Autorenarchiv

Der Zeuge USA

05. März 2025

oder die zum ers­ten Mal aus­for­mu­lier­te poli­ti­sche Posi­ti­on Euro­pas zu Frie­dens­ver­hand­lun­gen in der Ukraine.

(Bzw. etwas das dem sehr nahe kommt.)

In Schrift gesetzt von einem schwei­zer Diplo­ma­ten und Poli­to­lo­gen (Gün­ther Baech­ler), ver­öf­fent­licht in der NZZ:

Eine Waf­fen­ru­he, wel­che die Inter­es­sen der Ukrai­ne wahrt, führt nur über den Weg eines erkämpf­ten Friedens

[…]

Dass der wich­tigs­te stra­te­gi­sche Part­ner der Ukrai­ne unter dem Vor­wand, den Krieg umge­hend been­den zu wol­len, desas­trö­se Bedin­gun­gen stellt, pro­vo­ziert die Fra­ge: cui bono? Schwenkt Trump auf die Ach­se des Bösen ein? Zwingt er Kiew in einen rus­si­schen Fried­hofs­frie­den, oder ist dem Wan­kel­mü­ti­gen zuzu­trau­en, dass er mit kal­ku­lier­ter Unbe­re­chen­bar­keit bei­de Sei­ten abwech­selnd mit alar­mie­ren­den For­de­run­gen weich­kocht, bis sie zu weit­ge­hen­den Kom­pro­mis­sen bereit sind?

Viel­leicht ver­folgt er par­al­lel zum Selenski-Bashing gegen­über Putin eine «Tit for tat»-Strategie: Beim ers­ten Schritt koope­rie­ren und in den fol­gen­den Schrit­ten das tun, was die ande­re Sei­te tut. Soll­te Putin nach dem ers­ten oder zwei­ten Schritt nicht koope­rie­ren, müss­te das zu einer Eska­la­ti­on zwi­schen Mos­kau und Washing­ton füh­ren. Unwahr­schein­lich ist das nicht, denn schon allein ein Roh­stoff­de­al mit der Ukrai­ne dürf­te Putin nicht gefal­len. Ers­tens wer­ten die USA damit den, den Mos­kau ver­nich­ten will, zum sou­ve­rä­nen Ver­trags­part­ner auf. Zwei­tens reden die Ame­ri­ka­ner bald mit, wenn es um den Abbau bzw. Dieb­stahl von sel­te­nen Erden in der Ukrai­ne und viel­leicht sogar in den teil­wei­se von Russ­land erober­ten Gebie­ten geht.

Täter-Opfer-Umkehr
Unab­hän­gig von tag­täg­li­chen Hiobs­bot­schaf­ten ist immer noch rich­tig, was eigent­lich seit 2014 klar war und 2022 Schock­wel­len aus­ge­löst hat: Die tota­le rus­si­sche Inva­si­on der Ukrai­ne strebt nach einer Kapi­tu­la­ti­on und einem dar­auf­fol­gen­den Dik­tat­frie­den. Was Putin unter «ver­han­deln» ver­steht, hat er schon im März 2022 bei den Gesprä­chen in der Tür­kei deut­lich gemacht. Wenn der euro­päi­sche Klub der Wil­li­gen – mit oder ohne die USA – einen Waf­fen­still­stand anstrebt, dann müs­sen Star­mer, Macron und ande­re wis­sen, wor­auf sie sich ein­las­sen, und wel­chen zusätz­li­chen Risi­ken sie die Ukrai­ne aussetzen.

Die Täter-Opfer-Umkehr, wel­che Putin als Teil des Sys­tems der poli­ti­schen Des­in­for­ma­ti­on per­fekt beherrscht, scheint auch Trump zu gefal­len. Mut­ter Ukrai­ne hat Väter­chen Russ­land der­art pro­vo­ziert, dass er nicht anders konn­te, als über sie her­zu­fal­len und sie zu zer­stü­ckeln. Väter­chen mit sei­ner zar­ten rus­si­schen See­le kann dabei inter­na­tio­nal auf Ver­ständ­nis hof­fen und somit am Tisch den Ton ange­ben; so hat es über Jah­re in Geor­gi­en, Arme­ni­en und bei den Mins­ker Abkom­men funktioniert.

Die Aus­tausch­bar­keit von Rol­len ist ein erprob­tes Ver­wirr­spiel, um sowohl als Kon­flikt­par­tei wie auch als Ver­mitt­ler mög­lichst viel aus dem Kon­flikt­sys­tem her­aus­zu­pres­sen. In den Gen­fer Gesprä­chen setz­te sich Russ­land an die Sei­te der USA und liess die Geor­gi­er und Abcha­sen bzw. Süd­os­se­ten auf­ein­an­der­pral­len. So konn­te sich Russ­land am Tisch gleich­zei­tig als Opfer west­li­cher Sub­ver­si­on und als Ver­mitt­ler zwi­schen den ver­fein­de­ten Kau­ka­si­ern darstellen.

Geheim­ab­spra­chen lie­gen Putin schon aus pro­fes­sio­nel­len Grün­den sehr. Man erklärt das Opfer zum eigent­li­chen Täter, um dann unter den Gros­sen aus­zu­han­deln, wie die Ord­nung der klei­nen Unselb­stän­di­gen wie­der­her­zu­stel­len sei. Vor die­sem Hin­ter­grund wird ver­ständ­lich, woher seit den Gesprä­chen in Riad die Einig­keit der Gros­sen bei der Ver­un­glimp­fung des ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten kommt. Man mag sich dar­an erin­nern, wie es dem geor­gi­schen Prä­si­den­ten Micha­el Saa­ka­schwi­li erging; er schmort noch heu­te in den Ker­kern der inzwi­schen pro­rus­si­schen Regie­rung in Tbilissi.

Ter­ri­to­ria­le Abtre­tun­gen und mit Sta­chel­draht ver­zier­te Grenz­zie­hun­gen quer durch Dör­fer und Gär­ten gel­ten den Rea­lis­ten als frie­dens­po­li­ti­sches Aller­heil­mit­tel und erstar­ren zu ewi­gen Über­gangs­lö­sun­gen. Im Lau­fe der über sech­zig Run­den der Gen­fer Gesprä­che seit 2009 wur­den die Sta­chel­dräh­te nicht etwa weni­ger, son­dern höher, län­ger und undurchdringlicher.

Rasch erzwun­ge­ne und schlam­pig for­mu­lier­te Waf­fen­still­stands­ab­kom­men (wie das Sarkozy-Medwedew-6-Punkte-Abkommen) begüns­ti­gen immer den Aggres­sor, wel­cher nach dem Schwei­gen der Waf­fen viel Zeit hat, sei­ne Zie­le auch nicht­mi­li­tä­risch wei­ter­zu­ver­fol­gen. Die For­de­rung nach Prä­si­dent­schafts­wah­len unter vor­ge­hal­te­ner Pis­to­le ist ein sol­ches Mit­tel. Es ist anzu­neh­men, dass es nach einem Wahl­gang, der von Trump bestimmt als frei und fair aner­kannt wer­den wird, kei­ne unab­hän­gi­ge Ukrai­ne mehr geben wird.

Das ist inso­fern für den Aggres­sor gut und güns­tig, als weder Sicher­heits­ga­ran­tien, Schutz­trup­pen noch ein umfas­sen­der Frie­dens­ver­trag nötig sind. Mos­kau braucht sich auch nicht mit den For­de­run­gen nach einer euro­päi­schen Frie­dens­ord­nung und dem Inter­es­se an glei­cher und gemein­sa­mer Sicher­heit aller Mit­glieds­staa­ten der OSZE aus­ein­an­der­zu­set­zen. Der Kreml ver­wei­gert in der Regel ein umfas­sen­des Vermittlungs- und Ver­hand­lungs­for­mat. Statt­des­sen liegt es in sei­nem Inter­es­se, the­ma­tisch enge und geo­gra­fisch auf kon­trol­lier­te Gebie­te begrenz­te For­ma­te zu akzep­tie­ren (Abchasien/Südossetien, Trans­nis­tri­en, Don­bass). Mos­kau unter­schreibt kei­ne Frie­dens­ver­trä­ge mit Vasal­len, deren Exis­tenz­recht man infra­ge stellt.

Wer oppor­tu­nis­tisch sol­che Mus­ter bedient, kommt über einen vor­läu­fi­gen bzw. tak­ti­schen Waf­fen­still­stand nicht hin­aus. Ein Sieg Russ­lands wäre vor­pro­gram­miert, und dem rus­si­schen Revi­sio­nis­mus wür­de sich Tür und Tor öff­nen. Appease­ment aus Angst oder ame­ri­ka­ni­schem Eigen­in­ter­es­se wür­de über kurz oder lang ganz Euro­pa erschüttern.

Klar­heit über Zie­le schaffen
Eine die Inter­es­sen der Ukrai­ne in Rech­nung stel­len­de Waf­fen­ru­he führt nur über den Weg eines erkämpf­ten Frie­dens. Und bei euro­pä­isch geführ­ten Frie­dens­ver­hand­lun­gen kommt es von Anfang an dar­auf an, sowohl den Pro­zess als auch die Archi­tek­tur wirk­sam auf­zu­glei­sen. Breit abge­stütz­te Vor­ge­sprä­che müs­sen Klar­heit über Ziel und Zweck des Pro­zes­ses schaf­fen. Ein vor­läu­fi­ger Waf­fen­still­stand soll­te in ver­schie­de­nen Schrit­ten aus­ge­baut, beob­ach­tet und mili­tä­risch abge­si­chert wer­den. Ein militärisch-operationeller Ver­hal­tens­ko­dex soll sicher­stel­len, dass Mos­kau von der Stun­de null an kei­ne Gebiets­ge­win­ne mehr erzie­len kann.

Die eigent­li­chen Frie­dens­ver­hand­lun­gen wür­den idea­ler­wei­se von einem unpar­tei­ischen Team mit poli­ti­schem Gewicht mode­riert; das kön­nen Staa­ten oder inter­na­tio­na­le Orga­ni­sa­tio­nen sein. Bei den Gen­fer Georgien-Gesprächen stel­len Uno, OSZE und EU die Co-Chairs; ihre Schwä­che ist schon im Man­dat ange­legt. Die Tür­kei müss­te eine wich­ti­ge Rol­le über­neh­men – sie hat sich als glaub­wür­dig erwie­sen und kon­trol­liert den Zugang zum Schwar­zen Meer.

Wich­tig ist, dass Russ­land die­ses Mal ganz klar als Kon­flikt­par­tei teil­neh­men muss – eben­so wie die Ukrai­ne. Die USA und ande­re wären als Zeu­gen ein­ge­la­den. Ver­mut­lich braucht es einen (Krisen-)Mechanismus für die Zeit zwi­schen den Ver­hand­lun­gen sowie Arbeits­grup­pen zu einer gan­zen Rei­he von The­men, etwa dem Umgang mit den Kriegs­ver­bre­chen. Ein struk­tu­rier­tes For­mat, ein star­kes Man­dat und unpar­tei­ische Dritt­par­tei­en sind ent­schei­dend für einen erfolg­rei­chen Pro­zess. Sofern der Waf­fen­still­stand hält, kann die­ser sehr lan­ge dauern.

src: click (NZZ)

Hier die ein­zel­nen Punkte.

- Russ­land muss mili­tä­risch geschla­gen werden
- Der Frie­dens­pro­zess muss über einen Inter­na­tio­na­len Akteur (“Uno, OSZE und EU”) legi­ti­miert durch­ex­er­ziert wer­den, um eine insti­tu­tio­nel­le theo­re­ti­sche Legi­ti­mi­tät für fol­gen­de Aspek­te zu generieren:
- Arbeits­grup­pen zu Kriegsverbrechen
- Arbeits­grup­pen zur Struk­tur des Wie­der­auf­baus (minus US For­de­run­gen nehm ich an, da die ja nur “Gast sein soll”)
- Arbeits­grup­pen zur Übergangsphase
- Arbeits­grup­pen zu einem militärisch-operationellen Ver­hal­tens­ko­dex (UN, oder Nato Trup­pen wird noch nicht defi­niert - “soll sicher­stel­len, dass Mos­kau von der Stun­de null an kei­ne Gebiets­ge­win­ne mehr erzie­len kann” klingt aber eher nach Nato)
- Die US wer­den nicht Teil des inter­na­tio­na­len Pro­zes­ses (nen­nen wirs doch ein­fach Tri­bu­nal), das Angriffs­krie­ge ver­ur­teilt und Täter abur­teilt - damit sie nicht in fol­gen­des juris­ti­sches Pro­blem laufen:

How to pro­se­cu­te russia

und das alles zusam­men­ge­fasst nennt sich --

eigent­lich Selen­sky­js Frie­dens For­mel (zwei­te Ver­si­on, nach­dem, die ers­te neu aus­for­mu­liert wer­den musste).

Das Pro­pa­gan­da Video dazu sieht wie folgt aus - falls sie die ein­zel­nen Punk­te noch­mals ver­glei­chen wollten:

Pro­blem -- nach­dem die Ukrai­ne die­ses Pro­ze­de­re in Bür­gen­stock durch­brin­gen woll­te, sind die wich­tigs­ten, bevöl­ke­rungs­reichs­ten Län­der außer­halb der west­li­chen Welt abge­sprun­gen oder haben die selen­ky­j­schen Frie­dens­for­mel Ver­hand­lun­gen im diplo­ma­ti­schen Stel­len­wert downgerankt.

Hier die wesent­li­chen Mel­dun­gen von damals über die Euro­pean Prav­da (Mis­si­ons­tate­ment im Logo: Aligning Ukrai­ne and EU sin­ce 2014):

Swiss Peace Sum­mit could end up har­ming Ukrai­ne as not­hing is going to plan

sowie

Food secu­ri­ty now also inclu­des metals

(auch Euro­pean Prav­da als Primärquelle)

Also wenn der Poli­tik­wis­sen­schaft­ler das rich­tig ver­stan­den hat - und ich die ein­zel­nen For­de­run­gen mit der Selen­sky­j­schen Frie­dens­for­mel rich­tig abge­gli­chen habe --

ist das im Wesent­li­chen ein und das Selbe.

Die Mög­lich­keit dass Russ­land ander­wei­tig einen Frie­den ver­han­deln woll­te, ohne nach dem Ver­lust des Krie­ges vor ein Tri­bu­nal gestellt zu wer­den wird aus­ge­schlos­sen - denn es hat ja ter­ri­to­ria­le Inte­gri­tät inner­halb Euro­pas verletzt.

Die US blei­ben bit­te nur “Zeu­ge” des Ver­fah­rens, sonst gera­ten sie in besag­tes hoch­pro­ble­ma­ti­sche juris­ti­sche Fahrwasser.

War­um erfahr ich eigent­lich erst im drit­ten Kriegs­jahr, dass die tat­säch­li­che euro­päi­sche Posi­ti­on für “das EINZIG mög­li­che, gerech­te Kriegs­en­de”, und Selen­sky­js Frie­dens­for­mel, die in Bür­gen­stock inter­na­tio­nal popu­la­ri­siert wer­den soll­te -- was laut Euro­pean Prav­da wei­test­ge­hend geschei­tert ist, ein und das Sel­be sind?

Hats Selen­skyj in die intel­lek­tu­el­le Eli­te Euro­pas geschafft - oder war das bereits bei der Kon­zep­ti­on mehr ein sich gegen­sei­tig befruch­ten­der Prozess?

Fra­gen über Fra­gen, Kon­tem­pla­tio­nen über Kon­tem­pla­tio­nen -- nur neu ist kei­ne davon.

edit: Ach­ja, der Stan­dard hat­te auch eine Meinung:

STANDARD: Wie genau?

Gen­té: Es gibt kei­ne Bewei­se, aber vie­le Indi­zi­en, dass Trump das ist, was man im KGB-Jargon einen “ver­trau­li­chen Kon­takt” nennt.

src: click

Aber die igno­rie­ren wir besser.

Gut, wobei… Ent­we­der oder - nicht?

Mooooment, Moment…

05. März 2025

Selen­ski äus­sert Bedau­ern über den Eklat im Weis­sen Haus und schlägt einen par­ti­el­len Waf­fen­still­stand vor

[…]

Er reg­te einen par­ti­el­len Waf­fen­still­stand Russ­lands und der Ukrai­ne an, der einen Ver­zicht auf Angrif­fe aus der Luft und zur See sowie auf die Ener­gie­in­fra­struk­tur der bei­den Kriegs­län­der umfas­sen würde.

src: click

Oder wie bekomm ich als Ukrai­ne einen voll­stän­di­gen Luft­raum­schutz, scharf ohne alles.

S’ wär eigent­lich super, wenn der Rus­se auf­hö­ren wür­de unse­re Ener­gie­in­fra­struk­tur nach­hal­tig zu schä­di­gen, wir hören dafür auch auf die rest­li­chen rus­si­schen Raf­fi­ne­rien anzu­grei­fen, die wir reich­wei­ten­tech­nisch nicht erreichen.

Und die Kriegs­schif­fe, die seit 2022 kei­ne Rol­le mehr gespielt haben.

Und bekom­men dafür eine Luft­si­cher­heits­zo­ne oben drauf. Wir ver­zich­ten aber auch auf den Ein­satz unse­rer ehm F16 - wenn Russ­land auf den Ein­satz von gui­ded bombs verzichtet!

Von denen es eh erst 51.000 ein­ge­setzt hat, und die die Kriegs­dy­na­mik gedreht haben. Aber unse­re 5 ein­satz­fä­hi­gen F16, die von Land­stras­sen star­ten müs­sen, auf die wür­den wir ja im Gegen­zug schon verzichten.

Dabei kämp­fen wir der­weil ein­fach wei­ter, aber ohne die rus­si­sche Luft­un­ter­stüt­zung, und ohne dass Russ­land unse­re Ener­gie­in­fra­struk­tur angreift!

Das machts auch viel ein­fa­cher zu ent­schei­den, wo wir denn unse­re Luft­ver­tei­di­gung auf­stel­len. Die wir danach eh nicht mehr brau­chen, obwohl das schon das ein­zi­ge ist was Deutsch­land in den letz­ten 8 Mona­ten gelie­fert hat, und wofür wir sehr dank­bar waren.

Wenn Russ­land bit­te nix mehr aus der Luft macht dann sind wir auch zu einem PARTIELLEN Waf­fen­still­stand bereit - bei dem wir ein­fach auch nichts mehr aus der Luft machen, aber den Krieg sonst ein­fach wei­ter lau­fen las­sen. Gut Droh­nen? Sol­len die Rus­sen eben mit ihrem -- ehm - kei­ne Ahnung die Ver­let­zung des Luft­raum Frie­dens durch 20x20cm Objek­te dokumentieren.

Viel­leicht sind das ja auch alles Rus­si­sche Droh­nen, … War­um nicht wir haben die Deutungshoheit.

Gefin­kelt.

Hey Trump!!

Was letz­te Preis?

Moment, was ist aktu­ell eigent­lich die Posi­ti­on der Ukrai­ne? Oh - geord­ne­ter Rück­zug, da man auf­grund der bereits zu gerin­gen Trup­pen­stär­ke auf die Angriffs­fre­quenz nicht mehr über­all aus­rei­chend mit Ver­tei­di­gung reagie­ren kann.

Klar, super Idee die Angriffs­fre­quenz zu ver­rin­gern. Wir ver­bie­ten jetzt ein­fach Droh­nen und Smart­bombs kämp­fen aber rus­si­sche 2WK, gegen euro­päi­sche Prä­zi­si­ons Artil­le­rie, mit geäch­te­ten Streu­bom­ben wei­ter, oder?

Das ist sicher kein PR Pro­blem für Trump… Die Bil­der der Ste­u­mu­ni­ti­ons­to­ten wäh­rend des par­ti­el­len Waf­fen­still­stands… Wie gut, dass wir auch hier die media­le Deu­tungs­ho­heit haben.

Übri­gens, das war jetzt nicht die “sla­wi­sche Men­ta­li­tät” (an deren Exis­tenz ich zweif­le), die hier durch­ge­schla­gen hat - nein, es war die französische.

Von der sich die UK bereits distan­ziert haben.

Selenskis Vor­schlag ist fast iden­tisch mit jenem, den der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron zu Wochen­be­ginn ins Spiel gebracht hat­te. Damit zeigt sich Kiew kon­struk­tiv gegen­über bei­den Part­nern, den Ame­ri­ka­nern und den Europäern. 

Euro­pa. Immer offen für einen par­ti­el­len Waf­fen­still­stand, solan­ge wäh­rend­des­sen wei­ter­ge­kämpft wird.

Da kann der Krieg ja end­lich wie­der weitergehen.

Wer berich­tet eigent­lich die­sen Wahn­sinn, wenn das der infor­mier­te Leser nicht selbst kor­rekt schlussfolgert?

Jetzt kann aber Trump dafür Selen­skyj nicht abstra­fen, war ja Macrons Vorschlag.

Na sehr gut. An wel­chem Ver­hand­lungs­tisch wol­len die Euro­pä­er noch­mal sitzen?

Ohne die UK

edit: Sie wer­dens nicht für mög­lich hal­ten, was die­ser böse Rus­se jetzt schon wie­der gemacht hat… Hat der doch glatt die­sen Waf­fen­still­stand abge­lehnt, hat der.
src: click

Underwatched

04. März 2025

(three weeks old)

Haaaaahahhahahaaaaahaa Ha. Ha.

03. März 2025

Macron prescht vor: Ver­wir­rung über eine par­ti­el­le Waf­fen­ru­he in der Ukraine

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron möch­te eine ein­mo­na­ti­ge teil­wei­se Waf­fen­ru­he in der Ukrai­ne durch­set­zen. Gross­bri­tan­ni­en distan­ziert sich von dem Vorstoss.

src: click

Ups.

Define table

02. März 2025

Frank­reich und Groß­bri­tan­ni­en für ein­mo­na­ti­ge Waffenruhe

Der fran­zö­si­sche Prä­si­dent Emma­nu­el Macron und der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Keir Star­mer schla­gen eine ein­mo­na­ti­ge Waf­fen­ru­he für die Ukrai­ne vor. Die Waf­fen­ru­he soll­te “in der Luft, auf den Mee­ren und bei der Ener­gie­in­fra­struk­tur” gel­ten, sag­te Macron der Zei­tung “Le Figaro”.

src: click

Find ich stark.

Russ­land: Wir sind nur an dau­er­haf­ten Lösun­gen interessiert.
Selen­skyj: Wir sind gegen eine Waf­fen­ru­he. Sogar einen Weih­nachts­frie­den haben wir mit einem irren rebut­tle abgelehnt.
US: Den­ken wir lang­fris­tig, füh­ren wir den Schwei­zer Diplo­ma­ten­track mit Russ­land seit Mona­ten im Gehei­men wei­ter, weil die Ukrai­ne dort abge­sprun­gen ist. Putin kann erst mal machen was er will, inter­es­siert uns ja nicht, Haupt­sa­che wir kom­men zu einer lang­fris­ti­gen Lösung.

Euro­pa: Ein­mo­na­ti­ge Waf­fen­ru­he SOFORT, ohne Frie­dens­si­che­rungs­trup­pen, damit wir sagen kön­nen wir hät­ten einen Plan gehabt, und die US hät­ten ihn igno­riert, und danach besie­gen wir den Rus­sen, mit den US ja?!

Weil im Ide­al­fall geht das so. Putin stimmt zu, weil -- eh, kei­ne Ahnung, macht er aber. Trump zwingt ihn. Und dann gibts ab dem 20sten Tag drei Pro­vo­ka­ti­ons­ak­te der Ukrai­ne täg­lich. Und dann ver­ein­barn wir wie­der ein Tref­fen von Selen­skyj mit Trump. Und dann wird Selen­skyj Trump erklä­ren, dass sich der Rus­se nie an Waf­fen­still­stands­ab­kom­men hält, und daher der Krieg lei­der noch ein Jahr wei­ter­ge­hen muss, ich mein man hät­te es ja versucht.

Selen­skyj hät­te voll Recht gehabt, und Trump wär voll der Lüg­ner gewe­sen - ach­ja, und US -- könn­tet ihr das für uns in Euro­pa aus­han­deln, wir woll­ten näm­lich selbst nicht so rich­tig mit Russ­land reden.

Hab ich damit so unge­fähr gefasst, was sich Selen­skyj unter die­ser Opti­on vor­stellt, und war­um zumin­dest die Ukrai­ne ihr zustim­men würde?

Oder ist es doch eher so ein - Nato­trup­pen jetzt in die Ukrai­ne, bevor die US mit Russ­land zu Ende ver­han­delt hat, weil die sind ja für die Siche­rung der ein­mo­na­ti­gen Waf­fen­ru­he zustän­dig, und ver­schwin­den danach ein­fach nicht mehr aus der Ukrai­ne play?

Russ­land ist aktu­ell mit­ten dabei das zweit­größ­te Lithi­um Vor­kom­men der Ukrai­ne zu cap­tu­ren. In nem Monat sind die durch. Wel­cher Voll­idi­ot, hat den euro­päi­schen Staa­ten­len­kern gesagt, ’s wär toll in die­ser Sekun­de ne ein­mo­na­ti­ge Waf­fen­ru­he zu fordern.

Zer was? Damit man mit Russ­land reden kann? Die US hal­ten bereits Gesprä­che ab.

Damit die Bevöl­ke­rung in der Ukrai­ne ein Monat weni­ger lei­det, und es danach wie­der wei­ter­ge­hen kann?

Ich glaub der Kin­der­tisch wär noch frei.

Ich frag mich ja, wie Euro­pa zu dem Vor­schlag gekom­men ist. haben die den Prak­ti­kan­ten einen Face­book poll machen las­sen, was bei der Bevöl­ke­rung gut ankommt, oder?

Ich mein - wenn man sich seit drei Jah­ren durch­ge­hend wei­gert sich mit den For­de­run­gen bei­der Sei­ten aus­ein­an­der­zu­set­zen (wir waren ja so über­rascht, dass die Ukrai­ne kei­ne Frie­dens­ver­hand­lun­gen will…), und dann ein Ulti­ma­tum stellt --

ist das jetzt schon Verhandeln,

oder noch Diplo­ma­tie, oder…

God darn it, I’m stumped.

Defi­ne table.

edit: Es ist eine Mischung aus eins und zwei, Euro­pa erreicht sie durch einen guilt­trip der öffent­li­chen Mei­nung, also das was Selen­skyj ange­legt hat als ihn Trump abge­fer­tigt hat. Und hier das Ass im Ärmel der Euro­pä­er, laut NZZ:

Star­mer bie­tet sich als Brü­cken­bau­er zwi­schen Euro­pa und Trump an und wird dabei von König Charles sekun­diert, der Trump den ver­lo­cken­den Zau­ber eines Besuchs auf Schloss Wind­sor in Aus­sicht stellt.

src: click

Haupt­sa­che Euro­pa muss nicht mit Russ­land ver­han­deln sag ich immer…

Ach­ja, und Haupt­sa­che die Chan­ce auf einen län­ge­ren Krieg bleibt gewahrt.

The message europe is currently sending

02. März 2025

wasnt excep­tio­nal­ly clear from the tiny image of the Lon­don mee­ting der Stan­dard publis­hed just a few minu­tes ago:

1494c9da 9cd7 4eec 83ac ac3dc712f17b

So I sourced a hig­her res ver­si­on from 20min.ch and made sure to label what the par­ti­ci­pants body lan­guage was indicating.

9b9ae9b4 da38 472a a1e5 0cf71ea49a91
I left out peop­le with neu­tral expressions.

Much more clear now.

You are welcome.

edit:

Star­mer heu­te 18:23:

«Das Ziel des heu­ti­gen Tref­fens war, die Part­ner zu ver­ei­nen, um gemein­sam ein Frie­dens­plan aus­zu­ar­bei­ten, der dann der USA prä­sen­tiert wer­den soll», erklärt Star­mer. «Wir ste­hen an einem Schei­de­weg der Geschichte.»

Star­mer heu­te 18:38:

UK-Vorschlag bereits mit Trump besprochen
Star­mer deu­te­te an, dass der von Gross­bri­tan­ni­en geführ­te Plan mit Trump bespro­chen wur­de. Auf die Fra­ge nach der Reak­ti­on der USA auf sei­nen Vor­schlag deu­te­te Star­mer an, dass er dies ges­tern Abend in einem Tele­fo­nat mit US-Präsident Donald Trump bespro­chen hat.

Er sag­te: «Ich wer­de nicht auf die Ein­zel­hei­ten die­ses Gesprächs ein­ge­hen, aber ich wür­de die­sen Schritt nicht tun, wenn ich nicht der Mei­nung wäre, dass er zu einem posi­ti­ven Ergeb­nis füh­ren wür­de, um sicher­zu­stel­len, dass wir – die Ukrai­ne, Euro­pa, das Ver­ei­nig­te König­reich und die USA – gemein­sam auf einen dau­er­haf­ten Frie­den zusteuern.»

src: click

Star­mer spricht das letz­te Mal mit Trump:

ehmm vor­ges­tern

Machen sie sich nichts draus, die Medi­en wür­den das sicher berich­ten, wenns wich­tig wäre… Die sind ja inves­ti­ga­tiv voll auf der Höhe.

Greetings from UCLA Irv and Xiaoyan Drasnin Communication Archive

02. März 2025

Kyjiw - oder Sprache im Wandel

02. März 2025

Der Gulf of Ame­ri­ca is a Bemmerl gegen unse­re poli­tisch kor­rek­ten Wand­lun­gen des Amtsdeutschen.

Bin gera­de beim Spie­gel dar­über gestolpert:

Bildschirmfoto 2025 03 02 um 12 56 56
src: click

Was bit­te ist ein Kyjiw?

Eine Goog­le Suche später:

Bildschirmfoto 2025 03 02 um 12 57 54

Ein Kyjiw ist die von vor zwei Jah­ren, mit­ten im Krieg begon­ne­ne Propaganda-Initiative des Dach­ver­ban­des der Ukrai­ni­schen Orga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land e.V. -- die unend­lich alte, und ehr­wür­di­ge Ukrai­ni­sche Geschich­te -- so zwei Minu­ten, kurz vor Laden­schluss - auch im Deut­schen Fuss fas­sen zu lassen.

edit: Kor­rek­tur, die Initia­ti­ve begann bereits 2018 und erreich­te im sel­ben Jahr auch ihren initia­len Ver­brei­tungs­hö­he­punkt. Nach ihrem ers­ten Auf­tau­chen auf Twit­ter, erreich­te die Initia­ti­ve nie wie­der ihre initia­le Popu­la­ri­tät, auch nicht nach einem zwei­ten Mar­ke­ting Push im Okto­ber 2019.

Ngrams CorrectUA 2007 10 05 2024 05 05

Die Initia­ti­ve wur­de dann wie­der zu “#Kyiv­Not­Kiev” rebran­ded - einem Twit­ter meme, das bereits 2016 ein­ge­schränkt Ver­brei­tung fand, und erreich­te als sol­che ihren tat­säch­li­chen Ver­brei­tungs­hö­he­punkt im März 2022:

Newplot

Auf­fal­lend dabei sind die star­ken Drops nach der Popu­la­ri­sie­rung und der ste­te, koor­di­nier­te Ver­such sie in der Ver­brei­tung zu etablieren.

Geglückt ist das erst im April 2022 - als der Hash­tag erst­mals in sei­ner Ver­brei­tung viral ging. (Um dann sofort wie­der unpo­pu­lär zu werden.)

Newplot  1

src: https://storywrangling.org/ngrams (Uni­ver­si­ty of Vermont)

Bevor wir das anhand einer Tabel­le begut­ach­ten, lesen wir doch schnell noch den Diver­si­ty Schma­fu, den der Dach­ver­band der ukrai­ni­schen Orga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land dazu ent­wor­fen hat. Als Pro­pa­gan­da. Vor zwei Jah­ren - mit­ten im Krieg:

Was denn nun? Kiew, Kyiv oder Kyjiw?

Vor nun fast zwei Jah­ren begann das ukrai­ni­sche Außen­mi­nis­te­ri­um die Kam­pa­gne #Cor­rec­tUA, die es sich unter ande­rem mit dem Hash­tag #Kyiv­Not­Kiev zum Ziel setz­te, den Namen der ukrai­ni­schen Haupt­stadt “kor­rekt” zu schreiben.

Wozu das gan­ze, mag sich man­cher fra­gen. Fast 30 Jah­re lang ging es doch auch und kei­ner hat sich dar­an gestört. Die Ant­wort ist ein­fach und kom­plex zugleich. Weil die Ukrai­ne eine eige­ne Spra­che hat, weil die Ukrai­ne ein post­so­wje­ti­sches und post­ko­lo­nia­les Land ist, weil die meis­ten ukrai­ni­schen Regie­run­gen kaum jemals einen ech­ten ukrai­ni­schen Kurs ver­folg­ten, weil die “Eli­ten” des Lan­des lan­ge Zeit kei­nen Bezug zu ihrer eth­ni­schen und kul­tu­rel­len Ver­gan­gen­heit hat­ten, weil die Dekomu­ni­sie­rung erst vor Kur­zem begann, weil das natio­na­le Selbst­be­wusst­sein schwach aus­ge­prägt war, als Fol­ge lang­jäh­ri­ger Rus­si­fi­zie­rung und Terror. 

src: click

In Tabel­len­form ist das viel leich­ter zu schlucken:

Bei­spie­le:

Ukrai­nisch Rus­sisch Ukr. Tran­skrip­ti­on Russ. Tran­skrip­ti­on Ukr. Trans­li­te­ra­ti­on
Київ Киев Kyjiw Kiew Kyjiv
Одеса Одесса Ode­sa Odes­sa Ode­sa
Львів Львов Lwiw Lwow L´viv
Донецьк Донецк Donezk Donezk Donec´k
Чернівці Черновцы Tscher­niwt­zi Tscher­nowt­zy Čer­ni­vci
Дніпро Днепр Dnipro Dnepr Dnipro
Шевченко Шевченко Schewt­schen­ko Schewt­schen­ko Ševčen­ko
Гоголь Гоголь Hohol Gogol Hohol´
Зеленський Зеленський Selen­ski Selen­ski Zelens´kyj
Борщ Борщ Borschtsch Borschtsch Boršč

Also, falls sies noch nicht wuss­ten, Odes­sa schreibt man jetzt mit einem s.

Selen­skyj mit einem -ski am Ende.

Und jetzt -- mal davon abge­se­hen, dass sich schon bei Selen­skyj kein ein­zi­ges deutsch­spra­chi­ges Medi­um mehr dar­an hält, was sagt eigent­lich der Duden dazu?

Ode­sa --> Mein­ten sie Odessa?
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Odesa

Kyjiw --> Hilfs­ein­trag vgl. sie bit­te Kiew wo der eigent­li­che Ein­trag zu fin­den ist
https://www.duden.de/rechtschreibung/Kyjiw
https://www.duden.de/rechtschreibung/Kiew

Selen­ski --> Mein­ten sie Selenskyj?
https://www.duden.de/suchen/dudenonline/Selenski

Und was sagt der Deut­sche Amts­ver­kehr dazu? 

FUCK DEN DUDEN - WIR SCHREIBEN DAS JETZT NATÜRLICH SO, WIE DIE UKRAINISCHE HANDELSKAMMER DAS MÖCHTE.

01. März 2024, 05:00 Uhr

Ab sofort wird im deut­schen Amts­ver­kehr die ukrai­ni­sche Haupt­stadt nicht mehr Kiew son­dern Kyjiw geschrieben.

src: click

Sie sehen, das sind die Aus­wir­kun­gen der Jahr­zehn­te alten kul­tu­rel­len Bedeu­tung ukrai­ni­scher Geschich­te auf die Sprach­prä­gung im deut­schen Sprachraum.

Viel­leicht wars aber auch wie­der ne Beschäf­tig­te beim IWM­Vi­en­na, die in Deutsch­land bei der Ver­wal­tung ange­ru­fen hat, nach­dem die Ukrai­ne die Pro­pa­gan­da­ak­ti­on auf­ge­zo­gen hat. Man weiß es nicht.

Spra­che im Wan­del der Zeit.

Bonus: Bevor der Dach­ver­band der ukrai­ni­schen Orga­ni­sa­tio­nen in Deutsch­land über­zu­ckert hat, dass auf X (ehe­mals Twit­ter) kei­ne hash­tags mehr ver­wen­det wer­den, ändert doch die Deut­sche Beam­ten­schaft noch drei­mal die Spra­che. Ich mein, kost ja nix. So viel poli­ti­cal cor­rect­ness muss sein.

Man stell sich jetzt vor am Ende kommt her­aus, das war ein pro­xy Krieg der USA am Ran­de Euro­pas, und die Ukrai­ne ist voll­kom­men abhän­gig vom poli­ti­schen Wil­len in Washing­ton, darf ich viel­leicht vor­schla­gen, dass mans im Amts­deut­schen zukünftig 

Kiev, oder

Kyiv

schreibt?

Sie wis­sen schon, die offi­zi­el­len eng­li­schen Schreibweisen?

Bildschirmfoto 2025 03 02 um 13 31 43

Btw - hier der Leo DICT Ein­trag zur ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da Aktion:

https://dict.leo.org/forum/viewGeneraldiscussion.php?idThread=1471954&idForum=4

Vom 09. März 2022 - zwei Wochen nach Kriegsbeginn.

edit: Höhö. Hö. Höhö.

Bildschirmfoto 2025 03 02 um 14 02 16

Erinnern sie sich vielleicht auch noch an Piers Morgan?

02. März 2025

Das Race­hor­se der Sun, und spä­ter des Dai­ly Mirror?

Der jetzt mit einem You­tube Kanal unter dem Label “uncen­so­red” Empö­rungs­far­ming betreibt, wie bei den tol­len UK gos­sip For­ma­ten zuvor?

Und das so erfolg­reich, dass er allei­ne über die You­tube views 58.000-162.000 USD im MONAT ein­nimmt?

Nun, in glor­rei­cher UK Yel­low Press Manier, stellt sich jetzt raus - UNCENSORED im chan­nel Namen, steht bei Pier­ce Mor­gan IMMER, für --

- Did­dy walks!
- Epstein Files!
- Jake Tap­per Hypocrisy!

Bildschirmfoto 2025 03 02 um 10 20 52

Ehm - sor­ry, gabs in den let­zen drei Tagen denn auch noch ein ande­res The­ma, das Mor­gan bis­her immer TAGESAKTUELL aus­ge­schlach­tet hat, bei dem er aber jetzt lie­ber nichts dazu bringt, sonst hat ja nach Mor­gan noch die nor­ma­le Bevöl­ke­rung in den UK dazu eine Meinung.…

Da muss man schon auf­pas­sen, im Pier­ce Mor­gan Uncen­so­red Chan­nel! Laut Redak­ti­ons­leit­fa­den, war­tet man da bes­ser immer erst auf den Anruf vom freund­li­chen Geheim­dienst Mit­ar­bei­ter, der einem dann erklärt, wel­che Exper­ten er als wür­dig emp­fin­det, dass Mor­gan mit der Reich­wei­te sie laden darf.

Das betrifft hier ja eine Fra­ge der Staats­rä­son. Das ist nicht so ein­fach. Ohne Leu­te wie einen Pier­ce Mor­gan wäre eine Demo­kra­tie ja unre­gier­bar. (Das gilt auch für die US ohne Tucker Carl­son. Der hat wie­der sei­nen ganz eige­nen Geheim­dienst­mit­ar­bei­ter, aber das ist eine Geschich­te für einen ganz ande­ren Tag, …)

Las­sen sie sich das am Bes­ten noch­mal von Harald Schmidt erklä­ren.

So wie die Eigen­dorf und den Kie­se­wet­ter im ZDF.

Und aktu­ell wis­sen die Exper­ten in den UK selbst nicht wo sie ste­hen sollen.

So ne Scheisse.

Na dann lie­ber wei­ter Diddly Did­dy, und Epstein beim Piers Mor­gan. Patrio­ti­cal­ly for king and country.

Dafür aber UNCENSORED! Falls sie jetzt aus Reflex Jour­na­lis­mus sagen woll­ten, den­ken sie lie­ber noch­mal nach.

edit: So, zwei Tage spä­ter hat “jemand” Pier­ce Mor­gan mit Mate­ri­al aus einem Inter­view mit der Clin­ton Glo­bal Initia­ti­ve ver­sorgt, wie Clin­ton mit Putin umge­gan­gen sei, und den Times und Sunday Times Colum­nis­ten Mat­thew Syed ges­lo­tet. Das ist die­ser Mat­thew Syed:

Und die­ser Mat­thew Syed:
Why have we allo­wed Rus­sia to eva­de the sanctions?

Und die­ser Mat­thew Syed:

Und die­ser Mat­thew Syed:

Trump ist ein Tyrann und hört nur dann auf ande­re (schwä­che­re) Natio­nen, wenn die­se an einem Strang zie­hen. Dies ist jetzt der bes­te Weg, die freie Welt zu schüt­zen und Ame­ri­ka vor sich selbst zu retten…

src: click

Und ansons­ten Sports repor­ter Mat­thew Syed.…

Schwach. Hät­te mir mehr erwartet.

Ich weiß was sie sich jetzt denken, es braucht jetzt mehr Roderich Kiesewetter im ZDF Erklärfernsehen

02. März 2025

Bildschirmfoto 2025 03 02 um 08 02 52
src: click

Hat sich das ZDF auch gedacht.

Jetzt sehen wir war­nen­de Stim­men wie mei­ne [Kie­se­wet­ter] lagen rich­tig. Wir wer­den in Euro­pa die Rüs­tungs­in­dus­trie anwer­fen müs­sen, aber auch unse­re Bevöl­ke­rung stär­ken [meint MEHR Pro­pa­gan­da] indem sie wis­sen, je mehr wir uns für Bevöl­ke­rungs­schutz und Zivil­schutz ein­set­zen, und je stär­ker wir uns auch dafür ein­set­zen dass der Ukrai­ne gehol­fen wird, um so grö­ßer ist die Chan­ce Frie­den und Frei­heit zu bewahren.”

Und Sozi­al­leis­tun­gen zu kürzen.

Denn das ist der Typ der auf den von ukrai­ni­schen Mil­li­ar­dä­ren insze­nier­ten ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da­kon­fe­ren­zen (Yes [to war] con­fe­rence) auf­steht und wort wört­lich fol­gen­des fragt:

Mode­ra­tor: “Befo­re I turn to minis­ter Sta­ni­sha I want to quick­ly draw on a cou­p­le of peop­le for com­ment. [Dar­an erkennt man übri­gens eine Pro­pa­gan­da Kon­fe­renz, die Mode­ra­to­ren picken die Fra­gen­stel­ler.] One is Rode­rich Kie­se­wet­ter who’s a Ger­man par­lia­men­ta­ri­an, who’s been one of the most force­ful voices in Ger­ma­ny cal­ling for strong sup­port for Ukrai­ne and that is a voice which is incre­a­singly facing a lot of oppo­si­ti­on given the results of the elec­tion just the other day in the rise of the AFD. Can you tell us why you think Ger­ma­ny has been so con­spi­cuous­ly drag­ging its feet. [Diplo­ma­tisch, für war­um Deutsch­land so ein fuck­ing Waf­fen­lie­fe­run­gen ver­zö­gern­des Arsch­loch ist].

Kie­se­wet­ter: “Well thank you very much inde­ed Mrs Ted and also my gra­ti­tu­de to the mar­ve­lous panelists. I would like to express first of all my gra­ti­tu­de to the con­si­derable num­ber of vete­rans here as a for­mer Army offi­cer who are here in the room, and ladies and gen­tle­men on pur­po­se I’m sit­ting in the last row to express some decen­cy about my coun­try have heard that also minis­ters have been invi­ted and it could be impro­ved and the­re­fo­re I would like to say that not only some in the United Sta­tes but also in Ger­ma­ny have for­mu­la­ted and sti­pu­la­ted so many red lines and lines of fear that we could have alrea­dy a woven red car­pet for Rus­sia and the­re­fo­re as I see in your state­ments this all is a ques­ti­on of lea­ders­hip and true lea­ders rise abo­ve ill advice we have also the chal­len­ge of the advi­so­ry bub­ble which is real­ly in Ger­ma­ny and and United Sta­tes very clo­se­ly coope­ra­ting so that we par­lia­men­ta­ri­ans bipar­ti­san try to push through some­ti­mes this bub­ble and I’m very gra­te­ful that the Ame­ri­cans came up with the tanks much ear­lier than the Ger­man government has envi­sa­ged, howe­ver what we need I men­ti­on it is this ques­ti­on of lea­ders­hip and I have some­ti­mes the fee­ling that we are on the year of 38 in Ger­ma­ny there’s the deba­te how can we for­ge how can we press Ukrai­ne to nego­tia­ti­ons ins­tead of how can we streng­t­hen Ukrai­ne for a vic­to­ry and the ques­ti­on is in Ger­ma­ny alrea­dy influ­en­ced by Rus­si­an hybrid War­fa­re [Power sta­ti­ons bur­ning] as Mrs Reel has alrea­dy said so the belief that wars always end in nego­tia­ti­ons and the Rus­si­an influ­ence is not per­cei­ved as such we have two par­ties in Ger­ma­ny who have alrea­dy gai­ned more than 45% in the last domestic elec­tions a week ago in Thu­rin­gen and Saxo­nia both are influ­en­ced by Rus­sia and they influ­ence also the par­ties who are gover­ning and the stron­gest oppo­si­ti­on par­ty the for­mer par­ty of Ange­la Mer­kel they are influ­en­cing becau­se they have pre­pa­red real­ly chal­len­ging topics which some of us could sign but the key is how not to lis­ten to the influ­en­ced majo­ri­ty of the popu­la­ti­on but to give ori­en­ta­ti­on to give atti­tu­de to give also a strong posi­ti­on against the main­stream who is influ­en­ced and trig­ge­red by a very um sophisti­ca­ted Rus­si­an stra­te­gic diplo­ma­cy right so my ques­ti­on is what should be in your point of view the trig­ger for the chan­ge in mind­set we need this chan­ge in mind­set it could not be the fail­u­re of Ukrai­ne to chan­ge the mind­set we need some­thing in advan­ce!!!!!! -

Mode­ra­tor: “Thank you well thank you for that very good ques­ti­on and I think we’­re all won­de­ring that I can see that the par­ti­ci­pants for the next panel have just arri­ved but I want to just very quick­ly for about 30 seconds call on a Bri­tish par­lia­men­ta­ri­an, I should say that a very lar­ge dele­ga­ti­on of Bri­tish par­lia­men­ta­ri­ans have come to Ukrai­ne many of them were elec­ted into office liter­al­ly 6 weeks ago and their very first joint dele­ga­ti­on trip has been to come to Kiev to show sup­port. So Fred Tho­mas you’­re one of them can you quick­ly tell us in about three seconds how and why this is going to chan­ge and will the­re be Storm Shadows unrestric­ted announ­ced in Washington, …”

Klar in der aktu­el­len Situa­ti­on brauch ich beim ZDF auch unbe­dingt den VOLKSVERRÄTER Kie­se­wet­ter in der ers­ten Exper­ten­po­si­ti­on des lus­ti­gen ZDF Expertenstadels.

Der wirkt ja auch so über­haupt nicht aus der Zeit gefallen.

Und was sind wir neu­gie­rig was der der deut­schen Bevöl­ke­rung wie­der erzäh­len wird.

WIR VON DEN UNABHÄNGIGEN, KRITISCHEN, ÖFFENTLICH RECHTLICHEN MEDIEN.

Jetzt greift doch den Volks­ver­rat von Kie­se­wet­ter end­lich auf, die Sau ist immer noch im Parlament.

Falls das Pro­blem hier ist, dass der Kie­se­wet­ter wie­der der Ein­zi­ge in der CDU/CSU mit einer Secu­ri­ty Clearan­ce ist, der auch eng­lisch kann - da fin­den wir schon eine Lösung. (Zwei wöchi­ger Inten­siv­kurs Eng­lish Basis­kennt­nis­se, zB. Soll mir kei­ner unter­stel­len ich arbei­te hier nicht auch an Lösungen.)

Nur das mit dem Volks­ver­rat soll­te man viel­leicht als ZDF der Bevöl­ke­rung erklä­ren… Wäre glaub ich wich­ti­ger, als dem Kie­se­wet­ter sei­ne Englischkenntnisse.

Wobei in diplo­ma­tisch heißt dass glaub ich “guten diplo­ma­ti­schen Bezie­hun­gen”, so wie die von Selen­skyj zur US Administration.

Lebt in die­ser Drecks­ge­sell­schaft eigent­lich noch irgend­je­mand mit Rück­grad, der das zum The­ma machen würde?

Die Huren­wich­ser vom AMS haben mir vor­ge­lo­gen dafür gäbs in Demo­kra­tien Phi­lo­so­phen im Ferns­hen. Öffent­lich bezahlt. Als ob die was ande­res tun wür­den als Geld ein­zu­ste­cken, fürs Bevöl­ke­run­gen verarschen.

Ein herz­li­ches fick dich du Huren­schwein auch an mei­ne ehe­ma­li­ge Psy­cho­the­ra­peu­tin. Stirb du fuck­ing Sau. Im Sin­ne von “Leb ab.” Ich werd dem nicht noch Vor­schub leisten.

Gut, was will man machen, Pro­pa­gan­da hat die ver­fick­te Scheiss­hu­re, ja nir­gends entdeckt.

edit: Ich weiß was sie jetzt den­ken, zum Glück haben wir wenigs­tens das Kli­ma gerettet!


src: click (New York Post)

Money­quo­te and first paragraph: 

World Bank offi­cials — under fire for losing track of $24 bil­li­on in cli­ma­te funds — are pani­cking over the pro­spect of seve­re bud­get cuts as President-elect Donald Trump pled­ges to slash US government spen­ding, The Post has learned.”

Gut das ist die Post, was ist das schon für ne Quel­le… Find ich auch:

Press relea­ses

Up to $41 bil­li­on in World Bank cli­ma­te finan­ce not being pro­per­ly tra­cked, Oxfam finds
Publis­hed: 17th Octo­ber 2024

Up to $41 bil­li­on in World Bank cli­ma­te finan­ce —near­ly 40 per­cent of all cli­ma­te funds dis­bur­sed by the Bank over the past seven years— is not being pro­per­ly tra­cked due to poor record-keeping prac­ti­ces, reve­als a new Oxfam report publis­hed today ahead of the World Bank and IMF Annu­al Mee­tings in Washing­ton D.C.

An Oxfam audit of the World Bank’s 2017-2023 cli­ma­te finan­ce port­fo­lio found that bet­ween $24 bil­li­on and $41 bil­li­on in cli­ma­te finan­ce went unac­coun­ted for bet­ween the time pro­jects were appro­ved and when they closed.

src: click