Dont look…

08. Juli 2024

at the votes.

When your elec­tion sys­tem gaming works too well… 🙂

Second round (Seats, Chan­ge, Votes)

First round (Votes)
Natio­nal Ral­ly Alli­an­ce (RN): 33.3%
New Popu­lar Front (NFP): 28.6%
Esem­ble (ENS): 20.9%
Other: 10.6%
Les Répu­blic­cains (LR): 6.6%

src: click (Poli­ti­co)

Ver­damm­ter hoher Wäh­ler­tur­nout, damit konn­te ja bei einer Ent­schei­dungs­wahl nie­mand rechnen. 🙂

edit: Ach­ja, der Stan­dard lügt natür­lich schon wie­der:
Das fran­zö­si­sche Modell taugt für Öster­reich nicht Zuerst extrem rechts wäh­len, dann kor­ri­gie­ren, geht im fran­zö­si­schen Wahl­recht, nicht bei uns Eins­er­kastl Hans Rau­scher 8. Juli 2024, 11:34 401 Postings Das fran­zö­si­sche Mehr­heits­wahl­recht mit sei­nen zwei Durch­gän­gen bie­tet den Wäh­le­rin­nen und Wäh­lern die Mög­lich­keit, es sich noch ein­mal zu über­le­gen: Zuerst lässt man sei­nen Frust über die Situa­ti­on mit einer Stim­me für die extre­me Rech­te (Mari­ne Le Pens Ras­sem­ble­ment Natio­nal) raus, dann ist einem die Aus­sicht auf eine rechts­ex­tre­me Regie­rung doch zu viel und man wählt links oder doch noch ein­mal gemä­ßigt traditionell.
src: click

Gehört beim Stan­dard zum Beruf, ne zur Berufung.

Warum Solar Balkonkraftwerke keinen Sinn machen

07. Juli 2024

Stich­wort CO2 Bilanz.

Mich hat das gesam­te öffent­lich zur Schau getra­ge­ne grü­ne Gut­men­schen­tum im Stan­dard­fo­rum genug ange­kotzt, dass ichs noch­mal nach­ge­rech­net (über­schla­gen) habe.

Hier am Bei­spiel Österreichs. 🙂

CO2 Equi­va­lent Emissions:
- Erd­gas 500 (gCO2eq/kWh)
- Bio­mas­se 70
- Was­ser­kraft 22
- Wind Onshore 18
- Solar 56

Quel­len:
https://www.verbraucherzentrale.sh/aktuelle-meldungen/energie/photovoltaikanlagen-so-gut-sind-sie-fuer-den-oekologischen-fussabdruck-50972
und
https://www.wegatech.de/ratgeber/photovoltaik/grundlagen/co2-bilanz-photovoltaik/

Brut­to Strom­erzeu­gung in Österreich:

Stromerzeugung oesterreich 2022
src: click

Wir rech­nen ein­fach­heits­hal­ber: (20*400)[Gas]+(80*23)[Erneuerbare] = 9840 Fan­ta­sie­punk­te CO2 Equi­va­lent für 100% Brut­to­strom­erzeu­gung in Öster­reich. (Gas/Wärmegekoppelte Kraft­wer­ke lie­gen bei unter 400 des­halb rech­ne ich nicht mit über 400 für die paar Pro­zent Erd­öl die da im nicht erneu­er­ba­ren Teil noch dabei sind und machs mir mit pau­schal 400 viel einfacher.)

Und jetzt das sel­be für Solar Balkonkraftwerke:

CO2 Equi­va­lent nomi­nal: 56 wir ver­dop­peln für “in Chi­na her­ge­stellt” = 112, und dann gehen wir wegen Bal­kon­an­brin­gung von einem Leis­tungs­ma­lus von 30% aus. Macht:

146*100 = 14600 Fan­ta­sie­punk­te CO2 Equivalent.

(Selbst wenn wir nur eine CO2 Bilanz­stei­ge­rung von 40% im Fal­le eines Chi­na­pa­nels anneh­men, lan­den wir bei: ((56+40%)+30%)*100 = 10192 )

Gut, da fällt viel­leicht jeman­dem auf dass in in die­ser Rech­nung 100% der Strom­erzeu­gung Öster­reichs durch Bal­kon­kraft­wer­ke anneh­me, was dann doch etwas unglaub­wür­dig ist - also, was wäre da realistisch?

1 Mio Öster­rei­cher instal­lie­ren sich ein Bal­kon­kraft­werk. mit einer Aus­beu­te von 600kWh net­to im Jahr - macht 0,6 Terawattstunden.

Öster­rei­chi­scher Strom­ver­brauch im Jahr: 71 TWh

(100/72)*0,6 = 0,83

Also im Ide­al­fall erset­zen wir durch Bal­kon­kraft­wer­ke 0.8% des öster­rei­chi­schen Stromverbrauchs.

Dann schau­en wir wie­der auf die Gra­fik oben und erken­nen, dass das ein Run­dungs­feh­ler ist. Dann schau­en wir noch­mal auf die Gra­fik oben und erken­nen, dass wir damit Gas nicht erset­zen wer­den, da Flatterstrom.

Dann über­le­gen wir uns, wie wir damit doch noch was Gutes tun könn­ten, und spei­sen den gan­zen erzeug­ten Strom ins Elek­tro­au­to, da die CO2 Bilanz dort in jedem Fall bes­ser als die von Ben­zin oder Die­sel ist.

Wobei auch da könn­te es knapp wer­den, denn das E-Auto hat ja nur eine bes­se­re CO2 Bilanz als ein Ben­zi­ner, wenn wir das mit dem CO2 Equi­va­lent des deut­schen Strom­net­zes gegen­rech­nen, das eben­falls nur 11% Pho­to­vol­ta­ik drin­nen hat. (Und das aus guten Gründen.)

Abge­se­hen davon, dass wir mit Bal­kon­kraft­wer­ken kein E-Auto laden.

Him­mel, Herr­gott, Hirn.

Ist Solar des­halb schlecht? Nein. Man lässt es nur bes­ser dort wo es bei vol­lem Wir­kungs­grad Strom erzeu­gen kann. (Dann hat man in sei­nem Land aber kein Poly­si­li­zi­um, und das wird ein Schlüs­sel­roh­stoff - also lässt mans die dümms­ten aller dum­men Boo­mer über Bal­kon­kraft­wer­ke kau­fen (ok, eh nicht, Haus­an­la­gen sind da eigent­lich in der Pla­nung ange­dacht, so dumm in den Sze­na­ri­en mit Bal­kon­kraft­wer­ken zu rech­nen ist nie­mand)), dann hat mans im Land und damit im Recy­cling­kreis­lauf (Rück­ge­win­nungs­ra­te: 70%). Oder packt sichs aufs Dach und lädt damit sein Auto (oder heizt je nach Wir­kungs­grad sei­ne Woh­nung). Und wenns noch wei­ter im Preis sinkt darf man dann auf den “Solar Hockey­stick” hof­fen, dh. den Moment wo die Erzeu­gung von Solar durch Solar­strom güns­ti­ger wird als die Erzeu­gung durch kon­ven­tio­nel­le Ener­gie, und damit explo­diert dann poten­ti­ell die Pro­duk­ti­on, und es kommt zu einem loka­len Über­an­ge­bot, und ab da könn­te man sich dann über­le­gen grü­nen Was­ser­stoff her­zu­stel­len - aber auch nur wenn wir anneh­men, dass es da kei­nen Mono­po­lis­ten gibt, der an der Ska­lie­rungs­schrau­be dreht, wie - oh bei­spiels­wei­se Chi­na, sobald es volks­wirt­schaft­lich Sinn macht den Preis pro kWh nicht noch wei­ter fal­len zu lassen.

Sie­he auch:

edit: Sie­he auch:
Bildschirmfoto 2024 07 07 um 19 04 43
src: click (bundestag.de (Stand: 2007 dh. älter, daher habe ich mir vor­ran­gig ande­re Quel­len gesucht.))

Ich weiß, das wird jetzt hart

06. Juli 2024

- für sie zu glau­ben, aber -- stellt sich her­aus, es gibt Leu­te die zie­hen nicht ger­ne in den Krieg. Und es könn­te sich um die Mehr­heit von Bevöl­ke­run­gen handeln.

Macht aber nichts, denn Pro­pa­gan­da hat Gott sei Dank wie­der nie­mand entdeckt…

Ein Mobil­ma­chungs­kom­man­do stößt in Kiew auf Feindseligkeit

Ukrai­ne Pav­lo Pimak­hov und Yuriy Pik­ho­ta sind in der Ukrai­ne unter­wegs, um Wehr­dienst­pflich­ti­ge zu erfas­sen und zur Mus­te­rung vor­zu­la­den. Sie sto­ßen auf Abwehr und Angst. Was sie erle­ben, wider­legt die Legen­de von der kriegs­ent­schlos­se­nen Nation

src: click (freitag.de)

Ori­gi­nal hier im Guardian.

Ich würd ja Armen­vier­tel und gra­tis Video­spie­le emp­feh­len. (Wie die US den­ken ler­nen heißt sie­gen lernen.)

edit: Turns out the US inst­ruc­ting the Ukrai­ni­ans are way (ok, one day) ahead of me.. 🙂

Kyiv deve­lo­pers earn $4,000. The for­eign pro­gramm­ers have the same medi­an sala­ries. In Ode­sa, the medi­an is about to achie­ve the Kyiv level — $3,900. You can see the medi­ans over $3,000 in the half of Ukrai­ni­an cities: for examp­le, Dnipro ($3,550), Ivano-Frankivsk ($3,400), Lviv ($3,760), Cher­ni­vt­si ($3,500), and Kyiv sub­urbs Borys­pil and Bro­va­ry ($3,200).

src: click

Bro­va­ry trans­la­ting to beer­bre­wer btw.

So hig­hest con­cen­tra­ti­on of peop­le and lowest inco­me­st­ruc­tu­re in the Kiev suburbs?

Time for a recruit­ment center!

Second recrui­t­ing cen­ter of Ukrai­ni­an army ope­ned in Kyiv region

20:36, 05.07.2024

A Ukrai­ni­an army recrui­t­ing cen­ter has ope­ned in Bro­va­ry, Kyiv regi­on, which beca­me the second in the regi­on and the 26th in Ukrai­ne, Depu­ty Minis­ter of Defen­se of Ukrai­ne Nata­lia Kal­my­ko­va said.

It is now pos­si­ble to get advice and join the Defen­se For­ces in Bro­va­ry. The recruit­ment cen­ter ope­ra­tes at the address: 18, Heroyiv Ukrai­ny Street, in the pre­mi­ses of the Cen­ter for pro­vi­ding admi­nis­tra­ti­ve assi­s­tance. It is open from 8:00 to 17:00 from Mon­day through Thurs­day, and on Fri­day from 8:00 to 15:45,” wro­te the depu­ty minis­ter on Facebook.

src: click

Advice the poor away!

Apro­pos - Kot­kin tut sich ein wenig schwer die Zukunft des Krie­ges und der Nato aus­zu­ma­len (mit Fokus süd­chi­ne­si­sches Meer). Der Wall Street Jour­nal Inter­view­er zeigt leich­te Zwei­fel. Dabei darf er das doch nicht…

Gut, Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand ent­deckt, was will man machen.

Ich muss mich korrigieren, sowas schaffen auch US Medien

06. Juli 2024

Dear Mr. Pre­si­dent, can you step down please?
Dear Mr. Pre­si­dent, can you step down please?
Dear Mr. Pre­si­dent, can you step down please?
Dear Mr. Pre­si­dent, but what if they ask you to step down?
Dear Mr. Pre­si­dent, but have your sup­por­ters even tal­ked to you recently?
Dear Mr. Pre­si­dent, what did your doc­tors say?
Dear Mr. Pre­si­dent, have you deteriorated?
Dear Mr. Pre­si­dent, have you loo­ked at your pol­ling numbers?
Dear Mr. Pre­si­dent, can you step down please?

Stern­stun­de der vier­ten Säu­le der Demokratie.

Sowas schaffst du auch nur im deutschsprachigen Medienraum

05. Juli 2024

Paul Kri­sai, Außen­po­li­tik­ex­per­te, ORF.

Orban in Russ­land: Bit­te um eine Analyse.

Anal­sye: https://orf.at/stories/3362662/

Bildschirmfoto 2024 07 05 um 14 58 31

Mode­ra­to­rin: “Paul, wel­che Bot­schaft sen­det denn Vik­tor Orban mit die­sem Besuch aus?”

Paul Kri­sai: “Drei Bot­schaf­ten eigent­lich [Toll! Drei! Sicher dass es nicht vier sind, denn das wär beim Zuse­her wie­der rhe­to­risch weni­ger prä­gend…]. Aus Orb­ans Sicht soll das Gan­ze eine Frie­dens­mis­si­on sein, so hat das sein Spre­cher erklärt, auch wenn Orban ein­ge­räumt hat, dass er in Mos­kau in kei­ner Posi­ti­on ist um für die gesam­te EU zu spre­chen. Aus Brüs­se­ler Sicht ist das Gan­ze ein Knie­fall vor dem Aggres­sor. Von noch Ratsprä­si­dent Charles Michel abwärts haben sich sehr Vie­le und sehr klar von die­sem Mos­kau Besuch distan­ziert, das sorgt für eini­ges an Unmut und Ver­wer­fung in Brüs­sel, aber egal wie Orban, oder Brüs­sel das gan­ze kom­men­tie­ren, für Russ­land zählt am Ende die Bot­schaft die Vla­di­mir Putin aus­sen­den kann, näm­lich: “Seht her, ich bin nicht so iso­liert in der Welt, auch im Wes­ten habe ich Gleich­ge­sinn­te, und Euro­pa steht über­haupt nicht so geschlos­sen hin­ter der Ukrai­ne und gegen Russ­land, wie es das immer behaup­tet [stimmt, wir sind ja so geeint, dass wie­der kein Blatt Papier zwi­schen Frank­reich schickt ger­ne Sol­da­ten und Deutsch­land ent­schärft For­mu­lie­run­gen im 14. Sank­ti­ons­pa­ket passt und dabei waren Makron und Scholz doch noch so demons­tra­tiv auf einer Linie als sie bei­de noch beschlos­sen haben, dass die Ukrai­ne auch Zie­le in Russ­land mit den von ihnen gelie­fer­ten Waf­fen angrei­fen darf, auch wenn das Scholz am Tag davor noch ver­neint hat­te (damals: gemein­sa­me Posi­ti­on mit Biden), und kei­ne geeig­ne­ten Waf­fen für einen Angriff weit im Rus­si­schen Hin­ter­land lie­fert (Tau­rus). Gut und die paar Scalp aus Frank­reichs Lager­be­stän­den (French Pre­si­dent Emma­nu­el Macron announ­ced new arms deli­ve­ries to Ukrai­ne, inclu­ding “40 SCALP mis­si­les,” a press con­fe­rence on 16 Janu­a­ry 2024.), ob die jetzt auf der Krim ein­schla­gen, oder in Russ­land…]. Die­ser Besuch eines Russ­land­freun­des in Mos­kau ist also vor allem ein Geschenk für Vla­di­mir Putin. Einem Frie­den in der Ukrai­ne wird er uns wohl kei­nen Mil­li­me­ter ent­ge­gen­brin­gen.

40 Sekun­den nur (!) Con­jec­tu­re ohne jeg­li­che Begrün­dung später:

Mode­ra­to­rin “Vie­len Dank für ihre Ana­ly­se, Paul Krisai!”

(Kei­ne Nach­fra­ge der Moderatorin.)

Ich hab mir erlaubt das emo­tio­nal auf­ge­la­de­ne Messaging fett zu markieren.

Was für ein Glück dass wir noch die öffent­lich Recht­li­chen haben!

Da wird Mei­nungs­jour­na­lis­mus noch als Mei­nungs­ka­non einer Infor­ma­ti­ons­e­lei­te indi­vi­du­ell erfahrbar!

Gut für mei­nen Vater wirds rei­chen, der brauch­te in sei­nem Leben ja noch nie Begrün­dun­gen und ori­en­tier­te sich immer an den Mei­nun­gen der Leu­te die gera­de im Wahl­kampf für “de Wer­te” waren.

Das geht also heut­zu­ta­ge als hoch­wer­ti­ger Jour­na­lis­mus durch. Wenn man im Anzug in einem TV-Studio sitzt.

Also “ich hab mir auf face­book ang­schaut wer mit wem Freund is, und dann die Mei­nung vom Prä­si­den­ten über­nom­men, und jetzt ver­rat ich sie dir”.

Bit­te über­neh­men auch sie sie.

Täg­lich.

Unhin­ter­fragt.

Wei­ter­hin.

Sie hat­ten ja zu nichts ande­rem Gelegenheit.

Und außer­dem kei­ne Zeit.

Das ist übri­gens Form-Kritik, was nicht bedeu­tet, dass der Kol­le­ge inhalt­lich falsch liegt.

Er hat nur als Außenpolitik-Resort Lei­ter nichts davon begrün­det (abge­se­hen von “in mei­nem Twit­ter Freun­des­kreis glau­bens auch vie­le!”), also inhalt­lich begrün­det, also wer­den wirs nie erfahren.

Mei­ne Damen und Her­ren: Meinungsjournalismus

Behaupt was. Sag high value peop­le sehen das auch so. Sag Putler.

Hab fer­tig.

Mach Fei­er­abend.

Will­kom­men im ORF Außenpolitikressort.

Und will­kom­men beim öster­rei­chi­schen Pro­fil.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.