Der ist ja an der Party-Industrie beteiligt… (Click me Bitches!, selbes Partymiglied auch bei Phoenix)

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Hier der FT Artikel im Original: click
Moneyquotes:
Noch bevor Péter Magyar seinen Amtseid ablegen kann, hat Brüssel die Rechnung auf den Tisch gelegt. 27 Bedingungen, um rund 35 Milliarden Euro an eingefrorenen EU-Geldern freizugeben.
- Antikorruptionsmaßnahmen.
- Die Rücknahme von Orbán-Entscheidungen, die nach Ansicht der EU-Kommission gegen europäisches Recht verstoßen.
- Die Aufhebung der Blockade eines 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine.
- Die Zustimmung zur nächsten Runde der Russland-Sanktionen.
- Reform des Justizsystems, der Sicherheitsdienste, der Führung öffentlicher Institutionen und staatsnaher Unternehmen.
- Dazu die Beilegung eines Streits über Ungarns Asylgesetzgebung, der das Land bereits fast 900 Millionen Euro an Strafzahlungen gekostet hat – eine Million pro Tag, die Brüssel direkt vom ungarischen Anteil am EU-Haushalt abzieht.„Er hat ein vollwertiges Mandat, Dinge zu verändern – und wir arbeiten vom ersten Tag an mit ihm zusammen“, sagte ein hoher EU-Beamter der Financial Times. „Die Devise lautet: Wenn sie liefern, liefern wir.“ Ursula von der Leyen verglich die Dimension des Wahlsonntags mit dem Ungarnaufstand von 1956 und dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 – und schob sofort nach: „Es gibt viel zu tun, wenn Ungarn auf den europäischen Weg zurückkehrt.“
Spannend ist auch eine Zahl, die in den Jubelberichten über Budapests große Nacht kaum vorkommt: null. Null Sitze für die Sozialdemokraten. Null für die Grünen. Null für die Liberalen. Die linken Parteien Ungarns kamen zusammen auf weniger als fünf Prozent.
In der ersten Analyse dieses Machtwechsels haben wir gezeigt, wie Péter Magyar in der Sache – bei Waffenlieferungen, Migration, EU-Beitritt der Ukraine – die Linie seines Vorgängers fortschreibt. Seitdem hat der neue Regierungschef auf seiner ersten Pressekonferenz die Fortführung bestätigt. In jedem einzelnen Punkt.
Beim 90 Milliarden Kredit für die Ukraine, macht er kolportiert natürlich EINE GROSSE AUSNAHME - hat er schon einer Journalistin gesignalt - hört man. Also nachdem er im EU Parlament gegen ihn gestimmt hat - weil da war ja noch Wahlkampf.
William Nattrass bringt es auf den Punkt: Magyar plane „keine signifikanten Änderungen an Ungarns Haltung zu den Schlüsselthemen, für die Orbán im Ausland kritisiert wurde“. Und John O’Sullivan, Leiter des Budapester Danube Institute, liefert den Slogan, der über dieser gesamten Analyse stehen könnte: Das inoffizielle Motto der Tisza-Partei laute: „Orbanismus ohne Orbán“.
Gut, sagen sie jetzt, aber wieso Erpressung, alle mein Politikwissenschaftsprofessoren in Wien waren doch voll für den - und wenns die nicht wissen, wer dann?
Nun - Magyar ist enorm unter Druck vor allem die jüngere Wählerschaft zufriedenzustellen, denn wenn der jetzt nicht sein Regierungswunder in der Rezession wirkt, sind die wieder von der Politik enttäuscht und verabschieden sich direkt von der Partymeile wieder in einen Nichtwählerhaushalt.
Magyar braucht also seine 28-35 Milliarden von der EU intravenös.
Und das dürfte auch die EU wissen - bei einem Forderungskatalog von eh nur 27 Bedingungen.
Auf der anderen Seite, das ist das Harnisch, dass sich Magyar nicht so verhält wie ALLES aus seiner Wahlkampfführung einem nahelegt, dass es sich jetzt verhalten könnte.
Aber die UvdL hat ja so sön getweetet…
Ma este Európa szíve erősebben dobog Magyarországon.
Europe’s heart is beating stronger in Hungary tonight.
— Ursula von der Leyen (@vonderleyen) April 12, 2026
“There’s a lot of leverage on our side,” said the EU official. “The pressure is on him and I think he wants to deliver quickly.”
„Die Uhr tickt“, warnte Paula Pinho, die Chefsprecherin von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, am Dienstag in Brüssel. „Der Ball liegt auf dem ungarischen Spielfeld“, betonte sie. Magyar müsse beweisen, dass er es mit dem angekündigten Systemwechsel in Ungarn ernst meint und von Brüssel geforderte Reformen umsetzt.
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Der italienische Rechtsprofessor Alberto Alemanno formuliert den schärfsten Einwand: „Magyar ist kein Außenseiter. Er ist ein Fidesz-Insider, geformt von derselben politischen Kultur, denselben Netzwerken und demselben System, das Orbán hervorgebracht hat.“ Sein Kernsatz verdient es, langsam gelesen zu werden: „Er ist nicht gegen den Orbanismus angetreten. Er ist gegen Orbán angetreten. Das ist ein entscheidender Unterschied, den die meisten Beobachter in ihrer Erleichterung übersehen.“
Prösterchen.
Dazu der Ultsch:
Klare Kampfansage an Orbáns Eliten: Péter Magyar will nach seinem Wahltriumph aufräumen in Ungarn
Ungarns künftiger Premier, Peter Magyar, definiert den Umgang mit der EU neu, bleibt aber pragmatische gegenüber Russland und skeptisch gegenüber der Ukraine. Zugleich fordert er eine Abrechnung mit korrupten Machenschaften.
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Na nein, du Idiot, wenn die in den Institutionen sitzen in die die TISZA rein will. Fuck me - der österreichische Qualitätsjournalismus.
Btw: Das zweite Magyar Interviewvideo ist so gut wie unwatchable - ich bin bei 01:07 in und hab eine Stunde komplett sinnlose Politrhetorik hinter mir, ohne das eine einzige Aussage gefallen wäre außer, wir bringen unsere Leute im Apparat unter.
Magyar hat zu dem Zeitpunkt offiziell ja nur 20-50 Leute und ca 5000 bis 1000 Freiwillige. War da aber eh bereits voll im Wahlkampf, hat noch keine Ministerpräsident- oder Ministerkandidaten aufgestellt - und der Moderater fragt ihn etwa seit 40 Minuten, was er denn überhaupt mache - und bekommt jedes mal die Antwort “wir sind weniger korrupt als Fidez” zurück.
Talking to a sack of rice in Perfektion! Das Einzige was passiert ist das der Moderator immer angezipfter wird, und der Magyar immer testosteron male-iger…
Gut und einmal hat der Magyar den Moderator dabei erwischt nen kompletten Blödsinn gefragt zu haben, da war er aber Buddy, Buddy.
Ich könnt wirklich genausogut Farbe an der Wand beim Trocknen zusehen.
Ich finds toll, dass ich das mach.
edit: Moment, nach einer Stunde 20 hat der Moderator die erste Frage, die nicht mit “wir sind weniger korrupt als Fidez” beantwortet werden kann:
Die Polizei hat in einem Fall versagt, was machen sie gegen Häusliche Gewalt?
Darauf Magyar. Wir werden die Polizei verbessern, wir sind weniger korrupt als Fidez.
Und Péter wird eine Frauenrechtskonferenz ausrufen und bei der auch persönlich dabei sein. (Also rhetorisch war die Antwort super.)
edit: 1:25 - “Man” müsste den Mindestlohn erhöhen! Er will aber auch nicht wirtschaftsfindlich sein!
edit: Nein!!!! Sowas.
















