Hatte Deutschland nicht gerade mit den letzten 100 MIlliarden Sondervermögen 35 F-35 gekauft?

21. März 2025

35.

F-35.

Kein Witz.

Ich frag nur so, weil --

[l] Im Moment geht aus nahe­lie­gen­den Grün­den die Fra­ge um, ob die Ame­ri­ka­ner in ihrer Mili­tär­hard­ware (etwa dem F-35) Hin­ter­tü­ren ein­ge­baut haben könn­ten, oder ob man das beden­ken­los kau­fen kann als euro­päi­sches Land.
Dass sich die Fra­ge über­haupt stellt, fin­de ich sehr bemer­kens­wert. Neh­men wir mal an, das wäre nur Hard­ware. Ist es nicht.

Und jetzt geht einer kaputt. Glaubt ihr ernst­haft, wir könn­ten das Teil dann war­ten? Wir kön­nen ja nicht mal einen Ford war­ten, ohne dass Ford das nöti­ge Equip­ment und die Soft­ware dafür liefert!

Aber das ist natür­lich nicht bloß Hard­ware. Es ist vor allem Soft­ware und es sind Cloud-Dienste. Nein, wirk­lich. Ein Teil davon läuft lokal auf dem Ding. Ja, auf dem Ding läuft ein Kubernetes-Cluster. Kein Scheiß.

Aber guckt euch mal die Wer­bung von Lock­heed Mar­tin (dem Her­stel­ler) an. Das kön­nen die nicht mal sel­ber war­ten! Das ist die übli­che Kom­ple­xi­täts­höl­le, inkom­pe­tent zusam­men­ge­stöp­selt aus Tei­len ande­rer Leu­te, die alle auch nicht funk­tio­nie­ren, und dann tun alle so als kön­ne man sich dar­auf ver­las­sen. Und wenn das Teil dann vom Him­mel fällt, dann war es ein Soft­ware­pro­blem. Kann man nichts machen.

Es gibt aber noch einen schö­ne­ren Weg, dar­über nach­zu­den­ken. Die F-35 ist ein Sub­scrip­ti­on Ser­vice. Defen­se as a Ser­vice. Das ist wie wenn man bei AWS einen Dienst abon­niert. Wenn du Glück hast, läuft der ab und zu ein biss­chen. Wenn du aber mal, nur so als Bei­spiel, den Trump ärgerst, und er Lock­heed Mar­tin sagt, dass die dich mal abklem­men sol­len, dann hast du ähn­lich viel Spaß wie mit einem AWS-Service, der nicht mehr mit der Daten­bank reden darf.

Wer ame­ri­ka­ni­sche Hard­ware für irgend­was mis­si­ons­kri­ti­sches kauft, dem ist nicht zu helfen.

Beson­ders hart fin­de ich, dass die Argu­men­te alle noch frisch ange­wärmt auf dem Tisch lie­gen aus der Huawei-Kampagne von dem Biden. Alles, was Euro­pä­er gegen Hua­wei über­zeugt hat, muss sie auch direkt gegen Lock­heed Mar­tin über­zeu­gen. Wür­de man denken.

src: click

Kön­nen die nicht ein­fach wie­der die CIA fra­gen, was sie machen sol­len, damits die ihnen sagen? So wie damals der Habeck - mit sei­nem mythi­schen roten Umschlag?

Ach­so, ja - die stan­den wohl eh in stän­di­gem Kon­takt… Es war ja so wich­tig, dass der Wer­te­wes­ten geeint, … Für die inter­na­tio­na­le Wer­te­ord­nung nämlich.

Viel­leicht mal nen schwei­zer Bür­ger­li­chen fragen?

Nein, jetzt hab ichs! Den israe­li­schen Inlands­ge­heim­dienst­chef, der gera­de von Net­an­ya­hu ent­las­sen wurde.

Finde den Unterschied

21. März 2025

- nach­dem Feh­ler­such­bil­der bei den Idio­ten unter mei­nen Lesern immer so toll ankom­men - hab ich mir denkt, begeb ich mich doch wie­der auf ihr Niveau.

Im Ukrai­ne­krieg wachen Euro­pas Schlaf­wand­ler nur lang­sam auf

Ein EU-Gipfel jagt den nächs­ten, aber die Regie­rungs­chefs der Uni­on las­sen sich bei Frie­dens­ge­sprä­chen von US-Präsident Trump das Heft aus der Hand nehmen

src: click (Der Standard)

vs.

Es ist jetzt genug, fin­det der Natio­nal­rat und lehnt wei­te­re Ukraine-Hilfe auf Kos­ten der Schul­den­brem­se ab

SP und GLP bemüh­ten die Zei­ten­wen­de, die regel­ba­sier­te Ord­nung und die Uren­kel. Doch die bür­ger­li­che Mehr­heit lehn­te Vor­stös­se für wei­te­re Gel­der für die Ukrai­ne ab.

src: click (NZZ)

Mem­ber sta­tes bring Kal­las back to earth: Ukrai­ne plan slas­hed from 40 bil­li­on to 5 billion

src: click (eunews.it)

Dann zehn Stun­den später:

Kaja Kal­las’ €40-billion plan for Ukrai­ne floun­ders at EU summit

After a sum­mit in Brussels, EU lea­ders did not endor­se the tar­get to mobi­li­se €5 bil­li­on to pro­cu­re 2 mil­li­on ammu­ni­ti­on rounds for Ukraine.

src: click (Euro­news)

Merz: Deut­sche Betei­li­gung an Ukraine-Friedenstruppe abhän­gig von USA

src: click (Redak­ti­ons­netz­werk Deutschland)

Nun - immer­hin bring­ts der Stan­dard zusam­men den Begriff “Schlaf­wand­ler” als Begrün­dung für mehr Auf­rüs­tung zu nut­zen. Das zeugt vom kul­tu­rel­len Hori­zont des Redak­teurs, des Edi­tors, und des Her­aus­ge­bers - und der Stif­tung im Hin­ter­grund, und dem ihrer Leser, und…

Man kanns ja als Stan­dard immer wie­der noch­mal pro­bie­ren, nicht? Irgend­wann ist dann Auf­rüs­tung Euro­pas auch nicht mehr für die US Rüs­t­unsun­ter­neh­men gut, nicht?

Gut - wie sich das in 5 Jah­ren aus­ge­hen soll, hat bis­her noch nie­mand erklärt - nur eins weiß die UvdL schon!

EU slams the door on US in colos­sal defen­se plan - Politico.eu (Poli­ti­co)

sowie:

US Exclu­ded From Europe’s $165B Rear­ma­ment Pro­ject: Report (News­week)

Span­nend… Was sich wohl die US dabei denken…

Der Stan­dard sieht da sehr viel Hoff­nung und Fort­schritt. Wie ja die meis­ten mei­ner Leser auch.

edit: Uh, span­nend! DW ist dem mal nachgegangen!

Can Europe’s arms indus­try chal­len­ge US mar­ket dominance?

Arthur Sul­li­van
03/12/2025March 12, 2025
Euro­pe is re-imagining its ent­i­re secu­ri­ty archi­tec­tu­re and defen­se capa­ci­ty amid con­cerns over both Rus­sia and the US. With the bloc still buy­ing huge amounts of US arms, can its own com­pa­nies ever catch up?

src: click (DW)

Stellt sich raus:

Over 90% of the arms imports in Nor­way, Swe­den, Ita­ly and the Nether­lands came from the US, while the UK figu­re was over 80%. From 2015-2019, less than 10% of Ger­man arms imports came from the US but the figu­re was 70% for the peri­od from 2020-2024.

Time and money nee­ded to clo­se the gap
Gun­tram Wolff, a defen­se spe­cia­list at the Brussels-based think tank Brue­gel, says the­re is a degree of inter­de­pen­dence bet­ween US and Euro­pean defen­se com­pa­nies that is not reflec­ted in the figures.

So many pro­ducts are tru­ly NATO pro­ducts built with com­pon­ents from many allies,” he told DW, poin­ting to the examp­le of the Lock­heed Mar­tin F-35 figh­ter jet — a US pro­duct built with com­pon­ents and assi­s­tance from several Euro­pean NATO countries.

Howe­ver, Euro­pean defen­se com­pa­nies were espe­cial­ly vul­nerable when it comes to the pro­vi­si­on of so-called stra­te­gic enab­lers such as satellites.

The ques­ti­on then is more one of time than capa­bi­li­ty. “In three years, it’s going to be very dif­fi­cult for Euro­pe to be rea­dy on its own,” said Wolff, adding that “in five years, it’s a dif­fe­rent ball game.”

Ich glaub fast, in fünf Jah­ren ist die Ukrai­ne gerettet.

Moment, was sagt den jetzt eigent­lich der ORF zum skiz­zier­ten Bedro­hungs­sze­na­rio, Putin grei­fe die Nato an?

Ach­so! Deren Repor­te­rin bekom­me in der Fra­ge kei­ne zufrie­den­stel­len­den Ant­wor­ten, das sei wohl Pro­pa­gan­da um die Fis­kal­re­geln für die kom­men­de Auf­rüs­tung ver­schie­ben zu können.

Na, da hat die Repor­te­rin wohl nicht mit dem Armin Wolf gespro­chen der noch 15 Tage davor genau wusste:

Russ­land greift dem­nächst mit 80% Wahr­schein­lich­keit ein NATO Land an --

das hat dem Armin Wolf näm­lich der Gus­tav Gres­sel ver­ra­ten. Sagt der Armin Wolf.

Was noch gar­nichts gegen den Her­fried Münk­ler ist, der noch vor drei Mona­ten genau wusste:

https://www.youtube.com/watch?v=g11eb0a8xQw

Der Münk­ler hat gera­de im Schloss Elmau Luxu­ry Spa, vor fünf Tagen her­aus­ge­fun­den, dass Putin zuerst das Azov­sche Meer und spä­ter das Schwar­ze Meer beherr­schen woll­te, und des­halb die Ukrai­ne ange­grif­fen hat -- damit sei der Kon­flikt mit Erdo­gan vorprogrammiert.

src: click

Für die Idio­ten unter mei­nen Lesern, Schwarz­meer­re­gi­on, das ist:

Rumä­ni­en (NATO), Bul­ga­ri­en (NATO), die Tür­kei (NATO), Geor­gi­en (so gut wie NATO) und die Ukrai­ne (unwie­der­bring­lich NATO).

Wahr­schein­lich fürch­ten sich daher auch die bal­ti­schen Staa­ten so sehr…

Der Gus­tav Gres­sel, der es bereits in die Ukrai­ni­schen inner Pro­pa­gan­da Cir­cles bei Chat­ham­house geschafft hat (die die sich Fra­gen, wie sie es schaf­fen die Stim­mung in Euro­pa für die Ukrai­ne zu dre­hen) - siehe:

Wie­der ein Exper­te ders weit gebracht hat

Das fin­det wie­der der Stan­dard ganz toll, denn end­lich sind wir kei­ne Schlaf­wand­ler mehr und rüs­ten auf.

In fünf Jahren.

Wer jetzt aber dem Wer­te­wes­ten ein “Nato Nar­ra­tiv” unter­stellt, der fliegt beim AMS aber sowas von aus der Ajour Jour­na­lis­ten Bed­treu­ung, För­de­rung, … Weil - ich mein, lei­der die fal­sche Mei­nung. Leb wei­ter am Exis­tenz­mi­ni­mum, das dir nächs­te Woche wahr­schein­lich gestri­chen wird, aber das ist wie­der eine ganz ande­re Geschichte…

Dein Betreu­er rät dir, fang noch mal ein Stu­di­um an. Du machst das. Die MA40 zahlt in dem Fall dann dei­ne Min­dest­si­che­rung nicht wei­ter. Der AMS Bera­ter hat das ein­fach übersehen…

Pas­siert schon mal, bei uns im Wertewesten.

edit: Jetzt hat aber der Stan­dard her­aus­ge­fun­den: “Aus tie­fer Sorge…”

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Wenn Deutsch­land hier vor­an­ge­hen wür­de, ich würd dem glatt Glau­ben schen­ken. Also jetzt mal ohne Sarkasmus.

Puls24 erlebt gerade einen mittleren Anfall von proaktiver Selbstzensur

21. März 2025

Kann­ten wir bis­her ja eh nur von jeder zwei­ten Ukrai­ne Mel­dung im öster­reich­si­chen Qualitätsjournalismus.

Hin­ter­grund:

Strolz übt schar­fe Kri­tik an EU: „Ukraine-Krieg ent­wi­ckelt sich zum Dauerkrieg“

Strolz war auf Puls24 und das mit fol­gen­der Meinung:

Nach­dem wir eini­ge hun­dert­tau­send Tote haben und der Aus­blick ist, dass es sich in einen Dau­er­krieg ent­wi­ckelt – mit wei­te­ren hun­dert­tau­sen­den Toten, dass wir den Fleisch­wolf qua­si weiterdrehen.“

[…]

Ich glau­be jedoch, dass es die Auf­ga­be ist der Euro­päi­schen Uni­on, der euro­päi­schen Län­der, hier mit Vor­schlä­gen zu kom­men, und ich kri­ti­sie­re hart, dass drei Jah­re lang hier kei­ne Vor­schlä­ge außer Durch­hal­te­pa­ro­len kamen.“

src: click

Wor­auf, wie nicht anders zu erwar­ten, das Übli­che passiert:

Das von Puls24 ver­link­te Video zur aktu­el­len Sen­dung wirft lei­der einen kri­ti­schen Feh­ler und kann nicht wie­der­ge­ge­ben werden:

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Getes­tet unter Chro­me, Fire­fox und Edge - unter MacOS, Android und Win­dows. Mit zwei unter­schied­li­chen IPs und ISPs.

https://www.puls24.at/video/pro-und-contra/pro-und-contra-krieg-oder-frieden-in-der-ukraine-wer-trifft-entscheidungen/vqg8ifbcz5gbh

Das aber nach­dem es von Goog­le - mit Thumb­nail - bereits kor­rekt inde­xiert wurde…

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(Wie man es schafft ein mpd video kor­rekt von Goog­le scra­pen zu las­sen, sodass es ein Thumb­nail und die Video­län­ge grabt, aber der sel­be Video­link Stun­den spä­ter ins Nir­va­na führt, ist auch eine Kunst für sich… Ande­re Vide­os auf der sel­ben Platt­form, vom sel­ben TV For­mat lau­fen natür­lich, selbst sol­che die 11 Mona­te alt sind.)

Und in der Puls24 Media­thek (Dis­tri­bu­ti­ons­part­ner Joyn) hat man bis­her lei­der ver­ges­sen zu updaten, und zeigt lie­ber noch immer das Video von letz­ter Woche.

Bildschirmfoto 2025 03 21 um 04 28 40

Also bis der Rum­mel um die Pres­se­mel­dun­gen vor­bei ist, nehm ich an. Und es kaum mehr wer clickt…

https://www.joyn.at/serien/pro-und-contra-dp4dvq64s9pf

Gut, was will der Strolz auch machen? Klagen?

So geht Österreich.

Spe­zi­ell sein Mediensystem.

edit: Aus der Pod­cast Dis­tri­bu­ti­on haben sies ver­ges­sen zu löschen - dort ists noch erreich­bar - als audio only format.

Down­load: click

Tja, dumm - das podi­gee con­tent deli­very Netz­werk konn­te man nach der initia­len Aus­lie­fe­rung nicht mehr von Wien aus kaputt patchen… Wobei, es viel­leicht doch auch dort noch mal mit einem Mail an den Busi­ness to Busi­ness Kon­takt pro­bie­ren? Die hos­ten pri­mär in der DACH Regi­on, ich glaub - der könnt mit der rich­ti­gen Begrün­dung auch noch den Pod­cast ver­lie­ren. War­um nicht? Zeigt mal ein wenig Initiative!

Die Frankfurter Rundschau hat die wesentlichen Details

19. März 2025

Nach­her ging es schnell. Um 18.26 Uhr MEZ schrieb der Tele­gram­ka­nal Kreml.Nowosti, Wla­di­mir Putin habe posi­tiv auf den Vor­schlag Donald Trumps reagiert, die gegen­sei­ti­gen Angrif­fe auf Ener­gie­ob­jek­te für einen Monat ein­zu­stel­len. Und er habe den rus­si­schen Streit­kräf­ten sofort einen ent­spre­chen­den Befehl erteilt. Aber um 19:53 Uhr mel­de­te der ost­ukrai­ni­sche Kanal Slawjansk/Kramatorsk die ers­ten Ein­schlä­ge in Sla­wjansk. Nach Anga­ben ukrai­ni­scher Medi­en wur­den drei Men­schen ver­letzt. Es folg­ten Drohnen- und Rake­ten­schlä­ge gegen Kiew und ande­re Regio­nen. In Sumi wur­de ein Kran­ken­haus und im Gebiet Dni­pro­pe­trowsk eine Eisen­bahn­strom­netz beschädigt.

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Es war in Sla­wjansk wo Russ­land laut Ukrai­ne erneut Ener­gie­in­fra­struk­tur getar­ge­tet hat.

Putin und Trump einig­ten sich am Mitt­woch­abend auf eine 30-tägige Luft­waf­fen­ru­he, die laut Wei­ßem Haus „Ener­gie und Infra­struk­tur“, laut Kreml aber nur die „ener­ge­ti­sche Infra­struk­tur“ betrifft. Aber das ist nur ein Detailproblem.

Zwar sag­te der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj am sel­ben Abend, er begrü­ße ein Ende der Angrif­fe auf die Energieobjekte.

Über­set­zer feu­ern. Ich mein, wie lan­ge ver­han­deln die Teams jetzt?

Aber allein still­hal­ten woll­te Kiew nicht, eine ukrai­ni­sche Droh­ne schlug ges­tern gegen Nacht in einem Ölla­ger in der süd­rus­si­schen Regi­on Krasno­dar ein, so der Tele­gram­ka­nal Mash. Das rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um mel­de­te die Ver­nich­tung von ins­ge­samt 57 Feind­droh­nen, behaup­te­te aber spä­ter auch, man habe sechs eige­ne Droh­nen abge­schos­sen, die schon zu einem ukrai­ni­schen Ener­gie­ob­jekt in der Regi­on Miko­la­jiw gestar­tet sei­en… Eine Mel­dung wohl vor allem für Washington.

[…]

Laut Wei­ßem Haus müs­sen der Teil­waf­fen­ru­he Gesprä­che über ein Ende der Feind­se­lig­kei­ten auf dem Schwar­zen Meer fol­gen, dann ein vol­ler Waf­fen­still­stand und per­ma­nen­ter Frie­den. Aber der Kreml stell­te eine „Schlüs­sel­be­din­gung“: Zur Ver­mei­dung einer wei­te­ren Eska­la­ti­on und zur Arbeit an einer diplo­ma­ti­schen Lösung müs­se die aus­län­di­sche Mili­tär­hil­fe für Kiew voll­stän­dig ein­ge­stellt wer­den, auch die Bereit­stel­lung von Auf­klä­rungs­da­ten. Mos­kau for­der­te außer­dem ein Ende der Mobi­li­sie­rung und Bewaff­nung ukrai­ni­scher Trup­pen. Die­se Bedin­gun­gen sind nicht nur nach Ansicht der Ukrai­ne unannehmbar.

Kor­rekt und vol­le Zustim­mung im letz­ten Punkt. Nur - for­dern, und es auch bekom­men, sind zwei unter­schied­li­che Paar Schu­he - solan­ge ernst­haft ver­han­delt wird, scho­cken mich sol­che For­de­run­gen nicht.

Wenn Russ­land noch einen Push fährt - um damit mehr Abbau­ge­bie­te für sel­te­ne Erden zu cap­tu­ren, ist das das eine. Kurz­fris­tig macht es Sinn, dass sie nicht von heu­te auf mor­gen damit aufhören.

Wenn das aber in eine lang­fris­ti­ge Posi­ti­on aus­ar­tet, kön­nen sie gleich Kapi­tu­la­ti­on drü­ber schrei­ben, dafür brauchts kei­ne Verhandlungen.

Die aktu­el­len Ver­hand­lungs­be­mü­hun­gen machen unter dem Vor­be­halt Sinn, dass Russ­land tat­säch­lich hohe finan­zi­el­le und poten­ti­ell Regime desta­bi­li­sie­ren­de Risi­ken gegen ein frü­he­res Ende des Krie­ges abwägt.

Spie­len allei­ne, kannst du dich nur so lan­ge. Wir gehen davon aus, dass hier Ratio­na­le Akteu­re han­deln, die zumin­dest mit­tel­fris­tig an einem Kom­pro­miss inter­es­siert sind.

In sechs Mona­ten wirds schwer hier noch good will zu zei­gen. Also muss sich auch Russ­land bewe­gen. Wird Zeit Tova­rishch. Auf die nächs­ten 2500 Meter im Qua­drat kommts nicht an.

Die Idee von Frie­dens­ge­sprä­chen ist, dass der Ukrai­ne Odes­sa bleibt und dass sie ihre Eigen­stän­dig­keit nicht ver­liert. Wenn das Aus­schluss­kri­te­ri­en für Russ­land sind, war­um füh­ren wir dann Gespräche.

Also - lang­sam, und mei­net­we­gen mit der ein oder ande­ren idio­ti­schen Pro­vo­ka­ti­on, aber -- Bewe­gung. Und viel­leicht sogar mit der Idee anfreun­den, dass in der West­ukrai­ne ne de fac­to NATO Frie­dens­trup­pe sta­tio­niert wird.

Wenn der rus­si­sche Gene­ral­stab unbe­dingt Odes­sa will, erüb­rigt sich jedes Gespräch. Aber die Situa­ti­ons­ein­schät­zung war -- dass Russ­land bei der tota­len Kon­trol­le der Ukrai­ne nen Kom­pro­miss ein­geht. Und das war weni­ger naiv, als es sich zur Zeit anhört.

Hier mal wie guter Journalismus von der APA in Kriegszeiten aussieht

19. März 2025

Quel­le: https://www.diepresse.com/19485533/trump-deal-mit-putin-russland-greift-ukraine-in-der-nacht-mit-schwaermen-von-kampfdrohnen-an?ref=home_aufmacher

Trump-Deal mit Putin? Russ­land greift Ukrai­ne in der Nacht mit Schwär­men von Kampf­droh­nen an

Ein Waf­fen­still­stand wur­de nicht vereinbart.

Aus Washing­ton, Mos­kau und Kiew gibt es unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen zum Inhalt der Abma­chung und ihren Erfolgs­aus­sich­ten. In der Ukrai­ne herrsch­te in der Nacht auf Mitt­woch jeden­falls wie­der Luftalarm.

Hat mit dem erfolg­ten Trump Deal mit Putin, und damit mit der Über­schrift nichts zu tun.

Die Fol­gen der zwi­schen US-Präsident Donald Trump und Kreml­chef Wla­di­mir Putin erziel­ten Ver­ein­ba­rung im Ukraine-Krieg sind unge­wiss. Aus Washing­ton, Mos­kau und Kiew gab es unter­schied­li­che Inter­pre­ta­tio­nen zum Inhalt der Abma­chung und ihren Erfolgs­aus­sich­ten. Sicher ist nur, dass es nicht zu der von Trump ange­streb­ten Eini­gung auf eine voll­stän­di­ge Waf­fen­ru­he von 30 Tagen kam - und in der Ukrai­ne auch in der Nacht auf Mitt­woch wie­der Luft­alarm herrschte.

No Shit, Sher­lock - lesen beherr­schen sie schon­mal, jetzt müss­ten sie nur noch die emo­tio­na­le Mani­pu­la­ti­on fal­len las­sen, und wir hät­ten wie­der soet­was wie Journalismus.

Eigent­lich sol­len Russ­land und die Ukrai­ne gemäß dem von Washing­ton und Mos­kau ver­kün­de­ten Deal einen Monat lang kei­ne Ener­gie­an­la­gen im geg­ne­ri­schen Land mehr beschie­ßen. Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selens­kij sag­te dazu, sein Land unter­stüt­ze die Idee, brau­che aber noch Infor­ma­tio­nen, wor­auf genau sich Trump und Putin geei­nigt hätten.

Ach­so, ja und die “Ener­gie­an­la­ge” war hier Omas Eta­gen­gas­boi­ler in Bux­te­hu­de? Also in der Ukrai­ni­schen Auf­fas­sung des Ver­trags, den die Ukrai­ne noch nie zu Gesicht bekom­men hat? Ist ja aller­hand! Das ist eben noch die­ser erst­klas­si­ge Jour­na­lis­mus, wie wir ihn von der öster­rei­chi­schen APA her kennen!

Putin wie Selens­kij woll­ten ein Ende des Krie­ges, sag­te Trump. „Die­ser Pro­zess ist nun in vol­lem Gan­ge, und wir wer­den ihn hof­fent­lich zum Woh­le der Mensch­heit zu Ende führen.“

Selens­kij äußer­te sich skep­ti­scher zum angeb­li­chen Frie­dens­wil­len Mos­kaus. Es dür­fe nicht pas­sie­ren, dass Russ­lands Mili­tär ukrai­ni­sche Ener­gie­an­la­gen beschie­ße „und wir schwei­gen“, sag­te er ukrai­ni­schen Medi­en wäh­rend eines Besuchs in Finn­land. „Wir wer­den ant­wor­ten“, zitier­te ihn der Sen­der Sus­pil­ne. Selens­kij zählt dem­nach auf ein bal­di­ges Gespräch mit Trump.

Stimmt ja, Selen­skyj will kei­ne Fort­füh­rung des Krie­ges, nur eine Fort­füh­rung des Krie­ges, bis der letz­te rus­si­sche Sol­dat die Krim ver­las­sen hat.

Als Nächs­tes soll es nun am Sonn­tag in Saudi-Arabien wei­te­re Ver­hand­lun­gen über ein Ende des rus­si­schen Angriffs­kriegs geben, wie Trumps Son­der­ge­sand­ter Ste­ve Wit­koff im US-Fernsehen ankün­dig­te. Wer genau dar­an betei­ligt sein wird, ließ er offen. Es gebe noch eini­ge Details aus­zu­han­deln, sag­te Wit­koff dem Sen­der Fox News.

Ja scheis­se sie reden noch. Kön­nen wir das noch unlau­te­rer darstellen?

In einer Sen­dung auf Fox News ant­wor­te­te Trump auf die Fra­ge der Mode­ra­to­rin, ob Putin in dem Tele­fo­nat einen sofor­ti­gen Stopp sämt­li­cher Hil­fen für die Ukrai­ne gefor­dert habe: „Nein, das hat er nicht. Wir haben nicht über Hil­fen gespro­chen.“ Unklar blieb, auf wel­che Art von Unter­stüt­zung er sich dabei bezog - ob es also um mili­tä­ri­sche, finan­zi­el­le oder huma­ni­tä­re Hil­fe ging.

Lass uns mal einen auf Voll­idio­ten machen, und der Öffent­lich­keit erzäh­len, wir kön­nen nicht aus­schlie­ßen, dass Putin von Trump for­de­re die Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne ein­zu­stel­len, die Trump selbst (zumin­dest ide­al­ty­pisch) nicht mehr fort­set­zen möchte.

Der Kreml hat­te nach dem Tele­fo­nat der bei­den Prä­si­den­ten mit­ge­teilt, Putin habe in dem Gespräch eine Rei­he von For­de­run­gen der rus­si­schen Sei­te benannt. Unab­ding­bar sei etwa, dass der Wes­ten kei­ne wei­te­ren Waf­fen und Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen mehr an die Ukrai­ne lie­fe­re. Außer­dem ist bekannt, dass Putin eine Nato-Mitgliedschaft der Ukrai­ne und Sol­da­ten der Mili­tär­al­li­anz im Nach­bar­land ver­hin­dern will.

Schrei­ben wir das mal so, dass der Leser nicht mit­be­kommt, dass das For­de­run­gen für einen Waf­fen­still­stands­ver­trag sind. Der noch nicht aus­ver­han­delt wur­de. (Die Ukrai­ne wäh­rend einer Waf­fen­pau­se nicht wei­ter hochzurüsten.)

Dass von Frie­den noch lan­ge kei­ne Rede sein kann, zeig­te sich auch nach Trumps Tele­fo­nat mit Putin. Die rus­si­sche Armee griff die Ukrai­ne in der Nacht ein­mal mehr mit Schwär­men von Kampf­droh­nen an. In der front­na­hen Stadt Kup­jansk im Gebiet Char­kiw wur­de laut Behör­den­an­ga­ben eine Frau getö­tet. Auch in der Haupt­stadt Kiew gab es Luft­alarm. Medi­en berich­te­ten von Explosionen.

Hat auch nie­mand behaup­tet, dass da ne Waf­fen­ru­he raus­ge­kom­men ist, oder?

Mit die­sem nächt­li­chen Angriff zer­stört Russ­land erneut unse­re Ener­ge­tik, unse­re Infra­struk­tur, das nor­ma­le Leben der Ukrai­ner“, schrieb Selens­kij auf der Platt­form X. „Die Tat­sa­che, dass die­se Nacht kei­ne Aus­nah­me bil­det, belegt, dass man auf Putin wei­ter Druck zum Frie­den aus­üben muss.“

Jetzt hat die Ukrai­ne aber denkt, der Angriffs­s­top bezie­he sich auch auf die Eta­gen­gas­hei­zung der Oma in Bux­te­hu­de, und wegen dem Gegen­sei­ti­gen “Angriffs­stopp” auf Ener­gie­in­fra­struk­tur, grei­fe Russ­land auch kei­ne Städ­te mehr an. Mei ist das fein!

Was Ener­ge­tik ist, schlag ich jetzt mal bes­ser nicht im Duden nach.

Gut, die Ukrai­ne hat den Ver­trag noch nicht zu Gesicht­be­kom­men, aber die APA ist schon sehr an der ukrai­ni­schen Aus­le­gung, dass Russ­land den sicher am ers­ten Tag gebro­chen hat, in dem es die Eta­gen­gasio­nä­re von Oma Hei­ni in Bux­te­hu­de ange­grif­fen hat interessiert.

Die US-Regierung müs­se ver­ste­hen, dass Putin mit allen Mit­teln ver­su­che, die Ukrai­ne unter Druck zu set­zen, sag­te Selens­kij. „Putin will meh­re­re Offen­si­ven in Rich­tung Sapo­rischsch­ja, im Osten in Rich­tung Char­kiw und Sumy durch­füh­ren. Und war­um? Um maxi­ma­len Druck auf die Ukrai­ne aus­zu­üben und dann aus einer Posi­ti­on der Stär­ke her­aus ein Ulti­ma­tum zu stellen.“

Gut, oder wei­ter Land zu erobern, aber das kann einem so gefin­kel­ten Stra­te­gen wie Volo­di­mir, schon mal gedank­lich aus dem Sicht­feld geraten, …

Atta­cken auf rus­si­sche Ölan­la­gen zei­gen Wirkung
Russ­land hat mit sei­nen Raketen- und Droh­nen­an­grif­fen das ukrai­ni­sche Ener­gie­sys­tem an vie­len Stel­len schwer beschä­digt. Trotz­dem ist es auch im drit­ten Kriegs­win­ter nicht zusam­men­ge­bro­chen. Die Ukrai­ne wie­der­um berei­te­te zuletzt mit ihren immer wirk­sa­me­ren Atta­cken auf rus­si­sche Ölraf­fi­ne­rien der Mos­kau­er Füh­rung ein Problem.

Mar­kus Reis­ner bezeich­net die immer noch als “ohne satu­rie­ren­den Effekt”, aber die APA wirds wohl bes­ser wissen…

Wohl des­halb len­ke Putin genau an die­sem Punkt ein, schrieb der deut­sche Ost­eu­ro­pa­ex­per­te Janis Klu­ge im Netz­werk X. Über einen Stopp der Luft­an­grif­fe auf Ener­gie­an­la­gen hät­ten Russ­land und die Ukrai­ne schon vor Trumps Wahl­sieg im Novem­ber ver­han­delt, gab der pol­ni­sche Exper­te Dani­el Sze­li­gow­ski zu beden­ken. Der US-Präsident habe also letzt­lich kein Zuge­ständ­nis erreicht. (APA/dpa)

Wie jetzt, Janis Klu­ge lügt, aber ihr druckt das lie­ber doch noch ab?

Und das eigent­li­che Haupt­fa­zit eures unsäg­li­chen Pro­pa­gan­da Drecks, kommt im letz­ten Satz?

Gut - und nach­dem Russ­land Oma Her­mi­nes Eta­gen­hei­zungs­gasio­nä­re ange­grif­fen hat durf­te die Ukrai­ne natür­lich am sel­ben Tag ein rus­si­sches Ölde­pot vernichten:

Mat­thi­as Bal­metz­ho­fer vor einer Stunde

Russ­land mel­det nach ukrai­ni­schem Droh­nen­an­griff Brand in Öldepot

Die Regio­nal­be­hör­den aus dem rus­si­schen Krasno­dar haben in der Nacht auf Mitt­woch einen ukrai­ni­schen Droh­nen­an­griff gemel­det. Die­ser habe ein Feu­er in einem Ölde­pot aus­ge­löst. Ver­letzt sei dadurch nie­mand wor­den, 30 Mit­ar­bei­ter muss­ten jedoch eva­ku­iert wer­den. Die Arbeit vor Ort sei unter­bro­chen worden.

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Weil im Gegen­satz zur Gas­eta­gen­hei­zung von Oma Her­mi­ne, ist das ja sicher kei­ne Energieinfrastruktur.

Stell dir vor du bist ne US Regie­rung, und das gesam­te euro­päi­sche Medi­en­sys­tem arbei­tet gegen dich -- und für die ukrai­ni­sche Propaganda.

edit:

In getrenn­ten Gesprä­chen mit Trump haben Kreml­chef Wla­di­mir Putin und der ukrai­ni­sche Staats­chef Wolo­di­mir Selen­ski zuge­sagt, die wech­sel­sei­ti­gen Atta­cken auf Ener­gie­an­la­gen vor­über­ge­hend aus­zu­set­zen. Aller­dings gibt es dafür noch kei­nen fest­ge­leg­ten Beginn. Auch die Über­wa­chung ist unklar.

src: click (NZZ)