Hab heute zum ersten Mal aus gegebenem Anlass Slogan (1969) eingeworfen, bin noch nicht durch, aber die Szene wars mir dann doch wert sie zu clippen.
Diplomatie ist… (Wie kann man die Öffentlichkeit eigentlich noch verarschen)
18. Juli 2023Wie? Mit den komplett selben Herangehensweisen.
Während der exxpress die österreichische Bevölkerung mit exklusiven RT.com Narrativen füttert: Artikel > Quelle, die belegen wollen, dass ein von RT interviewter Ex Selenskyj Berater (der hier), den ersten rationalen Vorschlag für einen Friedensplan formuliert hat, der bisher aus Kiew gekommen ist --
sind wir vom Wertewesten natürlich ob dieser journalistischen Mangelleistung entsetzt (wies gelaufen ist kann man sich bei einer Quelle die die Meldung überhaupt gebracht hat (RT) wohl denken…) --
und lassen anstatt dessen die Eva Uschi (Eva, weils ihr Name ist, Uschi, weil sie so unglaublich naiv ist sich von jedem emotionalen Argument immer umgehend überzeugen zu lassen, wenns von der richtigen Person stammt die sie ideologisch vertretbar findet - natürlich) vom Bruno Kreisky Forum Charles Kupchan vom CFR interviewen -
- der seines Zeichens meint hervorheben zu müssen, dass man jetzt behind closed doors aber auch wirklich anfangen müsse an diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Krieges zu arbeiten, denn - und ich zitiere:
I do think that if we are to get to an endgame, it will take Chinese pressure uh in the first instance I think it will be the NATO addressing a diplomatic end game and a ceasefire with Ukraine, ultimately discussing it with Moscow - I don’t think that the Chinese are going to be the decisive mediator here, but nobody has more influence over Vladimir Putin than Xi Jinping, and that’s because Russia is becoming day by day more and more dependent on China so it may be that when we get to that critical moment and we have an opportunity to embark on the path of a ceasefire and diplomacy, Biden could pick up the phone call Xi Jinping and say: “Mr President I need you to call Putin and tell him it’s enough!”. That strikes me as a scenario that is not out of the realm of the possible.
Gell Uschi?
Dazwischen gibts ja nichts.
Also bis auf Selenskyj, den Friedenspräsidenten natürlich.
Uschi?
Und diese beiden Herangehensweisen sind ja auch so komplett unterschiedlich! Ach ja, nein, sie interviewen ja beide nur ehemals relevante Personen - deren einzige Aufgabe es mittlerweile ist Gesellschaften auf das richtige Narrativ zu bringen.
Diplomatie ist…
Wenn die Nato sagt jetzt ists aber genug, jetzt brauchts einen Waffenstillstand, und wir von der Nato werden den auch noch ausverhandeln. Also erst dann kann sich Diplomatie aber sowas von richtig, ich meine, vollständig - ehm - entfalten.
Diplomatie, das ist…
Wenn Biden Xi anruft und ihm sagt, jetzt drehst du mir aber den Putin ab. Also laut der für die diplomatischen Bemühungen zuständigen Person beim (US) Council on Foreign Relations.
Gell Uschi?!
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief, grotesk Allerletzte.
Gell Uschi?!
edit: Es gibt aber auch wieder gute Nachrichten. “Alpbach Expert meets world”:
Tell me more Mr. Gady.
(Carlo Masala war leider verhindert, was will man machen. Also - Zusammenfassung: “Die Ukrainer greifen noch nicht im Kampf der verbundenen Waffen an, sondern mehr so einzelne Waffengattungen hintereinander, das könnten sie noch verbessern. Außerdem kommt das, also genau das bei uns im Westen mehr so als “der Westen soll daher schneller Waffen liefern” an. Die Motivation der Sterbenden ist aber weiterhin unverändert hoch, und ja die aktuelle Offensive der Ukraine ist mehr so als Aufreibungskrieg gestaltet.” Danke Herr Gady. Was täten wir nur ohne sie. Selten so gelacht.)
Die mögliche Wende im Krieg
17. Juli 2023Neuer Bombenanschlag auf die Krimbrücke, nach dem durch den Anschlag bei Kachowka die Wasserversorgung der Krim bereits wieder auf kritischem Niveau ist.
Der Standard ist an einem Tag wie diesem gleich mal in Feierlaune und beliebt zu scherzen:
In einer im TV ausgestrahlten Besprechung mit Offiziellen sprach der russische Präsident von einem “terroristischen Anschlag”, der “ernstzunehmenden Schaden” an der Krim-Brücke angerichtet haben soll. Er wolle nun konkrete Vorschläge, wie man die Brücke besser schützen könne. Den Abzug russischer Truppen aus den besetzten Gebieten wird ihm aber wohl keiner vorschlagen.
src: click
Was kümmert einen deutschsprachigen Redakteur schon die Wasser- und Lebensmittelversorgung einer Region mit zwei Millionen Einwohnern?
Soweit das mögliche Rational der Ukraine, obs die Ukraine tatsächlich selbst war, sehen sie wenn auf der Krim ein Versorgungsnotstand beginnt.
Bis dahin, und bis wir uns sicher sind, können wir ja noch ein wenig scherzen.
Diese Gesellschaft ist das abgrundtief grotesk Allerletzte.
edit: Eine vollständige Reparatur bis September wird von Russland kolportiert.
Wie man 1000 russische Tote aus einer BBC Dokumentation raushält
14. Juli 2023Mit einem simplen Time cut. Geht um Butscha.
https://www.youtube.com/watch?v=esBq23UlWYo
1000 Tote?
Reisner: Das zweite was die Ukraine gemacht haben ist, sie haben die drei wichtigen Brücken die den Zugang der Stadt dargestellt haben gesprengt das heißt wieder am 26. Februar also zwei Tage später, nach den ersten Angriffen sich die russischen Truppen von hier in Bewegung gesetzt haben, auf den Straßen von Butscha, Richtung Irpin die Spitzen hier gestanden sind, haben die plötzlich gemeldet, wir stehen von einem riesigen See mit zerstörten Brücken und können nicht weiter in die Stadt hinein - und die russischen Kräfte haben Pioniergerät angefordert und während sie auf dieses Pioniergerät gewartet haben, haben die Ukrainer folgendes gemacht. Sie haben aus diesem Waldgebiet hier mit zwei Mehrfach Raketenwerfer Batterien, vielleicht die älteren unter ihnen werden noch kennen die Begriff der Katjuscha, von der Erzählungen der Großeltern, also denken sie sich die Katjuscha, plus 80 Jahre Entwicklung dazu also eine viel verheerende Waffe, haben sie zusammengefasst das Feuer auf das Schwergewicht der russischen Kolonne in Butscha eröffnet und haben dort zwei Bataillone sind also zweimal 500 Mann ausgelöscht.
Das war natürlich ein völliger Schock für die Russen die ja damit gerechnet haben dass sie mit Blumen empfangen werden und das Gegenteil war der Fall und das war auch der Ausgangspunkt für die späteren Massaker in Butscha die Russen haben dort völlig durchgedreht und haben also dann begonnen die Bevölkerung zu trangsalieren. Das Ergebnis war aber dass diese drei Maßnahmen dazu geführt haben dass die Russen diesen Enthauptungschlag [von Kiew] nicht durchführen konnten und damit war der Konflikt in den ersten Tagen entschieden. Denn Präsident Selenskyj hat nicht die Stadt verlassen obwohl die Amerikaner ihm das vorgeschlagen haben. Er ist dort geblieben. Die Ukrainer haben ihn dann gesehen und das hat natürlich der Moral einen entsprechenden Boost versetzt die Ukrainier haben gesagt okay wir werden es den Russen zeigen und da hat dieser Abwehrkampf gewonnen und der Erfolg des Abwehrkrampfes waren unter anderem deswegen weil die Ukraine ihre Taktik verändert haben, weil sie gelernt haben aus dem Jahr 2014. Damals haben sie versucht die Russland der Grenze aufzuhalten, sind von den Russen vor allem durch Artillerie beschossen worden und vernichtet, diesmal haben sie die Russen hereingelassen - mehrere Tage und haben sie dann in der Tiefe angegriffen, ich verkürze das jetzt sehr, aber im Wesentlichen war das dann der Erfolg, denn das Problem war die russischen Kolonnen sind vorgerückt bis sie keinen Sprit mehr hatten und haben dann auf die Versorgung durch die Spritkolonne gewartet die sind aber nie gekommen, weil die Ukraine diese abgefangen haben.
Jetzt ist es aber gut, dass die BBC Dokumentation einen so großen Augenmerk auf Leiche 316 der Ukrainischen Territorialverteidigung legt, aber die getöteten 1000 russischen Soldaten mit keinem Wort erwähnt.
Zeitliche Einordnung: (1|2)
Zweite Quelle?
Gabs. Ich suche bereits seit zwei Stunden aber ich finde sie nicht. Deutscher Agentur Reporter, wahrscheinlich dpa (edit: vielleicht auch Deutschlandfunk?), in einem Interview mit dem Stern, oder dem Focus (?) schildert die Lage in einem Vorort Kiews, soweit ich mit erinnere Irpin. Video Interview, low production values, und afair einen Tag bevor die Video Packages mit Reportagen aus Butscha eintreffen (03.04.?), der Reporter war dort unterwegs und wurde gerade erst wieder zurück nach Deutschland beordert.
Inhalt des Interviews: Die russischen Truppen im Vorort Kiews (Irpin?), waren sowohl von der Versorgung, als auch von der Kommunikation abgeschnitten, haben sich zum Teil Passanten herausgegriffen um sie zu Fragen, was sie über die Lage in Kiew wissen, wurden von den Ukrainern schwer beschossen, und hielten Stellung.
Der Reporter konnte mit Passanten reden, die das in der besetzten Stadt (kleinerer Vorort, nicht Butscha) erlebt haben.
Ich war damals selbst verwundert, dass das nicht in der ARD kam. Es war afair Stern, nur ich finde den Artikel nicht, bin schon das Archiv durchgegangen, habe google und youtube mit datelimits durchsucht, ich finde es nicht.
edit: Immer noch nicht gefunden, aber bei Deutschlandradio gibt es ebenfalls eine Bestätigung eines Augenzeugens: click Ein Nebensatz dort kann so wohl nicht stimmen “Panzer die die territoriale Selbstverteidigung von Butscha aufgehalten hat” - laut Reisner waren das Himars aus einem Waldstück heraus. Im BBC Video sieht man die Territoriale Selbstverteidigung in Butscha - die zerlegt nicht mal eben zwei Battalione von jeweils 500 Mann. Wer die Brücken bombadiert hat kann der Ukrainer auch nicht sagen. Na das werden die Russen gewesen sein, die sich den Weg nach Kiew abschneiden wollten!
Gibt dazu auch ein nettes loose end. Als Putin mehreren in Butscha tätigen Bataillonen eine Auszeichnung für “Valor” verliehen hat, war das in der westlichen Berichterstattung natürlich Wahnsinn und reiner Zynismus. Fast schon Leichenschändung. Hat bei uns ja keiner gewusst, dass die Ukraine dort zuvor 1000 russische Soldaten mit Himars weggeschossen hat.
Hier das Video dass die Ukrainische Propaganda anstattdessen vor dem Security Council gezeigt hat bei 1:11:00 in.
Grausamste Bilder, Geigenmusik, Hashtag.
Da kann das Sterben ja endlich wieder weitergehen.
Achja zurück zur BBC Dokumentation…
Klavirsonate und Bilder der getöteten Heimatwehr Soldaten im Outro. Headshots, gecropt aus Familienschnappschüssen, dann mehr Familienschnappschüsse, die die BBC “Journalisten” von den Hinterbliebenen eingesammelt haben. Den Hinterbliebenen von nunmehr etwa 10 Familien.
We will never forget.
How Journalism worked in these days.
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief Allerletzte.
The white spot
13. Juli 2023Adam Tooze erklärt nochmal sein Konzept von deutscher Wirtschaftsentwicklung das immer wieder den selben weißen Fleck aufweist:
Deidustrialisierung der Wirtschaft - ich mein eh normal, Deutschland ist hier Modellprojekt. Wie schaffe ich Wohlstand, ohne Chemieindustrie, ohne Hochtechnologie, und nur mit teurem Stahl und teurer Energie - und einem Mittelstand, der den Rest löst.
Staatsinvestments in Forschung und Entwicklung, die heute (dank der nächsten Krise on top) über deficit spending finanziert werden, wie in den besten its a Moonshot Zeiten in den US. Da die Wende beim CO2 Ausstoß global nur über Technologieentwicklung lösbar scheint.
Dafür darf aber nebenbei eine US die über die Weltreservewährung verfügt, den selben Sektor aber mal lieber so aufbauen, dass er sich (unter besseren Bedingungen für erneuerbare Energieinfrastruktur (nach heutigem Standard)) “selbstbeschleunigend” entwickelt.
Selbstverständlich langsamer als Europa, die US haben ja auch bei Carbon Capture and Storage ganz andere Möglichkeiten, und ganz andere Herausforderungen (Infrastruktur). Und unbegrenzt billiges Erdgas.
Nein, also ich bin ja auch dafür dass Deutschland mit deficit spending Innovation fördert, während die US dann die zweite Generation dessen was in Deutschland entwickelt wurde skalieren, aber so dass es in ihrer Ökonomie, dort wo es zum Einsatz kommt, bereits gesamtwirtschaftlich Sinn macht. Ohne dass es gefördert werden müsste.
Also für Deutschland bleibt die Ideologie und die Initialverschuldung, das net 0 bis 2050 Ziel, der CO2 Preis - alles Dinge die in den US laut Tooze weiterhin nicht denkbar sind, und für die US dann die Talente die noch Wachstum erleben wollen (brain drain), während man zeitversetzt eine Generation später die entsprechende Technologie breiter und effizienter ausrollt als Europa.
Da haben wir dann in Europa ja quasi alles. Das Intellectual property, die EZB die jetzt Klimapolitik macht, strukturelles Deficit spending um einen Weg in die Zukunft zu finden - aber eben auch einen Mittelstand der jetzt Heizungslösungen für 40.000 Euro kauft (weil ja Greta), samt Batteriespeicher und Solaranlage fürs Top-Off, damit Schlüsselmineralien überhaupt erst im Land landen, da die Europäische Union sich darum davor lieber keine Gedanken gemacht hat. Dafür aber auch die erste Generation eines Smart Grids. Und die Hucke voll Freude, dass sich die Babyboomer noch den Lebenstraum erfüllen durften so zu tun als hätten sie doch noch eine Veränderung bewirkt, in dem sie für den erstmaligen Import von seltenen Erden in großen Mengen bezahlen.
Trotzdem glauben laut Eurobarometer die Mehrheit der Europäer EU Global Gateway, sei dafür exakt die innovative Investitionsinitiative die nur ein Europa schaffen konnte das vorausschauend für die Zukunft plant.
Und die tatsächliche Planung muss dann noch schneller gehen, denn sonst bricht bereits die PR Schiene zusammen:
Weil eine Verbrauchssenkung von 7% pro Jahr uns bereits die institutionellen Strukturen sprengt und wir selbst da improvisieren müssen.
Trotzdem interessantes Interview.
Achja und Greta gabs ja wegen dem 1.5 Grad Ziel.
Damit die das der Politik erklärt.
Ganz sicher.
Also nicht wegen den Kinderaugen für die emotionale Bespielung der Generation mit dem Investitionskapital.
Bottom Up, sozusagen. Entirely organic. In Österreich ja wie immer von Alpbach aus (siehe click).
Ups, schon sind die 1.5 Grand nicht mal mehr theoretisch erreichbar.
Na aber gut, dass es die Initiative gegeben hat, damit sie der Politik Bescheid sagt wos lang geht. Und nicht etwa die IIASA, die Nationalbank, die Alpbach-Laxenburg Group seit 2013, die Grünen, die UN, die Under2 Coalition, die Österreichische Entwicklungsbank (Entwicklungsbanken generell), ICLEI, das Langenburg Froum für Nachhaltigkeit mit Hauptsponsor International Sustainability Unit (Tagline: Entscheider, Politiker & Multiplikatoren), der Risk Assessment report des WEF (seit 2018 afair)… Vom Club of Rome abgesehen natürlich… Nein also wenn es die Kinder nicht gegeben hätte, die Politik wüßte ja heute garnicht woran sie sich orientieren müsste…
Bei den ganzen Initiativen zu Mobilitäts- und Stadtentwicklung die sie selbst anstößt, meine ich - mit so Planungshorizont 30 Jahre…
