Treffen zwischen Ukraine und Russland in Planung

27. Februar 2022

Laut Telegram-Account des ukrai­ni­schen Prä­si­di­al­amts hät­ten Wolo­dym­ir Selen­skyj und Alex­an­der Luka­schen­ko ver­ein­bart, dass sich die ukrai­ni­sche Dele­ga­ti­on mit der rus­si­schen Dele­ga­ti­on ohne Vor­be­din­gun­gen an der ukrainisch-belarussischen Gren­ze in der Nähe des Flus­ses Pryp­jat tref­fen soll.

Luka­schen­ko habe dem­nach die Ver­ant­wor­tung dafür über­nom­men, dass alle auf bela­rus­si­schem Ter­ri­to­ri­um sta­tio­nier­ten Flug­zeu­ge, Hub­schrau­ber und Rake­ten wäh­rend der Rei­se, der Gesprä­che und der Rück­kehr der ukrai­ni­schen Dele­ga­ti­on am Boden bleiben.

Zugleich wies ein Bera­ter Selen­sky­js Berich­te über geplan­te Gesprä­che zwi­schen Russ­land und der Ukrai­ne im Nach­bar­land Bela­rus zurück.

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Frie­dens­ge­sprä­che an der Gren­ze “in der Nähe des Flus­ses Pryp­jat”? Naja, wenigs­tens gibt es Gesprä­che. Allegedly.

edit: Oh sehr schlau. Anstatt die Wahr­schein­lich­keit bezüg­lich eines Ver­hand­lungs­er­fol­ges durch die Städ­te oder Stät­ten die gewählt wer­den zu kom­mu­ni­zie­ren, haut mans noch mal im Vor­feld via Tele­gram her­aus. Naja, wenns die Ver­hand­lungs­po­si­ti­on stärkt.

Ukrai­nes Prä­si­dent Wolo­dym­yr Selen­skyj hat sich auf sei­nem Telegram-Account zu den anste­hen­den Gesprä­chen mit Russ­land geäußert.

[…]

Die Gesprä­che sol­len am Grenz­fluss Prip­jat nahe des Grenz­über­gangs Alex­an­d­row­ka (Bela­rus) und Wiltscha (Ukrai­ne) statt­fin­den. Selen­skyj sagt, er mache sich wenig Hoff­nun­gen über die Gesprä­che, aber einen Ver­such sei es wert. Er wol­le auch noch so klei­ne Chan­cen nut­zen, den Krieg zu stop­pen, sag­te er sinngemäß.

[Selen­skyj] tausch­te sich mit dem bela­rus­si­schen Macht­ha­ber Alex­an­der Luka­schen­ko aus und sprach von einem „sehr gehalt­vol­len“ Gespräch. Selen­skyj for­der­te, dass kei­ne Trup­pen über Bela­rus in die Ukrai­ne kom­men, Luka­schen­ko hät­te ihm zuge­si­chert, dass dies nicht pas­sie­ren wer­de. Dabei dürf­te es sich aber ledig­lich um eine Zusa­ge für den Zeit­raum der Gesprä­che an der ukrainisch-belarussischen Gren­ze han­deln. Denn am spä­te­ren Nach­mit­tag, um 17 Uhr Orts­zeit, wur­den Kurz­stre­cken­ra­ke­ten des Typs Iskan­der von bela­rus­si­schem Gebiet abge­feu­ert. Die­se hät­ten den Flug­ha­fen in Schy­to­myr im Nor­den der Ukrai­ne getrof­fen, wie ein Spre­cher des ukrai­ni­schen Innen­mi­nis­ters bestätigte.

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edit: Mehr Erwar­tungs­ma­nage­ment vor dem Treffen:

A seni­or U.S. intel­li­gence offi­cial says Bela­rus is expec­ted to send tro­ops into Ukrai­ne as soon as Mon­day to fight along­side Rus­si­an for­ces that inva­ded Ukrai­ne last week.

Bela­rus has been pro­vi­ding sup­port for Russia’s war effort, but so far has not taken a direct part in the conflict.

The Ame­ri­can offi­cial has direct know­ledge of cur­rent U.S. intel­li­gence assess­ments and says the decisi­on by Bela­rus’ lea­der on whe­ther to bring Bela­rus fur­ther into the war depends on talks bet­ween Rus­sia and Ukrai­ne hap­pe­ning in the com­ing days. The offi­cial spo­ke anony­mous­ly to dis­cuss the sen­si­ti­ve information.

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AP am 28.02. um 06:00

Ukrai­ne for­dert sofor­ti­gen Waf­fen­still­stand und rus­si­schen Abzug
Die ukrai­ni­sche Dele­ga­ti­on ist offen­bar an der ukrainisch-belorussischen Gren­ze ange­kom­men, um dort mit der rus­si­schen Dele­ga­ti­on zu ver­han­deln. Die Gesprä­che sol­len daher in Kür­ze begin­nen. Das teil­te das ukrai­ni­sche Prä­si­di­al­amt Mon­tag­vor­mit­tag mit. Ange­strebt wer­den dabei von der Ukrai­ne ein sofor­ti­ger Waf­fen­still­stand und der Abzug aller rus­si­schen Truppen. 

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Stan­dard am 28.02. um 10:00 (Eben­falls noch vor den Ver­hand­lun­gen, die um 12:00 MEZ begin­nen sollen.)

DW has found much fake news yet [sic!]

27. Februar 2022

A video of an accor­di­on folk dance, and some cap­tures of the video­ga­me Arma 3. A video from an air­show. Oh and an embarr­as­sing mista­ke by bild.de. Oh, and an explo­si­on video. Be care­ful what you share!

No serious­ly, be care­ful what you share.

edit:

Wäh­rend in der Ukrai­ne hef­ti­ge Kämp­fe mit unge­wis­sem Aus­gang toben, hat sich das Blatt im vir­tu­el­len Raum bereits gewen­det. Die gefürch­te­ten Cyber­trup­pen Russ­lands spie­len in die­sem Krieg bis jetzt kei­ne Rol­le, in den sozia­len Netz­wer­ken sind die rus­si­schen Troll-Armeen samt ihren rechts­ex­tre­men Alli­ier­ten aus dem Wes­ten rest­los in der Defensive.

src: click (Autor ist Moechel)

edit:

Rus­sia has appar­ent­ly ren­de­red Face­book lar­ge­ly unus­able across lea­ding Rus­si­an telecom­mu­ni­ca­ti­ons pro­vi­ders amid rising fric­tion bet­ween Moscow and the social media platform.

The London-based inter­net moni­tor Net­Blocks reports that Facebook’s net­work of content-distribution ser­vers in Rus­sia was so bad­ly restric­ted Sunday that “con­tent no lon­ger loads, or loads extre­me­ly slow­ly making the plat­forms unusable.”

Rus­si­an telecoms regu­la­tor Rosk­om­nadzor on Fri­day announ­ced plans to “par­ti­al­ly restrict” access to Facebook.

[…]

The Twit­ter and Face­book restric­tions can be cir­cum­ven­ted insi­de Rus­sia using VPN software

src: click

edit: 28.02.:

Meta has blo­cked an influ­ence ope­ra­ti­on with ties to a rus­si­an net­work in the Don­bas regi­on, that was sprea­ding the ide­as, that the west was betray­ing Ukrai­ne, and Ukrai­ne being a fai­led sta­te. The net­work reached appro­xi­mate­ly 4500 followers.

Addi­tio­nal­ly Meta is warning, that some accounts might be com­pro­mi­sed, with no fur­ther details on num­bers or impact.

We do have a sen­se that Ghost­wri­ters did suc­cess­ful­ly com­pro­mi­se some accounts on the Face­book plat­form,” Glei­cher said”

src: click

edit: Mimi­ka­ma arbei­tet in die­sen Tagen laut dem Stan­dard auf Hoch­tou­ren, hier der direct link auf ihre Fak­ten­check Kategorie.

Weil Friedrich Merz gerade das Argument aufgemacht hat

27. Februar 2022

dass die Ukrai­ne sich zum Ver­zicht auf Atom­waf­fen durch­ge­run­gen hat, und die Inva­si­on ihr Geschenk war… (sie­he: click)

In 1993, Inter­na­tio­nal rela­ti­ons theo­rist and Uni­ver­si­ty of Chi­ca­go pro­fes­sor John Mear­s­hei­mer publis­hed an arti­cle inclu­ding his pre­dic­tion that a Ukrai­ne without any nuclear deter­rent was likely to be sub­jec­ted to aggres­si­on by Rus­sia, but this was very much a mino­ri­ty view at the time.[8]

A stu­dy publis­hed in 2016 in the jour­nal World Affairs argued that, in the opi­ni­on of the aut­hors, the denu­clea­riz­a­ti­on of Ukrai­ne was not a “stu­pid mista­ke”, and that it is unclear that Ukrai­ne would be bet­ter off as a nuclear sta­te.[9] The stu­dy argued that the push for Ukrai­ni­an inde­pen­dence was with a view to make it a nonnu­clear sta­te.[9] Accord­ing to the aut­hors, the United Sta­tes would also not have made Ukrai­ne an excep­ti­on when it came to the denu­clea­riz­a­ti­on of other post-Soviet sta­tes such as Bela­rus and Kazakh­stan.[9] The deter­rent value of the nuclear wea­pons in Ukrai­ne was also ques­tion­ab­le, as Ukrai­ne would have had to spend 12 to 18 mon­ths to estab­lish full ope­ra­tio­nal con­trol over the nuclear arse­nal left by the Rus­si­ans.[9] The ICBMs also had a ran­ge of 5,000–10,000 km (initi­al­ly tar­ge­ting the United Sta­tes), which meant that they could only have been re-targeted to hit Russia’s far east.[9] The air-launched crui­se mis­si­les (ALCMs) left by the Rus­si­ans had been dis­ab­led by the Rus­si­ans during the col­lap­se of the Soviet Uni­on, but even if they had been recon­fi­gu­red and made to work by the Ukrai­ni­ans, it is unli­kely that they would have had a deter­rent effect.[9] Had Ukrai­ne deci­ded to estab­lish full ope­ra­tio­nal con­trol of the nuclear wea­pons, it would have faced sanc­tions by the West and perhaps even a with­dra­wal of diplo­ma­tic reco­gni­ti­on by the United Sta­tes and other NATO allies.[9] Ukrai­ne would also likely have faced reta­lia­to­ry action by Rus­sia.[9] Ukrai­ne would also have strug­gled with repla­cing the nuclear wea­pons once their ser­vice life expi­red, as Ukrai­ne did not have a nuclear wea­pons pro­gram.[9] In exchan­ge for giving up its nuclear wea­pons, Ukrai­ne recei­ved finan­cial com­pen­sa­ti­on, as well as the secu­ri­ty assuran­ces of the Buda­pest Memo­ran­dum.[9]

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Das zu wis­sen kann man von Fried­rich Merz natür­lich nicht erwarten.

Das Buda­pes­ter Memo­ran­dum wur­de jetzt gebrochen.

Brzeziński - Gesundheit!

27. Februar 2022

Ursu­la Plass­nik zurück aus der Pension.

Such­spiel gibts hier: click

Was könnten wir währenddessen noch so raushauen?

27. Februar 2022

Ohne digi­ta­len Euro droht EZB Ver­lust der Währungshoheit

Jo, war­um nicht. Ist ja grad pas­send. Bes­tes Argu­ment? Putin. Oder doch Infla­ti­ons­brem­se durch neue Tools für Geldpolitik?

Ein Gut­ach­ten legt der EZB die Ein­füh­rung einer digi­ta­len Aus­ga­be des Euro nahe. Sonst könn­ten pri­va­te Vor­stö­ße für Digi­tal­geld an ihrer Wäh­rungs­sou­ve­rä­ni­tät rütteln

Na wenns das Gut­ach­ten sagt.

(Btw, das war die PR Posi­ti­on seit Tag eins, die glaub ich sicher, wenns mir ein von der EZB in Auf­trag gege­be­nes Gut­ach­ten sagt.)


Bonus: Kar­tell­bil­dung im Fami­li­en­mi­nis­te­ri­um.