Journalismus, der Gute

27. Oktober 2023

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… der hat die rich­ti­ge Kom­men­tarschlag­zei­le noch im Gefühl.

Ich ver­lin­ke dies­mal nicht - denn Schwach­sinn und Het­ze zu beför­dern, muss dann am Ende des Tages halt doch nicht sein.

Gut, das hat jetzt nichts damit zu tun, dass man die US Per­spek­ti­ve, sagen wir - mehr als ande­re repräsentiert.

Und schon gar­nichts mit fach­li­cher oder inhalt­li­cher Exzel­lenz -- denn die Posi­ti­on wäre in die­sem Fall die Folgende:

Der ein­zi­ge Grund für Isra­el in den Gaza Strei­fen zu gehen ist ein Gefühl der “Abschre­ckungs­do­mi­nanz” wie­der her­zu­stel­len, der das Staa­ten­we­sen Isra­els in den aktu­el­len (nicht unbe­dingt inter­na­tio­nal aner­kann­ten *hust* (Stich­wort: “Die UN ver­hal­ten sich ja mehr­heit­lich immer so unfair zu Isra­el…”)) Gren­zen über­haupt erst ermög­licht, denn wenn man das Ver­spre­chen sei­ne Bür­ger in den Kib­buz­ze oder Sied­ler in nach inter­na­tio­na­lem Recht ille­ga­len Sied­lungs­struk­tu­ren nicht mehr mit einem daher­ge­sag­ten “wirs schüt­zen euch, immer und zu jeder Zeit” beru­hi­gen kann, hat das rea­le Aus­wir­kun­gen auf besag­tes israe­li­sches Staats­we­sen - und da sich das als Begrün­dung für einen Angriffs­krieg, der aber ein wenig auch eine Ver­tei­di­gungs­in­va­si­on ist, für die man mal eben die Hälf­te der Bevöl­ke­rung im Gaza Strei­fen in den Süden schi­cken muss­te, wozu man ja nach deut­schem Kol­lo­qui­um das Recht hat­te - da man sich ja ver­tei­di­gen müs­se, besiegt man jetzt halt mal eben die Hamas.

Die mitt­ler­wei­le aber genau­so­gut in den Tun­nels im Süden Gazas sit­zen könn­te (wobei ihre Füh­rer in Katar und Ägyp­ten ver­or­tet wer­den), in einem Häu­ser­kampf im Nor­den der ganz beson­ders schwie­rig wird, wes­halb man LEIDER nicht zwi­schen Zivi­lis­ten und “Mit­glie­dern einer Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on” unter­schei­den kön­ne. Sie­he Amnes­ty Inter­na­tio­nal bespricht ein aktu­el­les Flug­blatt Israels.

Gut jetzt hat Isra­el aber das Recht zu Ver­gel­ten, Ver­zei­hung, natür­lich sich auf dem Gebiet des Geg­ners zu ver­tei­di­gen. Also was macht Euro­pa in einer Welt in der sich in der gesam­ten ara­bi­schen Welt sowohl Sun­ni­ten wie auch Schii­ten Füh­rer offi­zi­ell geeint für eine Soli­da­ri­sie­rung aller Gläu­bi­gen mit der paläs­ti­nen­si­schen Sache aus­ge­spro­chen haben?

Man ver­langt nicht mal eine Waffenruhe -

son­dern nur eine “Feu­er­pau­se”.

Und weil wir dann ganz beson­ders libe­ral, und human sind, gleich meh­re­re (“Feu­er­pau­sen”) nach nur fünf Stun­den extra Debat­te, also allei­ne fürs das Mehr­zahl s (kein Scherz), da wir alle doch noch irgend­wie rech­nen kön­nen, dass 84 LKWs für 2.2 Mil­lio­nen Leu­te even­tu­ell noch nicht aus­rei­chen wer­den und mitt­ler­wei­le das Label -- “die huma­ni­tä­re Lage ist kata­stro­phal” dran­kle­ben (auch Stan­dard), aber als guter Kolum­nist bei Stan­dard weiss man eben auch, da ist die EU vor der Hamas eingeknickt.

Gut -- der US Vor­schlag den Gaza­strei­fen (minus 50% Puf­fer­zo­ne im Nor­den als Nie­mands­land) mal eben Ägyp­ten zur Ver­wal­tung “zu schen­ken” kam in der Regi­on nur so min­der toll an… Also macht der US Prä­si­dent jetzt - was? Ach­ja, er passt dar­auf auf, dass die Lage nicht zu sehr eska­liert, und dass nicht noch mehr Bil­der von Gräul­ta­ten an die Öffent­lich­keit gehen. Dan­ke Herr Pro­fes­sor Jäger auf Phoe­nix, für die­se Recht­fer­ti­gung - die man sonst öffent­lich gar nicht so gese­hen hätte.

Die aktu­el­le Auf­ga­be des ame­ri­ka­ni­schen Präsidenten

Gut, dafür braucht man schon­mal zwei Flug­zeug­trä­ger in der Regi­on und täg­li­che Luft­brü­cken seit 10 Tagen.

Ach­ja, und den Grund, war­um der tür­ki­sche Prä­si­dent die Hamas als “Befrei­ungs­trup­pe” bezeich­nen muss­te oder woll­te, den müs­sen wir bei uns im Wer­te­wes­ten natür­lich auch nicht nen­nen, denn -

Damit ist es nun vor­bei. Ob ange­sichts der stei­gen­den Todes­zah­len im Gaza­strei­fen oder auf­grund ent­täu­schen­der Gesprä­che hin­ter den Kulis­sen ist unklar, aber Erdoğan hat sich ein­deu­tig gegen den west­li­chen Kon­sens posi­tio­niert. Er tut dies nicht aus innen­po­li­ti­schen Erwä­gun­gen, son­dern aus tiefs­ter Überzeugung.

src: click (TAZ)

Wobei doch noch so ein biss­chen, denn -- das hier ist der ent­schei­den­de Faktor:

Tur­key has given up pro­mo­ting poli­ti­cal Islam abroad

Man­go juice is deli­cious. So ak offi­cials had no rea­son to com­p­lain when Mr Erdo­gan began ser­ving it in his palace last year. But they may have been baff­led to hear that it was a pre­sent from Egypt’s pre­si­dent, Abdel Fattah el-Sisi. For Mr Erdo­gan and Mr Sisi had not been on spea­king terms for a deca­de. As an avo­wed Isla­mist, Mr Erdo­gan had thrown his full weight behind the Mus­lim Bro­ther­hood, which took power in Egypt in 2011 after pro­tests topp­led Hos­ni Muba­rak. When Mr Sisi sei­zed power two years later, in a coup that kil­led hund­reds of pro­tes­ters, Turkey’s lea­der cal­led him a tyrant, held ral­lies in sup­port of Muham­mad Mor­si, the depo­sed Egyp­ti­an pre­si­dent, and gave other Bro­ther­hood lea­ders a haven.

Poli­ti­cal Islam has made fewer inroads in Tur­key than Mr Erdo­gan might have wis­hed. But the Arab spring that shook the Midd­le East in 2011 saw the coun­try emer­ge as one of its main exporters. Bes­i­des Egypt, Tur­key backed Bro­ther­hood par­ties and other Isla­mist groups in Libya, Syria and Tuni­sia. Mr Erdo­gan and Ahmet Davu­to­g­lu, then his for­eign minis­ter, wan­ted to expe­di­te the col­lap­se of the old regio­nal order and cement Turkey’s influ­ence over the new one. But that poli­cy ran out of steam in Egypt when Mr Sisi took over, and in Syria two years later when Rus­sia inter­ven­ed to prop up the Assad regime. Now it has gone into rever­se. In Novem­ber Mr Erdo­gan met Mr Sisi for the first time, on the side­li­nes of the World Cup in Qatar. Mon­ths of talks bet­ween Tur­kish and Egyp­ti­an spooks and diplo­mats paved the way for the meeting.

src: click (The Economist)

Noch am 16. Jän­ner 2023 im Eco­no­mist als gro­ßer Fort­schritt Erdo­gans gefei­ert (Man­go Juice for the win!) -- ist es die Rück­be­sin­nung auf den poli­ti­schen Islam, die Erdo­gan nun nicht mehr zu einem Teil des Wes­tens macht.

Letz­ter Schlen­ker, denn die Hamas ging aus der Mus­lim Bru­der­schaft her­vor, sie­he Reu­ters.

Die Letz­te noch offe­ne Fra­ge, neben dem Punkt, dass der Stan­dard jetzt bereits die Hamas Freun­de in der EU in der Über­zahl sieht - ist, ob Isra­el für eini­ge Mona­te, oder 10 Jah­re im Gaza­strei­fen mili­tä­risch zu ver­blei­ben gedenkt.

Letz­te­res wäre auch laut Quel­len in US Admi­nis­tra­ti­ons­nä­he nur min­der sinn­voll, da die Hamas sich am Ende immer noch als Sie­ger dekla­rie­ren und die Vor­macht­stel­lung in Gaza behaup­ten könn­te - also nach einem 10 jäh­ri­gen Par­ti­sa­nen­krieg. Aber Isra­el ent­schei­det selbst.

Hey, Armin Wolf macht etwas Unerwartetes

27. Oktober 2023

Also nach all dem hier:

Wis­sen sie noch in Mariupol!?

Was ist passiert?

Armin Wolf atta­ckiert Selen­sky­js Bot­schaf­ter: „Ihre Kri­tik ist absurd“

src: click (Vor­sicht, link geht zum exxpress.at)

Wolf wun­dert sich aber bis heu­te, “dass eine Kri­tik am ORF abso­lut fak­ten­be­freit und absurd ist”, wäh­rend er auf Twit­ter mit dem ukrai­ni­schen Bot­schaf­ter konferiert.

Gut, Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand ent­deckt, was will man machen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Und wobei gehts jetzt im Detail?!

OCH - nur dar­um, dass es dem ORF auf­ge­fal­len wäre, dass Selen­skyj offen­bar auch Frie­dens­ver­hand­lun­gen nicht will.

Also noch nicht dem Wolf. Der ver­tei­digt dies­mal nur einen dems bereits auf­ge­fal­len wäre.

Zum Ver­gleich, ich habe das vor der Wie­ner Zei­tung bereits im Juni 2022 vor­ge­bracht. Mit allen dafür not­wen­di­gen Bele­gen in der Form von Direkt­zi­ta­ten aus Selen­skyj Reden wäh­ren Selen­skyj öffent­lich noch immer zwi­schen “nur er kann mit Putin direkt ver­han­del” und “Ver­hand­lun­gen mit Putin erst, wenn der letz­te Rus­si­sche Sol­dat aus der Ukrai­ne abge­zo­gen ist - und Ver­hand­lun­gen dann mehr so in der Form von Gesprä­chen, dass Selen­skyj Putin erklärt, dass er jetzt auch die Krim zurück­be­kommt, sie wis­sen schon, Ver­hand­lun­gen zwi­schen Prä­si­den­ten eben -” her­u­m­os­zil­liert ist, wäh­rend die ver­sam­mel­te Öster­rei­chi­sche Medi­en­land­schaft “Putin will nicht ver­han­deln” als Grund für die VERFICKTE LÜGENSCHEISSE ange­ge­ben hat. Die ein­zi­ge Anmer­kung mei­ner­seits, sei­ner­zeit? Selen­skyj möch­te aber auch kei­ne Waffenstillstands- oder Frie­dens­ver­hand­lun­gen, hier die Belege.

HEUTE - ein­ein­halb VERFICKTE Jah­re spä­ter, fällts dem Wolf auf, dass der ukrai­ni­sche Bot­schaf­ter in Öster­reich in die­sem Punkt ver­sucht öffent­lich gegen jeman­den zu het­zen (er sol­le den Job ver­lie­ren), der auch die ande­re Per­spek­ti­ve sieht?!

Also nicht dass der Wolf auch die ande­re Per­spek­ti­ve sehen wür­de, aber der Wolf fin­det - die Kri­tik am ORF unge­recht, dass sie “nur die fal­sche Per­spek­ti­ve” brin­gen würden.

Was für eine FUCKING SCHEISSE. Putin ver­hin­dert noch immer den Frie­den ja? Allei­nig, ja? Und Selen­skyj will noch immer den Frie­den, ja?

Armin Wolf, Gedan­ken­wel­ten, 2023.

Er, Armin Wolf, setzt sich aber dafür ein dass der ORF nicht dafür kri­ti­siert wird, wenn er auch mal eine etwas ande­re Mei­nung bringt!

Armin Wolf, mei­ne Damen un Herren.

Applaus, mei­ne Damen und Herren.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Pro­pa­gan­da hat aber wie­der nie­mand ent­deckt, was will man machen.

Der Standard reproduziert schon wieder Lügen

26. Oktober 2023

War­um hat Gaza momen­tan kein Was­ser? Weil die Hamas bis heu­te kei­ne Klär­an­la­ge gebaut hat. Das soll den Hass auf Isra­el schüren.

src: click

In Gaza the situa­ti­on is even more cri­ti­cal. More than 90% of the water from the coas­tal aqui­fer is now pol­lu­t­ed. Given the ongo­ing blo­cka­de Isra­el pre­vents the ent­ry of mate­ri­als that are cri­ti­cal for repai­ring the water and sewa­ge tre­at­ment faci­li­ties which Isra­el dama­ged or des­troy­ed in the first place during Ope­ra­ti­on Cast Lead.

src: click (amnesty.eu)

Less than 16% of items nee­ded to con­struct vital water infra­st­ruc­tu­re are reaching Gaza

Israel’s blo­cka­de of Gaza severely limits mate­ri­als from ent­e­ring, making it incredi­b­ly dif­fi­cult to deve­lop water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re to meet the needs of a gro­wing population. 

A pro­ject which could see the Amir fami­ly and other homes near­by con­nec­ted to a sani­ta­ti­on sys­tem has been delay­ed due to essen­ti­al equip­ment, such as water pipes and pumps, being until recent­ly blo­cked from ent­e­ring Gaza. Every day of delay lea­ves fami­lies vul­nerable to ill­ness, as well as ris­king fur­ther pol­lu­ti­on from sewa­ge see­ping into the ground­wa­ter, jeo­par­di­zing the health of many more.

Isra­el has secu­ri­ty con­cerns, inclu­ding indiscri­mi­na­te rocket fire from Gaza by armed groups. But even if it were deemed necessa­ry to restrict mate­ri­als on the basis of the­se con­cerns, Isra­el is pro­hi­bi­ted under inter­na­tio­nal law from dis­re­gar­ding the huma­ni­ta­ri­an requi­re­ments of Pales­ti­ni­ans when doing so. Secu­ri­ty con­cerns can­not be used as a jus­ti­fi­ca­ti­on for vio­la­ting the rights of civi­li­ans living under occupation. 

In the wake of the devas­ta­ti­on in Gaza in 2014, the UN bro­ke­red an agree­ment – the Gaza Recon­struc­tion Mecha­nism (GRM) - bet­ween the Pales­ti­ni­an Aut­ho­ri­ty and the Government of Isra­el, so con­struc­tion mate­ri­als could enter Gaza more easi­ly. This has hel­ped repair most of the water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re that was dama­ged almost three years ago.

src: click (oxfam.org)

In Gaza the situa­ti­on is par­ti­cu­lar­ly acu­te, main­ly due to the strin­gent Israe­li blo­cka­de but also in part becau­se for­eign donors do not enga­ge with the Hamas de fac­to administration.
The main excep­ti­on is the repair of the old was­te water tre­at­ment plant in the north of Gaza and the con­struc­tion of a new plant. This ongo­ing pro­ject is being fun­ded by the World Bank but it has suf­fe­red serious delays due to Israel’s refu­sal to allow the import of necessa­ry mate­ri­als into Gaza. The com­bi­ned impact of the sus­pen­si­on of water-related pro­jects and the lack of spa­re parts, equip­ment and other mate­ri­als cau­sed by Israel’s con­ti­nuing blo­cka­de of Gaza has brought what was alrea­dy a dire situa­ti­on to the point of cri­sis. More than one year ago, on 7 May 2008, the UN Secretary-General repor­ted: “The effi­ci­en­cy of water net­works dete­rio­ra­ted from 70 per cent in June 2007 to 55 per cent in Febru­a­ry 2008, owing to a lack of spa­re parts and mate­ri­als. From Janu­a­ry 2008 onwards, 40 mil­li­on litres of raw and par­ti­al­ly trea­ted sewa­ge per day were emp­tied into the sea”.170 Sin­ce then, Gaza and its 1.5 mil­li­on peop­le have been mer­ci­less­ly poun­ded under ope­ra­ti­on “Cast Lead” and stif­led by Israel’s unre­mit­ting blo­cka­de, causing fur­ther drastic dete­rio­ra­ti­on of the water sec­tor and incre­a­sed pover­ty and mise­ry for the peop­le who have to depend upon it for their survival.171

As descri­bed abo­ve, the sup­port for the deve­lo­p­ment, main­ten­an­ce and deli­very of water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re and ser­vices in the OPT, by inter­na­tio­nal donors, is being hin­de­red by restric­tions and obsta­cles which pre­vent its effec­ti­ve and opti­mal use. One of the effects of such restric­tions and obsta­cles is that inter­na­tio­nal donors tend to resort to short-term stop-gap mea­su­res such as the deli­very of water by water tan­kers, which is usual­ly far more expen­si­ve than deli­very through piped water net­works. This under­mi­nes the need to invest in long-term water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re and ser­vices for the peop­le of the OPT and the coor­di­na­ted and effec­ti­ve use of deve­lo­p­ment assi­s­tance in sup­port of the Pales­ti­ni­an population’s access to such services.

src: click (arabwatercouncil.org)

10 Facts About Gaza’s Sani­ta­ti­on Crisis

1. “De-development” is hin­de­ring water tre­at­ment. Accord­ing to UNCTAD, de-development is a “pro­cess by which deve­lo­p­ment is not merely hin­de­red but rever­sed.” Gaza faces dete­rio­ra­ting infra­st­ruc­tu­re and a nega­ti­ve eco­no­mic growth, both of which feed Gaza’s sani­ta­ti­on cri­sis. Years of con­ti­nuing con­flict dama­ged Gaza’s infra­st­ruc­tu­re. Unfor­tu­n­a­te­ly, Gaza does not have the money or the sup­plies to rebuild. Busi­nes­ses suf­fer from Israel’s stif­ling 11-year blo­cka­de of Gaza; their lack of opti­ons often for­ces them to clo­se, dri­ving up unem­ploy­ment and the pover­ty rate. Rather than give much-needed sup­port to Gaza, Isra­el also con­trols and hin­ders access to sup­plies and fuel, which Gaza needs for rebuil­ding and trea­ting water at its desa­li­na­ti­on plants.

src: click (borgenproject.org)

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Der Stan­dard fragt lie­ber einen einen Phi­lo­so­phen, der den Stan­dard dann anlügt - und… Ja was soll ich sagen, lei­der - das ist heu­te der Stand des deutsch­spra­chi­gen Journalismus.

Sie haben nicht nur nicht repa­riert, sie haben mit zu wenig Mate­ria­li­en und zu wenig Strom nicht nur nicht repa­riert, son­dern nicht mal einen zusätz­li­chen Dings neu gebaut!

Der Gag war, dass die World Bank die Water tre­at­ment faci­li­ty die bereits exis­tiert, kom­plett finan­ziert und gebaut hat. Und Isra­el dann mit Embar­gos dafür gesorgt hat, dass sie stän­dig unter Kapa­zi­tät lau­fen musste…

Die­se Gesell­schaft ist das gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand entdeckt.

edit: Und hier das dazu pas­sen­de Pro­pa­gan­da Nar­ra­tiv beim Stan­dard in Verbreitung:

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src: click

Die­se Gesell­schaft ist das Abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Hier noch mal die Zusam­men­fas­sung des­sen was sie glau­ben sollen.

Es gibt eine Ver­bin­dung zwi­schen “Spen­den für huma­ni­tä­re Güter” und “Gel­dern die in den Kauf von Kriegs­gü­tern flie­ßen”. Hal­te ich übri­gens für plau­si­bel. Nur dass es dazu noch eine Hucke voll Ter­ror Spon­so­ren gibt, die lie­ber kei­ner anfasst, dafür doch bit­te lie­ber die Bevöl­ke­rung in Gaza - egal I’m get­tin sidetracked…

Jetzt zum Pro­pa­gan­da Teil.

1. Da Isra­el auf­grund des­sen Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen so nach oben gedreht hat, dass nicht ein­mal die von der Welt­bank errich­te­te Water Tre­at­ment Faci­li­ty auf­recht­erhal­ten wer­den konn­te -- ist das jetzt eben­falls nicht die Schuld Isra­els, son­dern die Schuld der Hamas. Die Net­an­ya­hu noch per­sön­lich vor zwei Jah­ren als wie folgt defi­niert hat: Net­an­ya­hu: Money to Hamas part of stra­te­gy to keep Pales­ti­ni­ans divi­ded (The Jeru­sa­lem Post, die sel­be Argu­men­ta­ti­on gabs bis 2021, wiederholt.)

2. Nur 16% der Güter die für die Erhal­tung des Water Tre­at­ment Werks benö­tigt wer­den, kann Gaza über­haupt impor­tie­ren, der Rest bleibt durch Isra­els Sank­tio­nen bereits an der Gren­ze hän­gen. Durch die Bericht­erstat­tung des Stan­dard, ist es jetzt für den übli­chen Stan­dard­le­ser ein­wand­frei klar, die Hamas gräbt Was­ser­roh­re aus, um damit Rake­ten zu bauen.

3. Die Opfer Täter Umkehr sieht wie­der nie­mand, selbst wenn bereits das Bor­gen Pro­ject von einer De-Development Stra­te­gie Isra­els im Gaza Strei­fen spricht - und alles davon doku­men­tiert ist. Aber das schützt den Stan­dard natür­lich nicht davor sim­pels­te Logik­feh­ler nicht zu hin­ter­bli­cken, oder irgend­et­was davon zu hinterfragen.

Gut aber woher hat das das Bor­gen Pro­ject schon wieder…

The Gaza Strip has lived through 16 years of de-development, a United Nati­ons offi­cial in Gene­va tells the press, adding that the eco­no­mic con­se­quen­ces of the Israel-Hamas war are “impos­si­ble to deter­mi­ne”. “While a reco­very of sorts has taken place in the occu­p­ied ter­ri­to­ries of the West Bank, that has not been the case in Gaza,” Richard Kozul-Wright, Direc­tor of the UN’s UNCTAD tra­de and deve­lo­p­ment agen­cy says at a pre­sen­ta­ti­on of an annu­al report on the Pales­ti­ni­an eco­no­my, adding that this diver­gence “con­ti­nues a 16-year trend of de-development.”

src: click (AFP)

4. Der Leser voll­zieht den Umkehr­schluss, die Hamaz hat Rake­ten, da die Hamaz ja die Was­ser­lei­tun­gen in Gaza sabo­tiert mit -- OBWOHL ISRAEL DIE WASSER UND DIE STROMVERSORGUNG (Pum­pen) ABGEDREHT HAT.

5. Als Isra­el Ver­tre­ter UN Case Repor­ter in Pres­se­kon­fe­ren­zen “fra­gen” war­um denn jetzt der Bevöl­ke­rung das Ben­zin aus­ge­hen wür­de, aber der Hamas noch nicht, und ob sich die UN dar­über jemals Gedan­ken gemacht hät­te. (Sie­he: click) Was dann DIREKT impli­ziert, dass man der gesam­ten Bevöl­ke­rung das Ben­zin abge­dreht hat, um dann über die Ban­de der Hamas zu scha­den -- was, man glaubt es kaum, wie­der eine Völ­ker­rechts­ver­let­zung ist. Aber da kommt dann wie­der der Fra­ge­stel­ler nicht mit, was will man machen… Und das kann man dann natür­lich wie­der als Haupt­nar­ra­tiv featuren.

Und so mei­ne Damen und Her­ren funk­tio­niert heut­zu­ta­ge Journalismus.

Sie tischen einem funk­tio­na­len Voll­idio­ten von Durch­schnitts­bür­ger eine Gut vs Böse Geschich­te auf und füt­tern ihn dann mit Pro­pa­gan­das­nip­pets, die sei­ne Sicht­wei­se unterstützen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

In the majority of the cases, that we did document, there were no warnings before the airstrikes, so the families did not receive at all any warnings

25. Oktober 2023

… even in cases, were the­re was advan­ced warning, that advan­ced warnings were not effec­ti­ve, becau­se it was only infor­med one of the fami­ly mem­bers, not to the ent­i­re fami­ly mem­bers or the resi­dents of a buil­ding, and it fai­led to meet the stan­dards that are requi­red to make a warning effec­ti­ve. With no clear time­frame. With regards to the initi­al warning by the israe­li army issued on the 13th of octo­ber, issued to all of the resi­dents in the nort­hern part of Gaza, to evacua­te south of Gaza, this amounts to a for­ced dis­pla­ce­ment, sim­ply becau­se this is unfea­si­ble for this com­mu­ni­ty to lea­ve. They can not lea­ve. The­re are thousands of peop­le with disa­bi­li­ties, woun­ded peop­le, this num­ber of peop­le sim­ply do not have the means and can not lea­ve. And then, that was later fol­lo­wed by leaf­lets drop­ped by the israe­li army, warning peop­le to lea­ve and then say­ing that anyo­ne that choo­ses to stay in the nort­hern part of Gaza will be con­si­de­red an accom­pli­ce with armed ter­ror orga­niz­a­ti­ons, as per the words of the army, which again amounts to collec­ti­ve punish­ment, fails to meet the princip­le of distinction, …

Isra­el is so fucked.

That was the Amnes­ty Inter­na­tio­nal case rese­ar­cher and writer.

Bet­ter find a few Jour­na­lists who will still repeat your propaganda.

Holy shit.

In other nice news, they - to this day - dont even have a plan. Accord­ing to Fran­ce 24, US offi­cials almost col­lap­sed when they found out, that Isra­el was win­ging it, and relo­ca­ted several (US) army plan­ning teams on the spot.

Holy shit.

edit: PBS als Quel­le nach­ge­reicht: click

edit2: Yes, you say, but how bad is it.

Well…

War attire

25. Oktober 2023

Warattire

Same sty­list. Or Fashion Trend 2022/23.

edit2: Oh, and by the way - Ich mache hier kei­ne Scherze.
War attire 2
src: click

Das ist sty­list recom­men­ded war attire.

Zwi­schen den bei­den Auf­nah­men lie­gen drei Tage.

Im Kon­fe­renz Raum ists auch nicht kalt, oder so. Die Out­fits wer­den gefocus-groupt.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten.

Neu­er Höchst­wert: 114 Mil­lio­nen Flücht­lin­ge weltweit

src: click