Faktor 12.4 (Korrektur: 9.1)

09. Januar 2024

Die Ukrai­ne will aktu­ell gera­de wie­der die west­li­chen Wer­te­ge­sell­schaf­ten an die 19.500 ent­führ­ten ukrai­ni­schen Kin­der in Russ­land erin­nern.

Und ich hat­te das arge Bedürf­nis, das mit der Ukrai­ni­schen Bevöl­ke­rung zu korrellieren.

Stellt sich raus, 5.45×10^-4.

Oder anders ausgedrückt:
0.000545

Danach hat­te ich das arge Bedürf­nis das mal mit den toten Kin­dern in Paläs­ti­na zu machen.

CNN.com
One in 100 peop­le in Gaza has been kil­led sin­ce Octo­ber 7
vor 13 Stunden 

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22835-60% (für nur Kin­der) = 9134

9134/2700000 = 0.00338

0.00338/0.000545 = 6.2

Also 6.2 mal mehr (per capi­ta) tote Kin­der in Gaza, als ent­führ­te Kin­der in der Ukraine.

Also - so wür­de es CNN darstellen. 

Was CNN natür­lich nicht dazu sagt - weil CNN - ist, dass da noch­mal etwa genau­so vie­le Tote unter den Trüm­mern lie­gen, die die US Prä­zi­si­ons­waf­fen - die die sel­bi­gen US Isra­el immer noch lie­fern, wäh­rend sie öffent­lich das Dra­mo­lett “Isra­el muss jetzt aber dann auch mal ein wenig weni­ger…” auf­füh­ren, nach­dem bereits 80% des Gaza­strei­fens zer­stört sind (NZZ bezug­neh­mend auf UNO Zahlen).

Also 12,4 mal mehr (per capi­ta) tote Kin­der im Gaza Strei­fen, als ent­führ­te Kin­der in der Ukraine.

Na aber, aber, aber die Kin­der beim Rus­sen, die wer­den sich noch gewünscht haben tot zu sein!

Jetzt ist es aber komi­scher­wei­se so, dass der ver­fick­te scheiß Drecks­stan­dard, just in die­sem Moment das Ver­glei­chen und das Recher­chie­ren ver­lernt, wäh­rend er gleich­zei­tig mit “die armen lei­den­den Kin­der” sei­ne fuck­ing Hor­ror­show Aufgeil-Klicks für mehr Waf­fen in der Ukrai­ne farmt, wäh­rend er uns bei Gaza lie­ber ver­fick­te raus­ge­kauf­te Psy­cho­lo­gen vor­führt, die uns als Gesell­schaf­ten sagen, dass wir bei soviel Leid auch mal zur “Selbst­für­sor­ge” weg­schaun können…

Die­se ver­fick­ten Scheiß­psy­cho­lo­gen, die sich allei­ne zu die­sem Zweck öffent­lich pro­du­zie­ren las­sen (für ein höhe­res Pro­fes­so­ren­ge­halt in den Jah­ren danach), gibt es natür­lich auch in den SRF Stern­stun­den (PFilo­so­phie!), dh. im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Medienraum.

Net­ter Zufall, nicht?

Tenor: Schau­en sie in Gaza doch mal weg. Ach­ten sie mehr auf sich selbst. Es wird ihnen gut tun. Aber in ihrem ver­fick­ten Scheiss Kaf­fe­kränz­chen mit den mit ihnen wett­ei­fern­den Nach­barn, in der ver­fick­test ver­lo­gens­ten aller Drecks­ge­sell­schaf­ten, empö­ren sie sich bit­te doch wie­der über den bösen Putin der 19.500 Kin­der aus einem Kriegs­ge­biet ent­führt hat.

Wol­len wirs noch­mal in abso­lu­ten Zah­len durchgehen?

Wol­len wir doch, oder? Wir sind hier doch so konsequent…

Getö­te­te ukrai­ni­sche Kin­der in 2 Jah­ren Ukrai­ne Krieg: 727 (durch Hoch­rech­nen die­ser UNICEF Zah­len)

Ent­führ­te ukrai­ni­sche Kin­der in 2 Jah­ren Ukrai­ne Krieg: 19.500

Getö­te­te Kin­der in Gaza in den ver­gan­ge­nen 3 Mona­ten: 9.134 aber mal zwei für die die noch unter den Trüm­mern der Häu­ser lie­gen und noch nicht gezählt wur­den - also 18.268, wobei jetzt doch erst die Hun­gers­not so rich­tig los­geht, ich hof­fe die Müt­ter haben genü­gend Milch­pul­ver. Was­ser fehlt ja leider.

Ent­führ­te Kin­der in Gaza in den ver­gan­ge­nen 3 Mona­ten: WHO THE FUCK KNOWS, NO NGO IS MACHIAVELLIAN ENOUGH TO MAKE THOSE NUMBERS UP OUT OF THIN AIR, only the Ukrai­ni­an government pro­vi­des tho­se of course.

Gut, jetzt wür­den wir mit einer sol­chen Gegen­über­stel­lung in Rea­li­ta natür­lich die öster­rei­chi­sche Bevöl­ke­rung über­for­dern, also wie wärs an die­ser Stel­le mit etwas Einfacherem?

Wie zum Beispiel: 

Jeder Angriffs­krieg ist völkerrechtswidrig.

Wes­halb Isra­el ja das Recht hat­te sich im Gaza­strei­fen zu ver­tei­di­gen, bis 80% aller Häu­ser in Gaza nicht mehr ste­hen. Wir das aber beim Rus­sen immer in jedem Satz dazu­sa­gen muss­ten. Der völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffs­krieg. Der völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffs­krieg. Der völ­ker­rechts­wid­ri­ge Angriffskrieg.

Also als rei­ne Tau­to­lo­gie in einem Zita­ti­ons­sche­ma für Vollidioten.

Jetzt zur Fra­ge. Jemand hat sich die­ses Zita­ti­ons­che­ma (beim Angriffs­krieg des Rus­sen muss man immer völ­ker­rechts­wid­rig dazu­sa­gen) ja aus­ge­dacht. Wer war denn das?

Hier mei­ne Ver­mu­tung: Jemand der rech­nen kann.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Jetzt gibt es aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, NTV hat end­lich Kla­vier­mu­sik zur Unter­le­gung ukrai­ni­scher Scha­dens­bil­der entdeckt: 

Pro­pa­gan­da hat natür­lich immer noch nie­mand gefunden.

edit2: Kor­rek­tur: Noch­mal so vie­le lie­gen noch unter den Trüm­mern, mag etwas hoch gegrif­fen gewe­sen sein.

Oder nicht.

Schwer zu sagen, da Isra­el ja gan­ze Wohn­haus­rei­hen weg­ge­bombt hat…

Die Zahl der als ver­misst gemel­de­ten Müt­ter und Kin­der beläuft sich aktu­ell jeden­falls auf 4900 (Stand vor zwei Wochen). Gehen wir von einer Ratio 1:3 (Müt­ter zu Kin­dern, bei einer durch­schnitt­li­chen Fer­ti­li­täts­ra­te in Gaza von 3.38) aus, sind das 3675 Kin­der die noch ver­misst wer­den, und nicht wie behaup­tet wei­te­re 9134. Die paläs­ti­nen­si­sche Auto­no­mie­be­hör­de geht (vor einem Monat) von etwa 7000 Ver­schüt­te­ten aus.

Wobei.. Ich habe mit 40% Kin­dern gerech­net nicht mit 42.8% wie in tat­säch­li­chen Schät­zun­gen (noch­mal 640 Kin­der Dif­fe­renz), und der Krieg dau­ert ja noch Mona­te, wäh­rend jetzt die Hun­gers­nö­te einsetzen…

Aber wir sind hier ja kon­se­quent, also hab ichs mit den neu­en Zah­len noch mal gerech­net, und der Fak­tor ist 9.1

9.1 mal mehr tote Kin­der (per capi­ta) nach drei Mona­ten im Gaza Strei­fen, als ver­schlepp­te Kin­der (per capi­ta) in zwei Jah­ren Krieg in der Ukraine.

Per capi­ta ist ggf. auch noch als unfair zu wer­ten. Also viel­leicht noch ein klei­nes Wort dazu, ich seh das pri­mär aus dem Blick­win­kel “Völ­ker­mord”. Den Isra­el ja zurück­weist, aber die Ukrai­ne selbst­re­dend seit April 2022 für sich bean­sprucht.

Nach­dem ich die 10te Debat­te gese­hen habe, die hier die Zah­len aus­ge­spart hat, habe ich mir gedacht rech­ne ich das doch mal selbst…

edit: 12. Jän­ner 2024: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

USA und Groß­bri­tan­ni­en bom­bar­dier­ten Huthi-Stellungen im Jemen

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Gut, aber die wer­den das doch machen, um Frie­den zu schaf­fen, nicht? Wolln wir mal reinhören?

Stel­lung­nah­men aus den USA und aus UK
Aus den USA heißt es wei­ter, die Angrif­fe der Rebel­len auf die inter­na­tio­na­le Schiff­fahrt sei­en unrecht­mä­ßig. Der “wahl­lo­se Beschuss” von Schif­fen habe auch nichts mit Isra­el zu tun - und selbst wenn, gebe es kei­ne Recht­fer­ti­gung, Schif­fe auf inter­na­tio­na­len Gewäs­sern anzugreifen.

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Ach­so, na dann… Jetzt ver­steh ich end­lich was Anton Hof­rei­ter mit “Frie­den schaf­fen mit mehr Waf­fen” gemeint hat.

Huthis - a new Axis of Evil?

Wei­te­re Ver­bün­de­te neben US und GB sind wie­der die Jung­fern­in­seln, oder…?

Die westliche Wertegesellschaft wills noch mal wissen

07. Januar 2024

Heu­te in der NZZ:

Der Indus­trie­park gehört Hoshi­ne Sili­con, dem welt­weit gröss­ten Her­stel­ler von soge­nann­tem metall­ur­gi­schem Sili­zi­um als wich­ti­gem Roh­stoff für die Solar­an­la­gen. Hoshi­ne ist ein zen­tra­ler Akteur in Chi­nas Solar­in­dus­trie, die welt­weit ein Qua­si­mo­no­pol hat. Sie ist somit prak­tisch unent­behr­lich für die Umstel­lung auf erneu­er­ba­re Energien.

[…]

Mitt­ler­wei­le ist der Anteil von Poly­si­li­zi­um aus Xin­jiang auf rund 35 Pro­zent gesun­ken. Vie­le chi­ne­si­sche Solar­fir­men haben nach eige­nen Anga­ben zusätz­lich Xinjiang-freie Lie­fer­ket­ten auf­ge­baut. Die USA impor­tie­ren Solar­mo­du­le ver­stärkt aus Süd­ost­asi­en und Indien.
Das US-Gesetz wirkt also. Wäh­rend etwa die EU noch dar­über debat­tiert, wie sie Zwangs­ar­beit aus­schlies­sen kann, zeigt das Bei­spiel, dass Import­län­der und Kon­su­men­ten Ein­fluss dar­auf haben, wie am ande­ren Ende der Welt pro­du­ziert wird. Zugleich illus­triert der Fall, dass wei­ter­hin vie­le Fra­gen zur Zwangs­ar­beit offen­blei­ben – und dass es kein schnel­les Ende aus der welt­wei­ten Abhän­gig­keit von Chi­nas Solar­in­dus­trie gibt.

[…]

Eine ande­re Stu­die der Shef­field Hallam Uni­ver­si­ty vom Som­mer hat nicht mehr das Zwangs­ar­beits­ri­si­ko bei Silizium-Rohstoffen unter­sucht, son­dern jenes bei den fer­ti­gen Solar­mo­du­len, die Ver­brau­cher in aller Welt auf ihre Haus­dä­cher mon­tie­ren. 75 Pro­zent aller Modu­le wer­den von chi­ne­si­schen Fir­men her­ge­stellt. Die­se Fir­men haben laut die­ser Stu­die zwi­schen 7 und 14 Pro­zent ihrer Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten auf «Xinjiang-frei» umge­stellt, offen­bar, um dem US-Gesetz gegen Zwangs­ar­beit zu genügen.
Das Pro­blem ist, dass die aller­meis­ten Fir­men kei­ne über­prüf­ba­ren Anga­ben zu ihren Lie­fer­ket­ten machen. Man­che begrün­de­ten das gegen­über den Stu­di­en­au­toren mit chi­ne­si­schen Geset­zen gegen Spio­na­ge und aus­län­di­sche Sank­tio­nen. Trotz glo­ba­lem Druck nach erhöh­ter Trans­pa­renz wer­de die Solar­in­dus­trie intrans­pa­ren­ter, schrei­ben die Autoren.
Die Stu­die schätzt des­halb anhand von Pro­duk­ti­ons­ka­pa­zi­tä­ten und ande­ren Daten, wie wahr­schein­lich es ist, dass welt­weit ver­kauf­te Solar­mo­du­le Roh­stof­fe aus Xin­jiang ent­hal­ten, zum Bei­spiel Sili­zi­um von Hoshi­ne. Für fast alle Modu­le ist die­se Wahr­schein­lich­keit «hoch» bis «sehr hoch». Eine Aus­nah­me ist der Schwei­zer Her­stel­ler Mey­er Bur­ger, der nach eige­nen Anga­ben kein Poly­si­li­zi­um aus Chi­na verwendet.
Die USA las­sen chi­ne­si­sche Solar­im­por­te durch
Doch ohne Chi­na geht es auf dem Solar­markt selbst für die USA nicht. Der Import­stopp für Xinjiang-Produkte brems­te den ame­ri­ka­ni­schen Solar­aus­bau, weil offen­bar auch vie­le Modu­le, die nach Her­stel­ler­an­ga­ben Xinjiang-frei sind, an der Gren­ze ste­cken­blie­ben. Mitt­ler­wei­le hat der ame­ri­ka­ni­sche Zoll etwa die Hälf­te der Solar­mo­du­le frei­ge­ge­ben. Ein Drit­tel hat der Zoll defi­ni­tiv abge­lehnt, beim Rest steht das Prüf­ergeb­nis noch aus.
Dabei stam­men die aller­meis­ten die­ser Solar­mo­du­le offi­zi­ell aus Malay­sia und Viet­nam, wo vie­le chi­ne­si­sche Her­stel­ler pro­du­zie­ren. Die USA wer­fen man­chen von ihnen vor, haupt­säch­lich in Chi­na zu pro­du­zie­ren und in Süd­ost­asi­en nur eine mini­ma­le End­mon­ta­ge zu machen, um Anti-Dumping-Zölle gegen Chi­na zu umge­hen. Im August erliess Washing­ton des­halb Straf­zöl­le gegen Fir­men wie BYD und Tri­na Solar – nur um die­se Zöl­le bis Juni 2024 aus­zu­set­zen, damit der Solar­aus­bau in den USA nicht wei­ter behin­dert wird.

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Also, wir mer­ken uns, solan­ge sie nicht im Berg­bau arbei­ten, lässt der US Zoll ihre Pro­duk­ti­on natür­lich durch.

Wie war das noch­mal vor kur­zem im IWMVienna?

Das IWM­Vi­en­na gibt noch mal bekannt wo es ideo­lo­gisch steht

Ach­so, ja - die Koope­ra­ti­on mit Euro­pa auf der Basis der inter­na­tio­na­len Men­schen­rech­te sei sehr wich­tig um inter­na­tio­nal Rohstoff-Förderstätten zu enteignen.

Wir sehen also - inhalt­li­che Kongruenz.

Und wie­der eine Genera­ti­on die sich freu­en darf im Wer­te­wes­ten die Wer­te an vor­ders­te Stel­le zu stel­len. In der Außen­po­li­tik. Oder in der Begrün­dung von lau­fen­den Kriegen.

Naja, wenigs­tens arbei­ten sie nicht mehr in Minen. Zu 65% Pro­zent. Um der ent­spre­chen­den US Gesetz­ge­bung zu genügen.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Die chi­ne­si­sche Solar­in­dus­trie schei­nen weder das US-Gesetz gegen Zwangs­ar­beit noch Straf­zöl­le aus­zu­brem­sen, im Gegen­teil. Hoshi­ne baut gera­de neue Pro­duk­ti­ons­an­la­gen im «Kohle-Strom-Silizium-Industriepark». Die Fir­ma pro­fi­tie­re in Xin­jiang von «poli­ti­schen Kos­ten­vor­tei­len», sag­te der Hoshine-Vorsitzende Luo Liguo im Som­mer. Ob er damit den güns­ti­gen Koh­le­strom oder gar Zwangs­ar­beit mein­te, ist unklar – Hoshi­ne liess eine NZZ-Anfrage unbeantwortet.

Seit 2021, also seit dem Import­stopp der USA, haben Silizium-Firmen in Xin­jiang sechs neue Fabri­ken ange­kün­digt, wie der Lieferketten-Experte Alan Craw­ford, ein Co-Autor der Shef­fiel­der Stu­die vom Som­mer, recher­chiert hat. Alle nut­zen Koh­le­strom. In ande­ren chi­ne­si­schen Regio­nen wie Sichu­an und der Inne­ren Mon­go­lei gibt es wei­te­re fünf­zehn sol­cher Pro­jek­te. Die Hälf­te von ihnen setzt eben­falls auf Koh­le, die ande­re auf Wasserstoff.

Huuuuumanis­mus, Zan­der Filet mit Ruco­la, und an Pinot Gri­gio vom Bau­ern, was regio­na­les, net immer so ganz so, mit ana Solar­an­la­ge am Dach. Humanismus.

Warum müssen Moderatoren unserer Tage

07. Januar 2024

und ich mei­ne tat­säch­lich die Mode­ra­to­ren, nicht die glatz­köp­fi­gen Sophis­ten am ande­ren Ende, eigent­lich immer so kom­plett Tex­te in ihrer Gän­ze able­sen­de geschnie­gel­te Lack­af­fen sein?

[Wir haben schon lan­ge nichts mehr vom Ger­man Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons gehört, da hab ich mir gedacht, war­um nicht die “jetzt noch sechs Jah­re auf­rüs­ten, dann mehr Krieg (halt ein kal­ter), Pro­pa­gan­da brin­gen, die die aktu­ell so raushauen…”]

Ach­so, ja - wegen Social Media, mehr likes, mehr views, und den Fra­gen, die an bestimm­te Exper­ten immer per Vol­ley zu gehen haben.

Anders wäre unse­re Gesell­schaft ja auch gar­nicht mana­ge­bar. Ja nicht mal denkbar.

Kon­text:

https://schweizermonat.ch/elitaere-netzwerke/

War das ein Skan­dal? Das hing vor allem von der Fra­ge ab, ob die­se Netz­wer­ke einen Ein­fluss auf die Bericht­erstat­tung hat­ten. Ich über­prüf­te die­se Fra­ge, indem ich die Arti­kel von vier hoch­ran­gi­gen Aussenpolitik-Journalisten ana­ly­sier­te, die beson­ders eng im trans­at­lan­tisch gepräg­ten aussen- und sicher­heits­po­li­ti­schen Eli­ten­mi­lieu ver­netzt waren. Als Prüf­stein such­te ich mir ein The­men­feld aus, in dem es in Deutsch­land eine Kluft zwi­schen Eli­te und Bevöl­ke­rung gab: die Aus­lands­ein­sät­ze der Bun­des­wehr v.a. in Afgha­ni­stan, die die Deut­schen mehr­heit­lich kri­tisch sahen, aber vom Bun­des­tag immer wie­der abge­seg­net wur­den, und damit zusam­men­hän­gend die Defi­ni­ti­on der Begrif­fe Sicher­heit und Ver­tei­di­gung. Die­se Begrif­fe waren näm­lich seit Anfang der 1990er Jah­re im poli­ti­schen Dis­kurs aus­ge­wei­tet wor­den: man ver­tei­dig­te nicht mehr nur klas­sisch sein Ter­ri­to­ri­um, wenn es ange­grif­fen wur­de, man woll­te jetzt sei­ne Inter­es­sen ver­tei­di­gen, und zwar welt­weit – eben dort, wo Bedro­hun­gen die­ser Inter­es­sen entstanden.

Das Ergeb­nis der Inhalts­ana­ly­se war ein­deu­tig: Die Jour­na­lis­ten waren nicht auf der Sei­te der mehr­heit­lich mili­tär­s­kep­ti­schen Bevöl­ke­rung, son­dern ver­wen­de­ten in ihren Kom­men­ta­ren den erwei­ter­ten Sicher­heits­be­griff, erin­ner­ten häu­fig an eine gan­ze Rei­he von Bedro­hun­gen, wie sie auch in regie­rungs­amt­li­chen Doku­men­ten und Dok­tri­nen stan­den, mahn­ten die deut­sche Regie­rung zur Pfle­ge der Part­ner­schaft mit den USA und zu mehr mili­tä­ri­schem Enga­ge­ment in der Nato – und, weil das eher unpo­pu­lär ist, auch zu ver­stärk­ter Über­zeu­gungs­ar­beit am Wahl­volk. Zwar war damit nicht gesagt, dass die­se Hal­tung kau­sal auf den Ein­fluss trans­at­lan­ti­scher Eli­ten zurück­zu­füh­ren war; mög­li­cher­wei­se war es genau anders her­um, und die Jour­na­lis­ten waren nur des­halb in die­se höhe­ren Krei­se ein­ge­la­den wor­den, weil sie bereits vor­her ähn­li­che Wer­te und Ein­stel­lun­gen ver­tre­ten hatten.

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Das nur noch schnell an die VERFICKTE HURENSAU von ehe­ma­li­ger Psy­cho­the­ra­peu­tin, die gemeint hat DREIMAL nach­fra­gen zu müs­sen, ob ich das über den GMF gesagt habe, was ich über den GMF gesagt habe, und mich dann aus der aus der Betreu­ung getre­ten hat nach­dem sie bei mir gean­kert hat, dass ich das in mei­nem Leben fort­an auch so machen müs­se, oder nichts mehr aus mir wer­den würde.

EIN HERZLICHES FICK DICH, auch an den zwei­ten Psy­cho­lo­gen, der mir danach (auf Anra­ten mei­ner Psych­ia­te­rin mich wie­der in The­ra­pie zu bege­ben) zwar ver­si­chert hat, dass das kei­nem klas­si­schen psy­cho­the­ra­peu­ti­schen Betreu­ungs­sche­ma ent­spro­chen hat, was die [in keins­ter Wei­se noch geschätz­te] Dame abge­zo­gen hat - dass er mir jetzt aber halt auch kei­ne erneu­te Psy­cho­the­ra­pie finan­zie­ren kön­ne, da “poli­ti­sche Ein­stel­lung” nicht the­ra­piert wer­den kann und “wir haben jetzt also, aber auch wirk­lich schon so viel mit ihnen ver­sucht - sie brau­chen aktu­ell kei­ne Psy­cho­the­ra­pie mehr”.

Wida­schaun!

Sterbt.

edit: Sor­ry, Einstiegssatz:

So the inten­ti­on was actual­ly three­fold, I guess, it was ahm, sen­ding a signal to a domestic audi­ence, a report first has been publis­hed in ger­man, and we had a natio­nal deba­te about what we should do about defense, …”

We had a what?!

Jaja, wer erin­nert sich nicht dar­an - an unse­re deut­sche und öster­rei­chi­sche öffent­li­che Debat­te dar­über was wir in Punk­to Ver­tei­dun­gung tun sollten…

Sor­ry, ich bin dann mal weg. Ich hab grad das ganz arge Bedürf­nis mei­nen Ber­nays noch­mal zu lesen.

Sie erin­nern sich viel­leicht noch an die hei­ßen Debat­ten “In Mariu­pol ist eine Frau, ihr Unge­bo­re­nes und ein wei­te­rer Pas­sant in einer Geburts­kli­nik umge­kom­men”, sagen die Ukrai­ner - also Cher­nov, der Vor­stand des Pho­to­gra­phen­ver­bands Ukrai­ne -- sol­len wir Selen­skyj jetzt die 200 Pan­zer - die er just zu dem Zeit­punkt for­dert und mit denen er Mariu­pol zurück­er­obern will - liefern?!

Die hei­ßen Debat­ten in denen Armin Wolf anmer­ken muss­te, er habe noch nie soet­was ver­schla­ge­nes wie den rus­si­schen Bot­schaf­ter gehört, der tat­säch­lich behaup­tet hat, das wäre von der Ukrai­ne gestellt gewe­sen. Wes­halb wir aus den Debat­ten lei­der seit dem gänz­lich die rus­si­sche Argu­men­ta­ti­on aus­spa­ren muss­ten. In allen Medien.

Was heißt die rus­si­sche Argumentation?

Auch die der Verhandlungsbefürworter.

Und die der Friedensaktivisten.

Schrieb damals das Pro­fil. Erst danach sind ALLE öster­rei­chi­schen Qua­li­täts­me­di­en auf “die Ukrai­ne muss gewin­nen, da Ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist” ein­ge­schwenkt - noch sehr weit VOR der öster­rei­chi­schen Poli­tik. (Regie­rung und Opposition.)

Aber nach­dem das ECFR gesi­gnalt hat­te, dass sies müs­sen, und wir die Gesell­schaft jetzt auf einen laaaa­an­gen Krieg vor­be­rei­ten müss­ten. Im März 2022. Als noch pro for­ma die “Frie­dens­ver­hand­lun­gen lie­fen”. Oder bes­ser, ausliefen…

Oder erin­nern wir uns an die hei­ßen Debat­ten “in Gaza ster­ben gera­de 167 Men­schen am Tag, davon 40% Kin­der, ich glau­be wir müs­sen die Har­vard Prä­si­den­tin raus­hau­en, da inves­tiert schon wie­der ein Netz­werk 100 Mil­lio­nen in Öffentlichkeitsarbeit”.

Wer könn­te die­se Debat­ten vergessen.

Also jemals.

In sei­nem Leben.

edit: ÜBRIGENS HIER NOCH MAL FÜR DIE VOLLIDIOTEN ZUM MITSCHREIBEN, das Nar­ra­tiv geht wie folgt: Wir waren ja über den Erfolg der Ukrai­ne so über­rascht. So über­rascht waren wir über den Erfolg der Ukrai­ne, der war ja gar­nicht vor­ge­se­hen. Der war so kom­plett gar­nicht vor­ge­se­hen (Gra­na­ten für 6 Wochen), dass wir ja noch nicht mal ein Sze­na­rio ent­wi­ckelt hat­ten was wir jetzt mit der Ukrai­ne machen. Also obwohl wir in den US über 7 Jah­re hin­weg, eine Waf­fen­lie­fe­rung nach der ande­ren abge­seg­net haben, bevor der Kon­flikt eska­liert ist - haben wir uns ja kei­ne Gedan­ken dar­über gemacht, was pas­sie­ren wür­de wenn die nicht gleich besiegt wer­den. Gut, jetzt ste­cken die in so einem ungu­ten War of attri­ti­on fest, also haben wir uns wie­der so kom­plett spon­tan gedacht -- Euro­pa rüs­tet jetzt mal 6 Jah­re auf - in dem es die US Rüs­tungs­in­dus­trie leer­kauft, weil danach wäre Russ­land ja fähig Euro­pa anzu­grei­fen, jetzt wo der Sieg der Ukrai­ne ja plötz­lich doch nicht mehr “alter­na­tiv­los” ist. Weil was der schon wie­der kos­tet, also die US. Nicht Euro­pa. Euro­pa, das aus die­sem Sze­na­rio am Schlech­tes­ten aus­steigt, hat selbst­re­dend, wei­ter Frohn­dienst zu leisten.

Ich mein… Gut aber, dass wir so gewitzt spon­tan den­ken kön­nen, und nichts von dem vor dem Krieg bereits in Plan­spie­len durch­ge­spielt haben [Über­wa­chen unter Freun­den geht gar­nicht - als Stim­mungs­auf­hel­ler]. Weil dann hät­ten wir ja als Theo­re­ti­ker in Think Tanks unse­ren Job gemacht.

Ein Hoch auf die kom­plett spon­ta­ne Geo­po­li­tik und ihre Folgen!

Was da erst los wäre, wenn wir jetzt nicht spon­tan ent­schie­den hät­ten - jetzt aber eben noch mal 6 Jah­re auf­rüs­ten, und dann wei­ter Krieg.

Aber gut dass mei­ne Genera­ti­on bis­her ja auch rein gar­nicht ver­arscht wor­den ist. Ich mein was da erst los wäre, wenn wir das in öffent­li­chen Debat­ten entscheiden…

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Netan­ja­hu: Krieg endet erst mit Errei­chen unse­rer Ziele

Was für Zie­le waren das noch­mal? Ach­ja, die hier:

Brül­ler

Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk und abartigst Allerletzte

07. Januar 2024

Der Stan­dard muss­te wie­der mal Pro­pa­gan­da intra­ve­nös bringen…

Frü­her gabs das nicht unter einem Frie­dens­preis des Deut­schen Buch­han­dels für einen Kriegs­pro­pa­gan­dis­ten in der Pauls­kir­che, aber heutzutage.

Heut­zu­ta­ge gibts nur eine insze­nier­te zehn­tä­gi­ge Pressereise.

Der Schrift­stel­ler Robert Pros­ser ver­brach­te im Novem­ber zehn Tage im Süden der Ukrai­ne, zuwei­len auch in Front­nä­he. Eine Repor­ta­ge über Bom­ben­alarm und eine unbe­irr­te Kulturszene

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Moment, eine unbe­irr­te Kul­tur­sze­ne, könn­te das nicht…?

Aber natür­lich könn­te es…

Scha­dan.

Sein Werk erscheint in Über­set­zung bei Suhr­kamp, die hie­si­ge Rezep­ti­on beschreibt ihn gern als ehe­ma­li­gen Punk­ro­cker, sein musi­ka­li­sches Œuvre wird als Bei­werk ver­nach­läs­sigt. In der Ukrai­ne aber fei­ert und ver­ehrt ihn vor allem das jun­ge Publi­kum als Sän­ger. Zha­dan i Sobaky, Scha­dan und die Hun­de, heißt sei­ne Band; mit Chry­sty­na Solo­wij, einem wei­te­ren Pop­star, ver­öf­fent­lich­te er jüngst die Sin­gle Sert­se (Herz).

Nach weni­gen Wochen hat das dazu­ge­hö­ri­ge Video knapp eine Mil­li­on Klicks auf Youtube.

Gut, aber das wird ja noch kein Kiregs­pro­pa­gan­dist sein, ich meine…

Selbst­si­cher, wie er spä­ter auch neben dem Ver­kaufs­tisch steht, und Buch um Buch signiert, Scha­dan, in fet­ten schwar­zen kyril­li­schen Buch­sta­ben: Er ist eine Mar­ke, und nie­mand, auch Sla­wa nicht, nennt ihn Ser­hij, alle reden ihn mit Scha­dan an, also gut: Scha­dan ist in sym­pa­thi­scher Wei­se abge­klärt, misst der Auf­merk­sam­keit, die er erregt, nicht son­der­lich Bedeu­tung zu, auch tags­über nicht, wenn er beim Essen oder in den Stra­ßen um Fotos und Auto­gram­me gebe­ten wird. In Pro­sa und Lyrik ver­leiht er dem ukrai­ni­schen Osten eine ener­ge­ti­sche, begeis­tern­de Form.

So ein toi­ler Hecht, was küns­tet der denn so, wenn der Tag lang ist?

Im Radio besingt ein Lied die getö­te­ten Rus­sen, deren Lei­chen auf den Äckern einen guten Dün­ger abge­ben. Schad­ans neue Sin­gle wird gespielt, der Skan­dal wei­tet sich aus, die Kir­che in Lwiw wur­de von der reli­giö­sen Obrig­keit neu geweiht. Abends errei­chen wir Odes­sa, fah­ren am Bom­ben­kra­ter neben dem Kunst­mu­se­um vor­bei und an der Kathe­dra­le, die im Juli zer­stört wor­den ist.

Ja, also jetzt kann man das ja nicht so direkt in Zusam­men­hang bringen…

Ah, doch - kann man?

Enter Yes Con­fe­rence 2023:

refe­ren­ziert:

What to best pair hope with

Oh, da isser ja wie­der… Mal schaun wie er da vor­ge­stellt wird…

[…] Someo­ne who’s a fel­low New Yor­ker who has been tireless­ly cham­pio­ning Ukrai­ni­an crea­ti­vi­ty and music in Ame­ri­ca, now in Ukrai­ne and is very much a beacon for Ukraine’s music indus­try and crea­ti­vi­ty and then Ser­hij Scha­dan who is a poet nove­list artist and has a band um Scha­dan and the dogs um an extra­or­di­na­ri­ly multi-talented artist who has

[Applau­se]

who has done some abso­lute­ly remar­kab­le work tireless­ly - both of them tireless­ly - tou­ring throughout Ukrai­ne to speak to ordi­na­ry ukrai­ni­ans to boost their mora­le, to keep them focu­sed, but also going to the west and out reach out­side Ukrai­ne to try and drum up sup­port and main­tain atten­ti­on on Ukrai­ne, so first of all thank you both very much inde­ed for the work you’­ve done.

Yes, thank you very much indeed.

Gut, das muss jetzt nicht unbe­dingt das Selbst­ver­ständ­nis der Künst­ler wie­der­spie­geln, ah - Moment tut es? - Ach­so, ja…

This is the first one it’s cal­led For­ces of the Vic­to­ry [For­ces of Vic­to­ry – Gogol Bor­del­lo (feat. Ser­hiy Zha­dan and Kazka)], we wro­te it right in the begin­ning of the war, was very uh moment, when the­re was a lack of sen­se of direc­tion - and we kind of had to basi­cal­ly get peop­le to the idea of what’s hap­pe­ning fast and this was the result!”

[Music]

src: obri­ges Video

Lyrics:

My dear good friend, let’s not forget
That we can take down Pinochet
Against us any gang of four
Will be on the floor
When I was youn­ger, I thought some­day that we will win
And in ano­t­her coun­try I will find my twin
Spread good music and good poetry
Joi­ning the for­ces of the victory
Down in the hall­ways of unknown
Whe­re we walk alone
Insi­de of hos­pi­tals and morgue
Cli­ni­cal lone­li­ness backs off
If you’ll remem­ber tho­se before
And the ones that are yet to come
Abo­ve the suf­fer of it all
Tri­umphs the uni­on of souls
With only one thing on its mind
I can’t go on, I will go on
With only one thing on it’s mind
I can’t go on, I will go on
When I was youn­ger I thought some­day that we will win
And in ano­t­her coun­try I will find my twin
Spread good music and good poetry
Joi­ning the for­ces of the victory
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I can’t go on, I will go on
I must stop wrong and do some wrong

src: click

Das wird jetzt aber doch nicht Pro­pa­gan­da sein, oder? Ach­so, ja, aber über das Selbst­ver­ständ­nis von Scha­dan haben wir nichts kon­kre­tes oder? Oder Scha­dan, Scha­dan, was muss denn Kunst im Krieg sein, was muss die leis­ten Schadan?

Ach­so, das hier muss sie leis­ten, gell Schadan?

denn Kul­tur ist Nor­ma­li­tät des Lebens die uns mit Bil­dung, unse­rem Back­ground und unse­rer Erzie­hung verbindet”.

Und des­halb [*hust*] ist es für die Men­schen, egal ob an der Front, oder abge­schnit­ten im Hin­ter­land wich­tig Musik zu hören und Bücher zu lesen, in denen ich als Pro­pa­gan­dist, natür­lich über­haupt kei­ne Pro­pa­gan­da unter­ge­bracht habe - in die­sem gro­ßen Feld der Kul­tu­rel­len Kom­po­nen­te [DES KRIEGES!? jetzt ver­rat dich aber nicht gleich durch dein Den­ken selbst du…], in die­sem gro­ßen Feld der Kultur.”

refe­ren­ziert:

Wie kann man die Gesell­schaft noch verarschen?

Gut, wie kommt jetzt der Pro­pa­gan­da eja­ku­lie­ren­de Autor, den der Stan­dard hier inter­view­en muss zur “Künst­ler­sze­ne” direkt an der Front.

Na ich würd mal sagen, den wird dem wird die ukrai­ni­sche Patrol-Polizei den Zugang ver­mit­telt haben, sonst kommt er ja auch schwer an die Front, und die Her­stel­lung des Kon­takts hat wie­der das jüdi­sche Muse­um Ber­lin über­nom­men? Wobei, dis­kri­mi­nie­ren wir mal hier nicht schließ­lich bekommt man unter die­sen guten Künst­ler­freun­den auch schon mal die Pauls­kir­che zur Ver­lei­hung des Frie­dens­prei­ses des deut­schen Buch­han­dels für einen Kriegs­pro­pa­gan­dis­ten gebucht, da ste­hen dem die guten Kon­tak­te zur Bischofs­syn­ode in Deutsch­land also um nichts nach.

Unse­re täg­li­che Kriegs­pro­pa­gan­da gib uns heute.

Jetzt bleibt nur doch die Fra­ge - wie zur Höl­le, lan­det das im Stan­dard. Ant­wort: Mit den ers­ten Kriegs­flücht­lin­gen, hat man in den Deutsch­spra­chi­gen Medi­en selbst­re­dend auch “Jour­na­lis­ten” aus der Ukrai­ne auf­ge­nom­men, die dann gleich im Zuge eines media­len Austausch- und Arbeits­pro­gramms, die media­le Bericht­erstat­tung über den Krieg über­neh­men durf­ten (sie hat­ten ja so viel mora­li­sches Fie­v­re, und den Dri­ve) - und im Anschluss ein­fach begon­nen haben, mit guten Kon­tak­ten ins Hei­mat­land, die deutsch­spra­chi­ge Öffent­lich­keit kom­plett durch­zu­ver­ar­schen, und das machen sie auch heu­te noch.

Und wenn ich Hei­mat­land schrei­be, dann mei­ne ich HEIMATland.

Gell Scha­dan! Könn­test du noch­mal! Ach­ja, könn­test du. Dan­ke Schadan.

Vor­tei­le des Besatzungsregimes

Eines Tages wird der Früh­ling zurückkehren.
Aus den süd­li­chen Regio­nen des Heimatlandes
wer­den die Vögel kom­men, und die lauten
Pfei­fen der ein­hei­mi­schen Vögel
wer­den die Bau­ern­hö­fe und Fabrik­mau­ern erklingen,
und der gro­be Schnitt der Soldatenkleidung,
und eine Men­ge ande­rer Dinge.

Doch die Trau­rig­keit fällt auf die Felder.
Die Not der Nack­ten brei­tet ihre Flü­gel aus,
bis der Dich­ter alar­miert spricht:
Ich bin ein Volk, des­sen Wahr­heit stark ist;
Die­se Frau, die ich lie­be, frag­te sie.

Ein trau­ri­ges Land in Zei­ten der Not.
Der Stadt­be­woh­ner wan­dert zwi­schen den Gebäu­den umher,
mit einer natür­li­chen Kunstfertigkeit
spricht und sei­ne ver­ba­le Arbeit
ist voll von unge­sun­der Erotik
und dem all­täg­li­chen Antisemitismus.

Sei­ne nack­ten Füße krat­zen an den Stoppeln,
Der alte Per­eben­dya steht am Zaun
denkt er sich, wenn er auf dem Baum­stumpf sitzt,
die bösen Kin­der in die­ser bösen Stunde
haben ihre Schan­de ver­ges­sen und die Ukrai­ne in den Ruin getrieben,
Sie haben Spi­ri­tua­li­tät und Kampf vergessen,
und all­ge­mein etwas Blöd­sinn gemacht.

Die Stadt ist arm. Nach­dem die Fräs­ma­schi­ne auf­ge­ge­ben wurde,
die Arbei­ter auf der Veran­da der Fabrik
Sie schaf­fen Ver­bin­dun­gen und machen Ärger,
Alko­hol destil­lie­ren, den War­schau­er Kamin anfeuern
und, nach­dem ich mir den Rotz und ein paar Trä­nen abge­wischt hatte,
sie ver­wan­deln sie in Trunkenheit.

Das Dorf wird die­se schwe­re Süh­ne bestehen.
Das Dorf ist die Wur­zel der Nati­on, das Wasser
die das Ufer bewe­gen. Die Jugend auf der Wiese,
Ver­trau­en in den Dorfvorsteher,
schal­tet sich ein und wen­det sich der Natur zu,
schänd­li­che Volkstänze.

Des­halb ver­liert das Leben nie
sei­ne trans­pa­ren­ten geräusch­vol­len Projektionen.
Ein flin­ker jun­ger Mann, ein leicht erreg­ba­res Kind,
und ergriff die Hand eines müden Mädchens,
und da sind sie - kei­nen Tag zu früh -
Noti­zen zu Vor­le­sun­gen machen,
Miss­ach­tung der Anfor­de­run­gen der Empfängnisverhütung.

Und nur der Stern lag über der Stadt,
der jun­ge Mann wischt sich die Trop­fen von der Stirn
und ein jugend­li­ches Lächeln wird erstrahlen.
Denn trotz der Tat­sa­che, dass sie gege­ben oder nicht gege­ben hat,
Das mensch­li­che Glück hat zwei gleich­wer­ti­ge Flügel:
Rosen und Wein­trau­ben - schön und nützlich.

(1998)

src: click

Uh, uh, jetzt aber schnell ein Kon­zert von Ihm bei der Körber-Stiftung veröffentlichen!

Damals war das näm­lich noch Rap. Heu­te Punk. Und mor­gen VOLX-Rock-n-Roll.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Also wer ist die ver­fick­te Sau die das dies­mal über den Stan­dard unter die Bevöl­ke­rung bringt. Dont fret, just point.

Robert Pros­ser, eine Selbst­in­sze­nie­rung auf zwei Bei­nen. (1|2|3) Na da hat die ukrai­ni­sche Pro­pa­gan­da wie­der den Rich­ti­gen gefun­den. Und der Stan­dard hat ihn publiziert.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Aller­letz­te. Fickt euch ihr Schweine.

FICK DICH DU ELENDIGLICHES HURENSCHWEIN von ehe­ma­li­ger Psy­cho­the­ra­peu­tin, die in mir gean­kert hat, das aus mir nur noch irgend­was im Leben wird, wenn ich als Publi­zist die­se Lügen streue.

FICK DICH DU ELENDIGLICHES Schwein von zwei­ten Psy­cho­the­ra­peu­ten, der mir die Fina­zie­rung einer The­ra­pie ver­wei­gert hat, mit dem Ver­weis dar­auf, dass das was die ers­te Psy­cho­the­ra­peu­tin ver­an­stal­tet hat zwar nicht “dem Stan­dard der Psy­cho­the­ra­pie ent­spro­chen habe” - aber sie brau­chen jetzt kei­ne Psy­cho­the­ra­pie mehr, weil sie kei­ne Psy­cho­the­ra­pie mehr brau­chen. Und die Psy­cho­the­ra­pie kön­ne eh nichts machen, bei poli­ti­schen Einstellungen.

FICKT EUCH IHR FUCKING SCHWEINE.

FICKT EUCH STANDARD HUREN.

Die ihr nie in euerm Leben gelernt habt zu recher­chie­ren, und seit zwei Jah­ren, die ver­fick­ten Schoß­hünd­chen der ukrai­ni­schen Pro­pa­gan­da spielt.

Und fick dich, Leben.

Ach­ja, das Stan­dard Publi­kum ist schon wie­der hin und weg, dass das so eine authen­ti­sche Repor­ta­ge vom Krieg ist. Tenor “So stel­le ich mir Leben im Krieg vor”.

Fupa! Nicht nur du.

AMS - oder wie sie auch morgen noch kraftvoll die Bevölkerung verarschen

04. Januar 2024

Der Jour­na­lis­mus konn­te lei­der nur die State­ments abschrei­ben - weil Wis­sen hat er keins, und recher­chie­ren ist ihm zu hoch.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk Allerletzte.

Der Stan­dard hat das AMS um ein State­ment bezüg­lich der 300.000 Euro “Ent­wick­lungs­kos­ten” für den Beru­f­in­for­mat gebeten.

Das AMS hat wie folgt reagiert:

Und wei­ter zu den tech­ni­schen Details: “Der AMS-Berufsinfomat ist ein auf Gene­ra­ti­ve AI basie­ren­des Chat­sys­tem und nutzt Tech­no­lo­gien wie [Lar­ge Lan­guage Models (LLMs), Machine/Deep Learning][macht ChatGPT fürs den vom AMS beauf­trag­ten Ven­dor], [Python, Java, NoS­QL, SQL und JS][OMG they are run­ning a web­ser­ver, cant belie­ve thats 50 USD-500 USD a mon­th!]. Die Lösung besteht aus Client- als auch Server-Komponenten, [wobei die Ser­ver­kom­po­nen­ten sowohl haupt­säch­lich inter­ne KI-Verarbeitungsprozesse als auch exter­ne Ser­vices wie Ope­nAI nutzen][wut?]. [Die tech­ni­sche Basis bil­det ein RAG (Retrieval-augmented generation)-Verfahren mit einer vor-/nachgeschalteten Verarbeitungspipeline][jetzt hal­tet mal die Fres­se, RAG ist eine Vek­tor­da­ten­bank die ans User­prompt noch wei­te­re Instruk­tio­nen klatscht, damit ChatGPT exak­te­re Ant­wor­ten gene­riert - mehr dazu spä­ter]. [Erst als letz­ter Ver­ar­bei­tungs­schritt wird Ope­nAI ChatGPT 3.5T verwendet][So much wow! Davor ist da ja noch RAG geschnallt, das auf einem Web­ser­ver läuft!], um die Ant­wort auf Basis der aus­ge­wähl­ten Daten­ob­jek­te zu gene­rie­ren. Der Cli­ent wur­de im Rah­men der Anpas­sun­gen auf Bar­rie­re­frei­heit, Respon­si­ve­ness und Per­for­mance opti­miert und neu designt.” [OH, for fucks sake - yes, we also got a web­page designer]

src: click

Also zu RAG. Was kos­tet das denn so eine Vek­tor­da­ten­bank aus den 3 Web­sei­ten zu kre­ieren, die das AMS für “Berufs­in­for­ma­tio­nen scraped”?

Räus­per:

Is Fine-Tuning LLMs or Imple­men­ting RAG Expensive?
Both fine-tuning and RAG invol­ve some cos­ts and chal­len­ges that need to be con­si­de­red befo­re imple­men­ting them for your LLM app­li­ca­ti­on. Here are some examples:

The cost of com­pu­te power: Both fine-tuning and RAG requi­re signi­fi­cant amounts of com­pu­te power to train and run your models. Depen­ding on the size and com­ple­xi­ty of your models and data, this may incur sub­stan­ti­al expen­ses for cloud ser­vices or hard­ware resour­ces. For examp­le, accord­ing to OpenAI’s pricing1, fine-tuning GPT-3.5 Tur­bo cos­ts $0.008 per 1K tokens for trai­ning and $0.012 per 1K tokens for input usage2. Run­ning RAG also requi­res addi­tio­nal com­pu­te power for embed­ding models and vec­tor data­ba­ses that are used for infor­ma­ti­on retrieval34.

Final­ly, fine-tuning is the most expen­si­ve pro­cess. It chan­ges some fun­da­men­tal aspects of a model: its lear­ned know­ledge, its expres­si­ve rea­so­ning capa­bi­li­ties, and so on. The­se cos­ts can be unpre­dic­ta­ble and depend on the size of the model, but usual­ly cost around $100,000 for smal­ler models bet­ween one to five bil­li­on para­me­ters, and mil­li­ons of dol­lars for lar­ger models.”

src: click

Nur damit wir das ein­mal ver­ste­hen, Chat GPT bie­tet das “Finetu­ning” mit eige­nen Quel­len als Opti­on eben­falls an, nur falls man die­sen Schritt selbst hos­ten möch­te, kann man das selbst­re­dend eben­falls ger­ne tun. Man hos­tet das im All­ge­mei­nen selbst, wenn man auf open source LLMs zurück­greift, und dann nicht auch noch eine ChatGPT Anmel­dung zukauft, aber das AMS hat das ger­ne auch noch getan.

Nächs­ter Punkt, man greift auf RAG zurück wenn einem das Finetu­ning bei ChatGPT zu teu­er ist.

$0.012 per 1K tokens,

sind $0.004 pro A4 Sei­te. Das AMS lässt drei Web­sei­ten scra­pen. Sagen wir die haben den Umfang von 100 Bibeln

740000 Wör­ter in der Bibel

740000*100 = 74000000

gebro­chen durch 250 (Wör­ter auf einer Stan­dard A4 seite)

74000000/250 = 296000

296000 A4 Sei­ten zu 0.004 cent

296000*0.004 = 1184

Also

500 Euro mal 12 für die Jah­res­kos­ten für einen Ser­ver bei Hetz­ner macht 6000 Euro.

Finetu­ning von Chat-GPT auf 100 Bibeln an Con­tent macht 1200 Euro.

Wofür haben die jetzt 300.000 Euro aus gegeben?

Stan­dard 100 Nut­zer­li­zen­zen bei ChatGPT für AMS Leu­te! Ok, macht noch­mal 2000 Euro.

Der Dreck ist kei­ne 15.000 Euro wert (6000+1200+2000)+300 fürs Web­de­sign einer html sei­te mit iframe - und gezahlt haben sie 300.000 Euro.

What?!

Hier die Bei­spiel­rech­nung von symbl.ai mit Chat GPT 3.5 und RAG das das AMS verwendet:

Simu­la­ting an Example
To illus­tra­te how fine-tuning and RAG can be used for an LLM app­li­ca­ti­on, let’s simu­la­te an examp­le of buil­ding a chat­bot that can ans­wer ques­ti­ons about cloud com­pu­ting. Here are some sam­ple num­bers based on what is being offe­red in the mar­ket for fine-tuning pri­cing, vec­tor data­ba­se pri­cing, com­pu­te power examp­les and cost and sam­ple time­li­nes. The­se num­bers are for illus­tra­ti­ve pur­po­ses only and may not reflect the actu­al cos­ts and time­li­nes for your spe­ci­fic application.

[…]

RAG:

GPT-3.5 Tur­bo:

LLM Usa­ge Cost: $280 (from Fine-tuning)
Embed­ding Model Cost: $0.0001 per 1K tokens × 10,000 = $1
Vec­tor Data­ba­se Cost: $70 (Stan­dard Plan for Pinecone)
Com­pu­te Power Cost: $0.6 per hour (GPU + CPU) × 24 hours × 15 days = $216
Total Mon­th­ly Ope­ra­ting Cost: $280 + $1 + $70 + $216 = $567

src: click

Das Bei­spiel rech­net mit 9.6 Bibeln (Umfang) an Trainingsdaten.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit2: Und hier der Beleg:

https://wia.tv/berufsinfomat

Ein Nach­bau des AMS Berufs­in­fo­ma­ten [nicht von mir gebaut] - inner­halb von zwei Tagen erstellt. (Kei­ner der API calls geht (vor­der­grün­dig) zur AMS domain.)

Hat die sel­ben “Begren­zun­gen” drinnen:
Bildschirmfoto 2024 01 05 um 08 46 24

Nutzt die sel­ben Trainingsdaten:
Bildschirmfoto 2024 01 05 um 08 47 22

Bedeu­tet fol­gen­des: Ohne jetzt die­se vier Web­sei­ten zu scra­pen, wer­den alle vier nicht den Umfang von (gesam­melt) mehr als viel­leicht zwei Bibeln haben.

Das Bei­spiel oben rech­net mit einer Trai­nings­zeit für RAG von 3 Mona­ten bei einem Umfang von 9 Bibeln als Trai­nings­da­ten - das Fak­si­mi­le war inner­halb von zwei Tagen online.

Ich redu­zier den wahr­schein­li­chen Umfang der “Trai­nings­da­ten” mal auf zwei Bibeln. Bedeu­tet, wenn ich ChatGPTs Finetu­ning für 4.0 ver­wen­de, fal­len in etwa Kos­ten von 20 Euro gesamt an. Bei Nut­zung von RAG mit GPT 3.5 immer noch 500 Euro monat­lich, aber halt nicht für 3 Mona­te, son­dern für eins.

Ver­mu­te­te Kos­ten des Fak­si­mi­le­pro­jekts, bei Nut­zung von ChatGPTs “Finetu­ning”: Unter 100 Euro.

Das AMS hat aber schon 300.000 aus­ge­ge­ben. Denn man muss­te ja das Kon­sul­ting­un­ter­neh­men bezah­len und die Ser­ver kau­fen! Und dann in der Begrün­dung noch 100 Lizen­zen für GhatGPT unter­brin­gen, die mit dem Berufs­in­fo­ma­ten aber auch haar­ge­nau gar­nichts zu tun haben.

Der Jour­na­lis­mus war wie­der ein­mal KOMPLETT unfä­hig zu recherchieren.

Und hat anstatt­des­sen lus­ti­ges “he said” “she said” Brief­chen­durch­rei­chen von State­ments an die Öffent­lich­keit gespielt.

Und das AMS hats immer noch geschafft dafür 300.000 Euro auszugeben.

Die­se Gesell­schaft ist das ABSOLUT GROTESK und ABARTIGST ALLERLETZE.

edit3: Dan­ke. Start-up baut KI-Chatbot des AMS um weni­ge Euro nach