Endlich, es geht wieder was weiter in der Politik!

09. April 2026

Bald haben wir auch auf EU Ebe­ne Influ­en­cer Ökonomie!

Gut, zumin­dest müs­sen wir uns dann dort nicht mehr mit unan­ge­neh­men Mei­nun­gen beschäf­ti­gen -- und alles nur dank unse­rem weit­bli­cken­den Vordenkenker -

Man­fred Weber - der sich das alles SELBST aus­ge­dacht hat!

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Man­fred, geh du vor­an!” hat dem nie­mand sagen müs­sen, er hats erfunden!

End­lich! Wie­der eine Fokal­fi­gur für uns nor­ma­le Bür­ger sag ich mir immer.

End­lich, die Demo­kra­tie ist in wich­ti­gen Fra­gen das Ein­stim­mig­keits­prin­zip los, sag ich mir immer.

Mei­ne Poli­tik­wis­sen­schafts­pro­fes­so­ren habens schon seit zwei Jah­ren gefeiert.

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Ah, das Dik­tat der Mehr­heit. Das wird die­ser Gesell­schaft sehr gut tun, sag ich mir immer.

Die wäh­len ja auch immer die bes­ten Influ­en­cer auf social media. Die, die ihnen am meis­ten gefallen.

Das füh­len die eben.

Und mit die­ser klei­nen, unwe­sent­li­chen Maß­nah­me - haben wir zukünf­tig end­lich ein gefühls­ba­sier­tes Entscheidungswesen.

Schließ dich der Mehr­heit an, oder stirb. Also politisch.

Sag ich mir immer.

Das wuss­te schon der alte Rousseau, …

Gut, das brau­chen wir jetzt auch.

Für Res­il­li­enz nämlich!

Von der Leyen’s plan for more cor­po­ra­te mega­deals sparks com­pe­ti­ti­on jitters

As they revamp the EU’s mer­ger gui­de­li­nes, trust­bus­ters are skep­ti­cal of com­pa­nies’ argu­ments that Euro­pean cham­pions will bols­ter indus­tri­al “resi­li­en­ce.”

src: click (Poli­ti­co)

edit: Gut, aber es ist ja nicht alles nur Rück­schritt, sehen sie - in der natio­na­len Poli­tik, da gibts auch noch geleb­ten Fort­schritt. Hier zum Beispiel.

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Dafür brauch­te es eben nocht die poli­ti­sche Moder­ne und die SPD. Und 75 Jah­re Demo­kra­tie in Deutschland.

Dei­ne Groß­mutter hats noch verhindert, …

Neues aus der Festival-Szene

09. April 2026

Wis­sen sie, wer mir beim Begriff Fes­ti­val auch sofort in den Sinn kommt?

Genau! Fried­man!

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Das Fes­ti­val “Frem­de Erde” bringt heu­er unter ande­rem die apar­te Musik von Joseph Horo­vitz in des­sen Geburts­stadt Wien zur Aufführung

Die ver­fäm­ten Klän­ge der Juden sind so schön.

Auch Kom­po­nis­ten wie Hans Gál oder (der bereits inter­na­tio­nal erfah­re­ne) Erich Wolf­gang Korn­gold ver­lo­ren ihre Hei­mat: Män­ner, die ihre Töne in einem eher tra­di­tio­nel­len Stil setz­ten, als Juden den­noch gut dar­an taten, ihr Heil im Aus­land zu suchen – droh­te ihnen im “Drit­ten Reich” doch der Tod im Konzentrations- oder Vernichtungslager.

Wie unter­schied­lich “ver­fem­te Musik” von Fall zu Fall klin­gen kann, wie ver­schie­den­ar­tig die Bio­gra­fien ihrer Ver­fas­ser ver­lau­fen sind, ruft das Fes­ti­val Frem­de Erde in Erin­ne­rung: Die Ver­an­stal­tungs­rei­he, die zwi­schen 12. bis 29. April in Wien-Neubau statt­fin­det, bringt Wer­ke des gebür­ti­gen Polen und spä­te­ren Sowjet­rus­sen Mie­c­zysław Wein­berg eben­so zu Gehör wie Stü­cke des tschechisch-deutschen Musi­kers Hans Win­ter­berg und des in Wien gebo­re­nen Juden Joseph Horo­vitz. Letz­te­rer war 1938 dank des ret­ten­den “Kin­der­trans­ports” nach Eng­land gelangt und ent­wi­ckel­te sich dort vom halb­wüch­si­gen Musik­ta­lent zum nam­haf­ten Pro­fes­sor am Roy­al Col­le­ge of Music und zum Kom­po­nis­ten für die Kon­zert­büh­ne sowie für Film und Fern­se­hen. Sei­ne hüb­sche Musik – ein gra­zi­ler Neo­klas­si­zis­mus mit einem Hauch von Swing und Pop – ist in sei­ner rot­weiß­ro­ten Hei­mat­stadt so gut wie nie zu hören.

Dafür geht er auf a Fes­ti­val. Schreibt der Standard.

Und wenns der ne waß, wer donn?

Gut, der Spie­gel vielleicht…

Gut, dass wir die Kul­tur­för­de­rung haben, sag ich mir immer.

Und erst den Kul­tur­kom­mi­sar in Deutschland!

Jetzt nach Tel Aviv fah­ren um den ver­fehm­ten Klän­gen zu lau­schen. Das wärs doch…

Wo kann ich mich dafür bezah­len lassen?!

Ich ruf gleich mal bei mei­nem Göthe Insti­tut an und frag nach!

Ist das die erste fachkorrekte Beschreibung der Follower-Ökonomie in einer deutschsprachigen Qualitätszeitung?

09. April 2026

Das ist denen ja schon fast als Leis­tung anzurechnen!

Sei­ne Annah­men waren zu 100 Pro­zent falsch“ – Bür­ger­meis­ter macht Wal-Retter Vorwürfe

Tim­men­dorfs Bür­ger­meis­ter wirft Influ­en­cer Robert Marc Leh­mann Fehl­ent­schei­dun­gen bei der Wal-Rettung vor. Durch einen nötig gewor­de­nen Stra­te­gie­wech­sel sei „wert­vol­le Zeit“ ver­lo­ren gegangen.

Der Bür­ger­meis­ter von Tim­men­dor­fer Strand, Sven Partheil-Böhnke (FDP), erhebt schwe­re Vor­wür­fe gegen Influ­en­cer und Tier­fil­mer Robert Marc Leh­mann im Zusam­men­hang mit den Ret­tungs­ver­su­chen für den Buckel­wal in der Ost­see. Gegen­über „Bild“ sag­te Partheil-Böhnke, Leh­mann habe sich bei dem Ein­satz zwar zunächst als kom­pe­ten­ter Exper­te prä­sen­tiert, doch die Zusam­men­ar­beit mit ihm sei „sehr schwie­rig“ gewesen.

Ich war etwas über­rascht, dass sei­ne Pro­gno­sen und sei­ne Annah­men zu 100 Pro­zent falsch waren.“ Zudem habe es fach­li­che Span­nun­gen mit dem Insti­tut für ter­res­tri­sche und aqua­ti­sche Wild­tier­for­schung (ITAW) gegeben.

Beson­ders scharf kri­ti­siert der Bür­ger­meis­ter, Leh­mann habe aus sei­ner Sicht mehr Wert auf Bil­der und Vide­os für sozia­le Netz­wer­ke gelegt als auf das Tier­wohl. Im Ver­lauf des Ein­sat­zes sei der Ein­druck ent­stan­den, es gehe ihm vor allem um gute Auf­nah­men mit dem Wal. Zwei­fel an Leh­manns Exper­ti­se sei­en auch durch Aus­sa­gen zur Ana­to­mie des Tie­res gewach­sen, die bei der anwe­sen­den Tier­ärz­tin für Ver­wun­de­rung gesorgt hät­ten. Das Gan­ze sei dem Poli­ti­ker merk­wür­dig vorgekommen.

Bio­lo­ge Leh­mann beschwer­te sich über „akti­ven Ausschluss“
Nach Dar­stel­lung des Bür­ger­meis­ters wur­de Leh­mann nicht voll­stän­dig von den Ret­tungs­ar­bei­ten aus­ge­schlos­sen, ver­lor aber eine zen­tra­le Rol­le bei dem Ein­satz. „Er durf­te an Bord des Poli­zei­schiffs den Ein­satz als Lei­ter nicht mehr fort­füh­ren. Das hat­te ich ihm tat­säch­lich ent­zo­gen, nach­dem er dort die Fehl­ent­schei­dun­gen getrof­fen hatte.“

Zuvor habe Leh­mann die Ein­satz­kräf­te über­zeugt, die Ret­tungs­stra­te­gie zu ändern: Statt den Wal auf bei­den Sei­ten mit Boo­ten zu beglei­ten, sei das Tier nur noch ein­sei­tig gelenkt wor­den. „Uns ist der Wal genau in der Situa­ti­on aus­ge­büxt, und wir haben wirk­lich wert­vol­le Zeit ver­lo­ren, das Tier wie­der­zu­fin­den.“ Anschlie­ßend habe Partheil-Böhnke die Ein­satz­lei­tung an das ITAW über­ge­ben. „Und das hat Leh­mann, glau­be ich, zutiefst ver­är­gert.“ Auch das Por­tal „T-Online“ berich­te­te über die Kri­tik Partheil-Böhnkes an dem „Wal-Flüsterer“.

src: click (Welt)

Doch kein Robert Redford.

Die Poli­zei hat­te so viel Hoff­nung in ihn gesetzt, und sich nur die bes­ten Füh­rer mit den meis­ten Fol­lo­wern aus­ge­sucht um ihnen zu folgen.

Oder war die ers­te die Kri­tik ange­bracht hat, dass es kei­nen Sinn mache dem wei­ter zu folgen?

Man weiß es nicht der Sprin­ger Jour­na­lis­mus hat nicht recherchiert.

Gut, geht hier eh nur um Tier­wohl. Ist ja nicht so als ob wir dafür Geset­ze hätten.

Hat der jetzt gsagt die Ukraine hätte ein Interesse daran den Krieg zu verlängern?

09. April 2026

Nein, oder? Hat der nicht, …

Sicher nicht.

Bah, zum Glück, noch kei­ne Wahn­vor­stel­lun­gen… Ich muss noch nicht zum Arzt.

Der auch nicht. Zum Glück.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

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Öster­reich und sei­ne geleb­te Neu­tra­li­tät, des is a eige­nes Kapitel.

Ich mein, muss ich noch was sagen?

08. April 2026

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Qua­li­täts­zei­tung, wis­sens eh.

Ging vor 7 Minu­ten online, die ein­zi­ge Fra­ge ist, wie schnell schal­tet die Stan­dard Zen­sur­ab­tei­lung die ukrai­ni­schen Kampf­pos­ter frei.

edit: Ah sehr gut, die kom­men ohne Zen­sur gleich direkt durch 5 Minu­ten nach dem der Arti­kel online ist - wobei das ers­te Stan­dard Kom­men­tar bezeich­net das als PR, …

Wie lang das wohl überlebt…

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edit: Gott sei Dank, der Stan­dard hat doch noch sei­ne Beru­fung gefunden.
Da kann er sei­ne gan­zen Aktivismus-Journalisten hin aus­la­gern, die immer nur die Schuld­fra­ge vier Jah­re lang deba­tie­ren wollen!

(Aber nicht dass da der SPÖ die Nach­wuchs­kräf­te weg­bre­chen, weil die jetzt alle Pod­cast machen.)

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arc: click

Jour­na­lis­mus war halt ein­fach nichts für ihn.