White spot so white, whiter than white.

02. Oktober 2023

Wie kann man die Bevöl­ke­rung eigent­lich noch verarschen?

Ok, jetzt sitzt der Reis­ner schon seit über ein­ein­halb Mona­ten bei die­sem White­spot fest, dass er glaubt, dass die Ukrai­ne ohne Donezk und Luhansk und die Regio­nen vor der Krim nicht über­le­bens­fä­hig wäre, da die (aus dem Gedächt­nis) laut ihm 90% der ukrai­ni­schen Getrei­de­pro­duk­ti­on aus­ma­chen und die Getrei­de­pro­duk­ti­on 30% des ukrai­ni­schen GDP ausmacht.

[edit: Kor­rek­tur! Erin­ne­rungs­schwä­che mei­ner­seits. Reis­ner im Video:

[…] und auch hier auch vor­weg gesagt dass die Ukrai­ne wenn sie als Staat eigen­stän­dig über­le­ben möch­te, vor allem jene Gebie­te braucht die sie jetzt ver­lo­ren hat - den­ken sie allei­ne nur an die Situa­ti­on der Getrei­de­wirt­schaft. 90% des Getrei­des der Ukrai­ne ver­lässt die­ses Land auf dem See­e­weg - zur Zeit ist nur ein ein­zi­ger Hafen noch nutz­bar, näm­lich Odes­sa und da die­se 90% der Getrei­de­ex­por­te haben im Prin­zip zur Fol­ge, dass 35% des BIPs der Ukrai­ne davon bestrit­ten wird, also ein­fach zu sagen na ja man könn­te sich jetzt mit dem zufrie­den geben ist schon sehr kurz gegrif­fen. Abge­se­hen natür­lich von dem abso­lu­ten völ­ker­recht­li­chen Ver­stoß den Russ­land hier begon­nen hat.

Ah ja, das gute die Ukrai­ne hat nur Odes­sa, dar­über gings ja seit 2014 nicht mehr, seit­dem die Ukrai­ne nur Odes­sa hat­te, und die ande­ren Trans­port­we­ge über die Donau blen­den wir aus Argument.

2 1
src: click

The major con­tai­ner ter­mi­nals are loca­ted in Odes­sa and Ilyichevsk [near Odes­sa, still Ukrai­ni­an held] ports. The­re are other types of ports loca­ted in lar­gest Ukrai­ni­an rivers of Dnepr and Yuzhniy Bug, name­ly Niko­la­ev, Kher­son, Oktya­b­rsk [all three also still Ukrai­ni­an held] ports ope­ra­ting for bulk and with gene­ral car­go. On coast of the Cri­me­an pen­in­su­la, port of Sevas­to­pol, Yal­ta, Feo­dosiys­ky, Kerch are loca­ted. The­se ports are first­ly inten­ded for ser­vice and trans­por­ta­ti­on needs of the Cri­mea. On the nort­hern coast of the Sea of Azov, Ber­dyansk and Mariu­pol sea tra­de ports are loca­ted, with pro­xi­mi­ty to most indus­tri­al­ly deve­lo­ped regi­ons of Ukrai­ne – to Don­bas and Prid­ne­pro­vya. The ports are main­ly used for export of metal and other pro­duc­tion of the­se regi­ons. Ukrai­ne has also three sea tra­de ports in lower reaches of Dunai – Reniys­ky, Izmail and Ust-Dunaysky [all three also still Ukrai­ni­an held], ser­ving main­ly the needs for coun­tries along Danube].

sie­he: logcluster.org, Ukrai­ne Port Assessment
see also:
Bildschirmfoto 2023 10 03 um 04 39 52
src: click

Pro­pa­gan­da hat aber immer noch nie­mand entdeckt.

Gekop­pelt an das gute denn Russ­land könn­te ja jeder­zeit mit einem Schwarz­meer­ha­fen die Aus­fuhr blo­ckie­ren, und das kann man ja in einem Waf­fen­still­stands­ver­trag nicht berück­sich­ti­gen, weil Russ­land hält sich ja nicht an Ver­trä­ge Argu­ment. Also nach­dem es sich eine Zeit lang an den Getrei­de Deal gehal­ten hat. Bis aus Sicht der Rus­sen die Ukrai­ner mit Droh­nen aus dem geschütz­ten Kor­ri­dor her­aus die rus­si­sche Schwarz­meer­flot­te atta­ckiert haben.

Aber die Kor­rek­tur ist not­wen­dig, Reis­ner ist doch nicht so Recher­che resis­tent wie fälsch­lich behaup­tet. Mea cul­pa. Ich lass den Rest trotz­dem unver­än­dert hier ste­hen, da ande­re Exper­ten, auch bereits das “die Ukrai­ne sei ohne die Anbau­flä­chen rund um die Krim nicht über­le­bens­fä­hig” Argu­ment bedient haben. Sie wis­sen schon. Ukrai­ne Exper­ten. Wie Pro­fes­sor Sön­ke Neit­zel, Mili­tär­his­to­ri­ker, Uni­ver­si­tät Pots­dam - auf Phoenix.]

Schon schei­ße wenn ums Ver­re­cken nicht recher­chie­ren kann und daher Mei­nun­gen unge­prüft über­neh­men muss…

Die 90% sind 90% der Regi­on Krim und Umland der Krim, nicht 90% der Lan­des­pro­duk­ti­on. Die gesam­te Pro­duk­ti­on der besetz­ten Regio­nen macht weni­ger als 24% der Jah­res­pro­duk­ti­on in der Ukrai­ne aus.

Ukraine wheat
src: click

Und die Ukrai­ne hat in ihrem unend­li­chen Fort­schritts­wil­len bald der EU bei­tre­ten zu wol­len in den 20 Jah­re davor mal schön die Getrei­de­pro­duk­ti­on ver­zehn­facht. Weil Zukunftsbrache!

Bildschirmfoto 2023 10 03 um 03 05 31
src: click

Gut, wer­den jetzt aber vie­le sagen, die Ukrai­ne expor­tiert ja nicht nur Wei­zen, son­dern auch in erheb­li­chem Umfang Mais. Als Fut­ter­mit­tel. Für den Export.

Bildschirmfoto 2023 10 03 um 02 58 23
src: click

Ja genau. Stimmt.

Ukraine Corn
src: click

Stö­ren sie sich übri­gens nicht dar­an, dass die USDA seit 2016 die Getrei­de Pro­duk­ti­ons­da­ten in Luhansk, Donetsk, Sapo­rischsch­ja und auf der Krim nicht zu ken­nen scheint. Nein, nicht der Krieg. Hier die Kar­te von 2020:

Ukraine Corn Web Production Map
src: click

Man beach­te auch dass die Kate­go­rie ≤100 in den USDA Kar­ten nach 2020 plötz­lich weg­fällt. Künst­le­ri­sche Frei­heit wahrscheinlich.

Also der Pro­pa­gan­dist der das dem Reis­ner so erklärt hat, dass der Reis­ner bis heu­te glaubt (war ver­mut­lich Medi­en­be­richt­erstat­tung) dass - die Krim wegen dem Getrei­de befreit wird, ver­dient einen Medienpreis.

So ein­fach nach­zu­prü­fen (die Ukrai­ne hat selbst die Ton­nen der Pro­duk­ti­ons­men­ge raus­ge­ge­ben die durch die Beset­zung weg­fal­len, man muss die ein­fach nur mit dem aktu­el­len Markt­preis kor­re­lie­ren und schon sieht man, dass da etwas nicht stim­men kann…)

Aber jetzt hat der Reis­ner seit ein­ein­halb Mona­ten die­sen FUCKING white­spot, dass er andau­ernd her­um­er­zählt, die Ukrai­ne kämpft wegen der Getrei­de­pro­duk­ti­on um die Krim, und Donezk und Luhansk.

Na Gott sei Dank gibt es kei­ne Medi­en, die das nach­prü­fen und rich­tig­stel­len könn­ten. Nach­prü­fen be rocket sci­ence for cur­rent era jour­na­lists. Bet­ter ask an expert.

Apro­pos ask an expert: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, wem heu­te auf­grund des­sen noch nicht übel gewor­den ist, der Stieg­litz schaff­ts bestimmt! 

Der Stieg­litz hat näm­lich her­aus­ge­fun­den, dass Euro­pa sich erwei­tern muss, dass Euro­pa unab­hän­gi­ger von den US wer­den muss, dass man nicht zwi­schen Demo­kra­tien und Auto­kra­tien zuspit­zen soll -- und dann hat er noch ver­schwie­gen, dass die Idee aus der US Ver­wal­tung ist. Sowas.

From the head of the office of sanc­tions coor­di­na­ti­on at the United Sta­tes sta­te depart­ment to the lips of Macron in one and a half months.

sowie:

Trans­at­lan­tic Take
On NATO, the United Sta­tes is Lea­ding from the Front, Now Euro­pe Must Step Up
JUNE 29, 2015 - Ger­man Mar­shal Fund of the United States

src: click

Naja, für den Lie­ge­stuhl nächs­tes Jahr in Alp­bach reichts, und hof­fent­lich bringt er wie­der sei­ne wer­te Frau mit, die in Punk­to Jour­na­lis­mus wie­der das sagen kann was seit 10 Jah­ren eh schon alle wis­sen, nur von der Büh­ne aus.

Wobei, das ist auch die Qua­li­tät von Stieglitz.

Wenn sie noch nicht wis­sen wie sich die Gesell­schaft die aktu­el­le Situa­ti­on zurecht­lü­gen soll, kommt von irgend­wo ein Stieg­litz her und ver­mit­telt uns - wir brau­chen aber auch a bis­serl Selbst­kri­tik. Wenn das mit dem Kli­ma­schutz noch soll.

Ich habe in die­sem Zusam­men­hang nur eine Fra­ge. Was sind eigent­lich die Kon­se­quen­zen von Elite-Versagen?

Sich aus der Geschich­te raus­re­den, und dann wei­ter gut bezahlt wer­den? Die freund­li­che Gesell­schaft ver­pflich­tet eben…

Mir wird von der Selbst­dar­stel­lung so der­ma­ßen kotzübel..

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Gut, also die­se Erklä­rung dass die Ukrai­ne die besetz­ten Gebie­te wegen der Getrei­de­an­bau­flä­che zurück­ge­win­nen muss ist also mehr als offen­sicht­lich falsch.

Also, war­um muss die Ukrai­ne gewinnen?

Jetzt nur nicht ver­za­gen, dafür gibt es einen guten Grund, den die­ser Herr, Mr. Tho­mas Crom­well, ehm… in einem Buch… ehm fest­ge­hal­ten hat, und den wir, ehm… ken­nen­ler­nen dür­fen, wenn wir zu ihm in die Vor­trä­ge gehen, oder sein Buch kaufen.

Ers­te Erwäh­nung von Hit­ler auf der drit­ten Folie, bei 7:35 min in.

Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand entdeckt.

For refe­rence:

The Insti­tu­te of World Poli­tics (IWP) was foun­ded in 1990 by John Len­c­zow­ski, the for­mer direc­tor of Euro­pean and Soviet Affairs at the United Sta­tes Natio­nal Secu­ri­ty Coun­cil during the Rea­gan administration.[2] His sta­ted pur­po­se for estab­li­shing the Insti­tu­te was to deve­lop a gra­dua­te school and cur­ri­cu­lum that tea­ches stu­dents to app­ly “all the instru­ments of sta­te­craft” across the spec­trum of con­flict but to remain groun­ded in Ame­ri­can foun­ding princi­ples and the rule of inter­na­tio­nal law.[3][2]

From 1991 to 2005, it main­tai­ned an affi­lia­ti­on with Bos­ton University.[2][4] This affi­lia­ti­on ended in 2006, as IWP attai­ned inde­pen­dent accredi­ta­ti­on by the Midd­le Sta­tes Com­mis­si­on on Hig­her Education.[5] IWP is licen­sed to ope­ra­te in Washing­ton, DC by the DC Hig­her Edu­ca­ti­on Licen­su­re Commission[6] and in Vir­gi­nia by the Sta­te Coun­cil of Hig­her Edu­ca­ti­on for Virginia.[7]

In 2008, IWP beca­me one of 17 aca­de­mic insti­tu­ti­ons qua­li­fied by the US Army to host Seni­or Ser­vice Fellows.[8]

src: click

Mit beson­de­rem Dank an das pol­ni­sche Kul­tur­in­sti­tut fetu­ring Lady Blan­ka Rosen­stiel für den Erhalt des US Insti­tuts, das uns so essen­ti­el­le Infor­ma­tio­nen wie die von Mr. Tho­mas Crom­well in Buch­form prä­sen­tiert. Sol­che plötz­lich unab­hän­gi­gen Bil­dungs­ein­rich­tun­gen in Inter­na­tio­nal Rela­ti­ons habens ja vor allem am Anfang ihrer plötz­li­chen Unab­hän­gig­keit schwer…

Addi­tio­nal­ly, a $1 mil­li­on matching chal­len­ge for the Kości­uszko Chair of Polish Stu­dies was met, thanks to a $75,000 gift from the Polish and Sla­vic Federal Credit Uni­on and ano­t­her $75,000 gift from Adam and Ava Bak. This gift unlocks an addi­tio­nal $1 mil­li­on for an endow­ment for the Kości­uszko Chair from the Ame­ri­can Insti­tu­te of Polish Cul­tu­re, made pos­si­ble by Lady Blan­ka Rosen­stiel. This match has enab­led IWP to put a total of $2 mil­li­on into the Kości­uszko Chair endowment.

The Kości­uszko Chair ser­ves as a cen­ter for Polish Stu­dies in the broa­dest sen­se, inclu­ding tea­ching, rese­ar­ching, and wri­ting about Poland’s histo­ry, cul­tu­re, government, and for­eign poli­cy and rela­ti­ons bet­ween the United Sta­tes and this stra­te­gic coun­try in NATO’s Eas­tern flank. This Chair, ori­gi­nal­ly estab­lis­hed at the Uni­ver­si­ty of Vir­gi­nia in 1998, was inau­gu­ra­ted at IWP on Novem­ber 7, 2008. The Chair is held by Dr. Marek Cho­d­a­kie­wicz, a pro­fes­sor of histo­ry at IWP and expert on the Inter­ma­ri­um regi­on. The Kości­uszko Chair holds an annu­al Spring Sym­po­si­um in honor of Lady Blan­ka to show gra­ti­tu­de and appre­cia­ti­on for her dedi­ca­ti­on to the stu­dy of this stra­te­gic region.

This run of suc­cess is wel­co­me to John Berg­holz, who began as Vice Pre­si­dent for Insti­tu­tio­nal Advan­ce­ment late in the fall of 2017. Mr. Berg­holz said: “When I came on board, we were behind on our totals, down a cou­p­le of staff, and had our work cut out for us. Pre­si­dent Len­c­zow­ski and I went on what we would later call a ‘deve­lo­p­ment sur­ge’ as we criss­cros­sed the coun­try and con­ta­c­ted our sup­por­ters in per­so­nal mee­tings. New major donors came for­ward, and old friends step­ped up generously.”

The results of the “sur­ge” inclu­ded a gift this past sum­mer of half a mil­li­on dol­lars to the Insti­tu­te for gene­ral ope­ra­ti­ons from the WEM Foun­da­ti­on, thanks to Bet­ty and Whit­ney Mac­Mil­lan. Other signi­fi­cant sup­port inclu­ded an anony­mous gift of $100,000 from a new donor to clo­se the fis­cal year. Fund­rai­sing acti­vi­ty has not let up, as the “sur­ge” con­ti­nues via per­so­nal approa­ches to donors, a new plan­ned giving pro­gram, and a new and inno­va­ti­ve direct mail and social media sche­du­le to which donors are respon­ding as IWP pushes for­ward in 2019.

src: click

Dan­ke auch an Mr. Tho­mas Crom­well, der das am 05. Sep­tem­ber auch der Washing­ton Busi­ness Com­mu­ni­ty näher gebracht hat.

Car­ne­gie Euro­pe ist aber auch sehr hilfreich:

Why Ukrai­ne Must Win

A Rus­si­an vic­to­ry against Ukrai­ne would be devas­ta­ting for Europe’s secu­ri­ty and sta­bi­li­ty. Euro­pean governments have no excu­se for not rea­li­zing what is at stake.

src: click

Die Ukrai­ne muss gewin­nen, denn es gibt für Euro­päi­sche Regie­run­gen kei­nen Grund nicht zu sehen, um was es hier im Kern geht. Die Euro­päi­sche Sicherheitsordnung.

Was aber halt lei­der der Oberst Reis­ner nicht auf dem Radar hat.

Jetzt sind wir end­lich alle wie­der ein klei­nes Stück schlauer.

Split reality confirmed!

30. September 2023

Wie kann man die Bevöl­ke­rung eigent­lich noch verarschen?

Mode­ra­tor: “Wel­che Optio­nen hat Putin noch, wenn die Ukrai­ner an allen Ecken und Fron­ten eben vor­rü­cken, neh­men wir mal als Bei­spiel den Süden. Die ukrai­ni­sche Offen­si­ve ist zwar lang­sam, aber es ist den­noch die Rede von einem Durch­bruch bei Robo­ty­ne. War­um aus­ge­rech­net dort der Durch­bruch der Ukrai­ner und wie steht es eben da um die Trup­pen von Vla­di­mir Putin?”

Gus­tav Gres­sel: “Ja die Ver­tei­di­gungs­li­ni­en sind unter enor­mem Druck, es wur­den in der Ver­gan­gen­heit zwei Fal­schirm­jä­ger­di­vi­sio­nen in die Schlacht gewor­fen, die sie­ben­te und die sechsunsiebzigste…”

Eine Kar­te wird gezeigt in der die Ukrai­ne bereits 4 (!) rus­si­sche Ver­tei­di­gungs­li­ni­en durch­bro­chen hat.

Etwas spä­ter:

Gus­tav Gres­sel: “…das zeigt natür­lich, dass man mit den Kräf­ten schon sehr über­streckt ist. Gleich­wohl, das muss man auch sagen, auf­grund der tech­ni­schen Neue­run­gen im Bereich der Droh­nen, dass sich durch Loi­te­ring Amu­ni­ti­ons, wie man das auf eng­lisch sagt, also durch Droh­nen die sich ins Ziel stür­zen und sich zer­stö­ren […] kann ich enor­me Pan­zer­ab­whr­ka­pa­zi­tät auf­bie­ten, ohne dass sich die Schüt­zen expo­nie­ren müs­sen, ich kann mecha­ni­sier­te Spit­zen schnell angreifen,…

Noch etwas später:

Gus­tav Gres­sel: “Nein, der Krieg ist mitt­ler­wei­le, er ist tech­nisch und auch von der Art der Ein­satz­füh­rung so weit von dem Krieg den wir aus dem letz­ten Jahr ken­nen ent­fernt, das ist fast wie Tag und Nacht. Um die ers­te Fra­ge zu beant­wor­ten, alle die­se Durch­brü­che sind tak­ti­scher Natur, wir haben noch kei­nen operra­tiv ver­wert­ba­ren und wir haben noch kei­nen stra­te­gisch ver­wert­ba­ren Durchbruch.”

Ach. Soll­te jemand viel­leicht dem Kar­ten­zeich­ner des ZDF mitteilen?

Der hat ja schon vier Durch­brü­che eingezeichnet.

Bildschirmfoto 2023 09 30 um 17 56 53

Was sagt eigent­lich Reis­ner über die einen Tag davor über die DPA dazu? Sie wis­sen schon Reis­ner der mit sei­nem Stab tat­säch­li­ches Bild­ma­te­ri­al auswertet.

Wien (dpa) - Die Teil­erfol­ge der Ukrai­ne bei ihrer Gegen­of­fen­si­ve gegen das rus­si­sche Mili­tär wer­den nach Ansicht eines Exper­ten über­schätzt. “Ein­zel­ne Ver­tei­di­gungs­li­ni­en der Rus­sen wer­den ver­lust­reich über­wun­den, aber es kommt bis­her nie zu einem ech­ten Damm­bruch”, sag­te der Ukraine-Experte des öster­rei­chi­schen Bun­des­heers, Mar­kus Reis­ner, der Deut­schen Presse-Agentur. “Es müss­ten alle Alarm­glo­cken schril­len, dass nach 117 Tagen Gegen­of­fen­si­ve noch kein ope­ra­ti­ver Durch­bruch gelun­gen ist.”

Ins­ge­samt erhal­te die Ukrai­ne zu wenig Kriegs­ge­rät, auch um sich gegen die rus­si­schen Luft­schlä­ge im Hin­ter­land zu weh­ren. “Nur mit einer ver­stärk­ten Flie­ger­ab­wehr wären Tref­fer auf die kri­ti­sche Infra­struk­tur zu mini­mie­ren.” Soll­te erneut die Strom­ver­sor­gung des Lan­des schwe­re Schä­den davon­tra­gen, bre­che das Rück­grat auch für die Rüs­tungs­pro­duk­ti­on weg.

“Eigent­lich müss­ten jede Woche vier bis fünf voll bela­de­ne Güter­zü­ge mit Kriegs­ma­te­ri­al in die Ukrai­ne rol­len”, sag­te Reis­ner. Wäh­rend die USA sich sehr bewusst über die schwie­ri­ge Lage sei­en, sei in der EU die Wahr­neh­mung des Gesche­hens unan­ge­mes­sen. “Euro­pa ist dabei, den Moment zu ver­pas­sen, an dem wir es nicht mehr im Griff haben und die Situa­ti­on zuguns­ten der Rus­sen kippt”, so der Oberst. Die Ver­bün­de­ten der Ukrai­ne hät­ten ihre Ver­spre­chen über Kriegs­ge­rät nur teil­wei­se erfüllt. Auch die Wirk­sam­keit zum Bei­spiel der Leopard-2-Panzer sei weni­ger groß als erwar­tet. Von den etwa 90 gelie­fer­ten Pan­zern die­ses Typs sei min­des­tens ein Drit­tel zer­stört oder beschädigt.

Ins­ge­samt sei­en die Ver­lus­te auf bei­den Sei­ten erschre­ckend hoch.

src: click

Stellt sich noch eine Frage -

“Wel­che Optio­nen hat Putin noch, wenn die Ukrai­ner an allen Ecken und Fron­ten eben vor­rü­cken, neh­men wir mal als Bei­spiel den Süden. Die ukrai­ni­sche Offen­si­ve ist zwar lang­sam, aber es ist den­noch die Rede von einem Durch­bruch bei Robotyne.”

Komm, Pro­pa­gan­da hat wie­der nie­mand ent­deckt. Was will man machen…

edit: Hier noch mal der geein­te Wer­te­wes­ten in dem was er am Bes­ten kann - Informationsfreiheit:

Bildschirmfoto 2023 10 01 um 05 41 03

edit: Sie­he auch: click

Nein! Doch. Oh.

30. September 2023

Die presse.com hat heu­te was fas­zi­nie­ren­des herausgefunden…

„EU-Erweiterung erhöht Abhän­gig­keit von den USA“

29.09.2023 um 17:22
von Oli­ver Grimm

Stu­die. Ein ein­fluss­rei­cher Think­tank warnt vor Euro­pas Erwei­te­rungs­di­lem­ma: der Bei­tritt der Ukrai­ne, Mol­d­aus und der West­bal­kan­staa­ten zur EU sei wegen Russ­lands Aggres­si­on alter­na­tiv­los, aber der­zeit fak­tisch nicht machbar.

Brüs­sel. Mehr Ungleich­heit zwi­schen Euro­pas Regio­nen, eine dras­ti­sche Erhö­hung des EU-Budgets, noch grö­ße­re sicher­heits­po­li­ti­sche Abhän­gig­keit von den USA – aber trotz­dem kei­ne rea­lis­ti­sche Alter­na­ti­ve: weni­ge Tage vor einem Tref­fen der Staats- und Regie­rungs­chefs der EU in Gra­na­da, bei dem eine Grund­satz­ent­schei­dung in der Fra­ge der Erwei­te­rungs­po­li­tik erwar­tet wird, warnt eine wich­ti­ge Brüs­se­ler Ideen­schmie­de vor den fun­da­men­ta­len Fol­gen, die eine Ver­grö­ße­rung der Uni­on nach sich zie­hen wür­de. Euro­pas Regie­run­gen stün­den „vor dem Dilem­ma, es mit einem Ziel zu tun zu haben, das glei­cher­ma­ßen not­wen­dig wie unmög­lich ist“, resü­mie­ren die Autoren des Brussels Insti­tu­te for Geo­po­li­tics. „Ange­sichts der For­de­run­gen und Hoff­nun­gen von Kiew, Chi­si­nau oder Tira­na müs­sen sie die Tür der Uni­on öff­nen, und kön­nen es nicht – zumin­dest jetzt noch nicht.“

[…]

src: click

Die fin­den ja alles her­aus… Und so zeitig!

Ori­gi­nal paper: click
(pdf down­load on the site)
epub ver­si­on: click

edit: Bezieht sich im Text kon­kret auf Aus­ge­stal­tung einer Sicher­heits­uni­on (ohne NATO wirds nix), und weni­ger kon­kret dar­auf dass, wenn die EU geo­po­li­ti­sche Inter­es­sen über der “Inne­ren Struk­tur der der­zei­ti­gen EU” stel­len wür­de, das ehm - also, eh, dem Wäh­ler, ehm zuvor noch zu ehm, erklä­ren wäre… Müss­te, sollte.

Sie­he Anhang 53b mit dem aus­ge­ar­bei­te­te­ten Papier dafür. (Letz­ter Satz nicht ganz (ein sol­ches Papier wird nicht refe­ren­ziert), aber in etwa (man müs­se ja!)… 😉 )

Was macht im Moment eigentlich der Phoenix Volltrottel -

28. September 2023

der die Ukrai­ne als Mode­ra­tor schon vor zwei Mona­ten in der NATO gese­hen und sei­ne Gäs­te ange­keift habt, als sie ihn in ne ande­re Rich­tung nud­gen woll­ten, sie wis­sen schon der Vollgimpf, der gedacht hat diw USS Gerald R. Ford lie­ge ein­fach zum Spass vor Tri­est vor Anker, und man müs­se - also über nichts mehr reden was Russ­land noch machen kön­ne, weil die kön­nen ja eh nichts mehr machen.

Nun, also ers­tens mode­riert der natür­lich bei Phö­nix wei­ter lus­tig flo­cking “jour­na­lis­ti­sche Dis­kus­si­ons­run­den” mit ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­dis­ten (Insert: “Irgend­was mit Medi­en UND Aktivistin!”) -

und fragt sich öffent­lich wann denn jetzt end­lich die Kertsch Brü­cke mit deut­schen Waf­fen zer­stört wird, damit end­lich 2 Mil­lio­nen Bür­ger auf der Krim Rich­tung Hun­gers­not gehen und dann end­lich ohne Han­dels­be­zie­hun­gen zu Russ­land voll­stän­dig von Kiew abhän­gig sind.

Am Bes­ten übri­gens mit Tau­rus, denn da kannst du so rich­tig toll - Brü­cken­pfei­ler mit pul­ve­ri­sie­ren, dann steht da neben der Krim kei­ne Infra­struk­tur mehr im Meer, son­dern nur noch Schrott.

Ja war­um dau­ert das denn so lan­ge, bis das end­lich mit zur Zeit aus­schließ­lich deut­scher Hil­fe pas­siert, fragt sich der Volltrottel

Der immer noch auf Sen­dung gehen darf.

Was will man machen, Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand ent­deckt. Am aller­we­nigs­ten in der Redak­ti­on bei Phoe­nix die einen Mode­ra­tor so unvor­be­rei­tet in die Dis­kus­sio­nen schickt.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten. Deutsch­land hat nächs­tes Jahr nicht 0.3% Wirt­schafts­wachs­tum, son­dern mehr so -1%.

Naja, da kann man nichts machen. Haupt­sa­che das gute Fracking-LNG aus den US kommt wei­ter per Fracht­schiff über den Atlan­tik… Dank den prak­ti­schen 20 Jahresverträgen.

Neat salute in the canadian parliament there, Mr. Selenskyj.

28. September 2023

At 7:40min in.

Hat in Euro­pa wie­der nie­mand ent­deckt, was will man machen.

edit: Kon­text: