und wür­den gar­nicht wis­sen, wie man ein Abo kündigt.

Was ein Glück für den Stan­dard gibt es die Alpbach-Connection.

edit: Gut sagen sie jetzt, aber ich weiß ja als durch Qua­li­täts­jour­na­lis­mus infor­mier­ter Bür­ger in Deutsch­land nicht, was Moderatoren-Karussell bedeu­tet, könn­ten sie mir viel­leicht als Feierabend-DJ auch ein­mal erklären.

Klar kann ich. Sie haben die Wahl, ob sie die 40 Sekun­den Vari­an­te, oder doch das Quel­len­vi­deo in vol­ler Län­ge bevorzugen:


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Grüs­se an den ECFR bitte.

edit: Dem Stan­dard Leser fetzts dabei grad a Siche­rung und der pos­tet jetzt non­se­qui­turs wie: 

Euro­pa befin­det sich in einer Posi­ti­on bemer­kens­wer­ter Schwä­che.“ Das ist eine lee­re Phra­se, die an der Rea­li­tät vorbeigeht!”

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Kommt auch schon sehr gut an.

Ich hab das mal gra­phisch aufbereitet:

Das ist das GDP growth dif­fe­ren­cial zu den US in den letz­ten 25 Jah­ren in Fünf-Jahres Seg­men­ten (des is ja so ähn­lich wie Regie­rungs­pe­ri­oden im dem bes­ten aller Polit­sys­te­me, der Demokratie):

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Also, mei­ne Erwerbsjugend.

Gut, der Stan­dard­le­ser sieht das prag­ma­ti­scher, was sind schon 15 Jah­re rela­ti­ve decli­ne… Die nie mehr auf­hö­ren (irgend­was mit Demo­gra­phie und R&D Invest­ments die nie­mand mehr in Euro­pa getä­tigt hat, ich weiß auch nicht, …)

Gut, aber da sind die Gra­du­en­ten auf der Y Ach­se so komisch, wie fixen wir denn das?

Hier, bei der sel­ben “US in decli­ne” US growth base­li­ne, ist das das Wachs­tums­dif­fe­ren­zi­al Euro­pas zu den US und das des Asia Paci­fic Raums zu den US:

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Und hier bei bei der sel­ben “US in decli­ne” US growth base­li­ne, ist das das Wachs­tums­dif­fe­ren­zi­al Euro­pas zu den US und das der Emer­ging and Deve­lo­ping eco­no­mies zu den US:

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Sehen sie, das ist gleich so viel anschau­li­cher, als wenn wir ein­fach nur die REAL GDP growth chart des IMF nehmen…

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Uns gehts ja nicht schlecht - und wenn wir dazu noch die Zukunfts­pro­gno­se der NZZ heu­te nehmen:

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Dann wis­sen wir, dass der Stan­dard nie wie­der was ande­res braucht als sei­ne Standard-Redakteure. Die die Welt nicht mehr verstehen.

Guy Laron lehrt an der Hebräi­schen Uni­ver­si­tät in Jeru­sa­lem Geschich­te und Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen. Er ver­öf­fent­lich­te Bücher zum Sechs­ta­ge­krieg und zum Suez-Krieg. Sein neu­es Buch, «Oil Wars», erscheint im Oktober.

Gut, was uns dann aber gleich zu einer sys­te­mi­sche­ren Fra­ge bringt, war­um soll­te der Stan­dard Leser auch die Welt um sich rum verstehen?

Per­len vor die Säue. Nicht?

Der Stan­dard weiß ein­fach - der Veit Deng­ler und die­ser ehe­ma­li­ge Tor­ries UK Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter, das sind ein­fach ganz böse Rus­sen­freun­de, von denen lass ich mir mei­nen Abstieg nicht kaputtmachen!

So gese­hen erfüllt der Stan­dard auch schon wie­der eine gesell­schaft­li­che Funk­ti­on, … Wo der Online­stan­dard ja im Gegen­satz zu allen ande­re Öster­rei­chi­schen Qua­li­täts­me­di­en gra­tis ist, damit ihn auch die Armen lesen können.

Jo mei, sagt der Stan­dard­le­ser - ein Pro­zent mehr Infla­ti­on… Das hol ich mir in mei­nen Lohn­ver­hand­lun­gen sofort wie­der rein, ich mein die US haben ja auch 8% Neu­ver­schul­dung pro Jahr.

edit: When in doubt, Mexi­ko und Kolum­bi­en sind ja auch sooo schön, …

When in doubt, ORF. Head­line Artikel.

Auch auf der Web­site der Tou­ris­mus­mes­se WTM ist zu lesen: „Der jüngs­te inter­na­tio­na­le Hype um die Krea­tiv­wirt­schaft Latein­ame­ri­kas – von der puer­to­ri­ca­ni­schen Musik Bad Bun­nys bis hin zu Perus kuli­na­ri­scher Diplo­ma­tie – bie­tet dem Tou­ris­mus­sek­tor Chan­cen, die­sen Trend in eine lang­fris­ti­ge Nach­fra­ge zu verwandeln.“

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Die Kari­bik­küs­te Kolum­bi­ens, und ein Bad Bun­ny Album, was gibts für die Genera­ti­on Can­cel Cul­tu­re schöneres.

Nichts.

Das ist wie mit der Bra­vo Tee­nie Indus­trie damals, da wuss­ten auch die PR Agen­ci­es immer zuerst, was die 15 Jäh­ri­gen wollten.

Ich war bei den Maya Rui­nen in Gua­da­la­pi­chotl, die haben sie ja setzt mit Zement wie­der so schön auf Vor­der­man gebracht, traum­haft. Das ist fast wie in die­sem Mel Gib­son Film Apo­ca­lyp­to von 2006, … Wie? wie­so soll ich mir Asi­en anschau­en? Zu den Bar­ba­ren im Osten? Zu den über­al­ter­ten Süd­ko­rea­nern? In Gua­da­la­pi­chotl hab ich einen ken­nen­ge­lern, ich sags dir, brau­ne Haut, Six­pack, … Aber hast du schon gehört, der Gün­ther? Der wollt ja nach Thai­land, …” Dar­auf alle im Chor: “Unmög­lich!”

Hier die beliebts­ten Rei­se­zie­le in Süd­ame­ri­ka laut ORF:

- Mexi­ko, weil super beliebt, die haben auch noch jun­ge Kellner.
- Die Kari­bik­küs­te Kolumbiens
- Machu Pic­chu in Peru
- Boli­vi­en wegen der Viel­falt der Natur am Baggersee:
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und natürlich
- Bue­nos Aires (wegen der guten Luft.…!)
- sowie der Bast­ler­hit unter den Out­door­lieb­ha­bern: Die Step­pe Patagoniens

Da hab ich mich dann gefragt, Moment - Pata­go­ni­en - da gibts ja wirk­lich nichts, …

Ja aber sehen sie - ARTE hat das schon vor einem Jahr ent­deckt, das ist die, Moment --

Phä­no­me­na­le Natur im WILDEN Patagonien!

Sooo roman­tisch.

(Du kannst ihnen ja wirk­lich alles verkaufen.)

Vertrauen sie Magyar sagt der Standard, der hat die besten Leute, sagt der Standard - und wenns der nicht weiß, wer dann?

16. April 2026

Die Mit­zi­tant nickt auch schon ganz fleis­sig… Gut die deut­schen Strom­preis­ver­gleichs­por­ta­le sagen mir, so bil­lig wie in Ungarn ists nir­gend­wo in der EU - aber die haben ein­fach noch nicht Péter Magyar beim Rech­nen über die Schul­ter geschaut!

Hier neh­men wir doch die Eurostat-Tabelle für Strom­prei­se, pri­va­te Haushalte:

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Der Stan­dard zum Bei­spiel sagt, dass der Magyar in die­sem Inter­view an einer Stel­le sehr sach­lich und kohä­rent war, bevor er wie­der über­ge­schnappt ist.

Und war­um nicht dem Huren­drecks­stan­dard ver­trau­en, sag ich mir immer…

Péter, Péter, Pétr! Du und dei­ne zwei Drit­tel Mehr­heit, ihr macht das in Ungarn! Ihr seid ein­fach die­se tol­le demo­kra­ti­sche Auf­fri­schungs­kur, die die­ses Land gebraucht hat. Um 35 Mil­li­ar­den von der EU zu bekommen.

Péter du Genie. Du redu­zierst jetzt als Land mit dem güns­tigs­ten Strom-Arbeitspreis in der EU - die Zitat: “vier mal zu hohen Netz­kos­ten”, und diver­si­fi­zierst damit das Ener­gie­netz Ungarns. Péter du noch nie in dei­nem Leben quel­len­ge­prüf­tes Genie, du schaffst das.

Péter, Péter, Péter!

Wel­ches Qua­li­täts­me­di­um dürf­te in Öster­reich scho eine abwei­chen­de Mei­nung haben?

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Die Uni­ver­si­täts­pro­fes­so­ren der PoWi Wien waren hin und weg von dei­nen stahl­blau­en Augen, Péter.

Nur bei uns im Wertewesten.

Der Péter (Ori­gi­nal­zi­tat), sagt ja auch, dass er die Ver­sor­gungs­in­fra­struk­tur diver­si­fi­zie­ren wür­de, und dabei die Netz­kos­ten die auf ein vier­fa­ches gestie­gen sind rück­baut! Weil irgend­was mit 3 Mil­lio­nen von uns hei­zen noch mit Brennholz.

Ja, so isser, der Populisten-Péter, immer nur am sich wei­ter­bil­den, egal in wel­cher Funk­ti­on, als head of the legal depart­ment of the Hun­ga­ri­an Deve­lo­p­ment Bank, oder als diplo­mat at the hun­ga­ri­an for­eign ministry…

Übri­gens, die 10cent/kWh sind bereits der nicht sub­ven­tio­nier­te Preis, … Falls sie sich nicht eh schon gewun­dert haben. 

(290km von hier, aber ich sags ja eh nicht - wegen dem Russen.)

Komm die Péter Magyar Rech­nung prü­fen wir jetzt aber auch bei “die sie­ben­fach teu­re­re” Gas, oder?

YAY! Euro­stat!

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Ja gut, sagen sie, aber bei den Gas-Preisen ist Ungarn ja GARNICHT das bil­ligs­te Land in Europa! 

Schaun sie doch, da sind noch 6 Län­der unter ihm! 

Moment, … Polen, Nor­we­gen, Fin­land, Zypern… JA GRATULATION, ALLE LÄNDER DIE BEIM HAUSHALTSGASPREIS UNTER UNGARN LIEGEN, HABEN KEINE DATEN AN EUROSTAT ABGELIEFERT (N.A.)!

Und der Gas­preis in Ungarn liegt 3.7 fach unter dem EU Schnitt.

Boah! Ein­mal so Wahl­kampf füh­ren, wie der Magyar Péter du! Das wärs doch!

Das is er eben, unser Péter. 

Das Genie Péter sagen wir zu ihm. Die ehr­lichs­te Haut unter der Populistensonne, …

Gut, das kann der Huren­drecks­stan­dard natür­lich wie­der nicht berich­ten, wo kämen wir denn da hin.

Hey Russ­land, höhe­re Gewalt um aus den Lie­fer­ver­trä­gen raus­zu­kom­men geht nicht?

Ihr wisst schon, Pipe­lines in der Ukrai­ne zer­stö­ren. Was bei uns im Wer­te­wes­ten eben als höhe­re Gewalt gilt, bei der wir Unter­su­chungs­ver­fah­ren abkürzen, …

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Laut Péter Magyar, im nächs­ten Satz hat jedes Euro­päi­sche Land, auch Öster­reich, die 8000 Mil­li­ar­den Forint an EU Sub­ven­tio­nen bekom­men, die nur Orban nicht bekom­men hat.

Das freut aber mein Net­to­zah­ler Herz, Herr head of the legal depart­ment of the Hun­ga­ri­an Deve­lo­p­ment Bank, and diplo­mat at the hun­ga­ri­an for­eign ministry…

Man muss dem Magyar nur Zeit geben, sag ich immer! Als director-general of the Stu­dent Loan Cent­re in Ungarn seit frü­hes­ter Jugend, lernt der ja immer in Rekordzeit.

Das hat ihn so erfolg­reich gemacht.

Boah Péter, du - nur du allein musst des Stan­dards Herz­blatt sein, …

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Öster­reichs Qua­li­täts­jour­na­lis­mus, unge­schla­gen seit­dem Oscar Bron­ner eine Familien-Privat-Stiftung gegrün­det hat.

edit: Stellt sich raus, Péter Magyar ist auch ein Grü­ner, man muss ihm nur Raum zum reden lassen, …!

Das wird die Oma Ernas aber freu­en! Wenn es sie nicht eh schon so gefreut hat, dass sie ihn dafür gewählt haben!

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Das hat in Ungarn ja auch die Jun­gen voll­ends überzeugt, …

Es ist immer erfreulich, wenn Leute dazulernen.

15. April 2026

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(Sub­tit­le qua­li­ty is not optimal.)

I’ll upload ger­man Deep­seek trans­la­ted sub­tit­les in a few minutes.

edit: Bet­ter qua­li­ty ger­man sub­tit­les: click

Hmm… Der Tag an dem ich mit Kubicki einer Meinung bin

15. April 2026

ist heu­te.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, WWKKD?

What would Kaja Kal­las do?

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Gut, das kann der Standard natürlich auch nicht berichten…

14. April 2026

Der ist ja an der Party-Industrie betei­ligt… (Click me Bit­ches!, sel­bes Par­ty­mi­glied auch bei Phoe­nix)

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Hier der FT Arti­kel im Ori­gi­nal: click

Money­quo­tes:

Noch bevor Péter Magyar sei­nen Amts­eid able­gen kann, hat Brüs­sel die Rech­nung auf den Tisch gelegt. 27 Bedin­gun­gen, um rund 35 Mil­li­ar­den Euro an ein­ge­fro­re­nen EU-Geldern freizugeben.

- Anti­kor­rup­ti­ons­maß­nah­men.
- Die Rück­nah­me von Orbán-Entscheidungen, die nach Ansicht der EU-Kommission gegen euro­päi­sches Recht verstoßen.
- Die Auf­he­bung der Blo­cka­de eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine.
- Die Zustim­mung zur nächs­ten Run­de der Russland-Sanktionen.
- Reform des Jus­tiz­sys­tems, der Sicher­heits­diens­te, der Füh­rung öffent­li­cher Insti­tu­tio­nen und staats­na­her Unternehmen.
- Dazu die Bei­le­gung eines Streits über Ungarns Asyl­ge­setz­ge­bung, der das Land bereits fast 900 Mil­lio­nen Euro an Straf­zah­lun­gen gekos­tet hat – eine Mil­li­on pro Tag, die Brüs­sel direkt vom unga­ri­schen Anteil am EU-Haushalt abzieht.

Er hat ein voll­wer­ti­ges Man­dat, Din­ge zu ver­än­dern – und wir arbei­ten vom ers­ten Tag an mit ihm zusam­men“, sag­te ein hoher EU-Beamter der Finan­cial Times. „Die Devi­se lau­tet: Wenn sie lie­fern, lie­fern wir.“ Ursu­la von der Ley­en ver­glich die Dimen­si­on des Wahl­sonn­tags mit dem Ungarn­auf­stand von 1956 und dem Fall des Eiser­nen Vor­hangs 1989 – und schob sofort nach: „Es gibt viel zu tun, wenn Ungarn auf den euro­päi­schen Weg zurückkehrt.“

Span­nend ist auch eine Zahl, die in den Jubel­be­rich­ten über Buda­pests gro­ße Nacht kaum vor­kommt: null. Null Sit­ze für die Sozi­al­de­mo­kra­ten. Null für die Grü­nen. Null für die Libe­ra­len. Die lin­ken Par­tei­en Ungarns kamen zusam­men auf weni­ger als fünf Prozent.

In der ers­ten Ana­ly­se die­ses Macht­wech­sels haben wir gezeigt, wie Péter Magyar in der Sache – bei Waf­fen­lie­fe­run­gen, Migra­ti­on, EU-Beitritt der Ukrai­ne – die Linie sei­nes Vor­gän­gers fort­schreibt. Seit­dem hat der neue Regie­rungs­chef auf sei­ner ers­ten Pres­se­kon­fe­renz die Fort­füh­rung bestä­tigt. In jedem ein­zel­nen Punkt.

Beim 90 Mil­li­ar­den Kre­dit für die Ukrai­ne, macht er kol­por­tiert natür­lich EINE GROSSE AUSNAHME - hat er schon einer Jour­na­lis­tin gesi­gnalt - hört man. Also nach­dem er im EU Par­la­ment gegen ihn gestimmt hat - weil da war ja noch Wahlkampf.

Wil­liam Nat­trass bringt es auf den Punkt: Magyar pla­ne „kei­ne signi­fi­kan­ten Ände­run­gen an Ungarns Hal­tung zu den Schlüs­sel­the­men, für die Orbán im Aus­land kri­ti­siert wur­de“. Und John O’Sul­li­van, Lei­ter des Buda­pes­ter Danu­be Insti­tu­te, lie­fert den Slo­gan, der über die­ser gesam­ten Ana­ly­se ste­hen könn­te: Das inof­fi­zi­el­le Mot­to der Tisza-Partei lau­te: „Orba­nis­mus ohne Orbán“.

Gut, sagen sie jetzt, aber wie­so Erpres­sung, alle mein Poli­tik­wis­sen­schafts­pro­fes­so­ren in Wien waren doch voll für den - und wenns die nicht wis­sen, wer dann?

Nun - Magyar ist enorm unter Druck vor allem die jün­ge­re Wäh­ler­schaft zufrie­den­zu­stel­len, denn wenn der jetzt nicht sein Regie­rungs­wun­der in der Rezes­si­on wirkt, sind die wie­der von der Poli­tik ent­täuscht und ver­ab­schie­den sich direkt von der Par­ty­mei­le wie­der in einen Nichtwählerhaushalt.

Magyar braucht also sei­ne 28-35 Mil­li­ar­den von der EU intravenös.

Und das dürf­te auch die EU wis­sen - bei einem For­de­rungs­ka­ta­log von eh nur 27 Bedingungen.

Auf der ande­ren Sei­te, das ist das Har­nisch, dass sich Magyar nicht so ver­hält wie ALLES aus sei­ner Wahl­kampf­füh­rung einem nahe­legt, dass er sich jetzt ver­hal­ten könnte.

Aber die UvdL hat ja so sön getweetet…

There’s a lot of leverage on our side,” said the EU offi­cial. “The pres­su­re is on him and I think he wants to deli­ver quickly.”

Die Uhr tickt“, warn­te Pau­la Pin­ho, die Chef­spre­che­rin von EU-Kommissionspräsidentin Ursu­la von der Ley­en, am Diens­tag in Brüs­sel. „Der Ball liegt auf dem unga­ri­schen Spiel­feld“, beton­te sie. Magyar müs­se bewei­sen, dass er es mit dem ange­kün­dig­ten Sys­tem­wech­sel in Ungarn ernst meint und von Brüs­sel gefor­der­te Refor­men umsetzt.

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Der ita­lie­ni­sche Rechts­pro­fes­sor Alber­to Ale­man­no for­mu­liert den schärfs­ten Ein­wand: „Magyar ist kein Außen­sei­ter. Er ist ein Fidesz-Insider, geformt von der­sel­ben poli­ti­schen Kul­tur, den­sel­ben Netz­wer­ken und dem­sel­ben Sys­tem, das Orbán her­vor­ge­bracht hat.“ Sein Kern­satz ver­dient es, lang­sam gele­sen zu wer­den: „Er ist nicht gegen den Orba­nis­mus ange­tre­ten. Er ist gegen Orbán ange­tre­ten. Das ist ein ent­schei­den­der Unter­schied, den die meis­ten Beob­ach­ter in ihrer Erleich­te­rung übersehen.“

Prös­ter­chen.

Dazu der Ultsch:

Kla­re Kampf­an­sa­ge an Orbáns Eli­ten: Péter Magyar will nach sei­nem Wahl­tri­umph auf­räu­men in Ungarn

Ungarns künf­ti­ger Pre­mier, Peter Magyar, defi­niert den Umgang mit der EU neu, bleibt aber prag­ma­ti­sche gegen­über Russ­land und skep­tisch gegen­über der Ukrai­ne. Zugleich for­dert er eine Abrech­nung mit kor­rup­ten Machenschaften.

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Na nein, du Idi­ot, wenn die in den Insti­tu­tio­nen sit­zen in die die TISZA rein will. Fuck me - der öster­rei­chi­sche Qualitätsjournalismus.

Btw: Das zwei­te Magyar Inter­view­vi­deo ist so gut wie unwat­cha­ble - ich bin bei 01:07 in und hab eine Stun­de kom­plett sinn­lo­se Polit­rhe­to­rik hin­ter mir, ohne das eine ein­zi­ge Aus­sa­ge gefal­len wäre außer, wir brin­gen unse­re Leu­te im Appa­rat unter.

Magyar hat zu dem Zeit­punkt offi­zi­ell ja nur 20-50 Leu­te und ca 5000 bis 10000 Frei­wil­li­ge. War da aber eh bereits voll im Wahl­kampf, hat noch kei­ne Ministerpräsident- oder Minis­ter­kan­di­da­ten auf­ge­stellt - und der Mode­ra­tor fragt ihn etwa seit 40 Minu­ten, was er denn über­haupt mache - und bekommt jedes mal die Ant­wort “wir sind weni­ger kor­rupt als Fidez” zurück.

Tal­king to a sack of rice in Per­fek­ti­on! Das Ein­zi­ge was pas­siert ist das der Mode­ra­tor immer ange­zipf­ter wird, und der Magyar immer tes­to­ste­ron male-iger…

Gut und ein­mal hat der Magyar den Mode­ra­tor dabei erwischt nen kom­plet­ten Blöd­sinn gefragt zu haben, da war er aber Bud­dy, Buddy.

Ich könnt wirk­lich genau­so­gut Far­be an der Wand beim Trock­nen zusehen.

Ich finds toll, dass ich das mach.

edit: Moment, nach einer Stun­de 20 hat der Mode­ra­tor die ers­te Fra­ge, die nicht mit “wir sind weni­ger kor­rupt als Fidez” beant­wor­tet wer­den kann:

Die Poli­zei hat in einem Fall ver­sagt, was machen sie gegen Häus­li­che Gewalt?

Dar­auf Magyar. Wir wer­den die Poli­zei ver­bes­sern, wir sind weni­ger kor­rupt als Fidez.

Und Péter wird eine Frau­en­rechts­kon­fe­renz aus­ru­fen und bei der auch per­sön­lich dabei sein. (Also rhe­to­risch war die Ant­wort super.)

edit: 1:25 - “Man” müss­te den Min­dest­lohn erhö­hen! Er will aber auch nicht wirt­schafts­feind­lich sein!

edit: Nein!!!! Sowas.