Die NZZ hats heute als Erste verstanden, das aktuelle Narrativ des Westens ist nicht mehr haltbar

13. Oktober 2026

Ein neu­es muss her.

Sehen sie, wir ste­hen vor einem Pro­blem. Wie ver­kaufst du es der Mitzi-Tant, dass es viel zu früh für Ein­ge­ständ­nis­se gegen­über Russ­land ist (deut­sche Bun­des­re­gie­rung ges­tern) - wie es für Deutsch­land ja auch unter Jens Spahn als Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den in einem Mahn­brief an die Frak­tio­nen auch viel zu früh war ernst­haft über die Betei­li­gung Deutsch­lands an einer Frie­dens­si­che­rung in der Ukrai­ne zu spre­chen (Koali­ti­on der Wil­li­gen), einen Tag vor dem High Five Hand­schlag “schön dass du da bist” ers­ten Staats­be­such von Spahn in der Ukrai­ne - mit offi­zi­el­len Würden.

Wäh­rend es gleich­zei­tig aber exakt das rich­ti­ge timing für eine 60 tägi­ge Waf­fen­ru­he ist um.. um… nicht zu ver­han­deln, son­dern den ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten aus­zu­tau­schen. Also die UvdL wär schon dafür. (Pres­se­state­ment gestern). 

Die US haben heu­te ver­laut­bart - das was ein­mal Euro­pa kom­plett als ver­früht, Unsinn, unge­recht­fer­tigt, infam, den Krieg ver­län­gernd (um einen Tag, sie­he Men­ge der ver­ein­bar­ten Lie­fe­run­gen) -- zurück­ge­wie­sen hat, war ein Ver­such Trumps Russ­land vor dem Win­ter wie­der zu Ver­hand­lun­gen zu bewe­gen. Die aktu­ell stattfinden.

Das steht jetzt so in den Geschichtsbüchern.

Und die Posi­ti­on Euro­pas war welche?

Oh, das müs­sen wir schnell beheben…

NZZ Arti­kel heu­te 1:
«Man muss das Putin-Regime besei­ti­gen»: Der unter­ge­tauch­te rus­si­sche Diplo­mat Boris Bond­a­rew wirft dem Wes­ten Nai­vi­tät gegen­über Mos­kau vor

Hat Russ­land die Res­sour­cen, um den Krieg noch jah­re­lang fortzuführen?

Antwort:Das ist die fal­sche Fra­ge­stel­lung, die Sicht­wei­se eines Zuschau­ers – als könn­te der Krieg von selbst enden. Die zen­tra­le Fra­ge ist: Was muss getan wer­den, damit er auf für uns vor­teil­haf­te Wei­se endet? Euro­pa sagt nichts dar­über. Mei­ne Ant­wort lau­tet: Die­ser Krieg wird ent­we­der gewon­nen oder ver­lo­ren. Man kann nicht die Hälf­te der Ukrai­ne abge­ben und sagen: «Wir sind zufrie­den.» Putin braucht nicht ein­mal die gan­ze Ukrai­ne. Sie ist für ihn nur ein Werk­zeug, um Euro­pa und Ame­ri­ka zu zei­gen, wer Herr ist in die­ser Ein­fluss­sphä­re. Wenn Putin die­sen Krieg gewinnt, dann nicht, weil er so mäch­tig ist, son­dern, weil der Wes­ten ihn nicht besie­gen will.

Sel­ten ein so ver­klau­su­lier­tes “Ja” gelesen.

Der Wes­ten will wohl schon. Aber er weiss nicht, wie.

Antwort:Wenn man etwas will, muss man über das Wie nach­den­ken. Über vier Jah­re lang etwas zu wol­len und kei­ne Ant­wort zu fin­den, ist seltsam.

NZZ Arti­kel heu­te 2:

Der ehe­ma­li­ge ukrai­ni­sche Aus­sen­mi­nis­ter Dmi­tro Kule­ba hat das die­ser Tage noch ein­mal ein­dring­lich im Gespräch mit Paul Ron­zhei­mer dar­ge­legt. Er schil­dert ein Land, das in die Pfad­ab­hän­gig­keit des Krie­ges gera­ten ist. Die Wirt­schaft ist auf Kriegs­wirt­schaft umge­stellt, die Öffent­lich­keit auf Feind­schaft gegen­über dem Wes­ten gepolt.

[…]

Putin, so Kule­ba, sei vor allem besorgt um sei­nen Ein­trag in den Geschichts­bü­chern. Die Unter­wer­fung der Ukrai­ne ist laut ihm höchs­tens einen klei­nen Ein­trag wert. Nicht aber, wenn es Putin gelän­ge, allen zu zei­gen, dass Russ­land stär­ker ist als Europa.

[…]

Doch wenn es um Russ­land und Putin geht, irren sich die Popu­lis­ten gewal­tig. Es geht in der Poli­tik immer dar­um, Risi­ken gegen­ein­an­der abzu­wä­gen. Das Risi­ko, Putin eine offe­ne Flan­ke zu bie­ten, soll­te Deutsch­land nicht eingehen.

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Es ist end­lich an der Zeit dass Euro­pa offen in einen lan­gen Krieg geht. Sonst wird das Schrei­ben der Geschichts­bü­cher zu schwer.

Ich mein - die Ukrai­ne ist voll dafür.

Die Expat-PR der Trans­at­lan­ti­ker auch. Also wor­auf noch warten?

Gut, BND und NATO sagen Stand ges­tern “gerin­ge Wahr­schein­lich­keit eines Angrif­fes auf Nato Staaten”.

Aber dar­um gehts nicht, das Nar­ra­tiv ist nicht mehr halt­bar. Die NZZ hats als Ers­te begrif­fen, wann folgt dein Medi­en Outlet?

60 Tage Waf­fen­still­stand wofür? Für es ist zu früh für Zuge­ständ­nis­se? Ist das die euro­päi­sche Hard­ball Ver­hand­lungs­stra­te­gie? Die ger­ne auch einen län­ge­ren Krieg ris­kiert? Einen Kriegs­win­ter der Ukrainer?

Ich mein, die Ukrai­ne wär dabei!

Nein, es geht dar­um Russ­land lang­fris­tig mit einem Sank­ti­ons­re­gime zur Rück­ga­be der “tem­po­rär besetz­ten Gebie­te” zu zwin­gen. Und wenn die US jetzt Han­dels­ver­trä­ge mit Russ­land abschlie­ßen, funk­tio­niert die­se europäisch/ukrainische Stra­te­gie auch nicht mehr.

Das musst du als Kule­ba natür­lich verhindern.

edit:

Ups.

Bildschirmfoto 2026 10 13 um 12 33 51
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Na so deut­lich hätt mas gar­nicht braucht…

edit: Jens Spahn nicht Kling­beil. Feh­ler bereits kor­ri­giert. Ist für die Datie­rung wichtig.









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