1. Russland hat Nordstream gesprengt.
2. Russland hat eine Rakete auf Polen abgefeuert.
3. Russlands Angriff auf die Ukraine und der Hamas Angriff auf Israel hängen unmittelbar zusammen, das war am Tag von Putins Geburtstag, dem 07. Oktober, das kann kein Zufall sein!
Und die Dame wurde vom deutschen Qualitätsjournalismus knapp 100-fach öfter gefeatured als der brasilianische Präsident.
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief, grotesk Allerletzte.
Nur für den Fall falls sich jemand fragt, ob das was Fiona Hill mit “Putin denkt wie ein Zar” für den “intellektuellen” außenpolitischen Talking Circuit produziert hat, bei dem sie nach der fünften Veranstaltung oder so angefangen hat auf die Frage “was denkt Putin” immer direkt und ohne einen Moment des Stockens zu antworten, also falls sich jemand fragt ob das Propaganda war, da gibt es Neuigkeiten…
Das nächste bei der Brookings Institution erfundene Narrativ für Europa lautet wie folgt.
“Europa war in den letzten 40 Jahren immer schon vom Untergang des russischen Imperiums geprägt. Europa wird auch in den nächsten 40 Jahren vom Untergang des russischen Imperiums geprägt sein. Russland agiert wie ein untergehendes Imperium, es schlägt überall zurück. Europa hat das bereits länger gesehen und es hätte bereits in Tschetschenien reagieren können, aber spätestens 2014 war der Punkt an dem Europa falsch und nicht mehr ehrlich reagiert hat. Russland ist die einzig verbleibende nicht Demokratie in Europa! Und sie ist gerade dabei unterzugehen.
Ich (Oxford historian Timothy Garton Ash, author of the recent book “Homelands: A Personal History of Europe”) habe auf die Flagge der EU Beauftragten für transatlatische Beziehungen geschaut, und die hat die ukrainischen Symbole als Bindeglied zwischen der EU und der Nato auf einer Abbildung, es sind diese Symbole die uns zeigen wie - obwohl dieser Prozess für 15 Jahre eingeschlafen ist - haben wir hier und jetzt, plötzlich - quote:“thanks to the war” - eine wirklich große, aufregende, politische Agenda -- “which is about a new BIG, double (!), eastward enlargement of the political west!”
Sorry, ich hab mir nicht einmal die Mühe gemacht herauszufinden wovon der nette Typ da genau schwafelt, während die Fiona neben ihm nickt als obs kein Morgen mehr gäbe…
Nichts davon ist neu. Nichts davon verhindert ein Deutschland für zwei Jahre in Folge in der Rezession, nichts davon hat eine besondere historische Qualität “in der Widerkehr” (Hurra?) -- der Zusammenbruch der Sowjetunion ist vielleicht das denkmöglichst schlechteste “Motivationsbild” für die Zukunft Europas das man an der Stelle emotional nutzen kann, die Nato ist mittlerweile dank Entscheidungen auf EU Ebene als Verteidigungsbündnis Europas alternativlos, da sind mir die Symbole auf irgendwelchen Bildern von Flaggen scheißegal. Und wo ist jetzt nochmal der Zar Putin, der Großrussland erschaffen möchte? Achso, ja - den gabs ja nie. Das war nur russische Propaganda, die die Brookingsinstitution in Propaganda für Europa reframed hat… Da machts ja jetzt auch Sinn, dass das jetzt hinter dem neuen Brookings Institution Framing einer großen, doppelten, spannenden politischen Osterweiterung begraben wird.
Und wie spannend, groß und doppelt ist die politische Osterweiterung, der Brookings Institution, Verzeihung, der EU?
Ukraine, Moldawien, Georgien and Western Balkans groß.
In was für tolle Zeiten in denen wir leben, ein EU Ost-Erweiterungs Wirtschaftswunder nach dem anderen!
Ok, mit einer umstrukturierten EU, ohne Vetorechte. Oder ohne volle Mitgliedschaften der Länder. In 40 Jahren, wenn ich tot bin.
Diese US ihre Brookings Institution ist einfach in der Lage Europa so viel zu bieten! Also narratively. Jetzt müssen wieder nur die Qualitätszeitungen übernehmen, das Narrativ aufgreifen, und dann wiederholen, wiederholen, wiederholen…
Quote: “Viewers can submit questions via Twitter using #USEurope by emailing events@brookings.edu”
Oh fucking hell,
lies, god damn lies and the Brookings Institution.
Das Beste sind die emotionalen Handgesten der “angefassten Freude”, wenn wir an diese tolle, große, doppelte und spannende Zukunftsperspektive denken.
Danke Brookings Institution!
Danke auch nochmal an die Brookings Institution für das Erfinden des “Putin denkt wie ein Zar” Narrativs, das für das Selbstverständnis der Bevölkerung in Österreich wirklich essenziell war.
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief, grotesk Allerletzte.
edit: Fiona Hill weiß auch, warum die baltischen Staaten proportional zu ihrer Größe der Ukraine so viele Waffen leasen! Das hat damit zu tun, dass die baltischen Staaten den Überfall der Russen noch gut in Erinnerung haben. Das hat nichts mit return on Investment zu tun, und auch nichts damit, dass sie jetzt zu vierfach höheren Preise zu einem der wichtigsten Energielieferanten Mitteleuropas werden. Das ist einfach ein “historisches Sicherheitsbedürfnis” der Bevölkerung dort. Das muss man verstehen. Dafür braucht es die Brookings Institution.
Also dafür nur den einen Aspekt zu sehen der als menschlich, moralisch, und wirklich super toll verantwortungsbewusst interpretiert werden kann.
Dafür, dass das in der öffentlichen Aufmerksamkeit später auch wirklich sitzt, muss Fiona Hill an der Stelle nur noch so ein klein wenig auf Numerologie (!) zurückgreifen - ich zitiere wörtlich:
[…] why the Finns joined NATO, because they’re all in they know where this is heading 1989 for them, did seem like an aberration and although the Finns were embracing the European Union and basing their embracing, their independence - they always had in the back of their minds that history would come back again - with another nine [thats the number 9] like 1939. So they were always raring to go - so I think that we ought to ourselves take a pause, you know, when we look through our own lens at 1989, and where we’ve been and you know how we feel [feeeeeeeeeel] about the war in Ukraine, a lot of other countries are all in, because as uh Timothy said they have a different year zero though they have a different year nine - they think about a lot of these, uhm dates in different historical patterns[…]
Wo bleibt in dieser verfickten scheiss Drecksgesellschaft eigentlich wieder der verfickte scheiß Rauscher, der in diesen Momenten wieder der österreichischen Regierung und der österreichischen Opposition in der Form der SPÖ für drei Wochen hintereinander vorwerfen kann, dass sie auf die falschen Experten hören, und dass sie alle anstattdessen auf Fiona Hill hören müssen?!
edit: Es gibt aber natürlich auch wider gute Nachrichten, das reicht vollkommen um auch noch von Amanpour gebucht zu werden:
Amanpour dadurch bekannt UvdL als erste dafür kritisiert zu haben den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine in den ersten drei Tagen noch nicht als Krieg bezeichnet zu haben.
Der Standard hat nach nur 8 Monaten Bevölkerungsverarsche endlich das Wording geändert und spricht nicht mehr von einem Friedensgipfel, sondern *räusper*
Am Wochenende findet in Malta eine von Kiew organisierte internationale Konferenz für die Ukraine statt. Rund 60 Länder sollen daran teilnehmen. Die Ukraine will bei dem Treffen für ihren Zehn-Punkte-Friedensplan werben.
Österreich und der Nahostkonflikt: Bruno Kreiskys verblasstes Erbe
Die österreichische Regierung hat in den letzten Jahren die politische Unterstützung der Palästinenser in der Uno, wie sie seit Kreisky üblich war, reduziert
“Ich vermisse Kreisky in diesen Tagen”, schreibt ein Poster im STANDARD-Forum unter einen Artikel über den Solidaritätsbesuch von Bundeskanzler Karl Nehammer in Israel. Ketzerisch könnte man anmerken, dass man einen Politiker von der Statur Bruno Kreiskys heute fast immer und überall vermisst – aber vielleicht etwas weniger anlässlich eines im Symbolbereich angesiedelten Kanzlerauftritts in Israel nach dem “schwersten Verbrechen am jüdischen Volk nach dem Holocaust”, wie Nehammer den Terrorüberfall der Hamas am 7. Oktober völlig zu Recht nannte. Wie wäre Kreisky mit den heutigen Herausforderungen umgegangen? Hätte er zu jenen gehört, die auch in diesem Moment der blanken Katastrophe für den Staat Israel auf “Kontext”, die Lebensumstände der Palästinenser, bestanden, wie der dafür scharf kritisierte Uno-Generalsekretär António Guterres?
Ja - schwierige Frage… Sehr schwierig. Enorm schwierig…
Vom palästinensischen Terror blieb Österreich dennoch nicht verschont, falls das Kreiskys Hoffnung gewesen war: von dem Überfall auf den Bahnhof Marchegg und der ihm von Golda Meir – da war sie schon Ministerpräsidentin – schwer verübelten Schließung des jüdischen Übergangslagers Schönau 1973 über den Opec-Überfall 1975, die Attentate auf SPÖ-Stadtrat Heinz Nittel und die Synagoge in der Seitenstettengasse 1981 bis hin zum Anschlag in Schwechat 1985, schon nach Kreisky. Immer hing der Hautgout in der Luft, dass sich Österreich aus Opportunismus mit den Tätern arrangierte.
Ja. Man kennt das ja. Immer dieser Hautgout, der immer überall in der Luft hängt…
Was macht aber jetzt das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog dieser Tage?
Ganz klar, es läd eine ehemalige Lehrende an der Amerikanischen Universität in Kairo zum Talk, die jetzt an der Amerikanischen Universität in Abu Dhabi lehrt, aber mehr so via Zoom und “based in New York”.
Damit sie Österreich die Landschaft des Krieges erkläre.
Money Quotes:
Expert: “The Landscape of which we speak is also known as Galilee, its famous from the BIBLE!”
Expert: “I’m subscribed to several WhatsApp Groups, this is how I get most of my news.”
Gut, dazu brauchen wir aber auch perfekteste Moderationsleistung!
Expert: […] but people find ways to live with them so cluster bombs are difficult…
Moderator: Yeah go ahead…
Expert: No under no…
Moderator: In this highly explosive Landscapes I think you beautifully describe a whole new alliance of solidarity and mutual support and mutual protection emerges can you describe for us how this has created a special relationship between between people and the animals and and even Village communities?
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief, grotesk Allerletzte.
UNITEDNATIONS (AP) — The U.N. General Assembly approved a nonbinding resolution Friday calling for a “humanitarian truce” in Gaza leading to a cessation of hostilities between Israel and Gaza’s Hamas rulers, the first United Nations response to the ongoing war.
The 193-member world body adopted the Arab-drafted resolution by a vote of 120-14 with 45 abstentions after rejecting a Canadian amendment backed by the United States. It would have unequivocally condemned the Oct. 7 “terrorist attacks” on Israel by Hamas and demanded the immediate release of hostages taken by Hamas.
[…]
The Arab group went to the General Assembly after the more powerful 15-member Security Council failed to agree on a resolution after four attempts over the past two weeks. While council resolutions are legally binding, assembly resolutions are not, but they do serve as a barometer of world opinion.
N: Namibia, Nepal, New Zealand, Nicaragua, Niger, Nigeria, Norway
O: Oman
P: Pakistan, Peru, Portugal
Q: Qatar
R: Russia
S: Saint Kitts and Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent and the Grenadines, Saudi Arabia, Senegal, Sierra Leone, Singapore, Slovenia, Solomon Islands, Somalia, South Africa, Spain, Sri Lanka, Sudan, Suriname, Switzerland, Syria
T: Tajikistan, Thailand, East Timor, Trinidad and Tobago, Turkey
U: Uganda, United Arab Emirates, United Republic of Tanzania, Uzbekistan
V: Vietnam
Y: Yemen
Z: Zimbabwe
edit:
Die Uno-Vollversammlung hat eine – nicht bindende – Resolution zur Verbesserung der humanitären Situation und für eine sofortige Waffenruhe im Gazastreifen verabschiedet. Die nun verabschiedete Resolution verurteilt unter anderem jegliche Gewalt gegen israelische und palästinensische Zivilisten, fordert die sofortige und bedingungslose Freilassung aller Zivilisten, die «illegal festgehalten» werden, und verlangt ungehinderten Zugang für humanitäre Hilfe in den Gazastreifen. Ausserdem ruft der Text zu einer «sofortigen dauerhaften und nachhaltigen humanitären Waffenruhe» auf.
Krieg in Nahost: Israel nennt Uno-Resolution zur humanitären Lage in Gaza «verabscheuungswürdig»
edit: Die Begründung der Österreichischen Seite, warum man sich bei der Abstimmung verirrt hat ist raus.
“Eine Resolution in der UNO-Generalversammlung, die nicht einmal in der Lage ist, die Terrororganisation Hamas beim Namen zu nennen, kann von Österreich nicht unterstützt werden”
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