Selbst das eine Lüge

24. April 2026

Nicht im Detail, aber in der Sache, und die Sache ist wichtiger.

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Jeder weiss, dass die Ukrai­ne vom ers­ten Jahr an hin­weg ein­fach nur noch durch­ge­lo­gen hat.

Jeder hier weiss, dass die Ukrai­ne Schmier­geld­zah­lun­gen zuge­las­sen hat um genau das zu prolongieren.

Jeder hier weiss, dass Selen­skyj allei­ne für fuck­ing Pro­pa­gan­da­pho­tos bis an die Front gefah­ren ist. Allei­ne für die fuck­ing fünf Meter.

Über die Angrif­fe um die Ver­hand­lungs­po­si­ti­on zu stär­ken reden wir noch nicht.

Jeder hier weiß, dass es ihne einen SCHEISSDRECK geküm­mert hat wie es irgend­ei­ner Per­son geht, weil er im zwei­ten Kriegs­jahr die­se Emo­ti­on “in die Armen Müt­ter die er rächen muss umtrans­for­miert hat”, um damit leben zu können.

Jeder hier weiß, dass 60 Minu­tes es sich drei­mal über­legt hat, wie sie den Take im drit­ten Jahr brin­gen sol­len, damit der fuck­ing Wich­ser nicht wie ein todes­sehn­süch­ti­ger Wahn­sin­ni­ger wirkt.

Kei­ner in den deutsch­spra­chi­gen Qua­li­täts­me­di­en hat das Maul aufgebracht.

Dass sich das jetzt ändern soll ist eine ein­zi­ge, per­fi­de, ver­fick­te Lüge.

Nicht im Kern.

Und nicht wenns um die Sache geht.

Das Sys­tem wird hier eine klei­ne Kurs­kor­rek­tur vor­neh­men. Die Kor­rup­ti­on wei­ter ren­nen las­sen, die Lügen wei­ter finanzieren.

Und die UvdL wird jeden Grund­satz der Euro­päi­schen Uni­on ver­ra­ten, um den Weg der Ukrai­ne in die Uni­on zu beschleunigen.

Um die Struk­tur danach macht sich immer noch kein Schwein Gedan­ken -- die Neo­cons hät­ten Russ­land immer noch ger­ne vom Schwar­zen Meer abgeschnitten.

Die EU wuss­te von Anfang an davon, sie hat zu allem Ja und Amen gesagt.

Das hier ist eine ein­zi­ge Übung in Präsentation.

Wel­che Hure im deutsch­spra­chi­gen Jour­na­lis­mus glaubt - dass der Ukrai­ne sol­che Män­gel im fünf­ten Kriegs­jahr auf­ge­fal­len sind, als Pho­tos auf Social Media gele­akt sind?

Wie kom­plett bescheu­ert muss der Jour­na­list sein, der davon ausgeht?

Die Öffent­lich­keit will ver­arscht wer­den von jedem ein­zel­nen ver­fick­ten Akteur.

Klar, Selen­skyj biegt das wie­der in Ord­nung in dem er die Kor­rup­ti­on -- ja was, DECKELT?

Klar, Selen­skyj macht das wie­der gut, damit die­sel Leu­te Akti­ver ster­ben können!

In Don­nie­land.

Es ist alles eine ver­fick­te Lüge.

Nicht im Detail. Aber in der Sache.

Und am ver­lo­gens­ten sind die Medi­en, die sich hier jetzt als Auf­klä­rer gerieren.

Der Spie­gel.

Die Pres­se.

Dan­ke fürs Zuhören.

Was glau­ben die deutsch­spra­chi­gen Qua­li­täts­me­di­en denn, das Kor­rup­ti­on in der Armee bedeutet?

Die du inmit­ten des Krie­ges nicht bekämpfst.

Nur wenn wie­der was auf social Media leakt -- bekom­men wir ein betre­te­nes Sel­fie. Eine Rede. Eine fuck­ing Teelichter-Orgie.

Ich kotz schon seit Jah­ren durch.

Die Ukrai­ne hat spä­tes­tens vor einem Jahr, mit der Aus­wei­tung der grey­zo­nes - das Lügen auf exakt die­ser Ebe­ne struk­tu­rell eta­bliert. Es muss nicht des­halb pas­siert sein.

Aber wir alle wuss­ten dass sie exakt in die­sem Detail lügen.

Nur dass unse­re von ihnen über­nom­me­nen Lügen, mit dem Abschwä­chen des rus­si­schen Vor­mar­sches weni­ger wie Lügen geklun­gen haben.

Wir hal­ten ein­fach die Bil­der von der Bevöl­ke­rung fern, wie “Infil­tra­ti­on” im urba­nen Raum aussieht.

Ja, haben die kein gere­gel­tes Abend­essen? Wenn sie im Kel­ler irgend­ei­nes Hau­ses hocken und auf wei­te­re Leu­te war­ten? Sowas, …

Wie lang war das jetzt die Stra­te­gie? Zwei Jah­re? Ein einhalb?

Am hin­ter­trie­bens­ten sind die Medi­en die jetzt so tun als ob.

Der Spie­gel.

Die Pres­se.

Die ers­te Lüge ist, dass die­ser Krieg zivi­li­siert abläuft.

Die zwei­te Lüge ist, dass er ab jetzt zivi­li­sier­ter lau­fen wird.

edit: Zum Glück gibts May­brit Illner.

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Nur damit ich das richtig versteh - die Ukraine hat den Netflix Prinzen für ihre Propaganda gebucht?

23. April 2026

Also nach­ein­an­der.

Schritt 1: Distan­zie­re dich von dei­ner Fami­lie, ver­kauf dei­ne Geschich­te als Rea­li­ty For­mat an Net­flix, und lass dich von einer NGO anwerben.

Schritt 2: Dei­ne Groß­mutter haucht noch kurz die Meg­han hat alles rui­niert, bevor sie stirbt.

Schritt 3: Lass dich von der Ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da in die Ukrai­ne laden.

Schritt 4: Der Stan­dard tut so, als seist du noch immer Prinz und vom MI5 top infor­miert, … und noch im Job als mora­li­sche Respekts­per­son, und noch in poli­ti­schen Wür­den, Ämtern -- wie sagt man?

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Da kannst du eigent­lich nur noch der ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da gra­tu­lie­ren, da steigt die Mizzi-Tant nie dahinter!

Der Krieg kann von der Ukrai­ne wie­der drei Jah­re ver­län­gert wer­den, der Net­flix Prinz hat gesagt der Rus­se muss ihn been­den. Ohne nen gan­zen Oblast als For­de­rung zu stellen.

Was kos­tet eigent­lich so eine Pri­vat­per­son form­er­ly known as Prince?

Würd mich ja mal bren­nend interessieren.

Und hat der Prinz eigent­lich auch for­mu­liert, was mit Don­nie­land pas­sie­ren soll?

Ach­so, die NGO hat ihn auch schon rausgekantet, …

Prinz Har­ry weist Vor­wür­fe von NGO zurück
11. April 2026, 10.05 Uhr
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Prinz Har­ry (45) ist mit einer Kla­ge einer von ihm mit­ge­grün­de­ten Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on kon­fron­tiert. Aus Gerichts­ak­ten geht bri­ti­schen Medi­en zufol­ge her­vor, dass die NGO Sen­te­ba­le im März eine Ver­leum­dungs­kla­ge gegen ihn und einen ehe­ma­li­gen Treu­hän­der der Orga­ni­sa­ti­on, Mark Dyer, ein­ge­reicht hat­te. Har­ry und Dyer wür­den die­se Behaup­tun­gen „kate­go­risch“ zurück­wei­sen, zitier­ten die „New York Times“ und „Varie­ty“ aus einer Mit­tei­lung ihres Sprecherteams.

Es sei „außer­ge­wöhn­lich“, dass nun Wohl­tä­tig­keits­fonds für recht­li­che Schrit­te gegen genau jene Leu­te benutzt wer­den, die die Orga­ni­sa­ti­on auf­ge­baut und lan­ge unter­stützt hät­ten, statt die Gel­der den Grup­pen zukom­men zu las­sen, für die die Wohl­tä­tig­keits­or­ga­ni­sa­ti­on gegrün­det wur­de, hieß es weiter.

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Da - da bleibt eigent­lich nur noch die ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da­ver­an­stal­tung als Opti­on, … dürft güns­tig gewe­sen sein.

edit: Reu­ters Arti­kel: click

Hoho…

KYIV, April 23 (Reu­ters) - Britain’s Prince Har­ry made an unan­noun­ced visit to Kyiv on Thurs­day and cal­led on Russia’s Pre­si­dent Vla­di­mir Putin to ​end the war - a week after a mas­si­ve Rus­si­an aeri­al attack on the coun­try - and on U.S. Pre­si­dent Donald Trump to show lea­ders­hip to help resol­ve the conflict.

Ja gut, Pro­to­koll muss er kei­nem mehr folgen, …

Die Ukrai­ne Kon­fe­renz kannt ich im Übri­gen noch garnicht, …

Ist mal ne Abwechs­lung von den ewi­gen Pin­chuk finan­zier­ten Yes Pro­pa­gan­da­kon­fe­ren­zen, die­se wur­de von Arsenij Jazen­juk finan­ziert und nennt sich Open Ukraine -

https://openukraine.org/

https://www.youtube.com/@OpenUkraine

Toll, wie­der was zum schaun.

edit2: Jo, denks­te der Jazen­juk zahlt im Gegen­satz zum Pin­chuk kei­ne Zwei Kanal - Simul­tan­über­set­zung. Blöd.

Den Prin­zen lass ich aus, ja?

edit: Sau geil - jetzt wo wir uns einen ehe­ma­li­gen Prin­zen gekauft haben - kön­nen wir ihn ja auch Din­ge sagen lassen!

Zum Bei­spiel:

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Genau! Wir las­sen ihn für die ukrai­ni­sche Miz­zi Tant unse­re Gebiets­ge­win­ne announcen.

edit: Nicht ganz (hab jetzt Goog­le image Trans­la­te lau­fen las­sen) - wir las­sen ihn die mili­tä­ri­sche Vor­herr­schaft der welt­wei­ten ukrai­ni­schen Droh­nen­do­mi­nanz annnouncen!

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Prince Har­ry: “Ukrai­ne is at the fore­front of modern war­fa­re, deve­lo­ping advan­ced drones!”

Sau geil!

Da hat das bri­ti­sche Königs­haus bestimmt nichts dagegen!

Haha!

Mei­ne Fres­se, da fei­ert aber einer sei­nen Abstieg, …

Da ist nur ein Panel Thumb­nail noch geiler -

Kyry­lo Budanow: “No one in Ukrai­ne will admit the loss of even a mil­li­me­ter of our territory!”

Gut das hat dem Prin­zen natür­lich vor­her kei­ner gesagt…

Ich mein sein Net­flix Pro­du­cer war nicht zuge­gen… Wie schau­ts mit dem Secu­ri­ty detail­ing aus? Stellt das nicht noch der MI5? Hät­ten die ihn nicht brie­fen können?

edit: Ja Scheis­se - sowas nutzt die ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da natür­lich aus…

Prince Har­ry loses appeal for UK government-funded secu­ri­ty detail

Da wird mor­gen das Tele­fon im Mari­in­skyi Palace aber klingeln, …

Moment - Prince Gar­ry? Ist das die offi­zi­el­le ukrai­ni­sche Schreib­wei­se? edit: Mein Feh­ler, Goog­le Trans­la­te ver­sagt auf youtube.com furcht­bar, aber dem Prin­zen hat es noch ein Gar­ry angedichtet.

Rele­van­te Videos:

edit3: Kommt auch schon irr­sin­nig gut an das Prince Har­ry video auf you­tube! 3000 views. 25 Likes.

Ich frag mich ja immer was wär eigent­lich pas­siert wenn die Idio­ten vom Huren­drecks­stan­dard die Pro­pa­gan­da nicht gefres­sen hätten?

Man muss ja der Vani­ty Fair unend­lich dank­bar sein, dass sie das bes­ser in einen Kon­text set­zen konn­te als die öster­rei­chi­sche Qualitätspresse:

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Ach, keine Ahnung, wieder so ein Spinner…

23. April 2026

Papst Leo XIV stimm­te im Janu­ar 2026 selbst ein pro­mi­nen­ter Kri­ti­ker der Trump-Regierung in die Kri­tik von J. D. Van­ce ein. In sei­ner Neu­jahrs­an­spra­che vor den beim Hei­li­gen Stuhl akkre­di­tier­ten Bot­schaf­tern sag­te er:

»Es ist bedau­er­lich fest­zu­stel­len, dass ins­be­son­de­re im Wes­ten der Raum für ech­te Mei­nungs­frei­heit immer mehr ein­ge­schränkt wird, wäh­rend sich eine neue Spra­che mit orwell­schem Bei­geschmack ent­wi­ckelt, die in ihrem Bestre­ben, immer inklu­si­ver zu sein, dar­in mün­det, die­je­ni­gen aus­zu­schlie­ßen, die sich nicht den Ideo­lo­gien anpas­sen, von denen sie beseelt ist.«—

Leo XIV

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Beim Vor­ge­hen gegen Des­in­for­ma­ti­on ste­hen in der Regel poli­tisch sen­si­ble, gesell­schaft­lich umstrit­te­ne The­men im Vor­der­grund. Auch hier gibt es den Argu­men­ta­ti­ons­strang, wonach aus­län­di­sche Kräf­te die gesell­schaft­li­che Dis­kus­si­on mani­pu­lie­ren, um Zwie­tracht zu sähen und das Ver­trau­en in die Regie­rung zu unter­gra­ben. Hier gilt Ähn­li­ches wie bei der Wahl­be­ein­flus­sung aus dem Aus­land. Es ist legi­tim und Auf­ga­be der Diens­te und viel­leicht auch des Mili­tärs, Auf­klä­rung zu betrei­ben und die Öffent­lich­keit über aus­län­di­sche Ein­fluss­ope­ra­tio­nen zu unter­rich­ten. Der Staat soll­te sich dafür tun­lichst ein aus­rei­chen­des Maß an Glaub­wür­dig­keit bewahrt haben. Hat er das jedoch nicht, ist Mei­nungs­un­ter­drü­ckung nicht das Mit­tel der Wahl, da die­se das Ver­trau­en in den Staat nur noch wei­ter schädigt.

Nicht zu recht­fer­ti­gen ist es, media­le Kri­tik an den Zustän­den oder der Regie­rung zu unter­drü­cken, nur weil aus­län­di­sche Stel­len die­se Kri­tik gern auf­grei­fen und wei­ter­ver­brei­ten. [Kei­ne Angst, machen die sel­ten, wenn das Argu­ment kom­plex ist.] Die staat­li­che Macht darf nicht ein­ge­setzt wer­den, um legi­ti­me Kri­tik an der Regie­rung zu unter­drü­cken. Wem die­se Kri­tik nützt und gefällt, ist dabei irrele­vant, solan­ge kei­ne ver­bo­te­ne Ein­fluss­nah­me von außen nach­ge­wie­sen wer­den kann.

Der zivi­le Argu­men­ta­ti­ons­strang für ein Vor­ge­hen gegen Des­in­for­ma­ti­on lau­tet, dass soge­nann­te Ver­schwö­rungs­theo­rien und fal­sche Behaup­tun­gen sich im Inter­net auf­grund der Algo­rith­men der Platt­for­men über­mä­ßig stark ver­brei­te­ten. Das füh­re dazu, dass vie­le Men­schen den Kon­takt zur Wirk­lich­keit ver­lö­ren und eine auf­ge­klär­te poli­ti­sche Dis­kus­si­on nicht mehr mög­lich sei.

Die Medi­en­an­stalt Rheinland-Pfalz schrieb dazu bei der Prä­sen­ta­ti­on einer Faktenchecker-Plattform:

»Wenn Men­schen nicht mehr wis­sen, was wahr oder falsch ist, kann das gefähr­lich sein. Es kann zu star­ker Ver­un­si­che­rung und Ori­en­tie­rungs­lo­sig­keit füh­ren und den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt schwächen.«—

Um das zu ver­hin­dern, sei es not­wen­dig, die über­mä­ßi­ge Ver­brei­tung sol­cher Des­in­for­ma­ti­on ein­zu­däm­men. Und zwar durch Druck auf die Platt­for­men, etwas gegen deren Ver­brei­tung zu unter­neh­men und durch Fak­ten­checks, wel­che Des­in­for­ma­ti­on demas­kie­ren. Die Fak­ten­checks soll­ten einer­seits die Öffent­lich­keit infor­mie­ren, vor allem aber die Platt­for­men dabei unter­stüt­zen, die Ver­brei­tung von Des­in­for­ma­ti­on einzudämmen.

Legi­ti­mer staat­li­cher Druck auf die Platt­for­men, gegen die Ver­brei­tung von Des­in­for­ma­ti­on vor­zu­ge­hen, wür­de eine objek­ti­ve Wahr­heits­in­stanz vor­aus­set­zen, die es nicht gibt und nicht geben kann. Nicht von unge­fähr ver­zich­ten die Regie­run­gen libe­ra­ler Demo­kra­tien in aller Regel dar­auf, selbst fest­zu­le­gen, was Des­in­for­ma­ti­on ist und dage­gen vor­zu­ge­hen. Das röche zu sehr nach Wahr­heits­mi­nis­te­ri­um. Das Pro­blem geht aber nicht weg, wenn man statt­des­sen pri­va­te Grup­pen ermäch­tigt, fest­zu­le­gen, was Des­in­for­ma­ti­on ist und in sei­ner Ver­brei­tung ein­ge­schränkt wer­den darf. Die Regie­ren­den kön­nen in die­sem Fall die Grup­pen aus­su­chen, die sie der­art ermäch­ti­gen, und durch staat­li­che Finan­zie­rung Anrei­ze schaf­fen, vor allem Kri­tik an der Regie­rung als Des­in­for­ma­ti­on ein­zu­stu­fen. Wie wir sehen wer­den, geschieht das auch.

src: click via click (Lese­pro­be)

Kon­text:

Debatte: Wie im Westen ein unsichtbares System der Meinungskontrolle entstand

Nor­bert Häring hat ein Buch geschrie­ben, das jeder lesen soll­te: „Der Wahr­heits­kom­plex“. Es zeigt, wie im Wes­ten sys­te­ma­tisch Zen­sur eta­bliert wird.

Wahr­heit“ defi­niert Häring dabei als ein ande­res Wort für „Nar­ra­tiv“, also als eine sinn­stif­ten­de Erzäh­lung. Damit folgt er dem Atlan­tic Coun­cil, einem ame­ri­ka­ni­schen Think­tank, der die trans­at­lan­ti­sche Zusam­men­ar­beit und die Füh­rungs­rol­le der USA in inter­na­tio­na­len Sicherheits- und Wirt­schafts­fra­gen för­dert. „Die Wahr­heit besteht aus Fak­ten, kann aber durch Über­zeu­gun­gen und Inter­pre­ta­tio­nen beein­flusst wer­den“, schreibt die Denk­fa­brik, die Häring als poli­ti­schen Arm der Nato bezeich­net. Und wei­ter: „So kön­nen zwei Men­schen aus ein und dem­sel­ben Sach­ver­halt zwei ver­schie­de­ne Wahr­hei­ten ableiten.“

Ein Gefühl der Ohn­macht beschleicht einen beim Lesen
Den Beginn des Kamp­fes um die Deu­tungs­ho­heit datiert der Autor auf 2014, dem Jahr, in dem der ers­te Faktenchecker-Gipfel in Lon­don statt­fand und das Nato Strat­Com Cen­ter in Riga sei­ne Arbeit auf­nahm. Eben­falls star­te­te das Recher­che­kol­lek­tiv Cor­rec­tiv und die Bun­des­re­gie­rung leg­te das För­der­pro­gramm „Demo­kra­tie leben!“ auf. Ein zen­tra­ler Akteur in Deutsch­land war der dama­li­ge Jus­tiz­mi­nis­ter Hei­ko Maas (SPD), der eng mit der Amadeu-Antonio-Stiftung (AAS) zusammenarbeitete.

[…]

Da sind die Faktenchecker-Netzwerke, die nicht mehr Fak­ten prü­fen, son­dern Nar­ra­ti­ve zurecht­bie­gen, um die offi­zi­el­le Linie zu ver­tei­di­gen. Da sind die Mel­de­stel­len, die eine Kul­tur der Denun­zia­ti­on för­dern, in der jeder zum poten­zi­el­len Anzei­ger wer­den kann. Da ist die Can­cel Cul­tu­re, die nicht nur im Inter­net, son­dern auch in Hör­sä­len und auf Büh­nen Men­schen zum Schwei­gen bringt, weil ihre Mei­nung nicht in das Ras­ter passt.

Es sind die Wer­be­boy­kot­te, die alter­na­ti­ve Medi­en finan­zi­ell aus­hun­gern, und die Bank­kon­ten, die gekün­digt wer­den, um uner­wünsch­ten Mei­nun­gen die öko­no­mi­sche Basis zu neh­men. Es sind die Biblio­the­ka­re, die Bücher mit Warn­hin­wei­sen ver­se­hen, als wären sie gif­ti­ge Sub­stan­zen, und die Alli­an­zen, die Influ­en­cer und Jour­na­lis­ten in ein Netz aus staat­li­cher För­de­rung span­nen. Und dann ist da der Digi­tal Ser­vices Act (DSA), der als Krö­nung die­ses Sys­tems den Weg ebnet, um Mei­nun­gen zu zen­sie­ren, die gegen kein Gesetz ver­sto­ßen, aber den­noch „schäd­lich“ für die Demo­kra­tie sein sollen.

[…]

Fak­ten, die dem Regie­rungs­nar­ra­tiv wider­spra­chen, wur­den nicht dis­ku­tiert, son­dern als Des­in­for­ma­ti­on geäch­tet. Die Tech-Unternehmen „lösch­ten oder dros­sel­ten alles, was nicht auf Linie der offi­zi­el­len Corona-Verlautbarungen lag“, erläu­tert Häring.

Die­ser Pro­zess war kein Zufall. Er ist Teil einer Stra­te­gie, die im Atlan­tic Coun­cil, in Nato-Papieren und in zahl­rei­chen Plan­spie­len ent­wi­ckelt wur­de. Mitt­ler­wei­le umfasst er so gut wie alle sen­si­blen poli­ti­schen Berei­che, von der Kli­ma­po­li­tik über das Russ­land­bild bis hin zum Ein­fluss auf Wahlen.

Von „der frü­hen Jugend bis hin zur Erwach­se­nen­bil­dung“ sol­len EU-Bürger gegen Des­in­for­ma­ti­on immu­ni­siert wer­den. Im März 2022 ver­ab­schie­de­te das EU-Parlament eine ent­spre­chen­de Ent­schlie­ßung. Medi­en­kom­pe­tenz heißt das Zau­ber­wort, die mit Lern­spie­len wie „Fake It To Make It“ und „Get Bad News“ ver­mit­telt wer­den soll. „Schü­lern wird durch die­se Spie­le antrai­niert, auf­re­gen­de Schlag­zei­len, Emo­tio­na­li­sie­rung und Pola­ri­sie­rung, öko­no­mi­sche Inter­es­sen und Ver­schwö­rungs­theo­rien für Kenn­zei­chen regime­kri­ti­scher oder russ­land­freund­li­cher Medi­en (und nur die­ser) zu hal­ten“, urteilt Häring. Der nie­der­län­di­sche Spiel­ent­wick­ler Ruurd Oos­ter­woud habe „Get Bad News“ erfun­den, nach­dem er fas­sungs­los gewe­sen sei, wie eine Mehr­heit sei­ner Lands­leu­te, irre­ge­lei­tet von rus­si­scher Pro­pa­gan­da, 2016 gegen das Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men mit der Ukrai­ne gestimmt habe.

[…]

Häring urteilt, in der EU wür­den Kri­ti­ker der Regie­rung zuneh­mend nicht als demo­kra­ti­sche Oppo­si­ti­on, son­dern als poten­zi­el­le Kol­la­bo­ra­teu­re aus­län­di­scher Mäch­te behan­delt. Das neue „Euro­päi­sche Zen­trum für demo­kra­ti­sche Resi­li­enz“ soll die Über­wa­chung und Regu­lie­rung des digi­ta­len Raums wei­ter verschärfen.

[…]

Es zeigt uns, dass die Bewah­rung der Mei­nungs­frei­heit nicht nur eine demo­kra­ti­sche Not­wen­dig­keit dar­stellt. Sie ist der Grund­stein für mensch­li­ches Mit­ein­an­der und Wachs­tum. Ver­ste­hen wir uns als Bür­ger einer offe­nen Gesell­schaft oder als Sol­da­ten in einem Pro­pa­gan­da­krieg? Wir haben die Wahl.

Nur wenn alle Mei­nun­gen frei geäu­ßert wer­den kön­nen, ohne Angst vor Sank­tio­nen, Boy­kot­ten oder Denun­zia­tio­nen, kön­nen wir uns der Wahr­heit wirk­lich nähern.

src: click (Ber­li­ner Zeitung)

Innovation in military tactics

23. April 2026

Laut Deep­sta­te haben wir soeben eine neue revo­lu­tio­nä­re Gefechts­form in der Ukrai­ne beob­ach­ten dürfen.

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Umzing­le dei­nen Feind mit Recon­nais­sance Ein­hei­ten, kess­le ihn ein, erwei­te­re den rele­van­tes­ten, umkämpf­tes­ten Teil dei­ner Zan­ge - wäh­rend du noch nicht mal die Flan­ken gesi­chert hast.

Ach­ja - bin­nen eines Tages.

Um ein Feld zu erobern.

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Und das bei einem Pocket Durch­mes­ser von 10km.

Also qua­si Leis­tungs­marsch Stu­fe II der Bun­des­wehr an der Front, in offe­nem Gelän­de - wäh­rend eines Krieges.

Wooooooow!

Es ist nicht so als ob Russ­land im Moment signi­fi­kant vor­an­kommt, aber mei­ne Fres­se --- das ist der offi­zi­el­le Kar­ten­ma­te­ri­al Part­ner von welt.de (Sprin­ger) über den wir hier sprechen, …

Who cares, right?

Mal sehen - wann haben russ­land­na­he Quel­len die Stel­le als erobert gemel­det? Schwer zu sagen, aber ohne mich bei deren Kar­ten­diens­ten zu regis­trie­ren wür­de ich sagen - vor fünf Tagen.

edit: Wie da wohl die Moti­va­ti­ons­re­de aus­ge­se­hen hat? Heu­te Män­ner, heu­te geben wir alles, alle zusam­men! Heu­te Män­ner, heu­te kämp­fen wir ums Korn­feld! (*Yay**Jubel**Applaus*)

edit: Da lesen wir aber auch das Gefechts­re­por­ting der Ukrai­ne, oder?

Frei­tag, drit­ter April 2026, stür­mi­scher Regen, …

In the Slo­vi­ansk direc­tion, Ukrai­ni­an defen­ders hal­ted five attempts to advan­ce in the are­as of Rai-Olexandrivka and Platonivka.

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Sams­tag, 11. April, der Regen lässt lang­sam nach, …

In the Slo­vi­ansk direc­tion, Ukrai­ni­an units stop­ped one ass­ault by the enemy toward Rai-Olexandrivka.

src: click

Mon­tag, 13. April, die Son­ne ver­sinkt lang­sam hin­ter dem Horizont, …

In the Slo­vi­ansk direc­tion, the Defen­se For­ces stop­ped six attempts by the Rus­si­ans to advan­ce toward Rai-Olexandrivka, Ozer­nyi, Kaly­ni­vs­ke, and Riznykivka.

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Frei­tag, 17. April, uns ist das Zwi­back ausgegangen, …

In the Slo­vi­ansk direc­tion, the enemy atta­cked twice in the Yam­pil area and toward Rai-Olexandrivka. One com­bat enga­ge­ment is ongoing.

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Sams­tag, 18. April, der Geruch des Zwi­backs - ist es Ein­bil­dung? Ein Traum? Das Haus der Gross­mutter am Stadt­rand Kiews, …

In the Slo­vi­ansk direc­tion, the Ukrai­ni­an Defen­se For­ces hal­ted three attempts by the inva­ders to advan­ce in the Yam­pil area and toward Rai-Olexandrivka.

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Diens­tag 21. April, kämpf tap­fer, sieg­rei­cher Verteidiger!

Slo­vi­ansk direc­tion: the enemy twice attemp­ted to advan­ce in the direc­tions of Riz­ny­kivka and Rai-Olexandrivka.

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Des is ja, also --- die ukrai­ni­schen War reports von der Front­li­nie zu lesen, des is ja -- als wärst du haut­nah dabei, du…

Moment, ich schreib mal kurz die rus­si­sche Rede um, …

Heu­te Män­ner, heu­te geben wir alles, alle zusam­men! Heu­te Män­ner, heu­te kämp­fen wir zum fünfunz­wan­zigs­ten Mal ums Korn­feld! (*Yay**Jubel**Applaus*)

edit: Laut ukrai­ni­schen War reports gibt es aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

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Unser Kame­ra­team war live vor Ort!

Hier unse­re exklu­si­ven Eindrücke:

On April 23, the first seed­lings of Cri­me­an pine and map­le were alrea­dy plan­ted at the site of the ruins. The tree plan­ting was dedi­ca­ted to the defen­ders of Mykolaiv.

«The revi­val of forests is not only about eco­lo­gy, but also about our memo­ry and gra­ti­tu­de to the defen­ders. Here, whe­re fier­ce batt­les raged, life is reap­pearing. It is a sym­bol that Myko­la­iv regi­on stood firm and con­ti­nues to recover»

– Geor­giy Reshetilov

Wer hätte irgendwo schon ein Nato Narrativ erkannt?

23. April 2026

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Irgend­wann, Irgendwie, …

Nein?

Gut.

Ich ver­si­cher mich eh nur, dass der deutsch­spra­chi­ge Qua­li­täts­jour­na­lis­mus bis heu­te kei­ne ent­deckt hat.

#also­theird­ad­dy

Ich hab ja da gelacht:

3. Ser­bi­en rüs­tet auf: Im März bestä­tig­te Prä­si­dent Alek­san­dar Vucic, dass sein Land chi­ne­si­sche Rake­ten des Typs CM-400 beschafft hat. «Wir haben eine beacht­li­che Zahl die­ser Rake­ten, und wir wer­den noch mehr haben», sag­te Vucic. Die CM-400 ist eine der euro­pa­weit schlag­kräf­tigs­ten Luft-Boden-Raketen mit einer Reich­wei­te von 400 Kilo­me­tern. Bereits im Dienst sind chi­ne­si­sche Kampf­droh­nen und Flugabwehrsysteme.

Die Nach­bar­län­der, ins­be­son­de­re Kroa­ti­en und Koso­vo, reagier­ten scharf. Zagreb, sel­ber Nato-Mitglied, appel­lier­te an die Nato und bezeich­ne­te den Kauf als wei­te­ren Schritt in einem gefähr­li­chen regio­na­len Wett­rüs­ten. Koso­vo cha­rak­te­ri­sier­te die Offen­siv­waf­fe als Instru­ment des ser­bi­schen Revisionismus.

Was die Nach­barn eben­so beun­ru­hig­te, war die feh­len­de Reak­ti­on aus Washington.

Sicher, dass das nicht der ser­bi­sche Impe­ria­lis­mus ist? Der ser­bi­sche Exep­tio­na­lis­mus viel­leicht? Nein?

Any takers on “Ser­bi­scher Neokolonialismus”?

Der Rest ist auch super - (Es tut mir leid, dass ich den gesam­ten Arti­kel zitie­re, aber hier ist alles rele­vant. Kau­fen sie ein NZZ Abo.)

Kann Euro­pa den Bal­kan allein sta­bi­li­sie­ren? Die Ant­wort fällt dif­fe­ren­ziert aus. Die Her­aus­for­de­rung ist weni­ger ein mili­tä­ri­sches Pro­blem als eine politisch-strategische Fra­ge. Die EU wäre grund­sätz­lich in der Lage, zusam­men mit dem euro­päi­schen Pfei­ler der Nato die Ord­nungs­macht für den west­li­chen Bal­kan zu sein. Um eth­no­po­li­tisch und kri­mi­nell moti­vier­te War­lords in Schran­ken zu wei­sen, wie sie in Nord­ko­so­vo 2023 und zuvor 2001 in Maze­do­ni­en und 2004 in Koso­vo gene­rell in Erschei­nung tra­ten, rei­chen die mili­tä­ri­schen Kapa­zi­tä­ten der Euro­pä­er aus.

Das Haupt­pro­blem liegt anders­wo. Die EU hat ihr stärks­tes stra­te­gi­sches Instru­ment in den letz­ten Jahr­zehn­ten ver­küm­mern las­sen: eine glaub­wür­di­ge Erwei­te­rungs­po­li­tik. Sta­bi­li­tät hat auch viel mit Ent­wick­lung zu tun. Und die Erfah­rung der Ost­erwei­te­rung zeigt, dass ein funk­tio­nie­ren­der Inte­gra­ti­ons­pro­zess die poli­ti­sche Ener­gie für Refor­men weckt.

Doch der Bei­tritts­pro­zess ist lang­wie­rig und ver­bü­ro­kra­ti­siert. Zudem leh­nen vie­le Mit­glied­staa­ten den Voll­bei­tritt der Westbalkan-Länder ab. Dis­kus­sio­nen um einen stu­fen­wei­sen Bei­tritt sind im Gang und wer­den auch von den Kan­di­da­ten­län­dern befür­wor­tet. Die Lösung liegt also auf der Hand. Sie besteht in einem neu gestal­te­ten Bei­tritts­pro­zess, der eine schnel­le Teil­in­te­gra­ti­on des West­bal­kans ermög­licht. Ihr Gelin­gen wäre ein Tat­be­weis euro­päi­scher Mün­dig­keit und der sicher­heits­po­li­ti­schen Eman­zi­pa­ti­on von den USA.

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Die Chan­cen der Ukrai­ne auf einen schnel­len Bei­tritt stei­gen gerade.