Warum ist die “ein (möglicher) Weg zum Frieden” Formulierung heute eigentlich so in…

07. Juni 2024

Ah. Sie ist jetzt die offi­zi­el­le PR Linie der Ukrai­ne! Na dann…

Was man durch­aus als Fort­schritt wer­ten kann, wenn man deren PR Linie von letz­tem Monat kennt.

Gut zu wis­sen, dass sich die meis­ten deutsch­spra­chi­gen Medi­en wie­der mal an der offi­zi­el­len Linie der Ukrai­ne orientieren.

UA.tv is a ukrai­ni­an public broad­cas­ter, ope­ra­ted by Ukrinform.

Ukrin­form, also very libe­ral news out­let. Very inde­pen­dant, much:

The Natio­nal News Agen­cy of Ukrai­ne (Ukrai­ni­an: Українське національне інформаційне агентство), or Ukrin­form (Ukrai­ni­an: Укрінформ), is a sta­te infor­ma­ti­on and news agen­cy, and inter­na­tio­nal broad­cas­ter of Ukrai­ne. It was foun­ded in 1918 during the Ukrai­ni­an War of Independence[6] as the Bureau of Ukrai­ni­an Press (BUP).

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I also espe­cial­ly like their ver­si­on of Anna­le­na Baer­bock, visi­ble in the first video, cal­led Anna­le­na Bur­bock. I should very much remem­ber that name!

Bildschirmfoto 2024 06 07 um 21 01 41

Ukrai­ni­an sta­te news agen­cy for the win!

Sla­va for that!

EU bei­tritts­kan­di­da­ten­sta­tus­fä­hig sind die ja schon, sonst hätt ichs hier im Anschluss glatt noch gefordert.

Moment was ist eigentlich “die Redaktion der Bundeswehr”?

07. Juni 2024

Gene­ral: “Mir nicht bekannt dass es Ver­hand­lun­gen gäbe, aber natür­lich geht die Diplo­ma­tie wei­ter - sie wis­sen viel­leicht dass in 14 Tagen geplant ist eine Frie­dens­kon­fe­renz in der Schweiz abzu­hal­ten, dar­um wird es - dabei wird es dar­um gehen dass im Prin­zip die Leit­plan­ken, Leit­prin­zi­pi­en kann man auch sagen für einen künf­ti­gen Frie­dens­pro­zess ent­wi­ckelt wer­den, zusam­men mit vie­len vie­len Staa­ten aus aller Welt, auch die Ame­ri­ka­ner haben mitt­ler­wei­le auf Ebe­ne der Vize­prä­si­den­tin zuge­sagt. Unser Bun­des­kanz­ler wird per­sön­lich an die­ser Frie­dens­kon­fe­renz teil­neh­men und die Mög­lich­keit da hier einen Pro­zess anzu­sto­ßen der dann mal zu einem Frie­dens - ech­ten Frie­dens­pro­zess führt, der gibt uns in die­sen Tagen doch auch ein wenig Hoffnung.”

Redak­ti­on der Bun­des­wehr: “Und das schließt unse­re heu­ti­ge Fol­ge auch schon Herr Gene­ral, schön dass Sie da waren und vie­len Dank dass Sie sich die Zeit genom­men haben!”

Gene­ral: “Sehr gerne!”

Redak­ti­on der Bun­des­wehr: “Ihnen lie­be Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er vie­len Dank fürs Ein­schal­ten und ger­ne bis zur nächs­ten “Nach­ge­fragt” Fol­ge und natür­lich hal­ten wir Sie auch immer wie­der mit Updates zum Ukrai­ne­krieg auf dem Laufenden.”

[Musik]

Dan­ke, kei­ne wei­te­ren Fragen.

Viel­leicht nur kurz zum Pro­pa­gan­da­kon­zept “Die Welt schöpft Hoffnung”:

Gut, Pro­pa­gan­da hat aber natür­lich wie­der nie­mand entdeckt…

edit: Ah, sor­ry - noch was zum Pro­pa­gan­da Prin­zip “die Welt schöpft Hoffnung”:

Also halten wir mal fest -

07. Juni 2024

die Nato Vor­feld Orga­ni­sa­ti­on NAFO (Nord Atlan­tic Fel­low Orga­ni­sa­ti­on), finan­ziert eine “Bür­ger­be­we­gung” besorg­ter Bür­ger - die Nato Nar­ra­ti­ve in die Öffent­lich­keit tra­gen, ande­re Mei­nun­gen eben­so enthu­si­as­tisch aus der Öffent­lich­keit ent­fer­nen - aber gut in dem ver­an­kert sind, was aktu­ell der Mei­nungs­kor­ri­dor wäh­rend des Krie­ges ist - weil ihnen ja auch unse­re guten Freun­de von der Ber­tels­mann­stif­tung hel­fend zur Sei­te stehen:

Lie­be Grü­ße vom Zukunf­st­s­fo­rum “Wert der Frei­heit” Dresden

So weit so what the fuck…

Enter die “wis­sen­schaft­li­che Legitimationsebe”:

Dr. Hei­ke Win­kel argu­men­tiert in ihrem Ein­lei­tungs­teil “wie rus­si­sche Pro­pa­gan­da funk­tio­niert” wie­der so gut im Theo­re­ti­schen, dass sie wie­der ganz ohne Bei­spie­le aus­kommt (auch nicht neu, auch schon über ein hal­bes Dut­zend mal in den letz­ten zwei Jah­ren erlebt) - denn wenn man Bei­spie­le nen­nen wür­de, dann könn­te der Zuse­her dar­un­ter nicht wie­der alles ver­ste­hen… Und außer­dem wär das Arbeit - ich glau­be wir argu­men­tie­ren das The­ma lie­ber wie­der theo­re­tisch weg… Funk­tio­niert auch super - Zuschau­er­fra­gen bekommt sie im Anschluss näm­lich kei­ne mehr - ich mein, gab ja auch kei­ne Anknüp­fungs­punk­te zu irgend­et­was in der Lebens­rea­li­tät der anwe­sen­den “Freun­de der gepfleg­ten Poli­ti­schen Bil­dung” -- die aber Scheu haben, ihr Wir­ken mit “dem Durch­füh­ren von Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen” zu umschreiben --

Ich mein gut, in Schu­len gehen die schon. 

Und sie stel­len auch ganz bil­lig, weil sub­ven­tio­niert, “Infor­ma­ti­ons­ma­te­ria­li­en bereit” (ich hätt ja lie­ber die Stu­di­en gelesen…),

und sie tar­ge­ten gezielt gesell­schaft­li­che Multiplikatoren,

aber mit Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gnen wol­len die lie­ber nicht asso­zi­iert wer­den, auch wenn Leu­te im Publi­kum es stark for­dern sich wei­ter in die Rich­tung zu enga­gie­ren, und sich dann nach der For­de­rung wie­der alle einig sind, dass das schon sehr wich­tig ist. (Sel­bes Video.)

Ansons­ten erschöpft sich die von den Freun­den der Nato finan­zier­te Ver­an­stal­tung dar­in, dass man lus­tig über eine Henne/Ei Fra­ge lacht, wäh­rend man gleich­zei­tig behaup­tet, die eige­ne His­to­ri­sche Per­spek­ti­ve gehe ja bis 2008 zurück, da gabs noch kei­ne Hen­ne Ei Pro­ble­ma­tik… (Sicher? Ich mein, hat was für sich. Die rus­si­sche Geschichts­pro­pa­gan­da wur­de in etwa 2012 in deren Geschichts­bü­cher über­frach­tet… Würd das Argu­ment also ger­ne voll aus­ge­führt lesen, klingt erst mal nicht falsch.)

Henne/Ei Pro­blem, denn “Kei­ner konn­te mir noch erklä­ren war­um Russ­land Kin­der ent­führt, wenn es doch “nur Angst vor der Nato” hatte”.

Gut - kann ich ja dann machen. Ein mög­li­ches Erklä­rungs­mus­ter ist die Pazi­fi­zie­rung der rura­len Bevöl­ke­rung aus der her­aus Russ­land in Mas­se rekru­tiert - denn aus irgend­ei­nem Grund fin­den die - pro­pa­gan­da­his­to­risch beleg­bar, einen Aus­gleich mit jun­gen abhän­gi­gen Bemut­te­rungs­sub­jek­ten und spä­ter unfrei­en bil­li­gen Arbeits­kräf­ten ganz geil - wenn sie schon im Gegen­zug dafür ihre zwei von drei Söh­ne abge­ben muss­ten. Die fin­den das im Nor­mal­fall rich­tig toll, dass sie dann eine tie­fe­re sozia­le Schicht bekom­men, dens noch deut­lich schleu­ßi­ger geht als ihren Kin­dern. Dann gehen die auch nicht mehr in die nächs­te Stadt pro­tes­tie­ren -- hat ja jeder was davon, und die Pro­vinz stirbt nicht aus…

Ein ande­res mög­li­ches Erklä­rungs­mus­ter ist die Umvol­kung der beset­zen Regio­nen. Auch das hat initi­al kein geno­zi­dia­les Motiv (mehr Rus­sen in den Don­bas umvol­ken - fra­gen sie mal Isra­el). Mehr so ein “mehr­heits­stif­ten­des”. Aber ja, die Über­gän­ge sind flie­ßend. Ist es jetzt für Russ­land das trei­ben­de Motiv “den Ukrai­nern ihre Iden­ti­tät aus­zu­trei­ben”, (end­lich wie­der umvol­ken!) ja - muss aber nicht “initi­al sein”. 

Dh. wenns dar­um geht Sevas­to­pol zu hal­ten -- wür­de man das die Pro­pa­gan­da die die Vor­tra­gen­den 2008 in Russ­land doku­men­tiert haben (Ukrai­ne ist kein eigen­stän­di­ges Land, wir sind ein Volk, …) als “Soft­power” deu­ten. Nur halt mit völ­ki­schen Moti­ven und nicht mit “wie sehr fühlst du dich als Euro­pä­er” -- was zuge­ge­be­ner­ma­ßen mir eben­falls stark auf­stößt -- und die­se Form der Soft­power wär dann wie­der - wer­te­west­lich gese­hen - voll ok (sie­he Selen­skyj muss sich noch was wegen der Zitat “gehirn­ge­wa­che­nen Leu­te auf der Krim und ihren gehirn­ge­wa­sche­nen Kin­dern über­le­gen”)

dass “völ­ki­sche Iden­ti­tät” den libe­ra­len Lin­ken in Deutsch­land sehr auf­ge­sto­ßen sei, brin­gen sie als Beleg “war­um die Revo­lu­ti­on der Frei­heit, Frie­de, Wür­de” - ah ja Wür­de wars… in Deutsch­land im lin­ken Spek­trum so schlecht ankam.

Ich mein, bei den gan­zen unschul­di­gen Mor­gen­rö­te Frak­tio­nen danach im Par­la­ment -- also in dem Punkt, d’accord.

Der Rest der Ver­an­stal­tung ergeht sich wie­der im fröh­li­chen Denun­zie­ren der aus­sen­po­li­ti­schen Schu­le des Rea­lis­mus, und Mearsheimers --

denn wir wis­sen ja, dass es den Deut­schen von den Fel­lows und Freun­den der Nato - und Ber­tels­mann, so schnell wie mög­lich abtrai­niert wer­den soll­te in Macht­sphä­ren­lo­gik zu denken.

Das sei­en so blö­de “post­ko­lo­nia­le” Refle­xe, die Deutsch­land da noch habe.

Gut, und in Frank­reich reist der Prä­si­dent noch mal kurz nach Neu­ka­le­do­ni­en weil er dort wie­der eine Revol­te aus­ge­löst hat, weil er sei­ne Zun­ge nicht im Griff gehabt hat -- aber die­ses Pro­blem exis­tiert mehr so in Deutsch­land, denn wir wis­sen ja - die NATO hängt in ihrer Außen­po­li­tik mehr so der außen­po­li­ti­schen Schu­le des “Idea­lism” an, der die Welt mehr so ver­steht, dass die US allen Staa­ten nur die Demo­kra­tie brin­gen woll­ten (Mög­lich­keits­form, future), und die­ser Krieg nur zustan­de gekom­men ist, weil ein Böser unse­rem Freund der Ukrai­ne ver­wei­gern woll­te “sein eige­nes Bünd­nis zu wählen”.

Weil “gre­at power poli­tics” ist ja sowas von out und gest­rig, das muss man den Deut­schen auch in der Form näher bringen…

denn in dem Zeit­al­ter, wo die west­li­chen Demo­kra­tien zah­len­mä­ßig in decli­ne sind -- ist es der NAFO natür­lich wich­tig, dass der gute Deut­sche, der - der sich bei Lanz zu infor­mie­ren weiß weiß, dass wir die west­li­che Wer­te­ord­nung brau­chen, damit die NATO - der außen­po­li­ti­schen Theo­rie des “Idea­lism” fol­gend, wie­der der rest­li­chen Welt die Demo­kra­tie brin­gen kann.

Wobei nicht ganz…

[Ursu­la Werther-Pietsch ist Pri­vat­do­zen­tin für Inter­na­tio­na­les Recht und Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Lehr­be­auf­trag­te an der Bundeswehr-Universität Mün­chen. Sie ist Mit­her­aus­ge­be­rin des “Defence Hori­zon Jour­nal Spe­cial Edi­ti­on” und Mit­glied der Wis­sen­schafts­kom­mis­si­on beim öster­rei­chi­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Lan­des­ver­tei­di­gung. Ihr Buch “Envi­sio­ning Peace. Neue Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus” wird im Herbst bei Facul­tas erschei­nen. Sie ist Unter­zeich­ne­rin des “Offe­nen Briefs für eine neue Sicher­heits­po­li­tik”. Der vor­lie­gen­de Text stellt ihre per­sön­li­che Mei­nung dar. - © privat]

Um den Kom­ple­xi­tä­ten von heu­te zu begeg­nen, brau­chen wir ein fle­xi­bles, kom­mu­ni­zie­ren­des Sys­tem inter­na­tio­na­ler Rege­lun­gen, das vari­ie­ren­de Alli­an­zen zulässt und Inter­es­sen­kämp­fe ein­dämmt. Auf­bau­end auf einer schar­fen Ana­ly­se der gege­be­nen Situa­ti­on ent­wer­fen im neu­en Buch zehn Autorin­nen und Autoren ein Gegen­stück zur “Welt von heu­te”. Die Grün­dung einer neu­en Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus, die rea­lis­ti­sche und idea­lis­ti­sche Außen- und Sicher­heits­po­li­tik ver­eint, wird zur Dis­kus­si­on gestellt.

Geo­po­li­tik nicht als Leit­mo­tiv sehen
Ursu­la Werther-Pietsch ist Pri­vat­do­zen­tin für Inter­na­tio­na­les Recht und Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Lehr­be­auf­trag­te an der Bundeswehr-Universität Mün­chen. Sie ist Mit­her­aus­ge­be­rin des “Defence Hori­zon Jour­nal Spe­cial Edi­ti­on” und Mit­glied der Wis­sen­schafts­kom­mis­si­on beim öster­rei­chi­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Lan­des­ver­tei­di­gung. Ihr Buch “Envi­sio­ning Peace. Neue Schu­le des Mul­ti­la­te­ra­lis­mus” wird im Herbst bei Facul­tas erschei­nen. Sie ist Unter­zeich­ne­rin des “Offe­nen Briefs für eine neue Sicher­heits­po­li­tik”. Der vor­lie­gen­de Text stellt ihre per­sön­li­che Mei­nung Inter­na­tio­na­le Bezie­hun­gen sol­len nichts ande­res als den täg­li­chen Bedürf­nis­sen im poli­ti­schen Leben die­nen; ihr innen­po­li­ti­scher Bezug ist daher evi­dent. Aller­dings nicht aus der übli­chen Per­spek­ti­ve, näm­lich dem “Lip­pen­ab­le­sen”, um “poli­tisch zu punk­ten” unter dem Deck­män­tel­chen des Bür­gers als Sou­ve­rän. Nein, umge­kehrt soll Geo­po­li­tik, also das Spiel von Macht­in­ter­es­sen auf glo­ba­ler Ebe­ne, als inte­gra­ler Teil von mensch­li­cher Sicher­heit gese­hen wer­den, als eine gewich­ti­ge Dimen­si­on, nicht aber als Leit­mo­tiv oder gar über­ge­ord­ne­tes Axiom.

Es bedarf drin­gend einer neu­en Theo­rie­bil­dung für glo­ba­len Frie­den in einem Zeit­ho­ri­zont von zwei bis drei Jah­ren. Die müh­sam erar­bei­te­ten Struk­tu­ren völ­ker­recht­li­chen Gesche­hens, die nach dem Zwei­ten Welt­krieg ent­wor­fen wur­den und gro­ße Dyna­mik auf­ge­zeigt haben, sind nicht völ­lig obso­let. Die Zei­ten­wen­de bringt neue Hür­den, die uns jedoch nicht dazu ver­an­las­sen soll­ten, alle inter­na­tio­na­len Grund­sät­ze und Prin­zi­pi­en wie Ver­trags­treue, Anti­dis­kri­mi­nie­rung oder Effek­ti­vi­tät auf­zu­ge­ben, bis hin zur Neu­tra­li­tät jen­seits ihres his­to­ri­schen Befunds oder der öster­rei­chi­schen Mehrheitsmeinung.

Ob die­se eine Fik­ti­on ist oder mit neu­em Leben erfüllt wer­den kann, ist noch lan­ge nicht aus­dis­ku­tiert. Eben­so wie die Gret­chen­fra­ge “Wie hältst du’s mit der Nato?” nicht in einem Schwarz-Weiß-Zeichnen zwi­schen Ver­wei­ge­rung und Bei­tritt lie­gen kann. In die­ses Dun­kel Licht zu brin­gen, wird - so hof­fe ich als Mit­un­ter­zeich­ne­rin - Auf­ga­be einer enga­gier­ten Grup­pe von Per­sön­lich­kei­ten sein, die in einem offe­nen Brief an den Bun­des­prä­si­den­ten eine offe­ne Dis­kus­si­on der sicher­heits­po­li­ti­schen Optio­nen Öster­reichs gefor­dert haben. Die­ser blieb im Übri­gen noch unbeantwortet.

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*hust**hust*

Sie­he auch: 

https://harlekin.me/?p=6691

Schon a bis­serl dumm, wenn man die Ent­wick­lung die­ser “neu­en außen­po­li­ti­schen Schu­le die wir im Deutsch­spra­chi­gen Raum wegen dem Ukrai­ne Krieg ganz drin­gend brau­chen”, bereits seit August 2022 haut­nah mit­er­le­ben durfte…

Und sonst so?

Naja, - schwört den impe­ria­len Nar­ra­ti­ven ab! Neu­ka­le­do­ni­en den Fran­zo­sen! Face­book con­tent mode­ra­ti­on auf die Phil­ip­pi­nen! (Da müs­sen wir den Leu­ten auch kei­nen Psy­cho­lo­gen für danach bezah­len - und west­li­che Wer­te haben die seit ihrer Chris­tia­ni­sie­rung vor 500 Jah­ren durch die Spa­ni­er ja auch - also wun­der­bar… (Chris­tia­ni­sie­rung der Phil­ip­pi­nen vor 500 Jah­ren Ein Ordens­mann war 100 Sol­da­ten wert)) und noch ein Punkt zu dem ich etwas schrei­ben woll­te - der mir aber aktu­ell wie­der ent­fal­len ist, viel­leicht kommts mir ja etwas spä­ter wieder…

Gut, dass es die­se “wis­sen­schaft­li­chen Legi­ti­ma­ti­ons­eben” auf den Ver­an­stal­tun­gen der NAFO gibt, nicht?

edit: Hab den Punkt wie­der, den ich noch anspre­chen woll­te - “die Ukrai­ner wis­sen, dass unter der Beset­zung noch mal mehr Ukrai­ner umkom­men wer­den, als im Krieg - wie his­to­risch beleg­bar…”. Für den Fall müss­ten die Blau­helm Frie­dens­trup­pen im fro­zen con­flict aber ganz arg weg­schaun… (Wahr­schein­lich auch his­to­risch belegbar…)

Naja, komm - das ist his­to­risch beleg­bar, dass Fro­zen con­flict mehr Leben kos­tet als der Krieg, sagt die NATO Vor­feld Orga­ni­sa­ti­on NAFO, das wird schon sei­ne Rich­tig­keit haben…

Bernays hat zwar erst im November Geburtstag -

06. Juni 2024

Aber ich glau­be ein bes­se­res Geburts­tags­ge­schenk, als ihm zu unter­brei­ten wie wich­tig er heu­te für die Medi­en­öf­fent­lich­keit ist, hät­te man ihm nicht machen können --

In unse­rer klei­nen “Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand gese­hen” Sam­mel­rei­he hal­ten wir heu­te näm­lich bei -

Der ZDF heu­te Exper­te weiss nicht was von Russ­land mit der Aus­sa­ge “asy­m­e­tri­sche Kriegs­füh­rung durch die Ver­la­ge­rung von Atom­spreng­köp­fen in ande­re Län­der” gemeint ist, und erfin­det sich lie­ber eine alter­na­ti­ve Aus­le­gung on the spot - weil wozu noch Sachen wis­sen, wenn man eh nur die Öffent­lich­keit im ZDF im Haupt­abend “infor­miert”.

Btw - die Aus­sa­ge Putins dies­be­züg­lich lässt sich leicht mit “und von die­sen Län­dern wür­de noch viel weni­ger eines Nato Staa­ten mit Atom­ra­ke­ten angrei­fen” - kon­tern, also dar­an das mans ja der Öffent­lich­keit nicht zumu­ten konn­te lags nicht - der Exper­te war dies­mal nur völ­lig blank.

Aber der Mode­ra­tor weiß ja auch nichts - also so müs­sens bei­de nicht über­spie­len - und blei­ben ein­fach Macht ihrer Berufs­be­zeich­nung “Exper­te” (kei­ne Exper­ti­se) und “Jour­na­list” (kei­ne Recherche).

Aber war­um noch was wis­sen, wenn man als Exper­te die Öffent­lich­keit informiert.

-- und die Nato PK in Finn­land ist der­art gefüllt mit logi­cal fall­a­ci­es, wrong arguing und und fal­len gelas­se­nen Propaganda-Termini - dass einem der Mund offen bleibt.

Also non sequi­turs, ala - eigent­lich hat Putin bereits ver­lo­ren da der Wes­ten geeint ist, des­halb soll­ten wir wei­ter geeint blei­ben - wir sehen ja, er hat schon verloren.

Messaging ala “die­ser Krieg ist ein Krieg für Frei­heit und Demokratie”.

We had a mea­ning­ful dia­log with rus­sia, but thats not pos­si­ble any­mo­re, I will not spe­cu­la­te for how long, but as long as they inva­de, the­re is no place for a mea­ning­ful dia­log anymore, …”

Quick­ly! Someo­ne find us a place! Becau­se “the­re is no place” for dia­log, thats mea­ning­ful, until the inva­si­on stops. Ah - hig­her edu­ca­ti­on at work.

First of all, when the war has ended, it will take rus­sia 5-10 years to hike up its mili­ta­ry capa­ci­ty to whe­re it was when it began the war, the second best case sce­n­a­rio is, that rus­si­an for­eign poli­cy will not chan­ge, it will still be based on a zero sum calculation…”

Euro­pe and Rus­sia will be drawn toward each other again in the long run, when this will hap­pen I dont know, pro­bab­ly in a genera­ti­ons time anything else would be too soon”.

Becau­se rus­si­an for­eign poli­cy will be zero sum, anything ear­lier than in a genera­ti­on from our part will be too soon - and we cant find a place - I mean…

Und das Publi­kum frißt jede Form von fal­se Arguing mit einer Freu­de, dass einem das Stau­nen kommt… Da denn die Pro­po­nen­ten eben ja die guten emo­tio­nal auf­ge­la­de­nen Moti­ve in jedem zwei­ten Satz einstreuen.

Also das Publi­kum auf Nato Pres­se­kon­fe­ren­zen ist so schlau, das lie­fert sich mit dem Pauls­kir­chen Publi­kum (wenn gera­de wie­der Kriegs­pro­pa­gan­dis­ten den Frie­dens­preis des Deut­schen Buch­han­dels ver­lie­hen bekom­men) einen hei­ßen Wett­kampf ums ers­te funk­ti­ons­fä­hi­ge kol­lek­ti­ve Gehirn, dass sie sich tei­len könnten…

Wir sind wohl in der “is eh schon alles egal, das Publi­kum kann eh nur noch in Pro­pa­gan­da Nar­ra­ti­ven den­ken” Pha­se des Krie­ges ange­kom­men, denn - no one out the­re gives a fuck anymore… 🙂

Nur die Bes­ten der Bes­ten als Mana­ger für unse­re wich­tigs­ten Insti­tu­tio­nen, sag ich!

Und ja, das schmerzt bereits kör­per­lich. Jeder der Scho­pen­hau­er gele­sen und ver­stan­den hat, bricht da nach 5 Minu­ten weg - nur die brei­te Öffent­lich­keit geht nach sol­chen Ver­an­stal­tun­gen emo­tio­nal moti­viert ins Morgen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut Gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Via Küppersbusch -

04. Juni 2024

der via Taz, in der Kurzkommentarschine:

Bei 0:40 Sekun­den in:

Der Wes­ten wir sieht sich die gan­ze Zeit im Not­hil­fe­mo­dus, unser Kum­pel Ukrai­ne klin­gelt Sturm - sein skru­pel­lo­ser Nach­bar hat ih über­fal­len, ob er wohl mal unse­re Wum­me lei­hen könn­te - na ja klar Ehrn­sa­che. Das ist Not­hil­fe nach­dem das über zwei Jah­re so geht und die Not des Über­fal­le­nen eher ver­zwei­fel­ter wird, droht er uns er könn­te uns auch rich­tig Ärger machen. Mit zwei Angrif­fen auf rus­si­sche Atom­waf­fen Früh­wa­hen­sys­te­me hat die Ukrai­ne Ende Mai gezeigt dass sie den Krieg auch kata­stro­phal aus­wei­ten könn­te. Das ist nicht nett aber man kann es wahr­schein­lich ver­ste­hen. Also gestat­ten Biden und in sei­nem Wind­schat­ten Scholz jetzt dass der geschun­de­ne Kum­pel sich im Klei­nen ein biss­chen mehr weh­ren darf, um im gro­ßen Ruhe zu bewah­ren. Nach über zwei Jah­ren könn­ten wir auch mal sagen okay, das ist uns alles nicht mehr geheu­er, wir müs­sen mal ernst­haft mit dei­nem bescheu­er­ten Nach­barn Tache­les reden, Selen­ski sagt in der New York Times er sehe kein Pro­blem mit einem Ein­stieg der NATO in den Krieg. Die Nato hat kei­ne Idee ent­wi­ckelt für einen Aus­stieg, so rob­ben wir näher an die Gren­ze zum Kontrollverlust.”

Dazu in Öster­reich Die Pres­se am 01. Juni 2024:

Der west­li­che Tabu­bruch wird zum Dauerzustand

US-Präsident Joe Biden trägt bei sei­nem Tref­fen mit dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­dym­yr Selens­kij eine Ansteck­na­del mit der ukrai­ni­schen und US-amerikanischen Flag­ge. Reu­ters / Eliza­beth Frantz

Die Ukrai­ne darf jetzt auch mit west­li­chen Waf­fen auf Zie­le in Russ­land feu­ern: In die­sem Krieg haben sich die »roten Lini­en« schon öfter ver­scho­ben als die Fron­ten. Man soll­te des­halb mit den Selbst­be­schrän­kun­gen in aller Öffent­lich­keit aufhören.

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Ah, das gute unbe­stimm­te “man”.

Dazu der Stan­dard am 30. Mai:

Kom­men­tar / Flo­ri­an Nie­dern­dor­fer: Gut, dass die roten Lini­en des Wes­tens im Ukrai­ne­krieg verblassen

Paris, Ber­lin und Washing­ton den­ken laut dar­über nach, der Ukrai­ne Angrif­fe selbst auf rus­si­sches Gebiet mit west­li­chen Waf­fen zu erlau­ben. Klar ist: Putins Atom­dro­hun­gen lau­fen immer öfter ins Leere

Soll­te es in Euro­pa nach zwei Jah­ren Ukrai­ne­krieg tat­säch­lich noch Zeit­ge­nos­sen geben, die Wla­di­mir Putin für einen Meis­ter­stra­te­gen hal­ten, der mit sei­nen Atom­dro­hun­gen die USA in Schach hält und Euro­pa erzit­tern lässt, müs­sen die­se jetzt ganz stark sein: Russ­lands Macht­ha­ber, so zeigt sich in der Dis­kus­si­on über den Ein­satz west­li­cher Waf­fen durch die ukrai­ni­sche Armee gegen mili­tä­ri­sche Zie­le in Russ­land, dürf­te sich ver­spe­ku­liert haben.

Seit Kriegs­be­ginn spult Putin das­sel­be Pro­gramm ab: Der Wes­ten sei es, der den Kon­flikt eska­lie­re und Russ­land so dazu zwin­ge, “ernst­haf­te Kon­se­quen­zen” zu zie­hen, not­falls auch mit Atom­waf­fen. Lan­ge hat­te die­se Droh­ku­lis­se etwa bei Deutsch­lands Kanz­ler Olaf Scholz so stark ver­fan­gen, dass für die Ukrai­ne lebens­wich­ti­ge Waf­fen, etwa die Taurus-Marschflugkörper, bis heu­te nicht gelie­fert wurden.

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Ist aber egal, denn nach dem AMS Betreu­er der mein zukünf­ti­ges Leben bestimmt, bin ich nicht mehr befä­higt den Job eines Jour­na­lis­ten aus­zu­üben, da ich bei dem The­ma emo­tio­nal argumentiere.

Fragt sich, wie emo­tio­nal argu­men­tie­ren die Kol­le­gen um soet­was aus der brei­te­ren Öffent­lich­keit her­aus zu hal­ten, nach dem wir uns doch schon so sehr an das “die Roten Lini­en müs­sen über­schrit­ten wer­den!” in den Debat­ten der deutsch­spra­chi­gen Pres­se gewöhnt hat­ten, sol­len die­se ja plötz­lich seit dem 1. Juni weg­fal­len, die euro­päi­schen Regie­run­gen bräuch­ten da recht kurz­fris­tig mehr stra­te­gi­sche Ambiguität…

Kann ich eigent­lich noch rich­tig recher­chie­ren? Mich packen lang­sam Selbstzweifel.

Küp­pers­busch bringt das Kom­men­tar über die TAZ Schie­ne und nicht nur sei­nen You­tube Kanal, dh. die TAZ dürf­te sich bezüg­lich des Gehalts des Kom­men­tars auch recht sicher sein.

Hier der Washing­ton Post Arti­kel dazu: click (Archiv)

Hier die NYT:

On Mon­day, Ukrai­ne struck a radar sta­ti­on near the bor­der with Kazakh­stan that was more than 1,100 miles away, a Ukrai­ni­an intel­li­gence offi­cial said. Ukrai­ni­an experts said the faci­li­ty was used to detect mis­si­le thre­ats from Asia.

[…]

Ukrai­ne has used its own dro­nes and mis­si­les to car­ry out the­se strikes, but they come as offi­cials in Kyiv have made urgent appeals to the United Sta­tes for per­mis­si­on to fire power­ful American-made wea­pons into Rus­sia. The Biden admi­nis­tra­ti­on had for weeks resis­ted tho­se appeals for fear of get­ting drawn into a wider war, but it has now agreed to let Ukrai­ne use its wea­pons to fire into Rus­sia, though only against mili­ta­ry sites being used to attack the Khar­kiv area.

The strikes on the radar sys­tems also have Ame­ri­can offi­cials worried about esca­la­ti­on, accord­ing to a seni­or Biden admi­nis­tra­ti­on offi­cial. The admi­nis­tra­ti­on con­vey­ed its con­cern this week to Ukrai­ne over Kyiv’s recent dro­ne and mis­si­le strikes against at least three nuclear ear­ly warning radar sta­ti­ons insi­de Rus­sia in the past cou­p­le of weeks, the offi­cial said.

By striking deeper into Rus­sia, ana­lysts said, Ukrai­ne is hoping to for­ce Rus­sia to stretch its air defen­se sys­tems deep into the coun­try so that Moscow can’t bunch its defen­si­ve wea­pons near the bor­der. In this sen­se, mili­ta­ry experts say, the strikes ser­ve a mili­ta­ry pur­po­se even if the radar sys­tems aren’t being used in the war.

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edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Vor 14 Stunden:

Kiew will grö­ße­re Frei­heit bei Ein­satz west­li­cher Waffen

Die Ukrai­ne will bei ihren Ver­bün­de­ten auf eine grö­ße­re Frei­heit beim Ein­satz west­li­cher Waf­fen gegen Zie­le in Russ­land drän­gen. Die von den USA in die­sem Zusam­men­hang erteil­te Erlaub­nis sei “kei­ne hun­dert­pro­zen­ti­ge Frei­ga­be” für Angrif­fe auf rus­si­sches Ter­ri­to­ri­um, sag­te Außen­mi­nis­ter Dmy­t­ro Kule­ba. “Sie kommt mit eini­gen Regeln, die wir befol­gen müs­sen.” Die Regie­rung in Kiew wol­le bei ihren Alli­ier­ten dar­auf drän­gen, dass “der Umfang ihrer Anwen­dung” aus­ge­baut wird.

Zuvor hat­te Mos­kau wie berich­tet sei­ner Dro­hung Nach­druck ver­lie­hen, dass ein Ein­satz von US-Waffen für Angrif­fe auf sein Ter­ri­to­ri­um schwer­wie­gen­de Kon­se­quen­zen haben könnte.

src: click (Der Standard)

Dar­über soll­ten der Stan­dard, und Die Pres­se aber lie­ber nicht mehr berich­ten, “man” brau­che ja in der Öffent­lich­keit jetzt viel mehr stra­te­gi­sche Ambi­gui­tät. Schrei­ben der Stan­dard und Die Pres­se Anfang des Monats übereinstimmend.