Ok, wo sind wir in der medialen Geschichtserzählung?

27. Februar 2025

- Trump wird der Ukrai­ne die Waf­fen geben, die sie braucht um… ehm nein.
- Die EU wird der Ukrai­ne die Waf­fen geben, die sie braucht um … ehm nein.
- Die Ukrai­ni­sche PR wird mit denen ihr freund­lich gesinn­ten US Sena­to­ren Trump umstim­men, damit er der Ukrai­ne die Waf­fen lie­fert, die die Ukrai­ne braucht um … ehm nein.
- Der pol­ni­sche Staats­prä­si­dent wird Trump umstim­men, damit er der Ukrai­ne die Waf­fen lie­fert, die die Ukrai­ne braucht um… ehm nein.
- Die euro­päi­schen Außen­mi­nis­ter und der Nato Gene­ral­se­kre­tär wer­den die US Admi­nis­tra­ti­on umstim­men so dass sie der Ukrai­ne die Waf­fen lie­fert die sie braucht um … ehm nein.
- Selen­skyj wird Trump umstim­men, damit er die Waf­fen lie­fert, die die Ukrai­ne braucht um … ehm nein.
- Der rare earth mine­rals deal der Ukrai­ne wird Trump umstim­men, damit er der Ukrai­ne die Waf­fen lie­fert die sie braucht um … ehm nein.
- Macron wird Trump umstim­men, damit er der Ukrai­ne die Waf­fen lie­fert, die die Ukrai­ne braucht um … ehm nein.

Da haben sich die deutsch­spra­chi­gen Qua­li­täts­me­di­en gedacht, brin­gen sie heu­te brand­ak­tu­ell die neu­es­te Meldung:

Keir Star­mer will Trump Sicher­heits­ga­ran­tien abrin­gen, damit die Ukrai­ne die Waf­fen bekommt, die sie braucht um … ehm nein.

Man wür­de mei­nen, die Bevöl­ke­rung lernts nach dem neun­ten Mal, aber nein - die fin­dets immer noch sehr spannend…

Früher so / Heute so

26. Februar 2025

Frü­her so:

Medi­en die nicht rech­nen können:

Der Stan­dard lügt schon wie­der die Bevöl­ke­rung zu

(Boah die US wer­den so viel Gewinn in der Ukrai­ne machen, da zah­len sie ihnen locker noch fünf Jah­re Offen­si­ve! Nach mei­ner Pi mal Dau­men Rech­nung, ging sich durch den Erlös (über 300 Jah­re) viel­leicht noch eine Offen­si­ve aus - so in zwei Jah­ren, wo sie noch die Defen­si­ve zah­len müss­ten, weil die Ukrai­ne zur Zeit die Mann­stär­ke nicht hat.)

Heu­te so:

Medi­en die nicht lesen können.

Die USA und die Ukrai­ne haben sich auf einen Roh­stoff­ver­trag geei­nigt. Bei sel­te­nen Erden sehen Exper­ten kein Prei­s­ar­gu­ment für den Abbau die­ser Roh­stof­fe in der Ukrai­ne. Trumps Haupt­mo­ti­va­ti­on dürf­te eine ande­re sein.

[…]

Doch wel­che Roh­stof­fe die­ser von dem kriegs­ver­sehr­ten Land genau will, ist unklar. Gegen­über Repor­tern sprach der ame­ri­ka­ni­sche Prä­si­dent vage von «sel­te­nen Erden und ande­ren Din­gen». Vor­ge­se­hen ist laut dem Ver­trags­ent­wurf ein Fonds, in wel­chen die Ukrai­ne 50 Pro­zent der Erlö­se aus der För­de­rung von Roh­stof­fen ein­be­zahlt. Dazu zäh­len auch künf­ti­ge Erlö­se aus der Öl- und Gas­för­de­rung und deren Trans­port.

Roh­stoff­ex­per­ten rät­seln über die Plä­ne von Trump. So sind sel­te­ne Erden zwar wich­tig, da die­se Grup­pe von Metal­len unter ande­rem in Schlüs­sel­tech­no­lo­gien bei der Digi­ta­li­sie­rung, der Ener­gie­wen­de und in der Rüs­tungs­in­dus­trie ein­ge­setzt wer­den. Doch rein bezo­gen auf die­se Metal­le hat Trump das Vor­kom­men in der Ukrai­ne mas­siv über­schätzt. Die Behör­de US Geo­lo­gi­cal Sur­vey lis­tet das Land zum Bei­spiel nicht unter den gröss­ten Pro­du­zen­ten auf.

[…]

Die Nach­fra­ge nach sel­te­nen Erden steigt an
«Ob in der Ukrai­ne über­haupt sel­te­ne Erden abge­baut wer­den kön­nen, steht völ­lig in den Ster­nen», sagt Jens Gutz­mer, Direk­tor des Helmholtz-Instituts Frei­berg für Res­sour­cen­tech­no­lo­gie. Es gebe zwar Vor­kom­men die­ser Metal­le in der Ukrai­ne, doch die­se wur­den nicht gut genug erkun­det, um ent­schei­den zu kön­nen, ob sich ein wirt­schaft­li­cher Abbau über­haupt lohnt. Dazu kommt, dass sie teil­wei­se in der Nähe der Front oder auf rus­sisch besetz­tem Gebiet liegen.

Solan­ge die Details des Ver­tra­ges nicht vor­lie­gen, las­sen sich des­sen Aus­wir­kun­gen auf die Preis­ent­wick­lung der ein­zel­nen Roh­stof­fe auch nur schwer abschät­zen. «Grund­sätz­lich wird durch die Erschlies­sung zusätz­li­cher Quel­len die Preis­ent­wick­lung aber sicher gedämpft», sagt Simon Lus­ten­ber­ger, Head Invest­ment Stra­te­gy bei der Zür­cher Kan­to­nal­bank. Wei­te­re Fak­to­ren, die den Preis bestim­men, sind glo­ba­le Han­dels­be­stim­mun­gen wie Zölle.

Das Volu­men des Welt­mark­tes für sel­te­ne Erden wird auf rund 15 Mil­li­ar­den Dol­lar pro Jahr geschätzt. Die Nach­fra­ge nach die­sen Roh­stof­fen steigt ste­tig an. Der­zeit wird sie jedoch von den in Abbau befind­li­chen Lager­stät­ten gut abge­deckt. «Es gibt kein Prei­s­ar­gu­ment für den Abbau der Roh­stof­fe in der Ukrai­ne», sagt Gutzmer. 

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Gut, mit dem Welt­markt Volu­men das mit dem Ver­kauf sel­te­ner Erden erzielt wird, könn­te sich die Ukrai­ne schon ein hal­bes Kriegs­jahr leisten!

Wie war das gleich noch?

Der Krieg wird wegen sel­te­nen Erden geführt?!

Wird er nicht.

Geht sich rech­ne­risch nicht aus.

Aber sie kön­nen schon mal jedes Medi­um abbe­stel­len, das ihnen das ein­ge­re­det hat. Heut­zu­ta­ge beschäf­ti­gen ALLE Qua­li­täts­me­di­en ja per Defi­ni­ti­on nur noch Voll­idio­ten die ukrai­ni­sche Kriegs­pro­pa­gan­da nach­be­ten müs­sen, die nichts mehr prü­fen. Ausnahmslos.

Mit etwas Glück stol­pert dann die NZZ nem Exper­ten in die Arme der sie ret­tet, aber defi­ni­tiv kein FUCKING ande­res deutsch­spra­chi­ges Medium.

Und so geht das seit drei Jahren.

edit: Dazu der Eco­no­mist heu­te: Hold my beer.

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Der Eco­no­mist ist eh immer noch Pflicht­lek­tü­re für die Auf­nah­me­prü­fung an der Diplo­ma­ti­schen Aka­de­mie Wien, oder? Fra­ge für einen Freund.

edit: Liter­al­ly minu­tes later…

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Gut, das hat ja jetzt wie­der kei­ner kom­men sehen können.

Also - wie viel US Kriegs­ge­rät will die Ukrai­ne denn jetzt mit den 4.5 Mil­li­ar­den und ein paar Zer­quetsch­ten aus den rare earth mine­rals, und Titan, and Stahl, and Gas, und Gas Tran­sit Rech­ten, und… deals per anno jetzt kaufen?

Ach­so ja, Moment - antei­lig schmecks­te - so ehm, etwas, für ehm den Wie­der­auf­bau, ehm und die Sicher­heit, Reu­ters hat heu­te näm­lich auch das wie­der herausgefunden:

Der Fonds soll dar­auf hin­ar­bei­ten, in ukrai­ni­sche Pro­jek­te zu inves­tie­ren sowie Inves­ti­tio­nen in öffent­li­che und pri­va­te Ver­mö­gens­wer­te - ein­schließ­lich natür­li­cher Res­sour­cen, Infra­struk­tur, Häfen und staat­li­cher Unter­neh­men - anzuziehen.

Die Fonds­bei­trä­ge wer­den in der Ukrai­ne reinves­tiert, um die Sicher­heit und den Wohl­stand des Lan­des zu fördern.

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Mei­ne Güte, wie gut, dass wir auf das alles gewar­tet haben wie eine Vor­schul­kin­der­gar­ten Grup­pe aufs Christ­kind. Das hat ja jetzt wie­der alles verändert.

Vor allem vom Volu­men her.

Gut, das hat uns jetzt aber kei­ner voher sagen können.

Wir erle­ben das mehr so gesamt­ge­sell­scHaft­lich, eine Über­ra­schung nach der ande­ren. Nur die intel­li­gen­ten Leu­te die zucken irgend­wie seit drei Jah­ren immer wie­der aus, und dre­schen ihren Kopf gegen die Wand, ich weiß gar nicht wieso.

Ich freu mich ja so auf die Eva­lua­ti­on der Medi­en Per­for­mance nach die­sem Krieg…

Die dies ohne Timo­thy Sny­der nie geben darf…

BTW: Kein Gag:

Einwandfreier Journalismus auch bei WZ (ehemals ne Zeitung, ehemals ne wichtige)

24. Februar 2025

Lie­bes Team der WZ, bit­te erklärt mir wie es der ukrai­ni­schen Jugend nach drei Jah­ren Krieg geht.

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Bonus: Ver­wen­det dazu ein ges­tag­tes Pro­pa­gan­da­pho­to, das in einem Stu­dio auf­ge­nom­men wurde:

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Heast, kann wer den 20 Jäh­ri­gen vor die end­less wall set­zen, mir als Jour­na­lis­ten täten den ger­ne vor nem ukrai­ni­schen Flag­gen Hin­ter­grund drappieren.

Und sie ver­su­chens nicht mal zu verbergen.

Geil.

Gut sagen sie jetzt - ein so ein PR Gast in der Pro­duk­ti­on, das kann ja jedem passiern ---

Insta­gram - kh.savytska
Ca. 2010 Follower
Myko­la Hrad­nov (hradnov_savytskyi) is a figh­ter with the 12th Spe­cial For­ces Bri­ga­de Azov of the Natio­nal Guard of Ukrai­ne, and Kate­ry­na is a thea­ter and film pro­du­cer. Myko­la shares what hel­ps him to accept …

Kate­ry­na Hradnova-Savytska (@kh. …

Insta­gram - kh.savytska
Ca. 2010 Followers
2018 Fol­lo­wers, 779 Fol­lowing, 377 Posts - Kate­ry­na Hradnova-Savytska (@kh.savytska) on Insta­gram: “Film and thea­ter pro­du­cers are rai­sing funds for Azov”

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AZOV.ONE is the brigade’s fund­rai­sing depart­ment, crea­ted by the com­man­ders of the Azov Bri­ga­de. We are a reli­able link bet­ween the civi­li­an popu­la­ti­on and the sol­di­ers figh­t­ing for our freedom.

He Heinz, du hast doch die Num­mer von der Azov Kom­mu­ni­ka­ti­onstan­te. Lass uns die mal als “Film­pro­du­zen­tin (26)” bringen.

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Jetzt ist aber deren Berufs­be­zeich­nung laut Steu­er­be­scheid “””””“Jour­na­lis­mus”””””””. Also sind sies für die­se gro­tesk abar­tigs­te aller Gesell­schaf­ten auch.

Gell, ein­zi­ges Youtubekommentar?

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Die schweizer Alpen, meine erste Station

24. Februar 2025

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Ich sit­ze in Davos und ver­steh nix.

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Ich geh aber auch zur MSC in den Münch­ner Hof.

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Auch dort ver­steh ich nicht viel.

Ich film aber The Beast vom US Prä­si­den­ten. Mit mein Handy.

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Oder einen Reno Clio. Ich ver­steh nicht viel von Autos.

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Ich rei­se auch nach Fin­land. Dort sind deut­sche Sol­da­ten der Nato.

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Ich rei­se in die Ukrai­ne! Mit mei­nem ukrai­ni­schen Begleiter.

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Ich mags, wenn die Land­schaft so vorbeizieht.

Dort schenk ich klei­nen Kin­dern Ted­dies. Voll süss!

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Inter­view aber auch mal ne nor­ma­le Hausfrau:

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Die ver­steht nicht viel. Wir sind uns einig.

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Ein Film von Kat­rin Eigen­dorf und Jens Stroh­sch­nie­der.

Ich frag mich ja, was die Pro­duk­ti­on mal wer­den woll­te, wenn die groß ist…

Falls sies noch nicht wuss­ten, das ist laut dem ZDF heu­te Journalismus.

Der ein­zig rich­tig gute.

Recher­che who?

Die Eigen­dorf hat näm­lich so einiges…

Hanns-Joachim-Friedrichs Preis (2021), Grim­me Preis (2023), Jour­na­lis­tin des Jah­res 2022 (Medi­um Maga­zin), Lübcke-Demokratie-Preis (2022), kein Hirn…

Gera­de gut genug für den deut­schen Durchschnittsbürger.

edit: ZDF, nur gut genug mit Droh­nenshot im Shi­ning style, mit ner DJI im fol­low modus, auf ner Berg­stras­se in Davos.

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Wenn wir unser Logo nicht unter das set­zen, unter was denn sonst.

(Gut die Auf­nah­me ist jetzt aber auch scheis­se geil. Ich frag mich nur was ich draus ler­nen soll…)

Sie werden einen Film über ihn machen

23. Februar 2025

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Der Kuhhandel-Präsident

com­ing to a theat­re near you.