Wissen sie, wer mir beim Begriff Festival auch sofort in den Sinn kommt?
Genau! Friedman!

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Das Festival “Fremde Erde” bringt heuer unter anderem die aparte Musik von Joseph Horovitz in dessen Geburtsstadt Wien zur Aufführung
Die verfämten Klänge der Juden sind so schön.
Auch Komponisten wie Hans Gál oder (der bereits international erfahrene) Erich Wolfgang Korngold verloren ihre Heimat: Männer, die ihre Töne in einem eher traditionellen Stil setzten, als Juden dennoch gut daran taten, ihr Heil im Ausland zu suchen – drohte ihnen im “Dritten Reich” doch der Tod im Konzentrations- oder Vernichtungslager.
Wie unterschiedlich “verfemte Musik” von Fall zu Fall klingen kann, wie verschiedenartig die Biografien ihrer Verfasser verlaufen sind, ruft das Festival Fremde Erde in Erinnerung: Die Veranstaltungsreihe, die zwischen 12. bis 29. April in Wien-Neubau stattfindet, bringt Werke des gebürtigen Polen und späteren Sowjetrussen Mieczysław Weinberg ebenso zu Gehör wie Stücke des tschechisch-deutschen Musikers Hans Winterberg und des in Wien geborenen Juden Joseph Horovitz. Letzterer war 1938 dank des rettenden “Kindertransports” nach England gelangt und entwickelte sich dort vom halbwüchsigen Musiktalent zum namhaften Professor am Royal College of Music und zum Komponisten für die Konzertbühne sowie für Film und Fernsehen. Seine hübsche Musik – ein graziler Neoklassizismus mit einem Hauch von Swing und Pop – ist in seiner rotweißroten Heimatstadt so gut wie nie zu hören.
Dafür geht er auf a FestivAl. Schreibt der Standard.
Und wenns der ne waß, wer donn?
Gut, der Spiegel vielleicht…
Gut, dass wir die Kulturförderung haben, sag ich mir immer.
Und erst den Kulturkommisar in Deutschland!
Jetzt nach Tel Aviv fahren um den verfehmten Klängen zu lauschen. Das wärs doch…
Wo kann ich mich dafür bezahlen lassen?!
Ich ruf gleich mal bei meinem Göthe Institut an und frag nach!
