Der Standard hat heute einen Versuch in critical thinking gestarted

13. April 2026

Mein Forum von Anonyme:r User:in

Wie kann Euro­pa vorankommen?

Mein Forum: Dis­ku­tie­ren Sie die­ses The­ma mit der STANDARD-Community

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Und der ist natür­lich prompt geschei­tert, und das so gran­di­os, dass mir der Mund offen geblie­ben ist.

Also - ich fas­se zusammen.

Euro­pa kann vor­an­kom­men indem --

WAS ERLAUBEN SIE SICH EIGENTLICH, es ster­ben eh kei­ne Euro­pä­er, uns gehts eh gut.

INDEM WIR ALLE MITGLIEDER ZWINGEN EINHEITLICH AUFZUTRETEN.

INDEM WIR DIE RECHTEN BESIEGEN, DIE UNS DIE GREEN FUTURE GESTOHLEN HABEN!

IN DEM WIR DIE NEGATIVE BERICHTERSTATTUNG ÜBER EUROPA EINSTELLEN!

INDEM DIE EU ALS WIRTSCHAFTSUNION ZUKAUFT, WO NÖTIG.

INDEM WIR ALLE INVESTITIONEN IN ASIEN NACH OSTEUROPA LEGEN.

Cir­cu­lar Eco­no­my und wie­der alles selbst produzieren.

Das Ein­stim­mig­keits­prin­zip abschaf­fen und dann kla­re­re Ent­schei­dungs­struk­tu­ren, einen EU Außen­mi­nis­ter, einen EU Prä­si­den­ten, und …

Irgend­was mit alter­na­ti­ven Ener­gien, oder Medizinforschung.

EINHEITLICHE STEUERN! (Ich japs eh schon, stopp.)

DIE NEUTRALITÄT ÖSTERREICHS ABGEBEN.

Aussen- und Ver­tei­di­gungs­po­li­tik bei der EU ver­or­ten. (EIN EUROPÄISCHES HEER!)

Veto­rech­te abschaffen.

Ich glaub Alp­bach kann zusperren.

Oder sie machens ein­fach wie immer, und schnap­pen sich zwei davon und pressen, … 😉

Falls ich dar­in unse­ren nächs­ten Zivi­li­sa­ti­ons­sprung über­se­hen habe Ver­zei­hung. Ich konn­te zwi­schen­zeit­lich kaum mehr atmen.

Gehen wir zum Bei­spiel ein­mal davon aus, dass Frank­reich demo­gra­phisch ganz gut liegt, und und in zehn Jah­ren mehr Einfluss, …

Ich glaub die wer­den ihr Mili­tär abge­ben, und sich mit Deutsch­land auf ein­heit­li­che Steu­ern eini­gen, nach­dem sie ihre de fac­to Pro­tek­to­ra­te an Brüs­sel über­schrie­ben haben, und VW gezwun­gen haben wie­der in Wolfs­burg zu inves­tie­ren. Nein, Ver­zei­hung - Fiat gezwun­gen haben wie­der in Ita­li­en zu produzieren.

Ich packs nicht…

Aber gut zu wis­sen, dass Felix Baum­gart­ners Ideen post­hum so sehr gewür­digt werden.

Aber ich glaub schon min­des­tens 347 likes auf social media, und tol­les Engagement.

Dem Phil­ip­pe Nar­vall juckts schon in den fin­gern Social Media Ver­bot für Jugend­li­che zu for­dern, wie schon 2022 in Alp­bach in sei­ner Ein­stim­mungs­re­de zu My Euro­pe, my Sto­ry. Einem Alp­bach Pro­jekt indem das virals­te Pos­ting pre­miert wer­den sollte.

edit: Moment, ich hab noch den so wich­ti­gen Qua­li­fier ver­ges­sen - wegen dem Russen.

Komisch, kei­ner dafür Mon­te­ne­gro Mol­da­vi­en und Geor­gi­en schneller…

Aber das kommt eh erst nach der Abschaf­fung des Vetos…

Übri­gens -

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Gut die US und Chi­na bat­teln sich das bis 2030 zu errei­chen, und Euro­pa hat kei­ne Rake­ten die Test­starts über­ste­hen, aber dafür haben wir Ambition!

Kommt das jetzt daher, dass im Stab der UvdL jemand euro­päi­sche Moonshot pro­jects ver­be­tum inter­pre­tiert hat, oder…

Ist da per Anhal­ter eine Option?

edit: Jetzt hab ich schon wie­der den wich­tigs­ten Qua­li­fier vergessen!

Das Gan­ze M1 und M2 ist bei Thyssen-Krupp!

Die Euro­päi­sche Uni­on: Geges­sen wird auf den Tisch kommt, und sie wer­den sich noch wun­dern, was alles mög­lich ist.

Moment, dem Standard wär wieder was aufgefallen, …

13. April 2026

Unkla­re Hoffnungen

Wäh­rend am Buda­pes­ter Donau­ufer bei der Tisza-Wahlparty die Sekt­kor­ken knal­len, darf man schon die Fra­ge stel­len, was nun von Magyar zu erwar­ten ist. All­zu reich­hal­tig an The­men war der Wahl­kampf näm­lich nicht. Wäh­rend Orbán sein Pro­gramm her­un­ter­spul­te, das im Wesent­li­chen dar­in bestand, Brüs­sel und Kyjiw Kriegs­trei­be­rei vor­zu­wer­fen, setz­te Magyar in ers­ter Linie auf den Kampf gegen die gras­sie­ren­de Korruption.

In man­chen Punk­ten, etwa bei der restrik­ti­ven Migra­ti­ons­po­li­tik, wird sich Magyars Linie ver­mut­lich nicht all­zu sehr von jener Orbáns unter­schei­den. Den­noch kann man auch hier zumin­dest rhe­to­ri­sche Mäßi­gung erwar­ten: Im Wahl­kampf hat sich der 45-Jährige als guter Red­ner erwie­sen, der die Mas­sen begeis­tern kann – aller­dings als Red­ner, der zur Sach­lich­keit neigt und auf auf­peit­schen­de Emo­tio­na­li­sie­rung ger­ne verzichtet.

Signal nach Brüssel
Was sich aber Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker quer durch Euro­pa vor allem fra­gen, ist: Wie wird Magyar in der EU auf­tre­ten? Der Wahl­sie­ger kennt Brüs­sel, er hat dort bereits in diplo­ma­ti­scher Mis­si­on sein Land ver­tre­ten – damals noch als Mit­glied von Orbáns Fidesz. Und er ist für Tis­za aktu­ell Mit­glied des Euro­päi­schen Par­la­ments. Orbán ist in der EU häu­fig als Spalt­pilz auf­ge­tre­ten, hat sei­ne Part­ner brüs­kiert und pro­vo­ziert. Auch Magyar wird – und soll – nicht in allem mit allen einer Mei­nung sein. Aber einen neu­en Stil Ungarns im Kreis der EU-27 darf man sich in jedem Fall erwarten.

Magyar selbst hat das noch am Wahl­abend ange­deu­tet, als er auf einen zufäl­li­gen Jah­res­tag hin­wies: Am 12. April 2003, also genau vor 23 Jah­ren, hat­ten die Unga­rin­nen und Ungarn sich in einem Refe­ren­dum für den Bei­tritt zur Euro­päi­schen Uni­on ent­schie­den. Es ist eine Koin­zi­denz, die Magyar auch uner­wähnt hät­te las­sen kön­nen. Dass er sie trotz­dem erwähn­te, war ein freund­li­cher Gruß an sei­ne künf­ti­gen Part­ner im Euro­päi­schen Rat.

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Ehm, eeehm,…

Wie sag mas ihnen…

Behut­sam, oder?

Hier:

Bea­ting (Aut­ho­ri­ta­ri­an) Popu­lism with (Demo­cra­tic) Populism

Orbán’s Anti­ci­pa­ted Defeat and the Dan­ger of Unli­mi­ted Sin­gle Party-Rule

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In line with the medi­an voter theo­rem, Tis­za has adop­ted ideo­lo­gi­cal­ly cen­tral­ly loca­ted posi­ti­ons across a ran­ge of sen­si­ti­ve poli­cy issu­es. The­se inclu­ded a neu­tral stance on last year’s ban­ned Buda­pest Pri­de march, in which Tis­za did not par­ti­ci­pa­te; its rejec­tion of the EU-financed 90 billion-euro loan to Ukrai­ne that they oppo­sed in the Euro­pean Par­lia­ment; as well as its pledge not to adopt the Euro­pean pact on migra­ti­on and asyl­um if a Tis­za government were for­med, on a sov­er­eig­n­tist anti-migration basis.

Tis­za did not only adopt the poli­ti­cal cen­tral ground ideo­lo­gi­cal­ly, distancing its­elf from par­ties of the “old oppo­si­ti­on”, but it also refu­sed to coope­ra­te with any of them or, in fact, with any per­so­na­li­ty with an inde­pen­dent poli­ti­cal stan­ding. Neit­her par­ties of the old oppo­si­ti­on, nor inde­pen­dent mem­bers of par­lia­ment and lea­ders of muni­ci­pa­li­ties have been con­si­de­red as poten­ti­al allies by Tis­za. This is a poli­ti­cal­ly ratio­nal stra­te­gy by Tis­za due to the logic of the majo­ri­ta­ri­an elec­to­ral sys­tem, which can trans­form rela­ti­ve majo­ri­ties into abso­lu­te ones, small abso­lu­te majo­ri­ties into lar­ge ones, whe­re­as at the mar­gin it can gene­ra­te two-thirds (in par­lia­ment: con­sti­tu­tio­nal, in muni­ci­pa­li­ties: qua­li­fied) majo­ri­ties. Moreo­ver, Tis­za has also jus­ti­fied this posi­ti­on moral­ly, clai­ming that the “old oppo­si­ti­on” had all the way col­la­bo­ra­ted with the regime, and whoever does not vote for Tis­za ulti­mate­ly sup­ports the main­ten­an­ce of Orbán’s rule. Through this, Tis­za has been urging a com­ple­te dis­mis­sal of incum­bent poli­ti­cal eli­tes regard­less of the actu­al poli­ti­cal role one has play­ed so far, in a tru­ly popu­list fashion.

By the vir­tue of its poli­ti­cal suc­cess – attai­ned through hard work amidst incre­a­singly bene­fi­cial poli­ti­cal con­di­ti­ons – Tis­za is get­ting clo­se to a decisi­ve elec­to­ral vic­to­ry, and even a two-thirds con­sti­tu­tio­nal majo­ri­ty in par­lia­ment might not be out of its reach. On the one hand, this may pro­vi­de ide­al con­di­ti­ons for re-establishing demo­cra­tic insti­tu­ti­ons. On the other hand, being equip­ped with a two-thirds majo­ri­ty would imply that Tis­za is effec­tively not cons­trai­ned by any demo­cra­tic con­trols. Next to the pro­li­fe­ra­ti­on of popu­list atti­tu­des, genera­ting a “popu­list voter trap” descri­bed in the pre­vious sec­tion, this is the other trap Hun­ga­ry may fall into. The trap of auto­cra­tic insti­tu­ti­ons that can only be alte­red by a lar­ge enough man­da­te that, if exists, can make its pos­ses­sors exempt from obey­ing the rules they wan­ted to intro­du­ce in the first place.

16 years ago, upon taking over government with his first two-thirds con­sti­tu­tio­nal majo­ri­ty, Vik­tor Orbán con­so­li­da­ted his power through auto­cra­tiz­a­ti­on, effec­tively eli­mi­na­ting the set of depo­li­ti­ci­zed insti­tu­tio­nal cons­traints on which Hun­ga­ri­an libe­ral demo­cra­cy in 1990-2010 res­ted. We do not know how Péter Magyar will approach the same task if he is given a simi­lar chan­ce on 12 April 2026. Inde­pendent­ly of the size of his gover­ning majo­ri­ty, though, he can­not adopt the same auto­cra­tic prac­ti­ces Fidesz cho­se to fol­low in the past 16 years if he is to keep his most important elec­to­ral pro­mi­se: the re-democratization of Hungary.

Ja aber! Die Wahlversprechen!

Genau!

Wir wol­len die EU Gel­der wie­der lukrie­ren, in dem wir checks and ball­an­ces wie­der her­stel­len, und?

Was bedeu­tet das?

Nun, die eige­nen Leu­te in die Insti­tu­tio­nen setzten!

Wegen checks and balances!

Das wird Magyar sicher schwer fallen…

Magyar and his par­ty have not only been suc­cess­ful poli­ti­cal­ly, but also high­ly inte­res­ting from an ana­ly­ti­cal stand­point. Aut­hors have exami­ned the collec­ti­ve psy­cho­lo­gi­cal needs Magyar respon­ded to and ana­ly­sed him as a cha­ris­ma­tic actor equip­ped with sophisti­ca­ted social media skills. Qua­li­ta­ti­ve rese­arch clai­med that Tis­za enga­ged in “trans­for­ma­ti­ve repo­la­riz­a­ti­on” of the poli­ti­cal space ins­tead of “reci­pro­cal pola­riz­a­ti­on” and “dis­rup­ti­ve esca­la­ti­on” that the “old oppo­si­ti­on” had pur­sued sin­ce the ear­ly 2010s.

Most recent­ly, Andrea Szabó and her co-authors show­ed how Tis­za has recon­fi­gu­red the dis­tri­bu­ti­on of popu­list atti­tu­des across government and oppo­si­ti­on elec­to­ra­tes. They repor­ted the pro­li­fe­ra­ti­on of “leader-centred repre­sen­ta­ti­on,” imply­ing that “[b]y 2025, pre­fe­ren­ces for strong, per­so­na­li­sed lea­ders­hip are broad­ly shared across par­ti­san publics, inclu­ding among voters who dis­agree fun­da­ment­al­ly over which lea­der should govern.” Today’s Hun­ga­ry, they claim, is cha­rac­te­ri­zed by a “hybrid popu­list elec­to­ra­te” in which “popu­list demand is not con­fi­ned to regime sup­por­ters but extends across par­ti­san blocs once oppo­si­ti­on rea­lign­ment crea­tes a credi­ble anti-incumbent pole.” In other words – I add – the rise of Tis­za mobi­li­zes popu­list atti­tu­des on the oppo­si­ti­on side, no lon­ger lea­ving them the pre­ro­ga­ti­ve of tho­se in power for 16 years. On the one hand, this is very good news as it makes the oppo­si­ti­on elec­to­ral­ly more com­pe­ti­ti­ve than it has ever been sin­ce 2010. On the other hand, Szabó and her co-authors exp­lain, this con­sti­tu­tes a “popu­list voter trap” that pre­vents the pro­spec­ted regime chan­ge from ending the peri­od of populism-driven politics.

Gut, ganz so schlimm ist es nicht es gibt ja auch die ande­ren Wahlversprechen, …

das Gesund­heits­sys­tem aus­zu­bau­en -- wäh­rend Ugarn in eine Pha­se fis­ka­len Spa­rens ein­tritt, und …

sich zu LGBT The­men ambi­va­lent zu verhalten.

Und natür­lich den wich­ti­gen Tweet, mei­ne Regie­rung wird pro EU und pro NATO!

Das Dau­men­drü­cken kann beginnen.

Etwas noch - wenn wir an die kürz­li­che Ana­ly­se den­ken, dass das GDP in Ungarn über bei­na­he 15 Jah­re exakt gleich gewach­sen ist wie das Polens (in per­cent growth), bis auf eine 0.2% Del­le aus der Pan­de­mie raus, in der Russ­land weni­ger schnell sub­ven­tio­niert hat als die EU, … nun, das liest sich beim Ver­fas­sungs­blog so:

Throughout most of the 2010s, eco­no­mic growth was robust, employ­ment and real wages grew, and huge amounts of EU funds were flowing into Hun­ga­ry. As a con­se­quence, a broad ran­ge of acti­vist government poli­ci­es could be pur­sued along­side con­ser­va­ti­ve fis­cal poli­ci­es while kee­ping exter­nal eco­no­mic vul­nera­bi­li­ty low.

This chan­ged in the 2020s, when Covid, alie­na­ti­on from the EU main­stream, a fun­da­men­tal dete­rio­ra­ti­on in the glo­bal busi­ness envi­ron­ment, and a loo­se­ning fis­cal stance befo­re the 2022 elec­tions alte­red the situa­ti­on dra­ma­ti­cal­ly. Just like in 2006-10, pre-election fis­cal expan­si­on was fol­lo­wed by post-election sta­bi­liz­a­ti­on needs, occur­ring amidst decre­a­sing EU finan­cing as the EU Com­mis­si­on sus­pen­ded most Hun­ga­ri­an deve­lo­p­ment fun­ding as part of its rene­wed rule of law pro­ce­du­re. The eco­no­my fell into reces­si­on, infla­ti­on acce­le­ra­ted, and real wages drop­ped in 2023. This was fol­lo­wed by two more years of near eco­no­mic sta­gna­ti­on, during which finan­cing exten­si­ve government cli­en­te­les without EU money – its pri­ma­ry source in the pre­vious deca­de – beca­me incre­a­singly dif­fi­cult for the regime. As the resul­ting poli­ti­cal vacu­um could not be fil­led by the dis­credi­ted “old oppo­si­ti­on”, a new poli­ti­cal alter­na­ti­ve was needed.

Aber wie­so der Magyar die­ses poli­ti­sche Signal an die EU und die Nato gesen­det hat, … das hätt er laut dem Stan­dard auch las­sen können.

Gell?

Genau.….….

Man könnt auch sagen, jetzt wo Russ­land nicht mehr so flüs­sig ist, …

Die NZZ hats ordent­lich formuliert:

Ein natio­na­les Trau­ma, das sich heu­te an Grossungarn-Stickern auf Auto­hecks mani­fes­tiert. Lin­ke Poli­ti­ker leh­nen vie­le ab, die Erin­ne­rung an die kor­rup­ten Kom­mu­nis­ten sitzt zu tief.

Fidesz bedien­te die­se Sehn­süch­te geschickt. Sie ver­sprach Sta­bi­li­tät, natio­na­len Stolz und eine Abkehr von der libe­ra­len West­po­li­tik, die vie­le als Bedro­hung der unga­ri­schen Iden­ti­tät emp­fan­den. Auch die Wirt­schaft brumm­te: Aus­län­di­sche Kon­zer­ne wur­den mit Sub­ven­tio­nen und bil­li­ger rus­si­scher Ener­gie ins Land gelockt, die Mit­tel­schicht mit gross­zü­gi­ger Fami­li­en­för­de­rung gebun­den. Löh­ne und Wohl­stand stiegen.

Doch das Modell hat einen Haken: Es wird haupt­säch­lich mit EU-Subventionen finan­ziert. Seit der letz­ten Wahl hält die EU jedoch Mil­li­ar­den wegen Beden­ken über mög­li­che Kor­rup­ti­on zurück. 

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Nicht ver­ges­sen Ungarn war bei wei­tem nicht das ärms­te Land der EU nach purcha­se power pari­ty (bil­li­ges Gas, Öl und bil­li­ger Wohn­raum, da Orb­ans Mehr­kind Poli­tik gekra­tert ist).

Pro­blem? Die Abhän­gig­keit vom Rus­si­schen Öl besteht wei­ter, die (Pipeline-)Infrastrukur beding­ts wei­ter, die Lang­zeit­ver­trä­ge sind in Place.

Aber die 28 Mil­li­ar­den, die wegen Bestra­fung des auto­kra­ti­schen Regimes bei der EU par­ken, … sind die Zukunft der jun­gen Ungarn, die Magyar mit Wachs­tums­ver­spre­chen mobi­li­sie­ren konn­te. Tolls­te Wahl­be­tei­li­gung evar!

Nichts des­to trotz, dass Magyar gleich einen Staats­be­such in Polen ange­kün­digt hat, hat alle ver­söhn­lich gestimmt - und ja - die­se Rei­se, wird interessant.

Ein Pro­blem haben wir noch, … Der Stan­dard Leser hat schon wie­der nicht ver­stan­den was eine zwei Drit­tel Mehr­heit ist.

Ach ja, der leben­di­ge Par­la­men­ta­ris­mus Ungarns unter zwei Drit­tel Mehrheit.

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Bei dem Fidez sich an die Insti­tu­tio­nen krallt, weil die nächs­ten Wah­len sicher kom­men, und Magyar in einer Peri­ode fis­ka­li­schen Spa­rens übernimmt, …

Der Standard feiert gerade das Wahlsystem Ungarns

12. April 2026

Und dass viel­leicht die drit­te Par­tei aus dem Par­la­ment fliegt!

Super, dar­auf ein Prösterchen.

Die Iro­nie…

Fällt ihnen bei die­ser Bericht­erstat­tung viel­leicht irgend­was auf?

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Nein?

Dann ver­rat ichs ihnen…

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Das hier sind die aktu­el­len Stimmverhältnisse:

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Ganz klar zwei Drittel-Mehrheits ver­däch­tig in Ungarn. Der Stan­dard freut sich. 🙂

Da hat aber wer aufs Wahl­sys­tem opti­miert, du… 70% der Man­da­te, bei 54% der Stimmen.

Mei­ne Poli­tik­wis­sen­schaft Pro­fes­so­ren wären stolz auf den Standard.

Das ist eben noch die­se jour­na­lis­ti­sche Inte­gri­tät, die wir so brauchen.

Dass der die öster­rei­chi­sche Bevöl­ke­rung so gut informiert.

Der Stan­dard hat auch exakt so lan­ge dar­auf foku­siert, ob die drit­te Par­tei denn jetzt raus­fliegt, bis der Redak­teur gecheckt hat - dass es bei dem Wahl­sys­tem dies­mal eh kei­nen Unter­schied macht. 🙂

Ich gra­tu­lie­re.

Ungarn natür­lich.

Also, ich gra­tu­lie­re Ungarn natürlich.

edit: Moment, etwas wär dem Stan­dard kurz vor Mit­ter­nacht noch aufgefallen:

Redak­teur:
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Nach einer Stunde:
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Sowie­so!

Das Ver­hält­nis­wahl­recht soll­te die Ukrai­ne schnell umkrämpeln…

Nicht dass in 106 Wahl­be­zir­ken der Sitz durch ein­fa­ches Mehr­heits­wahl­recht ver­ge­ben wird.

(Zusätz­lich zu die­sen 106 Direkt­man­da­ten wer­den wei­te­re 93 Abge­ord­ne­te über Lan­des­lis­ten gewählt.)

Der hat sicher in Wien Poli­tik­wis­sen­schaf­ten stu­diert, der Redakteur.

Wobei, die ers­te Erwäh­nung des pro­zen­tua­len Aus­zäh­lungs­er­geb­nis nach 5 Stun­den Wahl­be­richt­erstat­tung, um 22 Uhr 30, … Man muss ja froh sein, dass es der Stan­dard am Ende des Tages doch noch geschafft hat.

Der Öster­rei­cher ist wie­der so kurz davor das Pro­blem zu verstehen, …

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Hät­ten wir doch nur einen Jour­na­lis­mus der ihm dabei hilft, …

edit: Fuck, einer (!) hats verstanden!

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Sofort per­ma­ban­nen, beim Stan­dard - das geht ja nicht, wo kom­men wir denn da hin! Die Wie­ner Poli­tik­wis­sen­schaft flippt auch schon aus.

edit: Eine Stun­de spä­ter: Zwei habens ver­stan­den - und wir haben schon acht likes! Es geht berg­auf in Österreich!

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Learning winning from winners

12. April 2026

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Und wenn die Ira­ner nicht ein­len­ken, ver­senkt die US jetzt Tan­ker in der Stras­se von Hormus!

Pro­tip für den Iran: Dir jetzt einen Hol­ly­wood Copy­right Lawy­er suchen.

Ers­te Reak­tio­nen von Al Jaze­e­ra sind verfügbar!

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Dazu der öster­rei­chi­sche Qua­li­täts­jour­na­lis­mus vor zwei Minuten:

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Der Teufel soll mich holen, wenn Doskozil recht hat!

12. April 2026

Weni­ge Tage nach­dem dem bur­gen­län­di­schen Lan­des­haupt­mann der Kehl­kopf ent­fernt wur­de, kri­ti­siert er sei­ne eige­ne Par­tei. Er sieht eine “inhalts­lee­re und kon­zept­lo­se Politik”

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Der Stan­dard­re­dak­teur hat auch schon ganz fleis­sig die Blatt­li­nie gepinnt:

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Da wird ja sei­ner Gehalts­er­hö­hung nichts mehr im Weg stehen.

Ich beant­wort nur noch schnell die Userfrage:

Die Kam­pa­gnen­be­ra­ter der SPÖ haben sich intern schon getrof­fen um zu bera­ten, ob man einen Stimm­be­hin­der­ten eigent­lich noch natio­nal auf­stel­len soll, und Dosko­zil hat sie mit­ten in der Bera­tung erwischt, weil sein Medi­en­be­ra­ter schlau­er war.

Nur so ne Vermutung.

Sicher halt­los.

Jeden­falls nicht belegt.

Der Stan­dard hat ja nicht recherchiert.

Gott sei Dank hat­te die SPÖ Füh­rung noch die guten Kon­tak­te in den Standard.