Good news! Deep strikes into Russia are not escalation

12. September 2024

Atlan­tic Coun­cils Melin­da Haring with the latest!

Para­phra­sed:

They con­si­der Cri­mea to be rus­sia. And Ukrai­ne was using wes­tern wea­pons in Kursk. So the­se new deep strikes into Rus­sia poten­ti­al­ly tar­ge­ting 16 more air­fiel­ds, and god knows how much ener­gy infrastructure/storage are not an escalation!”

edit: Actual­ly, Fran­ce 24 knows. 240.

At the same time:

Mode­ra­tor: “Iran is sup­ply­ing bal­listic mis­si­les to Rus­sia so have the Rules of Enga­ge­ment effec­tively changed?”

Haring: “Yes they have so Bri­tish uh for­eign secreta­ry said yes­ter­day that he con­si­ders the the­se Ira­ni­an Rockets an acti­ve esca­la­ti­on, so yes in the minds of Lon­don and in Washing­ton the cal­cu­lus has chan­ged and it’s Moscow that’s esca­la­ting not the west.

Dazu noch kurz Honig­ku­chen­pferd Blin­ken, Honig­ku­chen­pferd Selen­skyj und Honig­ku­chen­pferd Lammy:

Bildschirmfoto 2024 09 12 um 23 36 17

Wie ich als Jour­na­list lern­te dem US Atlan­tic Coun­cil zu ver­trau­en, und die US Eska­la­ti­ons­lo­gik zu lieben.

edit: Sel­bes Video: Die­ser wahn­sin­ni­ge Rus­se schon wie­der. Sagt der doch glatt, dass sei eine Eska­la­ti­on, da es der Ukrai­ne nicht nur neue Fähig­kei­ten eröff­net, son­dern eben­falls den Cha­rak­ter des Krie­ges sub­stan­ti­ell ver­än­dert -- und jeder Staat der weit­rei­chen­de Waf­fen für Angrif­fe auf Russ­land frei­ge­be sei aus der Sicht des Kremls ab dem Moment im Krieg mit Russland.

Die­ser wahn­sin­ni­ge Rus­se schon wie­der… Nie kann er so intel­li­gent und unauf­ge­regt stra­te­gisch ent­schei­den, wie der gute Wer­te­wes­ten! Das ist sicher wie­der eine Men­ta­li­täts­fra­ge beim wahn­sin­ni­gen Rus­sen. Die ver­ste­hen uns gute Wer­te­west­ler ein­fach nicht. Da gibt man ein­fach mal weit­rei­chen­de Waf­fen für Angrif­fe 500-3000km hin­ter der rus­si­schen Gren­ze frei, und was macht der Rus­se? Der sagt das sei eine Pro­vo­ka­ti­on. Wo wir doch wis­sen dass Russ­land in die­sem Krieg voll­kom­men unpro­vo­ziert führt…

edit: For pos­teri­ties sake, Honig­ku­chen­pferd Sikor­ski und Honig­ku­chen­pferd Blinken:

Hey Appeasement Keule und Character Assassination gegen Scholz!

12. September 2024

Dafür gibt sich Sprin­ger doch ger­ne her! Die Poli­ti­co Ad Käu­fe sind sicher gera­de wie­der um 2% gestiegen.

Die NATO Pro­pa­gan­da agiert end­lich wie­der aus vol­len Roh­ren! (Ich woll­te im Gegen­satz zu Sprin­ger nicht feu­ert schreiben.)

Selbst der Pri­va­tier Ischin­ger wird von Sprin­ger wie­der vor die Kame­ra gezerrt, obwohl alle (!) sei­ne Aus­sa­gen auf der “deut­schen Frie­dens­kon­fe­renz” mitt­ler­wei­le wider­legt sind.

Gut, Intel­li­genz und Exper­ti­se war an die­ser Stel­le noch nie gefragt, also bit­te Sprin­ger­me­di­en, nach der Scholz Ausa­ge, jetzt bit­te Münch­ner Sicherheitskonferenz- und NATO-Propaganda für den deutsch­spra­chi­gen Medienkonsumenten.

Da hät­te sich die Schweiz bei Bür­gen­stock mehr bemü­hen müs­sen, weiß der aus den US bezahl­te Ischinger:


Auf der größ­ten deut­schen Kon­fe­renz zum The­ma Frie­den, und wie sehr ihn sich die Ukrai­ne wünscht, vom 11. Juli 2024 nämlich.

Gut, die Wahr­heit ist das kom­plet­te Gegen­teil, dass die Ukrai­ne sich näm­lich im End­kom­mu­ni­quee Ent­wurf von der Schweiz die Pas­sa­gen her­aus­strei­chen hat las­sen die sie zu wei­te­ren Kon­fe­ren­zen mit Russ­land ver­pflich­tet hätten…

Und gut, die Schweiz wur­de von der Ukrai­ne unter Druck gesetzt das End­kom­mu­ni­quee zu ändern…

A long seri­es of devi­lish­ly cle­ver plans

Aber nur weil er das kom­plet­te Gegen­teil des tat­säch­lich Gesche­he­nen und nur kom­plet­te Drecks­pro­pa­gan­da ver­brei­tet, also nur des­halb laden wir doch den Ischin­ger bei Sprin­ger nicht weni­ger häu­fig ein!

Die deutsch­spra­chi­ge Bevöl­ke­rung will schließ­lich von hin­ten bis vor­ne ver­arscht werden!

Dan­ke Atlantik-Brücke! Die infor­miert den Ischin­ger näm­lich immer so zeitnah!

Kom­men­ta­re unter den Vide­os sind natür­lich wie­der deaktiviert.

Kurze Durchsage von Seiten des Wertewestens

11. September 2024

Als die Ukrai­ne Kursk über­fal­len hat, war das selbst­re­dend Selbst­ver­tei­di­gung, als Russ­land vom Iran nicht nur Shaheds, son­dern Rake­ten bestellt hat, aber selbst­re­dend eine Eska­la­ti­on. Die Bom­ben­kam­pa­gne gegen die Ener­gie­in­fra­struk­tur in der Ukrai­ne, der mitt­ler­wei­le über zwei Jah­re knapp 80% der ukrai­ni­schen Ener­gie­ver­sor­gung zum Opfer gefal­len sind sei in die­ser Woche selbst­re­dend auch eine Eskalation.

Des­halb eva­lu­ie­re man selbst­re­dend ukrai­ni­sche Bewaff­nungs­be­dürft­nis­se neu, und mel­de sich dann gegen Ende der Woche mit einer Durch­sa­ge über eine even­tu­el­le Frei­ga­be weit­rei­chen­der Waf­fen wie aktu­ell neu eva­lu­iert drin­gend von der Ukrai­ne benötigt.

Es sei wich­tig, dass die Ukrai­ne gewinnt. Der neue ukrai­ni­sche Außen­mi­nis­ter macht gleich mit “die Krim gehört zur Ukrai­ne” auf.

Des­halb sei es ja laut Scholz aktu­ell Zeit für Verhandlungen.

Gut eigent­lich dass ges­tern bereits Dr. Ben­ja­min Tal­lis mit “was Scholz unter Frie­dens­ver­hand­lun­gen ver­steht, und was Selen­skyj unter Frie­dens­ver­hand­lun­gen ver­steht unter­schei­det sich dia­me­tral” auf­mer­ken hat lassen:

Dr. Ben­ja­min Tal­lis worked at DGAP from Sep­tem­ber 2022 to June 2024. He was a seni­or rese­arch fel­low the­re and ran the pro­ject “Action Group Zeitenwende“.

src: click

Und Ex-Verteidigungsminister Olek­sij Res­ni­kow vor drei Tagen fest­stellt “die Zeit für Ver­hand­lun­gen wäre noch nicht reif”.

Naja, in drei Jah­ren dann.

Dann kann der Krieg ja end­lich wei­ter gehen.

Pro­pa­gan­da und diver­gie­ren­de stra­te­gi­sche Aus­rich­tun­gen hat natür­lich wie­der nie­mand ent­deckt. Am aller­we­nigs­ten die deutsch­sprchi­ge Qualitätspresse.

(Der Stan­dard schläft mal wie­der und hats sei einer Stun­de nicht geschafft Inhal­te der PK zu ver­öf­fent­li­chen. Naja, bald dann.)

Neues von “es wird eh die ganze Zeit parallel dazu verhandelt” Deitelhoff

10. September 2024

- der kriegs­geils­ten Frie­dens­for­sche­rin aller Zeiten:

Ich para­phra­sier Dei­tel­hoff, die kriegs­geils­te Frie­dens­for­sche­rin aller Zei­ten mal: 

Russ­land muss gezwun­gen wer­den nur im Frie­dens­ver­hand­lungs­for­mat der Ukrai­ne zu ver­han­deln und die­sem zuzu­stim­men. Weil die MEHRZAHL ALLER STAATEN (also qua Dei­tel­hoff 90 von 193 UN-STAATEN, “zu Bür­gen­stock ange­reist waren” (aber halt defi­ni­tiv kei­ne 90 das End­kom­mu­ni­que in Bür­gen­stock unter­zeich­net haben, mehr so 83)), der Auf­bau von Frie­dens­ver­hand­lun­gen als Fort­set­zung die­ses For­mats wird aber noch defi­ni­tiv ein Jahr dau­ern, nicht nur ein paar Mona­te (wo wir doch dau­ernd par­al­lel, ohne Man­dat mit Russ­land neben­bei ver­han­deln), und nach der Frie­dens­ver­hand­lung, wo dann auch Russ­land also defi­nitv mal ein­ge­lan­den wer­den soll­te um an die­sem Ver­han­deln auch mal teil­zu­neh­men, wür­den sich über “meh­re­re Jah­re” erstre­cken so Deitelhoff.

Der Mode­ra­tor ist schon wie­der zufrie­den, er hat noch nie jeman­den ein so sin­ni­ges State­ment abge­ben gehört.

Moment, wor­um gings im Bei­trag? Ach­ja, um Scholz’ State­ment im Som­mer­inter­view “die Frie­dens­ver­hand­lun­gen müss­ten jetzt inten­si­viert werden”.

Geil oder, in vier Jah­ren dann, laut Dei­tel­hoff - hät­te das Scholz näm­lich so gemeint.…

Wäh­rend wir ja eh stän­dig neben bei mit Russ­land ver­han­deln, so Dei­tel­hoff in ver­gan­ge­nen Tagen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Viel­leicht irre ich mich aber auch, und “es wird eh die gan­ze Zeit par­al­lel dazu ver­han­delt” war nur Clau­dia Major, Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik… Sie wis­sen schon Clau­dia “das ist kei­ne Eska­la­ti­ons­spi­ra­le, das ist eine Lern­kuve” Major.

Clau­dia “nix Wis­sen­schaft, nur Pro­pa­gan­da” Major

edit: Dazu noch kurz die US Think­tank­in­dus­trie via Poland:

“Scholz must be punis­hed, Ger­ma­ny must suf­fer, Ukrai­ne must win.”

Sie hör­ten:

Dr. Ben­ja­min Tal­lis worked at DGAP from Sep­tem­ber 2022 to June 2024. He was a seni­or rese­arch fel­low the­re and ran the pro­ject “Action Group Zeitenwende“.

src: click

edit2: Klei­ner Nach­trag, der Lan­ge glaubt hier schon wie­der Pro­pa­gan­da schie­ben zu können.

Am Bür­gen­stock hät­ten laut Lan­ge heu­te, im deut­schen qua­li­ta­ti­ven Haupt­abend­fern­se­hen, 101 Staa­ten teil­ge­nom­men. (Wiki­pe­dia: Neben der Schwei­zer Dele­ga­ti­on nah­men Ver­tre­ter von 92 Staa­ten teil, davon hät­ten laut Lan­ge 94 eine Erklä­rung unter­schrie­ben… (Eighty-four dele­ga­ti­ons sup­port final decla­ra­ti­on of Ukrai­ne sum­mit (Swiss­in­fo, inklu­si­ve der Ukrai­ne) wahl­wei­se auch ger­ne: In all, 82 dele­ga­ti­ons signed on to sup­port the com­mu­ni­que, oder aber Wiki­pe­dia: Das Com­mu­ni­qué wur­de von ins­ge­samt 88 Dele­ga­tio­nen unter­zeich­net.

Gut, wie kams jetzt zu den 88? Der ver­ein­te Wer­te­wes­ten (US *hust*) hat da im Nach­hin­ein noch ein paar ehm sehr, sehr also über­aus eigen­stän­di­ge und wich­ti­ge Staa­ten akti­viert, die auch unbe­dingt unter­zeich­nen woll­ten, obwohl sie kei­ne Dele­ga­ti­on geschickt haben:

Anti­gua und Bar­bu­da, Bar­ba­dos, Mala­wi, Mar­shall­in­seln und Sambia.

Also 88 minus 6 = knapp 82 der zum Bür­gen­stock angereisten.

Gut, das muss jetzt weder der Mode­ra­tor wis­sen, noch der Lan­ge, noch muss das ZDF das für die Online Ver­öf­fent­li­chung kor­ri­gie­ren. NEIIIN, hier fal­sche Zah­len zu nen­nen ist ja im Sin­ne unse­rer Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz­ler, also nen­nen wir hier ein­fach im Öffent­lich Recht­li­chen fal­sche Zahlen.

IN ZWEI AUFEINANDERFOLGENDEN SENDUNGEN DES SELBEN FORMATES.

Der deut­sche Zuschau­er soll verblöden.

edit3: Wir kön­nen doch bes­ser recher­chie­ren, also los gehts:

Sta­tus of the list of coun­tries and orga­niz­a­ti­ons at the time of first publi­ca­ti­on on 16 June 2024, 1.30pm

Alba­nia, Andor­ra, Argen­ti­na, Aus­tra­lia, Aus­tria, Bel­gi­um, Benin, Bos­nia and Her­ze­go­vina, Bul­ga­ria, Cabo Ver­de, Cana­da, Chi­le, Como­ros, Cos­ta Rica, Côte d’Ivoire, Coun­cil of Euro­pe, Croa­tia, Cyprus, Czech Repu­blic, Den­mark, Domi­ni­can Repu­blic, Ecua­dor, Esto­nia, Euro­pean Com­mis­si­on, Euro­pean Coun­cil, Euro­pean Par­lia­ment, Fiji, Fin­land, Fran­ce, Gam­bia, Geor­gia, Ger­ma­ny, Gha­na, Greece, Gua­te­ma­la, Hun­ga­ry, Ice­land, Iraq, Ire­land, Isra­el, Ita­ly, Japan, Jor­dan, Kenya, Koso­vo, Lat­via, Libe­ria, Liech­ten­stein, Lit­hua­nia, Luxem­burg, Mal­ta, Mol­d­o­va, Mona­co, Mon­te­ne­gro, Nether­lands, New Zea­land, North Mace­do­nia, Nor­way, Palau, Peru, Phil­ip­pi­nes, Poland, Por­tu­gal, Qatar, Repu­blic of Korea, Roma­nia, Rwan­da, San Mari­no, Sao Tomé and Princi­pe, Ser­bia, Sin­g­a­po­re, Slo­vak Repu­blic, Slo­ve­nia, Soma­lia, Spain, Suri­na­me, Swe­den, Switz­er­land, Timor Les­te, Tür­ki­ye, Ukrai­ne, United King­dom, United Sta­tes, Uruguay

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Macht ohne die Ukrai­ne, und ohne die vier dar­in ver­steck­ten EU Insti­tu­tio­nen die noch­mal extra als Signees gezählt wur­den: 79

Dann sprin­gen davon noch drei ab:

Jor­dan with­drawing on 16 June.
Iraq also with­drew its signa­tu­re on 16 June.
As did Rwan­da on 17 June.

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Macht 76 Unterzeichnerstaaten.

Dann mobi­li­siert schnell noch die US die fünf wei­te­ren - Anti­gua und Bar­bu­da, Bar­ba­dos, Mala­wi, Mar­shall­in­seln und Sambia.

Macht 81 Unter­stüt­zer­staa­ten, Stand heu­te. Bei 193 UN Mitgliedsstaaten.

Dann geht die west­li­che Pro­pa­gan­da her und addiert noch:

Ukrai­ne
Coun­cil of Europe
Euro­pean Commission
Euro­pean Coun­cil [Why two Coun­cils?]
Euro­pean Parliament
Die öku­me­ni­sche Delegation
Orga­niz­a­ti­on of Ame­ri­can States

macht 88 Delegationen.

Die des Vati­kans hat nicht unter­schrie­ben.

Sternstunden des österreichischen Journalismus

10. September 2024

Der Stan­dard, wer sonst.

Alte Grundlage

Doch wie weit war wirk­lich schon ein Frie­dens­ver­trag aus­ge­han­delt? Zu 75 Pro­zent, so beur­teil­te es spä­ter der rus­si­sche Chef­un­ter­händ­ler Wla­di­mir Medi­n­ski. “Es gab kei­ne Eini­gun­gen, und wir haben kei­ne Punk­te erreicht, wo wir einer Eini­gung nahe­ka­men”, sagt hin­ge­gen der ukrai­ni­sche Prä­si­den­ten­be­ra­ter Mycha­j­lo Podol­jak. Und: Para­phiert, also von den Prä­si­den­ten unter­schrie­ben, war das Doku­ment nicht.

src: click

Ich mei­ne, komm, wo soll­te der Jour­na­lis­mus nach­prü­fen, wenn er doch viel bes­ser brab­beln und Halb­wahr­hei­ten ver­brei­ten kann?

Die bis­he­ri­gen Leaks stam­men aus rus­si­schen oder nicht nach­voll­zieh­ba­ren Quel­len. Eine davon ist der pri­va­te Nach­rich­ten­dienst von Fari­da Rusta­mo­wa, einer frei­en, aus Aser­bai­dschan stam­men­den rus­si­schen Jour­na­lis­tin, die am 29. März einen rus­si­schen Text ver­öf­fent­lich­te, den sie angeb­lich aus Ver­hand­lungs­krei­sen bekom­men hat­te und der seit­her in eng­li­scher Über­set­zung um die Welt geht – als der Inhalt jenes Frie­dens­plans, der da angeb­lich aus­ge­han­delt und dann von John­son so erfolg­reich tor­pe­diert wur­de. Er umfasst zehn Punk­te und man fin­det ihn auf Deutsch bei von der Schu­len­burg, Emma und sogar in einem SWP-Bericht. Es gibt damit aber eini­ge Pro­ble­me: Auch die Finan­cial Times behaup­tet, Ein­blick in die­sen Plan gehabt zu haben, aller­dings hat­te ihre Ver­si­on 15 Punk­te. Und als Putin letz­tes Jahr vor Rama­pho­sas afri­ka­ni­scher Dele­ga­ti­on damit her­um­we­del­te, sprach er sogar von 18 Punk­ten, die noch dazu von den Mit­glie­dern der ukrai­ni­schen Dele­ga­ti­on damals „para­phiert“ (so sagt er auf Rus­sisch) wor­den sein sol­len. Das ist wich­tig, denn Ver­trä­ge wer­den unter­schrie­ben (mit vol­ler Unter­schrift). Para­phiert wer­den in der Regel ein­zel­ne Sei­ten, um zu ver­hin­dern, dass jemand nach­träg­lich Sei­ten ein­fügt, die nicht aus­ver­han­delt wur­den – was Putin im glei­chen Atem­zug der ukrai­ni­schen Sei­te vor­warf. Weder Rusta­mo­wa, noch von der Schu­len­burg, der sie zitiert, behaup­ten, das Papier sei unter­zeich­net wor­den. Selbst die rus­si­sche Nach­rich­ten­agen­tur Tass behaup­tet nur, die Ukrai­ner sei­en „bereit gewe­sen, es zu unter­zeich­nen“. Trotz­dem kur­siert die Mär vom unter­zeich­ne­ten Frie­dens­ver­trag seit­her im Inter­net. Das alles muss über­haupt nicht hei­ßen, dass es einen sol­chen Text gar nicht gege­ben hat oder eini­ge oder alle ver­brei­te­ten Ver­sio­nen gefälscht sind. Es gibt eine Men­ge ande­rer mög­li­cher Inter­pre­ta­tio­nen: dass unter­schied­li­che Ver­sio­nen zu unter­schied­li­chen Zeit­punk­ten gele­akt wur­den und der Ent­wurf zunächst weni­ger Punk­te hat­te als zu dem Moment, als er para­phiert wur­de (wenn er es wur­de), dass eini­ge Ver­sio­nen auf­ge­setzt, aber dann von bei­den Sei­ten ver­wor­fen (aber von einer Sei­te dann gele­akt) wur­den. Wesent­li­che Tei­le des Inhalts wur­den anschlie­ßend von Teil­neh­mern bei­der Dele­ga­tio­nen in Inter­views bestä­tigt. Betrach­tet man die, wird es erst so rich­tig interessant. […]
src: click (Ber­li­ner Zei­tung -- mit einem Titel der die Kol­le­gen vom ARD Fack­ten­che­cker auf­macht: Frie­dens­ver­trag für die Ukrai­ne: War­um auch die ARD-Faktenchecker Unrecht haben)
Remar­kab­ly, howe­ver, the two sides con­ti­nued to work around the clock on a trea­ty that Putin and Zelen­sky were sup­po­sed to sign during a sum­mit to be held in the not-too-distant future. The sides were actively exch­an­ging drafts with each other and, it appears, begin­ning to share them with other par­ties. (In his Febru­a­ry 2023 inter­view, Ben­nett repor­ted see­ing 17 or 18 working drafts of the agree­ment; Lukas­hen­ko also repor­ted see­ing at least one.) We have clo­se­ly scru­ti­ni­zed two of the­se drafts, one that is dated April 12 and ano­t­her dated April 15, which par­ti­ci­pants in the talks told us was the last one exch­an­ged bet­ween the par­ties. They are broad­ly simi­lar but con­tain important differences—and both show that the com­mu­ni­qué had not resol­ved some key issu­es. […] In the end, it remains unclear whe­ther the­se pro­vi­si­ons would have been a deal-breaker. The lead Ukrai­ni­an nego­tia­tor, Arak­ha­mia, later down­play­ed their impor­t­ance. As he put it in a Novem­ber 2023 inter­view on a Ukrai­ni­an tele­vi­si­on news pro­gram, Rus­sia had “hoped until the last moment that they [could] squee­ze us to sign such an agree­ment, that we [would] adopt neu­tra­li­ty. This was the big­gest thing for them. They were rea­dy to finish the war if we, like Fin­land [during the Cold War], adop­ted neu­tra­li­ty and under­took not to join NATO.” […] Des­pi­te the­se sub­stan­ti­al dis­agree­ments, the April 15 draft sug­gests that the trea­ty would be signed wit­hin two weeks. Gran­ted, that date might have shifted, but it shows that the two teams plan­ned to move fast. “We were very clo­se in mid-April 2022 to fina­li­zing the war with a peace sett­le­ment,” one of the Ukrai­ni­an nego­tia­tors, Olek­san­dr Cha­lyi, recoun­ted at a public appearan­ce in Decem­ber 2023. “[A] week after Putin star­ted his aggres­si­on, he con­clu­ded he had made a huge mista­ke and tried to do ever­ything pos­si­ble to con­clu­de an agree­ment with Ukrai­ne.” […] In the 2023 inter­view, Arak­ha­mia ruf­fled some fea­thers by see­ming to hold John­son respon­si­ble for the out­co­me. “When we retur­ned from Istan­bul,” he said, “Boris John­son came to Kyiv and said that we won’t sign anything at all with [the Russians]—and let’s just keep figh­t­ing.” Sin­ce then, Putin has repeated­ly used Arakhamia’s remarks to bla­me the West for the col­lap­se of the talks and demons­tra­te Ukraine’s sub­or­di­na­ti­on to its sup­por­ters. Not­with­stan­ding Putin’s mani­pu­la­ti­ve spin, Arak­ha­mia was poin­ting to a real pro­blem: the com­mu­ni­qué descri­bed a mul­ti­la­te­ral frame­work that would requi­re Wes­tern wil­ling­ness to enga­ge diplo­ma­ti­cal­ly with Rus­sia and con­si­der a genui­ne secu­ri­ty gua­ran­tee for Ukrai­ne. Neit­her was a prio­ri­ty for the United Sta­tes and its allies at the time.
src: click (For­eign Affairs) 

Und jetzt noch Putin dazu:
Tucker Carl­son: Sie sagen, Sie wol­len eine Ver­hand­lungs­lö­sung für die Gescheh­nis­se in der Ukrai­ne. Putin: Wir hat­ten in Istan­bul [im März 2022] ein gros­ses Doku­ment unter­brei­tet, das der Lei­ter der ukrai­ni­schen Dele­ga­ti­on para­phiert hat. Er hat sei­ne Unter­schrift auf eini­ge der Bestim­mun­gen gesetzt, nicht auf alle. Dann hat er selbst gesagt: «Wir waren bereit, die­ses Doku­ment zu unter­zeich­nen, aber Mr. John­son, der dama­li­ge Pre­mier­mi­nis­ter Gross­bri­tan­ni­ens, riet uns davon ab. Es sei bes­ser, gegen Russ­land zu kämp­fen. Sie wür­den uns alle Mit­tel dazu geben, um das zurück­zu­ho­len, was wir wäh­rend der Aus­ein­an­der­set­zun­gen mit Russ­land ver­lo­ren hät­ten.» Der Lei­ter der Ver­hand­lungs­grup­pe, [Dawyd] Arach­a­mi­ja, ist immer noch Vor­sit­zen­der der Frak­ti­on der Regie­rungs­par­tei, der Par­tei des Prä­si­den­ten in der Rada. Er hat­te sei­ne vor­läu­fi­ge Unter­schrift unter das Doku­ment gesetzt, das ich erwähnte.
src: click (böse Sei­te, nicht zitier­wür­dig, Vor­sicht. Aber das Inter­view schau ich mir jetzt nicht noch­mal an..) 

Viel­leicht Putin hier (DW)?

Putin: “It’s not us but the lea­ders­hip of Ukrai­ne has announ­ced that they will not con­duct any nego­tia­ti­ons, moreo­ver the cur­rent pre­si­dent of Ukrai­ne signed a cor­re­spon­ding decree pro­hi­bi­t­ing the­se nego­tia­ti­ons, the­re­fo­re I under­stand your con­cern I share it and of cour­se we are rea­dy to con­si­der any of your proposals, …

Die­ser Ver­damm­te Rus­se schon wie­der, behaup­tet schon wie­der die Ver­trä­ge wären von den bei­den Prä­si­den­ten para­phiert gewe­sen! Ach­so ja, behaup­tet der ja gar­nicht… Shit, Fuck, der Stan­dard mal wie­der - beim Erfin­den sei­ner Par­al­lel­rea­li­tät. Naja, so ein over­spe­ci­fic non deni­al deni­al im Stan­dard ist aber auch ganz was schö­nes. Ein­fach immer schön gra­de­aus, an der Rea­li­tät vor­bei. So infor­mie­ren wir die Öster­rei­cher. Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.