Moment Frau Ninz, damit ich das richtig verstehe, …

10. April 2026

Die wah­re Kraft der Sprit­preis­brem­se liegt bei jenem Teil, den Wirt­schafts­mi­nis­ter Wolf­gang Hatt­manns­dor­fer zu ver­ant­wor­ten hat – beim Ein­brem­sen der Mar­gen ent­lang der Wert­schöp­fungs­ket­te, wie es im Fach­jar­gon heißt. Salopp über­setzt: Die E-Control kon­trol­liert seit Anfang April Tag für Tag, ob sich die Mine­ral­öl­kon­zer­ne tat­säch­lich an die Groß­han­dels­prei­se für Die­sel und Euro­su­per hal­ten, die sich in Rot­ter­dam am Spot­markt bilden.

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Die öste­rei­chi­sche “Sprit­preis­brem­se” kon­tro­liert “Mine­ral­öl­kon­zer­ne” - die in Euro­pa nicht mal mehr die Tank­stel­len selbst betrei­ben - da man das Geschäft an Finanz­in­ves­to­ren ver­kauft hat - indem man EINMAL AM TAG, die Prei­se der “Mine­ral­öl­kon­zer­ne” mit den Spot­prei­sen in Ams­ter­dam vergleiche.

Da hat aber mal wie­der wer den Durch­blick, die Huren­drecks­stan­dard Leser sind schon wie­der ganz begeis­tert! End­lich einer “Wirt­schafts­jour­na­lis­tin” Frau Ninz, die ihnen die Rea­li­tät erklä­ren tut!

Eine Erhö­hung der Sprit­prei­se ist der­zeit ein­mal am Tag um 12.00 Uhr erlaubt. Gere­gelt ist das mit der Anfang 2011 in Kraft getre­te­nen Spritpreisverordnung.

[…]

Kei­ne Ände­run­gen gibt es bei Preis­sen­kun­gen, die­se blei­ben jeder­zeit erlaubt.

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Ich würd sagen, wenn ich als Mine­ral­öl­kon­zern jetzt Erhö­hun­gen ein­pfle­ge begrün­de ich das mit mei­nem kom­ple­xen Ver­rech­nungs­mo­dell, nach einem mehr Tage Rhyt­mus und den kum­mu­la­ti­ven Markt­preis­er­hö­hun­gen, die ich am Vor­tag noch nicht ein­ge­preist habe um durch die Kon­trol­le zu kom­men, und ver­lass mich dann drauf, dass die E-Control kei­ne Pro­ble­me hat mei­ne kumu­la­ti­ve Preis­er­hö­hung zu ver­ste­hen, nicht?

Gut, dar­über muss die Ninz nicht schrei­ben, weil die­se WUUUUNDERBAARE Maß­nah­me des Finanz­mi­nis­ters, ach abbus­seln könnt ich ihn, war ja ein VOLLER ERFOLG -

gleich nach dem das Finanz­mi­nis­te­ri­um, Moment, am 11. März 2026 nach­ge­bes­sert hat - und, jetzt … 

Nur maxi­mal drei Erhö­hun­gen pro Woche

Sprit­prei­se dür­fen künf­tig nur noch an höchs­tens drei Tagen in der Woche erhöht wer­den. Das sieht ein Beschluss des Minis­ter­rats vor, der am Mitt­woch im Anschluss an die Regie­rungs­sit­zung prä­sen­tiert wur­de. Kon­kret dür­fen die Tari­fe ab kom­men­der Woche nur noch mon­tags, mitt­wochs und frei­tags ange­ho­ben wer­den. Kei­ne Ände­run­gen gibt es bei Preis­sen­kun­gen, die­se blei­ben jeder­zeit erlaubt.

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zulässt.

Genau, noch mal die Fre­quenz redu­ziert hat.

Da sind wohl die Beam­ten auf­ge­stan­den und haben dekla­riert, der Minis­ter kann mich mal - ich rech­ne die Rech­nungs­le­gung der Mine­ral­öl­kon­zer­ne aber sicher nicht jeden, bis jeden zwei­ten Tag durch.

Die Lydia Ninz ist so begeis­tert -- dass sie hofft, und jetzt Trom­mel­wir­bel bit­te, dass die­ses Pro­vi­so­ri­um auch noch in fünf Jah­ren Bestand hat.

Die Über­prü­fung der Mar­gen gilt vor­läu­fig nur für den Monat April. Öster­reich ist bekannt dafür, Pro­vi­so­ri­en end­los zu ver­län­gern. Daher ist zu hof­fen, dass das Spritpreis-Monitoring auch in Zukunft wei­ter bestehen bleibt. (Lydia Ninz, 10.4.2026)

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Kann jemand die fuck­ing 80 Jäh­ri­ge bit­te end­lich ihrer Posi­tio­nen ent­he­ben, vor allem derer beim AMS?

Es wär zu gütigst - denn die pumpt nur Regierungs-PR über den Stan­dard in die Öffentlichkeit.

Ande­re­seits - gut, dass der Stan­dard mit nur einem klei­nen Monat Ver­spä­tung, auch über die­sen Mecha­nis­mus berichtet…

Wir ham ja sonst nix.

edit: So, ich hab jetzt etwas mehr Zeit: Die Frau gehört ein­fach nur ange­schrien und dann gefeuert.

Die meis­ten Tank­stel­len in Öster­reich betreibt die ENI-Gruppe. Hin­ter dem sechs­bei­ni­gen Hund aus Ita­li­en steht einer der größ­ten Ölkon­zer­ne der Welt. 

Haupt­ei­gen­tü­mer mit etwa einem Drit­tel ist der ita­lie­ni­sche Staat. Der Groß­teil der Akti­en befin­det sich aller­dings in Streubesitz.

Dahin­ter lan­det mit 261 Tank­stel­len Shell mit Sitz in Lon­don. Haupt­ei­gen­tü­mer gibt es kei­nen, es sind groß­teils Ver­mö­gens­ver­wal­ter wie Black­rock und die Van­guard Group beteiligt.

[…]

Ob eine bestimm­te Tank­stel­le tat­säch­lich vom Kon­zern selbst oder von einem Päch­ter betrie­ben wird, ist nicht immer ganz klar. Die gro­ßen Ket­ten nut­zen näm­lich eine Mischung aus Franchise- und eige­nen Filia­len. Die Gesamt­an­zahl der Filia­len ein­zel­ner Ket­ten ist aber eindeutig.

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Jede die­ser Tank­stel­len darf drei mal in der Woche Erhö­hun­gen einpreisen.

Abspra­chen konn­ten bis­her in Deutsch­land nicht nach­ge­wi­sen wer­den, auch wenn der Bezin­preis in Deutsch­land seit Jah­ren über dem der Nach­bar­län­der liegt, und höhe­re Mar­gen kol­por­tiert werden.

Die Notfall-Anpassung der Tank­stel­len­prei­se nur noch ein­mal am Tag, hat in Deutsch­land mti einerm Star­ken Preis­an­stieg korreliert.

Der Preis für Die­sel hat in Deutsch­land ein neu­es Rekord­hoch erreicht. Wäh­rend hier­zu­lan­de nur die 12-Uhr-Regel gilt, set­zen ande­re Staa­ten in Euro­pa auf Zuschüs­se, Steu­er­sen­kun­gen und Preisdeckel.

Die Sprit­prei­se in Deutsch­land stei­gen trotz 12-Uhr-Regel immer wei­ter. Die­sel hat heu­te den sieb­ten Tag in Fol­ge ein neu­es All­zeit­hoch auf­ge­stellt. Im bun­des­wei­ten Durch­schnitt hat Die­sel erst­mals mehr als 2,50 Euro pro Liter gekostet.Starke Preis­an­stie­ge seit Ein­füh­rung der 12-Uhr-RegelDirekt nach der mit­täg­li­chen Erhö­hung ermit­tel­te der ADAC einen Preis von 2,502 Euro pro Liter. Das waren neun Cent mehr als noch eine hal­be Stun­de zuvor. Super­ben­zin der Sor­te E10 ver­teu­er­te sich um 7,6 Cent auf 2,235 pro Liter.

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Und der Spot-Preis Ver­gleich ein­mal am Tag - sorgt jetzt wofür genau?

Also - bei den Tank­stel­len für nichts, weil die ne Misch­kal­kual­ti­on über unter­schied­lich lan­ge Peri­oden fah­ren - ala - sin­ken­de Spot­markt­prei­se kom­men oft erst mit eini­gen Tagen Ver­zö­ge­rung beim End­ver­brau­cher an, da Tank­stel­len zuerst ihre ein­ge­kauf­ten Lager­be­stän­de abverkaufen.

Mit Tages­mit­tel­wer­ten gibt sich der öster­rei­chi­sche Qua­li­täts­jour­na­lis­mus ja nicht ab - da müsst er ja Rech­nen und Gra­phen malen. Viel zu teuer.

Bit­te setzt sie in den Ruhestand.

Bit­te.

Wir haben es end­lich verdient.

Der ADAC kri­ti­siert das Öster­reich Modell: click

Das IHS betont, dass du das nich an einem Fak­tor beur­tei­len kanns, und dass die beob­ach­tung der täg­li­chen Preis­ent­wick­lung NUR DIE GRUNDLAGE für wei­te­re Maß­nah­men sein kann:

Fokus auf Trans­pa­renz ent­lang der gesam­ten Kette
Ein zen­tra­les Ergeb­nis der bis­he­ri­gen IHS-Analyse zeigt die hohe Kom­ple­xi­tät der Preis­bil­dung und die Not­wen­dig­keit, die­se trans­pa­ren­ter zu machen. Das IHS wird künf­tig die Preis­ent­wick­lun­gen tages­ak­tu­ell beob­ach­ten und öffent­lich zur Ver­fü­gung stel­len. Die Ana­ly­sen wer­den in den kom­men­den Wochen ver­tieft und bil­den die Grund­la­ge für mög­li­che wei­te­re Maßnahmen.

[…]

Die Sprit­prei­se wer­den maß­geb­lich auf inter­na­tio­na­len Märk­ten gemacht – und genau dort liegt das Pro­blem. Wenn die Preis­bil­dung für ganz Euro­pa de fac­to von zwei Preis­agen­tu­ren wie Argus und Platts abhängt, stellt sich die Fra­ge, ob aus­rei­chend Wett­be­werb und Dyna­mik im Markt gege­ben sind. Wir brau­chen vol­le Trans­pa­renz dar­über, wie die­se Notie­run­gen zustan­de kom­men. Das ist ent­schei­dend für Ver­trau­en und funk­tio­nie­ren­de Märk­te. Und wir brau­chen auf euro­päi­scher Ebe­ne einen Mecha­nis­mus, der extre­me Preis­spit­zen in Kri­sen­zei­ten ver­hin­dert. Jetzt ist die EU gefor­dert, rasch für kla­re Regeln zu sor­gen”, so Wirt­schafts­mi­nis­ter Wolf­gang Hattmannsdorfer.

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Nur die ver­fick­te scheiss NINZ hats nicht ver­stan­den, wess­halb jetzt auch der Stan­dard Leser wei­ter ver­arscht wird.

Das IHS hat die Preis­stei­ge­run­gen an den Zapf­säu­len in ihre Ein­zel­tei­le zer­legt. Dabei zeigt sich: der größ­te Teil kommt durch die Preis­stei­ge­run­gen am Welt­markt und bei den Raf­fi­ne­rien zustan­de. Wir müs­sen aber wei­ter genau ana­ly­sie­ren, ob und gege­be­nen­falls wo in der Wert­schöp­fungs­ket­te unge­wöhn­li­che Mar­gen auftreten. 

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Geh komm, das müss man nicht, sagt die Wirt­schafts­jour­na­lis­tin Ninz heu­te im Stan­dard, und wie Recht sie damit hat!

Gut, gehen wir den ande­ren Weg - WAS HAT DIE VERFICKTE SCHEISS NINZ DENN ÜBERHAUPT GELESEN?

Na die OTS Mel­dun­gen natürlich!

Spot­markt in Rot­ter­dam ist maß­ge­bend für den Treibstoffpreis

Wenig Gestal­tungs­spiel­raum für Mine­ral­öl­fir­men an den Zapfsäulen

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Super genau das was die Ninz heut im Stan­dard dem, Leser ver­kauft - na, das wird von einer unver­fäng­li­chen neu­tra­len Stel­le stam­men, nicht.…?

Pres­se­stel­le Fach­ver­band der Mineralölindustrie
ikp - Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pla­nung und Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Maria Wedenig
Liech­ten­stein­stra­ße 12/10, 1090 Wien
Tel.: +43 1 5247790-16
Email: maria.wedenig@ikp.at

DU FUCKING VOLLWAPPLERIN! NINZ DU IDIOT!

Wien (OTS) - Mine­ral­öl­wirt­schaft stellt klar: Für die Preisfindung
von Normal- und Super­ben­zin sowie Die­sel sind die internationalen
Roh­stoff­prei­se und die Pro­dukt­no­tie­run­gen am euro­päi­schen Spotmarkt
in Rot­ter­dam, die die Prei­se bestim­men, aus­schlag­ge­bend. Die Produkte
wer­den getrennt gehan­delt. Ange­bot und Nach­fra­ge sind dabei relevante
Fak­to­ren für den Produktenpreis.

Am Rot­ter­da­mer Pro­duk­ten­markt sind Mine­ral­öl­pro­duk­te wie Heizöl,
Ben­zin und Die­sel zu sofor­ti­ger Lie­fe­rung erhält­lich. Der Handel
basiert auf kurz­fris­ti­gen Ver­trä­gen, daher schwan­ken die Prei­se je
nach Ange­bot und Nach­fra­ge. Mine­ral­öl­fir­men bezie­hen ihre
Treib­stoff­pro­duk­te meist aus lang­fris­ti­gen Beschaf­fungs­ver­trä­gen. Der
Vor­teil dabei: sol­che Ver­trä­ge garan­tie­ren sowohl dem Abneh­mer, als
auch dem Erzeu­ger eine gewis­se Plan­bar­keit. Den­noch sichert diese
Metho­de kei­nen kon­stan­ten Treib­stoff­preis, da auch bei solchen
Ver­trä­gen nach aktu­el­len Tages­prei­sen abge­rech­net wird.

Die der­zeit kol­por­tier­te Aus­sa­ge, der Rot­ter­da­mer Produktenmarkt
sei nicht aus­schlag­ge­bend für den Treib­stoff­preis, ist schlicht
unrich­tig. Alle Ver­trä­ge basie­ren auf den Rotterdamer
Preis­no­tie­run­gen. Zudem spie­geln die Rot­ter­da­mer Notie­run­gen die
Stim­mung am Welt­markt wider. Aktu­el­le Ereig­nis­se und Entwicklungen,
wie etwa poli­ti­sche Unru­hen in Rohöl-Förderländern, sowie
Wäh­rungs­schwan­kun­gen neh­men Ein­fluss auf den Treib­stoff­preis. Für die
Mine­ral­öl­fir­men ist bei der Kal­ku­la­ti­on der Treib­stoff­prei­se in
Öster­reich der Rot­ter­da­mer Markt daher maß­ge­bend. Wenn die
Rot­ter­da­mer Notie­run­gen auf hohem Niveau sind, was gegen­wär­tig der
Fall ist, spie­gelt sich das in den Treib­stoff­prei­sen in ganz Europa
wider, das betrifft auch Öster­reich”, erklärt Dr. Chris­toph Capek,
Geschäfts­füh­rer des Fach­ver­bands der Mine­ral­öl­in­dus­trie (FVMI).

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