Oh, so ein Zufall, die Ukraine wusste ja mal wieder von nichts…

18. August 2024

War doch nur eine der ers­ten Erfolgs­mel­dun­gen der Ukrai­ne, dass man sich jetzt durch den Angriff auf Russ­land die “Aus­tausch­kas­se” an Sol­da­ten wie­der auf­bes­se­re. Hurra.

Also welch ein Glück, der “Raid” der Ukrai­ner rein in das am wenigs­ten ver­tei­dig­te Gebiet an der ukrai­ni­schen Gren­ze, traf in Kursk auf *trom­mel­wir­bel bit­te* RUSSISCHE GRUNDWEHRDIENER, die gar­nicht an der Gren­ze ste­hen hät­ten dürfen!

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MEINE GÜTE, SO EIN ZUFALL!

Und vor denen muss­te die Ukrai­ne Sumy schüt­zen und brauch­te dazu trotz null Droh­nen Toten in den letz­ten 3 Mona­ten in der Regi­on, und den gesamt vier Kriegs­to­ten die auf liveuamap.com in den let­zen drei Mona­ten ver­merkt sind -- unbe­dingt noch eine 40km lan­ge Buf­fer­zo­ne, bei ner Grenz­län­ge in Sumy von 185km… Denn auf der ande­ren Sei­te stan­den ja - rus­si­sche Grundwehrdiener.

(Ohne zuvor eine Eva­ku­ie­rung der eige­nen Bevöl­ke­rung im Grenz­be­reich ein­ge­lei­tet zu haben, die begann ja erst am Tag 4 und beinhal­te­te dann nur die ers­ten 10km Tie­fe, denn hät­te man 20km gewählt hät­te man ja das SICHERE SUMY STADT eva­ku­ie­ren müs­sen, in das ges­tern noch die gan­zen Omis aus der Grenz­nä­he gebracht wor­den sind. Und der ARD Kor­re­spon­dent auf Erlebnisreise.)

Und in die­ser Puf­fer­zo­ne pas­siert auch im Moment gera­de über­haupt nichts -- die Grenz­re­gi­on zu Kursk wird aktu­ell nicht ein­mal bewacht. Denn - *Trom­mel­wir­bel bit­te* die Ukrai­ne hat mal kurz eine Nach­rich­ten­sper­re aus­ge­ru­fen, die der CNN Kor­re­spon­dent hier (sowie die Repor­ter der NZZ) über­gan­gen hat um (unter ukrai­ni­scher Füh­rung) kom­plet­te Städ­te zu zei­gen in denen es kei­ne mili­tä­ri­sche Prä­senz abseits von Sol­da­ten in Zivil, und ukrai­ni­schen Sol­da­ten in Klein­wa­ren­ge­schäf­ten beim Ein­kau­fen gab:

Gut, sind jetzt nicht unbe­dingt die bes­ten Bil­der, wenn sie da Grund­wehr­die­ner raus­fah­ren. Lie­ber nur von hin­ten zei­gen, sie wis­sen schon, auf einem Toyo­ta Pick­up wäh­rend der Fahrt, oder mit Papier vorm Gesicht, mit Kle­be­band rund um den Kopf festgeklebt…

Also - Wäh­rend die Ukrai­ne ihr kom­plett ruhi­ges Sumy von fuck­ing Grund­wehr­die­nern durch nen immer noch völ­ker­rechts­wid­ri­gen Angriff (sor­ry, ich kann das das huma­ni­tä­re Völ­ker­recht lesen, ich kann nach­re­cher­chie­ren, wie vie­le Leu­te im letz­ten Halb­jahr in Sumy unge­kom­men sind ich brauch die Pro­pa­gan­da Line nicht, die jetzt bereits Lars Kling­beil wie­der­ho­len muss…) und eine grö­ße­re Buf­fer­zo­ne durch einen Angriff schüt­zen woll­te, wäh­rend es die eige­ne Bevöl­ke­rung am Tag vier des Ein­marschs aus einer 10km Grenz­z­oh­ne nach Sumy Stadt eva­ku­iert (20km vor der Gren­ze) von wo aus die Ukrai­ne den Angriff auf Russ­land GESTARTET HAT, und die ein­zi­ge Stadt im Grenz­ge­biet mit mehr als 2000 Ein­woh­nern pro km2 -- klar, brin­gen sie da die Eva­ku­ier­ten hin und dazu noch kurz davor ne Nach­rich­ten­sper­re aus­ru­fen muss­te, um dann in Grenz­nä­he in den Tagen dar­auf genau gar­nichts zu tun - und immer noch alles dar­an zu set­zen den Angriff aus­zu­wei­ten, also wäh­rend­des­sen, schafft es die NZZ zu berich­ten, dass --

DIE KÄMPFE BRUTAL HART WÄREN!

Über­schrift NZZ.

Bru­tal hart.

Moment was war noch­mal deren Quelle?

Oh - Das Boas­ting eines fuck­ing ukrai­ni­schen Sol­da­ten (Ich drück mir ja die Dau­men, dass der in Deutsch­land aus­ge­bil­det wor­den ist!), der gegen Grund­wehr­die­ner kämpft…

Dmi­tro hat sei­nem Kame­ra­den einen Ener­gy­drink mit­ge­bracht. Sie gehö­ren zu einer Ein­heit von Funk­auf­klä­rern. «Bru­tal schwie­rig» sei­en die Kämp­fe. «Die Rus­sen schies­sen mit Rake­ten und Droh­nen auf uns.» Kürz­lich zer­stör­ten sie den Last­wa­gen, der ihnen das Essen brin­gen soll­te. «Zwei Tage lang sas­sen wir hung­rig in unse­rer Stel­lung. Aber wir haben es ihnen hart gegeben.»

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Ja -- war­um hat die Ukrai­ne Sumy bloß ange­grif­fen??!?!? Die wer­den ja sicher nur gewusst haben, dass Kursk schwach ver­tei­digt wird, aber nicht WER DORT RUSSLAND VERTEIDIGT!

Sicher. Das wird ihnen die US sicher nicht gesagt haben, als sie ihnen das Sat­teli­ten­über­wa­chungs­mat­te­ri­al in Echt­zeit über­mit­telt haben…

Aber so ein guter Zufall auch, dass das jetzt für die Rus­si­sche Mili­tär­füh­rung wirk­lich ein ech­tes PR Pro­blem ist, da Grund­wehr­die­ner an der Gren­ze nicht sta­tio­niert sein hät­ten dürfen…

Oh, WAR DAS DIE ZWEITE PR LINE, WESSHALBS SO GUT GEKLAPPT HAT, ALSO KURSK, dass Putin dadurch öffent­lich unter Druck käme?!

Komisch… Wo doch der NTV Kor­re­spon­dent berich­tet, dass das den Rus­sen (bis auf den Ver­trie­be­nen) recht kom­plett egal ist

Hmm, woher wuss­te die Ukrai­ne denn so genau, dass das für Russ­land ein Pro­pa­gan­da Desas­ter wer­den wür­de? Wuss­ten die etwa, aus wel­cher Regi­on die­se Grund­wehr­die­ner waren? Näm­lich nicht aus den ent­le­ge­nen Tei­len Ingu­sche­ti­ens und Kaukasiens?

Nein, also so tief wür­de die Ukrai­ne sicher nie sin­ken. Dass sie des­halb Russ­land angreift!

Dass das Grund­wehr­die­ner sind, das haben ihnen die US sicher­lich nicht gesagt, als sie ihnen die Live Sat­teli­ten­bil­der intra­ve­nös ins Nasen­loch appli­ziert haben…

Das war ein­fach eine kom­plett freu­di­ge Überraschung!

Gut - jetzt erst mal Nach­rich­ten­sper­re ver­hän­gen und alle Rät­seln las­sen, was wohl der Sinn die­ser unglaub­lich mul­ti­fa­cet­ten­rei­chen Offen­si­ve war!

Land beset­zen. Ein­gra­ben. Hal­ten. Grund­wehr­die­ner ein­sa­cken. Erleb­nis­srei­se für die in Deutsch­land auf deut­schem Gerät aus­ge­bil­de­ten neu­en Sol­da­ten, Moral stär­ken … Sumy, sichern - ach­so ja … nein, das noch nicht so … ne Puf­fer­zo­ne solls ja nur wer­den, damits auch völ­ker­rechts­kon­form war. Und dabei regie­rungs­in­tern noch schön viel dar­über Schwa­feln, dass das jetzt ein Raid sei:

Sie wis­sen schon - eine - as good friends in Ukrai­ne would put it:

Ukrai­ne is sta­ging “Offen­si­ve Defen­si­ve Operation!”

Aber unse­re Deutsch­spra­chi­gen Medi­en sind ja wie­der­mal unfä­hig dar­aus ein kon­gru­en­tes Bild zu malen.

Fahr in die Au mit mir Marie, lass uns dort ein paar Grund­wehr­die­ner holen! Die tausch ma dann gegen eige­ne Sol­da­ten aus -- ja ist Mit­te Sep­tem­ber denn schon Weih­nach­ten, sor­ry Ras­pu­tiza, wäh­rend der Russ­land das Land nicht zurück­er­obern kann?!

Und wie sehr das Putin bla­mie­ren wird!!

Wirk­lich?

So - jetzt mal so als jemand der Krisen-PR im Stu­di­um hat­te, Putin hat alles rich­tig gemacht -- das größ­te Pro­blem aber noch vor sich.

Klei­nes Geld­ge­schenk an die ver­trie­be­nen (100 Euro) als Ges­te, den Vor­fall run­ter­ge­spielt. Prio­ri­tär und hart aus der Ent­fer­nung reagiert, aber nichts wesent­li­ches dort hin­ver­la­gert (die Ukrai­ne ist mitt­ler­wei­le mit 15.000 Mann drin). Zuge­si­chert, dass man es wei­ter prio­ri­tär behan­deln wür­de. Weit­räu­mig eva­ku­iert, und es dann auf “dar­um küm­mern wir uns, wenn wir sonst nichts zu tun haben” Prio­ri­sie­rung gesetzt, wäh­rend er trotz­dem genü­gend Gerät hin­ver­setzt um die schnel­len Expe­di­ti­ons­vor­stö­ße der Ukrai­ne sehr ver­lust­reich zu gestal­ten. Denn alles ande­re wäre falsch und wür­de in Russ­land das Augen­merk dar­auf rich­ten, war­um hier Grund­wehr­die­ner an der Front gestan­den haben.

Die­se gesell­schaft­li­che Dis­kus­si­on wäre in Russ­land der GAU. Und sie wird noch nicht geführt, dh - die kommt noch auf Putin zu… Und mit raus­re­den oder Schuld dele­gie­ren ist da nichts -- denn dass da nur ver­se­hent­lich Grund­wehr­die­ner an der Front gestan­den haben, glaubt nicht mal das rus­si­sche Volk sei­ner Führung.

edit: Kor­rek­tur:

The initi­al for­ce in the Kursk area was FSB Bor­der Tro­ops, Akhmat figh­ters from Chech­nya, and local ground for­ces units taken from the Moscow or Lenin­grad mili­ta­ry districts. Now, they have brought in addi­tio­nal for­ces sub­or­di­na­te from the Lenin­grad and Moscow mili­ta­ry districts — some of them are con­scripts,” said Dara Mas­si­cot, a seni­or fel­low at the Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace.

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Laut FT kamen die Grund­wehr­die­ner erst als Verstärkung.

edit2: GEIL, DIE FT LÜGT!

Moscow Times (head­quar­te­red in Ams­ter­dam, seit dem rus­si­schen media Crack­down (wiki)), ver­weist dies­be­züg­lich auf ein wei­te­res “unab­hän­gi­ges rus­sisch­spra­chi­ges online Por­tal [gegrün­det in Euro­pa]” -- das fol­gen­des berichtet:

On August 6, during the bre­akthrough of the Ukrai­ni­an mili­ta­ry into the ter­ri­to­ry of the Kursk regi­on, more than 100 con­scripts ended up on the bor­der, accord­ing to Vorstka’s inter­lo­cu­tors. “Verst­ka” mana­ged to talk with sol­di­ers who came under fire and spent several days in the forests. Accord­ing to them, “ever­yo­ne knew” that the Ukrai­ni­an Armed For­ces were pre­pa­ring to attack, but the­re were no inst­ruc­tions from the com­mand in this regard.

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How con­scripts ended up at the border
Dozens of con­scripts who ended up in the Kursk regi­on ser­ved in Klint­sy, Bryansk regi­on - in mili­ta­ry units 12721 and 91704. From the­re, at least sin­ce May, they began to be sent to the bor­der with Ukraine.

[…]

Alex­an­der, a con­script from St. Peters­burg, with whom Vorst­ka mana­ged to talk, says the same thing. “Yes, ever­ything was fine, we went to the out­fits, several sup­port workers, whe­re we took turns for 2–3 days,” he says. — This is Rub­ansh­chi­na, Gon­cha­rov­ka, towards the bor­der. At that time the­re were more than 150 con­scripts in the area. But the­re were both con­tract sol­di­ers and bor­der guards from the FSB. We all rota­ted con­stant­ly. [ ] It’s easier the­re, there’s no stu­pid army jer­king off.”

[…]

Two of Vorstka’s inter­lo­cu­tors claim that the­re could have been more than 100 con­scripts on the bor­der by the time the figh­t­ing began. The vol­un­teer who pre­pa­red lun­ches for the sol­di­ers said that in are­as near Sudzha the­re were 15 posi­ti­ons, and each of them inclu­ded conscripts.

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Boah BEINHART. ENORM. Klar dass da die Ukrai­ne Kursk angrei­fen mussten.

Glo­ry, Glo­ry to Ukrai­ne - for ass­aul­ting and cap­tu­ring 18 year olds!

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Das war ja so gut für die Moral der Ukrainer!

Sla­va and fuck­ing Sla­va your Sla­va you fuck­ing assholes.

Von denen Russ­land dann noch mehr an die Front schickt? Wobei - laut FT, die hat schon mal die die schon dort waren weg­ge­schrie­ben. Braucht ja nie­mand zu wissen…

Back­ground zur Hauptquelle:

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Kol­ta con­ti­nues the pro­ject “Jour­na­lism: Revi­si­on” with a con­ver­sa­ti­on that Kse­nia Luchen­ko has with the editor-in-chief of “Verst­ka” Lola Taga­e­va. “Verst­ka” appeared only a year ago and beca­me the flagship of new media working abroad. How did this happen?

— You deci­ded to launch a new media out­let when the war star­ted. That is, you were still in shock, not­hing was clear, the world was col­lap­sing, edi­to­ri­al offices were evacua­ted to Istan­bul, Bish­kek and whe­re­ver — and then Lola came along and laun­ched a new Russian-language media out­let in Euro­pe. How did that even hap­pen? And why did you need it at that moment?

— A year later I’m alrea­dy thin­king: God, why did I sign up for all this? Not a day goes by that I don’t think: I could have lived peacefully.

In fact, the sto­ry was like this. I had alrea­dy had a break from jour­na­lism for several years, I moved to Pra­gue and worked on gen­der pro­jects. I pro­mo­ted the Moscow Fem­Fest fes­ti­val , around which we came up with various pro­grams, trai­nings, edu­ca­tio­nal sto­ries. And then we laun­ched Moscow Male­Fest about men in the modern world, about modern mas­cu­lini­ty, about Rus­si­an men. If we trans­la­te from aca­de­mic lan­guage into ordi­na­ry lan­guage, we figu­red out how atti­tu­des and gen­der socia­liz­a­ti­on affect the qua­li­ty of life.

I worked in poli­ti­cal jour­na­lism for many years, as an edi­tor, editor-in-chief in Rus­si­an inde­pen­dent media, and I bur­ned out, I felt hopeless. When we star­ted doing gen­der edu­ca­ti­on, I clear­ly unders­tood what my effect was. The topic of domestic vio­lence beca­me main­stream, I felt my small, but belon­ging to the fact that it was no lon­ger taboo. It was important for me to feel that what I was doing was use­ful. By the begin­ning of 2022, we had many com­mer­cial pro­jects, we con­duc­ted trai­nings for lar­ge com­pa­nies for a thousand peop­le. And what I was doing in poli­ti­cal jour­na­lism, as it see­med to me, was no lon­ger use­ful, it was just end­less chro­ni­cles of the apocalypse.

But after Febru­a­ry 24, I didn’t under­stand how all this could con­ti­nue, how I would con­ti­nue to earn money and work only on gen­der pro­jects. I saw how some media out­lets, whe­re I once worked, were clo­sing, relo­ca­ting, and reas­semb­ling — Nova­ya Gaze­ta, Dozhd (reco­gni­zed as a for­eign agent in the Rus­si­an Fede­ra­ti­on. — Ed. ). And others were incre­a­singly self-censoring, like RBC. I saw the dest­ruc­tion of the media befo­re my eyes.

At the same time, as a rea­der, I had a lot of ques­ti­ons, and I didn’t under­stand whe­re I could get ans­wers. This is not a com­p­laint about jour­na­lism. It was des­troy­ed, con­trol­led, per­se­cu­t­ed, impr­i­son­ed, they did ever­ything, jour­na­lists emi­gra­ted en masse.

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Made my day

18. August 2024

[l] Lacher des Tages: Hey, wenn du schnell, drin­gend einen Exper­ten für Cyber­si­cher­heit, Daten­schutz und Geo­po­li­tik bräuch­test… an wen hät­test du da zuerst gedacht?

Doch künf­tig arbei­tet Oettin­ger für den chi­ne­si­schen Mode-Versender Shein. „Ich habe ein Man­dat als frei­er Bera­ter – eng begrenzt auf Cyber­si­cher­heit, Daten­schutz und Geo­po­li­tik“, sag­te Oettin­ger WELT.

Na das passt ja mal wie­der wie Arsch auf Eimer! (Dan­ke, Philipp)

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Omi lebt jetzt in Sumy (Stadt)!

17. August 2024

Hur­ra!

Omi -

wur­de jetzt von Dör­fern in der Grenz­re­gi­on um Sumy nach Sumy Stadt evakuiert.

Der ARD Kor­re­spon­dent fin­dets auch super toll, dass die jetzt alle in Sumy sind!

WHAT?!

Gut insti­tu­tio­nel­le Unfä­hig­keit von Behör­den kennt man nicht nur aus der Ukrai­ne - aber wie zur FUCKINGING HÖLLE, bekommst du den ARD Kor­re­spon­den­ten dazu sich dar­über zu freuen?!

Also den ARD Kor­re­spon­den­ten der in der SELBEN VERFICKTEN Schal­te anmerkt -- ja, also vom Krieg bekommt man hier schon viel mit, man hört dau­ernd Ein­schlä­ge von Bom­ben und so..!

Aber die ukrai­ni­sche Ver­wal­tung weiß: DIE TECHNIK SCHÜTZT UNS… Und Demo­gra­phie und Sta­tis­tik sind uns wirk­lich kom­plett egal!

Also.

Grenz­re­gi­on Sumy. (185km Gren­ze und dann ein 40 km Streifen)

Sind fol­gen­de grö­ße­re Städ­te und Dörfer:

Swes­sa: 6800 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Hlu­chiw: 33000 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Putywl: 15000 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Buryn: 8800 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Borosch­ba: 7000 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Bilo­pill­ja: 18000 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Krasno­pill­ja: 8000 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)
Sumy: 264000 Ein­woh­ner (in guten Zeiten)

Bedeu­tet 96.600 Ein­woh­ner im Umland, und 264.000 Ein­woh­ner in Sumy.

Sumy Stadt Flä­che: 95 km²

Sumy Umland Flä­che: 185km (Gren­ze) * 40 km (Grenz­strei­fen): 7400 km² Fläche.

Sumy Stadt Ein­woh­ner pro Flä­che alt: 2780 Ew pro km2
Sumy Umland Ein­woh­ner pro Flä­che alt: 13 Ew pro km2

Jetzt eva­ku­iert die Ukrai­ne ein Drit­tel der Ein­woh­ner des Umlands nach Sumy rein:

Sumy Stadt Ein­woh­ner pro Flä­che neu: 3120 Ew pro km2
Sumy Umland Ein­woh­ner pro Flä­che neu: 9 Ew pro km2

Hey GEIL! Moment, was ver­sucht Russ­land gera­de wie­der zu neh­men? Oh so nen Blob vor Sumy Stadt…

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Und hey was hat die Ukrai­ne gera­de gemacht? Mehr mensch­li­che Schutz­schil­de genommen?

Aber kei­ne Angst, DIE TECHNIK WIRD SIE SCHÜTZEN!

DER ARD Kor­re­spon­det FREUT SICH SCHON SO!

Auch wenn er täg­lich meh­re­re Ein­schlä­ge und Bom­ben hört, weil die sind hier ja irgend­wie ganz in der Nähe, und irgend­wie ist das auch wirk­lich Ter­ror für die Zivilbevölkerung…

So - und dann noch etwas Grin­sen, und noch etwas davon schwa­feln, dass die ARD doch eh immer alles sau­ber berich­tet hät­te (sel­ber Beitrag!).

Gott­sei­dank ist Omi jetzt in Sumy!

Oder wie ich gelernt hab mir kei­ne Sor­gen zu machen, und ein­fach den Qua­li­täts­me­di­en zu vertrauen.

Gut die Omi war auf dem ein­sa­men Bau­ern­hof aus dem sie die ukrai­ni­schen Sol­da­ten raus­ge­zerrt haben aber auch wirk­lich nicht mehr sicher…

Oder die Ukrai­ne hat­te kei­ne Sol­da­ten mehr um die Grund­ver­sor­gung in den länd­li­chen Regio­nen sicher­zu­stel­len, und die Sol­da­ten woll­ten eigent­lich auch nicht mehr soweit fah­ren, da haben sie ein­fach alle nach Sumy gebracht!

Glän­zen­de Idee! Der ARD Kor­re­spon­dent freut sich auch wirk­lich sehr!

Ein­mal im Leben so dumm sein, wie der durch­schnitt­li­che Deut­sche, ach könnt ichs nur noch erleben…

Super - der Qua­li­täts­jour­na­lis­mus hier wie­der, wirklich:

Hier noch ne zwei­te Omi die nicht gehen wollte:

edit: Mich beschleicht so eine Ahnung, dass Omi gera­de wegen ein paar Minen gehen muss­te, also Minen die Ukrai­ne in den nächs­ten 6 Mona­ten noch streu­en wird müssen…

Die Ukrai­ne hat aktu­ell näm­lich nur einen Strei­fen von 10km Brei­te eva­ku­iert (nicht 40km um Leu­te von Artil­le­rie­feu­er zu schüt­zen), und - ehm.… 10 km brauchst du für drei­fach gestaf­fel­te Ver­tei­di­gungs­an­la­gen… Die sie ja eher nicht in Russ­land bau­en wol­len wer­den. Über 185km Länge…

Wir sehens ja dann spä­ter eh in den Karten.

Neue Programmrichtlinie bei NTV

16. August 2024

Man­gott und Reis­ner sind raus (wur­den über die letz­ten Wochen als 10 Sekun­den Clips in Bei­trä­gen unter­ge­bracht, wo sie frü­her 10 Minu­ten beka­men, dh. Man­gott, der Reis­ner ist immer noch wie vom Erd­bo­den ver­schol­len) -- die­se Art von Repor­ting ist in:

Das Gan­ze hat damit ange­fan­gen, dass sie zuerst über die Bosch Stif­tung und das Ame­ri­ka­haus “unab­hän­gi­ge ukrai­ni­sche Jour­na­lis­ten” für Seri­en­in­ter­views vor­ge­schla­gen bekom­men haben:

NTV bucht jetzt freie ukrai­ni­sche Jour­na­lis­ten als Ukrai­ne Experten

Und ne Woche spä­ter lie­fen dann Radio Free Europe/Radio Liber­ty style clips, die von der Ukrai­ne pro­du­ziert wur­den in vol­ler Länge.


Vor zwei Wochen war der Reis­ner dann auf 3:30 runter.

Heu­te haben wir das Sta­di­um erreicht wo die Kor­re­spon­den­ten Text berich­ten, den sie nicht mehr selbst geschrie­ben haben.

Und Reis­ner muss sich über bundesheer.at zu Kursk nun­mehr schrift­lich zu Wort mel­den - rie­si­ge Reich­wei­te! Glau­ben sie mir.

Ver­trau­en sie den Qualitätsmedien!

Ver­trau­en sie der RTL Group.

Die seit zwei, drei Mona­ten nur noch Pro­pa­gan­da ver­öf­fent­li­chen. Davor aber brauch­bar waren (also NTV).

Gut, was will man machen, Pro­pa­gan­da hat noch immer kein Medi­um im deutsch­spra­chi­gen Raum entdeckt.

edit: Ich ver­gess immer, dass Leu­te die das lesen nie selbst recher­chie­ren können…

Also. Wer die Bosch Stif­tung nicht kennt:

Vic­to­ria Amelina!

Und on Topic für die, dies nicht wissen:

Ver­ge­wal­ti­gung in Kriegs­zei­ten ist im Ukrai­ni­schen Straf­recht noch immer nicht als Ver­bre­chen gegen die Mensch­lich­keit festgeschrieben:

https://www.arte.tv/de/videos/121001-000-A/ukraine-vergewaltigung-als-kriegswaffe/ (Video)

Und bevor wir jetzt in die Täter/Oper Umkehr Dis­kus­si­on kom­men -- in der Ukrai­ne wur­den bis­her knapp 300 Delik­te sexu­el­ler Gewalt regis­triert, sie­he sel­ber Beitrag.

Bei denen insti­tu­tio­nel­le Instru­men­ta­li­sie­rung im Rah­men der Kriegs­füh­rung nicht belegt wor­den ist -- insti­tu­tio­nel­le Dul­dung jedoch schon.

Ver­glei­che:

Nach Aus­sa­ge vie­ler ukrai­ni­scher Opfer orga­ni­sier­ten rus­si­sche Kom­man­dan­ten Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch ihre Sol­da­ten, sagt die For­sche­rin zu sexu­el­ler Gewalt im Krieg, Mar­ta Hav­rysh­ko. Sie sei­en eine Waf­fe wie Bom­ben und Raketen.tagesschau.de: Frau Hav­rysh­ko, es heißt, sexu­el­le Über­grif­fe durch rus­si­sche Sol­da­ten auf Ukrai­ne­rin­nen und Ukrai­ner wür­den von der Mili­tär­füh­rung teil­wei­se ange­ord­net. Stimmt das?Marta Hav­rysh­ko: Nach Aus­sa­ge vie­ler Opfer waren die rus­si­schen Kom­man­dan­ten die Orga­ni­sa­to­ren der sexu­el­len Gewalt. In ande­ren Fäl­len, zum Bei­spiel in Irpin, haben sie die­se Gewalt nicht ver­hin­dert. Sie wuss­ten also ganz genau, was ihre Sol­da­ten taten, und sie taten nichts, um die­se Gewalt zu stoppen.Es gibt auch Fäl­le, in denen Kom­man­deu­re, die von Ver­ge­wal­ti­gun­gen, ins­be­son­de­re von Kin­dern, wuss­ten, kei­ne geeig­ne­ten Maß­nah­men zur Bestra­fung der Täter ergrif­fen. Das Feh­len einer ange­mes­se­nen Bestra­fung kann für vie­le Sol­da­ten ein Fak­tor sein, der sie dazu ermu­tigt, die­se Gewalt­ta­ten zu bege­hen. Wir kön­nen also sagen, dass sexu­el­le Gewalt für sie eine der Kriegs­waf­fen ist, neben Bom­ben und Raketen.

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Man könn­te aber auch sagen, dass das nicht der Fall ist, und Dul­dung wenig mit Ermu­ti­gung oder dem koor­di­nier­ten Ein­satz sexu­el­ler Gewalt zu tun hat. Ohne Dul­dung gut­hei­ßen zu wol­len, oder ggf. straf­frei stel­len zu wollen.

Wo die insti­tu­tio­nel­le Instru­men­ta­li­sie­rung im Moment deut­lich bes­ser doku­men­tiert und begründ­bar ist - ist im Fall der Behand­lung von Straf­ge­fan­ge­nen im rus­si­schen Strafvollzug:

Ob gegen Frau­en, Män­ner oder Kin­der gerich­tet - Aus­maß und Bru­ta­li­tät von sexu­el­ler Gewalt durch rus­si­sche Sol­da­ten sind erschre­ckend. Laut UN wird die­se Form der Gewalt sys­te­ma­tisch eingesetzt.

(Vor­sicht, fal­sches Grou­ping der Tagesschau)
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euromaidanpress.com hats geschafft das kor­rekt wie­der­zu­ge­ben, tagesschau.de natür­lich wie­der nicht…

UN iden­ti­fies 85 cases of sexu­al vio­lence com­mit­ted by Rus­si­an tro­ops in Ukrai­ne in 2023

The UN report reve­als that sexu­al vio­lence was often used as a method of tor­tu­re against Ukrai­ni­an men held cap­ti­ve by Rus­si­an armed for­ces and law enfor­ce­ment authorities.

by
Vira Kravchuk
24/04/2024

UN iden­ti­fies 85 cases of sexu­al vio­lence com­mit­ted by Rus­si­an tro­ops in Ukrai­ne in 2023

The United Nati­ons human rights moni­to­ring mis­si­on in Ukrai­ne has docu­men­ted 85 cases of war-related sexu­al vio­lence against civi­li­ans and pri­so­ners of war in 2023, accord­ing to the 15th annu­al Report of the Secretary-General on Conflict-Related Sexu­al Violence.

The vic­tims inclu­de 52 men, 31 women, one girl, and one boy, with sexu­al vio­lence often used as a method of tor­tu­re to Ukrai­ni­an men during Rus­si­an captivity.

The UN reports that they docu­men­ted the acts of rape against six women in ter­ri­to­ries of Ukrai­ne under Rus­si­an occupation. 

The docu­men­ted cases of war-related sexu­al vio­lence inclu­de “rape, thre­ats of rape, electric shocks and bea­tings to the geni­tals, electric shocks to the bre­ast, thre­ats of cas­tra­ti­on, geni­tal muti­la­ti­on, unwan­ted tou­ch­ing, for­ced strip­ping, and nudi­ty,” accord­ing to the report.

The Inde­pen­dent Inter­na­tio­nal Com­mis­si­on of Inqui­ry on Ukrai­ne also found evi­dence of sexu­al and gender-based vio­lence com­mit­ted by Rus­si­an aut­ho­ri­ties against women, men, and girls in Ukraine.

The UN report sta­tes that 10 cases of conflict-related sexu­al vio­lence were com­mit­ted by mem­bers of the Ukrai­ni­an armed for­ces and law enfor­ce­ment aut­ho­ri­ties against eight men and two women, inclu­ding civi­li­ans and pri­so­ners of war.

How UN hel­ps Ukrai­ne deal with sexu­al vio­lence crimes

Sin­ce Rus­sia star­ted its full inva­si­on, the UN has recor­ded more than 1,000 attacks on health­ca­re in Ukrai­ne, making it even har­der for peop­le to get medi­cal help after being raped.

In respon­se, Ukrai­ni­an aut­ho­ri­ties, with UN sup­port, estab­lis­hed 11 sur­vi­vor reli­ef cen­ters and deve­lo­ped an inter­ac­ti­ve map of ser­vices across the coun­try. The UN also con­ti­nued to deli­ver pro­gram­mes addres­sing gender-based vio­lence across 24 oblasts and spon­so­red a psy­cho­lo­gi­cal sup­port hot­line for male survivors.

In June, Ukraine’s government star­ted a plan to fight human traf­fi­cking that will last for several years. The UN also hel­ped with a reha­bi­li­ta­ti­on pro­gram to sup­port women who sur­vi­ved war-related sexu­al violence.

UN Spe­cial Representative’s on Sexu­al Vio­lence in Con­flict statement
In gene­ral, the UN report recor­ded 3,688 inci­dents of sexu­al vio­lence across 21 con­flicts in the world and docu­men­ted a dra­ma­tic 50% incre­a­se in veri­fied cases of conflict-related sexu­al vio­lence in 2023.

We meet today… at a time when the world’s resour­ces are being used to feed the fla­mes of con­flict, while women and child­ren star­ve; at a time when mili­ta­ry spen­ding has soared to over $2.2 tril­li­on, while huma­ni­ta­ri­an aid bud­gets have been slas­hed; and at a time when wea­pons con­ti­nue to flow into the hands of per­pe­tra­tors, while the vast majo­ri­ty of vic­tims remain empty-handed in terms of repa­ra­ti­ons and redress,” said Pra­mi­la Pat­ten, UN Spe­cial Repre­sen­ta­ti­ve on Sexu­al Vio­lence in Con­flict, while pre­sen­ting the fin­dings of the report at the Secu­ri­ty Coun­cil Open Deba­te on 23 April. 

Pat­ten men­tio­ned Ukrai­ne once in her speech, say­ing that the thousands of dis­pla­ced and refu­gee Ukrai­ni­an women and girls beco­me more vul­nerable to human traf­fi­ckers who are actively see­king to explo­it their pre­ca­rious situation.

Ear­lier, UN repor­ted about nume­rous Rus­si­an war cri­mes against Ukrai­ni­an civi­li­ans and pri­so­ners of war, inclu­ding tor­tu­re, sexu­al vio­lence, mur­der, and force­ful detainment. 

In 2023, Ukraine’s First Lady Ole­na Zelen­s­ka reve­a­led that Ukrai­ni­an law enfor­ce­ment iden­ti­fied 171 cases of sexu­al cri­mes per­pe­tra­ted by Rus­si­an mili­ta­ry for­ces. Howe­ver, she sta­ted that the actu­al num­ber of vic­tims is likely much hig­her. The First Lady direct­ly accu­sed Rus­si­an tro­ops of using sexu­al vio­lence deli­ber­ate­ly as a wea­pon of war against the Ukrai­ni­an population.

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Zusatz:

As deli­ve­r­ed by Char­gé d’Affaires, a.i. Kathe­ri­ne Brucker
to the Per­ma­nent Coun­cil, Vienna
June 13, 2024

We con­ti­nue to see credi­ble reports depic­ting the hor­rors Rus­sia inflicts on Ukrai­ni­ans living in occu­p­ied ter­ri­to­ries and on tho­se it has detai­ned. The­se reports docu­ment rape and other acts of sexu­al vio­lence against Ukrai­ni­an civi­li­ans and sol­di­ers by Rus­si­an for­ces. The­se hor­ri­fic acts are not ran­dom or spon­ta­ne­ous. They are part of the Kremlin’s widespread and sys­te­ma­tic attacks against Ukraine’s population. 

Russia’s use of conflict-related sexu­al vio­lence spa­res no one. The­re is credi­ble evi­dence that Russia’s sol­di­ers per­pe­tra­te the­se hein­ous acts in parts of Ukrai­ne they occu­py against women and girls, and also against men and boys held in detenti­on settings. 

Inci­dents of sexu­al vio­lence against women and girls by Russia’s for­ces are too nume­rous to cata­log. A 2024 report by the UN Office of the High Com­mis­sio­ner for Human Rights recoun­ted many, all of them sho­cking. One details the expe­ri­ence of a mar­ried cou­p­le in Kher­son Pro­vin­ce in Sep­tem­ber 2022. Three Rus­si­an sol­di­ers came to their home and for­ced a 52-year-old woman to fol­low them to a near­by house. The­re, they beat and tor­tu­red her. Then two of the sol­di­ers raped her in turns. Accord­ing to the vic­tim, this las­ted for hours. 

Russia’s for­ces also per­pe­tra­te sexu­al vio­lence against the pri­so­ners of war they hold. The UN High Commissioner’s Office repor­ted on March 26 that 39 of 60 recent­ly released Ukrai­ni­an POWs dis­c­lo­sed they had been sub­jec­ted to sexu­al vio­lence during their intern­ment. This inclu­ded attemp­ted rape, thre­ats of rape and cas­tra­ti­on, bea­tings or electric shocks to geni­tals, and repeated for­ced nudity. 

[…]

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Bedeu­tet, laut UN wird sexua­li­sier­te Gewalt von Russ­land als Teil des Straf­voll­zugs sys­te­ma­tisch ein­ge­setzt, der Rest ist aktu­ell conjecture.

(In die­sem Zusam­men­hang wäre es vil­l­eicht durch­aus ange­bracht auf die ver­meint­li­che Zahl von poli­ti­schen Gefan­ge­nen in Russ­land hin­zu­wei­sen (etwa 1000), sowie auf die Ver­ge­wal­ti­gungs­ra­ten in US Gefängnissen --

The 1996 Nebras­ka stu­dy, dis­cus­sed abo­ve, found an extre­me­ly high rate of sexu­al abu­se, inclu­ding for­ced or coer­ced oral and anal inter­cour­se; it con­clu­ded that 22 per­cent of male had been sexu­al­ly pres­su­red or abu­sed sin­ce being incarce­r­a­ted. Nota­b­ly, the aut­hors focu­sed on “unwan­ted” sexu­al contact--covering a much broa­der ran­ge of sexu­al acti­vi­ty than that sim­ply invol­ving phy­si­cal for­ce. And, in Decem­ber 2000, the Pri­son Jour­nal publis­hed the results of a simi­lar stu­dy of inma­tes in seven men’s pri­son faci­li­ties in four mid-western sta­tes. The results show­ed that 21 per­cent of the inma­tes had expe­ri­en­ced at least one epi­so­de of pres­su­red or for­ced sexu­al con­ta­ct sin­ce being incarce­r­a­ted, and at least 7 per­cent had been raped in their facility.(384)

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All das immer wie­der ger­ne gespielt durch bei­spiels­wei­se den Ukrai­ni­schen Ver­tre­ter im UN Secu­ri­ty Council:

Ukraine’s UN envoy: Rus­sia uses sexu­al vio­lence as wea­pon of war

The Rus­si­an Fede­ra­ti­on uses sexu­al vio­lence as a wea­pon against civi­li­ans and pri­so­ners of war, Ukraine’s Per­ma­nent Repre­sen­ta­ti­ve to the United Nati­ons Ser­giy Kys­lyt­s­ya said during a mee­ting of the U.N. Secu­ri­ty Coun­cil on April 23.

Ukraine’s Pro­se­cu­tor General’s Office has recor­ded near­ly 300 cases of sexu­al vio­lence com­mit­ted by Rus­si­an for­ces sin­ce the begin­ning of the full-scale war.

Kys­lyt­s­ya addres­sed Russia’s wea­po­niz­a­ti­on of sexu­al vio­lence during the Secu­ri­ty Council’s annu­al open deba­te on the world­wi­de esca­la­ti­on of sexu­al vio­lence in con­flict zones.

Citing tes­ti­mo­ny from peop­le released from Rus­si­an cap­ti­vi­ty, Kys­lyt­s­ya said that over 50 per­cent of detai­nees suf­fe­red tor­tu­re, rape, or other forms of sexu­al vio­lence. He also men­tio­ned the Pro­se­cu­tor General’s docu­men­ted cri­mes, who­se vic­ti­mes inclu­de 188 women, 102 men, and 15 minors.

The recor­ded figu­res are likely an under­count, Kys­lyt­s­ya said. 

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Also, wir hal­ten fest, ohne zu beschö­ni­gen - Russ­land wird im nächs­ten Jahr knapp 700.000 Ein­hei­ten ein­satz­be­reit haben.

In der Ukrai­ne wur­den Stand April 2024 300 Fäl­le von sexu­el­ler Gewalt regis­triert, davon etwas über 100 zur Anzei­ge gebracht (- es hät­ten ger­ne mehr sein dür­fen, müs­sen und sollen).

Als die UN sich dann 85 Fäl­le im Detail ansieht, stellt sich her­aus, dass die vor allem im Straf­voll­zug pas­sie­ren (“over 50 per­cent of detai­nees suf­fe­red tor­tu­re, rape, or other forms of sexu­al vio­lence.”, “39 of 60 recent­ly released Ukrai­ni­an POWs dis­c­lo­sed they had been sub­jec­ted to sexu­al vio­lence during their internment.”).

In den ande­ren Fäl­len ist aktu­ell beleg­bar, dass die rus­si­sche Mili­tär­füh­rung sexu­el­le Gewalt dul­det und nicht zur Anzei­ge bringt. Dar­aus kann man die sys­te­ma­ti­sche Nut­zung als all­ge­mei­ne Kriegs­waf­fe ablei­ten - muss man aber nicht.

Eine sys­te­ma­ti­sche Nut­zung von sexu­el­ler Gewalt als Kriegs­waf­fe (gegen Min­der­hei­ten und poli­ti­sche Gefan­ge­ne) wur­de von den UN im rus­si­schen Straf­voll­zug belegt.

Am 24.09.2023 ver­kün­det Ole­na Zelen­sky: “The Office of the Pro­se­cu­tor Gene­ral of Ukrai­ne has recor­ded 231 cases of sexu­al vio­lence com­mit­ted by the Rus­si­an mili­ta­ry. Thir­te­en child­ren are among the vic­tims. Zelen­s­ka noted that the real num­ber of vic­tims may be much hig­her, due to the stig­ma of repor­ting inci­dents of sexu­al vio­lence.” src: click

Macht 231 Fäl­le in 577 Tagen rus­si­scher Invasion.
Bei hoher Dunkelziffer.

Com­pa­re and con­trast to:

In 2010, rape rate for Ukrai­ne was 1.4 cases per 100,000 popu­la­ti­on. Rape rate of Ukrai­ne fell gra­du­al­ly from 2.1 cases per 100,000 popu­la­ti­on in 2004 to 1.4 cases per 100,000 popu­la­ti­on in 2010.

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Publis­hed: 24 April 2021

Fac­tors asso­cia­ted with expe­ri­en­cing sexu­al vio­lence among fema­le gender-based vio­lence sur­vi­vors in conflict-afflicted eas­tern Ukraine

Sin­ce 2014, over 1.6 mil­li­on peop­le have been for­ci­b­ly dis­pla­ced by the con­flict in eas­tern Ukrai­ne. In 2014, 8% of reproductive-aged women in Ukrai­ne had ever expe­ri­en­ced sexu­al vio­lence, com­pa­red to 5% in 2007. This incre­a­se was dri­ven by non-domestic sexu­al violence. 

[…]

Methods

Inta­ke data collec­ted bet­ween Febru­a­ry 2016 and June 2017 by psy­cho­so­cial ser­vice pro­vi­ders in five conflict-affected are­as of Ukrai­ne from women, aged 15–49, (N = 8525), was analyzed. 

[…]

Results

Among this sam­ple of sur­vi­vors recei­ving psy­cho­so­cial ser­vices, 2.6% (n = 220) repor­ted expe­ri­en­cing sexu­al vio­lence. A majo­ri­ty of sexu­al vio­lence acts repor­ted were com­mit­ted by non-domestic per­pe­tra­tors (61.4%); fol­lo­wed by inti­ma­te part­ners (25.9%). Almost half of sexu­al vio­lence cases occur­red at home (49.1%). Expe­ri­en­cing sexu­al vio­lence was posi­tively asso­cia­ted with being youn­ger, sin­gle and intern­al­ly dis­pla­ced, and nega­tively with enga­ging in unpaid labor, such as child­ca­re. Women who expe­ri­en­ced sexu­al vio­lence delay­ed see­king care by 4 days com­pa­red to other gender-based vio­lence sur­vi­vors. Sexu­al vio­lence sur­vi­vors were less likely than phy­si­cal vio­lence sur­vi­vors to have repor­ted the inci­dent pri­or to recei­ving care (adjus­ted odds ratio = 0.39; 95% con­fi­dence inter­val = 0.28–0.54).

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Will sagen - aus der immer noch über­schau­ba­ren Fall­zahl ((231/577)*365 = 146 Fäl­le im Jahr (“com­mit­ted by the Rus­si­an mili­ta­ry”)), der gene­rel­len Häu­fig­keit von Ver­ge­wal­ti­gun­gen in der Ukrai­ne ((45870000/100000)*1.4 = 642 Fäl­le im Jahr 2010), und der rela­ti­ven Häu­fig­keit von Ver­ge­wal­ti­gun­gen von “non domestic per­pe­tra­tors” in “conflict-afflicted eas­tern Ukrai­ne” (61.4%) (von N gesamt jedoch immer noch: “Almost half of sexu­al vio­lence cases occur­red at home (49.1%)”) lässt sich ver­mu­ten, dass sich das Ver­hal­ten der rus­si­schen Inva­so­ren, seit der Beset­zung (mit Aus­nah­me der sexu­el­len Gewalt im Straf­voll­zug) nicht maß­geb­lich ver­än­dert hat.

Legen wir die durch­schnitt­li­che Ver­ge­wal­ti­gungs­ra­te von 1.4 pro 100.000 Popu­la­ti­on bei der Zahl rus­si­scher Sol­da­ten die nächs­tes Jahr für den Ukrai­ne Krieg bereit­ste­hen wer­den an (1.4*5 = 7) sind das sta­tis­ti­sche 7 Ver­ge­wal­ti­gun­gen im Jahr.

Rech­nen wir die hohe Prä­va­lenz von Ver­ge­wal­ti­gun­gen im Straf­voll­zug die defi­ni­tiv als insti­tu­tio­na­li­sier­te Gewalt gewer­tet wer­den kön­nen aus dem UN Sam­ple her­aus (unklar ob das so ein­fach mög­lich ist aber von den UN bewer­te­ten Fäl­len waren 39 von 85 (= 45%) Fäl­le im Strafvollzug) -

146 - 45% = 80

ver­ge­wal­tigt der durch­schnitt­li­chee rus­si­sche Sol­dat im Krieg zehn mal öfter als der durch­schnitt­li­che Ukrai­ner in Friedenszeiten.

Wobei die von der Zelen­s­ka pro­mo­te­ten “recor­ded 231 cases of sexu­al vio­lence com­mit­ted by the Rus­si­an mili­ta­ry. Thir­te­en child­ren are among the vic­tims” Fäl­le in 577 Tagen (= 146 im Jahr), Fäl­le sexua­li­sier­ter Gewalt sind, wel­cher Fak­tor da im Bezug auf Ver­ge­wal­ti­gun­gen anzu­le­gen ist (da sind auch ver­such­te Ver­ge­wal­ti­gun­gen dabei, ach­ja -- und natür­lich auch: “sexu­al vio­lence inclu­de “rape, thre­ats of rape, electric shocks and bea­tings to the geni­tals, electric shocks to the bre­ast, thre­ats of cas­tra­ti­on, geni­tal muti­la­ti­on, unwan­ted tou­ch­ing, for­ced strip­ping, and nudi­ty,””).… Schmeckste.

Und am Ende noch der wahr­schein­lich wesent­lichs­ten Hin­wei­se -- all das auch nur in irgend einer From sta­tis­tisch ein­zu­gren­zen, wie ich es hier ver­sucht habe - ist hoch­pro­ble­ma­tisch, da die Dun­kel­zif­fer so hoch sein wird, dass jeder Ver­such einer Annä­he­rung von ihr kom­plett ad absur­dum geführt wird.

Nur Gesetz dem Fall dass die Hälf­te der durch die Ukrai­ne doku­men­tier­ten Fäl­le “sexu­el­ler Gewalt durch rus­si­sches Mili­tär” ver­such­te Ver­ge­wal­ti­gun­gen waren (oder irgend­was in dem Bereich: “thre­ats of rape, electric shocks and bea­tings to the geni­tals, thre­ats of cas­tra­ti­on, geni­tal muti­la­ti­on, unwan­ted tou­ch­ing, for­ced strip­ping, and nudi­ty,”), kom­men wir bei 1.4 (per 100.000 average in 2010 Ukraine)*5 (for 500.000 Rus­si­an sol­di­ers in Ukrai­ne) = 7, oder 2 (per 100.000 average in 2004 Ukrai­ne) * 5 (for 500.000 Rus­si­an sol­di­ers in Ukrai­ne) = 10, auf Abwei­chun­gen von:

(40 ist die Hälf­te der 80 sexu­al ass­ault cases im Jahr die aus­ser­halb des Straf­voll­zugs statt­ge­fun­den haben)

40/10 = 4x , oder 40/7 = 5.7x

gegen­über der Ukrai­ni­schen Nor­mal­be­völ­ke­rung zu Friedenszeiten.

Legen wir das Ver­hält­nis “21 per­cent of the inma­tes had expe­ri­en­ced at least one epi­so­de of pres­su­red or for­ced sexu­al con­ta­ct sin­ce being incarce­r­a­ted, and at least 7 per­cent had been raped in their faci­li­ty” von Miss­brauch in US Gefäng­nis­sen auf die Ukrai­ne um --

und wären 2/3 der von der ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten­gat­tin prä­sen­tier­ten fäl­le Sexu­el­ler Gewalt kei­ne Ver­ge­wal­ti­gun­gen - wären das kei­ne 40 son­dern 27 Ver­ge­wal­ti­gun­gen, und damit

27/10 = 2.7x , oder 27/7 = 3.85x

Und da fragt sich ein Zyni­ker wie ich halt schon: Wie gut muss ein Krieg gema­nagt sein, dass die Prä­va­lenz für Ver­ge­wal­ti­gun­gen durch Krieg UND Besat­zung auf Sei­ten der Inva­so­ren nicht um 400% steigt… Das müs­sen nicht 4 mal mehr sein, das kann der sta­tis­ti­sche eine sein, der im häu­fi­ge­ren Oppor­tu­ni­täts­fall 4 mal öfter agiert.

Gut, die Rus­sen pfei­fen so und so dar­auf die Fäl­le zu belan­gen - aber sys­te­ma­ti­sche psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung außer­halb des rus­si­schen Strafvollzugs?

146 sexu­al ass­aults im Jahr, davon 80 außer­halb des Straf­voll­zugs, davon 27 bis 40 Ver­ge­wal­ti­gun­gen (unklar), bei 500.000-700.000 rus­si­schen Invasoren.

Sys­te­ma­ti­sche psy­cho­lo­gi­sche Kriegs­füh­rung? Inter­pre­tier­bar ja, nach­voll­zieh­bar - vielleicht.

Machen wir im Zwei­fels­fall lie­ber ein Fass auf, viel­leicht hälts ja jeman­den davon ab zum Täter zu werden.

Und jetzt der laaaaaan­ge Rekurs zum Anfang - “Ukrai­ne will zei­gen, wir hel­fen - wir ver­ge­wal­ti­gen nicht” ist halt lei­der fak­tisch falsch [The UN report sta­tes that 10 cases of conflict-related sexu­al vio­lence were com­mit­ted by mem­bers of the Ukrai­ni­an armed for­ces and law enfor­ce­ment aut­ho­ri­ties against eight men and two women, inclu­ding civi­li­ans and pri­so­ners of war.] Und zum Zeit­punkt einer Inva­si­on - recht zynisch.

Zumal, wenn wir Sta­tis­tik anlegen --

Maxi­mal 10.000 Ukrai­ner in Kursk sind, macht bei nor­ma­ler Prä­va­lenz (in Frie­dens­zei­ten) 0.14 sta­tis­ti­sche Ver­ge­wal­ti­gu­nen im Jahr. Bei ner 5.7x höhe­ren Wahr­schein­lich­keit der Rus­sen in die­sem Krieg (außer­halb des Straf­voll­zugs) zu ver­ge­wal­ti­gen (5.7*0.14 = 0.798 ) 0.798, dh - auch bei den Rus­sen wär da sta­tis­tisch kei­ne Ver­ge­wal­ti­gung dabei.

Hur­ra.

Falls die UN übri­gens bei den unter­such­ten 85 von 300 Fäl­len kein “sta­tis­tisch nor­ma­les” Sam­ple der Gesamt­po­pu­la­ti­on an sexu­el­ler Gewalt durch Kriegs­teil­neh­mer aus Russ­land gebil­det hat, sind mei­ne Über­le­gun­gen falsch, da die 39 Fäl­le aus dem Straf­voll­zug nicht auf den Anteil der Gesamt­fäl­le umleg­bar sind (pro­zen­tua­ler Anteil an den Gesamtfällen).

Aber war­um wür­de die UN kein sta­tis­tisch Nor­ma­les Sam­ple grei­fen (Faul­heit?), und unse­re Medi­en sche­ren sich um sol­che Fra­gen ja noch viel, viel weniger.

Man könn­te das als Ukrai­ni­sche Prä­si­den­ten­gat­tin aber auch ein­fach auf­ge­schlüs­selt ver­öf­fent­li­chen, dann wäre “sehr vie­le Fäl­le davon pas­sie­ren im Straf­voll­zug, und wer­den dort sys­te­ma­ti­siert als Kriegs­waf­fe ein­ge­setzt” auch sta­tis­tisch greifbar.

Und die tages­schau müss­te nicht ver­mu­ten, dass sich aus den sys­te­ma­ti­schen Ver­ge­wal­ti­gun­gen im Straf­voll­zug auch das “nor­ma­le Ver­hal­ten des Durch­schnitt­li­chen Rus­si­schen Sol­da­ten unter rus­si­scher Füh­rung” ablei­ten lässt, denn Bele­ge für sys­te­ma­ti­sier­te sexua­li­sier­te Gewalt in der all­ge­mei­nen Kriegs­füh­rung Russ­lands sind her­leit­bar (die Füh­rung küm­mert sich nicht dar­um dass die­se Fäl­le gemel­det wer­den), aber doch eher in der Form von Conjecture.

Und als letz­ter Satz noch­mal: Die Dunkelfall-Quote kann all die­se Über­le­gun­gen sofort über den Hau­fen werfen.

edit: Fra­ge, wie schnell schafft Isra­el sei­ne 80, respek­ti­ve 146 cases of sexu­al vio­lence committed?

Ehmm…

Ori­gi­nal source: https://edition.cnn.com/2023/12/07/middleeast/gaza-israeli-soldiers-detained-men-intl/index.html

Die sind noch nicht nackt, oder? Und das war sicher auch nicht for­ced strip­ping, oder?

Und wie schnell die US?

Gut, und wenn die UN von Krie­gen spricht in denen Ver­ge­wal­ti­gung als Mit­tel der Kriegs­füh­rung ein­ge­setzt wur­de, dann wählt sie wel­che Beispiele?

Cri­mes and impunity

The data avail­ab­le reflect alar­ming levels of rape during con­flict and its after­math: bet­ween 250,000 and 500,000 women and girls were raped in the 1994 geno­ci­de in Rwan­da, more than 60,000 in the civil war in Sier­ra Leo­ne, bet­ween 20,000 and 50,000 in the war in Bos­nia and Her­ze­go­vina and at least 200,000 in the Demo­cra­tic Repu­blic of the Con­go sin­ce 1996. Though sho­cking, in most cases the­se data are serious unde­re­sti­ma­tes of the actu­al num­bers of vic­tims, most of whom never report to authorities

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Aber man kennt das ja bei NTV in der Redak­ti­on, der Rus­se, das Tier setzt Ver­ge­wal­ti­gun­gen als Kriegs­waf­fe ein - so eine tol­le Geschichte…

Wir wissen noch nicht was die Ukrainer dort machen, aber gelohnt hat es sich schon

16. August 2024

Wir wis­sen noch nicht was die Ukrai­ner dort machen, aber sie wol­len eine Pufferzone.

Wir wis­sen noch nicht ob die Ukrai­ner dort blei­ben, aber sie wol­len eine Pufferzone.

Wir wis­sen noch was die Ukrai­ner dort machen, aber die Puf­fer­zo­ne betrifft/inkludiert nur 25 Pro­zent der Gren­ze zu Sumy, wie sie auf der Kar­te des Mode­ra­tors erken­nen, gelohnt hat es sich also schon.

Wir wis­sen auch nicht was sie puf­fert (also Sumy Stadt schon mal nicht…), oder wovor sie puf­fert, aber mit sol­chen Details hal­ten wir uns gar­nicht erst auf.

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Wir wis­sen auch dass die Rus­sen Trup­pen abzie­hen müs­sen um dar­auf zu reagie­ren, und inter­view­en den Exper­ten der uns sagt sie zie­hen Trup­pen womög­lich aus dem Don­bas und Tschas­siw Jar ab. Wir inter­view­en nicht Ger­hard Man­gott der in einem Snip­pet in einem NTV Bei­trag noch sagen darf, dass sie Trup­pen nur aus dem Süden, nicht aus Tschas­siw Jar und nicht aus dem Don­bas abziehen.

Wir sagen, dass es sich sehr gelohnt habe, da die Ukrai­ne ja so viel Raum erobert habe, wie Russ­land in - in sechs Mona­ten. Wir erwäh­nen aber nicht dass das ne Offen­si­ve in die am wenigs­ten gesi­cher­ten Abschnit­te der rus­si­schen Front war, mit nichts dahin­ter außer Farm­land und zwei Klein­städ­ten. Und einem Atom­kraft­werk. Mit 1000-?000 Mann.

Wir sagen, dass die Ukrai­ne viel effi­zi­en­ter dabei ist frei in unbe­wach­ten Raum zu fah­ren (“Fahr zum Pick­nick in die Au mit mir Marie!” wär ein tol­ler Film­ti­tel, für die defi­ni­tiv fol­gen­de Doku­men­ta­ti­on die sicher erneut auf dem Sundance Fes­ti­val pre­mie­ren darf…


), nach­dem zwei Gefechts­li­ni­en durch­bro­chen wur­den -- viel effi­zi­en­ter als Russ­land. Wir sagen nicht, dass an er eigent­li­chen Front 157x mehr Pro­jek­ti­le ver­schos­sen wer­den als an der Gren­ze zu Sumy.

Wir behaup­ten Russ­land habe es nie geschafft zwei Gefechts­li­ni­en zu durch­bre­chen. Doch das haben sie, in die­sem Jahr, mehr­fach. Wär halt dem Sicher­heits­ex­per­ten an der Uni Oslo nicht auf­ge­fal­len den das ZDF inter­viewt. (Was kor­rekt ist ist, dass sie sie nicht so breit durch­bro­chen haben wie die Ukrai­ne in Kursk, wo die am wenigs­ten gut aus­ge­bil­de­ten und aus­ge­rüs­te­ten rus­si­schen Ein­hei­ten sta­tio­niert waren, und die ört­li­che Bevöl­ke­rung in Russ­land auf­grund der räum­li­chen Nähe noch wei­test­ge­hend ukrai­ne­freund­lich (für eine Offen­si­ve auch nicht uner­heb­lich) war.)

Wir sagen, dass den Rus­sen die Pan­zer aus­ge­hen um auf die­se Offen­si­ve zu reagie­ren, wenn­gleich Russ­land nur die Instand­set­zungs­ka­pa­zi­tät nicht hat, schnell wei­te­re frei­zu­set­zen. Das erwäh­nen wir im Inter­view sogar, aber wir gehen auf den dies­be­züg­li­chen Wider­spruch im sel­ben Inter­view nicht ein (Kapa­zi­tä­ten wer­den in 4 Jah­ren knapp) (Aktu­ell: Allo­ka­ti­ons­pro­blem, nix Ressourcenproblem).

Wir haben wie­der einen neu­en Exper­ten! (wur­de aber auch wie­der Zeit!)

Wir ZDF - und unse­re Mode­ra­to­rin sind/ist exakt blöd genug nichts davon zu mer­ken. Und letz­te­re hat jetzt neu­er­dings sogar die pas­sen­de Haarfarbe.

Wir hal­ten uns an alle Pro­pa­gan­da Vor­ga­ben des Atlan­tic Coun­cils die hier genannt wurden:

Das ist eben noch Journalismus.

Die Vor­ga­ben zur Zeit sind: Lus­tig rum­zu­rät­seln war­um die Ukrai­ne das denn macht, aber nichts aus­zu­schlie­ßen, damit Selesnkyj nicht argu­men­ta­tiv, völ­ker­recht­lich, öffent­lich - oder sonst wie in Erklä­rungs­not gerät, aber gleich­zei­tig dar­auf hin­zu­wei­sen, wie toll es doch ist wenn ein Trup­pen­trans­por­ter in unbe­wach­tem Gebiet 20 km nach Russ­land fährt (Hur­ra!) - und dabei, bei voll­kom­men unglei­chen Vor­ga­ben und recht­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen, wei­ter­hin das Flair eines Fuß­ball­spiels zu ver­brei­ten, in dem jeder die Regeln kennt und wir das lus­tig mit Gebiets­ver­lus­ten an der (Haupt-) Front ver­glei­chen können.

Wenn in einem Krieg, die eine Sei­te Abnüt­zungs­krieg spielt, und die ande­re Sei­te Gue­ril­la­krieg irgend­wo, irgend­wie­lan­ge, mit irgend­wel­chen Zie­len, die der Jour­na­lis­mus wie­der nicht zu genau ken­nen will - weil das Atlan­tic Coun­cil hätt ja dar­um gebe­ten, dass man die in der Öffent­li­chen Debat­te offen lässt --- dann ver­glei­chen wir das für das Haupt­abend Publi­kum aber trotz­dem noch alle wei­ter wie Fuss­ball­spiel­ergeb­nis­se im letz­ten Gast­haus im hin­ter­letz­ten Kaff, oder? Klar.

Wir sind schließ­lich Journalisten!

Und dass da mal eben jemand in Russ­land ein­mar­schiert ist - ich mein, dar­über reden wir sicher­heits­hal­ber lie­ber gar­nicht, auch wenn das alle unse­re bis­he­ri­gen Vor­ga­ben geris­sen hat. Also als unter­stütz­den­de Länder.

Jour­na­lis­mus mei­ne Damen und Herren!

Hier noch mal ein wenig Extra­po­la­ti­on, mit ukrai­ni­schen Propagandazahlen:

ukrinform.net (Ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da­quel­le, schwer zitierfähig.):

In 2022, as a result of Russia’s full-scale inva­si­on of Ukrai­ne, 16,502 peop­le were kil­led. The Natio­nal Poli­ce dis­co­ve­r­ed 21 mass gra­ves in the de-occupied ter­ri­to­ries, were 1,033 bodies of civi­li­ans and sol­di­ers were exhu­med,” the report says.

Thus, accord­ing to the Natio­nal Poli­ce, the lar­gest num­ber of deaths was recor­ded in Donetsk regi­on – 4,746, in Khar­kiv regi­on – 3,784, in Myko­la­iv regi­on – 2,207, in Kyiv regi­on – 2,072, in Cher­ni­hiv regi­on - 899, in Luhansk regi­on - 815, in Kher­son regi­on - 686, in Sumy regi­on - 341, in Zhy­to­myr regi­on - 283, in Zapo­rizhzhia regi­on - 66.

As many as 21 mass gra­ves were found in the libe­ra­ted ter­ri­to­ries. Of which, three mass gra­ves were dis­co­ve­r­ed in Donetsk regi­on (278 bodies of civi­li­ans and 37 bodies of Ukrai­ni­an ser­vice­men were exhu­med), 14 in Kyiv (177 bodies were exhu­med), two in Khar­kiv (451 bodies of civi­li­ans and 44 bodies of Ukrai­ni­an ser­vice­men were exhu­med), two in Kher­son - (46 bodies were exhumed).

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Schau­en wir auf die größ­te Aus­deh­nung Russ­lands 2022 in Sumi (gelb­lich mar­kier­ter Bereich), sehen wir fol­gen­des Bild:

Bildschirmfoto 2024 08 16 um 12 41 43

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Im sel­ben Jahr gabs in Sumy 341 Tote. Was wär jetzt ein fai­rer Fak­tor für “Weni­ger Tote, da Russ­land nicht mehr in der Regi­on”? 3? 4? Neh­men wir 3.

341/3 = 113

(Bei erneut sta­tis­tisch 32 Ver­kehrs­un­falls­to­ten im Jahr.)

Ein­fach nur um ein Upper Bound zu zie­hen, wie vie­le Leu­te die Ukrai­ne durch die EINMARSCH IN RUSSLAND Puf­fer­zo­ne jähr­lich so schützt.…

Ein fai­re­res Lower bound haben wir ja bereits da wir die Totes­mel­dun­gen die auf https://liveuamap.com/de in den letz­ten drei Mona­ten ver­merkt wur­den gezählt haben, und dabei auf vier gekom­men sind. Macht zusam­men mit dem einen sta­tis­ti­schen Droh­nen­to­ten in Sumy pro Jahr (durch Droh­nen aus Kursk her­aus): 17 im Jahr.

Die Ukrai­ne hat ja jetzt nicht ganz die Gren­ze Sumys als Puf­fer­zo­ne eta­blie­ren kön­nen, was sie auch nie woll­te, und wes­halb sie ja vor allem die Regi­on um Sumy Stadt (rough­ly around 100x the popu­la­ti­on) noch nicht gepuf­fert hat -- son­dern mehr so ein Viertel.

Also

17-113 jeweils gebro­chen durch 4…

Bedeu­tet die Puf­fer­zo­ne die die Ukrai­ne eta­blie­ren woll­te beschützt und wegen der sie in Russ­land ein­mar­schie­ren muss­te - ver­hin­dert jährlich

4-28

Todes­fäl­le durch den Krieg mit Russland.

Bei jähr­lich im Schnitt 32 Ver­kehrs­to­ten im Jahr, in der sel­ben Regi­on (Sumy).

Gut eva­ku­ie­ren woll­ten sie die Dör­fer trotz­dem. Aber halt noch nicht Sumy Stadt (grenz­na­he, 100x die Ein­woh­ner­zahl der Dör­fer in der Regi­on), weil ehm, weil ehm.… Es reicht wenn du die embed­ded Jour­na­lis­ten in ein Dorf schickst, und dir das mit der Eva­ku­ie­rung am Tag 4 der Inva­si­on ein­ge­fal­len ist, die du laut Atlan­tic Coun­cil füh­rungs­in­tern als Raid bezeich­nest -- (sie­he hier ver­link­tes Atlan­tic Coun­cil video), wobei die deutsch­spra­chi­gen Medi­en noch nicht wis­sen, was die Ukrai­ne da über­haupt will, aber sie will ja auf jeden Fall eine Puf­fer­zo­ne eta­blie­ren. Mit einem Über­fall den die ukrai­ni­sche Mil­li­tär­füh­rung intern als Raid bezeichnet.

Ich hof­fe sie ken­nen sich aus.

ZDFheu­te, mei­ne Damen und Her­ren! Wir infor­mie­ren den Durch­schnitt in der deut­schen Bevölkerung.

edit: Good news from good friends in Ukraine!

Ukrai­ne is sta­ging “Offen­si­ve Defen­si­ve Operation!”


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