Ah. Sie ist jetzt die offizielle PR Linie der Ukraine! Na dann…
Was man durchaus als Fortschritt werten kann, wenn man deren PR Linie von letztem Monat kennt.
Gut zu wissen, dass sich die meisten deutschsprachigen Medien wieder mal an der offiziellen Linie der Ukraine orientieren.
UA.tv is a ukrainian public broadcaster, operated by Ukrinform.
Ukrinform, also very liberal news outlet. Very independant, much:
The National News Agency of Ukraine (Ukrainian: Українське національне інформаційне агентство), or Ukrinform (Ukrainian: Укрінформ), is a state information and news agency, and international broadcaster of Ukraine. It was founded in 1918 during the Ukrainian War of Independence[6] as the Bureau of Ukrainian Press (BUP).
I also especially like their version of Annalena Baerbock, visible in the first video, called Annalena Burbock. I should very much remember that name!
General: “Mir nicht bekannt dass es Verhandlungen gäbe, aber natürlich geht die Diplomatie weiter - sie wissen vielleicht dass in 14 Tagen geplant ist eine Friedenskonferenz in der Schweiz abzuhalten, darum wird es - dabei wird es darum gehen dass im Prinzip die Leitplanken, Leitprinzipien kann man auch sagen für einen künftigen Friedensprozess entwickelt werden, zusammen mit vielen vielen Staaten aus aller Welt, auch die Amerikaner haben mittlerweile auf Ebene der Vizepräsidentin zugesagt. Unser Bundeskanzler wird persönlich an dieser Friedenskonferenz teilnehmen und die Möglichkeit da hier einen Prozess anzustoßen der dann mal zu einem Friedens - echten Friedensprozess führt, der gibt uns in diesen Tagen doch auch ein wenig Hoffnung.”
Redaktion der Bundeswehr: “Und das schließt unsere heutige Folge auch schon Herr General, schön dass Sie da waren und vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben!”
General: “Sehr gerne!”
Redaktion der Bundeswehr: “Ihnen liebe Zuschauerinnen und Zuschauer vielen Dank fürs Einschalten und gerne bis zur nächsten “Nachgefragt” Folge und natürlich halten wir Sie auch immer wieder mit Updates zum Ukrainekrieg auf dem Laufenden.”
[Musik]
Danke, keine weiteren Fragen.
Vielleicht nur kurz zum Propagandakonzept “Die Welt schöpft Hoffnung”:
Gut, Propaganda hat aber natürlich wieder niemand entdeckt…
edit: Ah, sorry - noch was zum Propaganda Prinzip “die Welt schöpft Hoffnung”:
die Nato Vorfeld Organisation NAFO (Nord Atlantic Fellow Organisation), finanziert eine “Bürgerbewegung” besorgter Bürger - die Nato Narrative in die Öffentlichkeit tragen, andere Meinungen ebenso enthusiastisch aus der Öffentlichkeit entfernen - aber gut in dem verankert sind, was aktuell der Meinungskorridor während des Krieges ist - weil ihnen ja auch unsere guten Freunde von der Bertelsmannstiftung helfend zur Seite stehen:
Enter die “wissenschaftliche Legitimationsebe”:
Dr. Heike Winkel argumentiert in ihrem Einleitungsteil “wie russische Propaganda funktioniert” wieder so gut im Theoretischen, dass sie wieder ganz ohne Beispiele auskommt (auch nicht neu, auch schon über ein halbes Dutzend mal in den letzten zwei Jahren erlebt) - denn wenn man Beispiele nennen würde, dann könnte der Zuseher darunter nicht wieder alles verstehen… Und außerdem wär das Arbeit - ich glaube wir argumentieren das Thema lieber wieder theoretisch weg… Funktioniert auch super - Zuschauerfragen bekommt sie im Anschluss nämlich keine mehr - ich mein, gab ja auch keine Anknüpfungspunkte zu irgendetwas in der Lebensrealität der anwesenden “Freunde der gepflegten Politischen Bildung” -- die aber Scheu haben, ihr Wirken mit “dem Durchführen von Informationskampagnen” zu umschreiben --
Ich mein gut, in Schulen gehen die schon.
Und sie stellen auch ganz billig, weil subventioniert, “Informationsmaterialien bereit” (ich hätt ja lieber die Studien gelesen…),
und sie targeten gezielt gesellschaftliche Multiplikatoren,
aber mit Informationskampagnen wollen die lieber nicht assoziiert werden, auch wenn Leute im Publikum es stark fordern sich weiter in die Richtung zu engagieren, und sich dann nach der Forderung wieder alle einig sind, dass das schon sehr wichtig ist. (Selbes Video.)
Ansonsten erschöpft sich die von den Freunden der Nato finanzierte Veranstaltung darin, dass man lustig über eine Henne/Ei Frage lacht, während man gleichzeitig behauptet, die eigene Historische Perspektive gehe ja bis 2008 zurück, da gabs noch keine Henne Ei Problematik… (Sicher? Ich mein, hat was für sich. Die russische Geschichtspropaganda wurde in etwa 2012 in deren Geschichtsbücher überfrachtet… Würd das Argument also gerne voll ausgeführt lesen, klingt erst mal nicht falsch.)
Henne/Ei Problem, denn “Keiner konnte mir noch erklären warum Russland Kinder entführt, wenn es doch “nur Angst vor der Nato” hatte”.
Gut - kann ich ja dann machen. Ein mögliches Erklärungsmuster ist die Pazifizierung der ruralen Bevölkerung aus der heraus Russland in Masse rekrutiert - denn aus irgendeinem Grund finden die - propagandahistorisch belegbar, einen Ausgleich mit jungen abhängigen Bemutterungssubjekten und später unfreien billigen Arbeitskräften ganz geil - wenn sie schon im Gegenzug dafür ihre zwei von drei Söhne abgeben mussten. Die finden das im Normalfall richtig toll, dass sie dann eine tiefere soziale Schicht bekommen, dens noch deutlich schleußiger geht als ihren Kindern. Dann gehen die auch nicht mehr in die nächste Stadt protestieren -- hat ja jeder was davon, und die Provinz stirbt nicht aus…
Ein anderes mögliches Erklärungsmuster ist die Umvolkung der besetzen Regionen. Auch das hat initial kein genozidiales Motiv (mehr Russen in den Donbas umvolken - fragen sie mal Israel). Mehr so ein “mehrheitsstiftendes”. Aber ja, die Übergänge sind fließend. Ist es jetzt für Russland das treibende Motiv “den Ukrainern ihre Identität auszutreiben”, (endlich wieder umvolken!) ja - muss aber nicht “initial sein”.
Dh. wenns darum geht Sevastopol zu halten -- würde man das die Propaganda die die Vortragenden 2008 in Russland dokumentiert haben (Ukraine ist kein eigenständiges Land, wir sind ein Volk, …) als “Softpower” deuten. Nur halt mit völkischen Motiven und nicht mit “wie sehr fühlst du dich als Europäer” -- was zugegebenermaßen mir ebenfalls stark aufstößt -- und diese Form der Softpower wär dann wieder - wertewestlich gesehen - voll ok (siehe Selenskyj muss sich noch was wegen der Zitat “gehirngewachenen Leute auf der Krim und ihren gehirngewaschenen Kindern überlegen”)
dass “völkische Identität” den liberalen Linken in Deutschland sehr aufgestoßen sei, bringen sie als Beleg “warum die Revolution der Freiheit, Friede, Würde” - ah ja Würde wars… in Deutschland im linken Spektrum so schlecht ankam.
Ich mein, bei den ganzen unschuldigen Morgenröte Fraktionen danach im Parlament -- also in dem Punkt, d’accord.
Der Rest der Veranstaltung ergeht sich wieder im fröhlichen Denunzieren der aussenpolitischen Schule des Realismus, und Mearsheimers --
denn wir wissen ja, dass es den Deutschen von den Fellows und Freunden der Nato - und Bertelsmann, so schnell wie möglich abtrainiert werden sollte in Machtsphärenlogik zu denken.
Das seien so blöde “postkoloniale” Reflexe, die Deutschland da noch habe.
Gut, und in Frankreich reist der Präsident noch mal kurz nach Neukaledonien weil er dort wieder eine Revolte ausgelöst hat, weil er seine Zunge nicht im Griff gehabt hat -- aber dieses Problem existiert mehr so in Deutschland, denn wir wissen ja - die NATO hängt in ihrer Außenpolitik mehr so der außenpolitischen Schule des “Idealism” an, der die Welt mehr so versteht, dass die US allen Staaten nur die Demokratie bringen wollten (Möglichkeitsform, future), und dieser Krieg nur zustande gekommen ist, weil ein Böser unserem Freund der Ukraine verweigern wollte “sein eigenes Bündnis zu wählen”.
Weil “great power politics” ist ja sowas von out und gestrig, das muss man den Deutschen auch in der Form näher bringen…
denn in dem Zeitalter, wo die westlichen Demokratien zahlenmäßig in decline sind -- ist es der NAFO natürlich wichtig, dass der gute Deutsche, der - der sich bei Lanz zu informieren weiß weiß, dass wir die westliche Werteordnung brauchen, damit die NATO - der außenpolitischen Theorie des “Idealism” folgend, wieder der restlichen Welt die Demokratie bringen kann.
Um den Komplexitäten von heute zu begegnen, brauchen wir ein flexibles, kommunizierendes System internationaler Regelungen, das variierende Allianzen zulässt und Interessenkämpfe eindämmt. Aufbauend auf einer scharfen Analyse der gegebenen Situation entwerfen im neuen Buch zehn Autorinnen und Autoren ein Gegenstück zur “Welt von heute”. Die Gründung einer neuen Schule des Multilateralismus, die realistische und idealistische Außen- und Sicherheitspolitik vereint, wird zur Diskussion gestellt.
Geopolitik nicht als Leitmotiv sehen
Ursula Werther-Pietsch ist Privatdozentin für Internationales Recht und Internationale Beziehungen an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Lehrbeauftragte an der Bundeswehr-Universität München. Sie ist Mitherausgeberin des “Defence Horizon Journal Special Edition” und Mitglied der Wissenschaftskommission beim österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung. Ihr Buch “Envisioning Peace. Neue Schule des Multilateralismus” wird im Herbst bei Facultas erscheinen. Sie ist Unterzeichnerin des “Offenen Briefs für eine neue Sicherheitspolitik”. Der vorliegende Text stellt ihre persönliche Meinung Internationale Beziehungen sollen nichts anderes als den täglichen Bedürfnissen im politischen Leben dienen; ihr innenpolitischer Bezug ist daher evident. Allerdings nicht aus der üblichen Perspektive, nämlich dem “Lippenablesen”, um “politisch zu punkten” unter dem Deckmäntelchen des Bürgers als Souverän. Nein, umgekehrt soll Geopolitik, also das Spiel von Machtinteressen auf globaler Ebene, als integraler Teil von menschlicher Sicherheit gesehen werden, als eine gewichtige Dimension, nicht aber als Leitmotiv oder gar übergeordnetes Axiom.
Es bedarf dringend einer neuen Theoriebildung für globalen Frieden in einem Zeithorizont von zwei bis drei Jahren. Die mühsam erarbeiteten Strukturen völkerrechtlichen Geschehens, die nach dem Zweiten Weltkrieg entworfen wurden und große Dynamik aufgezeigt haben, sind nicht völlig obsolet. Die Zeitenwende bringt neue Hürden, die uns jedoch nicht dazu veranlassen sollten, alle internationalen Grundsätze und Prinzipien wie Vertragstreue, Antidiskriminierung oder Effektivität aufzugeben, bis hin zur Neutralität jenseits ihres historischen Befunds oder der österreichischen Mehrheitsmeinung.
Ob diese eine Fiktion ist oder mit neuem Leben erfüllt werden kann, ist noch lange nicht ausdiskutiert. Ebenso wie die Gretchenfrage “Wie hältst du’s mit der Nato?” nicht in einem Schwarz-Weiß-Zeichnen zwischen Verweigerung und Beitritt liegen kann. In dieses Dunkel Licht zu bringen, wird - so hoffe ich als Mitunterzeichnerin - Aufgabe einer engagierten Gruppe von Persönlichkeiten sein, die in einem offenen Brief an den Bundespräsidenten eine offene Diskussion der sicherheitspolitischen Optionen Österreichs gefordert haben. Dieser blieb im Übrigen noch unbeantwortet.
Schon a bisserl dumm, wenn man die Entwicklung dieser “neuen außenpolitischen Schule die wir im Deutschsprachigen Raum wegen dem Ukraine Krieg ganz dringend brauchen”, bereits seit August 2022 hautnah miterleben durfte…
Und sonst so?
Naja, - schwört den imperialen Narrativen ab! Neukaledonien den Franzosen! Facebook content moderation auf die Philippinen! (Da müssen wir den Leuten auch keinen Psychologen für danach bezahlen - und westliche Werte haben die seit ihrer Christianisierung vor 500 Jahren durch die Spanier ja auch - also wunderbar… (Christianisierung der Philippinen vor 500 Jahren Ein Ordensmann war 100 Soldaten wert)) und noch ein Punkt zu dem ich etwas schreiben wollte - der mir aber aktuell wieder entfallen ist, vielleicht kommts mir ja etwas später wieder…
Gut, dass es diese “wissenschaftlichen Legitimationseben” auf den Veranstaltungen der NAFO gibt, nicht?
edit: Hab den Punkt wieder, den ich noch ansprechen wollte - “die Ukrainer wissen, dass unter der Besetzung noch mal mehr Ukrainer umkommen werden, als im Krieg - wie historisch belegbar…”. Für den Fall müssten die Blauhelm Friedenstruppen im frozen conflict aber ganz arg wegschaun… (Wahrscheinlich auch historisch belegbar…)
Naja, komm - das ist historisch belegbar, dass Frozen conflict mehr Leben kostet als der Krieg, sagt die NATO Vorfeld Organisation NAFO, das wird schon seine Richtigkeit haben…
Aber ich glaube ein besseres Geburtstagsgeschenk, als ihm zu unterbreiten wie wichtig er heute für die Medienöffentlichkeit ist, hätte man ihm nicht machen können --
In unserer kleinen “Propaganda hat wieder niemand gesehen” Sammelreihe halten wir heute nämlich bei -
Der ZDF heute Experte weiss nicht was von Russland mit der Aussage “asymetrische Kriegsführung durch die Verlagerung von Atomsprengköpfen in andere Länder” gemeint ist, und erfindet sich lieber eine alternative Auslegung on the spot - weil wozu noch Sachen wissen, wenn man eh nur die Öffentlichkeit im ZDF im Hauptabend “informiert”.
Btw - die Aussage Putins diesbezüglich lässt sich leicht mit “und von diesen Ländern würde noch viel weniger eines Nato Staaten mit Atomraketen angreifen” - kontern, also daran das mans ja der Öffentlichkeit nicht zumuten konnte lags nicht - der Experte war diesmal nur völlig blank.
Aber der Moderator weiß ja auch nichts - also so müssens beide nicht überspielen - und bleiben einfach Macht ihrer Berufsbezeichnung “Experte” (keine Expertise) und “Journalist” (keine Recherche).
Aber warum noch was wissen, wenn man als Experte die Öffentlichkeit informiert.
-- und die Nato PK in Finnland ist derart gefüllt mit logical fallacies, wrong arguing und und fallen gelassenen Propaganda-Termini - dass einem der Mund offen bleibt.
Also non sequiturs, ala - eigentlich hat Putin bereits verloren da der Westen geeint ist, deshalb sollten wir weiter geeint bleiben - wir sehen ja, er hat schon verloren.
Messaging ala “dieser Krieg ist ein Krieg für Freiheit und Demokratie”.
“We had a meaningful dialog with russia, but thats not possible anymore, I will not speculate for how long, but as long as they invade, there is no place for a meaningful dialog anymore, …”
Quickly! Someone find us a place! Because “there is no place” for dialog, thats meaningful, until the invasion stops. Ah - higher education at work.
“First of all, when the war has ended, it will take russia 5-10 years to hike up its military capacity to where it was when it began the war, the second best case scenario is, that russian foreign policy will not change, it will still be based on a zero sum calculation…”
“Europe and Russia will be drawn toward each other again in the long run, when this will happen I dont know, probably in a generations time anything else would be too soon”.
Because russian foreign policy will be zero sum, anything earlier than in a generation from our part will be too soon - and we cant find a place - I mean…
Und das Publikum frißt jede Form von false Arguing mit einer Freude, dass einem das Staunen kommt… Da denn die Proponenten eben ja die guten emotional aufgeladenen Motive in jedem zweiten Satz einstreuen.
Also das Publikum auf Nato Pressekonferenzen ist so schlau, das liefert sich mit dem Paulskirchen Publikum (wenn gerade wieder Kriegspropagandisten den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekommen) einen heißen Wettkampf ums erste funktionsfähige kollektive Gehirn, dass sie sich teilen könnten…
Wir sind wohl in der “is eh schon alles egal, das Publikum kann eh nur noch in Propaganda Narrativen denken” Phase des Krieges angekommen, denn - no one out there gives a fuck anymore… 🙂
Nur die Besten der Besten als Manager für unsere wichtigsten Institutionen, sag ich!
Und ja, das schmerzt bereits körperlich. Jeder der Schopenhauer gelesen und verstanden hat, bricht da nach 5 Minuten weg - nur die breite Öffentlichkeit geht nach solchen Veranstaltungen emotional motiviert ins Morgen.
Diese Gesellschaft ist das absolut Grotesk und abartigst Allerletzte.
“Der Westen wir sieht sich die ganze Zeit im Nothilfemodus, unser Kumpel Ukraine klingelt Sturm - sein skrupelloser Nachbar hat ih überfallen, ob er wohl mal unsere Wumme leihen könnte - na ja klar Ehrnsache. Das ist Nothilfe nachdem das über zwei Jahre so geht und die Not des Überfallenen eher verzweifelter wird, droht er uns er könnte uns auch richtig Ärger machen. Mit zwei Angriffen auf russische Atomwaffen Frühwahensysteme hat die Ukraine Ende Mai gezeigt dass sie den Krieg auch katastrophal ausweiten könnte. Das ist nicht nett aber man kann es wahrscheinlich verstehen. Also gestatten Biden und in seinem Windschatten Scholz jetzt dass der geschundene Kumpel sich im Kleinen ein bisschen mehr wehren darf, um im großen Ruhe zu bewahren. Nach über zwei Jahren könnten wir auch mal sagen okay, das ist uns alles nicht mehr geheuer, wir müssen mal ernsthaft mit deinem bescheuerten Nachbarn Tacheles reden, Selenski sagt in der New York Times er sehe kein Problem mit einem Einstieg der NATO in den Krieg. Die Nato hat keine Idee entwickelt für einen Ausstieg, so robben wir näher an die Grenze zum Kontrollverlust.”
Dazu in Österreich Die Presse am 01. Juni 2024:
Der westliche Tabubruch wird zum Dauerzustand
US-Präsident Joe Biden trägt bei seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij eine Anstecknadel mit der ukrainischen und US-amerikanischen Flagge. Reuters / Elizabeth Frantz
Die Ukraine darf jetzt auch mit westlichen Waffen auf Ziele in Russland feuern: In diesem Krieg haben sich die »roten Linien« schon öfter verschoben als die Fronten. Man sollte deshalb mit den Selbstbeschränkungen in aller Öffentlichkeit aufhören.
Kommentar / Florian Niederndorfer: Gut, dass die roten Linien des Westens im Ukrainekrieg verblassen
Paris, Berlin und Washington denken laut darüber nach, der Ukraine Angriffe selbst auf russisches Gebiet mit westlichen Waffen zu erlauben. Klar ist: Putins Atomdrohungen laufen immer öfter ins Leere
Sollte es in Europa nach zwei Jahren Ukrainekrieg tatsächlich noch Zeitgenossen geben, die Wladimir Putin für einen Meisterstrategen halten, der mit seinen Atomdrohungen die USA in Schach hält und Europa erzittern lässt, müssen diese jetzt ganz stark sein: Russlands Machthaber, so zeigt sich in der Diskussion über den Einsatz westlicher Waffen durch die ukrainische Armee gegen militärische Ziele in Russland, dürfte sich verspekuliert haben.
Seit Kriegsbeginn spult Putin dasselbe Programm ab: Der Westen sei es, der den Konflikt eskaliere und Russland so dazu zwinge, “ernsthafte Konsequenzen” zu ziehen, notfalls auch mit Atomwaffen. Lange hatte diese Drohkulisse etwa bei Deutschlands Kanzler Olaf Scholz so stark verfangen, dass für die Ukraine lebenswichtige Waffen, etwa die Taurus-Marschflugkörper, bis heute nicht geliefert wurden.
Ist aber egal, denn nach dem AMS Betreuer der mein zukünftiges Leben bestimmt, bin ich nicht mehr befähigt den Job eines Journalisten auszuüben, da ich bei dem Thema emotional argumentiere.
Fragt sich, wie emotional argumentieren die Kollegen um soetwas aus der breiteren Öffentlichkeit heraus zu halten, nach dem wir uns doch schon so sehr an das “die Roten Linien müssen überschritten werden!” in den Debatten der deutschsprachigen Presse gewöhnt hatten, sollen diese ja plötzlich seit dem 1. Juni wegfallen, die europäischen Regierungen bräuchten da recht kurzfristig mehr strategische Ambiguität…
Kann ich eigentlich noch richtig recherchieren? Mich packen langsam Selbstzweifel.
Küppersbusch bringt das Kommentar über die TAZ Schiene und nicht nur seinen Youtube Kanal, dh. die TAZ dürfte sich bezüglich des Gehalts des Kommentars auch recht sicher sein.
Hier der Washington Post Artikel dazu: click (Archiv)
Hier die NYT:
On Monday, Ukraine struck a radar station near the border with Kazakhstan that was more than 1,100 miles away, a Ukrainian intelligence official said. Ukrainian experts said the facility was used to detect missile threats from Asia.
[…]
Ukraine has used its own drones and missiles to carry out these strikes, but they come as officials in Kyiv have made urgent appeals to the United States for permission to fire powerful American-made weapons into Russia. The Biden administration had for weeks resisted those appeals for fear of getting drawn into a wider war, but it has now agreed to let Ukraine use its weapons to fire into Russia, though only against military sites being used to attack the Kharkiv area.
The strikes on the radar systems also have American officials worried about escalation, according to a senior Biden administration official. The administration conveyed its concern this week to Ukraine over Kyiv’s recent drone and missile strikes against at least three nuclear early warning radar stations inside Russia in the past couple of weeks, the official said.
By striking deeper into Russia, analysts said, Ukraine is hoping to force Russia to stretch its air defense systems deep into the country so that Moscow can’t bunch its defensive weapons near the border. In this sense, military experts say, the strikes serve a military purpose even if the radar systems aren’t being used in the war.
edit: Es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten:
Vor 14 Stunden:
Kiew will größere Freiheit bei Einsatz westlicher Waffen
Die Ukraine will bei ihren Verbündeten auf eine größere Freiheit beim Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland drängen. Die von den USA in diesem Zusammenhang erteilte Erlaubnis sei “keine hundertprozentige Freigabe” für Angriffe auf russisches Territorium, sagte Außenminister Dmytro Kuleba. “Sie kommt mit einigen Regeln, die wir befolgen müssen.” Die Regierung in Kiew wolle bei ihren Alliierten darauf drängen, dass “der Umfang ihrer Anwendung” ausgebaut wird.
Zuvor hatte Moskau wie berichtet seiner Drohung Nachdruck verliehen, dass ein Einsatz von US-Waffen für Angriffe auf sein Territorium schwerwiegende Konsequenzen haben könnte.
Darüber sollten der Standard, und Die Presse aber lieber nicht mehr berichten, “man” brauche ja in der Öffentlichkeit jetzt viel mehr strategische Ambiguität. Schreiben der Standard und Die Presse Anfang des Monats übereinstimmend.
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