Neues von den social Media Headline Designern der Presse

05. Mai 2026

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Hät­ten wir das auch geklärt.

Das was drin­nen steht? Kei­ne Ahnung, als ob ich da cli­cken würde.

Lesen wir lie­ber was anderes, …

Über das Experten-Unwesen: Wer uns im ÖRR die Welt erklärt

Schon so man­cher Erklä­rer hat sich als Hoch­stap­ler oder Fan­tast ent­puppt. Doch solan­ge man elo­quent for­mu­liert und schnell lie­fern kann, ist erst­mal alles gut.

Alex­an­der Teske
04.05.2026

Bei der Tages­schau habe ich als Pla­ner gear­bei­tet. Zu den Auf­ga­ben eines Pla­ners gehört es, Exper­ten zu suchen. Gesprächs­part­ner, die als Kory­phä­en auf ihrem Gebiet, in knap­pen Sät­zen etwas gut erklä­ren kön­nen. Oder ein­ord­nen. War­um Iran bom­bar­diert wird, der Strom so teu­er ist, Wale stran­den, Trump Erfolg hat. Umso über­rasch­ter war ich über die Fra­ge einer Kol­le­gin, wonach wir eigent­lich Exper­ten ein­la­den. Was da unse­re Kri­te­ri­en sind. Sie sei auf eine Ver­an­stal­tung ein­ge­la­den und sol­le die­se Fra­ge beant­wor­ten. Das Ver­blüf­fen­de: Ich wuss­te auch nach 21 Jah­ren als Pla­ner bei MDR und NDR kei­ne schnel­le Antwort.

Selbst­re­fle­xi­on unse­rer Arbeit war selten
Jeder sah sich als Ein­zel­kämp­fer und hat­te sei­ne eige­ne Datei mit Exper­ten. Wie und wonach er jemand aus­such­te, blieb ihm über­las­sen. Dar­an muss­te ich den­ken, als ich über einen Arti­kel der Kol­le­gen der „Zeit“ stol­per­te. Die Wochen­zei­tung beschäf­tig­te sich mit Rüdi­ger Maas. Über­schrift: „Ist Deutsch­lands bekann­tes­ter Genera­tio­nen­for­scher ein Blen­der?“ Maas wur­de als Exper­te und Psy­cho­lo­ge durch fast alle deut­schen Medi­en gereicht. Jah­re­lang war er einer der gefrag­tes­ten Erklä­rer gesell­schaft­li­cher Trends.

Als „Psy­cho­lo­ge” wur­de er in den Tages­the­men oder auf NDR info vor­ge­stellt und ord­ne­te ein, war­um die AfD so gut Erst­wäh­ler erreicht. Angeb­lich wür­de das über die Eltern ver­erbt. Im SWR 1 wur­de er als „renom­mier­ter Genera­tio­nen­for­scher“ vor­ge­stellt, bei Bay­ern 2 als „Exper­te für Arbeits- und Orga­ni­sa­ti­ons­psy­cho­lo­gie“ ein­ge­führt und beim WDR sitzt er als „Wirt­schafts­psy­cho­lo­ge“ auf der Couch. Im öffentlich-rechtlichen Rund­funk war der Exper­te im stets offe­nen Hemd ein Stamm­gast – im ARD-Morgenmagazin, im heu­te jour­nal oder bei Mar­kus Lanz. Wur­de er als „Phi­lo­soph“ vor­ge­stellt, wider­sprach er nicht.

Vier-Tage-Woche, Genera­ti­on Z, Tik-Toks-Trends – Maas konn­te alles erklä­ren. Doch eine Recher­che der „Jun­gen Frei­heit“ mach­te zahl­rei­che Unge­reimt­hei­ten in sei­nem Lebens­lauf, sei­ner For­schung und sei­nem Insti­tut öffent­lich. Er sei kein Diplom-Psychologe, pro­mo­viert habe er in Psy­cho­lo­gie auch nicht. Die „Zeit“ recher­chier­te wei­ter. Nun hat­te Maas plötz­lich in Infor­ma­ti­ons­wis­sen­schaf­ten pro­mo­viert – an der Hoch­schu­le für Biblio­the­k­we­sen in Sofia. Und die Mit­ar­bei­ter sei­nes Insti­tuts gaben rei­hen­wei­se an, dort vor Jah­ren ein­mal ein Prak­ti­kum absol­viert zu haben oder nur in Teil­zeit tätig zu sein. Eine Zweig­stel­le in Ber­lin exis­tiert unter der ange­ge­be­nen Adres­se nicht. Wis­sen­schaft­li­che Arbei­ten publi­zier­te Maas, wenn über­haupt, in dritt­klas­si­gen Publi­ka­tio­nen, die zum Bei­spiel in Paki­stan her­aus­ge­ge­ben werden.

Einen Abschluss als Phi­lo­soph hat Maas auch nicht. Nun inter­es­sier­te sich auch die „FAZ“ für den Fall. Der Pla­gi­ats­jä­ger Ste­fan Weber hat schließ­lich aktu­ell in der Dok­tor­ar­beit von Maas Zita­te aus Stu­di­en gefun­den, die gar nicht exis­tie­ren. Ein neu­er Baron Münch­hau­sen? Das ZDF hat Maas vor­sorg­lich von sei­ner 500 Namen umfas­sen­den Experten-Liste gestri­chen. Inter­es­sant wäre zu erfah­ren, wie er dort lan­den konn­te. Eine Fra­ge, die sich an alle Redak­tio­nen rich­tet. Und zwar ganz ohne Schaum vor dem Mund: Sie wis­sen ja – wer im Glas­haus sitzt… Viel­leicht war Rüdi­ger Maas so ein belieb­ter Gesprächs­part­ner in deut­schen Medi­en, weil er gesagt hat, was Jour­na­lis­ten gern hören?

Er ver­trat Posi­tio­nen wie ein Social-Media-Verbot für Jugend­li­che bis 18 Jah­re und schrieb das Buch „Genera­ti­on arbeits­un­fä­hig – war­um uns die Jun­gen zwin­gen, Arbeit und Gesell­schaft jetzt neu zu den­ken“. Es ist der Nach­fol­ger des Mach­werks „Genera­ti­on lebens­un­fä­hig“. Sein nächs­ter Pau­ken­schlag ist für Juni ange­kün­digt. Kurz vor den Land­tags­wah­len in Ost­deutsch­land trägt es den Titel: „Genera­ti­on rechts? Zwi­schen Über­be­hü­tung und Exis­tenz­angst: War­um sich jun­ge Men­schen von der poli­ti­schen Mit­te abwen­den.“ Die „Zeit“ kon­sta­tiert: „Maas beschreibt in sei­nen Büchern, was vie­le ohne­hin im Gefühl haben.“ Viel­leicht sein Erfolgsgeheimnis.

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Hmm, das ham wir doch schon mal wo gese­hen… Klar!

Timo­thy Sny­der: “The actu­al anci­ent Greece exis­ted in a syn­the­sis with the scy­thi­ans which [are] peop­le around the Black Sea and into the step and into Cen­tral Asia, the scy­thi­ans - anci­ent Athens, Peri­cles, Aris­tot­le, Pla­to, Socra­tes, the who­le kit and kabood­le were only pos­si­ble becau­se of eco­no­mic rela­ti­ons­hips and cul­tu­re rela­ti­ons­hips with the Black Sea.

Which is reflec­ted in Greek myth, it’s reflec­ted in Greek tra­ge­dy, but we we have cho­sen not to see that, and to take the Greeks away from their own geography.

If you put the geo­gra­phy back in, you see a very inte­res­ting and dif­fe­rent sto­ry. Things that we have cate­go­ri­zed as Greek myth, turn out to be the histo­ry of the Ukrai­ni­an lands.

I’ll give you one dra­ma­tic examp­le and then I’ll be done.

The Ama­zons.

So the Ama­zons figu­re as Greek myth.

The­re couldn’t pos­si­b­ly have been women war­ri­ors. The Greeks must have made that up for some cul­tu­ral rea­son of their own.

But it turns out that on gra­ve sites in Ukrai­ne, the­re is evi­dence of fema­le war­ri­ors for about a hund­red years!

src: https://harlekin.me/allgemein/this-is-not-a-magic-trick/

Money­quo­tes (in etwa - bit­te das Video zur Gän­ze kon­su­mie­ren) - “wir schrei­ben gera­de die Lokal­ge­schich­te Russ­lands neu, ein sehr inter­es­san­tes Feld”, “nach der Revo­lu­ti­on soll­te Russ­land ein­fach in 12 Regio­nal­ver­wal­tun­gen geteilt wer­den, mit ihrem eige­nen Natio­nal­my­thos, das machst du doch für uns Zygar, nicht?”

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Gut da konn­te der Tages­spie­gel natür­lich sei­nen aktu­el­len Job­ti­tel nicht ausschreiben:

Chair in Modern Euro­pean Histo­ry, Sup­por­ted by the Tem­er­ty Endow­ment for Ukrai­ni­an Studies
Direc­tor, Public Histo­ry Lab
Pro­fes­sor, Munk School of Glo­bal Affairs & Public Policy

src: click (munkschool.utoronto.ca)

Gut, wer­den sie sich jetzt fra­gen, was ist denn wie­der das “Tem­er­ty Endow­ment for Ukrai­ni­an Studies”?

Gut, dass sie fragen…

https://www.ualberta.ca/en/canadian-institute-of-ukrainian-studies/news-and-events/news-at-the-cius/2020/february/the-temerty-foundation-enhancing-understanding-of-the-ukrainian-past.html

Das ist von 2020. Aber sehen sie, das alles konn­te bei­spiels­wei­se der Huren­drecks­stan­dard bis heu­te nicht recherchieren, …









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