Was macht eigentlich das Bruno Kreisky Forum für internationalen Dialog dieser Tage?

28. Oktober 2023

Hin­ter­grund:

Öster­reich und der Nah­ost­kon­flikt: Bru­no Krei­skys ver­blass­tes Erbe

Die öster­rei­chi­sche Regie­rung hat in den letz­ten Jah­ren die poli­ti­sche Unter­stüt­zung der Paläs­ti­nen­ser in der Uno, wie sie seit Krei­sky üblich war, reduziert

Ich ver­mis­se Krei­sky in die­sen Tagen”, schreibt ein Pos­ter im STANDARD-Forum unter einen Arti­kel über den Soli­da­ri­täts­be­such von Bun­des­kanz­ler Karl Neham­mer in Isra­el. Ket­ze­risch könn­te man anmer­ken, dass man einen Poli­ti­ker von der Sta­tur Bru­no Krei­skys heu­te fast immer und über­all ver­misst – aber viel­leicht etwas weni­ger anläss­lich eines im Sym­bol­be­reich ange­sie­del­ten Kanz­ler­auf­tritts in Isra­el nach dem “schwers­ten Ver­bre­chen am jüdi­schen Volk nach dem Holo­caust”, wie Neham­mer den Ter­rorüber­fall der Hamas am 7. Okto­ber völ­lig zu Recht nann­te. Wie wäre Krei­sky mit den heu­ti­gen Her­aus­for­de­run­gen umge­gan­gen? Hät­te er zu jenen gehört, die auch in die­sem Moment der blan­ken Kata­stro­phe für den Staat Isra­el auf “Kon­text”, die Lebens­um­stän­de der Paläs­ti­nen­ser, bestan­den, wie der dafür scharf kri­ti­sier­te Uno-Generalsekretär Antó­nio Guterres?

src: click

Ja - schwie­ri­ge Fra­ge… Sehr schwie­rig. Enorm schwierig…

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Vom paläs­ti­nen­si­schen Ter­ror blieb Öster­reich den­noch nicht ver­schont, falls das Krei­skys Hoff­nung gewe­sen war: von dem Über­fall auf den Bahn­hof Mar­chegg und der ihm von Gol­da Meir – da war sie schon Minis­ter­prä­si­den­tin – schwer ver­übel­ten Schlie­ßung des jüdi­schen Über­gangs­la­gers Schö­nau 1973 über den Opec-Überfall 1975, die Atten­ta­te auf SPÖ-Stadtrat Heinz Nit­tel und die Syn­ago­ge in der Sei­ten­stet­ten­gas­se 1981 bis hin zum Anschlag in Schwe­chat 1985, schon nach Krei­sky. Immer hing der Haut­gout in der Luft, dass sich Öster­reich aus Oppor­tu­nis­mus mit den Tätern arrangierte.

Ja. Man kennt das ja. Immer die­ser Haut­gout, der immer über­all in der Luft hängt…

Was macht aber jetzt das Bru­no Krei­sky Forum für inter­na­tio­na­len Dia­log die­ser Tage?

Ganz klar, es läd eine ehe­ma­li­ge Leh­ren­de an der Ame­ri­ka­ni­schen Uni­ver­si­tät in Kai­ro zum Talk, die jetzt an der Ame­ri­ka­ni­schen Uni­ver­si­tät in Abu Dha­bi lehrt, aber mehr so via Zoom und “based in New York”.

Damit sie Öster­reich die Land­schaft des Krie­ges erkläre.

Money Quo­tes:

Expert: “The Land­s­cape of which we speak is also known as Gali­lee, its famous from the BIBLE!”

Expert: “I’m sub­scri­bed to several Whats­App Groups, this is how I get most of my news.”

Gut, dazu brau­chen wir aber auch per­fek­tes­te Moderationsleistung!

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Expert: […] but peop­le find ways to live with them so clus­ter bombs are difficult… 

Mode­ra­tor: Yeah go ahead… 

Expert: No under no…

Mode­ra­tor: In this high­ly explo­si­ve Land­s­capes I think you beau­ti­ful­ly descri­be a who­le new alli­an­ce of soli­da­ri­ty and mutu­al sup­port and mutu­al pro­tec­tion emer­ges can you descri­be for us how this has crea­ted a spe­cial rela­ti­ons­hip bet­ween bet­ween peop­le and the ani­mals and and even Vil­la­ge communities?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Just a talk shop

27. Oktober 2023

UNITED NATIONS (AP) — The U.N. Gene­ral Assem­bly appro­ved a non­bin­ding reso­lu­ti­on Fri­day cal­ling for a “huma­ni­ta­ri­an truce” in Gaza lea­ding to a ces­sa­ti­on of hos­ti­li­ties bet­ween Isra­el and Gaza’s Hamas rulers, the first United Nati­ons respon­se to the ongo­ing war.

The 193-member world body adop­ted the Arab-drafted reso­lu­ti­on by a vote of 120-14 with 45 absten­ti­ons after rejec­ting a Cana­di­an amend­ment backed by the United Sta­tes. It would have une­qui­vo­cal­ly con­dem­ned the Oct. 7 “ter­ro­rist attacks” on Isra­el by Hamas and deman­ded the immedia­te release of hos­ta­ges taken by Hamas.

[…]

The Arab group went to the Gene­ral Assem­bly after the more power­ful 15-member Secu­ri­ty Coun­cil fai­led to agree on a reso­lu­ti­on after four attempts over the past two weeks. While coun­cil reso­lu­ti­ons are legal­ly bin­ding, assem­bly reso­lu­ti­ons are not, but they do ser­ve as a baro­me­ter of world opinion.

src: click (AP)

Lets list the 14, why dont we?

Against (14):
A: Austria

C: Croa­tia, Czechia

F: Fiji

G: Gua­te­ma­la

H: Hun­ga­ry

I: Isra­el

M: Mar­shall Islands, Micronesia

N: Nau­ru

P: Papua New Gui­nea, Paraguay

T: Ton­ga

U: United States

Grü­ße an Alp­bach, bitte.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Ah, what gives, lets list them all…

Abs­tai­ned (45):
A: Alba­nia, Australia

B: Bul­ga­ria

C: Cabo Ver­de, Camer­oon, Cana­da, Cyprus

D: Den­mark

E: Esto­nia, Ethiopia

F: Fin­land

G: Geor­gia, Ger­ma­ny, Greece

H: Hai­ti

I: Ice­land, India, Iraq, Italy

J: Japan

K: Kiri­ba­ti

L: Lat­via, Lithuania

M: Mona­co

N: Nether­lands, North Macedonia

P: Palau, Pana­ma, Phil­ip­pi­nes, Poland

R: Repu­blic of Korea (South Korea), Repu­blic of Mol­d­o­va, Romania

S: San Mari­no, Ser­bia, Slo­va­kia, South Sudan, Sweden

T: Tuni­sia, Tuvalu

U: Ukrai­ne, United King­dom, Uru­gu­ay, Vanuatu

Z: Zam­bia

For (120):
A: Afgha­ni­stan, Alge­ria, Andor­ra, Ango­la, Anti­gua and Bar­bu­da, Argen­ti­na, Arme­nia, Azerbaijan

B: Baha­mas, Bah­rain, Ban­gla­desh, Bar­ba­dos, Bela­rus, Bel­gi­um, Beli­ze, Bhu­tan, Boli­via, Bos­nia and Her­ze­go­vina, Bots­wa­na, Bra­zil, Brunei

C: Cen­tral Afri­can Repu­blic, Chad, Chi­le, Chi­na, Colom­bia, Como­ros, Cos­ta Rica, Cote d’Ivoire, Cuba

D: Demo­cra­tic People’s Repu­blic of Korea (North Korea), Demo­cra­tic Repu­blic of the Con­go, Dji­bou­ti, Domi­ni­ca, Domi­ni­can Republic

E: Ecua­dor, Egypt, El Sal­va­dor, Equa­to­ri­al Gui­nea, Eritrea

F: Fran­ce

G: Gabon, Gam­bia, Gha­na, Gre­na­da, Gui­nea, Guinea-Bissau, Guyana

H: Hon­du­ras

I: Indo­ne­sia, Iran, Ire­land

J: Jor­dan

K: Kazakh­stan, Kenya, Kuwait, Kyrgyzstan

L: Laos, Leba­non, Leso­tho, Libya, Liech­ten­stein, Luxembourg

M: Mada­gas­car, Mala­wi, Malay­sia, Mal­di­ves, Mali, Mal­ta, Mau­ri­ta­nia, Mau­ri­ti­us, Mexi­co, Mon­go­lia, Mon­te­ne­gro, Moroc­co, Mozam­bi­que, Myanmar

N: Nami­bia, Nepal, New Zea­land, Nica­ra­gua, Niger, Nige­ria, Norway

O: Oman

P: Paki­stan, Peru, Por­tu­gal

Q: Qatar

R: Rus­sia

S: Saint Kitts and Nevis, Saint Lucia, Saint Vin­cent and the Gre­na­dines, Sau­di Ara­bia, Sene­gal, Sier­ra Leo­ne, Sin­g­a­po­re, Slo­ve­nia, Solo­mon Islands, Soma­lia, South Afri­ca, Spain, Sri Lan­ka, Sudan, Suri­na­me, Switz­er­land, Syria

T: Taji­ki­stan, Thai­land, East Timor, Tri­ni­dad and Toba­go, Turkey

U: Ugan­da, United Arab Emi­ra­tes, United Repu­blic of Tan­za­nia, Uzbekistan

V: Viet­nam

Y: Yemen

Z: Zim­bab­we

edit:

Die Uno-Vollversammlung hat eine – nicht bin­den­de – Reso­lu­ti­on zur Ver­bes­se­rung der huma­ni­tä­ren Situa­ti­on und für eine sofor­ti­ge Waf­fen­ru­he im Gaza­strei­fen ver­ab­schie­det. Die nun ver­ab­schie­de­te Reso­lu­ti­on ver­ur­teilt unter ande­rem jeg­li­che Gewalt gegen israe­li­sche und paläs­ti­nen­si­sche Zivi­lis­ten, for­dert die sofor­ti­ge und bedin­gungs­lo­se Frei­las­sung aller Zivi­lis­ten, die «ille­gal fest­ge­hal­ten» wer­den, und ver­langt unge­hin­der­ten Zugang für huma­ni­tä­re Hil­fe in den Gaza­strei­fen. Aus­ser­dem ruft der Text zu einer «sofor­ti­gen dau­er­haf­ten und nach­hal­ti­gen huma­ni­tä­ren Waf­fen­ru­he» auf.

Krieg in Nah­ost: Isra­el nennt Uno-Resolution zur huma­ni­tä­ren Lage in Gaza «ver­ab­scheu­ungs­wür­dig»

src: click (NZZ)

edit: Die Begrün­dung der Öster­rei­chi­schen Sei­te, war­um man sich bei der Abstim­mung ver­irrt hat ist raus. 

Eine Reso­lu­ti­on in der UNO-Generalversammlung, die nicht ein­mal in der Lage ist, die Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on Hamas beim Namen zu nen­nen, kann von Öster­reich nicht unter­stützt werden”

src: click

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Journalismus, der Gute

27. Oktober 2023

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… der hat die rich­ti­ge Kom­men­tarschlag­zei­le noch im Gefühl.

Ich ver­lin­ke dies­mal nicht - denn Schwach­sinn und Het­ze zu beför­dern, muss dann am Ende des Tages halt doch nicht sein.

Gut, das hat jetzt nichts damit zu tun, dass man die US Per­spek­ti­ve, sagen wir - mehr als ande­re repräsentiert.

Und schon gar­nichts mit fach­li­cher oder inhalt­li­cher Exzel­lenz -- denn die Posi­ti­on wäre in die­sem Fall die Folgende:

Der ein­zi­ge Grund für Isra­el in den Gaza Strei­fen zu gehen ist ein Gefühl der “Abschre­ckungs­do­mi­nanz” wie­der her­zu­stel­len, der das Staa­ten­we­sen Isra­els in den aktu­el­len (nicht unbe­dingt inter­na­tio­nal aner­kann­ten *hust* (Stich­wort: “Die UN ver­hal­ten sich ja mehr­heit­lich immer so unfair zu Isra­el…”)) Gren­zen über­haupt erst ermög­licht, denn wenn man das Ver­spre­chen sei­ne Bür­ger in den Kib­buz­ze oder Sied­ler in nach inter­na­tio­na­lem Recht ille­ga­len Sied­lungs­struk­tu­ren nicht mehr mit einem daher­ge­sag­ten “wirs schüt­zen euch, immer und zu jeder Zeit” beru­hi­gen kann, hat das rea­le Aus­wir­kun­gen auf besag­tes israe­li­sches Staats­we­sen - und da sich das als Begrün­dung für einen Angriffs­krieg, der aber ein wenig auch eine Ver­tei­di­gungs­in­va­si­on ist, für die man mal eben die Hälf­te der Bevöl­ke­rung im Gaza Strei­fen in den Süden schi­cken muss­te, wozu man ja nach deut­schem Kol­lo­qui­um das Recht hat­te - da man sich ja ver­tei­di­gen müs­se, besiegt man jetzt halt mal eben die Hamas.

Die mitt­ler­wei­le aber genau­so­gut in den Tun­nels im Süden Gazas sit­zen könn­te (wobei ihre Füh­rer in Katar und Ägyp­ten ver­or­tet wer­den), in einem Häu­ser­kampf im Nor­den der ganz beson­ders schwie­rig wird, wes­halb man LEIDER nicht zwi­schen Zivi­lis­ten und “Mit­glie­dern einer Ter­ror­or­ga­ni­sa­ti­on” unter­schei­den kön­ne. Sie­he Amnes­ty Inter­na­tio­nal bespricht ein aktu­el­les Flug­blatt Israels.

Gut jetzt hat Isra­el aber das Recht zu Ver­gel­ten, Ver­zei­hung, natür­lich sich auf dem Gebiet des Geg­ners zu ver­tei­di­gen. Also was macht Euro­pa in einer Welt in der sich in der gesam­ten ara­bi­schen Welt sowohl Sun­ni­ten wie auch Schii­ten Füh­rer offi­zi­ell geeint für eine Soli­da­ri­sie­rung aller Gläu­bi­gen mit der paläs­ti­nen­si­schen Sache aus­ge­spro­chen haben?

Man ver­langt nicht mal eine Waffenruhe -

son­dern nur eine “Feu­er­pau­se”.

Und weil wir dann ganz beson­ders libe­ral, und human sind, gleich meh­re­re (“Feu­er­pau­sen”) nach nur fünf Stun­den extra Debat­te, also allei­ne fürs das Mehr­zahl s (kein Scherz), da wir alle doch noch irgend­wie rech­nen kön­nen, dass 84 LKWs für 2.2 Mil­lio­nen Leu­te even­tu­ell noch nicht aus­rei­chen wer­den und mitt­ler­wei­le das Label -- “die huma­ni­tä­re Lage ist kata­stro­phal” dran­kle­ben (auch Stan­dard), aber als guter Kolum­nist bei Stan­dard weiss man eben auch, da ist die EU vor der Hamas eingeknickt.

Gut -- der US Vor­schlag den Gaza­strei­fen (minus 50% Puf­fer­zo­ne im Nor­den als Nie­mands­land) mal eben Ägyp­ten zur Ver­wal­tung “zu schen­ken” kam in der Regi­on nur so min­der toll an… Also macht der US Prä­si­dent jetzt - was? Ach­ja, er passt dar­auf auf, dass die Lage nicht zu sehr eska­liert, und dass nicht noch mehr Bil­der von Gräul­ta­ten an die Öffent­lich­keit gehen. Dan­ke Herr Pro­fes­sor Jäger auf Phoe­nix, für die­se Recht­fer­ti­gung - die man sonst öffent­lich gar nicht so gese­hen hätte.

Die aktu­el­le Auf­ga­be des ame­ri­ka­ni­schen Präsidenten

Gut, dafür braucht man schon­mal zwei Flug­zeug­trä­ger in der Regi­on und täg­li­che Luft­brü­cken seit 10 Tagen.

Ach­ja, und den Grund, war­um der tür­ki­sche Prä­si­dent die Hamas als “Befrei­ungs­trup­pe” bezeich­nen muss­te oder woll­te, den müs­sen wir bei uns im Wer­te­wes­ten natür­lich auch nicht nen­nen, denn -

Damit ist es nun vor­bei. Ob ange­sichts der stei­gen­den Todes­zah­len im Gaza­strei­fen oder auf­grund ent­täu­schen­der Gesprä­che hin­ter den Kulis­sen ist unklar, aber Erdoğan hat sich ein­deu­tig gegen den west­li­chen Kon­sens posi­tio­niert. Er tut dies nicht aus innen­po­li­ti­schen Erwä­gun­gen, son­dern aus tiefs­ter Überzeugung.

src: click (TAZ)

Wobei doch noch so ein biss­chen, denn -- das hier ist der ent­schei­den­de Faktor:

Tur­key has given up pro­mo­ting poli­ti­cal Islam abroad

Man­go juice is deli­cious. So ak offi­cials had no rea­son to com­p­lain when Mr Erdo­gan began ser­ving it in his palace last year. But they may have been baff­led to hear that it was a pre­sent from Egypt’s pre­si­dent, Abdel Fattah el-Sisi. For Mr Erdo­gan and Mr Sisi had not been on spea­king terms for a deca­de. As an avo­wed Isla­mist, Mr Erdo­gan had thrown his full weight behind the Mus­lim Bro­ther­hood, which took power in Egypt in 2011 after pro­tests topp­led Hos­ni Muba­rak. When Mr Sisi sei­zed power two years later, in a coup that kil­led hund­reds of pro­tes­ters, Turkey’s lea­der cal­led him a tyrant, held ral­lies in sup­port of Muham­mad Mor­si, the depo­sed Egyp­ti­an pre­si­dent, and gave other Bro­ther­hood lea­ders a haven.

Poli­ti­cal Islam has made fewer inroads in Tur­key than Mr Erdo­gan might have wis­hed. But the Arab spring that shook the Midd­le East in 2011 saw the coun­try emer­ge as one of its main exporters. Bes­i­des Egypt, Tur­key backed Bro­ther­hood par­ties and other Isla­mist groups in Libya, Syria and Tuni­sia. Mr Erdo­gan and Ahmet Davu­to­g­lu, then his for­eign minis­ter, wan­ted to expe­di­te the col­lap­se of the old regio­nal order and cement Turkey’s influ­ence over the new one. But that poli­cy ran out of steam in Egypt when Mr Sisi took over, and in Syria two years later when Rus­sia inter­ven­ed to prop up the Assad regime. Now it has gone into rever­se. In Novem­ber Mr Erdo­gan met Mr Sisi for the first time, on the side­li­nes of the World Cup in Qatar. Mon­ths of talks bet­ween Tur­kish and Egyp­ti­an spooks and diplo­mats paved the way for the meeting.

src: click (The Economist)

Noch am 16. Jän­ner 2023 im Eco­no­mist als gro­ßer Fort­schritt Erdo­gans gefei­ert (Man­go Juice for the win!) -- ist es die Rück­be­sin­nung auf den poli­ti­schen Islam, die Erdo­gan nun nicht mehr zu einem Teil des Wes­tens macht.

Letz­ter Schlen­ker, denn die Hamas ging aus der Mus­lim Bru­der­schaft her­vor, sie­he Reu­ters.

Die Letz­te noch offe­ne Fra­ge, neben dem Punkt, dass der Stan­dard jetzt bereits die Hamas Freun­de in der EU in der Über­zahl sieht - ist, ob Isra­el für eini­ge Mona­te, oder 10 Jah­re im Gaza­strei­fen mili­tä­risch zu ver­blei­ben gedenkt.

Letz­te­res wäre auch laut Quel­len in US Admi­nis­tra­ti­ons­nä­he nur min­der sinn­voll, da die Hamas sich am Ende immer noch als Sie­ger dekla­rie­ren und die Vor­macht­stel­lung in Gaza behaup­ten könn­te - also nach einem 10 jäh­ri­gen Par­ti­sa­nen­krieg. Aber Isra­el ent­schei­det selbst.

Hey, Armin Wolf macht etwas Unerwartetes

27. Oktober 2023

Also nach all dem hier:

Wis­sen sie noch in Mariupol!?

Was ist passiert?

Armin Wolf atta­ckiert Selen­sky­js Bot­schaf­ter: „Ihre Kri­tik ist absurd“

src: click (Vor­sicht, link geht zum exxpress.at)

Wolf wun­dert sich aber bis heu­te, “dass eine Kri­tik am ORF abso­lut fak­ten­be­freit und absurd ist”, wäh­rend er auf Twit­ter mit dem ukrai­ni­schen Bot­schaf­ter konferiert.

Gut, Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand ent­deckt, was will man machen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Und wobei gehts jetzt im Detail?!

OCH - nur dar­um, dass es dem ORF auf­ge­fal­len wäre, dass Selen­skyj offen­bar auch Frie­dens­ver­hand­lun­gen nicht will.

Also noch nicht dem Wolf. Der ver­tei­digt dies­mal nur einen dems bereits auf­ge­fal­len wäre.

Zum Ver­gleich, ich habe das vor der Wie­ner Zei­tung bereits im Juni 2022 vor­ge­bracht. Mit allen dafür not­wen­di­gen Bele­gen in der Form von Direkt­zi­ta­ten aus Selen­skyj Reden wäh­ren Selen­skyj öffent­lich noch immer zwi­schen “nur er kann mit Putin direkt ver­han­del” und “Ver­hand­lun­gen mit Putin erst, wenn der letz­te Rus­si­sche Sol­dat aus der Ukrai­ne abge­zo­gen ist - und Ver­hand­lun­gen dann mehr so in der Form von Gesprä­chen, dass Selen­skyj Putin erklärt, dass er jetzt auch die Krim zurück­be­kommt, sie wis­sen schon, Ver­hand­lun­gen zwi­schen Prä­si­den­ten eben -” her­u­m­os­zil­liert ist, wäh­rend die ver­sam­mel­te Öster­rei­chi­sche Medi­en­land­schaft “Putin will nicht ver­han­deln” als Grund für die VERFICKTE LÜGENSCHEISSE ange­ge­ben hat. Die ein­zi­ge Anmer­kung mei­ner­seits, sei­ner­zeit? Selen­skyj möch­te aber auch kei­ne Waffenstillstands- oder Frie­dens­ver­hand­lun­gen, hier die Belege.

HEUTE - ein­ein­halb VERFICKTE Jah­re spä­ter, fällts dem Wolf auf, dass der ukrai­ni­sche Bot­schaf­ter in Öster­reich in die­sem Punkt ver­sucht öffent­lich gegen jeman­den zu het­zen (er sol­le den Job ver­lie­ren), der auch die ande­re Per­spek­ti­ve sieht?!

Also nicht dass der Wolf auch die ande­re Per­spek­ti­ve sehen wür­de, aber der Wolf fin­det - die Kri­tik am ORF unge­recht, dass sie “nur die fal­sche Per­spek­ti­ve” brin­gen würden.

Was für eine FUCKING SCHEISSE. Putin ver­hin­dert noch immer den Frie­den ja? Allei­nig, ja? Und Selen­skyj will noch immer den Frie­den, ja?

Armin Wolf, Gedan­ken­wel­ten, 2023.

Er, Armin Wolf, setzt sich aber dafür ein dass der ORF nicht dafür kri­ti­siert wird, wenn er auch mal eine etwas ande­re Mei­nung bringt!

Armin Wolf, mei­ne Damen un Herren.

Applaus, mei­ne Damen und Herren.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Pro­pa­gan­da hat aber wie­der nie­mand ent­deckt, was will man machen.

Der Standard reproduziert schon wieder Lügen

26. Oktober 2023

War­um hat Gaza momen­tan kein Was­ser? Weil die Hamas bis heu­te kei­ne Klär­an­la­ge gebaut hat. Das soll den Hass auf Isra­el schüren.

src: click

In Gaza the situa­ti­on is even more cri­ti­cal. More than 90% of the water from the coas­tal aqui­fer is now pol­lu­t­ed. Given the ongo­ing blo­cka­de Isra­el pre­vents the ent­ry of mate­ri­als that are cri­ti­cal for repai­ring the water and sewa­ge tre­at­ment faci­li­ties which Isra­el dama­ged or des­troy­ed in the first place during Ope­ra­ti­on Cast Lead.

src: click (amnesty.eu)

Less than 16% of items nee­ded to con­struct vital water infra­st­ruc­tu­re are reaching Gaza

Israel’s blo­cka­de of Gaza severely limits mate­ri­als from ent­e­ring, making it incredi­b­ly dif­fi­cult to deve­lop water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re to meet the needs of a gro­wing population. 

A pro­ject which could see the Amir fami­ly and other homes near­by con­nec­ted to a sani­ta­ti­on sys­tem has been delay­ed due to essen­ti­al equip­ment, such as water pipes and pumps, being until recent­ly blo­cked from ent­e­ring Gaza. Every day of delay lea­ves fami­lies vul­nerable to ill­ness, as well as ris­king fur­ther pol­lu­ti­on from sewa­ge see­ping into the ground­wa­ter, jeo­par­di­zing the health of many more.

Isra­el has secu­ri­ty con­cerns, inclu­ding indiscri­mi­na­te rocket fire from Gaza by armed groups. But even if it were deemed necessa­ry to restrict mate­ri­als on the basis of the­se con­cerns, Isra­el is pro­hi­bi­ted under inter­na­tio­nal law from dis­re­gar­ding the huma­ni­ta­ri­an requi­re­ments of Pales­ti­ni­ans when doing so. Secu­ri­ty con­cerns can­not be used as a jus­ti­fi­ca­ti­on for vio­la­ting the rights of civi­li­ans living under occupation. 

In the wake of the devas­ta­ti­on in Gaza in 2014, the UN bro­ke­red an agree­ment – the Gaza Recon­struc­tion Mecha­nism (GRM) - bet­ween the Pales­ti­ni­an Aut­ho­ri­ty and the Government of Isra­el, so con­struc­tion mate­ri­als could enter Gaza more easi­ly. This has hel­ped repair most of the water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re that was dama­ged almost three years ago.

src: click (oxfam.org)

In Gaza the situa­ti­on is par­ti­cu­lar­ly acu­te, main­ly due to the strin­gent Israe­li blo­cka­de but also in part becau­se for­eign donors do not enga­ge with the Hamas de fac­to administration.
The main excep­ti­on is the repair of the old was­te water tre­at­ment plant in the north of Gaza and the con­struc­tion of a new plant. This ongo­ing pro­ject is being fun­ded by the World Bank but it has suf­fe­red serious delays due to Israel’s refu­sal to allow the import of necessa­ry mate­ri­als into Gaza. The com­bi­ned impact of the sus­pen­si­on of water-related pro­jects and the lack of spa­re parts, equip­ment and other mate­ri­als cau­sed by Israel’s con­ti­nuing blo­cka­de of Gaza has brought what was alrea­dy a dire situa­ti­on to the point of cri­sis. More than one year ago, on 7 May 2008, the UN Secretary-General repor­ted: “The effi­ci­en­cy of water net­works dete­rio­ra­ted from 70 per cent in June 2007 to 55 per cent in Febru­a­ry 2008, owing to a lack of spa­re parts and mate­ri­als. From Janu­a­ry 2008 onwards, 40 mil­li­on litres of raw and par­ti­al­ly trea­ted sewa­ge per day were emp­tied into the sea”.170 Sin­ce then, Gaza and its 1.5 mil­li­on peop­le have been mer­ci­less­ly poun­ded under ope­ra­ti­on “Cast Lead” and stif­led by Israel’s unre­mit­ting blo­cka­de, causing fur­ther drastic dete­rio­ra­ti­on of the water sec­tor and incre­a­sed pover­ty and mise­ry for the peop­le who have to depend upon it for their survival.171

As descri­bed abo­ve, the sup­port for the deve­lo­p­ment, main­ten­an­ce and deli­very of water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re and ser­vices in the OPT, by inter­na­tio­nal donors, is being hin­de­red by restric­tions and obsta­cles which pre­vent its effec­ti­ve and opti­mal use. One of the effects of such restric­tions and obsta­cles is that inter­na­tio­nal donors tend to resort to short-term stop-gap mea­su­res such as the deli­very of water by water tan­kers, which is usual­ly far more expen­si­ve than deli­very through piped water net­works. This under­mi­nes the need to invest in long-term water and sani­ta­ti­on infra­st­ruc­tu­re and ser­vices for the peop­le of the OPT and the coor­di­na­ted and effec­ti­ve use of deve­lo­p­ment assi­s­tance in sup­port of the Pales­ti­ni­an population’s access to such services.

src: click (arabwatercouncil.org)

10 Facts About Gaza’s Sani­ta­ti­on Crisis

1. “De-development” is hin­de­ring water tre­at­ment. Accord­ing to UNCTAD, de-development is a “pro­cess by which deve­lo­p­ment is not merely hin­de­red but rever­sed.” Gaza faces dete­rio­ra­ting infra­st­ruc­tu­re and a nega­ti­ve eco­no­mic growth, both of which feed Gaza’s sani­ta­ti­on cri­sis. Years of con­ti­nuing con­flict dama­ged Gaza’s infra­st­ruc­tu­re. Unfor­tu­n­a­te­ly, Gaza does not have the money or the sup­plies to rebuild. Busi­nes­ses suf­fer from Israel’s stif­ling 11-year blo­cka­de of Gaza; their lack of opti­ons often for­ces them to clo­se, dri­ving up unem­ploy­ment and the pover­ty rate. Rather than give much-needed sup­port to Gaza, Isra­el also con­trols and hin­ders access to sup­plies and fuel, which Gaza needs for rebuil­ding and trea­ting water at its desa­li­na­ti­on plants.

src: click (borgenproject.org)

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Der Stan­dard fragt lie­ber einen einen Phi­lo­so­phen, der den Stan­dard dann anlügt - und… Ja was soll ich sagen, lei­der - das ist heu­te der Stand des deutsch­spra­chi­gen Journalismus.

Sie haben nicht nur nicht repa­riert, sie haben mit zu wenig Mate­ria­li­en und zu wenig Strom nicht nur nicht repa­riert, son­dern nicht mal einen zusätz­li­chen Dings neu gebaut!

Der Gag war, dass die World Bank die Water tre­at­ment faci­li­ty die bereits exis­tiert, kom­plett finan­ziert und gebaut hat. Und Isra­el dann mit Embar­gos dafür gesorgt hat, dass sie stän­dig unter Kapa­zi­tät lau­fen musste…

Die­se Gesell­schaft ist das gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand entdeckt.

edit: Und hier das dazu pas­sen­de Pro­pa­gan­da Nar­ra­tiv beim Stan­dard in Verbreitung:

Bildschirmfoto 2023 10 27 um 08 21 19
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Die­se Gesell­schaft ist das Abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Hier noch mal die Zusam­men­fas­sung des­sen was sie glau­ben sollen.

Es gibt eine Ver­bin­dung zwi­schen “Spen­den für huma­ni­tä­re Güter” und “Gel­dern die in den Kauf von Kriegs­gü­tern flie­ßen”. Hal­te ich übri­gens für plau­si­bel. Nur dass es dazu noch eine Hucke voll Ter­ror Spon­so­ren gibt, die lie­ber kei­ner anfasst, dafür doch bit­te lie­ber die Bevöl­ke­rung in Gaza - egal I’m get­tin sidetracked…

Jetzt zum Pro­pa­gan­da Teil.

1. Da Isra­el auf­grund des­sen Ein­fuhr­be­schrän­kun­gen so nach oben gedreht hat, dass nicht ein­mal die von der Welt­bank errich­te­te Water Tre­at­ment Faci­li­ty auf­recht­erhal­ten wer­den konn­te -- ist das jetzt eben­falls nicht die Schuld Isra­els, son­dern die Schuld der Hamas. Die Net­an­ya­hu noch per­sön­lich vor zwei Jah­ren als wie folgt defi­niert hat: Net­an­ya­hu: Money to Hamas part of stra­te­gy to keep Pales­ti­ni­ans divi­ded (The Jeru­sa­lem Post, die sel­be Argu­men­ta­ti­on gabs bis 2021, wiederholt.)

2. Nur 16% der Güter die für die Erhal­tung des Water Tre­at­ment Werks benö­tigt wer­den, kann Gaza über­haupt impor­tie­ren, der Rest bleibt durch Isra­els Sank­tio­nen bereits an der Gren­ze hän­gen. Durch die Bericht­erstat­tung des Stan­dard, ist es jetzt für den übli­chen Stan­dard­le­ser ein­wand­frei klar, die Hamas gräbt Was­ser­roh­re aus, um damit Rake­ten zu bauen.

3. Die Opfer Täter Umkehr sieht wie­der nie­mand, selbst wenn bereits das Bor­gen Pro­ject von einer De-Development Stra­te­gie Isra­els im Gaza Strei­fen spricht - und alles davon doku­men­tiert ist. Aber das schützt den Stan­dard natür­lich nicht davor sim­pels­te Logik­feh­ler nicht zu hin­ter­bli­cken, oder irgend­et­was davon zu hinterfragen.

Gut aber woher hat das das Bor­gen Pro­ject schon wieder…

The Gaza Strip has lived through 16 years of de-development, a United Nati­ons offi­cial in Gene­va tells the press, adding that the eco­no­mic con­se­quen­ces of the Israel-Hamas war are “impos­si­ble to deter­mi­ne”. “While a reco­very of sorts has taken place in the occu­p­ied ter­ri­to­ries of the West Bank, that has not been the case in Gaza,” Richard Kozul-Wright, Direc­tor of the UN’s UNCTAD tra­de and deve­lo­p­ment agen­cy says at a pre­sen­ta­ti­on of an annu­al report on the Pales­ti­ni­an eco­no­my, adding that this diver­gence “con­ti­nues a 16-year trend of de-development.”

src: click (AFP)

4. Der Leser voll­zieht den Umkehr­schluss, die Hamaz hat Rake­ten, da die Hamaz ja die Was­ser­lei­tun­gen in Gaza sabo­tiert mit -- OBWOHL ISRAEL DIE WASSER UND DIE STROMVERSORGUNG (Pum­pen) ABGEDREHT HAT.

5. Als Isra­el Ver­tre­ter UN Case Repor­ter in Pres­se­kon­fe­ren­zen “fra­gen” war­um denn jetzt der Bevöl­ke­rung das Ben­zin aus­ge­hen wür­de, aber der Hamas noch nicht, und ob sich die UN dar­über jemals Gedan­ken gemacht hät­te. (Sie­he: click) Was dann DIREKT impli­ziert, dass man der gesam­ten Bevöl­ke­rung das Ben­zin abge­dreht hat, um dann über die Ban­de der Hamas zu scha­den -- was, man glaubt es kaum, wie­der eine Völ­ker­rechts­ver­let­zung ist. Aber da kommt dann wie­der der Fra­ge­stel­ler nicht mit, was will man machen… Und das kann man dann natür­lich wie­der als Haupt­nar­ra­tiv featuren.

Und so mei­ne Damen und Her­ren funk­tio­niert heut­zu­ta­ge Journalismus.

Sie tischen einem funk­tio­na­len Voll­idio­ten von Durch­schnitts­bür­ger eine Gut vs Böse Geschich­te auf und füt­tern ihn dann mit Pro­pa­gan­das­nip­pets, die sei­ne Sicht­wei­se unterstützen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.