Wie man 1000 russische Tote aus einer BBC Dokumentation raushält

14. Juli 2023

Mit einem simp­len Time cut. Geht um Butscha.

1000 Tote?

Reis­ner: Das zwei­te was die Ukrai­ne gemacht haben ist, sie haben die drei wich­ti­gen Brü­cken die den Zugang der Stadt dar­ge­stellt haben gesprengt das heißt wie­der am 26. Febru­ar also zwei Tage spä­ter, nach den ers­ten Angrif­fen sich die rus­si­schen Trup­pen von hier in Bewe­gung gesetzt haben, auf den Stra­ßen von Butscha, Rich­tung Irpin die Spit­zen hier gestan­den sind, haben die plötz­lich gemel­det, wir ste­hen von einem rie­si­gen See mit zer­stör­ten Brü­cken und kön­nen nicht wei­ter in die Stadt hin­ein - und die rus­si­schen Kräf­te haben Pio­nier­ge­rät ange­for­dert und wäh­rend sie auf die­ses Pio­nier­ge­rät gewar­tet haben, haben die Ukrai­ner fol­gen­des gemacht. Sie haben aus die­sem Wald­ge­biet hier mit zwei Mehr­fach Rake­ten­wer­fer Bat­te­rien, viel­leicht die älte­ren unter ihnen wer­den noch ken­nen die Begriff der Kat­ju­scha, von der Erzäh­lun­gen der Groß­el­tern, also den­ken sie sich die Kat­ju­scha, plus 80 Jah­re Ent­wick­lung dazu also eine viel ver­hee­ren­de Waf­fe, haben sie zusam­men­ge­fasst das Feu­er auf das Schwer­ge­wicht der rus­si­schen Kolon­ne in Butscha eröff­net und haben dort zwei Batail­lo­ne sind also zwei­mal 500 Mann ausgelöscht.

Das war natür­lich ein völ­li­ger Schock für die Rus­sen die ja damit gerech­net haben dass sie mit Blu­men emp­fan­gen wer­den und das Gegen­teil war der Fall und das war auch der Aus­gangs­punkt für die spä­te­ren Mas­sa­ker in Butscha die Rus­sen haben dort völ­lig durch­ge­dreht und haben also dann begon­nen die Bevöl­ke­rung zu trang­sa­lie­ren. Das Ergeb­nis war aber dass die­se drei Maß­nah­men dazu geführt haben dass die Rus­sen die­sen Ent­haup­tungs­chlag [von Kiew] nicht durch­füh­ren konn­ten und damit war der Kon­flikt in den ers­ten Tagen ent­schie­den. Denn Prä­si­dent Selen­skyj hat nicht die Stadt ver­las­sen obwohl die Ame­ri­ka­ner ihm das vor­ge­schla­gen haben. Er ist dort geblie­ben. Die Ukrai­ner haben ihn dann gese­hen und das hat natür­lich der Moral einen ent­spre­chen­den Boost ver­setzt die Ukrai­nier haben gesagt okay wir wer­den es den Rus­sen zei­gen und da hat die­ser Abwehr­kampf gewon­nen und der Erfolg des Abwehr­kramp­fes waren unter ande­rem des­we­gen weil die Ukrai­ne ihre Tak­tik ver­än­dert haben, weil sie gelernt haben aus dem Jahr 2014. Damals haben sie ver­sucht die Russ­land der Gren­ze auf­zu­hal­ten, sind von den Rus­sen vor allem durch Artil­le­rie beschos­sen wor­den und ver­nich­tet, dies­mal haben sie die Rus­sen her­ein­ge­las­sen - meh­re­re Tage und haben sie dann in der Tie­fe ange­grif­fen, ich ver­kür­ze das jetzt sehr, aber im Wesent­li­chen war das dann der Erfolg, denn das Pro­blem war die rus­si­schen Kolon­nen sind vor­ge­rückt bis sie kei­nen Sprit mehr hat­ten und haben dann auf die Ver­sor­gung durch die Sprit­ko­lon­ne gewar­tet die sind aber nie gekom­men, weil die Ukrai­ne die­se abge­fan­gen haben.

Jetzt ist es aber gut, dass die BBC Doku­men­ta­ti­on einen so gro­ßen Augen­merk auf Lei­che 316 der Ukrai­ni­schen Ter­ri­to­ri­al­ver­tei­di­gung legt, aber die getö­te­ten 1000 rus­si­schen Sol­da­ten mit kei­nem Wort erwähnt.

Zeit­li­che Ein­ord­nung: (1|2)

Zwei­te Quelle?

Gabs. Ich suche bereits seit zwei Stun­den aber ich fin­de sie nicht. Deut­scher Agen­tur Repor­ter, wahr­schein­lich dpa (edit: viel­leicht auch Deutsch­land­funk?), in einem Inter­view mit dem Stern, oder dem Focus (?) schil­dert die Lage in einem Vor­ort Kiews, soweit ich mit erin­ne­re Irpin. Video Inter­view, low pro­duc­tion values, und afair einen Tag bevor die Video Packa­ges mit Repor­ta­gen aus Butscha ein­tref­fen (03.04.?), der Repor­ter war dort unter­wegs und wur­de gera­de erst wie­der zurück nach Deutsch­land beordert.

Inhalt des Inter­views: Die rus­si­schen Trup­pen im Vor­ort Kiews (Irpin?), waren sowohl von der Ver­sor­gung, als auch von der Kom­mu­ni­ka­ti­on abge­schnit­ten, haben sich zum Teil Pas­san­ten her­aus­ge­grif­fen um sie zu Fra­gen, was sie über die Lage in Kiew wis­sen, wur­den von den Ukrai­nern schwer beschos­sen, und hiel­ten Stellung.

Der Repor­ter konn­te mit Pas­san­ten reden, die das in der besetz­ten Stadt (klei­ne­rer Vor­ort, nicht Butscha) erlebt haben.

Ich war damals selbst ver­wun­dert, dass das nicht in der ARD kam. Es war afair Stern, nur ich fin­de den Arti­kel nicht, bin schon das Archiv durch­ge­gan­gen, habe goog­le und you­tube mit dateli­mits durch­sucht, ich fin­de es nicht.

edit: Immer noch nicht gefun­den, aber bei Deutsch­land­ra­dio gibt es eben­falls eine Bestä­ti­gung eines Augen­zeu­gens: click Ein Neben­satz dort kann so wohl nicht stim­men “Pan­zer die die ter­ri­to­ria­le Selbst­ver­tei­di­gung von Butscha auf­ge­hal­ten hat” - laut Reis­ner waren das Himars aus einem Wald­stück her­aus. Im BBC Video sieht man die Ter­ri­to­ria­le Selbst­ver­tei­di­gung in Butscha - die zer­legt nicht mal eben zwei Bat­talio­ne von jeweils 500 Mann. Wer die Brü­cken bom­ba­diert hat kann der Ukrai­ner auch nicht sagen. Na das wer­den die Rus­sen gewe­sen sein, die sich den Weg nach Kiew abschnei­den wollten!

Gibt dazu auch ein net­tes loo­se end. Als Putin meh­re­ren in Butscha täti­gen Batail­lo­nen eine Aus­zeich­nung für “Valor” ver­lie­hen hat, war das in der west­li­chen Bericht­erstat­tung natür­lich Wahn­sinn und rei­ner Zynis­mus. Fast schon Lei­chen­schän­dung. Hat bei uns ja kei­ner gewusst, dass die Ukrai­ne dort zuvor 1000 rus­si­sche Sol­da­ten mit Himars weg­ge­schos­sen hat.

Hier das Video dass die Ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da anstatt­des­sen vor dem Secu­ri­ty Coun­cil gezeigt hat bei 1:11:00 in.

Grau­sams­te Bil­der, Gei­gen­mu­sik, Hashtag.

Da kann das Ster­ben ja end­lich wie­der weitergehen.

Ach­ja zurück zur BBC Dokumentation…

Kla­vir­so­na­te und Bil­der der getö­te­ten Hei­mat­wehr Sol­da­ten im Outro. Head­shots, gecropt aus Fami­li­en­schnapp­schüs­sen, dann mehr Fami­li­en­schnapp­schüs­se, die die BBC “Jour­na­lis­ten” von den Hin­ter­blie­be­nen ein­ge­sam­melt haben. Den Hin­ter­blie­be­nen von nun­mehr etwa 10 Familien.

We will never forget.

How Jour­na­lism worked in the­se days.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Allerletzte.









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