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Ganz klar, sie verfasst drei Artikel zum Schlagwort Narzissmus im Monat.
Hier noch das google ngram dazu:

Gut 30 fache Aufmerksamkeitssteigerung seit den 80ern, bei etwa gleichbleibenden Fallzahlen (Traits).
Küchenpsychologie meets die letzte psychiatrische Auffälligkeit die man noch offen beschimpfen kann. Also als Gutmensch, bei uns im Wertewesten.
Was der durchschnittliche Standard Redakteur eben so auf Insta und Bluesky lernt.
Machen wir mal die reverse Korrelation der Begriffshäufigkeit zum Begriff Psychologie im Vergleich:

Und jetzt im deutschen Sprachraum:

Begriffshäufigkeit im deutschen Sprachraum (Psychologie zu Narzissmus): 100:1
Begriffshäufigkeit im Hurendrecksstandard (Psychologie zu Narzissmus): 5,6:1
Ob der Standard dafür auch Journalismus-Preise für seinen Wissenschaftsjournalismus entgegennimmt?
Ergebnis:
Der Standard rage-baited ganz klar seine Leserschaft.
Oder in einem Satz:
Was der Krone ihr Rassismus, ist dem Standard sein Narzissmus
Wär doch mal ein tolles Thema für ne Dissertation.
edit: Woran sie außerdem eine Qualitätszeitung erkennen ist ihre Aalysefähigkeit - und natürlich die qualifizierten Leser.
Wie sich Putin auf den “schwarzen Schwan” über dem Kreml vorbereitet
[…]
Der “schwarze Schwan”, wie Politologen ein dramatisches, unabsehbares Ereignis wie einen Umsturz im Kreml nennen, wurde bis jetzt jedenfalls nicht über der Moskwa gesichtet. Wichtigstes Merkmal: Man erkennt ihn erst, wenn es längst zu spät ist. (Florian Niederndorfer, 5.5.2026)
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Was war passiert - nun, der Standard hat zwei Monate nach allen anderen endlich erkannt, warum Russland das mobile Internet in Moskau abgeschalten hat --
und verkauft seinen Lesern einen “Black Swan Event” den Putin erst sehen wird, wenn er eintritt. Und dann aber zu spät sehen wird - weil ja “Black Swan Event”.
Darauf ein populärer gebildeter Standard Leser.

Weil der Standard seinen Lesern nicht berichtet hat, dass Russland jetzt gerade mal eben in eine Rezession schlittert.
Der Krieg läuft noch zwei, drei Jahre -- und der Standard wird weniger, und weniger drüber berichten.

