We should be decentering all of this

21. Juni 2023

Oder war­um es eigent­lich super­toll ist, wenn die Per­son die gesamt Euro­pa die Kriegs­hin­ter­grün­de erklärt hat, auch gleich die Pro­pa­gan­da für eine Umstruk­tu­rie­rung Russ­lands für mor­gen macht. (Per­so­nel­le Kohä­renz schafft Ver­trau­en, oder so…)

Hier der Pod­cast, der auch von Anne App­le­baum fre­quen­tiert wird, wenn sie zur jün­ge­ren rus­si­schen Exi­le­li­te spre­chen möchte.

Timo­thy Sny­der als Gast.

Was ver­kauft Snyder?

Ger­man guilt, pro­ji­ziert auf Russland.

Jetzt machts end­lich Sinn, dass Putin im öffent­li­chen Dis­kurs so häu­fig mit Hit­ler ver­gli­chen wur­de. Denn die neue rus­si­sche Jugend nach dem Krieg soll sich erst ein­mal wie Deutsch­land nach dem zwei­ten Welt­krieg fühlen.

Sny­der ver­kauft dabei fol­gen­de Konzepte:

Russ­land benö­ti­ge eine neue Aus­rich­tung, eine vor allem anti­im­pe­ria­lis­ti­sche Aus­rich­tung, bei der sie uns in Afri­ka nicht mehr in die Que­re kom­men, das zu “ent­wer­fen” wird die Auf­ga­be der rus­si­schen Exi­le­li­te sein, an die wir uns (App­le­baum und Sny­der) bereits heu­te wenden.

Sny­der ankert vor elf Mona­ten auch bereits wie die­ses neu­es Russ­land aus­zu­se­hen hat -- näm­lich sich nicht mehr als geein­te Welt­macht ver­ste­hend, son­dern mit viel mehr “regio­na­len Zen­tren”, die alle eine “regio­na­le Geschich­te als die Bevöl­ke­rung einen­des Kon­zept benö­ti­gen” -- west­li­che His­to­ri­ker wür­den gera­de dar­an arbei­ten, das sei gera­de ein span­nen­des und inter­es­san­tes Feld. [His­to­ri­scher Revisionismus?]

Der Pod­cast Hips­ter ist ganz hin und weg, dass es nur das braucht, um ein libe­ra­les, demo­kra­ti­sches Russ­land der Zukunft zu bau­en, in dem end­lich die Geschich­te Russ­lands wie­der so divers wahr­ge­nom­men wer­den kann, wie dies unter Putin nie der Fall gewe­sen ist.

Sny­der: Putin hat euch das weggenommen.

Aber es sei das Sel­be in den nord-europäischen Staa­ten gewe­sen, denen es heu­te so gut gehe, die hat­ten auch mal Kolo­nien, aber brauch­ten danach halt alle ein neu­es Konzept.

Es ist ein­fach schön zu sehen, wie du eine Exi­le­li­te mit vor­ge­fer­tig­ten Kon­zept­bau­stei­nen, ein­mal kom­plett von hin­ten bis vor­ne bespielst. Wobei sich der Pod­cas­ter schon sehr freut, zur desi­gnier­ten zukünf­ti­gen poli­ti­schen Eli­te Mos­kaus zu gehö­ren. Denn er inter­viewt ja Snyder.

Inter­es­sier­ter kann man sich den Schwach­sinn glaub ich nicht mehr anhören.

Ein zer­split­ter­tes Russ­land, mit der Demo­gra­phie die es heu­te auf­weist, das sei­ne Nord-Süd Ein­fluss­ach­se ver­liert, das in Punk­to Wirt­schafts­leis­tung immer noch haupt­säch­lich Ener­gie­ex­por­teur blei­ben wird, und das für die nächs­ten 200 Jah­re Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen an die Ukrai­ne leis­tet wird sowohl öko­no­misch, als auch finan­zi­ell und kul­tu­rell file­tiert. Schon ein­fach als pri­mär Ener­gie expor­tie­ren­des und nun­mehr zer­split­ter­tes Land.

Da kann sich die rus­si­sche Expat-Jugend sehr dar­über freu­en, dass ihr Land end­lich demo­kra­tisch gewor­den ist, es wird trotz­dem kei­nen Aus­bau eines Stra­ßen­net­zes geben. Kei­ne neu­en Indus­trien, die auf­grund der Demo­gra­phie, oder des Bil­dungs­gra­des der Bevöl­ke­rung nach Russ­land drän­gen, die Inves­ti­ti­ons­be­reit­schaft trans­na­tio­na­ler Inves­to­ren abseits der west­li­chen Regio­nen (die mit Stra­ßen­netz) ist sofort enden wol­lend, was unter der regio­na­len Zer­split­te­rung mit den hun­der­ten Atom­waf­fen pas­siert wol­len wir uns lie­ber nicht aus­ma­len, des­halb las­sen wirs, wenn wir Sny­der sind, auch weg -- und dann haben wir ja noch die Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen, und den Weg­fall des Ein­flus­ses in den Regio­nen ent­lang der Nord Süd Ach­se. Ach­ja und ein kom­plett neu­es poli­ti­sches und Wirt­schafts­sys­tem. Das dann als ers­tes bei der Welt­bank um Über­brü­ckungs­kre­di­te ansucht?

Ich mein, man kann Jugend­li­chen immer hübsch den Kopf mit “du bekommst dezen­tra­le regio­na­le Geschich­te fürs Volk zurück” und Demo­kra­tie oben drauf - unse­re west­li­chen His­to­ri­ker begin­nen gera­de umzu­den­ken und die Geschich­te anders (ohne Russ­land als einen­de poli­ti­sche Macht) zu schrei­ben waschen (alles O-Töne im Video) -- aber der Ver­lust des Krie­ges, bleibt der Ver­lust des Krieges.

Und eine rus­si­sche Bevöl­ke­rung die erst ein­mal ger­man guilt ler­nen muss…

Damit sie spä­ter das neue Schwe­den wird? Sol­che Geschich­ten kann nur Sny­der erzäh­len. Und auch nur der rus­si­schen Expat Jugend, bei der es sich laut Car­ne­gie Euro­pe beson­ders loh­nen wür­de sie ideo­lo­gisch auf die eige­ne Sei­te zu zie­hen. Für einen zukünf­ti­gen Regi­me­chan­ge. Das Argu­ment, und dass das beson­ders erfolgs­ver­spre­chend sei, fällt in die­sem Video:

Bal­fur: It’s not in the inte­rest of the EU to have a fai­led Sta­te on its bor­der, um obvious­ly - it’s not in the inte­rest of the EU to have you know regime resi­li­en­ce, so it real­ly needs to think about what the ent­ry points could be. One is enga­ging with uh the Rus­si­an Exi­les, but also enga­ging with with civil socie­ty in Rus­sia, inso­far as that is pos­si­ble and I think the­re are ways to do that. Working with the broa­der com­mu­ni­ty of the Rus­si­an dia­spo­ra, some of whom left in the 1990s and are not par­ti­cu­lar­ly poli­ti­ci­zed, or may not be anti-putin but then also tho­se, the midd­le clas­ses that have been hemor­rha­ging out of the coun­try appar­ent­ly accord­ing to one esti­ma­te 10 per­cent of the tech Work­for­ce has left Rus­sia that’s huge uh, how can how can Euro­pean Sta­tes work with them um focus on youth the youn­ger Genera­ti­ons becau­se that is whe­re the future of Euro­pe is. So the­re are lots of things that can be done but I think the fact that the­se con­ver­sa­ti­on are not public yet um and are hap­pe­ning behind clo­sed doors is hel­pful becau­se at the same time the West needs to Show­ca­se its Unity uh but, it but it’s important that they start tal­king about what the opti­ons are and what the sce­n­a­ri­os are and about what the ent­ry points could be.

Komm lachen wir noch ein biss­chen, wir und der Pod­cas­ter. Der hier gera­de als poli­ti­sches Sprach­rohr ver­wen­det wird.

Hier auch noch das Gespräch des sel­ben Pod­cas­ters mit App­le­baum (Kon­text zum App­le­baum Interview):

Übri­gens, falls sies noch nicht wuss­ten, Deutsch­land, so Sny­der, sah die Ukrai­ne immer noch als Kolo­nie. Daher auch die lang­sa­me­ren Waf­fen­lie­fe­run­gen. So Sny­der. Im ers­ten Video.

Und der Wer­te­wes­ten freut sich über die gute Ent­wick­lung der rus­si­schen Expat Jugend und grinst sein bes­tes Honigkuchenpferdlächeln.

Stellt sich noch die Fra­ge, las­sen sich Sny­der und Car­ne­gie Euro­pe hier in Ver­bin­dung set­zen? Ja.

Sny­der spricht im Video aus den Räum­lich­kei­ten des IWM­Vi­en­na (ver­glei­che click), Ste­fan Leh­ne war 2019 IWM­Vi­en­na fel­low: click, Car­ne­gie Euro­pe und das Car­ne­gie Endow­ment gene­rell wur­den in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit 11 Mal vom IWM­Vi­en­na gefea­tured.

edit: Das hier viel­leicht noch als Kontrast:

edit2: Was wir an der Stel­le jetzt noch brau­chen, ist ein kur­zes Inter­view mit Ai Wei­wei. Sonst glaubt uns nie­mand dass wir hier kei­ne PR betreiben:

Davor aber noch eines mit Amanpour -

Die ja einen Tag nach Kriegs­be­ginn Kas­parow als Expat zu sich in die Sen­dung gela­den hat, damit er der US Bevöl­ke­rung erklärt wie der Ukrai­ne Krieg zu sehen ist.

vgl. click

Kas­parov, der spä­ter einer der ers­ten Twit­ter Accounts sein wird, die begin­nen offen gegen Jef­frey Sachs zu het­zen.

Pro­pa­gan­da­netz­wer­ke hat hier aber immer noch nie­mand entdeckt.

Am aller­we­nigs­ten der deutsch­spra­chi­ge Qualitäts-Journalismus. You­tube komi­scher Wei­se auch nicht, aber gut, die tag­gen nicht so ger­ne wie Twitter.

Ver­bu­chen wirs mal unter free speech an eine sehr spe­zi­el­le jun­ge Ziel­grup­pe. Erfolg­rei­che, jun­ge, rus­si­sche Expats.

Das gefea­tur­te Video in dem You­tube Chan­nel ist übri­gens ein Inter­view mit Fareed Zaka­ria, dem Mode­ra­tor der Sny­der Events in Davos, bei der Vik­tor Pin­chuk Foun­da­ti­on.

Für die gute ideo­lo­gi­sche Durch­mi­schung neh­me ich an.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, Wien ist laut dem Eco­no­mist end­lich wie­der die lebens­wer­tes­te Stadt der Welt. Denn auch wenn mili­tä­risch neu­tral, natür­lich Wer­te­wes­ten. Sie­he Ai Wei­wei. Sie­he IWMVienna.

edit2: Ups, sor­ry, nein natür­lich - tut mit leid, die gute Nach­richt kommt heu­te natür­lich wie­der vom Standard -

KRIEG IN DER UKRAINE

Wie­der­auf­bau im ukrai­ni­schen Kra­ma­tor­sk: Nach­barn hel­fen sich gegenseitig

src: click

Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand entdeckt.

Mehr Buchungsfehler

21. Juni 2023

Nach den sehr popu­lä­ren accoun­ting errors, bei denen die US Admi­nis­tra­ti­on im Mai 3 Mil­li­ar­den USD in einer Sofa­rit­ze für mehr Waf­fen­lie­fe­run­gen an die Ukrai­ne gefun­den hat -- freut es sie sicher sehr heu­te zu erfah­ren, dass die US Admi­nis­tra­ti­on erneut, auf­grund eines bedau­er­li­chen Buchungs­feh­lers, wei­te­re 3 Mil­li­ar­den für Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne gefun­den hat.

Aktu­ell ste­hen wir bei 6.2 Mil­li­ar­den USD mehr für Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne, durch rei­ne Buchungsfehler.

Ich mein, wer kennt das nicht, eine Mil­li­ar­de hier, eine Mil­li­ar­de da, mit der Zeit kommt da rich­tig was zusammen.

Ich bin mir sicher der US Con­gress wur­de auch in die­sem Fall umge­hend informiert.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk, aba­tigst Allerletzte.

Liebe Freunde und Partner

21. Juni 2023


Denys Schmyhal:

Die Ukrai­ne wan­delt sich, die Ukrai­ne gewinnt, unser Sieg wird den Beginn einer erneu­er­ten, stär­ke­ren Ent­wick­lung in Euro­pa sein, wir wer­den in der Abwehr zusam­men ste­hen, auch im Wie­der­auf­bau - wir sind allen dank­bar die uns dabei hel­fen, die uns dabei hel­fen für unse­re Frei­heit und Unab­hän­gig­keit heu­te zu kämp­fen. Ich möch­te auch mei­nen Dank aus­drü­cken gegen­über der Regie­rung des ver­ein­ten König­rei­ches, ins­be­son­de­re Pre­mier­mi­nis­ter Rishi Sunak und Außen­mi­nis­ter Cle­ver­ly, die die­se Kon­fe­renz gemein­sam aus­ge­rich­tet haben. Die­se per­fek­te Kon­fernz wie ich sagen möch­te. Sol­che Ver­an­stal­tun­gen bie­ten uns die Mög­lich­keit unse­re Bemü­hun­gen zu syn­chro­ni­sie­ren und gemein­sam auf den Sieg und den Wie­der­auf­bau der Ukrai­ne hinzuarbeiten. 

Wer hier ein ratio­na­les Argu­ment fin­det, darf es behalten.

Inhalt?

Die Ukrai­ne muss par­al­lel zu den Kriegs­hand­lun­gen bereits wie­der auf­ge­baut wer­den um wirt­schaft­lich über­le­bens­fä­hig zu bleiben.

Das wird jetzt als “die­se Hil­fe ermög­licht es uns gemein­sam auf einen Sieg der Ukrai­ne hin­zu­ar­bei­ten” gecoined --

da ein lang­an­hal­ten­der Auf­rei­bungs­krieg im Sin­ne aller Teil­neh­mer ist - Ziel ist es immer noch Russ­lands mili­tä­ri­sche Hand­lungs­fä­hig­keit zu ver­rin­gern, und auf Regi­me­chan­ge hinzuarbeiten.

Dazu sto­ßen wir doch ger­ne Inves­to­ren­kon­fe­ren­zen an, in denen die Pri­vat­wirt­schaft mit staat­li­chen Sicher­heits­ga­ran­tien, die Infra­struk­tur wie­der auf­baut, die bereits mor­gen wie­der ange­griff­fen wer­den wird. 

Jetzt noch tap­fer im 20er Ver­bund klat­schen, wäh­rend sich Selen­skyj eine libe­ra­le Visi­on für die Investitions-Neuausrichtung aus­denkt (kein Scherz, inter­view ges­tern), denn sonst kom­men die Inves­to­ren nicht ein­mal mit staat­li­chen Investitionsschutzgarantien.

Dazwi­schen noch das ein oder ande­re Staats­ober­haupt, das genau weiß wer den Nowa Kachow­ka Stau­dam gesprengt hat, und dann die nächs­te Inves­to­ren Kon­fe­renz in Frank­reich oder? Deutsch­land hat­ten wir ja bereits.

Übri­gens Nowa Kachow­ka, ich weiß nicht ob sies wuß­ten, sehr wahr­schein­lich aus dem Maschi­nen­raum her­aus gesprengt in den ja nur die Rus­sen konn­ten, vor allem mit so viel Spreng­stoff (!), sagen Exper­ten - ohne Bele­ge, aber doch sind wir gleich­zei­tig im Bezug auf die Fak­ten­la­ge, gera­de so unsi­cher, dass die Seis­mo­lo­gen nicht aus­rech­nen kön­nen wie­viel Spreng­stoff es für die Explo­si­on benö­tigt hät­te - die, wenn wir mit den Metri­ken rech­nen die bei Nord­stream 2 ange­legt wer­den 10 mal klei­ner war als eine der bei­den Spren­gun­gen bei Nord­stream 2 (Rich­ter Ska­la ist log sca­le), wes­halb wir ja alle wis­sen, dass zwei Tau­cher mit zwei Tauchas­sis­ten­ten, bin­nen eines Tages zwei Spren­gun­gen mit 20-fach höhe­rem Spreng­stof­fe­qui­va­lent leicht schul­tern konn­ten, aber die Spren­gung des Stau­damms von Nowa Kachow­ka, von der Was­ser­sei­te aus unmög­lich war.

Wei­ters wis­sen wir alle, dass der Stau­damm ja ver­mint war - aber nie­mand, dass die Minen die dort lagen nicht ein­mal annä­hernd genü­gend Spreng­wir­kung für die Spren­gung des Stau­dam­mes ent­wi­ckelt hät­ten. Was uns Selen­skyj natür­lich nicht ver­rät, den ers­ten Halb­satz aber schon. In Reden. Wiederholt.

Und jetzt soll Russ­land sogar das das Was­ser­be­cken des Atom­kraft­werks in Sapo­ri­scha ver­mint haben!

Eben­falls mit zu wenig Spreng­stoff um es zu spren­gen? Weil eben nur vermint?

Der Spie­gel fragt sicher­heits­hal­ber kei­nen Seis­mo­lo­gen, oder Sta­ti­ker - sonst könn­te man hier ja Pro­pa­gan­da ein­deu­tig identifizieren.

Sogar früh­zei­tig.

Das wol­len wird doch alle nicht.

Lie­ber mehr Heu­cheln und Lügen als Gesell­schafts­prin­zip, oder?

Fickt euch. Fickt euch alle.

edit: Die Kon­fe­renz war natür­lich wie­der sehr erfolgreich:

“Wir hat­ten nicht vor­ge­se­hen, dass dies eine Geber­kon­fe­renz sein soll­te”, sag­te der bri­ti­sche Außen­mi­nis­ter James Cle­ver­ly am Don­ners­tag zum Abschluss der Kon­fe­renz. “Den­noch kön­nen wir heu­te ins­ge­samt 60 Mil­li­ar­den Euro an Unter­stüt­zung für die Ukrai­ne verkünden.”

Cle­ver­ly zufol­ge zie­len die Zusa­gen von Regie­run­gen und inter­na­tio­na­len Orga­ni­sa­tio­nen dar­auf ab, die Ukrai­ne kurz- und mit­tel­fris­tig zu unter­stüt­zen. Die Bemü­hun­gen kon­zen­trier­ten sich nun dar­auf, “das enor­me Poten­zi­al des Pri­vat­sek­tors” zu erschließen.

Ein Groß­teil der 60 Mil­li­ar­den Euro kommt aus einem 50 Mil­li­ar­den Euro schwe­ren Hilfs­pa­ket, das die Euro­päi­sche Uni­on bis 2027 bereit­stel­len will. Die USA kün­dig­ten Unter­stüt­zung in Höhe von umge­rech­net rund 1,2 Mil­li­ar­den Euro an, die vor allem für den Ener­gie­sek­tor und die Infra­struk­tur der Ukrai­ne bestimmt sein soll.

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8,8 Mil­li­ar­den von der Privatwirtschaft.

Von knapp 400 die gemein hin für einen voll­stän­di­gen Wie­der­auf­bau ver­an­schlagt werden.

Hey! Wikipedia hat den Stellvertreterkrieg Artikel neu konzipiert!

21. Juni 2023

Also die deutsch­spra­chi­ge Wikipedia:

Im Jän­ner!

20:47, 27. Jan. 2023

Also die all­ge­mei­ne Defi­ni­ti­on raus.

Und die ukrai­ne­krieg­freund­li­che rein.

Bildschirmfoto 2023 06 21 um 06 45 13
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Gott sei Dank gibt es eine Dei­tel­hoff, denn wenns die nicht geben wür­de, müss­te man die glatt erfinden.

Dazu die eng­lisch­spra­chi­ge Wikipedia:

A pro­xy war is an armed con­flict bet­ween two sta­tes or non-state actors, one or both of which act at the ins­ti­ga­ti­on or on behalf of other par­ties that are not direct­ly invol­ved in the hostilities.[1] In order for a con­flict to be con­si­de­red a pro­xy war, the­re must be a direct, long-term rela­ti­ons­hip bet­ween exter­nal actors and the bel­li­ger­ents involved.[2] The afo­re­men­tio­ned rela­ti­ons­hip usual­ly takes the form of fun­ding, mili­ta­ry trai­ning, arms, or other forms of mate­ri­al assi­s­tance which assist a bel­li­gerent par­ty in sus­tai­ning its war effort.[2]

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Fuß­no­te 1? OCH, nur so ein Ver­weis auf die Ency­clo­pe­dia of the United Nati­ons and Inter­na­tio­nal Agree­ments. Abing­don: Rout­ledge Books. p. 1869. ISBN 978-0415939201.

Aber das kön­nen die deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­dia­ner doch bes­ser! Duden, und Deitelhoff!

Die ham­ma doch bei der Maisch­ber­ger gese­hen, das ist eine Expertin!

Na wem glau­ben wir denn jetzt?

Ich wür­de sagen der Pro­pa­gan­da Vari­an­te, die den deutsch­spra­chi­gen Wiki­pe­diaar­ti­kel mit Aus­sa­gen über den Ukrai­ne­krieg auf­ge­hübscht hat, oder?

Und der “gemein­gül­ti­gen” Bedeu­tung des Begriffs, die die Dif­fe­ren­zie­rung, ein oder meh­re­re Kriegs­teil­neh­mer nicht kennt, die wir im Duden gefun­den haben.

Weil wenn wir “Stell­ver­tre­ter­krieg” goog­len ja alle die Bau­ern­re­gel dafür was das eigent­lich ist lesen wol­len, nicht? Also das was dir der Duden dar­über erzäh­len würde.

Wir sind ja gelern­te Bür­ger des Wertewestens.

War­um Dei­tel­hoff? Och, das wird wei­ter unten ersichtlich…

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Ach­so­ja - Natür­lich die ist eine von zwei pro­mi­nen­ten Ver­tre­tern für die Neu­aus­le­gung des Begriffs in der Ukrai­ne Fra­ge. Schnell in den ers­ten Absatz mit der Dei­tel­hoff! Nur ohne Kon­tex­tua­lie­rung. Die kommt dann erst später.

Auch extrem lus­tig, der Zusatz “Es ist umstrit­ten, ob der Rus­si­sche Über­fall auf die Ukrai­ne als ein Stell­ver­tre­ter­krieg zwi­schen Russ­land auf der einen Sei­te sowie den USA auf der ande­ren Sei­te bezeich­net wer­den kann.” liest sich so holp­rig wie es das ursprüng­li­che, tat­säch­li­che Argu­ment in die­sem Fall auch tat­säch­lich ist, und wur­de am 20. Sep­tem­ber 2022 erst­ma­lig im Arti­kel ergänzt.

Also im Arti­kel über Stell­ver­tre­ter­krie­ge in dem der Ukrai­ne Krieg davor bereits ein hal­bes Jahr gelis­tet war.

Der Absatz damals war noch fair - inklu­si­ve der fol­gen­den Gewichtung:

Russ­land selbst ver­su­che nun, über das poli­ti­sche Schlag­wort „Stell­ver­tre­ter­krieg“ die Kriegs­schuld von sich zu wei­sen, da in einem klas­si­schen Stell­ver­tre­ter­krieg die Kriegs­schuld bei den Hin­ter­män­nern des Stell­ver­tre­ters zu suchen sei.[6][7][8]

Nur, wann sind wir eigent­lich zu “nein, also es kann ja begriffs­theo­re­tisch kei­ner sein” gewechselt?

Ach­ja, mit Dei­tel­hoff! Die jetzt im erts­ten Absatz zu fin­den ist! Na Gott sei Dank. Wenns die kriegs­het­ze­risch­te Frie­dens­for­sche­rin aller Zei­ten nicht im deutsch­spra­chi­gen Fern­se­hen geben wür­de - hät­ten wir heu­te noch einen wis­sen­schaft­li­chen Arti­kel zu dem Begriff auf Wiki­pe­dia, der - im ers­ten Absatz - nicht extra für den Ukrai­ne­krieg ange­passt wor­den wäre.

Herr­lich oder? Wir im Wertewesten.

Passt

20. Juni 2023

Die Wie­ner Zei­tung ist noch nicht der Standard.

Der Wie­ner Frie­dens­gip­fel am 10./11. Juni hat schon im Vor­feld viel Kri­tik erfah­ren. Es wur­de gearg­wöhnt, dass dies eine Pro­pa­gan­da­ver­an­stal­tung für Wla­di­mir Putin sein wer­de. Haben sich die­se Befürch­tun­gen bewahr­hei­tet? Nein. Die hoch­ran­gi­gen Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten - ein Kar­di­nal der katho­li­schen Kir­che aus Gua­te­ma­la, der Vize­prä­si­dent von Boli­vi­en, der außen­po­li­ti­sche Bera­ter des mexi­ka­ni­schen Prä­si­den­ten, der ehe­ma­li­ge Prä­si­dent der UNO-Generalversammlung, der Bera­ter der vati­ka­ni­schen Frie­dens­mis­si­on, ehe­ma­li­ge hoch­ran­gi­ge US-Offizierinnen und -Offi­zie­re, inter­na­tio­na­le Diplo­ma­tin­nen und Diplo­ma­ten sowie vie­le ande­re - sorg­ten für ein hoch­wer­ti­ges Diskussionsniveau.

Häme, Hass und Hindernisse

In Öster­reich selbst ist die Frie­dens­ver­samm­lung nur auf Häme, Hass und Hin­der­nis­se gesto­ßen. Man hat sie - ohne den gerings­ten Beweis - schon im Vor­feld als Pro­pa­gan­da für Putin ver­ur­teilt und, teil­wei­se mit Erfolg, auf pro­mi­nen­te Unter­stüt­zer ein­ge­wirkt, ihre Teil­nah­me zurück­zu­zie­hen. Man hat den ÖGB der­art unter Druck gesetzt, dass er die ver­trag­lich zuge­sag­ten Räum­lich­kei­ten zwei Tage vor der Ver­an­stal­tung ver­wei­gert hat. Man hat, ver­geb­lich, alles ver­sucht, um die Tagung zu ver­hin­dern. Und dass seit dem Event die Web­site nicht mehr funk­tio­niert, ist wohl auch kein Zufall.

Das alles ist zwar übel und ange­sichts der hoch­ran­gi­gen inter­na­tio­na­len Refe­ren­tin­nen und Refe­ren­ten zutiefst pro­vin­zi­ell, aber viel­leicht noch ver­ständ­lich, vor allem wenn die­se Aktio­nen von Men­schen aus der um ihre Exis­tenz kämp­fen­den Ukrai­ne aus­ge­hen. Was jedoch in mei­nen Augen voll­kom­men unver­ständ­lich ist, ist die Tat­sa­che, dass sich im neu­tra­len und demo­kra­ti­schen Öster­reich kei­ne ein­zi­ge Stim­me erho­ben hat, die gegen die­se Machen­schaf­ten im Namen der Demo­kra­tie und der Rede­frei­heit pro­tes­tiert hät­te. Nie­mand, tat­säch­lich nie­mand hat - etwa im Sin­ne von Vol­taires berühm­tem Aus­spruch - gesagt: “Ich stim­me mit der Mei­nung die­ser Leu­te nicht über­ein, aber ich wer­de den­noch ihr Recht ver­tei­di­gen, die­se Mei­nung öffent­lich zu äußern.”

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edit: Zu früh gefreut, de Autor ist der hier: