Lang, lang ists her…

10. Juli 2023

Einen Monat quasi -

Bri­ti­sche Militärgeheimdienst-Extperten gehen davon aus, dass die rus­si­schen Trup­pen nun in Bach­mut gebun­den und daher weni­ger fle­xi­bel auf neue Lagen reagie­ren können.

Gian­lu­ca Wal­lisch 3.6.2023, 10:59

Lon­don: Rus­si­sche Streit­kräf­te wegen Lage in Bach­mut nun weni­ger flexibel

Die rus­si­schen Streit­kräf­te in der Ukrai­ne haben nach Ansicht bri­ti­scher Mili­tär­ex­per­ten durch den Abzug der Söld­ner­trup­pe Wag­ner aus Bach­mut an Fle­xi­bi­li­tät ein­ge­büßt. So sei­en Ein­hei­ten der einst als Eli­te­trup­pen bekann­ten Luft­lan­de­trup­pen VDV inzwi­schen an der Front in Bach­mut im Ein­satz, hieß es im Geheim­dienst­be­richt des bri­ti­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­ums zum Krieg in der Ukrai­ne am Samstag.
“Die VDV haben seit der Inva­si­on viel von ihrem ‚Elite‘-Status ver­lo­ren”, so die Bri­ten. Rus­si­sche Kom­man­dan­ten hät­ten zwar wohl ver­sucht, einen Teil die­ser Trup­pen als Reser­ve auf­zu­spa­ren. Durch deren Ein­satz an der Front in Bach­mut sei­en aber nun die gesam­ten rus­si­schen Streit­kräf­te weni­ger in der Lage, fle­xi­bel auf Her­aus­for­de­run­gen zu reagieren.
Das Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­ri­um in Lon­don ver­öf­fent­licht seit Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs gegen die Ukrai­ne unter Beru­fung auf Geheim­dienst­in­for­ma­tio­nen täg­lich Infor­ma­tio­nen zum Kriegs­ver­lauf. Mos­kau wirft Lon­don eine Des­in­for­ma­ti­ons­kam­pa­gne vor.

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da war Bach­mut noch eine Finte.

Heu­te:

Die gröss­ten mili­tä­ri­schen Erfol­ge erzie­len die Ukrai­ner der­zeit an einem uner­war­te­ten Ort – in der Regi­on Bachmut

Noch im Mai fei­er­te Russ­lands Mili­tär nach zehn­mo­na­ti­ger Schlacht die Ein­nah­me der Stadt, doch seit­her hat es viel Ter­rain im Umland ver­lo­ren. Neh­men die Ukrai­ner nun Revan­che und umzin­geln Bach­mut? Schon aus Pres­ti­ge­grün­den kann Mos­kau dies nicht zulassen.

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Der größ­te Erfolg der Ukrai­ne seit eh… einem Monat quasi!

Jetzt aber erst mal ordent­lich auf die geäch­te­te Streu­mu­ni­ti­on war­ten, und der­weil den Opfern in Wol­hy­ni­en vor 80 Jah­ren gedenken:

Gedenken

Der pol­ni­sche Prä­si­dent Andrzej Duda (links) besucht gemein­sam mit sei­nem ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen Wolo­di­mir Selen­ski einen Gedenk­got­tes­dienst in der Peter-Paul-Kathedrale von Luzk.

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Dann sieht die Welt gleich ganz anders aus.

Pro­pa­gan­da hat aber noch immer nie­mand ent­deckt. Am aller­we­nigs­ten der Stan­dard. Dan­ke Gian­lu­ca Wal­lisch! Der nächs­te Lie­ge­stuhl beim Euro­pean Forum Alp­bach ist schon wie­der reser­viert und Oxford hat auch schon geru­fen… Es gibt in Öster­reich ja nicht so vie­le Jour­na­lis­ten mit einem guten Kon­tak­tenetz­werk zur Ers­te Stif­tung und in die UK.

Jetzt dür­fen wir hier aber nicht enden, es ist eben auch essen­zi­ell zu wis­sen, wor­an es gele­gen hat. Damit das zukünf­tig nicht mehr pas­sie­ren kann. Damit wir vor­bau­en können.

Und als guter deut­scher und öster­rei­chi­scher Medi­en­kon­su­ment haben wirs ja alle gelernt es hat dar­an gele­gen, dass Deutsch­land nicht schnell genug schwe­re Waf­fen gelie­fert hat. Pan­zer näm­lich. Mit­ten in die ukrai­ni­sche Schlamm­sai­son (Bez­do­rizhzhia) hinein.

Wie kann man die Öffent­lich­keit noch verarschen?

Des­halb spielt die Ukrai­ne BIS DATO, also nach­dem alles gelie­fert wur­de - ja auch - Zitat:

Die ukrai­ni­sche Armee spielt mit den Rus­sen an Front Katz und Maus

Die Gegen­of­fen­si­ve hat noch gar nicht rich­tig begon­nen. Die Ukrai­ner loten die Schwach­punk­te der rus­si­schen Armee aus und bin­den deren Kräf­te mit Nadel­sti­chen. Besuch an der ost­ukrai­ni­schen Front.

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- ja ehm, Katz und Maus spie­len die aktu­ell. Scheint ein sehr popu­lä­res Spiel zu sein. Auf was war­ten sie denn noch? Also auf F-16 erst­mal nicht, denn die wur­den für die­se Gegen­of­fen­si­ve von den US bereits abge­sagt. Auf die Streu­mu­ni­ti­on? Auf Spreng­schläu­che? Oder doch bis das Fluss­bett bei Kachow­ka end­lich trock­net? Gott behü­te, man darfs ja eigent­lich nicht mal andenken, bei all den Umwelt­schä­den die das ver­ur­sacht hat. Aber die Ukrai­ner tes­ten ja aktu­ell noch flei­ßig wo denn die Ver­tei­di­gung der Rus­sen am durch­läs­sigs­ten ist. 

Trotz­dem wis­sen wir natür­lich wei­ter­hin - also wenn Deutsch­land nur schnel­ler gelie­fert hät­te, dann hät­ten die Ukrai­ner aber wirk­lich alle ihre Pan­zer in den Schlamm gefah­ren und die Rus­sen hät­ten dann weni­ger Zeit gehabt sich einzugraben.

Was wäre das schön gewesen.

Das hät­ten wir dann aber auch erst mal tes­ten müssen.

Aber wäh­rend wir hier auf die Ergeb­nis­se war­ten - könn­ten wir viel­leicht noch mal den Opfern in Wol­hy­ni­en vor 80 Jah­ren gedenken?

Klar, machen wir doch - ist ja kein Ding:

Gedenken

Der pol­ni­sche Prä­si­dent Andrzej Duda (links) besucht gemein­sam mit sei­nem ukrai­ni­schen Amts­kol­le­gen Wolo­di­mir Selen­ski einen Gedenk­got­tes­dienst in der Peter-Paul-Kathedrale von Luzk.

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Dar­auf dann aber mal erst noch eine wei­te­re Run­de Katz und Maus, um der rus­si­schen Armee noch etwas Zeit zu geben.

Pro­pa­gan­da hat hier aber immer noch nie­mand entdeckt.

Bildschirmfoto 2023 07 10 um 07 51 25Jetzt gibt es aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, der Stan­dard wid­met sich einst­wei­len erst mal wie­der den rich­tig schwe­ren The­men im Qualitätsjournalismus.

Der Pres­se­club Con­cordia hats ja gesagt, die Per­for­mance des Jour­na­lis­mus wird eva­lu­iert, aber erst spä­ter, wenn dann alles vor­bei ist.

Wobei wir aber seit letz­ter Woche wis­sen, dass - Zitat Freun­de der Ers­te Stif­tung in der Diplo­ma­ti­schen Aka­de­mie Wien:

Becau­se this all ends, as soon as we in the west invest, and Putin starts to rea­li­ze, that we will inte­gra­te the Ukrai­ne into the EU no mat­ter what it takes, and that Rus­sia has alrea­dy lost!”

Quel­le:

Get­ting fed ukrai­ni­an Propaganda

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk abar­tigst Allerletzte.

Die nächs­te Offen­si­ve kann kommen.

Und ich emp­feh­le der Pro­pa­gan­da für die­se Epi­so­de ein 80s style Bre­ak­fast Club ending. Mit “was wur­de eigent­lich aus…” Vignet­ten im Abspann.

Wie kann man die Bevölkerung noch belügen?

09. Juli 2023

Man kann ihr nur ein Fünf­tel der Geschich­te erzählen.

MEDIEN-MONITORING

Öster­reichs Medi­en­trans­pa­renz im euro­päi­schen Spitzenfeld

Pilot­pro­jekt “Euro­me­dia Owners­hip Moni­tor” ver­sam­melt Eigen­tums­ver­hält­nis­se und Medi­en­recht in 27 EU-Ländern

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- rühmt sich heu­te der Stan­dard über die Bande.

Was man anstatt des­sen lie­ber nicht erzählt ist, wie es dazu kommt, dass in Öster­reich lie­ber ALLE Qua­li­täts­me­di­en, vor­aus­schau­end den Stand­punkt “Die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist” ein­ge­nom­men haben. Ent­ge­gen der Mei­nung von mehr als der Hälf­te der öster­rei­chi­schen Bevöl­ke­rung. Wenn man gewin­nen wie die Ukrai­ne definiert.

Was wir ja wei­ter­hin alle tun müssen.

Die NZZ am Sonn­tag beleuch­tet heu­te die dies­be­züg­li­chen Hin­ter­grün­de in der Schweiz.

Der Bund hadert mit Selen­ski und dem Krieg

Der Geheim­dienst kri­ti­siert die Regie­rung in Kiew scharf. Und der Bun­des­rat sorgt sich ums eige­ne Image. Aus dem Innen­le­ben der dif­fu­sen Schwei­zer Neutralitätspolitik.

Simon Mar­ti

08.07.2023, 21.45 Uhr 5 min

[Arti­kel­bild]
Hat laut Nach­rich­ten­dienst «auto­ri­tä­re Züge»: Wolo­di­mir Selen­ski spricht zu Unter­stüt­zern auf dem Ber­ner Bun­des­platz (19. März 2022)
Fab­ri­ce Cof­f­ri­ni / AFP

Sel­ten trat ein Bun­des­prä­si­dent so emo­tio­nal auf. «Mr. Pre­si­dent, dear Wolo­di­mir, do you hear me?», rief Aus­sen­mi­nis­ter Igna­zio Cas­sis dem ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten Wolo­di­mir Selen­ski zu. «Take care, my friend», schob der Bun­des­rat via Twit­ter nach. Im März des ver­gan­ge­nen Jah­res war das, kurz nach Beginn des rus­si­schen Angriffs­kriegs, als sich Selen­ski auf den Ber­ner Bun­des­platz zuschaltete.
Auf der Büh­ne mit Selen­ski, in Kiew bei Selen­ski: Vie­le Poli­ti­ker aus ganz Euro­pa haben seit­her den öffent­li­chen Auf­tritt an der Sei­te des Staats­chefs gesucht, der längst zum Frei­heits­kämp­fer avan­ciert ist.
Mitt­ler­wei­le ist der Ukraine-Krieg für Berns PR-Strategen aber ein Grund zur Besorg­nis, wie aus inter­nen Doku­men­ten hervorgeht.
Am Mor­gen des 9. März 2023 kommt eine Rei­he von Spit­zen­be­am­ten in der «Sala Fran­ce­s­ca Pomet­ta» im Aus­sen­de­par­te­ment (EDA) zusam­men. Sie bil­den eine «inter­de­par­te­men­ta­le Koor­di­na­ti­ons­grup­pe», in der die Fäden der Schwei­zer Ukraine-Politik zusam­men­lau­fen. Hier wer­den die schwie­ri­gen Fra­gen vor­be­spro­chen, bevor sie ins Bun­des­rats­zim­mer wei­ter­ge­reicht werden.
In die­sem Moment beschäf­tigt die Exper­ten der Ruf des Lan­des, ein heik­les The­ma. Dar­um haben sie Ver­tre­ter von «Prä­senz Schweiz», die Mar­ke­ting­spe­zia­lis­ten des Bun­des, eingeladen.
Die bun­des­ei­ge­nen PR-Profis machen deut­lich: Welt­weit genies­se die Schweiz zwar eine hohe Repu­ta­ti­on. Doch: «In Euro­pa sieht es anders aus. Die Wer­te sin­ken», sagen sie. Man müs­se ent­schei­den, ob es ver­stärk­te Mass­nah­men zur Stüt­zung des Images der Schweiz brau­che. Tat­säch­lich hat­ten in den Tagen davor euro­päi­sche Diplo­ma­ten dem Bun­des­rat klar­ge­macht, was sie von der restrik­ti­ven Hal­tung Berns bei der Wei­ter­ga­be von Waf­fen ins Kriegs­ge­biet hal­ten: gar nichts.
Das Aus­sen­de­par­te­ment klä­re ab, wie die «Ukraine-Missionen» des Bun­des bes­ser ver­mit­telt wer­den könn­ten, ver­merkt das Sit­zungs­pro­to­koll, wel­ches die «NZZ am Sonn­tag» gestützt auf das Bun­des­ge­setz über das Öffent­lich­keits­prin­zip der Ver­wal­tung (BGÖ) ein­se­hen konnte.
Ob die in Aus­sicht gestell­ten PR-Massnahmen inzwi­schen ange­lau­fen sind, lässt das Aus­sen­de­par­te­ment auf Anfra­ge offen. «Die Arbeit im Bereich Public Diplo­ma­cy ist eine stän­di­ge Auf­ga­be», rich­tet ein Spre­cher aus. Sie pas­se sich dem jewei­li­gen Kon­text an.
Doch selbst die raf­fi­nier­tes­te PR-Kampagne kann nicht über die kon­fu­se Ukraine-Politik hin­weg­täu­schen. Die offi­zi­el­le Schweiz ringt auch 16 Mona­te nach Kriegs­aus­bruch um ihre Hal­tung. So ist es dem Bun­des­rat bis heu­te nicht gelun­gen, die Schwei­zer Neu­tra­li­täts­po­li­tik den neu­en Rea­li­tä­ten anzu­pas­sen oder sei­ne Posi­ti­on zumin­dest schlüs­sig zu erklä­ren. Bern ist weit davon ent­fernt, sei­nen Freund Selen­ski vor­be­halt­los zu unterstützen.
Wie sich nun zeigt, ist nicht nur der Bun­des­rat in die­sen Fra­gen gespal­ten. Auch in der Ver­wal­tung gehen die Posi­tio­nen aus­ein­an­der. Wäh­rend vor­der­grün­dig Selen­ski gerühmt wird, wer­den im Hin­ter­grund Stim­men laut, die den ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten um eini­ges kri­ti­scher sehen, als die offi­zi­el­len Ver­laut­ba­run­gen ver­mu­ten las­sen. Das macht die Lage umso verzwickter.
Deut­lich wur­de dies vor einer Woche. Im Nach­gang des Putsch­ver­su­ches der Wagner-Söldner ver­fass­te der Nach­rich­ten­dienst des Bun­des (NDB) eine ver­trau­li­che Lage­be­ur­tei­lung. Sie liegt die­ser Zei­tung vor. Das Papier wid­met sich nicht nur dem Zustand des rus­si­schen Regimes und den mög­li­chen Fol­gen der Rebel­li­on. Im Bericht zeigt sich der NDB auch besorgt über die innen­po­li­ti­sche Ent­wick­lung in der Ukraine.
NDB warnt vor auto­ri­tä­ren Tendenzen
Dort ste­hen 2024 Prä­si­dent­schafts­wah­len an. Der Nach­rich­ten­dienst blickt dem Urnen­gang pes­si­mis­tisch ent­ge­gen, sieht das Land gar an einem «kri­ti­schen Punkt» hin­sicht­lich frei­er Wah­len. «Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Wolo­di­mir Selen­ski ver­sucht für die Prä­si­dent­schafts­wahl 2024 sei­nen gröss­ten Riva­len, den Bür­ger­meis­ter Kiews Wita­li Klitsch­ko, aus­zu­schal­ten», heisst es im Bericht, der auf «glaub­wür­di­gen nach­rich­ten­dienst­li­chen Hin­wei­sen» fusst.
Und wei­ter: «Mit sei­nem Ver­such, Klitsch­ko poli­tisch aus­zu­schal­ten, zeigt Selen­ski auto­ri­tä­re Züge.» Das dürf­te die Bezie­hun­gen zu sei­nen Unter­stüt­zern belas­ten. «Sehr wahr­schein­lich wer­den die west­li­chen Staa­ten dies­be­züg­lich Druck auf den Prä­si­den­ten und sein Umfeld aus­üben», fol­gert der NDB.
Nicht nur die Wort­wahl des NDB ist deut­lich, auch der Zeit­punkt, an dem der ver­trau­li­che Lage­be­richt ent­stand, ist alles ande­re als unpro­ble­ma­tisch. Einen Tag nach­dem das Papier durch die Ver­wal­tung zir­ku­liert war, beriet der Bun­des­rat über den Ver­kauf von Leopard-1-Panzern, die via Deutsch­land in die Ukrai­ne geschickt wer­den soll­ten. Die Regie­rung lehn­te ab, dem Ver­neh­men nach gegen den Wil­len von Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rin Vio­la Amherd. Der Selenski-kritische NDB aber ist aus­ge­rech­net in ihrem Depar­te­ment angesiedelt.
Nicht alle Exper­ten tei­len die dezi­diert kri­ti­sche Hal­tung des Nach­rich­ten­diens­tes voll­um­fäng­lich. Ulrich Schmid, Pro­fes­sor für Ost­eu­ro­pa­stu­di­en an der Uni­ver­si­tät St. Gal­len, sagt, dass sich Selen­ski um sei­ne Wie­der­wahl eigent­lich kei­ne Sor­gen machen müs­se. «Seit sei­nem muti­gen Ent­scheid, Kiew ange­sichts des rus­si­schen Angriffs nicht zu ver­las­sen, geniesst er viel Kre­dit in der Bevöl­ke­rung. Und er erfüllt sei­ne Funk­ti­on als obers­ter Reprä­sen­tant sei­nes Lan­des, der im Aus­land um Unter­stüt­zung wirbt, sehr gut.»
Den­noch sieht Schmid die Pro­ble­me in der Ukrai­ne durch­aus. «Wel­ches sind die Vor­aus­set­zun­gen einer funk­tio­nie­ren­den Demo­kra­tie?», fragt er. «Unab­hän­gi­ge Par­tei­en und eine freie Pres­se. Bei­des ist in der Ukrai­ne zur­zeit nicht gege­ben.» Nach dem rus­si­schen Angriff hät­ten sich die Par­tei­en in einer Art Burg­frie­den zusam­men­ge­schlos­sen und das staat­li­che Ein­heits­fern­se­hen sei in Kriegs­zei­ten nicht die Platt­form für eine unab­hän­gi­ge Mei­nungs­bil­dung. Aber: «Die­se Ent­wick­lung erstaunt nicht, Krie­ge stär­ken die Exe­ku­ti­ve», so Schmid.
Wel­che Schlüs­se der Bun­des­rat aus den Erkennt­nis­sen des NDB zieht, bleibt offen. Unklar ist auch, ob die Schweiz die Kri­tik in irgend­ei­ner Form äus­sert. Weder das Aussen- noch das Ver­tei­di­gungs­de­par­te­ment will sich zum ver­trau­li­chen Bericht äussern.
Anders das Par­la­ment. Drei Wochen ist es her, da wand­te sich Selen­ski direkt an die eid­ge­nös­si­schen Räte und hin­ter­liess bei vie­len einen tie­fen Ein­druck. Was nicht heisst, dass sie kei­ne Beden­ken hätten.
«Es gibt gute Grün­de für Kri­tik an Selenskis Innen­po­li­tik, gera­de aus lin­ker Sicht», sagt SP-Co-Präsident Céd­ric Wer­muth, einer der vehe­men­tes­ten Unter­stüt­zer Kiews. «Unse­re Soli­da­ri­tät gilt aber auch nicht ihm als Per­son oder einer poli­ti­schen Par­tei, son­dern sie gilt dem ukrai­ni­schen Volk, das ange­grif­fen wird.»
Bloss löse der Bund die Soli­da­ri­tät, die er der Ukrai­ne zusi­che­re, höchs­tens teil­wei­se ein, kri­ti­siert Wer­muth. «Wir müs­sen end­lich mehr machen: die Olig­ar­chen­ver­mö­gen ein­frie­ren, die Wei­ter­ga­be von Waf­fen nicht län­ger blo­ckie­ren und uns beim Wie­der­auf­bau stär­ker engagieren.»
Lukas Rei­mann, Natio­nal­rat der SVP, bereis­te die Ukrai­ne vor Kriegs­aus­bruch und hat den letz­ten Wahl­kampf vor Ort erlebt. «Man darf Selen­ski nicht von der Kri­tik aus­neh­men», sagt der St. Gal­ler. Auch für die SVP sei unbe­strit­ten, dass sich die Ukrai­ne ver­tei­di­gen müs­se. Die Fra­ge sei, wel­che Rol­le der Schweiz dabei zukom­me. «Eine wirk­li­che Stra­te­gie des Bun­des­rats ist da aus mei­ner Sicht nicht zu erkennen.»
Deut­li­che Wor­te fin­det der frei­sin­ni­ge Frak­ti­ons­chef Dami­en Cot­tier. Der Neu­en­bur­ger kennt die Lage im kriegs­ver­sehr­ten Land. 2022 lei­te­te er eine Dele­ga­ti­on des Euro­pa­ra­tes, die rus­si­sche Kriegs­ver­bre­chen dokumentierte.
«Es gibt Ten­den­zen in der Ukrai­ne, die pro­ble­ma­tisch sind», betont Cot­tier. «Es ist wich­tig, dass der Regie­rung in Kiew deut­lich gemacht wird, dass, sobald der Krieg vor­bei ist, sofort freie und fai­re Wah­len durch­ge­führt wer­den müs­sen.» Die­se Dis­kus­si­on habe im Euro­pa­rat bereits angefangen.
Unter­stüt­zung und Kri­tik schlös­sen sich nicht aus, sagt der Par­la­men­ta­ri­er. «Ich bin der Über­zeu­gung, dass man die­se Punk­te anspre­chen muss, und bin mir sicher, dass die Schwei­zer Diplo­ma­tie dies auch tut.»
Unter Freun­den müss­te dies eigent­lich mög­lich sein.

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NEIN! Aber soet­was kann man dem sei­ne Neu­tra­li­tät schät­zen­den öster­rei­chi­schen Bür­ger natür­lich nicht zumuten.

Wie wäre es anstatt­des­sen mit einem “es ist wich­tig und gut, dass der Wes­ten in der Fra­ge Streu­mu­ni­ti­on nicht mehr einer Mei­nung ist, weil die eh die US lie­fern, also ists ja wurscht - weil wir sind eh immer noch einer Mei­nung” - also so mehr als Vasalle nehm ich an? Natür­lich, vom Deutsch­land­funk jeder­zeit ger­ne.

Die Geschlos­sen­heit des Wes­tens ist so wich­tig! Bis zu dem Punkt wo es so wich­tig ist, nicht geschlos­sen zu sein, und anstatt­des­sen bes­ser die Augen zu zu machen…

Wo steht eigent­lich die Schweiz mit die­sen Mes­sa­ge con­trol und PR Prak­ti­ken, im Ver­gleich zu Öster­reich im aktu­el­len Repor­ters without bor­ders Press Free­dom Index ranking?

OH! Schweiz Platz 12, Öster­reich Platz 29. 

Ich hof­fe der Stan­dard lässt sich heu­te noch eine Tor­te mit Sprüh­ker­zen kom­men. Wie­der wo ein Spit­zen­platz! Bei der Trans­pa­renz näm­lich. Nicht beim Repor­ting. Aber, naja - immerhin!

Die NZZ bringt dann halt ein­fach am sel­ben Tag Jour­na­lis­mus wie sie ihn in Öster­reich nie­mals lesen werden.
Aber, naja - immerhin.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief, gro­tesk Allerletzte.

Die gute Nachricht des Tages

08. Juli 2023

USA lie­fern der Ukrai­ne Streumunition

Details zur Streubombenlieferung

Die US-Regierung will der Ukrai­ne umstrit­te­ne Streu­mu­ni­ti­on lie­fern und ver­tei­digt sich gegen Kri­tik an die­sem Schritt. “Es ist eine schwie­ri­ge Ent­schei­dung. Es ist eine Ent­schei­dung, die wir auf­ge­scho­ben haben. Es ist eine Ent­schei­dung, die einen wirk­lich har­ten Blick auf den poten­zi­el­len Scha­den für die Zivil­be­völ­ke­rung erfor­der­te”, sag­te der natio­na­le Sicher­heits­be­ra­ter von US-Präsident Joe Biden, Jake Sul­li­van, am Frei­tag im Wei­ßen Haus.

Die Streu­mu­ni­ti­on ist Teil eines neu­en Militärhilfe-Pakets in Höhe von 800 Mil­lio­nen US-Dollar (rund 729 Mil­lio­nen Euro). Das Pen­ta­gon beton­te, man wer­de der Ukrai­ne nur Streu­mu­ni­ti­on mit nied­ri­ger Blind­gän­ger­ra­te lie­fern. Kiew habe außer­dem zuge­si­chert, die Geschos­se nicht in dicht besie­del­ten städ­ti­schen Gebie­ten ein­zu­set­zen und fest­zu­hal­ten, wo die Muni­ti­on zum Ein­satz kom­me. Wei­te­re Details zum Zeit­plan und der exak­ten Men­ge der Lie­fe­rung woll­te das Pen­ta­gon nicht preisgeben.

Die Bereit­stel­lung sol­le aber so erfol­gen, dass sie für die bereits ange­lau­fe­ne ukrai­ni­sche Gegen­of­fen­si­ve rele­vant sei. Die USA haben nach eige­nen Anga­ben Hun­dert­tau­sen­de der Geschos­se auf Lager.

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Viel­leicht auch noch mehr Anti-Personen Minen, ja?

Human Rights Watch reports new evi­dence of Ukrai­ni­an use of ban­ned land­mi­nes. WASHINGTON, June 30 (Reu­ters) - Human Rights Watch (HRW) said on Fri­day that it unco­ve­r­ed new evi­dence of the indiscri­mi­na­te use by Ukrai­ni­an for­ces of ban­ned anti-personnel land­mi­nes against Rus­si­an tro­ops who inva­ded Ukrai­ne in 2022.

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Damit set­zen jetzt bei­de Sei­ten im kon­ven­tio­nel­len Bereich alles ein was geht.

Jetzt kann end­lich wie­der schön wei­ter gestor­ben werden.

Die angeb­li­che gerin­ge Blind­gän­ger Rate bezieht sich übri­gens auf Gra­na­ten die beim Auf­prall nicht explo­die­ren und spä­ter zum Sicher­heits­ri­si­ko wer­den. Was ist denn da so eine “gerin­ge Blind­gän­ger Rate” wie ange­spro­chen? Der MDR weiß mehr: click Och - eh nur 1 Pro­zent oder so. Dh pro abge­set­zer Ladung eine oder zwei… Gut aber, dass die US noch 100.000e davon auf Lager haben.

Trotz­dem aber kei­ne Angst, Baer­bock hilft.

Pro­pa­gan­da hat aber immer noch nie­mand entdeckt.

Wie sagt noch­mal die Stif­tung Wis­sen­schaft und Poli­tik dazu?

Ach­ja, Lernkurve…

Im Wes­ten nichts Neues

edit: Wie­gold sagt 2.35% vs. 14% bei rus­si­scher. Na dann.

Thomas Mayer hat heute eine so hübsche Idee

05. Juli 2023

Wie kann man die Öffent­lich­keit eigent­lich noch verarschen?

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Von der Ley­en muss blei­ben, weil es wegen des Ukrai­ne­krie­ges Kon­ti­nui­tät braucht

So wie der ver­län­ger­te Nato-Generalsekretär Stol­ten­berg hat die EU-Kommissionspräsidentin einen guten Job gemacht

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Was meint eigent­lich Yanis Varou­fa­kis dazu? Also nicht unbe­dingt weil wir den so toll fin­den, son­dern weil in Grie­chen­land ein ande­res öffent­li­ches Nar­ra­tiv unter­wegs ist, das öffent­li­che Kri­tik an irgend­ei­nem Aspekt des Krie­ges gera­de noch (oder über­haupt erst) erlaubt.

Räus­per:

Varou­fa­kis: The one thing that you can actual­ly point out as simul­ta­ne­ous­ly signi­fi­cant and pathe­tic - is that he [Macron] cho­se to bring Ursu­la von der Ley­en with him to Bei­jing to tell two dif­fe­rent stories:

One by Ursula,
One by Emmanuel,

to the Chi­ne­se and to the world media.

That was a catastrophe.

If you bring the pre­si­dent of the EU Com­mis­si­on with you the idea is to have a com­mon position.

But it is impos­si­ble to have a com­mon posi­ti­on, becau­se Ursu­la von der Ley­en is a stand-in, a repre­sen­ta­ti­ve of, a clo­ne of Stol­ten­berg, the Gene­ral Secreta­ry of NATO.

They say the same thing.

It’s the same script.

It’s like one mind, one mouth.

Now, Macron does­n’t have this view. Macron chal­len­ges the idea that Rus­sia must be defea­ted and Moscow must be taken [lets hope he is just refer­ring to regi­me­chan­ge…], and that will be the only just end to the war in Ukraine.

He does­n’t belie­ve that.

He’s not allo­wed to say it any­mo­re but he does­n’t belie­ve it.

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Soet­was fällt einem Tho­mas May­er natür­lich nicht auf - was einem Tho­mas May­er aber anstatt­des­sen auf­fällt ist, dass wenn jetzt Stol­ten­berg ver­län­gert wird, ja auch von der Ley­en ver­län­gert wer­den muss - WEGEN DER ANHALTENDEN KONTINUITÄT.

Shit, fuck. Eh nicht ideo­lo­gisch ver­brämt lie­ber Herr Jour­na­list? Jour­na­lis­mus, also schrei­ben was Sache ist, nicht wahr, Herr Mayer?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abar­tigst, gro­tesk Allerletzte.

Der Öffent­lich­keit ist ja auch viel mehr gehol­fen, wenn sie exakt die sel­ben State­ments sowohl von von der Ley­en, als auch von Stol­ten­berg hört.

Pro­pa­gan­da hat aber immer noch nie­mand entdeckt.

edit: Wie gut war eigent­lich der Job von von der Ley­en im Ukrai­ne Krieg?!

Von der Ley­en hat nur 50 Tage gebraucht um die Selen­skyj Posi­tio­nen erst­mals wort­wört­lich zu über­neh­men. Nach dem ers­ten Mal gings dann aber GOTT SEI DANK auch viel schneller.

Von Bor­rell zu Selen­skyj in 50 Tagen

So ein guter Job von von der Leyen.

Wie kann man die Gesellschaft eigentlich noch verarschen?

04. Juli 2023

Mit Pro­fes­so­ren, die einer Öffent­lich­keit erklä­ren wol­len, dass das Ost-/West-Gefälle der Ukrai­ne eigent­lich eine Erfin­dung ist, da es ja bei der Abstim­mung zum EU Asso­zi­ie­rungs­ab­kom­men auch eine Mehr­heit dafür im Osten gab.


Seht ihr, alles in Ord­nung! Leu­te die Ost-/West- Gefäl­le sagen sind ganz böse Putin-Versteher.

Da soll­ten wir bei uns im Sprach­ge­brauch bes­ser pro­ak­tiv maß­re­geln! Also min­des­tens auf social media!

Sagt die Pro­fes­so­rin! Und Phoe­nix fea­tured das in einem freund­li­chen Inter­view ohne Wider­spruch, ich mein war­um auch nicht?

Was sagt eigent­lich die OECD dazu?

Oh…

The pre­vious OECD Ter­ri­to­ri­al Review of Ukrai­ne (OECD, 2014b), com­ple­ted just befo­re the Euro­mai­dan events and the erup­ti­on of a sepa­ra­tist con­flict in the east of the coun­try, con­clu­ded that Ukrai­ne was both admi­nis­tra­tively and fis­cal­ly over-centralised. It argued that a more decen­tra­li­sed form of ter­ri­to­ri­al gover­nan­ce was essen­ti­al to making strength of the country’s size and diver­si­ty and to over­co­m­ing the much-discussed east-west divi­de, which was reflec­ted not only in its poli­tics but also in the struc­tu­re and per­for­mance of regio­nal eco­no­mies. This report updates and extends that ana­ly­sis. It argues that the geo­po­li­ti­cal and eco­no­mic shocks of recent years have had asym­metric impacts, both sec­to­ral­ly and geo­gra­phi­cal­ly. To a gre­at extent, they seem to have acce­le­ra­ted a num­ber of trends that emer­ged in the years fol­lowing the glo­bal finan­cial cri­sis of 2009. The struc­tu­ral shifts that began after the finan­cial cri­sis pre­sent new oppor­tu­nities for some regi­ons, espe­cial­ly in the west of the coun­try, but daun­ting new chal­len­ges for others, par­ti­cu­lar­ly in the east, whe­re the con­se­quen­ces of armed con­flict have exa­cer­ba­ted an alrea­dy dif­fi­cult struc­tu­ral adjus­t­ment. The asym­metric natu­re of the­se shocks across Ukraine’s regi­ons points to the need for a dif­fe­ren­tia­ted poli­cy respon­se and thus rein­for­ces the case for more decen­tra­li­sed gover­nan­ce. Howe­ver, it also unders­cores the impor­t­ance – and dif­fi­cul­ty – of get­ting decen­tra­li­sa­ti­on right, given the pro­ble­ma­tic insti­tu­tio­nal, poli­ti­cal and eco­no­mic envi­ron­ment in which it is being implemented.

src: click

Shit, Fuck.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abso­lut abar­tigst, gro­tesk Allerletzte.

Zusatz: Der “Bür­ger­krieg im Osten der Ukrai­ne”, war ein, aber nicht der bestim­men­de Fak­tor, der für den Invest­ment­stau ver­ant­wort­lich war - der Haupt­fak­tor sei, zu viel Zen­tra­li­sie­rung von Ent­schei­dungs­macht in Kiew. Sagt die OECD. Ach­ja, und die Welt­bank.

Aber die Pro­fes­so­rin weiß das natür­lich, das war ganz anders, weil eigent­lich exis­tier­te ja die homo­ge­ne Ukrai­ne, die wir heu­te natür­lich nur alle falsch und noch zu sehr in der Rück­an­sicht betrach­ten. Den East-West devi­de in der Ukrai­ne den gabs ja garnicht.

Wird wie­der mal Zeit für einen Karls­preis wür­de ich sagen. Pro­fes­so­ren kön­nen den eh pro­blem­los ent­ge­gen­neh­men, oder? Und für einen Jour­na­lis­mus Preis fürs rein gar­nicht Nach­ha­ken und fürs tol­le booking!

Wenn ich an Lücken und Leer­stel­len in der Ukraine­be­richt­erstat­tung den­ke lan­de ich ja auch sofort bei “es wird zu unrecht so getan, als sei der Osten der Ukrai­ne pro russisch”.

Erwähnt das The­ma nicht Selen­skyj jede Woche, weil er ja noch kurz den Osten befrei­en muss? Ja, schon, aber zu wenig, und nicht schnell genug! Wo die Pro­fes­so­rin wohl die Idee mit der Lücke in der Debat­te herhat…

Im Elfen­bein­turm auf dem Weg ins Bad den Kopf gestoßen?

Und da klin­gel­te zufäl­li­ger Wei­se auch schon das Tele­fon, und Phoe­nix war mit einer Inter­view­an­fra­ge zur Stelle?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk, abar­tigst Allerletzte.

Die Ver­pflich­tung auf Lebens­zeit hat die Frau Pro­fes­sor aber schon, oder? Oder arbei­tet sie bei Phoe­nix grad flei­ßig dran? Ten­u­re Party!

Weil wozu was wis­sen, wenn ein­fach die Ideo­lo­gie passt?!

Fragt der Mode­ra­tor: Sehr geehr­te Frau Pro­fes­sor, hat sich viel­leicht in unse­rer west­li­chen Wahr­neh­mung etwas ver­än­dert, also seit Janukowitsch.

Ja, aber viel­leicht nicht genug, was ich damit sagen woll­te ist…”

Ja, dass du hast ein mora­li­sie­ren­des Stan­zerl drauf hast ver­mut­lich, von dem du nicht abwei­chen kannst und willst, und des­halb deflek­test du jetzt jede Fra­ge mit “ihr habt aber gesell­schaft­lich nicht genug getan, und wart außer­dem zu lang­sam!”, also selbst die Fra­gen, die du eigent­lich beant­wor­ten kön­nen soll­test. Also inhaltlich.

Jetzt ist die Dame aber nur Pro­fes­so­rin, also Poli­tik­wis­sen­schaft­le­rin (Prof. Gwen­d­o­lyn Sas­se) und ein neu­es Buch über die Ukrai­ne unter dem Titel “Der Krieg gegen die Ukrai­ne” hat sie auch drau­ßen. Was wir da wohl Inter­es­san­tes drin lesen werden…

Oh, dass wir alle noch immer den spie­geln­den kolo­nia­len Blick drauf hät­ten, als Gesellschaften. 

Na wenn das erst die OECD hört.…

Dan­ke Frau Professor!

Pro­pa­gan­da hat aber immer noch nie­mand ent­deckt, in die­ser ver­fick­ten, drecks, scheiss, Hurengesellschaft.