das seit dieser Woche nicht mehr auf Qualität, sondern auf Massenkompatibilität ausgelegt ist - also, so richtig schön von RTL abgekupfert, mit mehr geschniegelten Lackaffen, und einem fest angestellten Experten den mal zu drei Themen mehrfach in der Woche nach seiner Meinung befragt -- so weit so normal für die generelle Entwicklung des deutschsprachigen Journalismus, aber…
stellt sich raus, die haben auch ihre bisher recht objektive Ukraine Berichterstattung massiv zurückgefahren.
Also von mehreren 10 Minuten Beiträgen mit mehreren Experten, auf einen 3 Minuten und einen 2 Minuten Beitrag mit von der Ukraine gestelltem Bildmaterial und Voiceover-Fluff pro Woche.
Mal schnaun ob sich das wieder bessert, viel Hoffnung hab ich nicht.
Analog zu seiner “wir berichten das wie Fussballergebnisse” Idee bei den Corona Inzidenz Zahlen, bei denen ich seinerzeit noch im Krankenbett vor einer Nierenoperation einen Lachanfall bekommen habe, als sie mir mein Bettnachbar mit erster Mine täglich vorgelesen hat (bin jetzt kein Corona Skeptiker, kenn mich nur ein wenig mit Statistik aus), hat sich der Standard auch bei seiner Berichterstattung über die “Erfolge der Ukraine” etwas Gefinkeltes ausgedacht und bringt seit Kriegsbeginn tagesaktuell die Zahlen der von der Ukraine abgeschossenen Raketen und Drohnen.
Was der Standard nicht bringt, ist das Verhältnis zu den nicht abgefangenen Raketen, und Marschflugkörpern, denn das wär ja Journalismus, und das macht der Standard grundsätzlich nicht, das könnte ja seinen guten Kontakten in den Ukrainischen Propagandaapparat hinein sauer aufstoßen - und das mag der Standard lieber nicht riskieren.
Nein, also das kann man dem österreichischen Leser wirklich nicht zumuten.
Was der sich a dabei denken muss!
Gut, jetzt hat die Annalena Baerbock das gesehen, und beschlossen, sie bricht jetzt zu DER wichtigsten Aktion ihrer Amtszeit auf - die Ukraine retten mit einer “wir alle zusammen für die Ukraine” Feel good Aktion bei der nochmal toll viele Abwehrsysteme für die Ukraine zusammenkommen.
Was die Annalena Baerbock nicht geschafft hat, ist es den NYT Artikel richtig zu interpretieren - aber das können wir von unserem Führungspersonal also wirklich nicht verlangen.
Wo kämen wir da hin, wenn die einen NYT Artikel lesen UND verstehen könnten?
Dann wären die ja nicht in die Politik gegangen!
Also bitte:
Kontext:
The Routes of “Shahed” Drones and Missiles During September-October [2023]
src: click
Hm warum ist die Abschussrate der Shaheds wohl im Verhältnis gleichgeblieben, wo doch die Ukraine strukturell zu wenig Luftverteidigung hat…
Ich überlasse die Interpretation dem geeigneten Leser selbst.
Viel Glück der deutschen Regierung bei ihrer Initiative “Wir in Europa gemeinsam, Kampf gegen Windmühlen, jetzt.”
Baerbock in Kiew - Appell für Unterstützung bei Luftabwehr.
Russland verstärkt mit Offensive auf Charkiw Druck auf Ukraine. Präsident Putin lässt die Infrastruktur angreifen.
edit: Hey! Selenskyj sagts vor drei Tagen sogar öffentlich!
Gut, ich hätte jetzt eher gesagt sie haben ein Drittel und nicht nur ein Viertel, aber ich lass mich da gerne berichtigen…
Vielleicht sollte auch jemand Selenskyj mal den Unterschied zwischen Recht (Völkerrecht) und Verpflichtungen die man selbt eingegangen ist erklären - sonst ist der bald nicht mehr sendungsfähig (die Ukraine hat das Recht Russland anzugreifen um Waffen und Nachschubwege auszuschalten, die Ukraine hat aber nicht die Möglichkeit das mit westlichen Waffensystemen zu tun bei denen sie sich zu einer Nutzung innerhalb der Ukraine verpflichtet hat - damit sie überhaupt geliefert wurden.)…
Aber hey, ich freu mich ja schon über das beinahe korrekte Assessment zu den Luftabwehrkapazitäten der Ukraine.
The joys of searching google news for the plain search term “ukraine” once in a while.
When Propagandists didnt quite catch up with the current flavor of Propaganda yet.
And the great thing is, if you pick the right point in time, they cant even say anything against the accusation of obviously acting as propagandists. 🙂 Why, you are not a Propagandist? And we should stand unified behind a president that publicly lies? Or yes, you are a propagandist, and we should listen to you?
Or my favorite out: No - it is important, that the Ukraine portraits one narrative publicly, and germany gets confronted with the entirely opposite narrative publically - for the war effort.
Too bad, theres still a german media system filtering what the public gets to see, so none of that will get picked up of course. 🙂
Fnord!
Carlo Masala, its simple, hear me out! “The truth will set you free!”
Bwahahhaa.
Just to think that that was the expert the CDU/CSU in germany payed for round trips to its local affiliations (party subgroups)… Wonderful. Cant imagine anything better. 🙂 Oh sorry “expert” in quotes of course.
Also, if you need to keep score on “which western narrative still has traction in the global south”, boy do I have the video for you:
New hotness: Summit of the Democracies in Copenhagen.
Was es nicht alles gibt.
Grüße an Alpbach bitte.
Propaganda hat wieder niemand entdeckt. Because all hail to prebunking because debunking is so fact intensive and messy. And what does the democracy perception index tell us?
edit: Es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten:
Wenn die magische Kraft des Krieges erlischt – ein Scheitern Putins wäre eine Wohltat nicht nur für die Russen, sondern für die ganze Menschheit
da ihn ja Einheiten des Polizeihauptquatiers Donezk Region begleitet haben. Laut ihren Abzeichen. Das Abzeichen der Patrol Police sieht anders aus, von denen sieht man nur einen Hansel in der Geburtsklinik Footage in der nun oskarpremierten Chernov Reportage. Aber immerhin, einer war dort.
Nur nie in der Nähe von Chernov.
Jetzt stellt sich die Frage, wenn das ukrainische Innenministerium diese Woche Presse Touren mit Erlebnisgarantie für die BBC und CNN organisiert, auf denen in drei von drei Videos die Journalisten fast von russischen Drohnen getötet werden, aber jedes Mal knapp entkommen -- welche Einheiten gibt das ukrainische Innenministerium da dem sagen wir mal CNN Reporter an die Hand? Als Handler.
Nun, es wird sie sicher freuen zu erfahren - Einheiten des Polizeihauptquartiers Charkiw Region:
Wie hier schön auf diesem screencapture erkennbar:
Quelle des screencaptures ist folgendes Video: click
Google image hat erst gegriffen, nachdem ichs ein wenig aufgehellt hab:
ГОЛОВНЕ УПРАВЛІННЯ
Steht auf beiden Badges (siehe vorheriges Posting) für Headquater -
ОБЛАСТЬ bedeutet Oblast.
Also diese Einheiten aus dem Polizeihauptquartier der jeweiligen Region in der Ukraine die machen ja mittlerweile alles.
Journalisten Reisen vorbereiten. Journalisten vor Drohnen warnen. Pensionisten aus Dörfern nahe Charkiw retten. Handler für CNN Teams spielen. Zufällig zum richtigen Zeitpunk vor der Geburtsklinik in Mariupol stehen, wo sie Mstyslav Chernov zufällig treffen kann, Mstyslav Chernov - den unabhängigen Journalisten ohne Handler (obwohl Journalisten zu dem Zeitpunkt nur mehr unter Polizeischutz als Reporter in der Ukraine tätig sein durften (genehmigungspflichtig)) danach über die nächsten vier Tage bei Reportagen begleiten und ihm sagen was er filmen soll (die letzte noch funktionstüchtige Feuerwehrstation in Mariupol zum Beispiel (sagt der Mstyslav Chernov), oder die Panzer unter einem Krankenhaus in Mariupul nahe der Gefechtslinie für die Einleitung der später Oskar premierten Reportage, (befielt der Polizist Chernov)), Mstyslav Chernov im privaten PKW als letzten Journalisten der noch in der Stadt war verdeckt und durch 18 russische Checkpoints aus Mariupol rausfahren, die eigene Familie gefährdend…
Sehr anständig von diesen Leuten mit dem Abzeichen der Polizeihauptquartiere der jeweiligen Region. Also selbst in Dörfern irgendwo in der ukrainischen Pampa sind die zu finden!
Wo ja normalerweise eher die ukrainische Patrol Polizei…
Wenn nur ein Journalist in der Nähe ist.
Und gut auch dass dem Head Office of the National Police in the Kharkiv Region strukturell folgende Abteilungen unterstellt sind (wird bei dem in Donezk nicht anders sein):
- die Ermittlungsbehörde
- die Kriminalpolizei
- die Patrol Police (andere Abzeichen, siehe auch click aber auch anderes Head Department: click)
und die
- special purpose police
in der special purpose Police lernen die sicher Pensionisten aus Dörfern retten!
Oh, nein?
Das hier lernen die?
Special purpose police
Office of the “Corps of Operational-Sudden Action” [Sondereinsatzkommando]
Department of International Police Cooperation
Department of organizational and analytical support and operational response
Department of legal support
Department of Communication
Department for organizing the activities of temporary detention centers
Management of personnel support
Department of Financial Support and Accounting
Sector for pension issues
Department of Internal Audit
Department of Logistics and Material and Technical Support
Department of documentary support
Management of the regime and technical protection of information
Management of information and analytical support
Department of Communications and Telecommunications
Bravo sag ich! Dass so jemand mit den BBC und CNN Journalisten gemeinsam Pensionisten aus Dörfern in der Pampa retten geht, es dann aber leider nicht schafft, weil er in die Zone nicht mehr rein darf, was er aber erst vor Ort erfährt, und dann gemeinsam mit dem CNN Journalisten vor eine Drohne flieht! Die schneller ist als das Auto in dem alle sitzen! Und es dann trotzdem noch alle schaffen!
Das sind noch richtige ehrenvolle Männer, die aus den Polizeihauptquartieren der jeweiligen Regionen!
edit: Gut sagt der kritische Leser, da steht aber immrhin noch Patrol Police dabei, auch wenn die andere Abzeichen haben. Stimmt - also welche Departments der Patrol Polizei leitet das jeweilige regionale Polizeihauptquatier?
Jaja, die Leute von der vorbeugenden Analytik…
Also genau die Leute die 20 Minuten nach den Bomben auf das Maternity Hospital in Mariupol vor dem Maternity Hospital stehen, damit Mstyslav Chernov sie dort zufällig treffen kann, damit sie ihn dann über die nächsten 4 Tage begleiten können, nur um ihn dann durch 18 russische Checkpoints aus Mariupol rauszubringen.
Und bitte stören sie sich nicht daran, dass alle PR Departments und alle Staatspolizeilichen Aufgaben ebenfalls von der selben administrativen Einheit verwaltet werden. Der Oskargewinner Mstyslav Chernov war selbstredend mit den Leuten der Vorbeugenden Analytik in Mariupol unterwegs. Hat er ja selbst gesagt. Patrol Police. Und sein zweiter Photograph, Evgeniy Maloletka, hats unabhängig davon ja auch bestätigt. Patrol Police.
Vielleicht haben die als unabhängige Journalisten auch einfach nur nicht so genau hingehört, als ihnen ein Polizist gesagt hat - so ihr steht jetzt für die letzten vier Tage in Mariupol unter Polizeischutz. Und als der sie dann in seinem Hyundai aus der Stadt gefahren hat auch nicht. Die Photojournalisten aus Chernovs Team waren da einfach mit Patrol Police (soetwas wie bei uns die Gendarmerie) zufrieden.
Ah, good old chaps that Evgeniy Maloletka, and that Mstyslav Chernov (President of the Ukrainian Association of Professional Photographers (UAPF)), only in it for the reporting.
See also:
World Press Photo Foundation - Photo of the Year (and yes, thats actually a freeze frame from a video, where Maloletka ran alongside the stretcher, to get a dolly shot like effect)
edit: Hier noch ein negative proof probability assessment:
Das ist der sehr stark bespielte Blog der ukrainischen patrol police (drei Meldungn am Tag). Ich bin soeben den gesamten Mai und April durchgegangen. Beinahe jeder Blogeintrag featured die typischen Polizei-PRlichen “Helden des Alltags” der ukrainischen patrol police, und nicht EIN Bild beinhalted das Emblem des Polizeihauptquartiers irgendeiner Region. Dafür jedes zweite viel “plainere” Badges, in denen oben Polizei steht, aber nie Polizei Hauptquartier irgendeines Oblasts.
Bedeutet -
Im Fall der Presseabenteuer mit Ereignisgarantie die die Ukraine für die BBC und CNN in dieser Woche veranstaltet hat - waren wie bereits bei Mstyslav Chernov Einheiten aus dem Polizei Hauptquatier der Region die Handler. Das Polizeihauptquartier in Charkiw ist für eine Abteilung der Patrol Police zuständig, allerdings ist das preamptive Analytics -- das ist nicht die Abteilung die Abenteuer für Journalisten organisiert, und auch nicht die Abteilung die Pensionisten aus Dörfern in der Pampa befreit.
Dafür sind bei den jeweiligen Polizeihauptquatieren jeweils die PR-Abteilung der Polizei, die Kommunikationsabteilung der Polizei, der Staatsschutz, und die “Spezialkommunikationseinheiten” angesiedelt.
Die dann lustige Journalistenreisen mit Ereignisgarantien in Dörfer in der Pampa organisieren.
So weit so normal - embedded Journalism läuft nicht anders.
Wobei immer noch das recht große Problem besteht, wies diese Leute binnen 20 Minuten vor die Geburtsklinik in Mariupol geschafft haben. (Sondereinsatzkommando?) -- aber noch viel mehr, warum Mstyslav Chernov und Crew die unabhängig von einander als “Patrol Police” identifiziert und in Interviews benannt haben. Sie seien in den vier Tagen danach von der patrol police zu allen weiteren Drehorten eskortiert worden. Obwohl Mstyslav Chernov das nicht so anklingen hat lassen, laut ihm haben sie ja nur ja dazu gesagt, weil das Spital nahe an der Feuerlinie am zweiten Tag nach dem Maternity hospital bombing nur so erreichbar war. Und dann kam raus, dass sie mit dem selben Handler einen Tag danach zur Feuerwehrstation sind, und drei Tage danach in ein weiteres Krankenhaus - um im Keller eine Babyleiche auspacken und filmen (einfach irgendeine), und dann im Hyundai des selben Handlers aus der Stadt gefahren sind (Vladimirs Hyundai), Chernov aber ursprünglich versichert hat, sie hätten sich von der Polizei wieder verabschiedet, und der Polizist hätte sie nur Richtung Autos verwiesen die aus der Stadt fahren und dort hätten sie zufällig eine Familie mit Hyundai gefunden…
Journalisten eben, wenn nichts von dem was sie sagen stimmt, aber am Ende dank PBS Platzierung auf dem Sundance Festival eben doch noch ein Oskar als Journalismus Preis herausschaut.
Und die subjektiven Kamera Shots der Crew in dem Material mit dem die Dokumentation kreiert wurde, hätten in Nachrichtenformaten nicht gesendet werden können (du lernst extra für berichtenden Journalismus objektive Kameraführung), und filmst da nicht aus Froschperspektive Rieselnden Sand aus Händen auf die Kamera, oder Schwenks von Gesichtern auf die Ukrainische Flagge, oder neben nem Stretcher nebenherzurennen, oder aus Verfolgerperspektive filmen, wie eine Leiche in ein Massengrab geworfen wird, oder.… Auch wenn die Chernov Crew behauptet sie habe das extra dafür so gefilmt…
Und dann widerspricht sich der Chernov noch viermal substanziell in der Abfolge der Ereignisse. (Eh normal… Der Vladimir hat das Militär gerufen um die Crew aus dem Hospital zu befreien, aber Chernov hat erst einen Tag später überhaupt erfahren warum die auf den call regiert haben und gekommen sind, während Vladimir die ganze Zeit bei ihnen war. Und die Antwort war dann “wir warn ja ehm eh in der Region” aber irgendwie auch “wir hatten den Befehl”.)
Und dann hält er zuerst für 10 Monate zurück, wer sie aus Mariopol gefahren hat. Das kommt dann erst beim Press Racket beim Sundance Festival raus.
Und den Journalisten wird nach ihrer Rettung von der ukrainischen Polizei das Material nicht abgenommen. (Nicht zur Sichtung, nicht zur Sicherung einer Kopie).
Und dann verstecken sies in einem Autositz. Und gefährden damit nicht nur sich selbst, sondern auch die Familie des Polizisten. Der macht das aber immer noch gerne.
Nur eine Kopie die wollten die Leute des Polizeihauptquartiers Donezk Region halt nicht. Die auf anderen Kanälen raus aus der Stadt gehen hätte können.
Und dann schaust du dir objektivere Analyse der Ereignisse bei ner westlichen NGO an, die bezieht sich vor allem auf Aussagen im OSCE Report über das Maternity hospital Bombing, dann schaust du dir den OSCE Report an und siehst der ist Fluff, wie von der Praktikantin schlecht an nem Nachmittag zurechtgezimmert. (Bezieht sich ua. auf Sattelitenbilder, veröffentlicht von Radio Free Europe Redakteuren, ohne Datums und Zeitangabe (auch nicht in den Metadaten, ich habs bei der Primärquelle geprüft), behauptet russische Onlinezeitungen (Boulevard) hätten Bilder zur Geschichte manipuliert, auch wenn sie das im Original (archive.org und mit deepl übersetzt) nicht gemacht und einfach ein Symbol Bild verwendet haben, zieht daraus den Schluss die russische Regierung habe das vorgegeben…, bezieht sich in den wichtigsten Punkten auf einen anderen Report, der das ja auch so sieht, …).
Dann ist da noch die Geschichte mit den zwei Explosionen die die Leute vor Ort die nach dem Bombenabwurf (von westlichen Journalisten) befragt wurden gehört haben, für dies keine Erklärung gibt. Also nicht nur gehört, sondern auch gefühlt. War wohl ganz in der Nähe die zweite…
Oder halt unter dem Fenster der Geburtsklinik, wie es ein regierungsnaher russischer Thinktank behauptet. Und der legt dazu dann einen Fotobeleg aus einer Weitwinkelansicht vor, die sowohl den Krater, als auch die angesengte Mauer zeigen - und die Mauer ist ein gutes Stück weg. Und das als Resultat einer Explosion zu sehen wird schwieriger. Wo die Augenzeugen doch zwei gefühlt und gehört haben. Bei der zweiten seien dann die Fenster zerborsten.
Naja - und die Leute um Chernov waren halt nie “normale Patrol Polizei”, genausowenig wie die Leute die die Erlebnisreisen mit Ereignisgarantie für CNN und BBC Journalisten organisieren normale Polizeibeamte waren.
Ich verbuchs bei mir mal als Problem 12 der mittlerweile Oskar premierten Chernov Story…
Was aber in meiner Wahrnehmung das Wichtigste ist, ist - dass als der russische Botschafter im Profil Interview verlautbart hat, dass “eine Meldung der Ukraine über einen Angriff auf ein Spital erfunden gewesen sei”, Armin Wolf sofort wusste, dass ist die infamste Propagandageschichte die er je gehört hat, (nicht erst drei Tage danach, als das Profil drei Experten gefragt hat die ihm bestätigt haben, dass das ein Bombenkrater war, und also nun, seit dem war alles klar) und was sich das Profil überhaupt erlaube, dass es dem russischen Botschafter dafür eine Plattform gebe - ich mein bei dem Attentat sind ja letztlich zweieinhalb Menschen gestorben (zwei Erwachsene ein Ungeborenes), da musste Selenskyj am nächsten Tag natürlich sofort 300 Panzer zur Befreiung Mariupols fordern, während er zwei Tage davor (?) noch den Papst zu einem Ukrainebesuch eingeladen hatte. Und diese Twitter Aussage von Wolf dann der Grund war, warum man offiziell die russische Perspektive fortan von jeder Berichterstattung in Österreich ausgespart hat. Denn man kann dem Zuseher ja diese infame Propaganda nicht bringen.
Aber immerhin, der Chernov hat mittlerweile einen Oskar und in der Viktor Pinchuk Foundation einen prima Sponsor. (https://www.russianwarcrimeshouse.org/)
Da schaut man als gelernter europäischer Journalist lieber nicht mehr zu genau hin.
Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk und abartigst Allerletzte.
Munition mit 25m Killradius (Schrapnell, was sonst - verboten who?).
Zwei close Misses.
Dafür war der Mann zufällig an der Tür:
Dann betritt jener Mann den Raum, der diesem Bataillon seinen Namen gegeben hat: Juri Fedorenko, Kampfname Achilles, ein Hüne mit goldenem Ohrring und perfekt sitzender Frisur. Es heisst, er sei einer der Ersten gewesen, die den Nutzen von handelsüblichen Drohnen im Krieg erkannt haben.
Sie wissen schon, der hier - aus dem WELT Meinungsartikel von letztem Monat:
Yurii Fedorenko, ein junger Kommandeur des Achilles-Bataillon der 92. Brigade, erklärte mir vor wenigen Wochen, dass Russland auch beim wichtigen Einsatz von First-Person-View-Drohnen (FPV) im Verhältnis 3:1 überlegen sei.
Wenn die westlichen Unterstützerstaaten nicht aufwachen, wenn wir so weitermachen, stirbt die Ukraine langsam.
Sie wissen schon, der Artikel mit dem Titel: “Wenn wir so weitermachen, stirbt die Ukraine langsam”
Propaganda hat aber wieder niemand entdeckt.
Vielleicht lags aber auch daran:
Die Vampire-Drohnen sind gross und laut – deshalb kommen sie nur bei Nacht zum Einsatz. Doch keine andere Drohne kann so schwere Sprengsätze abwerfen wie sie.
Richtig toll war aber auch die Rate der Vorfälle bei denen Journalisten beinahe von einer russischen Drohne getötet wurden. Also alleine diese Woche.
Zwei mal bei der BBC:
Wuff said the dog.
Und natürlich noch viel wichtiger, einmal im CNN Video diese Woche:
We cant outdrive them we need to hope, said the journalist.
Achja, und unsere guten Freude von der Ukrainischen National Polizei sind wieder mit dabei…
Die wiederum sind nicht zu verwechseln mit der Patrol Police (Department of Patrol Police (Патрульна поліція) – general law enforcement operations, traffic policing and patrol duty (includes riot police divisions)), siehe selber Wikipedia Eintrag, mit denen ja seinerzeit Mstyslav Chernov angeblich unterwegs war, auch wenn das nicht stimmt - und er anstatt dessen, laut den Abzeichen der Polizisten in dessen Videos ständig mit Einheiten des Polizeihauptquartiers Donezk Region unterwegs war.
Und das MIA im Screencapture des picclick crawling Funds (ebay Artikel Beschreibung) zum Chevron des Polizeihauptquartiers Donezk Region steht eh immer noch für
Gut jetzt schauen europäische Journalisten aber grundsätzlich nicht auf Badges, sonst wäre ihnen ja auch aufgefallen dass Mstyslav Chernov nie mit der Ukrainischen Patrol Police unterwegs war, sondern immer mit Polizisten des Polizeihauptquatiers Donezk Region. Sie wissen schon, die mit dem Zusatz MIA auf ebay, wenn dort ein Reseller ihre badges verkauft…
Schönen Tag noch zu wünschen!
Achja, und der ebay account der für den Pickclick Eintrag verantwortlich ist verkauft auf ebay seit 2015. So detailverliebt sind wir.
edit: Jetzt ist es aber nur gut, dass Mstyslav Chernov für die Ukraine den ersten Oskar überhaupt gewonnen hat.
Also jetzt so unter uns europäischen Journalisten gesprochen, uns Journalisten fällt in diesem Krieg ja auch wirklich garnichts mehr auf, nicht?
In einer der vielen Untergrund-Bars der Stadt, wo der 62-Jährige dem Auftritt einer ukrainischen Band lauschte, betrat er plötzlich unerwartet die Bühne und Griff selbst zur Gitarre. “Ich weiß, das sind wirklich schwere Zeiten”, sagte der US-Chefdiplomat. “Ihre Soldaten, Ihre Bürger, vor allem im Nordosten, in Charkiw, leiden sehr. Aber Sie müssen wissen, dass die Vereinigten Staaten an Ihrer Seite stehen, dass ein großer Teil der Welt an Ihrer Seite steht”, fuhr er fort.
Wohooo! Woo! Woooo! Whhiphi!
edit: Es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten:
Tanner: Annäherung an Nato bedeutet „keinerlei Verpflichtung für Österreich“
US-Botschafter signalisiert US-Billigung von Operation in Rafah
In Rafah, nahe der Grenze zu Ägypten, verstärkte Israel die Luft- und Bodenbombardements auf die östlichen Stadtteile. Laut Angaben von Reuters wurden bei einem Angriff mehrere Menschen getötet.
Es wurde von heftigen Kämpfen berichtet, und israelische Streitkräfte und Panzer wurden im südöstlichen Gebiet von Rafah gesehen, wie Anwohner berichteten.
Der bewaffnete Flügel der Hamas erklärte, dass Kämpfer in einer der Straßen östlich von Rafah und im Osten von Jabalia in Feuergefechte mit israelischen Streitkräften verwickelt gewesen seien.
Jack Lew, der US-Botschafter in Israel, signalisierte am Sonntag, dass der Einmarsch in Rafah immer noch in einem für Washington akzeptablen Rahmen stattfinde.
Lew bezog sich auf eine Mitteilung des US-Präsidenten Joe Biden gegenüber CNN. Biden sagte dabei in der vergangenen Woche, dass eine Waffenlieferung nach Israel auf Eis gelegt wurde, als Warnung, nicht nach Rafah zu gehen”.
“Der Präsident hat in dem Interview, das er neulich gegeben hat, deutlich gemacht, dass das, was Israel bisher getan hat, nicht in den Bereich der Uneinigkeiten hineinreicht”, sagte Lew dem israelischen Fernsehsender Channel 12, ohne näher darauf einzugehen, was dieser Bereich umfasst.
Gut, jetzt ist es auch erst sei zwei Monaten bekannt, dass die Biden Administration nur Propaganda und Lipservice betreibt um dann die Studentenproteste mit Gewalt zu zerschlagen, und den Leuten dort Feel Good messaging als Ausgleich anzubieten, aber das reicht uns ja für die Selbstdarstellung auf unseren Facebook accounts.
Während der Wahlen.
Wozu sich weiter mit der Situation beschäftigen und sehen, das die US immer noch Waffen liefert (nur nicht solche die für eine Invasion Rafahs eingesetzt werden können -- offiziell), dass die US in der jüngsten Vergangenheit genügend Waffen geliefert hat um Israel eine Invasion Rafahs erlauben. Dass das isrelische Messaging auf “controlled operation” umgeschwenkt ist, damit die Waffenlieferungen aus den US weiter anhalten (das Wording der Administration war, dass sie eine große Invasion mit zu vielen zivilen Opfern nicht billige), und dass jetzt einfach der Krieg in die Länge gezogen wird, was wieder den Ultranationalisten gefällt. Und die US unterstützen ihn immer noch. Den Krieg. Nicht die Verteidigung Israels in der Region.
Den Krieg.
Und die österreischische öffentlich Meinung wird sich ungeachtet der Gräultaten IMMER an US Administrationsmeinung orientieren. Und zwar tagesaktuell.
Kritisches Denken hat in westlichen Gesellschaften keinen Platz.
Man kennt das ja, wenn vor einer “controlled operation” gerade mal wieder 300.000-400.000 Leute fliehen - UNDESDEMGESAMTENDEUTSCHSPRACHIGENMEDIENAPPARATKOMPLETTEGALIST.
Es geht um den Artikel “Ukrainischer Präsidialberater zu Verhandlungen mit Russland: “Es gab keine Einigungen““ ( https://www.derstandard.at/story/3000000219624/ukrainischer-praesidialberater-zu-verhandlungen-mit-russland-es-gab-keine-einigungen ) veröffentlicht am 11. Mai 2024 von Stefan Schocher
Und da explizit um den letzten und vorvorletzte Absatz die zum Ziel habe das ukjrainische öffentliche Narrativ, leicht verfälscht gegenüber den Aussagen des Leiters der Selenskyj Partei Davyd Arakhamiia am 23. November 2023 im ukrainischen TV Sender 1+1 mit einem absichtlich verfälschenden Spin wiederzugeben.
Die journalistische Objektivität wurde nicht gewart. Die vom Interviewten angesprochenen Quellen werden dem Leser nicht zur Einsicht gebracht und nicht verlinkt, auf Ausgewogenheit wurde nicht geachtet, Gegenstimmten und offensichtliche faktische Fehler werden vom Standardredakteur aktiv ignoriert.
Der Standard wäre dazu anzuhalten ausgewogen zu berichten und zukünftig eine journalistische Berichterstattung, anstatt einseitige Interviews mit Spin zu forcieren.
Seine guten Kontakte direkt in den ukrainischen Propagandaapparat not withstanding, geht es dabei um folgende Probleme (Spins):
„STANDARD: Gab es damals punktuell Übereinstimmungen?
Podoljak: Alle vier Phasen dieser Gespräche waren ein und dieselbe Diskussion: Russland hat darauf bestanden, dass die Ukraine ihre Minderwertigkeit in den Beziehungen zu Russland eingesteht und ihre Innen- und Außenpolitik aufgibt. Es gab keine Einigungen, und wir haben keine Punkte erreicht, wo wir einer Einigung nahekamen. Russland hat der Ukraine damals ausschließlich die Aufgabe der Staatlichkeit angeboten und darauf bestanden, dass alle seit 2014 okkupierten Gebiete aufgegeben werden. Was aber am wichtigsten ist: All das hätte den Krieg nicht beendet. Die russische Seite hat darauf bestanden, dass die Ukraine kapituliert und den Widerstand aufgibt. Das hätte in kompletter Okkupation gemündet. Zugleich war klar, dass sie die Region Kiew nicht halten können. Mehr als 30 Prozent der Armee, die nach Sumy, Tschernihiw und Kiew kam, waren Rosguardija, FSB und Speznas, die darauf spezialisiert sind, Massenfiltration durchzuführen. Sie haben damit in Kiew begonnen, und wie sie zurückgedrängt wurden, ist klar geworden, welche Vorgangsweise sie in der gesamten Ukraine haben: maximal genozidale Politik.“
„Ist klar geworden welche Vorgangsweise sie in der gesamten Ukraine haben: maximal genozidale Politik“ ist absichtlich im Passsiv gehalten und nicht zeitlich definiert, denn es war nicht die Position des ukrainischen Präsidenten in dem Zeitraum von Februar bis Anfang Juni 2022 - siehe folgendes Interview des Atlantic Councils mit dem Journalisten der die ukrainische Regierung begleitet und seinerzeit das Überraschungsinterview „Zaluzhnyi denke nicht wie Selenskyj“ veröffentlicht hat, das erstmals von einem Ende der Sommeroffensive letztes Jahr gesprochen hat.
“He [Selenskyj] also said at the time, days after the Butscha massacre was discovered in early April of 2022, he suggested that Putin might not be fully aware of the warcrimes that his soldiers are committing. And we still need to talk to Putin.
Quite quickly, but certainly over the course of the next weeks that followed, his views, evolved partly under the influence of his advisors. You know this is -- like any administration there are different opinions, and they were discussing what to do, what should be our position in terms of negotiations and -- the possibility of talking to Putin. Is he a monster, is he a statesmen, what is he?! A dictator. And their views evolved quite quickly, to the point where I think by the start of summer [20. Juni] certainly Selenskyj had decided, that - NO, it is not possible to talk to Putin.“
src: https://www.youtube.com/watch?v=TgBdxK2ymM4 (Atlantic Council im Interview with Simon Shuster, Time correspondent and author of The Showman [referenziert Selenskyj, ist aber laut Shuster nicht abwertend gemeint, selbes Interview]
Der Standard hält weiterhin auch den wahrscheinlichsten Grund für diese von Selenskyj erst nach Wochen (20. Juni) geänderte Meinung zurück - und das ist, dass — laut Oberst Markus Reisner die Ukraine im Raum Butscha wie folgt agiert hat -
„Reisner: Das zweite was die Ukraine gemacht haben ist, sie haben die drei wichtigen Brücken die den Zugang der Stadt [Kiew] dargestellt haben gesprengt das heißt wieder am 26. Februar also zwei Tage später, nach den ersten Angriffen sich die russischen Truppen von hier in Bewegung gesetzt haben, auf den Straßen von Butscha, Richtung Irpin die Spitzen hier gestanden sind, haben die plötzlich gemeldet, wir stehen von einem riesigen See mit zerstörten Brücken und können nicht weiter in die Stadt hinein - und die russischen Kräfte haben Pioniergerät angefordert und während sie auf dieses Pioniergerät gewartet haben, haben die Ukrainer folgendes gemacht. Sie haben aus diesem Waldgebiet hier mit zwei Mehrfach Raketenwerfer Batterien, vielleicht die älteren unter ihnen werden noch kennen die Begriff der Katjuscha, von der Erzählungen der Großeltern, also denken sie sich die Katjuscha, plus 80 Jahre Entwicklung dazu also eine viel verheerende Waffe, haben sie zusammengefasst das Feuer auf das Schwergewicht der russischen Kolonne in Butscha eröffnet und haben dort zwei Bataillone sind also zweimal 500 Mann ausgelöscht.
Das war natürlich ein völliger Schock für die Russen die ja damit gerechnet haben dass sie mit Blumen empfangen werden und das Gegenteil war der Fall und das war auch der Ausgangspunkt für die späteren Massaker in Butscha die Russen haben dort völlig durchgedreht und haben also dann begonnen die Bevölkerung zu trangsalieren. Das Ergebnis war aber dass diese drei Maßnahmen dazu geführt haben dass die Russen diesen Enthauptungschlag [von Kiew] nicht durchführen konnten und damit war der Konflikt in den ersten Tagen entschieden. Denn Präsident Selenskyj hat nicht die Stadt verlassen obwohl die Amerikaner ihm das vorgeschlagen haben. Er ist dort geblieben. Die Ukrainer haben ihn dann gesehen und das hat natürlich der Moral einen entsprechenden Boost versetzt die Ukrainier haben gesagt okay wir werden es den Russen zeigen und da hat dieser Abwehrkampf gewonnen und der Erfolg des Abwehrkrampfes waren unter anderem deswegen weil die Ukraine ihre Taktik verändert haben, weil sie gelernt haben aus dem Jahr 2014. Damals haben sie versucht die Russland der Grenze aufzuhalten, sind von den Russen vor allem durch Artillerie beschossen worden und vernichtet, diesmal haben sie die Russen hereingelassen - mehrere Tage und haben sie dann in der Tiefe angegriffen, ich verkürze das jetzt sehr, aber im Wesentlichen war das dann der Erfolg, denn das Problem war die russischen Kolonnen sind vorgerückt bis sie keinen Sprit mehr hatten und haben dann auf die Versorgung durch die Spritkolonne gewartet die sind aber nie gekommen, weil die Ukraine diese abgefangen haben.”
src: https://www.youtube.com/watch?v=DWYiJzJMb5k Reisner bei einer Veranstaltung im Rektorat der Karlskirche die Veranstaltung “bellum justum - Ein gerechter Krieg in der Ukraine” mit Oberst Markus Reisner und Pater Edmund Waldstein
Es ist weiters abbildbar, dass die Ukrainische Regierung bereits in der Woche nach Butscha, und daher vor dem 22. Juni, Gräulbilder aus Butscha zu einem Musikvideo zusammengeschnitten, mit dem Refrain „Close the Sky, dont make Mama cry, if you dont close the sky, he’ll lose home…“ unterlegt mit Violinen Musik als Teil der ersten Ansprache Selenskyjs nach Butscha vor dem UN Sicherheitsrat (aber erst nach der Ansprache - in der selben Sitzung - als Video gezeigt) vorgelegt und damit explizit mit den Gräulbildern aus Butscha Politik gemacht hat. (Die Quellen die Ich dafür hatte sind mittlerweile offline, und die Videos der Ansprache auf Youtube enden davor - es wird hoffentlich trotzdem noch Archiv Aufnahmen geben.)
Es ist weiters abbildbar, dass der ukrainische Außenminister bei seinem ersten Auftriff nach dem Massaker in Butscha bei Times Radio folgendes von sich gegeben hat.
“And I was committed even before the Bucha massacre, by the way it’s - the right spelling is butcher not bucca, I was committed to prosecuting all russian atrocities and war criminals, and to doing everything that I could as foreign minister to bring them to account, but now - uh I will be doing it until my last breath.“
src: Kuleba am 03. April 2022 (also direkt nach Butscha) bei Times Radio https://www.youtube.com/watch?v=Q2YoPQgOy3I
Die vom Standard der österreichischen Öffentlichkeit vermittelte Darstellung „Sie haben damit in Kiew begonnen, und wie sie zurückgedrängt wurden, ist klar geworden, welche Vorgangsweise sie in der gesamten Ukraine haben: maximal genozidale Politik.“ ist die offizielle Darstellung der Vorgänge im ukrainischen öffentlichen Narrativ, jedoch nicht das handlungsleitende Element der ukrainischen Regierungsspitze zum Zeitpunkt der Vorgänge. Einmal ganz davon abgesehen, dass Israel (vorsicht!) per Capita (ende vorsicht!) neun mal mehr Kinder in drei Monaten getötet, als Russland in der Ukraine entführt hat. „Per capita“ ist für den Genozid Vorwurf relevant. Aber auch das wird nicht weiter hinterfragt. (Relevant da es beispielsweise die Position von Noam Chomsky ist, dass die Tötungszahlen an Zivilisten den Vorwurf eines „Genozids“ in der Ukraine nicht hergeben — nach legalistischer Definition die recht frei auslegbar ist, schon eher.)
Der zweite direkt an die österreichische Öffentlichkeit gespielte Spin im Interview ist aber noch DEUTLICH problematischer.
Standard:
„STANDARD: Dennoch gab es eine Genese: von der Forderung nach Kapitulation zu einer Ausweitung der Themenbereiche. Wieso?
Podoljak: Ich glaube, in den ersten Tagen des Krieges dachte Russland, die zentralen Teile der Ukraine militärisch erobern zu können – vielleicht nicht in wenigen Tagen, aber doch in wenigen Wochen. Ich glaube, sie wollten eine Illusion kreieren, dass sie bereit sind, sich an internationales Recht zu halten und ein Abkommen zu schließen. Und dieses Bild musste Einfluss haben: dass es eben weniger Hilfe für und mehr Druck auf die Ukraine gibt. So wie 2014. Alle, die heute sagen, dass Russland diese Gespräche führen wollte, sehen nicht, dass Russland zugleich massenhaft Zivilisten getötet hat. Diese Verhandlungen hatten nur die Funktion einer Maskerade.“
“Diese Verhandlungen hatten nur die Funktion einer Maskerade“ wird extra im Passiv formuliert, und dadurch verdeckt, dass laut dem Davyd Arakhamiia Interview (vom 23. November 2023) bei TV 1+1 die Maskerade von Seiten der Ukraine angestrengt worden ist, um Zeit zu gewinnen.
Zitat Davyd Arakhamiia Leiter der Selenskyj Partei und Ukrainischer Verhandlungsführer der Verhandlungen in der Türkei am 23. November 2023) bei beim ukrainischen Fernsehsender TV 1+1 :
Nataliia Moseichuk: What were they willing to do if they leave all these things here…
Davyd Arakhamiia: We need to understand, in words they were willing to do a lot of things in words we understood, that everyone has their own game, each side has their own game, well so this game directly dependeds on successes or failures on the front. Well in words they said that - everything. We are going home where you were, there - take it all and then in detail, that we will wait until you accept everything, because we can understand how you act. You will sign something and then we will leave, you will say that it is a shameful matter and do nothing - and they always blamed you for not fulfilling this Minsk agreement. You signed and ratified it, but you don’t implement it and despite the presence of international guarantees, it doesn’t work so we can talk to you, but only when tanks are standing outside the parliament. Conditionally.
Nataliia Moseichuk: And look, Putin showed a document - and during the negotiations with the African delegation, he demonstrated it, claiming that it was a draft of a peaceful agreement with Ukraine. And supposedly, this document was created in Istanbul. This document was called the agreement on Ukraine’s permanent neutrality and security guarantees. Putin said that there were 18 articles, and I quote “everything was specified, from military equipment to the personnel of the Ukrainian armed forces”. He said that there was the signature of the head of the delegation, so Putin claimed. Why didn’t he make this document public?
Davyd Arakhamiia: You paid attention. Why do you think that if he had the document, he would have made it public?
Nataliia Moseichuk: The goal of the Ukrainian delegation was to delay the process, while the goal of the Russian delegation was…?
Davyd Arakhamiia: The goal of the Russian delegation in my opinion was to show that they really, really hoped until almost the end that they would pressure us to sign the agreement so that we would take neutrality. This was the biggest thing for them, for them to be ready to end the war. If we, let’s take Finland as an example, they once had neutrality and made a commitment that they will not join NATO. Except for one point, well actually the key point was this -- everything else there was cosmetic political seasonings like denazification of the Russian-speaking population and blah-blah-blah.
Nataliia Moseichuk: Why did Ukraine not agree to this point?
Davyd Arakhamiia: Well first of all in order to agree to this point, you need to change the constitution, our path to NATO is written in the Constitution. Secondly there is no trust and there was no trust that the Russians would do it. This could only be done if there were security guarantees. [https://harlekin.me/allgemein/wie-kann-man-die-oeffentlichkeit-noch-verarschen-5/”>Naftali Bennett saw that differently.] Well, we couldn’t just sign something - and then they would have retreated and everyone would have taken a breath and then they would have come back more prepared - because they actually entered unprepared [! ah, unprepared AND unprovoked! Great!], yes, to such resistance. Therefore this could only work when there is a hundred percent certainty, that this will not happen again. And there is no such certainty anymore.
Moreover, when we returned from Istanbul, Boris Johnson came to Kyiv and said that we would not sign anything with them at all and “let’s just fight”.
Nataliia Moseichuk: Am I understanding correctly that the arrival of Boris Johnson was like a fire truck that flew in already? When I say this - its coming not from myself, I say it on behalf of those people who are currently opposing the political power in Ukraine, from internal people who said that you could already have signed these treacherous agreements on the neutral status of Ukraine, but as soon as Johnson arrived, he said “no agreements at all”?
Davyd Arakhamiia: Thats what only people who want to twist any event there say in political [not audible, but only one word] - in order for us to be able to sign, look - no, I couldn’t sign it, nor any member of the delegation. We don’t even have the legal right to sign anything, right? So, it would only theoretically be possible, if there was a meeting between Zelensky and Putin, theoretically sign something afterwards. Then it would have to be ratified in parliament. So when people say this, they are only saying it to an unprepared reader or viewer or listener.
Nataliia Moseichuk: How much was this process, Belarus and Istanbul, to what extent was this process influenced by Washington, London, Warsaw, by Berlin…
Davyd Arakhamiia: Not at all. It was not controlled, but it was done by agreement, so they understood that we had a group immediately created, a group of security advisors of these countries, our partners, but we gave them information in a measured way - from a legal point of view, a little bit of information so that it would not spill out -- you see that everything went discreetly, because what we were doing was dosing it. So they knew everything, especially when we were drafting some documents, they had access to all documents and we consulted with them of course, because we understood that we could not win the war ourselves so we definitely need them. They were happy to consult with us and they actually and advised us not to go with any ephemeral security guarantees, that could not be given at that time at all, and they say, it’s just an attempt to somehow claim that we successfully accomplished it. I believe that if on a ten-point scale, eight points, we definitely succeeded. So we did it in such a way that they went with it, they relaxed a little, and then everything shifted completely in the military direction.
Davyd Arakhamiia: And he [Lukashenko] then said that we will not fight with Ukraine, he said. He can’t. He honestly said, I can’t [not] allow them to use my infrastructure and not cross the border of Ukraine through Belarus, or launch missiles, but I guarantee that no Belarusian soldier will cross the border of Ukraine. We didn’t believe it and there were many provocations that were thrown at us, some heavy ones said that disguised Belarusian soldiers were fighting, but then -
Nataliia Moseichuk: It was never confirmed.
Davyd Arakhamiia: Well, you have to give credit where credit is due, the word of Grygorovych still holds. He demanded something from Ukraine, he didn’t demand anything at all, he offered his services as a mediator. He then we agreed to meet at the Belarus-Ukraine border, we agreed to meet in the Bialowieza Forest, yes, he said, this is my Fazenda or something, he has hunting estates there. And he says come there and we went.
Well, the logistics were so difficult. We went by train first to Poland, then from Poland we boarded these Blackhawk NATO helicopters to a military base in Belarus. It seems that it was one of only a few times when NATO helicopters landed on the territory of Belarus… And then transferred to Belarusian military helicopters and then landed there.
They were nervous, Lukashenko gave each member of the delegation two or three bodyguards. So there were three times more bodyguards than negotiators.
The goal of these negotiations was to create a sense of success in the initial phase.
He said that you need to make them feel that they can talk to us. Because if you remember, in the first few months, the Russians pushed the message that the Zelensky government was illegitimate, after the Maidan, after the coup, and so on. And after the second Session it seems Putin came out on TV and said that we recognize Zelenskys government as legitimate and we will negotiate with it.
Nataliia Moseichuk: So this phase was successful.
Davyd Arakhamiia: Yeah, this was the first goal and the second goal was to buy time. So we were basically building a smokescreen.
Durch die Fromulierung „die Verhandlungen seien nur Maskarade gewesen“ ist es dem Interviewparter des Standard möglich einen Spin zu generieren, der der russischen Verhandlungsseite vorwirft nicht ernsthaft verhandelt zu haben - dabei war es laut dem Verhandlungsführer der Ukraine die Ukraine selbst die nicht ernsthaft verhandelt, und die Verhandlungen nur als „Smokescreen“ genutzt habe.
Der Standard ist aufzufordern es zu Unterlassen direkte Propagandastatements mit dem Ziel Aussagen des ukrainischen Verhandlungsführers im Ukrainischen Fernsehen, post facto „zurechtzuspinnen” der ukrainischen Seite ungefiltert, ungeprüft und unkontextualisiert an die österreichische Öffentlichkeit zu spielen. Er würde es der russischen Seite ja auch nicht zugestehen.
Der Standard wäre darüberhinaus anzuhalten nicht Propaganda als Journalismus hinzustilisieren, sondern tatsächlich auch Journalismus zu betreiben.
zuerst hat er den Foreign Affairs Artikel zwei Wochen zu spät Entdeckt, dann hat er LEIDER die dezente Manipulation im Foreign Affairs Artikel überlesen.
Denn die Primärquelle hat der Standard zu keiner Zeit geprüft.
Und dann hat das ARSCHLOCH von Fabian Sommavilla noch den verfickten Nongenierer - dass er mit unqualifiziertem Kontext on Top, noch den Foreign Affairs Artikel in den Dreck zieht, und verwässert.
Was für SCHWEINE arbeiten eigentlich derzeit im Journalismus.
Also gehen wirs durch.
Dass das Thema zuletzt wieder an Fahrt aufgenommen hat, hat auch mit einer aufsehenerregenden Veröffentlichung in der Zeitschrift Foreign Affairs zu tun. Verfasst haben sie die beiden Politikwissenschafter Samuel Charap (Rand) und Sergey Radchenko (Johns Hopkins University). Sie beziehen sich dabei auf öffentlich verfügbare – aber auf Russisch und Ukrainisch verfasste – Quellen aus Medien, aber auch auf bisher nicht veröffentlichte Kommuniqués und Interviews mit Teilnehmern der Verhandlungen. Das Bild, das entsteht, legt nahe, dass in den Gesprächen durchaus an manchen Stellen schon Detailfragen behandelt wurden. Nicht gesagt ist damit aber, dass sie auch mit dem ernsten Willen geführt wurden, sie wirklich abzuschließen – oder gar, dass dies gelungen wäre.
Der Artikel war nicht aufsehenerregend, der Artikel war ein Fluffpiece, der seine gesammte “neue” Information aus dem Davyd Arakhamiia Interview bei TV 1+1 bezogen und damit dann eine (korrekte) Chronologie erstellt hat.
Davyd Arakhamiia Interview bei TV 1+1 bitte unter diesem Link ansehen:
Der Rest der FA Chronologie ist aus Sekudäranalyse von Medienberichterstattung zusammengestückelt, alles fair, und korrekt analysiert.
Was das Journalistenduo bei FALEIDER wieder nicht wiedergegeben hat, war jedoch die HAUPTAUSSAGE des 1+1 Interviews (sie verwenden in ihrem Artikel zwei Nebenaussagen), in der Davyd Arakhamiia immer noch aussagt:
1. DIEUKRAINISCHESEITEHÄTTEKEINELEUTEGEHABTDIEQUALIFIZIERTGEWESENWÄRENDIEVERFASSUNGZUÄNDERN, DAHERKONNTEDIEUKRAINISCHESEITEDENVERTRAGNICHTUNTERZEICHNEN (kleine Lüge,m den er war paraphiert, als ihn das WSJ gesehen hat, link weiter unten)
Die beiden Genies die den Foreign Affairs Artikel geschrieben haben, hatten LEIDER vergessen das zu erwähnen. Bitte in der Originalquelle selbst nachsehen: https://harlekin.me/allgemein/leistung/
Der verfickte Scheiss Hurenstandard, schafft es jetzt aber in seinem Artikel noch hurtig OHNEQUELLENANGABE zu “Zweifeln” ob denn das russische Team mit genügend Verhandlungsmacht ausgestattet war - das hört sich dann so an:
Und wenn es sie doch gegeben hätte: Waren die Verhandler überhaupt berechtigt, tiefgehende Zugeständnisse zu machen? Auf ukra inischer Seite war das Team hochkarätig besetzt. Die russische Verhandlungsseite wurde hingegen von Wladimir Medinski geleitet, Putins Redenschreiber und Berater in historisch-kulturellen Dingen, der für Putins neo-imperialistische Ideen oft den geschichtsverfälschenden Unterbau lieferte. Dass ausgerechnet er, der Putins expansionistische Abenteuer stets bestärkte, nun die Annexion der Krim aufweichen, die Ukraine in Richtung EU entlassen und eine völkerrechtlich garantierte Intervention des Westens im Falle einer neuerlichen Verletzung der ukrainischen Souveränität festschreiben würde, wirkt fast absurd.
Quelle für das Meinungshirngespinst fehlt, und dann dann gibts noch eine Manipulation im zweiten Teil des Textes, denn im Foreign Affairs Artikel, und im WSJ Artikel über den Vorvertrag (siehe: https://www.wsj.com/world/russia-ukraine-peace-deal-2022-document-6e12e093) steht Folgendes:
The Crimean Peninsula, already occupied by Russia, would remain under Moscow’s influence and not be considered neutral. Moscow also pushed for the Russian language to operate on an equal basis with Ukrainian in government and courts, a clause Kyiv hadn’t signed off on, according to the draft document.
[…]
The international security guarantees wouldn’t apply to Crimea and Sevastopol.
Während der Standard wieder, manipulativ an seiner eigenen Meinung verzweifelt:
“Warum sollte Putin plötzlich den Themenkomplex Krim noch einmal öffnen, nachdem er niemals auch nur andeutete, darüber jemals wieder verhandeln zu wollen?“
Diese Webseite verwendet Cookies um die Nutzungserfahrung für seine Besucher zu verbessern. Bitte informiere dich bei Gelegenheit darüber wie sich Cookies auf deine Privatsphäre im Web auswirken.