Vielleicht schenkt der EU bald mal jemand Wachsmalkreiden

27. August 2025

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Um mir auf­zu­ma­len wie pro­por­tio­nal und dem Wäh­ler­wil­len fol­gend das Wahl­sys­tem Mol­da­vi­ens ist!

Aber sagen sies nicht ihrem Pfar­rer weiter!

Most cur­rent pol­ling pro­jec­tions (estab­lis­hed par­ties lost more recent­ly): click

Seat dis­tri­bu­ti­on based on cur­rent pol­ling data (Grok):

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Second AI Opi­ni­on (GLM 4.5):

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based on the fol­lowing elec­tion poll results:

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Ich würd behaup­ten, in drei Jah­ren sind die nach dem Ukrai­ne Schlüs­sel EU aufnahmefähig.

edit: For refe­rence, 2021 results:

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src: click (Wiki­pe­dia)

edit2: Kor­rek­tur: Ui, gro­ber Feh­ler! In Mol­dau zählt man nach dem d’Hondt­schen Höchs­zahl­ver­fah­ren, nicht nach der Hare-Niemeyer Metho­de! (sie­he: Veni­ce Com­mi­si­on)

Ganz klar -- da brau­chen die größ­ten Par­tei­en dis­pro­por­tio­nal noch mehr Sitze!

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Sehen sie auch so, oder?

Gut, aber wie siehts die Fur­che, fragt sich ihr Pfarrer.

When asked about the deve­lo­p­ment path of the Repu­blic of Mol­d­o­va, 33.1% belie­ve that the future lies exclu­si­ve­ly in the Euro­pean Uni­on, 8.6% see the state’s future along­side the Eura­si­an Uni­on, and 19.3% opt for an inde­pen­dent path.

Howe­ver, 36.8% would pre­fer a balan­ced poli­cy - col­la­bo­ra­ti­on with both the Euro­pean Uni­on and Rus­sia, without joi­ning any bloc.

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Na, also neu­tral geht nicht, das kennt man auch aus Österreich.

edit:

Typi­sche wer­te­west­li­che Erfolgs­kar­rie­re, man kann das nicht laut genug betonen:

San­du: Ich hat­te die Chan­ce, zwei Jah­re bei der Welt­bank in Washing­ton zu ver­brin­gen, was sehr nütz­lich war, weil ich nach Har­vard hohe Schul­den hat­te - und mit einem Job in Mol­dau hät­te ich das nie zurück­zah­len kön­nen. Nur durch die Erspar­nis­se von Washing­ton [Welt­bank] war es auch mög­lich, nach mei­ner Rück­kehr vier Jah­re lang Voll­zeit und ohne Gehalt eine neue Par­tei auf­zu­bau­en. Zurück woll­te ich immer. [Wuss­tens auch die Kol­le­gen in der Welt­bank?] Als ich dann die Anfra­ge bekom­men habe, Bil­dungs­mi­nis­te­rin zu wer­den, war es zwar ver­rückt, weil ich kei­ne Erfah­run­gen in die­ser Rich­tung hat­te [och - da braucht man doch nie­man­den vom Fach], aber ich wuss­te, dass man hier mit den Refor­men begin­nen muss, auch wenn sich die Erfol­ge erst spä­ter zei­gen. Die­se Auf­ga­be erschien mir bedeut­sam und erfül­lend. Erfül­len­der als ein Job in der Weltbank.

DIE FURCHE: Und wie kam es, dass Sie von der Bil­dungs­mi­nis­te­rin zur Prä­si­den­tin wurden?

San­du: Ich habe ein­fach getan, wovon ich über­zeugt war, dass es not­wen­dig ist – ohne Rück­sicht auf eine Par­tei oder die poli­ti­schen Fol­gen von Refor­men neh­men zu müs­sen. Die ers­te Reform betraf das Bak­ka­lau­re­at (Rei­fe­prü­fung, Anm.), wo es jede Men­ge Kor­rup­ti­on gab. Eltern konn­ten das Zeug­nis ihrer Kin­der schlicht­weg kau­fen. Das war eine him­mel­schrei­en­de Unge­rech­tig­keit. Man kann sich vor­stel­len, was das mit jun­gen Men­schen macht, wenn sie mer­ken: Egal, wie sehr ich mich anstren­ge, ich habe kei­ne Chan­ce gegen die, die es sich rich­ten kön­nen. In mei­nem ers­ten Jahr als Bil­dungs­mi­nis­te­rin ist dann die Erfolgs­ra­te von 98 Pro­zent auf 48 Pro­zent abge­stürzt. Das war ein natio­na­les Dra­ma. Auch vie­le Kin­der ein­fluss­rei­cher Leu­te konn­ten nicht mehr an die Uni­ver­si­tät. [Ja, zusam­men mit der Hälf­te des Jahr­gangs… Fie­se Eli­ten­kin­der - über­all.] Erst lang­sam haben die Leu­te ver­stan­den, dass das der ein­zig gang­ba­re Weg war – auch wenn er schmerz­voll war. 

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Find ich super - 2012 kommt sie ins Amt, 2019 sind die Matu­ra Erfolgs­quo­ten in den höhe­ren Schu­len wie­der bei 70%. 2025 erst­mals wie­der nahe 80%.

Das ist eine ver­lo­re­ne Generation.

Also bis auf die die sich den Nach­hil­fe­un­ter­richt leis­ten konn­ten natürlich.

Aber die Eli­ten­bil­dung in Mol­dau ging nur so.

Ich hab da ja irgend­wie Ver­ständ­nis. Nur dass die Welt­bank Län­dern höhe­re Bil­dung (Matu­ra?) ver­schreibt war mir neu…

Key Mile­stones in the World Bank’s Edu­ca­ti­on Work

1962:
The World Bank laun­ches its first edu­ca­ti­on project.

[Bil­dung!]

1968:
The Bank’s pre­si­den­cy chan­ges, and it begins to focus more on pover­ty reduc­tion and basic needs, viewing edu­ca­ti­on as key for tech­ni­cal capa­ci­ty building. 

[Kei­ne Bildung!]

1990:
The Edu­ca­ti­on for All (EFA) move­ment is laun­ched, lea­ding to a signi­fi­cant incre­a­se in the World Bank’s sup­port for education.

[bald Bil­dung - aber nur Basisniveau!]

2000:
The EFA goals are agreed upon in Dakar, lea­ding to the crea­ti­on of the next glo­bal edu­ca­ti­on initiative.

[Bil­dung - nur Basis­ni­veau, Glo­ba­le Zieldefinition!]

2002:
The Glo­bal Part­ners­hip for Edu­ca­ti­on (GPE) is estab­lis­hed as a part­ners­hip to acce­le­ra­te pro­gress toward EFA goals and Mill­en­ni­um Deve­lo­p­ment Goals. 

[Mer­ger: Bil­dung - nur Basis­ni­veau und Mil­le­ni­um Deve­lo­p­ment Goals!]

2011:
The World Bank intro­du­ces its “Lear­ning for All” stra­te­gy, shif­ting focus toward impro­ved lear­ning outcomes.

[Höhe­re Bil­dung! (Nicht nur Bil­dung, son­dern bet­ter lear­ning out­co­mes! Mit Metri­ken und allem!)]

2012:
Maia San­du beco­mes minis­ter of edu­ca­ti­on in Molodva

2022:
The World Bank appro­ves a signi­fi­cant volu­me of basic edu­ca­ti­on ope­ra­ti­ons, reflec­ting a sus­tai­ned com­mit­ment to the sector.

[End­lich! Wir ham auch a Geld dafür! Bildung]

Und dann edlich, wer kann ihn ver­ges­sen, 2023 - der gro­ße Durchbruch!

This year marks the 50th anni­ver­s­a­ry of the publi­ca­ti­on of Returns to edu­ca­ti­on: An Inter­na­tio­nal Com­pa­ri­son by Geor­ge Psach­aro­pou­los. The book led to a revo­lu­ti­on in ana­ly­ses of the returns to edu­ca­ti­on by showing that the average payoff to edu­ca­ti­on is hig­her in less deve­lo­ped than in advan­ced coun­tries. In com­pa­ring the social rate of return to human capi­tal with that of invest­ment in phy­si­cal capi­tal such as infra­st­ruc­tu­re, it was dis­co­ve­r­ed that in less deve­lo­ped coun­tries the rate of return to human capi­tal is much hig­her. This sug­gests that less deve­lo­ped coun­tries should attempt to sti­mu­la­te eco­no­mic growth by pum­ping more resour­ces into human capital. 

src: click (blogs.worldbank.org)

Der gro­ße Durchbruch!

Bet­ween 2005 and 2011 the share of World Bank edu­ca­ti­on pro­jects tar­ge­ting input qua­li­ty drop­ped by almost 6 per­cen­ta­ge points and the share expli­ci­tly focu­sed on lear­ning out­co­mes grew by 4 per­cen­ta­ge points (Figu­re 2). This was likely dri­ven by the empha­sis pla­ced on a results-oriented approach in the 2005 stra­te­gy update. Howe­ver, fol­lowing the 2011 stra­te­gy which was sup­po­sed to usher in a pivot to lear­ning, the average share of pro­jects tar­ge­ting eit­her input qua­li­ty or lear­ning out­co­mes has decli­ned. To be sure, the­re have been nota­ble spikes in len­ding for pro­jects focu­sing on lear­ning out­co­mes immedia­te­ly after the 2011 stra­te­gy was adop­ted and more recent­ly as part of the COVID reco­very efforts. But the­se were most­ly fol­lo­wed by equal­ly sharp falls in len­ding for such projects.

Loo­king at actu­al len­ding data, the­re is no obvious shift from “schoo­ling” to “lear­ning” sin­ce the adop­ti­on of the “Lear­ning for All” stra­te­gy in 2011
Over the past two deca­des the­re has been a steady incre­a­se in World Bank finan­cing of edu­ca­ti­on pro­jects in abso­lu­te terms. Alt­hough pri­ma­ry edu­ca­ti­on con­ti­nues to absorb the lar­gest share of Bank finan­cing, that pro­por­ti­on has decli­ned from almost half in 1998 to just under a third in 2022. The share spent on secon­da­ry edu­ca­ti­on pea­ked in the ear­ly 2000s, fal­ling back down to about a fifth. The one area that has wit­nessed a rela­tively con­sis­tent and dis­pro­por­tio­na­te­ly lar­ge incre­a­se in the share of World Bank finan­cing sin­ce the ear­ly 2000s is pre­school or ear­ly child­hood edu­ca­ti­on (ECE), as shown in Figu­re 1.

src: click (CGD)

Was hat die Maia San­du noch­mal bei der Welt­bank gelernt? 

Redu­zie­re die Abgän­ger­zahl dei­ner höhe­ren Schu­len um 50% - dann hast du, dann bekommst du -- eine genera­tio­na­le Eli­ten Kon­zen­tra­ti­on unter den Leu­ten die sich Nach­hil­fe leis­ten kön­nen, und denen die sie selbst bei einem ina­de­qua­ten Schul­sys­tem nicht brau­chen, dann hast du - ehm… 

Kei­ne Posi­ti­ve Kor­re­la­ti­on in Wirt­schfts­ent­wick­lungs­da­ten, ABER per­spek­ti­visch einen EU Beitritt!

Gut, und wie war das?

Ich wuss­te, dass man hier mit den Refor­men begin­nen muss, auch wenn sich die Erfol­ge erst spä­ter zeigen.”

Wie spät denn?

2015 - Maia San­du been­det ihre Arbeit als Bil­dungs­mi­nis­te­rin - posi­ti­ve Matu­ra Abschluss­ra­te liegt bei 65%

2016 - Year over year chan­ge GDP: +4.65%
Posi­ti­ve Matu­ra Abschluss­ra­te liegt bei 68%

[Gut, die Wer­te­wes­ten Inves­to­ren brau­chen nach einer erfolg­rei­chen Eli­ten Restruk­tu­rie­rung immer so a Zeit­erl, bis sie… WOW!]

2017 - Year over year chan­ge GDP: +4.2%
Posi­ti­ve Matu­ra Abschluss­ra­te fällt auf 58,7%

2018 - Year over year chan­ge GDP: +4,1%
Posi­ti­ve Matu­ra Abschluss­ra­te liegt bei bei 64%

Real Per Capi­ta GDP: Rose from $2,749 in 2015 to ~$4,740 in 2022 (inflation-adjusted from $5,738 nomi­nal), a ~72.4% incre­a­se. For 2023, esti­ma­ted at ~$5,174, rough­ly an 88.2% rise sin­ce 2015. This aligns with popu­la­ti­on sta­bi­li­ty (~2.6 million).

Any minu­te now! (Ich hab mir erlaubt die Trend­kur­ve seit ihrem Abgang als Bil­dungs­mi­nis­te­rin, bis 2025 einzuzeichnen).

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Die EU ist bei sowas immer lus­tig - da funk­tio­niert Ein­glie­de­rung je nach Poli­tik­wis­sen­schafts­theo­rie am Anfang immer durch ne ideo­lo­gi­sche Eliten-Sozialisation, die sich pri­ma för­dern lässt, wenn du… Ah das hat die Maia San­du geleistet!









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