Wozu braucht man einen Digitalisierungsminister?

14. Januar 2026

Genau, um die Finan­zie­rung des Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ters zu sichern.

Wait what?

15.21 Uhr: Selen­ski will neu­es Mobilisierungssystem

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­di­mir Selen­ski hat «weit­rei­chen­de­re Ände­run­gen» am Sys­tem des Lan­des zur Mobi­li­sie­rung von Trup­pen für den Krieg mit Russ­land gefor­dert. «Es wur­den bereits Ent­schei­dun­gen getrof­fen, um eine gerech­te­re Ver­tei­lung des Per­so­nals auf die Kampf­bri­ga­den zu gewähr­leis­ten», schrieb Selen­ski auf X nach einem Tref­fen mit dem neu ernann­ten Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Mikhailo Fedo­row. «Aller­dings sind weit­rei­chen­de­re Ände­run­gen im Mobi­li­sie­rungs­pro­zess erfor­der­lich, die sowohl den Verteidigungs- und Sicher­heits­kräf­ten der Ukrai­ne als auch den wirt­schaft­li­chen Pro­zes­sen in unse­rem Staat mehr Mög­lich­kei­ten garantieren.»

Selen­ski lis­te­te zudem wei­te­re Punk­te auf, an denen der neue Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter arbei­ten soll. Prio­ri­tät habe die Ver­bes­se­rung der Luft­ver­tei­di­gung. «Es gibt kon­kre­te Ent­schei­dun­gen, die so schnell wie mög­lich umge­setzt wer­den müs­sen», schrieb Selen­ski. Der bis­he­ri­ge Digi­ta­li­sie­rungs­mi­nis­ter Fedo­row wer­de zudem die «tech­no­lo­gi­sche Kom­po­nen­te erheb­lich» gestärkt, «um den Vor­marsch der rus­si­schen Besat­zer auf dem Schlacht­feld zu stop­pen und pro­ble­ma­ti­sche Fra­gen im Zusam­men­hang mit der Logis­tik an der Front zu lösen.» Fedo­row wer­de sich auch um die Finan­zie­rung des Ver­tei­di­gungs­sek­tors küm­mern müssen.

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Man… Und das gera­de als die UvdL gera­de­mal drei Tage auf eine Reak­ti­on Mos­kaus auf den so gut wie beschlos­se­nen 20 Punk­te Frie­dens­plan der EU gewar­tet hat kün­digt Selen­skyj eine neue Mobi­li­sie­rungs­in­itia­ti­ve an.

Des is so a blö­des Timing.

Wobei - man muss das auch mal aus der Sicht der Kaja Kal­las sehen - end­lich kann der Krieg noch Jah­re wei­ter gehen! Per­so­nal­not abgewandt.

Der Reis­ner wird sich auch so freuen…

Sag dem mal jemand Bescheid.

Hier ist noch­mal der Haupt­ver­ant­wort­li­che des ukrai­ni­schen Mili­tärs für Finan­zen laut Selenskyj:

Mikhailo Fedo­row
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Gut, Onkel Selen­skyj wird ihm schon sagen auf wel­che Kon­ten jetzt wel­ches Geld zu kom­men hat.

Der lebt sich als Haupt­ver­ant­wort­li­cher für die Finan­zie­rung des ukrai­ni­schen Mili­tärs schon noch ein.

Gra­tu­la­ti­on, Herr Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter muss man jetzt glaub ich sagen.

Michailo Fedo­row steht auf der Büh­ne des Ukraine-Hauses in Davos.

Mei, mei - so kurz war die Zeit der Unschuld, …

Naja, da kennt er dann ja eh schon alle.

Fedo­row prä­sen­tiert Vide­os, eines zeigt die Ukrai­ne im Jahr 2030. Zu futu­ris­ti­scher Musik lau­fen Bil­der von Hoch­häu­sern und Tech­fir­men über den Moni­tor. Die Ukrai­ne sei inzwi­schen das Land mit dem schnells­ten Inter­net der Welt, den tiefs­ten Unter­neh­mens­steu­ern und der bes­ten Cyber-Armee, heisst es dar­in. Aber die Visi­on ist noch grös­ser: die Ukrai­ne als das Sili­con Val­ley Euro­pas, als mili­tä­risch hoch­ge­rüs­te­ter Front­staat gegen Russ­land, als Leucht­turm des Wes­tens – eine Demo­kra­tie gegen den gefähr­li­chen Auto­ri­ta­ris­mus. «Wir haben gezeigt, wer wir sind und was wir brau­chen», sagt Fedo­row stolz im Gespräch mit der «NZZ am Sonn­tag» in Davos.

Ja Scheis­se, jetzt wo der die Mili­tär­fi­nan­zie­rung über­nimmt, was wird denn jetzt aus dem Leucht­turm­pro­jekt Ukrai­ne 2030?

Onkel Selen­skyj?

Wobei, man soll nicht immer so nega­tiv sein, .…

Zum einen kann jetzt der Krieg end­lich wei­ter­ge­hen, zum Ande­ren hat das mit der Wahl im zwei­ten Durch­gang auch pri­ma geklappt nach dem der neue Präsidialamtsleiter/Inlandsgeheimdienstchef in einer Per­son mal kurz durch­ge­grif­fen hat, …

10.34 Uhr: Raz­zia in Par­tei­bü­ro von ukrai­ni­scher Ex-Regierungschefin Timoschenko

Das Büro der Vater­lands­par­tei der frü­he­ren ukrai­ni­schen Minis­ter­prä­si­den­tin Julia Timo­schen­ko ist von Ermitt­lern der ukrai­ni­schen Anti­kor­rup­ti­ons­be­hör­den durch­sucht wor­den. Das Natio­na­le Anti­kor­rup­ti­ons­bü­ro (Nabu) und die Spe­zia­li­sier­te Anti­kor­rup­ti­ons­staats­an­walt­schaft (Sap) infor­mier­ten über eine Ver­dachts­mit­tei­lung. Sie sol­le das Abstim­mungs­ver­hal­ten von Abge­ord­ne­ten ande­rer Par­la­ments­grup­pen mit Geld­zah­lun­gen beein­flusst haben.

[…]

Timo­schen­ko selbst schrieb nach der Raz­zia auf Face­book: «Über 30 bis an die Zäh­ne bewaff­ne­te Män­ner haben ohne Vor­la­ge jeg­li­cher Doku­men­te fak­tisch das Gebäu­de besetzt und die Mit­ar­bei­ter als Gei­seln genom­men.» Sie bezeich­ne­te die Mass­nah­me als «PR-Aktion» und wies «alle absur­den Anschul­di­gun­gen kate­go­risch zurück». Es sei­en Tele­fo­ne, Par­la­ments­do­ku­men­te und «per­sön­li­che Erspar­nis­se» beschlag­nahmt worden.

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Die Jus­tiz arbei­tet. Ehm, ich mei­ne die Exekutive.

Der Ver­däch­tig­ten dro­hen bis zu zehn Jah­re Gefäng­nis. Timo­schen­ko ist Che­fin der mit 25 Abge­ord­ne­ten dritt­stärks­ten Frak­ti­on ihrer Vater­lands­par­tei im Parlament.

Kei­ne vor­ge­leg­ten Doku­men­te, aber ihr dro­hen 10 Jah­re Gefängnis.

Ich mein sie hätt ja mit Die­ner des Vol­kes auch fusio­nie­ren können.

Sowas geht in einer Demokratie.

Im ver­gan­ge­nen Juli hat­te sie Nabu und SAP als Mit­tel aus­län­di­scher Kon­trol­le über die Ukrai­ne kritisiert.

Uhh… Das wiegt schwer,… Bis in 12 Jah­ren bei guter Füh­rung dann.

Sla­va Ukraini!

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten. Wis­sen sie was wir schon lan­ge nicht mehr hatten?

Not­stands­ge­set­ze!

19.13 Uhr: Selen­skyj ruft wegen rus­si­schen Angrif­fen auf Ener­gie­sek­tor Not­stand aus

Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj kün­digt einen Not­stand für den Ener­gie­sek­tor des Lan­des an. Damit wol­le er die Pro­ble­me bei der Strom­ver­sor­gung nach den anhal­ten­den rus­si­schen Angrif­fen auf die Infra­struk­tur ange­hen, schreibt Selen­skyj auf der Social-Media-Plattform X auf Eng­lisch. Es wer­de dar­an gear­bei­tet, die Strom­im­por­te in die Ukrai­ne deut­lich zu erhöhen.

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Des war jetzt aber a schon nach der Fest­nah­me der Timo­schen­ko, oder?

Ich frag ja nur, weil das wär ja a jetzt auch sehr prak­tisch, wenn zum Bei­spiel ihr regu­lä­res Gerichtsverfahren, …









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