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Das ist der laut Standard nun auch russische Agent Epstein:
Im August 2018 koordiniert Groff erneut Hin- und Rückflüge für Frauen, wobei eines der Ziele die südukrainische Stadt Odessa ist. In einer E-Mail teilt sie einer der Frauen mit, Epstein habe für ihren einwöchigen Aufenthalt eine Wohnung organisiert.
Besonders pikant: Eine E-Mail von Brock Pierce, Mitbegründer der Kryptowährungsplattform Tether, an Epstein. Darin schreibt Pierce, „ein Boot in Antigua voll mit Ukraines Besten“ warte auf ihn. Die Akten dokumentieren außerdem einen Immobilienkauf im westukrainischen Lwiw. Umfangreiche Korrespondenz aus dem Jahr 2017 zwischen Epstein, der in der Ukraine geborenen Kunsthändlerin Anastasija Siroochenko, dem Buchhalter Michael Stein und dem Immobilienmakler Jon Tomlinson betrifft ein Gebäude in der Borys-Romanyzkyj-Straße 24.
„Ich würde dich gerne als weibliche Oligarchin sehen“
Das Haus wird 2015 von Siroochenkos Mutter Tetjana für 128.500 US-Dollar erworben, finanziert über eine Firma namens Lviv Enterprises LLC. Die Mutter schenkt das Gebäude später ihrer Tochter. Als mögliche Nutzung wird unter anderem ein Pilates-Studio diskutiert.
In einer der E-Mails bezeichnet Epstein die Verkäuferin Olga Krawtschuk als „kriminelles Element“ und fragt, ob sie aus der Ukraine geflohen sei. Weitere Dokumente zeigen, dass Siroochenko 2015 insgesamt 400.000 US-Dollar überweist, etwa 128.500 US-Dollar für den Hauskauf und knapp 200.000 US-Dollar als Investition in eine Firma namens Curation Media.
Wie die Berliner Zeitung bereits berichtete, zeigen die E-Mails aus dem Jahr 2019, dass Epstein die ukrainische Innenpolitik aufmerksam verfolgt. Drei Tage nach der Wahl von Wolodymyr Selenskyj zum Präsidenten weist er eine unbekannte Gesprächspartnerin an, die ukrainische Politik zu beobachten, insbesondere Selenskyj, das Parlament und Entwicklungen im Bereich der Korruption.
Als die Frau antwortet, es sei nun interessant, die ukrainische Politik zu verfolgen – eine einzige „Comedy-Show“–, reagiert Epstein: „Ja, es ist lustig, aber raffinierte Korruption. Riesige Geldsummen werden gemacht. Riesig. Ich würde dich gerne als weibliche Oligarchin sehen.“
Eine E-Mail vom Juni 2019 erwähnt, dass jemand „diesen Donnerstag Selenskyj besucht“. An dem Gespräch ist auch der ehemalige US-Finanzminister Larry Summers beteiligt. Summers schreibt bereits Anfang Mai 2019, er könne über die Ukraine sprechen, da er mehrfach auf der Pintschuk-Konferenz gewesen sei, einem hochrangigen Diskussionsforum, ausgerichtet vom ukrainischen Oligarchen Viktor Pintschuk.
Der damalige slowakische Außenminister Miroslav Lajčák diskutiert im Schriftwechsel mit Epstein den Wahlsieg Selenskyjs über Petro Poroschenko. „Die Russen hassen Poroschenko, das könnte also gut sein, um den Konflikt zu lösen“, schreibt Lajčák. „Aber ich habe keine Ahnung, ob Selenskyj in der Lage ist, das Land zu führen.“
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Ich les ja vor allem den Standard. Die Zeitung für Leser.
