Wer hätte irgendwo schon ein Nato Narrativ erkannt?

23. April 2026

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Irgend­wann, Irgendwie, …

Nein?

Gut.

Ich ver­si­cher mich eh nur, dass der deutsch­spra­chi­ge Qua­li­täts­jour­na­lis­mus bis heu­te kei­ne ent­deckt hat.

#also­theird­ad­dy

Ich hab ja da gelacht:

3. Ser­bi­en rüs­tet auf: Im März bestä­tig­te Prä­si­dent Alek­san­dar Vucic, dass sein Land chi­ne­si­sche Rake­ten des Typs CM-400 beschafft hat. «Wir haben eine beacht­li­che Zahl die­ser Rake­ten, und wir wer­den noch mehr haben», sag­te Vucic. Die CM-400 ist eine der euro­pa­weit schlag­kräf­tigs­ten Luft-Boden-Raketen mit einer Reich­wei­te von 400 Kilo­me­tern. Bereits im Dienst sind chi­ne­si­sche Kampf­droh­nen und Flugabwehrsysteme.

Die Nach­bar­län­der, ins­be­son­de­re Kroa­ti­en und Koso­vo, reagier­ten scharf. Zagreb, sel­ber Nato-Mitglied, appel­lier­te an die Nato und bezeich­ne­te den Kauf als wei­te­ren Schritt in einem gefähr­li­chen regio­na­len Wett­rüs­ten. Koso­vo cha­rak­te­ri­sier­te die Offen­siv­waf­fe als Instru­ment des ser­bi­schen Revisionismus.

Was die Nach­barn eben­so beun­ru­hig­te, war die feh­len­de Reak­ti­on aus Washington.

Sicher, dass das nicht der ser­bi­sche Impe­ria­lis­mus ist? Der ser­bi­sche Exep­tio­na­lis­mus viel­leicht? Nein?

Any takers on “Ser­bi­scher Neokolonialismus”?

Der Rest ist auch super - (Es tut mir leid, dass ich den gesam­ten Arti­kel zitie­re, aber hier ist alles rele­vant. Kau­fen sie ein NZZ Abo.)

Kann Euro­pa den Bal­kan allein sta­bi­li­sie­ren? Die Ant­wort fällt dif­fe­ren­ziert aus. Die Her­aus­for­de­rung ist weni­ger ein mili­tä­ri­sches Pro­blem als eine politisch-strategische Fra­ge. Die EU wäre grund­sätz­lich in der Lage, zusam­men mit dem euro­päi­schen Pfei­ler der Nato die Ord­nungs­macht für den west­li­chen Bal­kan zu sein. Um eth­no­po­li­tisch und kri­mi­nell moti­vier­te War­lords in Schran­ken zu wei­sen, wie sie in Nord­ko­so­vo 2023 und zuvor 2001 in Maze­do­ni­en und 2004 in Koso­vo gene­rell in Erschei­nung tra­ten, rei­chen die mili­tä­ri­schen Kapa­zi­tä­ten der Euro­pä­er aus.

Das Haupt­pro­blem liegt anders­wo. Die EU hat ihr stärks­tes stra­te­gi­sches Instru­ment in den letz­ten Jahr­zehn­ten ver­küm­mern las­sen: eine glaub­wür­di­ge Erwei­te­rungs­po­li­tik. Sta­bi­li­tät hat auch viel mit Ent­wick­lung zu tun. Und die Erfah­rung der Ost­erwei­te­rung zeigt, dass ein funk­tio­nie­ren­der Inte­gra­ti­ons­pro­zess die poli­ti­sche Ener­gie für Refor­men weckt.

Doch der Bei­tritts­pro­zess ist lang­wie­rig und ver­bü­ro­kra­ti­siert. Zudem leh­nen vie­le Mit­glied­staa­ten den Voll­bei­tritt der Westbalkan-Länder ab. Dis­kus­sio­nen um einen stu­fen­wei­sen Bei­tritt sind im Gang und wer­den auch von den Kan­di­da­ten­län­dern befür­wor­tet. Die Lösung liegt also auf der Hand. Sie besteht in einem neu gestal­te­ten Bei­tritts­pro­zess, der eine schnel­le Teil­in­te­gra­ti­on des West­bal­kans ermög­licht. Ihr Gelin­gen wäre ein Tat­be­weis euro­päi­scher Mün­dig­keit und der sicher­heits­po­li­ti­schen Eman­zi­pa­ti­on von den USA.

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Die Chan­cen der Ukrai­ne auf einen schnel­len Bei­tritt stei­gen gerade.









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