Wir informieren Österreich seit 1988

11. Dezember 2023

COP 28

Eini­gung auf fos­si­len Aus­stieg war noch nie näher – gelingt in Dubai die Sensation?

Der Wider­stand eini­ger Staa­ten, allen vor­an Saudi-Arabien, ist gewal­tig. Ein gele­ak­ter Brief der Opec an ihre Mit­glie­der zeigt, wie ner­vös die füh­ren­den Erd­öl­staa­ten sind

Ali­cia Prager
10. Dezem­ber 2023, 18:00

[…]

(Ali­cia Pra­ger aus Dubai, 10.12.2023)

src: click

Ali­cia Pra­ger ist Stan­dard Jour­na­lis­tin.

A few moments later…

In Dubai mem­bers of the oil pro­du­cer Alli­an­ce OPEC Plus have been blo­cking pro­gress toward a glo­bal agree­ment to pha­se out the use of fos­sil fuels as the UN’s COP 28 cli­ma­te sum­mit in Dubai bar­rels towards its conclusion.

Tues­day, led by Sau­di Ara­bia, dele­ga­tes from OPEC coun­tries backed by coal oil and gas lob­by­ists have rejec­ted any draft text that even men­ti­ons fos­sil fuels.

This is demo­cra­tic Mas­sa­chu­setts sena­tor Ed Mar­key spea­king from the side­li­nes of the COP 28 talk Sunday:

COP should con­clu­de with a final state­ment that says that the world wants to end this addic­tion, it wants to pha­se out fos­sil fuels. OPEC does not want to pha­se out fos­sil fuels, they made that very clear yesterday.”

src: click

Ali­cia Pra­ger, Stan­dard jour­na­list, rea­ding the PR texts one day later: Could we expe­ri­ence a sensation?!

No. We couldnt.

Becau­se, journalism.

Not let­ting yourself be flown across the world resi­ding in cli­ma­ti­zed hotel rooms, rea­ding PR press texts, then “basing your work on it”.

Wo bleibt die APA, wenn man sie braucht.

Oh well…

edit: Ali­cia Pra­ger einen Tag später:

Kli­ma­gip­fel droht zu schei­tern: Neu­er Ent­wurf nennt kein Ende für Fossile

NEIN!

Wol­len wir hier die time­li­ne noch­mal durchgehen?

edit: Das wird aber nichts mit der ande­ren Mel­dung von vor zwei Wochen zu tun haben, die wir eben­falls ver­ges­sen haben zu brin­gen, oder?

UAE offi­cial­ly stops using dol­lar for oil trades

Reports indi­ca­te that the UAE is eyeing poten­ti­al oil and gas deals with up to 15 coun­tries, inclu­ding hea­vy­weights like Chi­na, Rus­sia, and Egypt, all of whom are mem­bers of the BRICS alli­an­ce and advo­ca­tes of de-dollarization.
This isn’t just about diver­si­fy­ing tra­de; it’s about making a state­ment on the glo­bal sta­ge. The UAE is not just fol­lowing a trend – it’s set­ting one.
The move by the UAE to embrace local cur­ren­ci­es in oil tra­des is not an iso­la­ted event. It’s part of a lar­ger nar­ra­ti­ve whe­re nati­ons are incre­a­singly ques­tio­ning the sta­tus quo and explo­ring alter­na­ti­ves that bet­ter ser­ve their eco­no­mic interests.

Dieses Katar…

11. Dezember 2023

schon wie­der… Ich glau­be wir brau­chen noch schnell wei­te­re 50 Pos­ting unter den Kom­men­ta­ren der deut­schen Qua­li­täts­pres­se, dass Al Jaze­e­ra das RT des fer­nen Ostens ist und sofort ver­bo­ten gehört.

The way Inter­na­tio­nal jour­na­lists attempt to tro­pe Pales­ti­ni­ans and dele­gi­ti­mi­ze as well as deny the cri­mes against them, has has not only beco­me vicious in in the way that jour­na­lists are framing it - like that [Sky News] inter­view, but it has incre­a­sed and beco­me let­hal in a way that it is a com­ple­te pro geno­ci­dal stance by jour­na­lists, that claim to be objec­ti­ve, that claim to be non­par­ti­san, that claim to be sup­por­ting the truth, to sup­port accu­ra­cy for their audi­en­ces, but it’s not just com­mon - it is being encou­ra­ged by edi­tors and by poli­cy makers, weit­her direct­ly or indirectly.”

Yup.

Kann da nicht ein israe­li­sches Kul­tur­zen­trum etwas machen? Viel­leicht das jüdi­sche Muse­um Ber­lin? Die haben doch gute Kontakte.

Wie kann man die Gesell­schaft noch verarschen?

Fol­lowup:

What to best pair hope with

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Ah deshalb…

11. Dezember 2023

… hat die Ukrai­ne in den ver­gan­ge­nen 13 Jah­ren ihren Agrar­sek­tor ver­zehn­facht (nicht ganz, also nur die Wei­zen und die Mais Produktion)!

edit: Bes­se­re Datenbasis:
Bildschirmfoto 2023 12 11 um 12 38 32
src: click

Bei einem EU-Beitritt der Ukrai­ne wür­de einer Stu­die zufol­ge bis zu 17 Pro­zent des gemein­sa­men Haus­halts des Staa­ten­ver­bunds in das Land flie­ßen. Exper­ten des Insti­tuts der deut­schen Wirt­schaft (IW) schät­zen die finan­zi­el­len Fol­gen einer Voll­mit­glied­schaft der Ukrai­ne in der EU auf das der­zei­ti­ge mehr­jäh­ri­ge Bud­get der EU auf rund 130 bis 190 Mil­li­ar­den Euro, wie aus einem am Mon­tag ver­öf­fent­lich­ten Bericht her­vor­geht. Der mehr­jäh­ri­ge Gemein­schafts­etat der EU umfasst von 2021 bis 2027 rund 1,1 Bil­lio­nen Euro.

Die genaue Sum­me hän­ge davon ab, wel­che Annah­men über die Acker­land­flä­che und die Bevöl­ke­rungs­zahl für die Ukrai­ne getrof­fen wür­den, schrei­ben die Wis­sen­schaft­ler. In ihren Berech­nun­gen gehen sie von 70 bis 90 Mil­li­ar­den Euro Agrar­sub­ven­tio­nen für die Ukrai­ne aus. 50 bis 90 Mil­li­ar­den Euro wür­den auf die soge­nann­te Kohä­si­ons­po­li­tik entfallen.

src: click (Welt)

Also wenn ein Land als Net­to­emp­fän­ger mehr an Agrar­sub­ven­tio­nen bekommt, als an Kohä­si­ons­sub­ven­tio­nen (Struk­tur­fonds), dann kann das nur die “most vibrant Demo­cra­cy” Euro­pas sein.

Also - recher­chie­ren wir.

Ein Jahr nach der rus­si­schen Inva­si­on in der Ukrai­ne legt ein neu­er Bericht des Oak­land Insti­tu­te, „Krieg und Dieb­stahl: Die Über­nah­me der land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen der Ukrai­ne“, die finan­zi­el­len Inter­es­sen und die Dyna­mik dar, die zu einer wei­te­ren Kon­zen­tra­ti­on von Land und Finan­zen führt.

Obwohl die Ukrai­ne im Zen­trum der Nach­rich­ten und der inter­na­tio­na­len Poli­tik steht, wur­de dem Kern des Kon­flikts wenig Auf­merk­sam­keit geschenkt – wer kon­trol­liert das Agrar­land in dem Land, das als Korn­kam­mer Euro­pas bekannt ist. Die Beant­wor­tung die­ser Fra­ge ist ent­schei­dend für das Ver­ständ­nis der Haupt­ak­teu­re des Krie­ges“, sag­te Fré­dé­ric Mousse­au, Direk­tor des Oak­land Insti­tu­te und Mit­ver­fas­ser des Berichts.

Die Gesamt­men­ge an Land, die von Olig­ar­chen, kor­rup­ten Ein­zel­per­so­nen und gro­ßen Agrar­un­ter­neh­men kon­trol­liert wird, beträgt über neun Mil­lio­nen Hekt­ar – das sind mehr als 28 Pro­zent der land­wirt­schaft­li­chen Nutz­flä­che der Ukrai­ne. Bei den größ­ten Land­be­sit­zern han­delt es sich um eine Mischung aus ukrai­ni­schen Olig­ar­chen und aus­län­di­schen Inter­es­sen – haupt­säch­lich aus Euro­pa und Nord­ame­ri­ka sowie dem Staats­fonds von Saudi-Arabien. Pro­mi­nen­te US-Pensionsfonds, Stif­tun­gen und Uni­ver­si­täts­stif­tun­gen sind über NCH Capi­tal, einen in den USA ansäs­si­gen Private-Equity-Fonds, beteiligt.

Meh­re­re Agrar­un­ter­neh­men, die immer noch weit­ge­hend von Olig­ar­chen kon­trol­liert wer­den, haben sich für west­li­che Ban­ken und Invest­ment­fonds geöff­net – dar­un­ter pro­mi­nen­te wie die US-Bank aus Mary­land Koper­nik, fran­zö­si­sche Groß­bank BNP oder einem der welt­weit größ­ten ETF–Anbieter Van­guard -, die nun einen Teil ihrer Antei­le kon­trol­lie­ren. Die meis­ten Groß­grund­be­sit­zer sind bei west­li­chen Fonds und Insti­tu­tio­nen, ins­be­son­de­re bei der Euro­päi­schen Bank für Wie­der­auf­bau und Ent­wick­lung (EBWE) und der Welt­bank, hoch verschuldet.

Die west­li­chen Finanz­hil­fen für die Ukrai­ne waren in den letz­ten Jah­ren an ein dras­ti­sches Struk­tur­an­pas­sungs­pro­gramm geknüpft, das Spar­maß­nah­men und Pri­va­ti­sie­run­gen, ein­schließ­lich der Schaf­fung eines Mark­tes für den Ver­kauf von land­wirt­schaft­li­chen Flä­chen, erfor­der­lich mach­te. Prä­si­dent Selen­sky setz­te die Boden­re­form im Jahr 2020 gegen den Wil­len der gro­ßen Mehr­heit der Bevöl­ke­rung durch, die befürch­te­te, dass sie die Kor­rup­ti­on ver­schär­fen und die Kon­trol­le durch mäch­ti­ge Inter­es­sen im Agrar­sek­tor ver­stär­ken würde.

src: click

Also, vor 2020 war der Anteil der Klein­grund­be­sit­zer noch bei 75%, heu­te gehö­ren 25% der Nutz­flä­che dem Staat und 28% der Nutz­flä­che gro­ßen Agrar­un­ter­neh­men. Zen­tra­li­sie­rung wird wei­ter ange­strebt. Die Intel­li­gen­ten Groß­grund­be­sit­zer sind hoch­ver­schul­det, da sie noch schnell jedes Pfit­zel­chen Land in Äcker umde­kla­rie­ren, auf­grund­des­sen weiß das Insti­tut der deut­schen Wirt­schaft (IW) lei­der noch nicht wie viel Agrar­sub­ven­tio­nen genau raus­ge­hen wer­den, aber es wird schon mehr sein als für alle ande­ren Struk­tur­för­der­maß­nah­men zusammen.

Moment die­ses Spiel ken­nen wir doch woher…

Ah!

Land grab: Hungary’s poli­ti­cal eli­te accu­sed of mil­king the system

Hun­ga­ry is in the head­lines again with alle­ga­ti­ons of large-scale land-grabbing by the ruling eli­te. Unre­por­ted Euro­pe inves­ti­ga­tes whe­ther lea­ding poli­ti­ci­ans are han­ding out pre­cious farm­land to friends and family.

Hun­ga­ry is in the head­lines again, amid alle­ga­ti­ons of widespread cro­ny­ism and land-grabbing by the country’s poli­ti­cal eli­te and oligarchs.

They have been accu­sed of abusing their power, grab­bing land and sipho­ning Euro­pean tax­payers’ money to fill their pockets.

NEIN!

Aber wenn das NCH Capi­tal, die Bank of Mary­land, die BNP oder Van­guard machen, dann ist das selbst­re­dend die “most vibrant demo­cra­cy of europe”.

Dont you see!?

edit: Es wird noch bes­ser, CO2 soil credits! Das weiß jemand noch wie er bes­ser wirt­schaf­tet als ein Kleinbauer!
Bildschirmfoto 2023 12 11 um 10 54 28
src: click

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Allerletzte.

Übrigens, vielleicht auch noch interessant…

10. Dezember 2023

Die aktu­el­le Erkennt­nis der Alp­bach and Friends Frak­ti­on, dass die US ja nie einen Feind ohne Luft­un­ter­stüt­zung angrei­fen wür­den - wes­halb die ukrai­ni­sche Initia­ti­ve bis­her ja nicht erfolg­reich sein konn­te, die seit knapp zwei Wochen als unter­schwel­li­ges “das wird dann beim nächs­ten Ver­such sicher bes­ser” Kom­men­tar in den meis­ten deutsch­spra­chi­gen Medi­en ver­brei­tet wird…

… ist ein fünf Mona­te altes Propaganda-Narrativ von Gene­ral Ben Hod­ges, das Hod­ges damals, als Ers­ter, dazu genutzt hat, den Ukrai­nern selbst beschwich­ti­gend zu ver­kau­fen, war­um sei­ne Vor­her­sa­gen bis­her nicht ein­ge­tre­ten sind, und was die Ukrai­ne denn falsch mache, oder zukünf­tig bes­ser machen könne…

https://www.youtube.com/watch?v=wUtyBC-xR50

Hod­ges, für die dies nicht wis­sen ist der hier:

Wozu eigent­lich noch Jour­na­lis­ten beschäftigen?

Para­de­jour­na­lis­mus

Hod­ges war im gesam­ten deutsch­pra­chi­gen Medi­en­ka­non die Per­son mit der schlech­tes­ten Tref­fer­quo­te überhaupt.

Auf­grund des­sen darf Hod­ges heu­te nur noch bei DW auf­tre­ten. Ich mein, der Mann braucht das Geld und alle media­le Auf­merk­sam­keit, die er noch bekom­men kann.

Jeder der das Kom­men­tar heu­te zwecks simu­lie­ren von “umfäng­li­cher Detail­kennt­nis” in den Mund nimmt, soll­te viel­leicht wis­sen, dass es aus US Feder stammt und fünf Mona­te alt ist.

Gut das hat bis­her noch kei­nen Bobo davon abge­hal­ten es wie­der­zu­ge­ben, aber hey, just so you know…

Es war wirklich sehr, sehr kalt.

10. Dezember 2023

Para­phra­siert: Ich bin der nie­der­län­di­sche Kor­re­spon­dent, und ich muss den Deut­schen aus den Nie­der­lan­den erzäh­len, ich war drau­ßen auf den Stra­ßen, in der Nacht, im Win­ter - es war wirk­lich sehr, sehr kalt im Febru­ar 2022, als die Flücht­lin­ge kamen, ich habe eini­ge selbst im Auto mit­ge­nom­men. Sie haben das ja selbst erlebt, herz­zer­rei­ßen­de Momente…

Die Ein­stiegs­fra­ge war glaub ich war­um wur­de Geert Wil­ders gewählt, oder so.

Kom­men­ta­re sind deaktiviert.

Damit ist der wei­te­re Ver­lauf geklärt. Die US Stim­me redet den euro­päi­schen Jour­na­lis­ten ein, dass sie jetzt schleu­nigst die Waf­fen­pro­duk­ti­on hoch fah­ren müs­sen, denn was wäre denn wenn Trump…! 

Die desi­gnier­te “Alter­na­ti­ve” Stim­me, behaup­tet gera­de, dass Selen­skyj in Süd­ame­ri­ka Bünd­nis­part­ner für Sicher­heits­ga­ran­tien sucht, für den Fall, dass die Ukrai­ne nicht mehr kämp­fen kann. Was imho ziem­li­cher BS ist - da die­se Zusa­gen man­gels räum­li­cher Nähe im Angriffs­fall noch ein­mal eva­lu­iert wer­den wür­den. (Für den Fall eines ein­ge­fro­re­nen Kon­flikts und “die Zeit danach”.)

Lars Kling­beil hat der­weil auf dem SPD Par­tei­tag gesi­gnalt, dass die SPD jetzt ganz auf US Posi­ti­on ist, und ihre frü­he­ren “man muss auch auf Deutsch­lands Posi­ti­on schau­en” Aus­flü­ge in Par­teiideo­lo­gie jetzt defi­ni­tiv nicht mehr vor­kom­men werden.

Die­se Zusi­che­rung gegen­über den US wur­de durch die deut­sche Bud­get­kri­se not­wen­dig - ist aber nicht in der Form eines grö­ße­ren öffent­li­chen Signals erfolgt, das in den US im Wahl­kampf hilf­reich wäre, viel­leicht nach dem EU Gip­fel nächs­te Woche dann…

Der Jour­na­lis­mus lässt sich selbst die sel­be Geschich­te von Frie­den schaf­fen mit mehr Waf­fen ein­fach noch­mal erzäh­len (war­um eigent­lich nicht den Hof­rei­ter noch mal ins Fern­se­hen stel­len?) und erzählt sie ein­fach noch­mal sei­nen Lesern/Sehern weiter.

Die Ukrai­ne kämpft für Deutsch­land! Man muss das ein­fach den Zuschau­ern noch­mal bes­ser erklä­ren, fällt als Aus­spruch drei Mal.

Für mich ergibt das ein stim­mi­ges Bild eines irgend­wie auch ein klein wenig insze­niert wir­ken­den “Moments der vor­über­ge­hen­den Schwä­che” - in dem auch Mei­nun­gen an gesell­schaft­li­chen Rän­dern “gehört wer­den sol­len”, bevors dann wie­der wei­ter­geht wie eh immer - nur mit mehr euro­päi­schen Inves­ti­tio­nen in Rüs­tungs­pro­duk­ti­on (antei­lig natür­lich vor­nehm­lich in ame­ri­ka­ni­scher, da die am Markt ver­füg­bar ist), die dann eben­falls eine Ver­än­de­rung in der außen­po­li­ti­schen Posi­ti­on der euro­päi­schen Uni­on nahelegen.

Kurz, not­hing chan­ges, ever­y­thigs still the same.

Was die Rah­men­be­din­gun­gen anbe­langt, ist es nach Exper­ten­pa­nels die ich gese­hen habe 

sie­he:

wahr­schein­li­cher gewor­den, dass Russ­land lan­ge, dh. 5-10 Jah­re west­li­che Sank­tio­nen durch­hält und in die­ser Zeit einen Krieg wei­ter füh­ren kann - dh. aus euro­päi­scher Per­spek­ti­ve ist die ein­zig medi­al stell­ba­re Fra­ge in die­ser Peri­ode unbe­stimm­ter Dau­er, unter wirt­schaft­li­chem Abschwung, immer noch “ukrai­ni­scher Sieg”, oder nur “Auf­rei­bung bei­der Sei­ten” - was wie­der­um das lang­fris­ti­ge direk­te Ein­griffs­ri­si­ko für die USA senkt (Kos­ten), wäh­rend Euro­pa rela­tiv gese­hen öko­no­misch wett­be­werbs­schwä­cher wird.

Dass “Putin nicht ver­han­deln will” wird immer noch als Initi­al­be­grün­dung behaup­tet, dies­mal spre­che dafür, dass Putin ja neue Sol­da­ten rekru­tiert und die Umstel­lung auf eine Mili­tär­wirt­schaft vor­an­ge­trie­ben hat.

Der Umstand, dass Russ­land nicht ein­mal genü­gend Sol­da­ten hät­te um die Ukrai­ne gegen ihren Wil­len voll­stän­dig zu beset­zen, ist im domi­nan­ten media­len Nar­ra­tiv immer noch nicht prä­sent. Man hält die Bevöl­ke­rung immer noch an der “aber in sechs Jah­re könn­te er doch einen Nato Staat angrei­fen” Kandare.

Für die­se Ein­heits­mei­nung, opfert bit­te alle eure Perspektiven.

(Der Zukunfts­fahr­plan des ifo ist aktu­ell “Regu­lie­rung von Hid­den Cham­pions abzu­bau­en”, und “mehr Mil­le­ni­als in die Boo­mer­pfle­ge” zu mehr reichts ein­fach nicht. Neu ist, dass der Sek­tor der Erneu­er­ba­ren eben­falls nicht mehr als Wachs­tums­trei­ber ange­se­hen wird - da die Brü­cken­en­er­gie (güns­ti­ges Gas) fehlt und pri­va­te Inves­ti­tio­nen in Deutsch­land ein­fach de fac­to abneh­men. (Sie­he: click)

In Öster­reich ist die Ent­spre­chung dann ein Kocher der das Jahr 2024 gera­de eben zum Jahr der Lehr­lings­in­itia­ti­ve aus­ge­ru­fen hat (Kocher sieht jetzt eine Blü­te­zeit der Leh­re).)

Aber alles halb so schlimm. Die Boo­mer wäh­len noch immer poli­tisch den Weg der ihre Kin­der bis zu ihrem Tod finan­zi­ell an sie bin­det, ob das jetzt Gre­ta ist, oder Per­spek­ti­ven einer Bevöl­ke­rung in Lehr­be­ru­fen auf der Suche nach einem loka­len Cham­pion (wobei Aus­wan­de­rung an der Stel­le fast mehr zu emp­feh­len wäre) im Wirt­schafts­ab­schwung, oder die Genera­ti­on mit den meis­ten Alten­pfle­gern über­haupt, ist ihnen eigent­lich ziem­lich egal. Am Ende soll ein­fach weni­ger Indus­trie und mehr Ser­vice­sek­tor raus­fal­len. Mehr Koor­di­na­ti­on brauchts ja nicht.

Und die jetzt eige­schla­ge­ne wirt­schafts­po­li­ti­sche Aus­rich­tung passt dafür schon.

Ich wür­de sagen, das wars für mei­ne Generation.

Ent­schei­dungs­frei­heit ist eh überbewertet.

Haupt­sa­che die Enkalan der Boo­mer kom­men wei­ter zu Omi und Opi.

Der US Spre­cher dou­bled dann noch ein­mal down - “Jetzt ist es wich­tig mehr Angst in Deutsch­land zu ver­brei­ten: Wir müs­sen den Deut­schen bes­ser erklä­ren: Was wenn in sechs Jah­ren der Putin kommt!”

Kei­ne Angst, der Mode­ra­to­rin fällt aber noch immer nichts auf.

Pro­pa­gan­da hat ein­fach wie­der nie­mand entdeckt.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt, das abso­lut abgrund­tief gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.