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Wie deutsche Propaganda funktioniert - Teil 2

13. März 2024

Direk­te Ver­hand­lun­gen mit Mos­kau gibt es tat­säch­lich nicht. Ob es ein­mal zu einem Gip­fel­tref­fen von Putin und Selen­skyj kommt, das der tür­ki­sche Staats­chef Recep Tayy­ip Erdo­gan am Frei­tag aus­zu­rich­ten anbot, steht in den Sternen.

src: click (Tages­spie­gel)

Ja, sehr in den Ster­nen steht das. Wol­len wir uns die Pres­se­kon­fe­renz von Selen­skyj mit Erdo­gan mal anse­hen, ja?

AFP (1min:26sec lang):

Wer die Ukrai­ni­sche “Frie­dens­for­mel” noch immer nicht kennt:

Hier (click) schüt­telt zb der Ver­tre­ter der Rosa Luxen­burg Stif­tung bei Phoe­nix gegen­über dem “10 Punk­te Frie­dens­plan von Selen­skyj” den Kopf…

Und hier das PR Reel auf der Yes Con­fe­rence zum ukrai­ni­schen “Frie­dens­for­mel Gipfel”:

(“We have a movie that we are begin­ning with!”)

Der ukrai­ni­sche „Friedensformel-Summit“ ist ein Gip­fel bei dem Selen­skyj EXPLIZIT unter Aus­schluss Russ­lands Wel­ten­füh­rer dazu ein­läd sein neu­es Grund­satz­werk (10 Punk­te Plan, Frie­dens­for­mel) zur Befrie­dung jeden Lan­des auf der Welt zu diskutieren.

Wie deutsche Propaganda funktioniert

12. März 2024

Vor­sicht - hat­te grö­ße­re ver­ba­le Aus­zu­cker, inkl. spas­ti­schen Ver­ren­kun­gen beim Schrei­ben, liest sich nicht wie ein ange­nehm flau­schig, lau­er Frühlingsabend.

Die “ich frag den Büh­ler ob ich das ers­te Mal Pro­pa­gan­da ent­deckt hab, aber der Büh­ler sagt mir heu­te im Pod­cast das war sicher nur ein Ver­se­hen” Wort­akro­ba­ten von “Frag den Gene­ral” sind mal wie­der aktiv.

Gott, wie ich die­ses For­mat hasse…

Es geht dies­mal um den vom WSJ in Aus­zü­gen ver­öf­fent­lich­ten 17 sei­ti­gen Vor­ent­wurf eines Frie­dens­ver­tra­ges, der im April mit oder ohne gro­ße Betei­li­gung von BoJo, von der Ukrai­ne sabo­tiert wur­de, indem sie Russ­land geg­hos­tet hat. Was vom ukrai­ni­schen Chef­ver­hand­ler selbst ein­ge­stan­den wur­de. Die Ukrai­ne hat dann ein­fach nicht mehr reagiert, aber noch wei­ter sechs Mona­te im Messaging raus­ge­haun, dass man ja über Ver­hand­lun­gen jeder­zeit reden kön­ne… Was alle deutsch­spra­chi­gen Medi­en auch noch wei­ter brav für sechs Mona­te so publi­ziert haben.

https://www.youtube.com/watch?v=WZwQVBtayTQ

Um heu­te Jour­na­list zu sein musst du so voll­kom­men auf Propaganda-Messaging sein -

1. Dass dir auf­fällt, dass über die Ver­öf­fent­li­chung die gan­zen “Russ­land freund­li­chen Por­ta­le in Deutsch­land ja kaum berich­tet hät­ten” - es muss dir gleich­zei­tig aber VOLLKOMMEN BIS ZUM IGNORIEREN EGAL sein, dass deut­sche Medi­en eben­falls Zugang zu dem Ver­trag bekom­men haben - aber bis­her noch nicht ein fuck­ing Wort publi­ziert hätten…

2. Dass du dir nicht die Anschluss­fra­ge stellst “war­um denn wohl”.…

3. Du musst bei einem Ver­trag bei dem BEIDE SEITEN über Zitat WSJ 

The docu­ment, dated April 15, 2022, sket­ches out how nego­tia­tors on both sides sought to end the figh­t­ing by agre­eing to turn Ukrai­ne into a “per­ma­nent­ly neu­tral sta­te that doesn’t par­ti­ci­pa­te in mili­ta­ry blocs,” bar the coun­try from rebuil­ding its mili­ta­ry with Wes­tern sup­port and lea­ve Cri­mea under de fac­to Rus­si­an control.

die Neu­tra­li­tät der Ukrai­ne ver­han­delt haben - als deut­scher Jour­na­list bekräf­ti­gen, dass die Ukrai­ne da ja nur 800 Pan­zer for­dern haben hät­te kön­nen, was ja viel zu wenig ist, und einer erzwun­ge­nen Neu­tra­li­tät gleichkäme!

Hier zum Ver­gleich Polen:

Wie vie­le Pan­zer haben die Polen?

Polen ver­fügt der­zeit über glei­cher­ma­ßen west­li­che wie sowje­ti­sche Aus­rüs­tung, dar­un­ter 569 Pan­zer, geschätz­te 800 Artil­le­rie­ge­schüt­ze, rund 100 Kampf­jets und rund 30 Kampf­hub­schrau­ber. Für die Jah­re 2023 bis 2026 wur­den Rüs­tungs­käu­fe für umge­rech­net 37 Mil­li­ar­den Euro eingeplant.

src: click

Aber das weiß der Jour­na­list ja auch nicht. Viel zu wenig. 800 sind viel zu wenig!

Ich hab dann noch mal nach­re­cher­chiert wie vie­le Pan­zer denn die Ukrai­ne vor dem rus­si­schen Angriff, im Jän­ner 2022 hat­te. Das wird sie jetzt sicher genau­so über­ra­schen wie mich: 800

Wäh­rend bei­de Sei­ten über einen Sta­tus von “per­ma­nent­ly neu­tral sta­te that doesn’t par­ti­ci­pa­te in mili­ta­ry blocs” ver­han­delt haben. Lan­ge. Detail­reich. Konkret.

Squa­re that circle…

The draft trea­ty sta­tes that Ukrai­ne, while being allo­wed to pur­sue Euro­pean Uni­on mem­bers­hip, wouldn’t be allo­wed to join mili­ta­ry alli­an­ces such as the North Atlan­tic Trea­ty Orga­niz­a­ti­on. No for­eign wea­pons would be allo­wed on Ukrai­ni­an soil. Ukraine’s mili­ta­ry would be pared down to a spe­ci­fic size. Rus­sia sought to limit ever­ything from the num­ber of tro­ops and tanks to the maxi­mum firing ran­ge of Ukrai­ni­an missiles.

The Cri­me­an Pen­in­su­la, alrea­dy occu­p­ied by Rus­sia, would remain under Moscow’s influ­ence and not be con­si­de­red neu­tral. Moscow also pushed for the Rus­si­an lan­guage to ope­ra­te on an equal basis with Ukrai­ni­an in government and courts, a clau­se Kyiv hadn’t signed off on, accord­ing to the draft document.

Kor­rekt, das war immer die For­de­rung Russ­lands. Über die gesam­te Zeit hin­durch. Und auch das was sich Selenk­syj für eine knap­pe Woche hät­te vor­stel­len können.

Als Resul­tat eines Kom­pro­mis­ses den Nafta­li Ben­net behaup­tet aus­ge­han­delt zu haben (Sicher­heits­ga­ran­tien und Auf­rüs­tung in einem bestimm­ten Rah­men, für den Fall dass die Sicher­heits­ga­ran­tien von den Part­nern “gebro­chen werden”.)

4. Du musst als “pod­cas­ten­der Jour­na­list” die Falsch­be­haup­tung auf­stel­len im WSJ Arti­kel sei fest­ge­hal­ten wor­den, dass sich aller “Garan­tie­mäch­te einig sein hät­ten müs­sen, damit die Ukrai­ne ver­tei­digt wer­den hät­te kön­nen, was nie der Fall gewe­sen wäre, da da ja auch Russ­land dabei gewe­sen wäre, und das dem ja nie zuge­stimmt hät­te”, ob das denn auch der Gene­ral so sehen wür­de, wenn das so gewe­sen sein täte, dass das erzwun­gen gewe­sen wäre…? Ja der Gene­ral sieht das genausO!!!!!111!

Mit dem klei­nen Schön­heits­feh­ler, dass das NIRGENDWO IM WSJ ARTIKEL SO STEHT.

Zu die­sem Schluss, kommst du nur, wenn dein Spat­zen­ge­hirn, die­sen Absatz falsch übersetzt:

Other issu­es remai­ned out­stan­ding, nota­b­ly what would hap­pen if Ukrai­ne was atta­cked. Rus­sia wan­ted all gua­ran­tor sta­tes to agree on a respon­se, mea­ning a uni­fied respon­se was unli­kely if Rus­sia its­elf was the aggres­sor. In case of an attack on Ukrai­ne, Ukrai­ni­an nego­tia­tors wan­ted its air­space to then be clo­sed, which would requi­re gua­ran­tor sta­tes to enfor­ce a no-fly zone, and the pro­vi­si­on of wea­pons by the gua­ran­tors, a clau­se not appro­ved by Russia. 

Rus­sia wan­ted to add Bela­rus as a gua­ran­tor; Ukrai­ne wan­ted to add Tur­key. Ukrai­ni­an nego­tia­tors ita­li­ci­zed text indi­ca­ting they refu­sed to dis­cuss a Rus­si­an clau­se reques­ting Kyiv with­draw claims for it to come under the juris­dic­tion of the Inter­na­tio­nal Cri­mi­nal Court, which pro­se­cu­tes war cri­mes, accord­ing to the docu­ment. They also wouldn’t rati­fy a clau­se to can­cel all mutu­al sanctions. 

Nego­tia­ti­ons continued—even over Zoom—but they even­tual­ly stop­ped altog­e­ther in June 2022.

Ups! Ist dem Jour­na­lis­ten da ein Feh­ler unter­lau­fen (das stand nicht als erzwun­ge­ne Bedin­gung im Ver­trags­ent­wurf, das waren die dama­li­gen Ver­hand­lungs­po­si­tio­nen, dazu gedacht von der Gegen­sei­te Kon­zes­sio­nen ein­zu­for­dern), und das “mea­ning a uni­form respon­se was unli­kely” (nicht “mea­ning a respon­se was unli­kely”) hat man auch über­le­sen. Naja macht ja nichts, is ja ein Pod­cast - da kor­ri­giert mans eh nie… Also, nichts nie auch nichts in der Ver­gan­gen­heit. Außer irgend­wel­che mini­mals­te selek­ti­ve mea cul­pas, die man hie und dar zur Glaub­wür­dig­keits­stei­ge­rung ein­streut, wenn sie gera­de ganz pas­send schei­nen. Aber der Herr Gene­ral tät das immer noch auch so glau­ben, wenns so sein wür­de wol­len täte, scheis­se - der Jour­na­list hats erfunden… 

5. Du musst als voll­kom­me­ner Schwach­mat, mit “Jour­na­list” in der Berufs­be­zeich­nung noch ein Sze­na­rio erfin­den in dem Boris John­son dazu­ge­stos­sen sein soll und der Ukrai­ne ver­spro­chen habe “wir unter­stüt­zen euch ganz super duper toll gut”, und dass das der Ukrai­ne den emo­tio­na­len Auf­trieb gege­ben haben könn­te, doch nicht ein­zu­kni­cken und wei­ter­zu­kämp­fen, wie wärs den damit?!! Ja, sagt der Gene­ral, das kön­ne er sich auch gut vor­stel­len, sagt der General.

Ja tol­le Pro­pa­gan­da­scheis­se du Erfin­der von poten­ti­el­len Sze­na­ri­en mit Jour­na­list in der Berufs­be­zeich­nung du - denn das Atlan­tic Coun­cil hat am 31. März mehr schwe­re Waf­fen von allen west­li­che Bün­dis­part­nern für die Ukrai­ne gefor­dert, damit die­se sich *HUST* aktiv vor­wärts­ver­tei­di­gen kann. (click) Und ein Ukrai­ni­scher Regie­rungs­ver­tre­ter, hat die auf einem Gip­fel in der Tür­kei bereits zwei Tage davor gefor­dert (click).

Aber was täte wari hät­ti, sein - wenns die Boris John­son über­ra­schend als Geschenk und neue Opti­on ange­bo­ten hät­te, als er am 09. April als ers­ter west­li­cher Ver­tre­ter in der Ukrai­ne vor­bei­ge­schneit ist?!!!

Ich kann gar nicht so viel reflex­haft in Rich­tung des pod­cas­ten­den in die Luft Malers von Nar­ra­ti­ven tre­ten wie ich kot­zen möchte.

6. Du musst als “I cant belie­ve I’m not acting as a Pro­pa­gan­dist in this Pod­cast” Jour­na­lis­ten Type natür­lich geflis­sent­lich über­se­hen, dass wei­ters kol­por­tiert ist, dass GB die “Garan­tie­funk­ti­on” die im Ver­trag vor­be­rei­tet wur­de nicht über­neh­men woll­te. Wie kei­ner der ande­ren Euro­päi­schen Staa­ten, so wirk­lich… Denn dann wäre man ja mit Mili­tär vor Ort, und bei einer Kon­flikt­si­tua­ti­on direkt in einer krie­ge­ri­schen Aus­ei­ne­n­a­der­set­zung mit einer Atom­macht. Für Schnapps­dich­aus Bux­te­hu­de­land - das wie­der mal erfolg­reich, eigent­lich eh nie in sei­nem Leben einen Kon­flikt pro­vo­ziert hät­te, auch wenn es die Rus­si­sche Flot­te in Sevas­to­pol zwi­schen­zeit­lich mal geschenkt haben woll­te. Per gül­ti­gem Gesetz. Das kurz vorm Krieg von Selen­skyj wie­der zurück­ge­zo­gen wur­de. Hur­ra its Präsidialdemokratie!

Wie kann man die­se Gesell­schaft noch verarschen?

Super, hat ja alles pri­ma geklappt! Die Gesell­schaft weiß jetzt dank dem Pod­cast, dass das Ver­han­deln damals ja die Kapi­tu­la­ti­on der Ukrai­ne gewe­sen wäre, und wir das nie­mals nicht zulas­sen dürfen!

Gut - die Ukrai­ne hat­te damals, also zum Ver­hand­lungs­zeit­punkt, nicht die Waf­fen um über was ande­res zu ver­han­deln, aber zum Glück hat Boris die ja mit­ge­bracht, nach dem die Ukrai­ne UND die US zuvor alle Ver­bun­de­ten dazu auf­ge­ru­fen haben sie zu lie­fern! Zur Vor­wärts­ver­tei­di­gung der Ukraine!

VOR BUTSCHA!

So und das Wich­tigs­te haben wir auch gezielt über­tüncht. Sowohl im “Frag den Gene­ral, erhal­te Pro­pa­gan­da­mel­dun­gen” Pod­cast, als auch im WSJ Arti­kel! Hurra!

Und zwar durch rich­ti­ges Framing.

Denn die Sicher­heits­ga­ran­tien sind und waren ein ech­tes Pro­blem. Die möch­te der Ukrai­ne so recht kei­ner geben. Ben­nett hat dann ver­sucht das in einen Kom­pro­miss hin­sicht­lich der Bewaff­nung zu dre­hen der der Ukrai­ne als neu­tra­ler Staat mehr als von den Rus­sen ange­dacht gewe­sen wäre erlaubt hät­te - um sich ver­tei­di­gen zu kön­nen (bis even­tu­ell ein Garan­teur sich erbarmt), Russ­land hat laut Ben­nett dem sogar zuge­stimmt - und dann hat man über die Stationierungsgrößen/Mengen geredet -

Ben­nett Ori­gi­nal­in­ter­view: click

und die Ukrai­ne hat - laut WSJ schein­bar die 800 Pan­zer gefor­dert, und die waren für Russ­land laut Ben­nett schein­bar sogar akzeptabel.

Auch der zwei­te Hin­ter­grund wird vom “Ich frag mal mein’ Gene­ral” Pod­cast erfolg­reich ver­schlei­ert, näm­lich dass der ukrai­ni­sche Ver­hand­lungs­füh­rer ange­ge­ben hat die Ver­hand­lun­gen nur pro for­ma geführt zu haben um Zeit zu schin­den, bis die schwe­ren West­li­chen Waf­fen end­lich ein­ge­trof­fen sind.

Also zuerst mal ein Zoom mee­ting aus­fal­len las­sen, dann wie­der an einem teil­neh­men und ganz ande­re For­de­run­gen Stel­len… Bis zum voll­stän­di­gen Abbruch im Juni (Wegen Butscha! Anfang April. Eins Elf!!). Die Sei­te der Bericht­erstat­tung die bereits seit FUCKING APRIL 2022 den Ver­trag im Auge hat­te, hat mit den ver­fick­ten Ver­hand­lungs­be­glei­tern der Tür­kei gespro­chen. Die Details sind bekannt.

7. Du musst als voll­kom­men ver­trot­tel­ter Jour­na­list eben­falls über­se­hen was framing im Ori­gi­nal­ar­ti­kel des WSJ ist:

Samu­el Cha­rap, a Rus­sia ana­lyst at RAND, said Moscow’s impul­se to nego­tia­te might wane as it sees Wes­tern aid held up and not­ches more advan­ces on the battlefield.

Any such peace agree­ment by Ukrai­ne “lea­ves it at the mer­cy of Rus­sia for any future repeat of the inva­si­on,” says Keir Giles, a direc­tor at the Con­flict Stu­dies Rese­arch Cent­re, a U.K. think tank.

Sin­ce its initi­al inva­si­on of eas­tern Ukrai­ne and annex­a­ti­on of Cri­mea in 2014, Rus­sia has vio­la­ted more than 400 inter­na­tio­nal trea­ties and con­ven­ti­ons, accord­ing to the think tank Chat­ham House. Past cease-fires or peace trea­ties invol­ving Rus­sia in Geor­gia, Syria and Ukrai­ne have all been sub­se­quent­ly explo­i­ted by the Krem­lin for its own gain, Giles says.

Hmm, ich weiss ja nicht, ist das viel­leicht etwa Framing vom Wall Street Jour­nal? Neeeein als Jour­na­list vom “ja fruck mir nen Gene­ral ist das geil” Pod­cast must du selbst­re­dend der Auf­fas­sung sein, das ist sicher, wie du die Sach­be­richt­erstat­tung im sel­ben Arti­kel aus­le­gen soll­test. Das ist doch sicher rich­tig Herr Gene­ral? Ja, der Gene­ral meint auch schon wie­der, sie haben sicher Recht Herr Jour­na­list Büh­ler. So ist das auszulegen.

Idio­ten, gekauf­te Voll­trot­tel und Journalismus.

Framing hat aber noch immer nie­mand ent­deckt was will man machen.

Und dass der deutsch­j­spra­chi­ge Qua­li­täts­jour­na­lis­mus nicht ein Wort dar­über ver­lo­ren hat ist sicher Zufall…

Denn… Naja viel­leicht kommt das noch.

Aber sehr schlimm von den eher pro rus­sisch ver­däch­ti­gen Quel­len, dass sie sich zum WSJ Arti­kel noch nicht geäu­ßert haben!

Ja was sol­len sie denn sagen?

Dan­ke für die Lügen, dass eine Ukrai­ne die “auf schwe­re­re Waf­fen gewar­tet” und nur “vor­ge­ge­ben hat zu ver­han­den” (sagt der Ukrai­ni­sche Ver­hand­lungs­füh­rer), ja sicher von Russ­land gezwun­gen wur­de über eine auf­ge­zwun­ge­ne Neu­tra­li­tät zu ver­han­deln, weil sie ja noch nicht die Waf­fen gehabt hat um mehr zu for­dern - und dass das sicher die Schuld vom Putin war, der eine ent­mi­li­ta­ri­sier­te neu­tra­le Ukrai­ne gefor­dert hat, und dann sogar vom “ent­mi­li­ta­ri­siert” zurück­ge­tre­ten ist. Wäh­rend die Ukrai­ne gar nie mehr als 800 Pan­zer gefor­dert hat, was aber für unse­re bei­den PODCASTTROTTEL viel, viel zu wenig war. Kapi­tu­la­ti­on! Wäh­rend die Ukrai­ne eh nur pro for­ma ver­han­delt hat um Zeit zu schin­den. Was der ukrai­ni­sche Ver­hand­lungs­füh­rer bereits ein­ge­stan­den hat.

IT HURTS.

Wie­so seid ihr so kom­plett inkompetent?

Für eine Pod­cas­ter­mei­nung muss man ja nicht ein­mal irgend­was gele­sen haben..

Ein Doku­ment, das fast zeit­gleich mit dem abge­hör­ten Taurus-Gespräch der vier Bun­des­wehr­of­fi­zie­re das Licht der Öffent­lich­keit erblick­te, hat bis­her weni­ger Beach­tung gefun­den. Der 17-seitige Ent­wurf eines Frie­dens­ver­trags zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne aus dem Früh­jahr 2022 wird nun von inter­es­sier­ter Sei­te eben­falls dazu genutzt, Mos­kaus Sicht­wei­se zu stär­ken: Der Wes­ten will Krieg, kei­nen Frie­den und boy­kot­tiert daher jede Diplomatie.

src: click (Tages­spie­gel)

Pro­pa­gan­da hat aber noch immer nie­mand entdeckt.

edit: Wobei… Der Pres­se fällt heu­te einen Tag nach dem Bei­na­he Sieg der Kom­mu­nis­ten in Salz­burg spon­tan ein eine Arti­kel­rei­he über “wie Russ­land und Chi­na uns auf social Media beein­flus­sen” zu publi­zie­ren… Wär sicher span­nend zu lesen, wenns nicht hin­ter einer Pay­wall wäre und daher nie­man­den erreicht…

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src: (1|2|3)

edit: Ver­se­hent­lich das fal­sche You­tube Video ver­linkt, korrigiert.

Wieso man mit Putin nicht verhandeln kann

12. März 2024

Eine Exege­se der Begrün­dung des Wer­te­wes­tens anhand eines Vortrags 

von Pro­fes­sor Paul Dibb, gehal­ten im August 2022, und gera­de eben vor zwei Wochen auf dem ANU you­tube Kanal neu ein­ge­stellt und gefea­tured um “mit Russ­land kann man nicht ver­han­deln” für alle Stu­die­ren­den und Inter­es­sier­ten im März 2024 erneut zu begründen. 

Aus dem Videotext:

As Rus­sia enters its third year of war against Ukrai­ne, we need to ask: how will this war end? Let us first­ly revi­sit Eme­ri­tus Pro­fes­sor Paul Dibb’s ANU Public Lec­tu­re in August 2022 when he set out the rea­sons why he thought Putin went to war.

[…]

Der Vor­trag besteht vor­wie­gend aus west­li­chen Pro­pa­gan­da Nar­ra­ti­ven und drei Lügen in den ers­ten 30 Minuten.

Was ande­res erwar­ten wir uns ja nicht wirk­lich mehr von einem dis­tin­guis­hed spea­ker (a good old boy…) bei der Aus­tra­li­an Natio­nal Uni­ver­si­ty, oder?

Mich inter­es­sie­ren an die­ser Stel­le vor allem die Lügen.

Lüge 1:

What are Putins excuses/explainations to got to war? His rea­sons are as fol­lows. First - the col­laps of the sov­jet uni­on in 1991 was the most geo­po­li­ti­cal cata­stro­phy in modern histo­ry - he says.

Gre­at quo­te… Want to tell the who­le story?

Niko­lai Petrov, a poli­ti­cal ana­lyst at the Car­ne­gie Cen­ter in Moscow, said Putin’s com­ment indi­ca­tes some per­so­nal nost­al­gia for the Soviet Uni­on, sin­ce its col­lap­se mar­ked the end of his care­er as a KGB officer.

Putin’s decla­ra­ti­on, he said, was main­ly inten­ded as an oli­ve branch to Russia’s elder­ly and vete­rans ahead of the 9 May cele­bra­ti­ons in Moscow to mark the 60th anni­ver­s­a­ry of the end of World War II.

The reform in Janu­a­ry of Soviet-era social bene­fits had riled pen­sio­ners, thousands of whom had sta­ged pro­tests for weeks across the country.

Petrov said Putin’s Soviet nost­al­gia would have found a recep­ti­ve audi­ence in older Rus­si­ans who have seen their living stan­dards steadi­ly decli­ne sin­ce 1991.

[Putin’s decla­ra­ti­on] has to be unders­tood in the broa­der con­text of the president’s address, which was pro­noun­ced in such a tone as to be plea­sant to all cate­go­ries of citi­zens,” Petrov said. “Such thoughts are par­ti­cu­lar­ly popu­lar among the elder­ly and the vete­rans, in who­se eyes Putin’s image was great­ly tar­nis­hed by the mone­tiz­a­ti­on of bene­fits at the begin­ning of the year.”

[…]

Petrov said Putin is obvious­ly con­cer­ned by the recent pro­tests that topp­led governments in for­mer Soviet repu­blics Geor­gia, Ukrai­ne, and Kyr­gyzstan. Rus­sia had been very cri­ti­cal of the pro­tests, but had fai­led to curb them.

I think that [Putin’s decla­ra­ti­on] is defi­ni­te­ly lin­ked to the events that are taking place on post-Soviet ter­ri­to­ry,” Petrov said. “It is in part a reac­tion to glo­bal tec­to­nic pro­ces­ses, chan­ges -- to the tran­si­ti­on from a post-Soviet exis­tence to a fun­da­ment­al­ly new life on this territory.”

Putin also used his state-of-the-nation address to make clear he would not tole­ra­te simi­lar events on Rus­si­an ter­ri­to­ry. He said aut­ho­ri­ties would react to any unrest with what he cal­led “legal but tough means.”

src: click (Radio Free Euro­pe - Radio Liber­ty, im April 2005)

Hmm… Wirft ein leicht ande­res Licht auf das State­ment damals, nicht?

Lüge 2:

He does not accept, that the­re is a sepa­ra­te coun­try cal­led Ukrai­ne, even though the then government under Jel­zin in the then famous mee­ting in the Bela­ru­si­an woods, the lea­ders of rus­sia and Bela­rus met and they deci­ded that the­re would be sepe­ra­te coun­tries. One of Jel­zins advi­sers hold him back and said, you havent dis­cus­sed with Ukrai­ne the situa­ti­on of Cri­mea. He said: “That would be hand­led later in inter­na­tio­nal legal dis­cus­sions”. Well it hasnt been hand­led with inter­na­tio­nal legal con­di­ti­ons. Second and asso­cia­te­ly Putin belie­ves, the­re is no such coun­try as Ukrai­ne. […] In a pie­ce he wro­te, a year and a half ago, weit­her he wro­te it, or it was ghos­ted i dont know, he says - we are one coun­try, one peop­le, one lan­guage, one rus­si­an ortho­dox faith.

Der hier von Paul Dibb vor der Aus­tra­li­an Natio­nal Uni­ver­si­ty refe­ren­zier­te Text ist das “geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sches Geschreib­sel” vom Sep­tem­ber 2021. Und dort heisst es, in den abschlie­ßen­den Paragraphen:

Last­ly, as ear­ly as May of this year, the cur­rent pre­si­dent intro­du­ced a bill on ”indi­ge­nous peo­p­les“ to the Rada. Only tho­se who con­sti­tu­te an eth­nic mino­ri­ty and do not have their own sta­te enti­ty out­side Ukrai­ne are reco­gni­zed as indi­ge­nous. The law has been pas­sed. New seeds of dis­cord have been sown. And this is hap­pe­ning in a coun­try, as I have alrea­dy noted, that is very com­plex in terms of its ter­ri­to­ri­al, natio­nal and lin­gu­is­tic com­po­si­ti­on, and its histo­ry of formation.

The­re may be an argu­ment: if you are tal­king about a sin­gle lar­ge nati­on, a tri­u­ne nati­on, then what dif­fe­rence does it make who peop­le con­si­der them­sel­ves to be – Rus­si­ans, Ukrai­ni­ans, or Bela­ru­si­ans. I com­ple­te­ly agree with this. Espe­cial­ly sin­ce the deter­mi­na­ti­on of natio­na­li­ty, par­ti­cu­lar­ly in mixed fami­lies, is the right of every indi­vi­du­al, free to make his or her own choice.

But the fact is that the situa­ti­on in Ukrai­ne today is com­ple­te­ly dif­fe­rent becau­se it invol­ves a for­ced chan­ge of iden­ti­ty. And the most des­pi­ca­ble thing is that the Rus­si­ans in Ukrai­ne are being for­ced not only to deny their roots, genera­ti­ons of their ances­tors but also to belie­ve that Rus­sia is their enemy. It would not be an exa­g­ge­ra­ti­on to say that the path of for­ced assi­mi­la­ti­on, the for­ma­ti­on of an eth­ni­cal­ly pure Ukrai­ni­an sta­te, aggres­si­ve towards Rus­sia, is com­pa­ra­ble in its con­se­quen­ces to the use of wea­pons of mass dest­ruc­tion against us. As a result of such a har­sh and arti­fi­cial divi­si­on of Rus­si­ans and Ukrai­ni­ans, the Rus­si­an peop­le in all may decre­a­se by hund­reds of thousands or even millions.

Our spi­ri­tu­al unity has also been atta­cked. As in the days of the Grand Duchy of Lit­hua­nia, a new eccle­si­asti­cal has been initia­ted. The secu­lar aut­ho­ri­ties, making no secret of their poli­ti­cal aims, have bla­tant­ly inter­fe­red in church life and brought things to a split, to the sei­zu­re of church­es, the bea­ting of priests and mon­ks. Even exten­si­ve auto­no­my of the Ukrai­ni­an Ortho­dox Church while main­tai­ning spi­ri­tu­al unity with the Moscow Patri­ar­cha­te stron­gly dis­plea­ses them. They have to des­troy this pro­mi­nent and centuries-old sym­bol of our kin­ship at all costs.

[…]

Rus­sia is open to dia­lo­gue with Ukrai­ne and rea­dy to dis­cuss the most com­plex issu­es. But it is important for us to under­stand that our part­ner is defen­ding its natio­nal inte­rests but not ser­ving someo­ne else’s, and is not a tool in someo­ne else’s hands to fight against us.

archive.org Link

Davor halt noch mas­sig geschichts­wis­sen­schaft­li­ches und reli­gi­ös argu­men­ta­ti­ves Geplänkel.

Aber nie­mals:

He does not accept, that the­re is a sepa­ra­te coun­try cal­led Ukraine

geschwei­ge denn -

Second and asso­cia­te­ly Putin belie­ves, the­re is no such coun­try as Ukraine.

Erst dann fol­gen Punk­te drei und vier von Pro­fes­sor Paul Dibb’s Begründung:

3. Putin’s view that NATO’s expan­si­on to the bor­ders of the Soviet Uni­on is an act of aggression.

4. Ukraine’s ambi­ti­on to be a mem­ber of NATO is seen by Putin as a first-order stra­te­gic chal­len­ge to Russia.

Die im deut­schen media­len Nar­ra­tiv immer noch als nicht zitier­fä­hig gel­ten, auch wenn Stol­ten­berg mitt­ler­wei­le zum drit­ten Mal bestä­tigt hat, dass Russ­land sei­ner Mei­nung den Krieg begon­nen habe, um eine NATO-Mitgliedschaft der Ukrai­ne zu verhindern. 

Russ­land hat näm­lich vor dem Krieg bei den US und bei der Nato ent­spre­chen­de schrift­li­che For­de­run­gen ein­ge­reicht, die sich nur schwer aus dem Archiv til­gen lassen --

dann kommt Paul Dibb zur fünf­ten und let­zen Begründung,

5. Putin has now pro­c­lai­med a new stra­te­gic thre­at: the West is see­king to des­troy Rus­sia and Rus­sia is now figh­t­ing for its “very survival.”

Einem genui­ne rus­si­schen Pro­pa­gan­da Nar­ra­tiv, das genau nichts ver­hin­dert, da Russ­land es jeder­zeit ver­än­dern kann. Dass man sie selbst unter Kon­trol­le hat ist immer noch irgend­wie Sinn und Zweck von Staats-Propaganda…

Die natür­lich wie­der nie­mand gese­hen hat.

Die drit­te und hin­ter­häl­tigs­te Lüge von Paul Dibb fällt dann erst etwas spä­ter im Vortrag -

bevor wir dazu kom­men, noch ein Bonus, bei etwa 19 min in fängt Paul Dibb dann noch an das von Fio­na Hill (Broo­kings Insti­tu­ti­on) popu­la­ri­sier­te “Putin denkt wie Kathe­ri­na die Gro­ße und vier ande­re Zaren” Nar­ra­tiv wie­der­zu­ge­ben, also expli­zit den Katha­ri­na die Gro­ße Teil davon - Fio­na hat­te da ja eine Büs­te im Büro Putins gese­hen, bei einem Val­dai Dis­cus­sion Club Mee­ting in 2011, eine davon Kathy die Gro­ße und daher hat­te sie dann fol­ge­rich­tig 2024 die men­ta­le Ein­ga­be, dass sie auf­grund des­sen genau wis­se wie Putin denkt, und hat das dann gefea­tured im US for­eign poli­cy Tal­king Cir­cle zu knapp 80 Gele­gen­hei­ten rumer­zählt - bis sie in die Num­me­ro­lo­gie abge­glit­ten ist und seit dem nicht mehr breit gefea­tured wird…

egal, also - zur drit­ten und letz­ten, aber ver­schla­gens­ten Lüge von Pro­fes­sor Paul Dibb (am wenigs­ten ein­fach zu debunken):

On the 22nd of Janu­a­ry this year [2022] rus­si­an for­eign minis­ter Ser­gej Law­row sta­ted, that - “rus­sia has always been rea­dy for nego­tia­ti­ons” but he went on to make it per­fect­ly clear that “rus­sia is only inte­res­ted in nego­tia­ti­ons that result in the remo­val of the ukrai­ni­an government in power”. Putin hims­elf con­sist­ent­ly refu­sed to reco­gni­ze the­re is any such coun­try [Lüge], and he refu­ses to reco­gni­ze that he will be in nego­tia­ti­ons with Selen­skyj [Lüge], Selen­skyj doesnt exist.

Hier der Beleg für die Lüge:

For­mer Israe­li Prime Minis­ter Nafta­li Ben­nett says he recei­ved a pro­mi­se from Rus­si­an Pre­si­dent Vla­di­mir Putin that he will not kill his Ukrai­ni­an counterpart.

[…]

Ex-official’s claims on ‘media­ti­on’ that Putin alle­ged­ly gave ‘gua­ran­tees not to kill’ and ‘the West inter­rup­ted pro­mi­sing nego­tia­ti­ons’ are fic­tion,” Mykhailo Pod­olyak said on Twitter.

src: click

Ben­net Ori­gi­nal­in­ter­view: click

Das klingt jetzt erst mal etwas rus­ti­kal, hat aber exakt die­sen Hin­ter­grund. Ben­net muss­te damals abklä­ren dass Putin Selen­sky als legi­ti­men Füh­rer sei­nes Lan­des akzep­tiert, bevor die geschei­ter­ten Ver­hand­lun­gen in Bela­rus und spä­ter in Istan­bul statt­fin­den konn­ten. Ein Teil davon war das Ver­spre­chen auf einen poli­ti­schen Mord zu verzichten.

Ben­net wei­ter, para­phra­siert, nach der Zusa­ge ist Selen­skyj das ers­te Mal seit dem Kriegs­be­ginn wie­der “out of hiding” gekom­men, und hat zum ers­ten Mal sei­ne “Ich habe kei­ne Angst, ich bin mit euch” Tele­gramm Posting-Palooza ange­wor­fen. Aus nahe­lie­gen­den Gründen.

Um in Bela­rus und in Anka­ra mit der Ukrai­ni­schen Dele­ga­ti­on Ver­hand­lun­gen zu füh­ren hat Putin bereits sehr früh (zweites/drittes Kriegs-Monat) die Kon­zes­si­on gemacht, dass er die Selen­skyj Regie­rung als Repräsentánten der Ukrai­ne aner­kennt. (Sie­he auch WSJ vor 11 Tagen: click)

Das war erst nach dem abseh­ba­ren Schei­tern des Angriffs auf Kiew der die Inten­ti­on einen schnel­len Regi­me­chan­ge ein­zu­lei­ten hat­te, hat sich aber seit dem nicht mehr geän­dert. Also - zu dem Zeit­punkt an dem der Pro­fes­sor den Vor­trag hält (August 2022) ist das bereits eine Lüge.

Die Medi­en des Wer­te­wes­tens waren damals mit dem Repor­ting hin­ten nach, da Selen­sky, ja nach dem “Cant trust Putin, cant trust Putin” Signa­ling im März 2022 Rich­tung den US, die am Sel­ben Tag der Ukrai­ne (via NYT und noch einem Blatt) gesi­gnalt hat­te, dass sie ihre Posi­ti­on nicht mehr ver­stün­de, noch sat­te 6 Mona­te alle Medi­en des Wer­te­wes­tens mit stra­te­gi­scher Ambi­gui­tät ver­ascht hat. (Über einen Waf­fen­still­stand kön­nen wir schon ver­han­deln, aber Frie­dens­ver­hand­lun­gen erst, wenn der let­ze Rus­se die Ukrai­ne ver­las­sen hat), um medi­al “ver­han­deln­der Frie­dens­prä­si­dent” zu bleiben.

Sie­he Kule­ba in Davos im Mai 2022:

Excu­ses are get­ting dum­ber by the day

Genug des klein-kleins ---

Das hier ist die kom­plett erlo­ge­ne Begrün­dung des Wer­te­wes­tens, war­um er nicht mit Putin ver­han­deln kann.

(Obwohl Ver­hand­lun­gen Russ­lands mit der Selen­skyj Regie­rung im April statt­ge­fun­den haben und von der Ukrai­ne aus stra­te­gi­schen Grün­den abge­bro­chen wur­den. (Ver­linkt: Das State­ment des dama­li­gen ukrai­ni­schen Ver­hand­lungs­füh­rers im ukrai­ni­schen Fernsehen.))

Jetzt könn­ten wir an der Stel­le noch ver­su­chen zu bele­gen, dass der gesam­te außen­po­li­ti­sche Wer­te­wes­ten weiss, dass die drit­te Lüge in dem Uni­ver­si­täts­vor­trag hier eine Lüge ist -- aber dafür müss­ten wir auf das Tucker Carl­son Inter­view zurück­grei­fen, das ja “kom­plett gelo­gen ist”.

Tucker Carl­son: Do you think you have stop­ped it now? I mean have you achie­ved your aims?

Vla­di­mir Putin: No, we haven’t achie­ved our aims yet, becau­se one of them is den­azi­fi­ca­ti­on. This means the pro­hi­bi­ti­on of all kinds of neo-Nazi move­ments. This is one of the pro­blems that we dis­cus­sed during the nego­tia­ti­on pro­cess, which ended in Istan­bul ear­ly last year, and it was not our initia­ti­ve, becau­se we were told, by the Euro­peans, in par­ti­cu­lar, that ”it was necessa­ry to crea­te con­di­ti­ons for the final signing of the docu­ments“. My coun­ter­parts in Fran­ce and Ger­ma­ny said, ”How can you ima­gi­ne them signing a trea­ty with a gun to their heads? The tro­ops should be pul­led back from Kiev. ‘I said, ‘All right.’ We with­drew the tro­ops from Kiev.

As soon as we pul­led back our tro­ops from Kiev, our Ukrai­ni­an nego­tia­tors immedia­te­ly threw all our agree­ments reached in Istan­bul into the bin and got pre­pa­red for a long­stan­ding armed con­fron­ta­ti­on with the help of the United Sta­tes and its satel­li­tes in Euro­pe. That is how the situa­ti­on has deve­lo­ped. And that is how it loo­ks now.

src: click (Tran­skript)

Der Wer­te­wes­ten kann ja kaum glau­ben dass Putin nicht mit der Selen­kyj Regie­rung ver­han­deln wür­de, wenn der Wer­te­wes­ten Putin gleich­zei­tig zu expli­zi­ten Kon­di­tio­nen drängt, damit die­ser mit der Selen­sky Regie­rung ver­han­deln kann. Oder?

Die­ser Rus­se schon wie­der - lügt was das Zeug hält…

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Für unse­re Geschichts­stu­den­ten bit­te nur die bes­ten Lügen.

Gewaltenteilung im Krieg

11. März 2024

Der Weg zur ein­jäh­ri­gen Pau­se für Lang­die­nen­de in der Ukraine:

Sol­da­ten, die 36 Mona­te durch­ge­hend gedient haben, sol­len neu einen Antrag zur Demo­bi­li­sie­rung schrei­ben kön­nen, über den das Ober­kom­man­do ent­schei­den muss.

Ehm. Ehm…

Ober­kom­man­do says no. Who you gon­na call?

src: click

Will­kom­men im Wer­te­wes­ten mei­ne Damen und Herren.

Kon­text:

Die For­de­rung droht die Ukrai­ne poli­tisch und gesell­schaft­lich zu zer­reis­sen. Prä­si­dent Selen­ski weiss das und zögert, wäh­rend die Rus­sen im Don­bass vor­rü­cken. Mili­tä­risch lässt sich die Untä­tig­keit kaum erklä­ren. Doch die Wider­stän­de gegen die Aus­wei­tung der Mobi­li­sie­rung sind rie­sig, und sie kom­men aus ver­schie­dens­ten Interessengruppen.

[…]

Zum Sym­bol die­ses erbit­ter­ten Streits ist das Gesetz über die Mobi­li­sie­rung gewor­den. Es hängt trotz gros­ser Dring­lich­keit seit über zwei Mona­ten im Par­la­ment fest. Eine ers­te Ver­si­on muss­te das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um nach Tumul­ten in der Wer­chow­na Rada zurück­zie­hen. Die Neu­fas­sung durch­lief Anfang Febru­ar zwar die ers­te Lesung. Doch seit­her kamen über 4200 Ände­rungs­an­trä­ge dazu, die eine Ver­ab­schie­dung wei­ter verzögern.

[…]

Das Mili­tär­bud­get muss Kiew aus Steu­er­erträ­gen finan­zie­ren. 500 000 Mann zu mobi­li­sie­ren, hies­se aber auch, dass die­se als regu­lä­re Ange­stell­te und Steu­er­zah­ler weg­fal­len. Das Bud­get­loch wür­de dadurch noch grösser.
Des­halb stei­gen nun auch die Wirt­schafts­ver­bän­de auf die Bar­ri­ka­den. So for­dert die Euro­pean Busi­ness Asso­cia­ti­on, die 1000 Fir­men ver­tritt, «eine Balan­ce zwi­schen der Front und der Wirt­schaft». Vie­le Unter­neh­men lei­den wegen Krieg und Flucht unter einem Arbeits­kräf­te­man­gel und dem Aus­blei­ben von Auf­trä­gen. Sie kla­gen auch, dass oft unklar blei­be, wel­che Sek­to­ren als stra­te­gisch bedeut­sam dekla­riert wür­den und wel­che Ange­stell­ten des­halb von der Mobi­li­sie­rung aus­ge­nom­men seien.

Gut, auf Sei­ten der Rus­sen wür­de ich jetzt noch weni­ger aufs Ober­kom­man­do ver­trau­en - aber if I ever saw a con­flict of inte­rest, thats one…

Naja, man wird sicher aus­gie­big prü­fen. Nach wel­chen Kriterien?

Ehm. Ehm…

Und wie bereits unten referenziert:

Eine Ver­stär­kung durch Jün­ge­re wäre des­halb hoch­will­kom­men. Doch die Kri­sen, Kon­flik­te und Gebiets­ver­lus­te haben die Bevöl­ke­rung der Ukrai­ne stark schrump­fen las­sen. Die Gebur­ten­ra­te brach bereits in den neun­zi­ger Jah­ren ein. Laut Schät­zun­gen der Welt­bank liegt der Anteil der 20- bis 34-Jährigen an der männ­li­chen Bevöl­ke­rung bei 17 Pro­zent, jener der 35- bis 49-Jährigen aber bei 26 Pro­zent. Der Rekru­tie­rungs­pool ist also deut­lich klei­ner. Ihn anzu­zap­fen, erhöht die Risi­ken im Über­le­bens­kampf noch zusätzlich.

Des­halb war­ten wir jetzt bis die 15 jäh­ri­gen 21 sind, um dann den Krieg end­lich zu gewin­nen! Mehr oder min­der (Inter­pre­ta­ti­on). Nach Mei­nung von Was­ley Clark.

Der Standard hat jetzt nach zwei Jahren endlich eine russische Desinformationskampagne entdeckt!

11. März 2024

Rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne soll Bett­wan­zen­pro­blem in Frank­reich auf­ge­bauscht haben

Die fran­zö­si­sche Regie­rung erhebt nun ent­spre­chen­de Vor­wür­fe – Debat­ten in sozia­len Medi­en sei­en wesent­lich von mit dem Kreml ver­bun­de­nen Kon­ten ver­stärkt worden

src: click

Ok, und was ler­nen wir dar­aus? Die Inter­ne Kreml Pro­pa­gan­da hat den Rus­sen vor­ge­spie­gelt, dass es mit dem Wes­ten eh bereits berg­ab geht, und sol­che Mel­dun­gen expli­zit für rus­si­sches Publi­kum gefea­tured. Also belegtermaßen.

Jetzt hat die­ser Bett­wan­zen­talk aber noch so eine sinist­re Zweit­be­deu­tung mehr unge­bi­li­de­te Rech­te gegen den Sta­tus Quo auf­zu­wie­geln, damit sie Le Pen wählen!

Ach­so, nein - Moment, es war noch etwas kom­pli­zier­ter, laut den fran­zö­si­schen Behör­den war das Ziel nämlich -

Das Bett­wan­zen­pro­blem sei sehr stark von “mit dem Kreml ver­bun­de­nen Kon­ten ver­stärkt wor­den”, betont der Minis­ter. Ent­spre­chen­de Kon­ten hät­ten zudem ver­sucht, einen Zusam­men­hang zwi­schen der Ankunft von ukrai­ni­schen Flücht­lin­gen und dem Auf­tau­chen von Bett­wan­zen her­zu­stel­len. Neben dem Ver­such, die Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne zu schwä­chen, ver­fol­ge der Kreml aber noch ein zwei­tes Ziel: Ver­un­si­che­rung im Vor­feld der im Som­mer 2024 in Paris abge­hal­te­nen Olym­pi­schen Spie­le zu säen.

Genau, und wenn dann erst mal weni­ger Leu­te bei den olym­pi­schen Spie­len in Frank­reich ein Zim­mer buchen, wer­den die Fran­zo­sen so depres­siv, dass sie gleich auf­hö­ren für den Krieg zu bezah­len. Don’t you see?!

Die­ser ver­schla­ge­ne Rus­se schon wie­der, alles ver­sucht der, wirk­lich alles.

Wir haben die bes­ten Exper­ten gefragt.

Für wei­ter tol­le Kan­di­da­ten für rus­si­sche Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gnen im Wes­ten, sie­he Cor­rec­tiv - hab mir ges­tern deren Wir­ken noch mal ange­se­hen, die debun­ken den gesam­ten Tag lang sol­che Meldungen.

https://correctiv.org/faktencheck/neueste-artikel/

Nein, Wolo­dym­yr Selen­skyj kauf­te kei­ne Luxus­yach­ten für 75 Mil­lio­nen US-Dollar

Alles Whats­app und Face­book postings mit einer poten­ti­el­len Reich­wei­te von dein Onkel und sei­ne Freunde.

Kön­nen wir an der Stel­le viel­leicht noch etwas zu “Mass per­sua­si­on” attempts durch sta­te actors via online means sagen? Also, was gene­rel­les, mehr faktenbasiertes?

Ver­su­chen kön­nen wirs.

- Ers­tens: Sie sind sau bil­lig. (Bei Russ­lands “Wahl­be­ein­flus­sung” der US Prä­si­dent­schafts­wah­len damals wur­den nur etwa 300.000 USD an gekauf­ter Wer­bung den ent­spre­chen­den Kon­ten zugeordnet.)
- Zwei­tens, jeder macht sie (also Schrott in den Umlauf zu brin­gen um den Public dis­cour­se zu “cap­tu­ren” damit er sich nicht essen­zi­el­le­ren Din­gen zuwen­det, ist eine gän­gi­ge Pra­xis bei allen nur erdenk­li­chen poli­ti­schen Akteu­ren), ins­be­son­de­re staat­li­chen Akteu­ren aus dir nicht wohl­ge­son­ne­nen Län­dern, da du dafür ein PR Büro mit fünf Han­seln brauchst die Influ­en­cer bespie­len (also Kno­ten­punk­te mit vie­len Kon­tak­ten), dafür benö­tigst du nicht mal Troll Arme­en - auch nicht zur Verstärkung
- Am Effi­zi­en­tes­ten ist es tat­säch­lich Leu­te von Aktio­nen “abzu­hal­ten”, da es weit leich­ter ist Men­schen zum Nichts­tun in einer Sache, als zum set­zen von Aktio­nen zu bewegen.

Kurz­um, nichts davon macht hier sehr viel Sinn. Also weder “Unzu­frie­den­heit zu gene­rie­ren, die Leu­te Ver­än­de­rung wäh­len lässt” (das ist im All­ge­mei­nen nicht sehr effek­tiv, dh du hast dadurch nicht vie­le Akti­vie­run­gen die auf­grund­des­sen tat­säch­lich wäh­len gehen wür­den), noch Leu­te vom Buchen von Hotels in Frank­reich wäh­rend der Olym­pi­schen Spie­le abzuhalten.

Denn die­ses Bild einer “Schwä­chung des Wes­tens” bringt dir in Frank­reich, für den Ukrai­ne Krieg ziem­lich exakt nada. Nüs­se. Nien­te. Nichts.

Aber es bringt dir eben sehr viel in der inter­nen Pro­pa­gan­da (mit dem Wes­ten geht es berg­ab), wo wir bereits seit Mona­ten (und seit der ent­spre­chen­den Arte Bericht­erstat­tung) wis­sen, dass Russ­land die­ses Motiv dort auch so einsetzt.

Komisch, aber die Fran­zo­sen haben hier vor allem Angst vor Wir­kung auf ihre Gesellschaften.

Kön­nen Bett­wan­zen eigent­lich auch DNC email accounts hacken? Denn falls ja hät­ten wir hier zumin­dest eine brauch­ba­re innen­po­li­ti­sche Korrelation… 😉

Na komm, jetzt nur nicht zu viel Den­ken - wer noch ande­re span­nen­de rus­si­sche Pro­pa­gan­da Nar­ra­ti­ve lesen möch­te, die der Wes­ten ent­deckt hat:

https://correctiv.org/faktencheck/neueste-artikel/

Krieg einfach mal als Chance sehen

11. März 2024

Fuck that Pope one.…

Thats our guy! (refe­ren­ziert fol­gen­des Inter­view: click)

Anläss­lich sei­nes Wien-Besuchs konn­te DER STANDARD mit dem im Exil leben­den und arbei­ten­den Chef der Exe­ku­tiv­kör­per­schaft der Krim­ta­ta­ren spre­chen. Refat Tschub­a­row warnt vor Wla­di­mir Putin: Mit dem rus­si­schen Prä­si­den­ten kön­ne und dür­fe man nicht verhandeln.

Can’t trust Putin, cant trust Putin! Ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da line seit dem 20. März 2022!

STANDARD: Vor zehn Jah­ren hat die­ser Krieg auf der Krim begon­nen. Aus dem Putsch rus­si­scher Mili­tär­ein­hei­ten ist ein blu­ti­ger Krieg gewor­den. Haben Sie denn die Hoff­nung, bald zurück­keh­ren zu können?

Tschub­a­row: Wir – also ich spre­che von wir, weil ich von den Krim­ta­ta­ren spre­che – war­ten auf die Befrei­ung und auf die Rück­kehr. Das mag viel­leicht para­dox klin­gen – aber Russ­lands Inva­si­on hat eine Chan­ce eröff­net, dass die Krim wie­der ukrai­nisch wird.

Gol­ly, what a gre­at chan­ce! A once in a life­time chan­ce! Quick, into the exi­le in Kiew Bat­man! Then we can plan our round trip to Vien­na to tell everyone!

STANDARD: Aller­dings gab es erst die­se Woche Aktio­nen rus­si­scher Sicher­heits­diens­te gegen krim­ta­ta­ri­sche Akti­vis­ten. Was kön­nen Sie über die­se Aktio­nen sagen?

Tschub­a­row: Es gab Raz­zi­en bei rund zehn krim­ta­ta­ri­schen Fami­li­en, dabei wur­den zehn Män­ner vom FSB fest­ge­nom­men – unter dem Vor­wurf ter­ro­ris­ti­scher Akti­vi­tä­ten. Es gibt Zeu­gen der Aktio­nen: Da haben Mas­kier­te die Türen ein­ge­tre­ten und Kin­der mit Waf­fen bedroht. Es geht ihnen dar­um, Angst zu ver­brei­ten – vor allem unter Krim­ta­ta­ren. Es gibt heu­te 190 poli­ti­sche Gefan­ge­ne auf der Krim. 125 davon sind Krimtataren.

Wahn­sinn, wie die Bevöl­ke­rung der Krim ter­ro­ri­siert wird! 2,02 Mil­lio­nen und seit Kriegs­be­ginn 190 poli­ti­sche Gefan­ge­ne, davon 125 Krim­ta­ta­ren, die die Krim wie­der ukrai­nisch wer­den las­sen wol­len - das ist ja unglaub­lich, Bob.

STANDARD: Russ­land hat 2014 die Wah­rung von Min­der­hei­ten­rech­ten ver­spro­chen. Dann wur­de der Med­sch­lis, die Exe­ku­tiv­kör­per­schaft der Krim­ta­ta­ren, als ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on ein­ge­stuft. Sie selbst wur­den von einem rus­si­schen Gericht zu sechs Jah­ren Lager­haft ver­ur­teilt. Kul­tu­rel­le Akti­vi­tä­ten wer­den unter­bun­den. Was ist übrig von der Selbst­ver­wal­tung vor Ort?

Tschub­a­row: Grund­sätz­lich sind alle unse­re Akti­vi­tä­ten in die Festland-Ukraine und in die Dia­spo­ra ver­bannt. Wir waren 33 Per­so­nen im Med­sch­lis. Zehn davon sind in der Ukrai­ne, alle ande­ren auf der Krim. Und dort ist das kei­ne Akti­vi­tät für jeder­mann. Fünf die­ser Per­so­nen haben den Exe­ku­tiv­rat ver­las­sen, eine ist gestor­ben. Der Vize­vor­sit­zen­de Nari­man Dzhel­al wur­de zu 17 Jah­ren Haft ver­ur­teilt. Wenn man als ter­ro­ris­ti­sche Orga­ni­sa­ti­on ange­se­hen wird, wird die Arbeit unmög­lich gemacht.

Die Abeit die Krim wie­der zur Ukrai­ne zu holen? Mit­ten im Krieg? Nein, sag bloss…

STANDARD: Die Krim­ta­ta­ren pfle­gen gute Bezie­hun­gen zur Tür­kei, sie bringt sich als Ver­mitt­le­rin ins Spiel. Birgt das die Gefahr, unter die Räder zu kommen?

Tschub­a­row: Das ist ein The­ma. Es ist nicht mög­lich, an irgend­ei­ne Art von Frie­den zu den­ken und für die­sen Frie­den mit der Krim und den Krim­ta­ta­ren zu bezah­len. Irpin, Butscha, Hos­to­mel – alle die­se Orte haben der Welt ver­deut­licht, dass es unmög­lich ist, zum Bei­spiel die Krim her­zu­ge­ben und Frie­den zu haben. Die Befrei­ung der Krim wird sehr hart – sie ist aber der ein­zi­ge Weg. Wir sind offen für die Tür­kei, und wir sind dank­bar für ihre Bemü­hun­gen, wir ver­ste­hen auch ihre Ideen. Aber wir bit­ten sie auch, die­se bis zum Ende durchzudenken.

Kon­text: click (Tages­schau)

In Butscha hat die Ukrai­ne laut Reis­ner natür­lich schon 1000 Rus­sen mit Himars weg­ge­schos­sen, bevor die durch­ge­dreht sind, und Irpin ist ein Teil der Regi­on Butscha, und in Hos­toml wer­den 400 Leu­te ver­misst, wobei ein Groß­teil der Ein­woh­ner geflo­hen ist. Ach­ja, und dem Gisi hat man auf Nach­fra­ge war­um denn da so vie­le aus­ge­kohl­te Pan­zer­wracks rum­ste­hen, wenn die Rus­sen doch “selbst­stän­dig abge­zo­gen sind” und es kei­ne Schlacht mit dem rus­si­schen Mili­tär gege­ben hät­te bei sei­nem Ukrai­ne Besuchs­ter­min gesagt, das wären Wag­ner Trup­pen gewe­sen. Aber so gehts halt zu in der besetz­ten Ukrai­ne, net woar? Wäh­rend es Zeu­gen­be­rich­te gibt, dass die Rus­sen unter Artel­la­rie­feu­er von Schutz­bun­ker zu Schutz­bun­ker sind und Leu­te mit natio­na­lis­ti­schen Tatoos raus­ge­zo­gen, “ver­hört” und umge­bracht haben, um “die Ver­rä­ter zu fin­den” (die für das akku­rat Himars Tar­ge­ting gesorgt haben), wäh­rend sie von Nach­schub und Kom­mu­ni­ka­ti­on abge­schnit­ten waren. Aber so gehts halt zu in der besetz­ten Ukrai­ne… Das ist ja die­ses aggres­si­ve Tier von einem Rus­sen, ohne dass man ihn pro­vo­ziert hät­te (gut der Reis­ner sieht das als Grund, dass die Rus­sen durch­ge­dreht haben, aber was weiß der schon… Fra­gen wir lie­ber einen Krim­ta­ta­ren) - dess­halb müs­sen wir sie ja sechs bis neun Jah­re lang befreien.

STANDARD: Wenn Sie sol­che Vor­schlä­ge hören wie jenen des tür­ki­schen Außen­mi­nis­ters Hakan Fidan, der einen Waf­fen­still­stand ohne Klä­rung der ter­ri­to­ria­len Fra­gen zur Debat­te gestellt hat: Was sagen Sie dazu?

Tschub­a­row: Wir haben ein­an­der gera­de erst getrof­fen. Die­se Idee hat er lei­der erst nach unse­rer Pres­se­kon­fe­renz geäu­ßert. Der Vor­schlag hört sich ja fürs Ers­te gut an: Ende der Kämp­fe, Wah­rung der Sou­ve­rä­ni­tät, Lösung der strit­ti­gen Fra­gen spä­ter. Aber es wäre bes­ser, Russ­land nach einem Waf­fen­still­stand und einem Rück­zug der Armee zu fra­gen, weil es sehr vie­le offe­ne Fra­gen gibt: die der Kriegs­ver­bre­chen und der Kriegs­ver­bre­cher, die der Repa­ra­tio­nen. Sol­che Vor­schlä­ge spie­len Russ­land in die Hände.

Genau, der per­fek­te Grund den Rus­sen lie­ber zu besie­gen! Damits kei­ne Kriegs­ver­bre­chen mehr gibt!

STANDARD: Und wären even­tu­el­le Zusa­gen Mos­kaus Ihrer Ansicht nach denn glaubhaft?

Tschub­a­row: Außen­po­li­ti­ker glau­ben lei­der sehr oft, dass man mit Russ­land ver­han­deln kann. Aber wenn sie auf die Krim bli­cken und sehen wür­den, wie Russ­land dort die Ukrai­ne und die Krim­ta­ta­ren dämo­ni­siert, und man alle die Ver­su­che sieht, die­se Iden­ti­tä­ten zu eli­mi­nie­ren – dann glau­be ich, dass sie ihre Mei­nung ändern wür­den. Wie kann man mit Russ­land reden, wenn Wla­di­mir Putin sagt, dass es die Ukrai­ne nicht gibt? Dass die Ukrai­ne eine künst­li­che Nati­on sei? Unse­re aus­län­di­schen Part­ner müs­sen sehr logisch han­deln. Ent­schei­dun­gen müs­sen sich an inter­na­tio­na­lem Recht ori­en­tie­ren – nicht an Angst.

Die­se Fra­ge ist dem Stan­dard selbst ein­ge­fal­len? Nach­dem die Grup­pie­rung von Russ­land als ter­ro­ris­ti­sche Grup­pie­rung ein­ge­stuft wur­de, und Russ­land auf der Krim einen Groß­teil ihrer Mit­glie­der als poli­ti­sche Gefan­ge­ne hält? Wow. Ama­zing. Mehr davon. Das ist ja noch ech­ter Jour­na­lis­mus. Auf die Mei­nung der Krim­ta­ta­ren kommts hier halt an.

STANDARD: Dmi­tri Med­we­dew – Ex-Präsident, Ex-Premier und Vize­chef des Sicher­heits­rats der Rus­si­schen Föde­ra­ti­on – hat eben erst wie­der bewie­sen, dass Russ­land nicht viel auf inter­na­tio­na­les Recht gibt. Wenn inter­na­tio­na­les Recht aber aus­ge­he­belt ist, wie kann es weitergehen?

Tschub­a­row: Wenn wir kein inter­na­tio­na­les Recht haben, dann haben wir nur das Recht der Macht und nicht mehr die Macht des Rechts. Es braucht eine Reform, eine Trans­for­ma­ti­on der inter­na­tio­na­len Mecha­nis­men. Das Fun­da­ment die­ser Mecha­nis­men muss Moral sein. Ein Bei­spiel: Was ist 2014 in der OSZE pas­siert? Am 27. Febru­ar hat Russ­land die Aggres­sio­nen auf der Krim gestar­tet. Und die OSZE – also die Orga­ni­sa­ti­on, die genau eine sol­che Situa­ti­on ver­hin­dern soll­te – hat Ende Juni damit begon­nen, das The­ma zu dis­ku­tie­ren. Das Ergeb­nis war eine letzt­lich gute Reso­lu­ti­on: Beschlos­sen wur­de, dass die Okku­pa­ti­on gegen alle Prin­zi­pi­en der Schluss­ak­te von Hel­sin­ki ver­stößt. Und zwei Mona­te danach: Da haben alle mög­li­chen west­li­chen Staats­chefs Putin in der Nor­man­die umarmt und abgeküsst.

Gut, dem Jour­na­lis­ten war die Ant­wort auf die letz­te Fra­ge nicht “can’t trust Putin, can’t trust Putin enough”, da hat er sie ein­fach noch­mal gestellt…

Und das Fun­da­ment einer Welt­ord­nung muss Moral sein?
Erzähl das mal wer dem Hägemon.

Nicht mal “es geht um die west­li­che Wer­te­ord­nung” geht in der intrinsi­schen Begrün­dung so weit. Aber der Krim­ta­tar weiß halt wie­der mehr.

STANDARD: Mecha­nis­men sind trä­ge, Refor­men brau­chen Zeit. Eine bedräng­te Min­der­heit wie die Krim­ta­ta­ren hat aber nicht ewig Zeit. Wie viel Zeit haben die Krimtataren?

Tschub­a­row: Ich wür­de ger­ne sagen, dass wir Zeit haben. Aber ich weiß nicht, was mor­gen pas­siert und wel­che Aktio­nen Russ­land set­zen wird. (Ste­fan Scho­ch­er, 7.3.2024)

Der Jour­na­list als Schmalz­brot kon­ju­gie­ren­der Heitmatmusiker.

So und jetzt kann ja end­lich wie­der wei­ter gestor­ben wer­den, denn obwohl die Ukrai­ne nicht mehr in ihrer Exis­tenz gefähr­det ist, sind Putins über­bor­dern­de Aktio­nen Kiew anzu­grei­fen und nicht nur den Don­bas­kon­flikt zu eska­lie­ren ja die Chan­ce schlecht­hin, viel­leicht die Krim wiederzubekommen.

Toll!

Gespro­chen bei der Pres­se­rei­se in Wien, zu der man aus dem Exil in Kiew auf­ge­bro­chen ist.

Hier wür­de noch eini­ges abge­fe­dert gehö­ren, um nicht wie ein kom­plet­ter Arsch dazu­ste­hen, aber ich habe aktu­ell die Zeit nicht, und bin nach zwei ver­fick­ten Jah­ren ein­fach die Pro­pa­gan­da so leid.

Wobei der Herr zwar das Messaging intus hat, aber immer noch selbst argu­men­tiert, da sol­che inter­nen Inkon­sis­ten­zen und Soft­paddling kei­ne Public Rela­ti­on Schu­lung über­lebt hät­ten. Will sagen, der ist rhe­to­risch angreif­bar, weil er noch ver­hält­nis­mä­ßig frei spricht.

Ach­ja, zu wer ihn ein­ge­la­den hat? Der­sel­be der den roten Tep­pich Auf­stel­ler gekauft hat ver­mut­lich. Aber das muss der Stan­dart in sei­nem Arti­kel ja nicht erwähnen…

Interview

Jetzt aber nur nicht kriegs­mü­de werden!

Die­se Ein­schal­tung brach­te ihnen die

Per­ma­nent Mis­si­on of Ukraine
to the Inter­na­tio­nal Orga­ni­sa­ti­ons in Vienna

!

Die Öster­rei­chi­sche Diplo­ma­ti­sche Aka­de­mie wird sich freu­en, da hat sie end­lich wie­der Optio­nen für neue Guestspreaker!

Übrigens, nur so als kleiner Nachtrag

10. März 2024

Die­se Gesell­schaft ist so “am Ball, und Puls der Zeit”, dass es das gesam­te VERFICKTE SCHEISS MEDIENSYSTEM hier nicht mal mit­be­kom­men hat, dass die Ukrai­ne zwar “die Rus­sen im schwar­zen Meer zurück­drän­gen konn­te” (*hust* Kon­fron­ta­ti­on gabs zwar noch kei­ne direk­te, aber so aus 350 km Ent­fer­nung oder mit unbe­mann­ten Droh­nen auf Boats in a Har­bor zu schie­ßen, erhöht nicht nur die ope­ra­ti­ven Kos­ten für Russ­land, nein - es belegt auch die tak­ti­sche Über­le­gen­heit und Hel­den­haf­tig­keit der Ukrai­ne! Wäh­rend Russ­land dort nur rum­sitzt. Und hast dus nicht gese­hen konn­te die Ukrai­ne schon wie­der ein Lan­dungs­boot ver­sen­ken! #win­ning!), dass die Ukrai­ne zwar mitt­ler­wei­le end­lich die Donau­hä­fen (west­lich von Odes­sa) aus­ge­baut hat, und somit wie­der voll export­fä­hig ist.…

Obwohl die ver­fick­ten US gebrief­ten Pro­pa­gan­dis­ten uns noch vor nem hal­ben Jahr erklärt haben dass die Ukrai­ne ohne den Don­bas und die Krim (Mili­tär­prä­senz) nicht über­le­bens­fä­hig sei, da es die braucht um ihre See­rou­ten zu sichern.

Das dann aber wie­der so effek­tiv, dass es selbst der Reis­ner für ein gutes Monat rumer­zählt hat, …

Auch Reis­ner ver­zapft von Zeit zu Zeit…

Also, das deutsch­spra­chi­ge Medi­en­sys­tem hät­te bis­her noch nicht erkannt, dass die Ukrai­ne auf­grund der aus­ge­bau­ten Donau­hä­fen wie­der voll export­fä­hig ist, obwohl es das selbst berich­tet hat, und es daher im Krieg NICHT MEHR um die mit­tel­ba­re, oder unmit­tel­ba­re Über­le­bens­fä­hig­keit der Ukrai­ne, oder der ukrai­ni­schen Bevöl­ke­rung gehen kann.

Also, einer Ukrai­ne die im letz­ten Jahr von nied­ri­gem Niveau aus wie­der ein gesun­des Wachs­tum vor­wei­sen konn­te! Was haben die Medi­en geju­belt! Alle Export­we­ge die sie braucht sind offen. Sie ist mehr als Selbst­ver­sor­ger, da sie auch wie­der Getrei­de expor­tie­ren kann… Sie ist ein extrem TOLLER Inves­ti­ti­ons­stand­ort, in den auch schon vor dem Ende des Krie­ges inves­tiert wer­den soll! Haben sie die Kon­fe­ren­zen in Deutsch­land nicht gesehen?!

Und trotz­dem ist sie in ihrer Exis­tenz bedroht, wenn sie jetzt in Ver­hand­lun­gen gehen wür­de (der Papst tötet mit sei­nem Ruf nach Ver­hand­lun­gen laut Kule­ba - prak­tisch Ukrai­ner die LEBEN wol­len!), oder der Rus­se gewinnt, wobei gewin­nen alles bedeu­ten kann, bis der letz­te Rus­se die Ukrai­ne samt Krim ver­las­sen hat.

JOURNALISMUS mei­ne Damen und Herren.

In einem der Ver­fas­sung nach neu­tra­len Land. Was aber laut unse­rer poli­ti­schen Füh­rung nicht bedeu­tet, dass wir auch “mora­lisch neu­tral seien”.

Nein, wir sind ver­lo­gen, wie die letz­ten Dreckssäue.

In der west­li­chen Wertegesellschaft.

Wir haben den Begriff SCHEISS PROPAGANDA immer noch nicht, also bis heu­te nicht im Wort­schatz der publi­zie­ren­den Frak­ti­on gefunden…

Nein, also die kennt da nichts, wo ist denn da der Wider­spruch? Wo war denn da die scheiss Drecks­pro­pa­gan­da der US Pro­pa­gan­dis­ten letz­tes Jahr?

Ham wir wie­der das Video nicht zur Hand gehabt ums ref­fe­ren­zie­ren zu können?

Nein, also ich glau­be der Kule­ba hat mit sei­nem letz­ten Tweet wirk­lich ein­drucks­voll bewie­sen, dass die Ukrai­ner mehr so spi­ri­tu­ell ster­ben wür­den, wenn sie jetzt nicht den letz­ten Rus­sen aus der Krim raus­prü­geln könnten.

Also als Volk. Und dann als Nati­on. Und dann als atmen­de leben­de Men­schen, … Im Krieg. Gegen das Böse.

Also, jetzt gewin­nen - oder in sechs Jah­ren, was macht das schon…

Pro­pa­gan­da hat aber natür­lich wie­der nie­mand entdeckt.

Natür­lich stirbt durch den jetzt noch Jah­re pro­lon­gier­ten Krieg niemand.

Aber spi­ri­tu­ell wür­den so vie­le Ukrai­ner lei­den, wenn sie jetzt nicht noch ihr Land wei­ter in einem Auf­rei­bungs­krieg befrei­en könnten.

Dan­ke, dass sie dar­an glauben.

Dan­ke.

edit: Ja scheis­se! Ich hab end­lich ver­stan­den war­um der Krieg (laut dem höchs­ten US Gene­ral, vor 17 Tagen) noch 6 Jah­re dau­ern soll!

War doch nicht eine wei­te­re ver­lo­re­ne Offen­si­ve die da bereits ein­ge­rech­net ist.

Dann hat die Ukrai­ne näm­lich end­lich wie­der 21 Jäh­ri­ge um sie ein­zu­zie­hen! In den US rech­net man ja ger­ne mit 21 als Alter für die Volljährigkeit…

Ukraine demographie
src: click

Jetzt aber brav ab in die Schu­len und Droh­nen­flie­gen lernen!

Minis­ter: Dro­ne edu­ca­ti­on pro­gram to be intro­du­ced in Ukrai­ni­an schools

src: click (kyivindependent.com)

Na Gott sei Dank ist der Papst so ein abso­lu­tes, cha­rak­ter­lo­ses Schwein wenn er Frie­dens­ver­hand­lun­gen for­dert, nicht wahr Öffentlichkeit?

Ihr, die ihr der Sou­ve­rän der demo­kra­ti­schen Gesell­schaf­ten seid.

The strongest is.…!

10. März 2024

Kannst dir gar­nicht aus­den­ken, so einen Dreck:

https://twitter.com/DmytroKuleba/status/1766819132878553269

Zusatz, weil man die Bevöl­ke­rung kom­plett ver­ar­schen muss, bezieht sich die Ant­wort von Kule­ba in die­ser Woche auf eine Aus­sa­ge des Paps­tes die letz­tes Monat getä­tigt wur­de.

Voll­text:

The stron­gest is the one who, in the batt­le bet­ween good and evil, stands on the side of good rather than attemp­t­ing to put them on the same foo­ting and call it “nego­tia­ti­ons”.

At the same time, when it comes to the white flag, we know this Vatican’s stra­te­gy from the first half of the twen­tieth cen­tu­ry. I urge to avoid repea­ting the mista­kes of the past and to sup­port Ukrai­ne and its peop­le in their just strugg­le for their lives.

Our flag is a yel­low and blue one. This is the flag by which we live, die, and pre­vail. We shall never rai­se any other flags. 

We thank His Holi­ness Pope Fran­cis for his con­stant pray­ers for peace, and we con­ti­nue to hope that after two years of devas­ta­ting war in the heart of Euro­pe, the Pon­tiff will find an oppor­tu­ni­ty to pay an Apos­to­lic visit to Ukrai­ne to sup­port over a mil­li­on Ukrai­ni­an Catho­lics, over five mil­li­on Greek-Catholics, all Chris­ti­ans, and all Ukrainians.

Dazu der Standard:

Ukrai­ni­scher Außen­mi­nis­ter Kule­ba kri­ti­siert Papst für Appell zu Friedensverhandlungen
Nach­dem bis­her vor allem ukrai­ni­sche Diplo­ma­ten die päpst­li­che Auf­for­de­rung an die Ukrai­ne, in Frie­dens­ver­hand­lun­gen mit Russ­land ein­zu­tre­ten, kri­ti­siert haben, hat sich am Sonn­tag­nach­mit­tag mit Außen­mi­nis­ter Dmy­t­ro Kule­ba auch ein Regie­rungs­mit­glied in der Sache geäu­ßert. “Am stärks­ten ist der, der im Kampf zwi­schen Gut und Böse auf der Sei­te des Guten steht, und die bei­den nicht auf die­sel­be Ebe­ne stellt und das ‘Verhandlungen’nennt”, schrieb Kule­ba auf X.

Die “wei­ße Flag­ge”, sei eine bekann­te Stra­te­gie des Vati­kan aus der ers­ten Hälf­te des 20. Jahr­hun­derts. “Ich drän­ge dar­auf, die Feh­ler der Ver­gan­gen­heit zu ver­mei­den und die Ukrai­ne sowie ihr Volk in ihrem gerech­ten Kampf um ihr Leben zu unterstützen.”

Gleich­wohl dank­te Kule­ba Papst Fran­zis­kus für sei­ne anhal­ten­den Gebe­te für den Frie­den. Auch sprach er die Hoff­nung aus, Fran­zis­kus möge die Ukrai­ne besu­chen und die “über eine Mil­li­on ukrai­ni­schen Katho­li­ken, über fünf Mil­lio­nen Griechisch-Katholischen, alle Chris­ten, und alle Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner” zu unterstützen.

src: click

Dazu die Bevöl­ke­rung in den Kom­men­ta­ren: “Kule­ba ich will eine Kind von dir!”

Also, hal­ten wir noch mal kurz fest. Die Ukrai­ne ist kom­plett gefickt wenn US Aid nicht mehr nach den Wah­len erneut im vol­len Umfang ein­setzt. Per­spek­ti­ve Par­ti­sa­nen­kampf und so.

Die Ukrai­ne ist fürs gesam­te Jahr 2024 gefickt - aber noch ver­tei­di­gungs­fä­hig, wenn bis zu den Prä­si­dent­schafts­wah­len das US Aid Packa­ge für die­ses Jahr nicht ver­ab­schie­det wird. (Stich­tag aktu­ell Ende März, es sei denn es fällt der Pro Ukrai­ne Frak­ti­on im US Senat dann wie­der was Tol­les ein)

In den eigens von der Ukrai­ne ver­an­stal­te­ten Pro­pa­gan­da Ver­an­stal­tun­gen - freut sich die höchs­te US Gene­ra­li­tät (sic?) schon über wei­te­re 6 Jah­re Krieg, das bedeu­tet Per­spek­ti­ve Auf­rei­bungs­krieg, und noch min­des­tens eine fehl­ge­schla­ge­ne Offen­si­ve der Ukrai­ne die bereits mit ein­ge­rech­net ist, bis Russ­land dann finan­zi­ell die Pus­te ausgeht.

So first off fuck you, second off fuck you and third, fuck you

Wäh­rend des­sen deindus­tria­li­siert gera­de Deutsch­land, ent­völ­kert sich die Ukrai­ne, wäh­rend die Boo­merge­nera­ti­on der öster­rei­chi­schen Sozi­al­de­mo­kra­tie vom “Manage­ment des Abschwungs” fas­zi­niert ist (sie­he Haus­jell Video hier: click), man muss das nur den Leu­ten poli­tisch mehr so als Chan­ce defi­nie­ren… Und ja, mir ist der demo­gra­phi­sche Fak­tor durch­aus ein Begriff, ich kann nur die ver­lo­ge­ne Schei­ße nicht mehr hören.

Viel­leicht über­zeugt man die Bevöl­ke­run­gen ja mit dem Gut und Böse aus Kule­bas Narrativ?

Also auch noch im Jahr 2029, wenn der Krieg dann end­lich im dar­auf­fol­gen­den Jahr endet.

Dass das Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace (“we all tog­e­ther against Putins Rus­sia”) nicht als Euro­pa Nar­ra­tiv haben woll­te, obwohl mans ihnen beim IWM­Vi­en­na vor­ge­schla­gen hat­te? Kom­plett egal. Und dass das dann sei­tens von der Ley­en und Co NATÜRLICH als EU Nar­ra­tiv der Zukunft auf­ge­grif­fen wur­de? Kom­plett normal.

Ich mei­ne SCHEISSE, Eras­mus reißts nicht mehr raus, das kauft denen in der Bevöl­ke­rung kein Schwein mehr als Per­spek­ti­ve für sei­ne Kin­der ab (Euro­ba­ro­me­ter) - und ansons­ten ist Euro­pa nun­mal nur ein Wirt­schafts­bünd­nis, mit Ver­tei­di­gungs­bünd­nis NATO, also war­um nicht ein­fach einen Auf­rei­bungs­krieg für 6 Jah­re wegen “gut und böse” füh­ren. Das Frie­dens­pro­jekt war gestern.

Bei dem am Ende die US und Chi­na als Gewin­ner her­vor­ge­hen. Aber wir es noch so lan­ge wie mög­lich pro­lon­giert haben.

Die Bevöl­ke­rung ist kom­plett bei der Stran­ge! Sie hat ja in Öster­reich auch ein Medi­an­al­ter von 46.

Es geht dar­um, dass wir mor­gen noch Men­schen­rech­te haben!

In Paläs­ti­na, und im Irak - wäh­rend der Bela­ge­rung, oder? Stimmt, dar­um gehts - ich bin mir sicher es geht dar­um. Und damals erst als irgend­je­mand die vetrot­tel­ten Rus­sen davon über­zeugt hat in Afgha­ni­stan ein­zu­mar­schie­ren. Wegen den Menschenrechten.

Denn es geht dar­um, dass das Gute gewinnt!

Hur­ra!

SCHEISS sich ein­zig an social media Attrak­ti­vi­tät von Postings ori­en­tie­ren­de Gesellschaft.

So und jetzt knüpft die erst mal den Papst dafür auf, dass der das Lei­den mini­mie­ren wollte.

Sicher auch so ein Putlerversteher.

Und jeder in die­sem Scheiss Drecks­sys­tem (poli­ti­sche Eli­ten, wir ver­ste­hen uns?) wird bezahlt das alles zu Verlängern.

WEIL DIE UKRAINE MUSS ES JA SELBST ENTSCHEIDEN.

Sie lasen gera­de die öffent­lich vor­ge­tra­ge­nen Ent­schei­dungs­kri­te­ri­en des Dmy­t­ro Kuleba.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Sor­ry, die Tages­schau woll­te noch mit Empö­rung ein paar clicks farmen…

Fuck them.

Wei­ße Flag­ge war in Punk­to Öffent­lich­keits­wir­kung unglück­lich gewählt, aber gleich­zei­tig auch Signa­ling hin­sicht­lich der Situa­ti­on in der Ukrai­ne - wie sie die römisch katho­li­sche Kir­che sieht. Also im Zwei­fels­fall, hat schon gepasst so.

Auch wenns die Dame im Kos­tüm natür­lich anders sieht, und sehr empört ist. Fuck them. And the fuck­ing hor­se of “alle sind mas­siv empört” you rode in on.

Was, die Umweltaktivisten waren von den UN finanziert?

10. März 2024

… und von den Oppen­hei­mer Fonds “Among Inves­tors the­re is this belie­ve, that cli­ma­te friend­ly inves­ting is just phil­an­thro­py, we still have a lot of work ahead of us” 2018 im Kamin­ge­spräch in Alp­bach, also EIN JAHR VOR GRETA. Und von den ultra long term and faith based inves­tors (Natio­nal­ban­ken und Kir­chen) natür­lich und von eini­gen Nach­kom­men der Öl-Tycoon Dynas­tien in den US natür­lich (das Gewis­sen ist ein Hund, vor allem wenn man sich vor 2018 in sei­nem Inves­ti­ti­ons­ver­hal­ten davon lei­ten hat las­sen). Und von den schwe­di­schen Ener­gie Unter­neh­men (Fami­lie Wal­len­berg, Grü­ße bit­te)), die gera­de mehr nach Mit­tel­eu­ro­pa expan­die­ren wollten.

Sie waren die Ers­ten die die­se Welt geret­tet haben.

Gut, das hat uns ja nie­mand sagen können.

Nie­mand hat uns das sagen können.

Ach­ja, doch - ich, am 25.10.2022:

Was die Huren­sau beim AMS ver­ste­hen muss

Und eigent­lich bereits ein Jahr früher…

Gut, aber das ist ja so schwam­mig, kön­nen wir da noch mehr Direkt­zi­ta­te haben?

Ach­so, sie mei­nen neben: 

We need you to be in the van­guard of making the chan­ges we need.

I count on you to come to my cli­ma­te sum­mit pre­pa­red to inspi­re the world with your actions and your plans and influ­ence your own Governments.

I hope the cli­ma­te action sum­mit will also help empower you to deli­ver on your plans, inclu­ding through genera­ting the finan­ce you need.

Inde­ed, finan­cing is critical.

That is why I have enlis­ted the Pre­si­dent of Fran­ce, the Prime Minis­ter of Jamai­ca and the Emir of Qatar in a high-level poli­ti­cal effort, in the run-up to the Cli­ma­te Sum­mit, to mobi­li­ze inter­na­tio­nal sup­port for the fun­ding we need.

src: click

von Guter­res 2019 beim R20 Aus­tri­an World Sum­mit in Wien?

Na ok, aber nur weil sie so nett dar­um gebe­ten haben…

Klei­ne Mel­dung von heute:

Umwelt­ak­ti­vis­ten: Zuhö­ren – und sanktionieren!

Ein Bericht der Ver­ein­ten Natio­nen zu Umwelt­ak­ti­vis­ten for­dert so etwas wie einen Rechts­an­spruch auf straf­frei­en Rechts­bruch – für man­che. Das kann nicht gut gehen.

src: click (Die Presse)

Nie­mand hat das kom­men sehen, niemand!

Also auch nicht dass das schief geht.

Ach­so ja doch ich, 2018 in Alpbach.

Grü­ße bitte!

Auch an Gre­ta bit­te, die erst 2019 von der Öffent­lich­keit ent­deckt wurde.

Jemand gab ihm [Rent­z­hog] den Tipp, das im August 2018 ein Mäd­chen vor dem schwe­di­schen Par­la­ment strei­ken wür­de. Er zog mit einem Foto­gra­fen los, der sie ein­fan­gen soll­te. Doch als er dort ankam, fand er eine Situa­ti­on vor, die ihn überraschte:

Ich hat­te eine klei­ne Grup­pe Kin­der erwar­tet, die ein paar Paro­len rufen. Statt­des­sen saß da nur Gre­ta mit ihrem Schild. Ganz allein, als wür­de sie das gan­ze Gewicht der Welt auf ihren Schul­tern tra­gen. Die Leu­te sind an ihr vor­bei­ge­gan­gen, als wäre sie eine Bettlerin.”

src: click

Komisch, ich bekomm nie anony­me Tipps von “jemand”. Is some­thing wrong with me?

Grü­ße bitte:




(^ mit Fritz Hausjell!)

edit: Kon­text: Das beweg­te Leben des Johan­nes Stangl:

Das beweg­te Leben des Johan­nes Stangl

Mehr Vollidioten in die Public Relations!

10. März 2024

Ah, sehr gut, die Bun­des­pres­se­kon­fe­renz hat einen Weg aus ihrer miss­li­cher wer­den­den Lage gefunden…

1.: Schritt eins: Nur noch 80er IQ Idio­ten einstellen
2.: Schritt zwei: Sich immer mit “Kein Kom­men­tar” rausreden
3.: Schritt drei: Kri­ti­sche Medi­en vor Publi­kum öffent­lich verleumnden
4.: Schritt vier: Auf Nach­fra­ge war­um die Bun­des­pres­se­kon­fe­renz denn ihr unlieb­sa­me Medi­en öffent­lich ver­leum­ndet ent­ge­gen, man sei lei­der schwer­hö­rig, und habe hier kei­ne Ver­leum­ndung wahr­neh­men können.

Da haben aber gleich drei Leu­te gut auf­ge­passt, wie man auf Social Media Debat­ten abdreht! Über Atta­cken ad homi­nem näm­lich, und dann im Fol­ge­satz gleich die gestell­te Fra­ge ver­dre­hen. (“Der Bun­des­kanz­ler hat doch genau gesagt, …” War Teil der Fra­ge­for­mu­lie­rung, da haben wirs dem Jour­na­lis­ten gleich als Beant­wor­tung sei­ner Fra­ge zurück­ge­spielt.) Und alle drei wer­den aus dem deut­schen Bun­des­haus­halt bezahlt.

Na sehr gut.

Eigent­lich unglaub­lich, dass man mal den Zei­ten von Saw­san Sheb­ly und Stef­fen Sei­bert hinterherweint…

Was an der Stel­le in einer Demo­kra­tie pas­sie­ren hät­te müs­sen wäre, dass die Kol­le­gen auf­ste­hen und gesam­melt den Saal verlassen.

Aber wir sind ja im Wertewesten…

edit: Viel­leicht auch mal zur Auf­lö­sung der Situa­ti­on - also auch als Hil­fe­stel­lung für den fra­gen­den Jour­na­lis­ten. Im gele­ak­ten Gespräch selbst, fällt dazu der Halb­satz “es kommt auf die Daten an”.

Hät­te man auch recher­chie­ren können.

Was bedeu­tet das im Detail?

Die Din­ger brau­chen Sat­teli­ten­da­ten um auf drei Meter genau zu wer­den. In den Sat­teli­ten­da­ten ent­hal­ten sind vor allem Höhen­pro­fi­le aus denen dann 3D Model­le des Über­flug­ge­biets erstellt werden.

Daten über die die Ukrai­ne selbst nicht verfügt.

Daten, die so exakt sein dürf­ten, dass sie über kom­mer­zi­el­le Anbie­ter nicht zukauf­bar sind.

Und dar­aus ergibt es sich dann, war­um es ein Pro­blem ist.

Ergo: Kein Staat der Welt, wird der Ukrai­ne mal eben mal sei­nen Daten­satz hoch­auf­lö­sen­der Sat­teli­ten­bil­der mit Höhen­pro­fi­len der Ukraine/plus minus Krim und mehr zur Ver­fü­gung stel­len - zum einen, weil die Staa­ten selbst Pla­nungs­si­cher­heit bei den Waf­fen behal­ten wol­len, zum ande­ren, weil die dann mor­gen auf dem grau­en Markt zu haben sind. Und zu guter letzt, weil das bereits eine Hil­fe­leis­tung zur Ein­satz­pla­nung dar­stellt und zwar in direk­ter Beteiligung.

Noch eine recht gene­rel­le zwar, aber bereits eine Hilfestellung.

Das ist auch der Punkt an dem es einen Bun­des­hee­rex­per­ten (oder zwei) braucht. Der Her­stel­ler ver­fügt über die­ses Daten­ma­te­ri­al nicht. 

Nur das Mili­tär ver­fügt über nicht frei ver­füg­ba­res, da hoch­auf­lö­sen­den Satel­li­ten­da­ten­ma­te­ri­al - mit Höheninformation.

Klin­gelts?

Enter das “wir geben ihnen die Daten nur selek­tiv und zei­gen ihnen, wie man die 3D Model­le erstellt” Szenario.

In die­sem sind wir dann voll­ends bei “hilft bei kon­kre­ter Mis­si­ons­pla­nung” (da ja selek­tiv) - und das ist bereits akti­ve Kriegsteilnahme.

Es liegt an den Daten.

Die Bri­ten machens voll­stän­dig im Reachback.
Die US haben Per­so­nal vor Ort.
Über die Fran­zo­sen ist nichts bekannt… 😉

edit: Bonus: Selbst wenn sie die­se Daten von Maxar bekom­men, das ist ein US Mili­tär Con­trac­tor. Na, kom­men wir lang­sam ins Denken?

Das Mili­tär ver­fügt schon seit den 1960er-Jahren über hoch­auf­ge­lös­te Satel­li­ten­bil­der. Die Streit­kräf­te der USA und der Sowjet­uni­on beob­ach­te­ten sich gegen­sei­tig aus dem All, spä­ter folg­ten ihnen vie­le wei­te­re Staa­ten, auch Deutsch­land. Inzwi­schen sind meh­re­re Hun­dert Mili­tär­sa­tel­li­ten aktiv. Ihre Bil­der sind aller­dings grund­sätz­lich geheim, an die Öffent­lich­keit gelan­gen sie äußerst sel­ten. Zum Medi­en­phä­no­men wur­den Satel­li­ten­auf­nah­men erst vor 30 Jah­ren mit dem Beginn der kom­mer­zi­el­len Raum­fahrt und der Auf­he­bung der bis dato gel­ten­den stren­gen Geneh­mi­gungs­auf­la­gen für die Ver­öf­fent­li­chung von Luftbildern.

1999 star­te­te die Fir­ma Space Ima­ging den Ikonos-Satelliten, von der New York Times damals als “welt­weit ers­te pri­va­te Spio­na­ge­ka­me­ra” bezeich­net. 2013 gab es knapp 50 kom­mer­zi­el­le Erd­be­ob­ach­tungs­sa­tel­li­ten im All, inzwi­schen ist ihre Zahl auf mehr als 500 gestie­gen. Laut einer Lis­te der fran­zö­si­schen Unter­neh­mens­be­ra­tung Euro­con­sult pla­nen 50 Unter­neh­men für die nächs­ten Jah­re mit 1700 Satel­li­ten, die meis­ten sind soge­nann­te Cube­sa­ts. Die­se High­tech­wür­fel wie­gen weni­ger als 50 Kilo­gramm, eine ein­zi­ge Rake­te kann gleich Dut­zen­de von ihnen ins All befördern.

Aus Space Ima­ging wur­de 2017 – nach meh­re­ren Fir­men­um­bil­dun­gen – Maxar. Auf fast jedem öffent­lich ver­brei­te­ten Satel­li­ten­bild des Kriegs in der Ukrai­ne ist ganz oben rechts das Logo des Unter­neh­mens mit Sitz im US-Bundesstaat Colo­ra­do zu sehen. Als ein­zi­ger Satel­li­ten­be­trei­ber stellt Maxar Bil­der der Kriegs­ge­bie­te in einer sehr hohen Auf­lö­sung von 30 Zen­ti­me­tern [HINT! HINT!] für die Medi­en­nut­zung [HINT! HINT!] kos­ten­los zur Ver­fü­gung. Selbst klei­ne Zei­tun­gen oder Online-Medien kön­nen gan­ze Bil­der­ga­le­rien nut­zen – eine abso­lu­te Aus­nah­me. Zwar stellt die euro­päi­sche Raum­fahrt­agen­tur Esa sogar alle Bil­der ihrer zwei opti­schen Sentinel-Satelliten frei ins Inter­net, sie sind aber deut­lich weni­ger detail­ge­nau. Eine 30-Zentimeter-Auflösung kön­nen neben Maxar nur die euro­päi­schen Pléiades-Satelliten bie­ten. Deren Betrei­ber Air­bus hat aber nur weni­ge Bil­der der ukrai­ni­schen Kriegs­ge­bie­te im Angebot.

Trotz der hohen Zahl von Satel­li­ten ist es ohne­hin kei­nes­wegs so, dass jeder Punkt der Erde stän­dig aus dem Orbit foto­gra­fiert wür­de. Ganz im Gegen­teil. Die opti­schen Satel­li­ten sind mit einer Geschwin­dig­keit von rund 25.000 Kilo­me­tern pro Stun­de auf vor­ge­ge­be­nen Bah­nen unter­wegs. Wenn sie dann aus 400 bis 600 Kilo­me­tern Höhe ein Foto schie­ßen, ist dar­auf ein Recht­eck mit 10 bis 20 Kilo­me­tern Sei­ten­län­ge zu sehen. Ein Maxar-Satellit kann an einem Tag maxi­mal eine Flä­che von der Grö­ße Frank­reichs erfas­sen. Des­halb arbei­ten die meis­ten Betrei­ber mit einer Kon­stel­la­ti­on aus meh­re­ren Satel­li­ten. Bei Maxar und Air­bus sind es vier, zusam­men haben sie nach zwei Mona­ten jeden Punkt der Erde ein­mal überflogen.

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This morning, Maxar ($MAXR) announ­ced that it has won a con­tract worth $192M over five years to sup­ply Ame­ri­can allies with high-res opti­cal, SAR and 3D imagery.

The Natio­nal Geospatial-Intelligence Agen­cy (NGA) award falls under the For­eign Com­mer­cial Image­ry Pro­gram. The inde­fi­ni­te deli­very, inde­fi­ni­te quan­ti­ty con­tract will see the US and its allies tap data from four Maxar offerings:

Secu­re­Watch, covering time­ly image­ry and analytics
Rapid Access Pro­gram, which pro­vi­des “the hig­hest com­mer­cial­ly avail­ab­le collec­tion prio­ri­ty, pre­dic­ta­ble access plus vir­tu­al con­trol of ima­ging ope­ra­ti­ons to help meet mis­si­on requirements—all from any loca­ti­on on Earth.”
Pre­cisi­on 3D, which lever­a­ges Maxar image­ry to crea­te digi­tal repre­sen­ta­ti­ons of Earth and its terrain
Com­mer­cial SAR, an all-weather, 24/7 radar service.
+ While we’re here: The ran­ge of Maxar’s satel­li­te data collec­tion and its clo­se ties to government cus­to­mers has made its image­ry the first line of defen­se when dis­as­ter strikes around the globe. 

When war bro­ke out in Ukrai­ne, governments and huma­ni­ta­ri­an groups lever­aged Maxar image­ry to cha­rac­te­ri­ze dest­ruc­tion, track Rus­si­an troop move­ments, and iden­ti­fy aid pathways.

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Und wir erin­nern uns noch an die Mosw­ka? Wo sofort gele­akt ist, dass die US hier die Ope­ra­ti­ons­pla­nung über­nom­men haben? Sie wis­sen schon, wegen den Echt­zeit Leit­da­ten und so… Nun, stel­len sie sich vor, das ist “eine Brü­cke im Osten der Ukrai­ne”. Was wird sich da der Senat freuen.

Money­quo­te:

Ame­ri­can mili­ta­ry sources have con­fir­med that they were asked to veri­fy Ukraine’s sigh­t­ing of the Moskva.”

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*hust*

Jo mei, ihr machts das eh super, ab Kilo­me­ter 15 dann noch a bissl mehr links, und dann habts es es eh selber, …”

Ok, doch nicht ganz selber…

Ame­ri­can intel­li­gence agen­ci­es gave high­ly sen­si­ti­ve data to the Ukrai­ni­an armed for­ces that allo­wed them to track and kill a dozen Rus­si­an gene­rals and sink the Rus­si­an flagship Mosk­va, a new book reve­als — des­pi­te strident admi­nis­tra­ti­on denials.

A “furious” Pre­si­dent Joe Biden gave “pre­si­den­ti­al tongue-lashings” to CIA chief Bill Burns and other top aides in May after lea­kers told NBC News and the New York Times that Ukrai­ni­ans had been given real-time intel­li­gence from US sources.

He didn’t like what he con­si­de­red to be publicly taun­ting the Rus­si­ans,” White House Chief of Staff Ron Klain told aut­hor Chris Whipp­le in the forth­co­m­ing book “The Fight of His Life,” out Jan. 17.

[…]

The reports of secret streams of real-time battle­field intel­li­gence drew a furious respon­se from the Krem­lin — and instant repu­dia­ti­on from the Pen­ta­gon, the Natio­nal Secu­ri­ty Coun­cil, and Biden’s press office.

We do not pro­vi­de intel­li­gence with the intent to kill Rus­si­an gene­rals,” NSC spo­kes­per­son Adri­en­ne Wil­son said May 5.

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Aber eh schon fast. Könn­te das nicht auch Deutsch­land so machen?!

Was stäubt er sich denn der Kanzler?

Nicht aus­zu­den­ken, wenn das an die Pres­se gehen würde!