128 Postings.
0.5 brauchbar.
Fuck.
Keiner dort hat wissenschaftliche Papers gelesen.
Fuck.
Ich bin umgeben von Idioten.
- Monofokal: Entweder Nähe oder Ferne, mit Sehbehelf im anderen Spektrum. Dafür keine optischen Nebeneffekte.
- Unterschied Trifokal/EDOF: Trifokal in der Nähe besser, optische Nebeneffekte bei neuen Modellen auch bei trifokalen beinahe ausgemerzt.
- EDOF: etwas weniger Halo Artefakte, dafür ggf Monovision notwendig, wenns schlecht läuft. Oder Brille im Nahbereich.
Ich mein, dass jemand - bevor er seinen Senf unter einen Zeitungsbeitrag schreibt, bei dem ein Betroffener um Hilfe bei der Auswahl bittet, zuvor “trifokal, oder edof” googlet, und zwei der ersten fünf Suchergebnisse liest -- ist für Standard Leser nicht mehr machbar…
Good enough als Zusammenfassung: click
Vor- und Nachteile überzeichnet, Werbeartikel, aber gerade deshalb brauchbar:
https://eyelaser.ch/edof-vs-trifokal-linsen-vergleich-grauer-star-rle/
Ich mein, als mir die beiden EDOFs eingesetzt wurden, hab ich davor drei Monate recherchiert, und hatte auch noch andere Faktoren abzuwägen.
(Deutlich schlechtere trifokale Linsen als heute in Punkto optische Nebeneffekte, Blistering (edit: Glistenings) das es zu vermeiden galt, weil die Linsen bei mir 40+ Jahre “halten” sollten, UV Filter, Lichtqualität (ich wollt keinen Blaustich haben, auch wenn das Hirn das eh auf normal stellt, nur damit der Kontrast besser wird)…)
Und dann habe ich zwei Jahre nach den OPs nochmal nachrecherhiert, was sich geändert hat (trifocale sind besser geworden, die Argumente für EDOFs weniger).
Aber in den 128 Kommentaren beim Standard? Nichts davon. Nüsse. Blank. Die Mitzi-Uschitant, hatte im Uhudlaspital so eine verständnisvolle Pflegerin, und hat danach die Wände wieder gesehen.
Meine Fresse…
So - und jetzt noch die Allgemeinen Leitsätze:
- Wenn schon grauer Star vorhanden, am Ende alles besser.
- Monofokal: Wird wohl nen Sehbehelf brauchen (nah, oder fern), dafür keine optischen Nebenwirkungen. Es sei denn man hatte beim Einmessen den 12er im Lotto (bei ner Monofocal plus).
- EDOFs: Subjektiv: keine Probleme mit negativen Empfindungen von Halos, oder niedrigem Kontrastsehen im Alltag. Da es bei mir auch Symfonys und damit nicht die besten heute verfügbaren waren - Nahbereich durch Mini Monovision kompensiert. Computerarbeit: Problemlos. Bücherlesen (40cm) vor allem aufgrund der Monovision langsamer als vorher. Brille hilft wieder auf die alte zu kommen, verwend ich im Alltag trotzdem nie, weil es geht ja auch ohne.
- Leicht anderes Farbempfinden - wird dem meisten im Alltag aber sowas von egal sein, was davon jetzt altersbedingte Linsenkapseltrübung (grüner) war, keinen Ahnung. Und nach einigen Monaten auch mir komplett egal war.
- Keine anderen optischen Artefakte
- Mini-Monovision stört mich nur beim Bücherlesen
- Arzt macht mal ein Auge, und kompensiert dann seine Rechnung, beim anderen je nachdem, wie gut das Statistische Modell nach Messung getroffen hat, nach. Das dürfte so 80% der “mein Arzt rät mir zur Mini-Monovision” Ratschläge erklären. (Erwartungsmanagement.)
- Nachstar kommt. Wird in einer Sitzung (pro Auge) YAG gelasert, wenn er den zentralen Visus erreicht hat.
Alles in allem Überwiegt heutzutage wohl die “die Patienten gewöhnen sich an alles” Beurteilung, die einzelnen Ärzte “optimieren” ihren Linseneinsatz erfahrungsgemäß auch sehr langsam, weil das im Zweifelsfall immer eher von Marge, und wer sie letztens auf den Kongress in Rimini eingeladen hat abhängt.
Also gerne vergleichende Studien lesen. Es nicht so machen wie die Studie die ich verlinkt hab, die statet, unter den EDOFs findet sie nur Studien mit der Johnson and Johnson Linse.
Bereits zu meiner Zeit waren Patienten die mit den optischen Artefakten der trifokalen nicht zurechtgekommen sind sehr selten. Mit den neueren Modellen sind sie noch seltener geworden.
