Ein neues muss her.
Sehen sie, wir stehen vor einem Problem. Wie verkaufst du es der Mitzi-Tant, dass es viel zu früh für Eingeständnisse gegenüber Russland ist (deutsche Bundesregierung gestern) - wie es für Deutschland ja auch unter Jens Spahn als Fraktionsvorsitzenden in einem Mahnbrief an die Fraktionen auch viel zu früh war ernsthaft über die Beteiligung Deutschlands an einer Friedenssicherung in der Ukraine zu sprechen (Koalition der Willigen), einen Tag vor dem High Five Handschlag “schön dass du da bist” ersten Staatsbesuch von Spahn in der Ukraine - mit offiziellen Würden.
Während es gleichzeitig aber exakt das richtige timing für eine 60 tägige Waffenruhe ist um.. um… nicht zu verhandeln, sondern den ukrainischen Präsidenten auszutauschen. Also die UvdL wär schon dafür. (Pressestatement gestern).
Die US haben heute verlautbart - das was einmal Europa komplett als verfrüht, Unsinn, ungerechtfertigt, infam, den Krieg verlängernd (um einen Tag, siehe Menge der vereinbarten Lieferungen) -- zurückgewiesen hat, war ein Versuch Trumps Russland vor dem Winter wieder zu Verhandlungen zu bewegen. Die aktuell stattfinden.
Das steht jetzt so in den Geschichtsbüchern.
Und die Position Europas war welche?
Oh, das müssen wir schnell beheben…
NZZ Artikel heute 1:
«Man muss das Putin-Regime beseitigen»: Der untergetauchte russische Diplomat Boris Bondarew wirft dem Westen Naivität gegenüber Moskau vor
Hat Russland die Ressourcen, um den Krieg noch jahrelang fortzuführen?
Antwort:Das ist die falsche Fragestellung, die Sichtweise eines Zuschauers – als könnte der Krieg von selbst enden. Die zentrale Frage ist: Was muss getan werden, damit er auf für uns vorteilhafte Weise endet? Europa sagt nichts darüber. Meine Antwort lautet: Dieser Krieg wird entweder gewonnen oder verloren. Man kann nicht die Hälfte der Ukraine abgeben und sagen: «Wir sind zufrieden.» Putin braucht nicht einmal die ganze Ukraine. Sie ist für ihn nur ein Werkzeug, um Europa und Amerika zu zeigen, wer Herr ist in dieser Einflusssphäre. Wenn Putin diesen Krieg gewinnt, dann nicht, weil er so mächtig ist, sondern, weil der Westen ihn nicht besiegen will.
Selten ein so verklausuliertes “Ja” gelesen.
Der Westen will wohl schon. Aber er weiss nicht, wie.
Antwort:Wenn man etwas will, muss man über das Wie nachdenken. Über vier Jahre lang etwas zu wollen und keine Antwort zu finden, ist seltsam.
NZZ Artikel heute 2:
Der ehemalige ukrainische Aussenminister Dmitro Kuleba hat das dieser Tage noch einmal eindringlich im Gespräch mit Paul Ronzheimer dargelegt. Er schildert ein Land, das in die Pfadabhängigkeit des Krieges geraten ist. Die Wirtschaft ist auf Kriegswirtschaft umgestellt, die Öffentlichkeit auf Feindschaft gegenüber dem Westen gepolt.
[…]
Putin, so Kuleba, sei vor allem besorgt um seinen Eintrag in den Geschichtsbüchern. Die Unterwerfung der Ukraine ist laut ihm höchstens einen kleinen Eintrag wert. Nicht aber, wenn es Putin gelänge, allen zu zeigen, dass Russland stärker ist als Europa.
[…]
Doch wenn es um Russland und Putin geht, irren sich die Populisten gewaltig. Es geht in der Politik immer darum, Risiken gegeneinander abzuwägen. Das Risiko, Putin eine offene Flanke zu bieten, sollte Deutschland nicht eingehen.
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Es ist endlich an der Zeit dass Europa offen in einen langen Krieg geht. Sonst wird das Schreiben der Geschichtsbücher zu schwer.
Ich mein - die Ukraine ist voll dafür.
Die Expat-PR der Transatlantiker auch. Also worauf noch warten?
Gut, BND und NATO sagen Stand gestern “geringe Wahrscheinlichkeit eines Angriffes auf Nato Staaten”.
Aber darum gehts nicht, das Narrativ ist nicht mehr haltbar. Die NZZ hats als Erste begriffen, wann folgt dein Medien Outlet?
60 Tage Waffenstillstand wofür? Für es ist zu früh für Zugeständnisse? Ist das die europäische Hardball Verhandlungsstrategie? Die gerne auch einen längeren Krieg riskiert? Einen Kriegswinter der Ukrainer?
Ich mein, die Ukraine wär dabei!
Nein, es geht darum Russland langfristig mit einem Sanktionsregime zur Rückgabe der “temporär besetzten Gebiete” zu zwingen. Und wenn die US jetzt Handelsverträge mit Russland abschließen, funktioniert diese europäisch/ukrainische Strategie auch nicht mehr.
Das musst du als Kuleba natürlich verhindern.
edit:
Ups.

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Na so deutlich hätt mas garnicht braucht…
edit: Jens Spahn nicht Klingbeil. Fehler bereits korrigiert. Ist für die Datierung wichtig.
