Die Friedensbemühungen Kallas’

30. August 2025

1. Selen­skyj ver­laut­ba­ren las­sen, er wird die Sicher­heits­ga­ran­tien in 8-10 Tagen aus­ver­han­delt haben.

2. Kling­beil ver­laut­ba­ren las­sen, neee Deutsch­land will jetzt lie­ber noch nicht über die Trup­pen dis­ku­tie­ren dies dafür braucht - viel­leicht spä­ter dann…

3. In der CDU/CSU nen Frak­ti­ons­streit dar­über vom Sta­pel bre­chen, damit mans nicht dis­ku­tie­ren muss, nach­dem Merz eine sofor­ti­ge Klä­rung bereits ver­spro­chen hat:

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4. Durch­si­ckern las­sen, dass man an einer “Puf­fer­zo­ne” inter­es­siert sei, die wie folgt kon­stru­iert sein muss (src):

- Eine Lage afri­ka­ni­sche Sol­da­ten (wur­de so und ohne Staats­zu­ge­hö­rig­keit spe­ku­liert (sie­he f.e. click)) die wir als EU gekauft, eh ich mei­ne zur Teil­nah­me ermun­tert haben
- Drei Lagen ukrai­ni­sche Sol­da­ten die wäh­rend des Waf­fen­still­stands nach Russ­land schießen
- Eine Lage Nato Sol­da­ten, damit Russ­land die Frie­dens­ver­hand­lun­gen defi­ni­tiv abbricht - für NATO Com­mand and Con­trol in der Ukrai­ne, die pri­mär erst mal üben kann den ein­ge­kauf­ten Blau­hel­men zu sagen, wann sie weg­schau­en sollen.

KEINE INDER, KEINE CHINESEN, KEINE SÜDOSTASIATEN, KEINE… (Die hat Selen­skyj bereits alle abge­lehnt, da sie kei­ne Waf­fen­spon­so­ren der Ukrai­ne waren (kein Scherz! Der sagt sowas öffent­lich.) also bit­te nur Leu­te die nichts sagen, wenn wir auf die Rus­sen schiessen.

5. Durch­si­ckern las­sen, dass man jetzt bereits an einer Aus­bil­dungs­in­itia­ti­ve von NATO Ausbildungs-Trupps in und für die Ukrai­ne arbei­tet, die SOFORT in Akti­on tritt, wenn eine Waf­fen­ru­he aus­ver­han­delt wurde --

damit erst recht kei­ne Waf­fen­ru­he aus­ver­han­delt wird.

Wie am Frei­tag klar wur­de, stel­len sich unter den der­zei­ti­gen Vor­zei­chen aber meh­re­re EU-Staaten gegen sol­che Vor-Ort-Trainings. Das Risi­ko für die Aus­bild­ner wäre «im Moment zu gross», sag­te der bel­gi­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter. Auch die luxem­bur­gi­sche Ver­tre­te­rin erach­te­te eine Feu­er­pau­se dafür als «uner­läss­lich».

Ungarn blo­ckiert «harm­lo­se» Erklärung

Als Kom­pro­miss­lö­sung erklär­te Kal­las nach der Sit­zung, dass der Schritt «kon­di­tio­nal» erfol­gen könn­te – dass man das Man­dat also jetzt schon aus­wei­tet, es aber erst nach einem Waf­fen­still­stand in Kraft tritt. Gemäss der frü­he­ren Minis­ter­prä­si­den­tin Est­lands gibt es dafür aus den EU-Staaten «brei­te Unter­stüt­zung», prä­zi­ser äus­ser­te sie sich nicht.

src: click (NZZ)

6. Selen­skyj ver­laut­ba­ren las­sen: Buf­fer­zo­ne bei der wir nicht direkt nach Russ­land schie­ßen kön­nen!? Nie und nim­mer! Und schon ist die­se wie­der Geschich­te.

Dann aber noch als Kaja Kal­las kom­plett debil in die Kame­ra grin­sen, dem Rus­sen ges­tern schnell noch drei mal vor­wer­fen, dass er sich nicht an Ver­ein­ba­run­gen hält (“er greift wei­ter­hin an, er will kei­nen Frie­den!”), die von Trump als Vor­be­din­gun­gen auf­ge­ho­ben wurden --

aber Alp­bach ist so. Nur sol­che Leu­te, die da nicht Auf­mu­cken, kom­men nach oben.

Bele­ge gefällig?

[Und jetzt so ein lan­ger Teil über die Alp­bach Elite]

Alp­bach die­ses Jahr gefällt sich sehr in “Kri­tik Simu­la­ti­on” -- wobeis wie immer natür­lich nur dar­um geht die rich­ti­ge Ideo­lo­gie abzu­che­cken, und die nächs­te Genera­ti­on in eine Zukunft zu füh­ren, in der sie deut­lich schlech­ter lebt, als die Groß­el­tern die noch bis zum Abkrat­zen in der Vil­la ver­blei­ben, und ihre Kin­der in Abhän­gig­keit hal­ten wol­len, damit sie die Enkel häu­fi­ger sehen - auch bekannt unter “Stag­fla­ti­on, bis an dein Lebens­en­de” - gez. Die Öster­rei­chi­sche Polit-Elite

Der Stan­dard hat das heu­te eigent­lich sehr schön illus­triert. Das soll­te man man unbe­dingt auch noch ansprechen.

Der Stan­dard, für die dies nicht wis­sen, ist das was sich in Alp­bach kau­fen lässt - um dann so zu tun als seis ein unab­hän­gis­ges Medium.

In klas­si­schen Vor­trä­gen und Dis­kus­si­ons­for­ma­ten sowie auf Wan­de­run­gen debat­tie­ren Teil­neh­men­de, wie mehr Kli­ma­schutz gelin­gen kann – eine Repor­ta­ge von der tra­di­ti­ons­rei­chen Kon­fe­renz im Tiro­ler Alpendorf

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Wenn du die “wie mehr Kli­ma­schutz gelin­gen kann” (also Nega­tiv­wachs­tum für die Genera­ti­on “ver­dammt Demo­gra­phie” (und die ist wich­tig, das Argu­ment bit­te ver­ste­hen (wo sit­zen jun­ge Kon­su­men­ten (= baked in growth))) - weil wenn du nicht bereits als Kind auf brei­te Gesell­schafts­schich­ten nach unten tritts, wird aus dir im Leben nichts mehr.) Schu­lung Alp­bachs absol­viert hast, wirst du zum voll­wer­ti­gen Eli­te Österreicher.

Der Stan­dard hat das Alp­bach­kon­zept (nach unten tre­ten, nach oben die rich­ti­ge Ideo­lo­gie heu­cheln) sei­ner­zeit, als der Event­ma­na­ger von Alp­bach Wien - Fri­days for Future gegrün­det hat - so schön wie kein ande­rer selbst illustriert.

Damals konn­te sich der Stan­dard auf­grund von För­de­run­gen unter Freun­den einen “Kli­ma Redak­teur” leis­ten, der den Leu­ten dann in eige­nen Kol­lum­nen gesagt hat sie sol­len Insek­ten essen, und neben­bei mir dem Geld in Nie­der­ös­ter­reich ein Haus gebaut hat. Nur run­ter­tre­ten ist in die­ser Gesell­schaft relevant.

Wenn du das nicht bis Alp­bach gelernt hast, wird kein guter Eli­te Öster­rei­cher mehr aus dir.

Wir haben fast nur grü­ne Fonds. Aber wir dür­fen in der Bera­tung bestimm­te Pro­duk­te nicht bevor­zu­gen und müs­sen auch nicht nach­hal­ti­ge Fonds anbie­ten, wenn unse­re Kun­den das wün­schen”, sagt Micha­el Alge von der Raiff­ei­sen Lan­des­bank Vor­arl­berg. Eini­ge Hän­de der Zuhö­ren­den gehen nach oben, weil sie nach­fra­gen wol­len. Es ist Mitt­woch­nach­mit­tag in Alp­bach. Zwei Wochen lang tref­fen sich Poli­tik, Wis­sen­schaft, Wirt­schaft und Medi­en hier schon seit 80 Jah­ren, um sich über die Zukunft Euro­pas und der Welt aus­zu­tau­schen. Drau­ßen hat sich die Son­ne ihren Weg durch die am Mor­gen noch dich­ten, über den Ber­gen lie­gen­den Wol­ken gebahnt, auf der Wie­se über dem Kon­gress­zen­trum unter­hal­ten sich Men­schen ange­regt oder ent­span­nen auf den aus Holz und mit einem Segel­tuch bespann­ten far­ben­fro­hen Liegestühlen.

Was sie leis­ten müs­sen um einen Lie­ge­stuhl in Alp­bach zu bekom­men, habe ich ja bereits mehr­fach the­ma­ti­siert, viel­leicht noch zum “genau­so ideo­lo­gisch wol­len wir dich” The­ma du jour, das sich der Stan­dard Redak­ti­ons­wich­ser hier raus­ge­pickt hat…

Aber wir dür­fen in der Bera­tung bestimm­te Pro­duk­te nicht bevor­zu­gen und müs­sen auch nicht nach­hal­ti­ge Fonds anbie­ten, wenn unse­re Kun­den das wün­schen”, sagt Micha­el Alge von der Raiff­ei­sen Lan­des­bank Vor­arl­berg. Eini­ge Hän­de der Zuhö­ren­den gehen nach oben, weil sie nach­fra­gen wollen.

Dass ihre Kin­der in Alp­bach die rich­ti­ge Ant­wort auf ihre Fra­ge nie­mals erfah­ren wer­den, gehört mit zur insti­tu­tio­na­li­sier­ten Ver­ar­sche der nächs­ten Genera­ti­on an young hope­fuls in einer Gesell­schaft unter Stag­fla­ti­on, denn nur wenn sie ideo­lo­gi­siert und gera­de dumm genug sind - wer­den sie auch wei­ter gefördert.

Soll­ten sie bei­spiels­wei­se wis­sen, dass die geho­be­ne­ren Dis­kus­si­ons­run­den in Alp­bach dafür ver­ant­wort­lich waren, dass Ban­ken in Bera­tun­gen dazu gezwun­gen wur­den min­des­tens auch eine “grü­ne” Fond­al­ter­na­ti­ve vor­zu­le­gen -- wer­den sie dort nur geshunnt:

https://www.derstandard.at/story/2000110260476/klimaziele-eu-nimmt-finanzbranche-in-die-pflicht

Soll­ten sie bei­spiels­wei­se wis­sen, dass im ers­ten Jahr von FFF Alp­bach Sti­pen­dia­ten zusam­men mit regu­lä­ren EFA Vor­tra­gen­den, zusam­men mit von der IIASA “bera­te­nen” Exper­ten die gesam­te Anhö­rung des Kli­ma­volks­be­geh­rens vor den öster­rei­chi­schen Par­la­ments­ver­tre­tern gegamed haben - wer­den sie dort nur geshunnt.

Soll­ten sie wis­sen, dass der Kli­ma­rat in Öster­reich mit einem Vier­tel für PR Kos­ten bud­ge­tiert war, wer­den sie dort nur geshunt.

https://www.derstandard.at/story/2000134320701/kosten-fuer-neuen-klimarat-zu-einem-viertel-fuer-pr-zwecke

Soll­ten sie wis­sen, dass die Stif­tung Cond­or­dia in die­sem Zusam­men­hang frei­wil­li­ge Sprach­re­ge­lun­gen für Zei­tun­gen ent­wor­fen hat, die dann alle Zei­tun­gen, die in Alp­bach waren unter­schrie­ben haben, wer­den sie dort dafür nur geschunnt.

Die­ser dient als Richt­li­nie für “eine ange­mes­se­ne, kla­re und kon­struk­ti­ve Bericht­erstat­tung über die Kli­ma­kri­se”, wie es in den Leit­li­ni­en heißt. Medi­en­häu­ser, die den Kodex unter­schrei­ben, beken­nen sich etwa zu wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten, räu­men Kli­ma­be­richt­erstat­tung Platz und Res­sour­cen ein, zei­gen Lösun­gen und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf und ach­ten auf ange­mes­se­ne Bebil­de­rung und Wortwahl.

[Anm.: Dafür gibt es einen Euphe­mis­mus - man sagt in der geho­be­nen Gesell­schaft glaub ich Erwach­se­nen­bil­dung dazu…]

Kli­ma­jour­na­lis­mus ist kein Aktivismus”

In den Leit­li­ni­en des Klima-Kodex heißt es: “Die Kli­ma­kri­se ist gemein­sam mit dem Arten­ster­ben die dring­lichs­te Kri­se in die­sem Jahr­hun­dert. Sie gefähr­det unse­re Lebens­grund­la­gen und hat des­halb höchs­te Prio­ri­tät.” Unter­zeich­nen­de Medi­en erken­nen wis­sen­schaft­li­che Fak­ten zum Kli­ma­wan­del an und den­ken die­se ressort- und the­men­über­grei­fend mit. Neben den Fol­gen der Erd­er­hit­zung sol­len auch unter­schied­li­che Lösun­gen und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt wer­den. Betont wird: “Kli­ma­jour­na­lis­mus ist kein Aktivismus.”

Die Leit­li­ni­en sind nicht ver­bind­lich, womit kein Ein­griff in die redak­tio­nel­le Unab­hän­gig­keit vor­lie­ge, sag­te Netzwerk-Sprecherin Vere­na Mischitz. Die Ver­ant­wor­tung liegt wei­ter­hin bei den Redak­tio­nen. Jedoch kann ein fünf­köp­fi­ges Gre­mi­um Ver­stö­ße fest­stel­len und dazu anhal­ten, Feh­ler rich­tig­zu­stel­len. Bei wie­der­hol­ten Fehl­trit­ten kann die Mit­glied­schaft auf­ge­kün­digt wer­den. Zudem kann das Netz­werk Kli­ma­jour­na­lis­mus über Ver­stö­ße gegen den Kodex öffent­lich berichten.

Der Klima-Kodex wur­de von Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten aus unter­schied­li­chen Redak­tio­nen erar­bei­tet und ent­stand in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Kli­ma­for­schungs­netz­werk Cli­ma­te Chan­ge Cent­re Aus­tria (CCCA). Die wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung über­nahm IPCC-Autor Dani­el Hupp­mann (IIASA). Unter­zeich­net haben den Klima-Kodex etwa bereits die APA - Aus­tria Pres­se Agen­tur, “Heu­te”, “Regio­nal­me­di­en”, “Wie­ner Zei­tung”, “Datum”, “Moment”, “Die Chef­re­dak­ti­on”, “ande­rer­seits” und “tag eins”.

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Ah, da ist sie ja wie­der - die IIASA!

Soll­ten sie die IIASA Rese­arch Artis­ta in Alp­bach selbst ihre Arbeit mit “Pro­pa­gan­da im Natio­nal­so­zia­lis­mus” ver­glei­chen hören haben, die aber “von ihren Kol­le­gen sehr geschätzt wur­de, nach­dem sie gese­hen haben, was damit gesell­schaft­lich mög­lich sei” - wer­den sie dort nur geshunnt.

https://previous.iiasa.ac.at/web/home/about/news/200928-SciArt-20.html

Soll­ten sie in den Schu­lun­gen geses­sen sein, wo BBC PR-Funktionäre das rich­ti­ge bewer­ben des EU Pathos mit eige­nen Geschich­ten so rich­tig auf “wie sie am bes­ten viral gehen” getrimmt haben, und das Forum Alp­bach Net­work, dann Prei­se für den reich­wei­ten­stärks­ten “war­um ich die EU Lie­be” Face­book post aus­ge­schrie­ben hat mit Fas­sungs­lo­sig­keit und Ekel ertra­gen haben, -- klopft ihnen dort zuerst ein PR-ler mit “jetzt as du das auch noch gese­hen” auf die Schul­ter -- aber sie wer­den dort nur geschunnt.

Soll­ten sie dort ver­stan­den haben, wie sehr die Ver­an­stal­tung durch US Unter­neh­men gespons­ort wird, die Regie­rung so sie Soft­ware­un­ter­neh­men sind in struk­tu­rel­le Abhän­gig­kei­ten füh­ren und von hin­ten bis vor­ne ver­ar­schen, aber dafür Wer­be­vor­trä­ge raus­be­kom­men -- ver­steht dort kein ande­rer wor­über sie sprechen…

Oh, sor­ry, I dig­ress… Zurück zum Stan­dard Artikel.

Der sich unter ihnen befin­den­de Schrödinger-Saal, benannt nach dem öster­rei­chi­schen Nobel­preis­trä­ger für Phy­sik, Erwin Schrö­din­ger, ist eben­falls gut besucht. Im Kon­fe­renz­saal geht es um den Kli­ma­schutz, ein The­ma, das beim Euro­päi­schen Forum Alp­bach auf “Hikes” zu Kla­gen gegen Staa­ten, die beim Kli­ma­schutz säu­mig sind, eben­so eine zen­tra­le Rol­le spielt wie in gro­ßen Vor­trä­gen, in denen über die Mög­lich­keit eines gleich­zei­tig grü­nen und wett­be­werbs­fä­hi­gen Euro­pa dis­ku­tiert wird. Im Schrödinger-Saal liegt der Fokus auf Inves­ti­tio­nen in Bio­di­ver­si­tät und Kli­ma­wan­del­an­pas­sung und der Fra­ge, wel­che Rol­le die Finanz­wirt­schaft dabei spie­len kann.

Soll­ten sie das Davos Glo­bal Risk Assess­ment in 2017, 2018 usw. gele­sen haben bre­chen sie danach in einen Lach­an­fall aus, aber passt schon. Soll­ten sie ver­folgt haben was nach sei­nem Kamin­ge­spräch in Alp­bach aus Ani­ket Shah Seni­or Advicer, Oppen­hei­mer Funds, New York gewor­den ist - gra­tu­la­ti­on auch zu die­ser Stun­de Ver­ta­ne Recherche.

Von den im Raum ver­teil­ten Steh­ti­schen, hin­ter denen auf Roll-up-Bannern für die vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um ver­ant­wor­te­te Green-Alliance-Finance-Initiative gewor­ben wird, aus reagie­ren sie auf Inputs, zum Bei­spiel zu dem kri­ti­schen Ein­wand, ob die ange­prie­se­nen grü­nen Fonds der Raiff­ei­sen­bank wirk­lich so nach­hal­tig sei­en, wie es ihr Vor­sit­zen­der in Vor­arl­berg, Micha­el Alge, vor­gibt. Zu der ein­gangs erwähn­ten Aus­sa­ge ergänzt er, dass der­zeit außer­dem ein grü­ner Bond vor­be­rei­tet wer­de. Schon frü­her in der Dis­kus­si­on weist er auf eine neu instal­lier­te wil­de Wie­se hin­ter dem eige­nen Stand­ort hin sowie Wär­me­pum­pen, die groß­flä­chig instal­liert wur­den, um nicht mehr auf Gas als Ener­gie­quel­le zurück­grei­fen zu müssen.

Soll­ten sie unter Ener­gie­ver­sor­gung was ande­res als “Wär­me­pum­pe in der Vil­la mei­ner Groß­el­tern ver­ste­hen” und da plötz­lich komisch zu drein­schaun begin­nen, wer­den sie dort nur geshunnt.

Vor­wurf Greenwashing
Letz­te­re Punk­te wir­ken ange­sichts der Men­ge an Geld, das bei Ban­ken im Umlauf ist, eher wie Green­wa­shing, und Ursu­la Bitt­ner von Green­peace, die im Publi­kum sitzt, pran­gert an, dass die zuvor als nach­hal­tig ange­prie­se­nen Fonds laut einer Stu­die zu zwölf Pro­zent aus fos­si­len Antei­len zum Bei­spiel vom Ölkon­zern BP bestehen. Da muss auch Alge teil­wei­se nach­ge­ben, ver­sucht sich aber wei­ter­hin an einer Recht­fer­ti­gung: “Was nach­hal­tig ist, ist heu­te mehr Kunst als Wis­sen­schaft”, so Alge. Ob Antei­le an Tes­la als nach­hal­tig zu bewer­ten sei­en oder nicht, dar­über sei­en sich selbst Rating­agen­tu­ren nicht einig.

Soll­ten sie sich die Welt nicht von Green­peace erklä­ren las­sen wol­len, weil sie gege­be­nen­falls schon ne dif­fe­ren­zier­te­re Sicht zu Din­gen haben als ein insti­tu­tio­na­li­sier­ter Akti­vis­mus -- wer­den sie dort nur geshunnt.

Soll­ten sie dar­über nur lachen können -

Wich­ti­ge Leitmärkte
In der Dis­kus­si­on immer wie­der posi­tiv her­vor­ge­ho­ben für ihre Vor­rei­ter­rol­le wird die Euro­päi­sche Invest­ment Bank, die durch Inves­ti­tio­nen in bei­spiels­wei­se grü­nen Stahl in Schwe­den, eine kli­ma­neu­tra­le Rei­fen­fa­brik in Rumä­ni­en oder die Sanie­rung hun­der­ter Schu­len in Irland Fak­ten schafft, von denen vie­le natio­na­le Akteu­re und Staa­ten nur träu­men können.

da sie in etwa wis­sen, wel­ches Inves­ti­ti­ons­vo­lu­men die Euro­päi­sche Inves­ti­ti­ons­bank gehe­belt bekommt, wer­den sie dort nur geshunnt.

Mit Blick auf Öster­reich wer­den immer wie­der soge­nann­te Leit­märk­te ange­spro­chen, die aus­er­ko­ren wer­den sol­len, um Inno­va­tio­nen vor­an­zu­trei­ben. So könn­te eine höhe­re For­schungs­prä­mie, die zur Corona-Zeit gro­ße Wir­kung erziel­te, in aus­ge­wähl­ten Berei­chen gezielt die Umstel­lung ener­gie­in­ten­si­ver Indus­trie beschleu­ni­gen, lau­tet ein Vor­schlag aus dem Publi­kum, der viel Anklang fin­det. Ansons­ten braucht es aus Sicht von Sig­rid Sta­gl eben kla­re Regeln, “wo es auch mal so ist, dass man anste­hen muss als Unter­neh­men. Es gibt vie­le Bei­spie­le, dass dann Inno­va­ti­ons­schü­be kommen.”

Soll­te ihnen die Mär der Euro­päi­schen Leucht­turm­pro­jek­te nach fünf Jah­ren schon zum Hals raus­hän­gen, wer­den sie dort nur geshunnt.

Soll­ten sie nicht mehr so blind und ideo­lo­gi­siert sein wie --

Kla­re Regeln und Klagen
Kla­re Regeln, an die sich Staa­ten beim Kli­ma­schutz hal­ten müs­sen, wün­schen sich auch die über­wie­gend weib­li­chen Teil­neh­men­den bei einem Spa­zier­gang ein paar Stun­den frü­her – im Zwei­fel müs­se man eben gegen sie kla­gen, wenn sich Kli­ma­schutz nicht anders errei­chen lasse.

Wer­den sie schlicht­weg nicht mehr gefördert.

Ihre Auf­ga­be als Alp­bach Sti­pen­di­at ist es gegen Gesell­schafts­tei­le run­ter zu tre­ten, die sich noch wirt­schaft­li­chen Auf­schwung wün­schen. Sie wer­den als high poten­ti­al der Zukunft nicht umsonst ein­zig und allei­ne dafür bezahlt, dass sie von ande­ren Ver­zicht ein­for­dern, und die Gesell­schaft in der ewi­gen Stag­fla­ti­on pazifizieren.

Good night and good luck.

Wobei - Alp­bach ist natür­lich auch -- Leu­te Gig Working Fir­men auf­zie­hen las­sen, weil ehe­ma­li­ge Goog­le Mit­ar­bei­ter vom Rie­sen Poten­ti­al der frei­en Werk­ver­trä­ge für Unter­neh­men faseln solan­ge “die­se noch nicht recht­lich regu­liert sind”.

Alp­bach ist natür­lich auch N26 Wer­be­ver­an­stal­tung wo du dei­nen Busi­ness Plan der sehr ent­u­si­as­ti­schen Führungsriege…

Alp­bach ist natür­lich auch - dich von einem Busi­ness Coach in ner Ver­an­stal­tung self opti­mi­zen lassen -

Alp­bach ist natür­lich auch, klat­schen wir dem NATO Ein­käu­fer, der Vor­trä­ge hällt wie ein 17 jäh­ri­ger zum Abschied lei­se servus

und Alp­bach ist natür­lich auch, dei­ne grot­ten­schlech­ten Flö­ten­kennt­nis­se am Abend in einer sich spon­tan gefun­de­nen Kunst­grup­pe zu einer Per­for­mance für die Vie­len wer­den zu las­sen, denn was wär der Oth­mar Karas ohne Eigeninitiative.

Wenn sie von irgend­wo­her noch ein Start­up ange­schleppt haben, das mit TTS einen Robo­ter­kopf spre­chen lässt, darfst du den Ver­an­stal­tern natür­lich auch dazu gratulieren.

Wenn du dar­über hin­aus ein kri­ti­sches Reflek­ti­ons­po­ten­ti­al mit­bringst - HÄNG DICH AUF - du kannst 10 mal ver­ste­hen, dass hier struk­tu­rell, ohne dass Medi­en irgend­et­was dazu sagen wür­den Gesell­schaft mani­pu­liert wird (im Sin­ne von Ber­neys Pro­pa­gan­da), und viel­mehr dass die “young hope­fuls” dort von Unter­neh­men abge­holt wer­den - die es WIE KEIN ANDERER geschätzt haben, wenn du woke bis zum tilt warst, da es dir dann bereits geläu­fig war im Bezug auf dein Selbst­bild zu lügen, ande­re im Hin­blick auf dei­ne sozia­len Benach­tei­li­gun­gen hin zu mani­pu­lie­ren, dann als Hire beim ent­spre­chen­den Unter­neh­men natür­lich sofort an der Rea­li­tät zu schei­tern, du dann aber dein gesam­tes bis­he­ri­ges Leben nur Heu­cheln gelernt hast, was dich zum noch viel per­fek­te­ren Hire gemacht hat, da dich jetzt das Unter­neh­men unter­weist, wie du dar­aus eine Stär­ke machst. Und dich im Sin­ne des Unter­neh­mens wie­der aufbaut.

ABER IMMERHIN, hat Alp­bach den Teil­neh­mer­schwund durch die nächt­li­chen besof­fe­nen Phil­ip­pe Nar­val Run­den über­wun­den, in denen der dir erzählt hat wie toll der “Art Track” des Forums ist, weil des­halb nächs­tes Jahr auch die FT (wars die FT?) kommt, und dann gibts end­lich wie­der media publicity.

Ach­ja und Net­wor­king opor­tu­nities gibts auch.

Alp­bach ist und bleibt Hor­ror, in dem du gera­de mal fra­gen sollst “Ja aber kön­nen wir nicht alle Fonds kli­ma­neu­tral machen, die wir Bank­in­sti­tu­te ihren Kun­den vor­le­gen lassen”.

Jetzt neu, mit Grup­pen­dis­kus­sio­nen, und mehr gema­nag­tem kri­ti­schen Geist, beim Debat­tie­ren mit Greenpeace --

weil oh Wun­der, mitt­ler­wei­le wokeness bis tilt nicht mehr die A++ Manage­ment Fähig­keit du jour ist…

Seit­dem eine Teil­neh­me­rin Treichl gesagt hat, sie will jetzt viel lie­ber über ihre Benach­tei­li­gung durch ihre Haut­far­be spre­chen als über die EU Inte­gra­ti­on Montenegros.

Also ab jetzt “kri­tisch mit Green­peace und Raiff­ei­sen” über “Kau­fen alle Leu­te Kli­ma­fonds?” dis­ku­tie­ren… Gut die OENB hat dazu bereits 2024 einen Bericht erstellt (https://www.oenb.at/dam/jcr:c594baf4-04d9-4246-b8d3-9238229f3361/report-2024-16-green-finance.pdf), aber war­um nicht die Gschrop­pen dar­über debat­tie­ren las­sen, sag ich mir immer… Die Talent Scouts lie­ben es.

Aber nach der Pflicht - kommt dann noch die Kür.

Den Rest dei­nes Lebens, NIE IRGENDWAS DAVON ERWÄHNEN, weil alle ande­ren Leu­te in Öster­reich inklu­si­ve das gekauf­te Medi­en­sys­tem -- das natür­lich alle wahn­sin­nig toll gefun­den haben - und dich aus­sor­tie­ren, wenn du was ande­res sagst.

edit: Ach­ja, war­um gekauf­tes Mediensystem…

1. Lachs­bröt­chen, und Pres­ti­ge, mehr brauchst du für die­se Schwach­ma­ten nicht - wies der Rau­scher zu Beginn des Ukraine-Kriegs beim IWM­Vi­en­na ein­drucks­voll unter Beweis gestellt hat.

2. Für die jün­ge­ren Jour­na­lis­ten die noch mehr am Hun­ger­tuch nagen, Moderations-Gigs bei dem sie die CEOs von Climate-Newswire (afair for pro­fit Unter­neh­men, bit­te aber noch­mal goo­geln) inter­view­en kön­nen um sich von ihnen “HILFREICHE PR-TIPPS” abzu­ho­len, wie sie ihre Fami­lie, und ihre Leser zu mehr Klima-Verzicht mani­pu­lie­ren können.

Als gute Ant­wor­ten für die man sich als Stan­dard Jour­na­list dann bedankt, fal­len dann so “igno­ri­er dei­nen Onkel, wenn der sich nicht über­zeu­gen lässt, der macht dir auf Face­book nur schlech­te Vibes - das scha­det dei­ner Reich­wei­te” raus, für die sich der bezahl­te Stan­dard­jour­na­list dann natür­lich noch artig bedankt.

Denn mit Glück winkt im nächs­te Kar­rie­re­ab­schnitt ein ver­mi­tel­ter PR-Job in einem mit Alp­bach ver­netz­ten Unter­neh­men. Oder natür­lich der nor­ma­le Kar­rier­weg als Medien-Consultant. Wo du dann eben­falls unter Beweis stel­len darfst, wie sehr du in Alp­bach gelernt hast auf gan­ze Gesel­schafts­scich­ten run­ter zu treten.

Eh wie üblich, nichts sen­sa­tio­nell Neues.

edit: Viel­leicht noch als not­wen­di­ger Kon­text: Natio­nal­rats­wah­len 2024: Grü­ne: 8,24% - aber das ist in Alp­bach egal. 

Hier gehts dar­um wel­che Ideo­lo­gien Eli­tem­ei­nungs kom­pa­ti­bel sind, oder noch in die Mehr­heits­ge­sell­schaft pro­mo­tet wer­den müs­sen. Lügen, betrü­gen, NGOs für die Mani­pu­la­ti­on von Abge­ord­ne­ten bezah­len, PR schup­fen, Freund­schafts­netz­wer­ke abra­deln, Ver­bin­dun­gen bei öffent­li­chen Auf­trit­ten der Orga­ni­sa­to­ren des Kli­ma­volks­be­geh­rens ver­schlei­ern, alles inklu­si­ve - du machst es ja wegen der Ideo­lo­gie die du mit der Grup­pe teilst - das Gehalt ergibt sich dann dar­aus wie vie­le Leu­te zu pazi­fi­ziert, oder zum Umden­ken bewegt bekommst. Oder du mana­get dann halt die Leu­te dies für dich machen (also Medi­en und so).

Als dann die Leu­te begin­nen dahin­ter­zu­stei­gen wies läuft “OMG, DIE VIELEN AUSLÄNDER!” schrei­en - um wie­der a Nar­ra­tiv von wem ande­ren zu popu­la­ri­sie­ren - dazu holst dir viel­leicht einen Par­tei­vor­sit­zen­den oder so --

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Aber das läuft in Alp­bach wei­ter­hin unter “popu­lis­ti­sche Gesell­schafts­kon­trol­le”, dar­an glaubt so rich­tig nie­mand. Und damit wirst du viel­leicht a Babler, aber sonst nichts.

Im Kern gehts wei­ter­hin nur dar­um, wie du die Gesell­schaft chi­que ver­ar­men lässt. (Inves­ti­tio­nen in R&D kom­men für mei­ne Genera­ti­on 20 Jah­re zu spät.)









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