Also, the special kind of ukrainian ultra nationalism (“which is civic, not ethnic”), that is so EU centric that it becomes highly compatible with european liberal ideals, is just magical.
Because its nationalism that has become bound up with the idea of european integration.
“This is kind of a muscular, patriotic defense, of a liberal society.” Called Ukraine.
The two years in the covid bunker is the icing on the cake. Naftali Bennett told a slightly different story.
Hot tip, never become educated on stuff, the utter despair and disgust is just not worth it.
Also - Ukrainians will not negotiate until the russians are out, is signaled by Applebaum a year ago. (“I dont think that, …”)
Bonus:
When the war will end (Without Selenskyj edition):
edit: es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten - der Standard hetzt bereits wieder:
Pazifisten in der Sackgasse
Die Appelle bei der sogenannten Friedenskonferenz rufen zu Recht Widerstand hervor
Anna Giulia Fink
11. Juni 2023, 17:10
Es gab Wirbel, Absagen, die Anmietung der Veranstaltungsräume wurde kurzfristig storniert: Schon vorab war die Sorge groß, dass die sogenannte Friedenskonferenz in Wien der russischen Propaganda zu viel Bühne verschaffen würde. Sie war berechtigt, wie sich am Ende zeigte.
Der wahre Feind im Westen
Die alte Friedensbewegung mag es gut meinen in ihren Absichten: Tatsächlich sollte alles versucht werden, um ernsthafte Initiativen für Verhandlungen zu ermöglichen. Die Appelle der Austropazifistinnen und -pazifisten sowie einiger internationaler prominenter Intellektueller in Wien rufen aber zu Recht Widerstand hervor. Sie verharren immer noch in der Vorstellung, dass der wahre Feind im Westen zu suchen sei.
src: click
Und wir wissen ja, jegliche Mitschuld ist ausgeschlossen. Also inherent, von unserem Kriegsnarrativ ausgehend.
Diese ideologische Verblendung lässt sie die Realität des Krieges verdrehen. Zwar wird Moskau als Aggressor bezeichnet, aber nicht alle gestehen der Ukraine das Recht zu, fremde Streitkräfte aus dem eigenen Land zu vertreiben.
Unglaublich was sich diese Friedensbewegung alles leistet! In Übereinstimmung mit der Mehrheit der Österreicher. Russenversteher!
edit: Es wäre vielleicht auch noch interessant auszuführen “warum provoked”.
Position des Atlantic Council und der Nato im Dezember 2021: click Inklusive Kuleba Pressestatements gemeinsam mit Stoltenberg vor der Nato. Die Kurzfassung - Waffenlieferungen im Umfang von 300 Tonnen pro Jahr (siehe 1, bezugnehmend auf 2, davon 80 Tonnen Javelins im Wert von etwa 200 Mio USD) von den US in die Ukraine können erst dann eingestellt werden, wenn Russland sich unabhängig von Minsk 2 vollständig aus der Region zurück zieht, die temporär besetzten Gebiete in den nationalen Grenzen der Ukraine anerkennt, und die Gebiete für 30 Jahre unter Eigenverwaltung gestellt werden, wonach sie automatisch wieder der Ukraine zufallen. “Die Russen sehen darin vielleicht noch nicht das win, eines win win Szenarios” so die Position im Dezember 2021, aber nachdem sie sich vollständig zurückgezogen hätten - auch aus der Krim, könne man dann darüber sprechen, ob man seitens der US die Waffenlieferungen an Kiew einschränke, und mit Russland wieder Appeasement Politik betreiben. Da wird sich Russland sehr gefreut haben.
Während der sicherheitspolitischen Verhandlungen im Dezember 2021, das von der Agenda Nehmen des Verhandlungspunktes “Ukraine” durch die US, siehe Klaus von Dohnanyi bei der Körber Stiftung vor zwei Wochen.
Dann das Bedauern des Russland Experten des CFR über den “möglicherweise zu frühen”, einseitigen Abbruch der sicherheitspolitischen Verhandlungen mit Russland im Dezember 2021 - durch die Vereinigten Staaten.
Dann folgender Umstand:
The argument that Russia has no right to have a sphere of influence is likely to infuriate Moscow. Senior US pundits have argued in the recent past that “Russia needs its buffers”.
Schrieb seinerzeit das “berühmte Propaganda Outlet euractiv” (Sarkasmus), als Teil des Europe MediaLabs.
Das Dekret Nr. 117 vom 24. März 2021 gezeichnet von Selenskyj, das militärische Vorbereitungen für eine militärische Rückeroberung der Krim und Sewastopol genehmigt hat. Und auf das der erste große russische Truppenaufmarsch an der ukrainischen Grenze binnen einer Woche erfolgt. Sowie die Reaktion der Venice Commission der Europäischen Union darauf.
Selenskyjs Aufruf auf Telegram, am Tag der Invasion, auf russisch, an das russische Volk, vor allem aber an Ärzte, Anwälte, TikToker, aber auch Künstler, Mütter und Väter - sofort in Russland auf die Straße zu gehen, und solange nicht ihren Protest einzustellen, bis sich Russland mit Kiew an einen Verhandlungstisch setze, da “das das Einzige sei was einen Krieg noch verhindern könne”. Auf diesen Protestaufruf an die russische Bevölkerung hin flogen in direkter zeitliche Abfolge, drei Stunden später die ersten Raketen. Während Russland zuvor “erst” unmarkiertes Kriegsgerät über die Grenze zu den “Separatisten im Donbas” bewegt hat. Ein “Verhalten” das im Nato Krisengipfel am selben Tag von der Mehrheit der Europäischen Staatsoberhäupter als “Russland hat noch einen Weg zurück” klassifiziert wurde.
Und natürlich die in US Militärjournals veröffentlichten Interviews, mit ukrainischen Truppenführern, die im Oktober 2021 den erfolgreichen Einsatz von Javelins im Donbas bestätigt haben - der dann retroaktiv im Dezember laut einer Aussage vor der Nato doch nicht stattgefunden haben soll - als die US, ebenfalls retroaktiv die Freigabe der gelieferten Javelins für solche Einsätze erstmalig bestätigt haben. Unter dem Vorbehalt, solche hätten aber noch nicht stattgefunden.
Und abschließend viellicht noch das andauernde Insistieren auf außenpolitischen Konferenzen, Russland sei ein failed State, man wisse garnicht warum sich Europa immer noch so sehr in dessen Sinne engagiere.
Hier exemplarisch eine Rede von Thomas Graham, Jr. von der Jamestown Foundation Conference, Washington, DC, June 9, 1999
If power continues to dissipate, Russia is on its way to becoming a “failed state,” that is, a dysfunctional state incapable of carrying out the core functions of a modern state, such as defense, preservation of domestic order, maintenance of a monetary system, tax collection and income redistribution, and provision of minimal social welfare standards. [31] This is not the most likely outcome, but bears careful consideration because of the challenges it would pose to the United States and the rest of the world (more below).
If power is concentrated in Moscow (or another single center), Russia would be repeating its historical pattern of the past four hundred years, in which recentralization follows a period of weakness, drift, and chaos. Historically, recentralization has been a response in large part to foreign threats; it has always enhanced the authoritarian elements in the political system. It is likely to be no different today. In a country as vast and diverse, geographically, economically, and culturally, as Russia, that is, in a country that appears naturally inclined toward a decentralized form of government, defense against foreign foes can be the only justification for a rigid, unitary state. And tighter political controls are the only way to enforce recentralization, particularly given regional leaders’ desire for more local autonomy.
Despite the erosion of state power and the obvious weakness of the central government, it is still probably true that there are more levers of hard and soft power in Moscow than anywhere else in Russia. Moscow remains the transportation and communications hub of the country: it is still the country’s spiritual center. Economically, Moscow elites dominate the economy; by various estimates, up to 80% of all Russian capital is concentrated in Moscow.[32] It has been the disarray and disunity in Moscow that has fueled regional autonomy, and presumably more discipline there would shift the balance away from the regions. So for any would-be centralizer the first task would be to unite and discipline the Moscow elites and then turn to reasserting Moscow’s prerogatives over the rest of the country. It would take several years - and perhaps much violence - to accomplish this task, but it is hardly an impossible mission. Of all the current presidential candidates, Luzhkov is the most likely to move in this direction.
Aber ein Schelm, wer hier irgendwo Provokation entdeckt.
We cant say “provoked”.
edit: Moment, aber können wir die Bau- und Instandhaltungsgesellschaft der Krimbrücke noch mit internationalen Sanktionen belegen, so dass die Instandhaltung der (illegalen!) Brücke teurer wird? Aber sicher doch!
- you start a counter offensive to regain control over the temporarily occupied regions of your country, so the people in Odessa will be able to sleep well again in the future, not having to fear the russian military presence in Sevastopol - then conquer one (edit: now 3) village(s) so far, but have to evacuate 80 villages predominantly to Odessa after the Nowa Kachowka blast.
Will sich die Wiener Zeitung heute garnicht zur in Wien über die Bühne gegangenen “Friedenskonferenz” äußern? Die hätte heute nämlich ein Problem -
KRIEGINDERUKRAINE:
“Mehr Waffen bedeuten mehr Blutvergießen”
Jurij Scheljaschenko von der Ukrainischen Friedensbewegung über gewaltfreien Widerstand, kollektive Sicherheit und warum er Sanktionen gegen Russland skeptisch sieht.
vom 17.06.2022, 06:45 Uhr | Update: 20.06.2022, 13:03 Uhr
Rund 10.000 tote Soldaten meldete die Ukraine seit dem russischen Überfall Ende Februar bisher, mehr als 4.000 Zivilsten kamen ums Leben. Enorme Opfer und Zerstörungen, doch diesen Preis ist Präsident Wolodymyr Selenskyj bereit zu zahlen angesichts der drohenden Unterjochung seines Landes durch Russlands Machthaber Wladimir Putin. Nur vereinzelt melden sich ukrainische Gegenstimmen; eine davon ist Jurij Scheljaschenko.
Der gute Juri hat heute auch bei dieser Wiener Friedenskonferenz gesprochen, die der Standard als Verschwörungstheorien verbreitend in Grund und Boden gerammt hat, schreibt der exxpress der vor Ort war. Und den ich hier hoffentlich nie mehr referenzieren muss. Aber die Wiener Zeitung die ihn noch vor einem Jahr (nach Butscha) gefeatured hat, schreibts heute halt nicht.
Spricht jetzt nicht unbedingt für die Veranstaltung.
Seine Rede erfüllt jedes Kriterium der klassischen Verschwörungserzählung. Er betont permanent Inside-Infos aus dem Weißen Haus und von ranghohen Regierungsmitgliedern zu haben, welche vermeintlich belegen würden, das alles Böse in der Welt, jeder große Konflikt der vergangenen Jahre, nur auf die USA und deren Interventionswillen zurückzuführen seien. Der syrische Bürgerkrieg wird dann schnell mal zum “sogenannten syrischen Bürgerkrieg”, der russische Angriffskrieg sei ein Krieg zwischen zwei globalen Fronten.
Sachs spricht viel über angeblich von den USA und Großbritannien torpedierte Friedensverhandlungen im März 2022, behauptet fälschlicherweise, dass die internationale Presse darüber nie berichtet hätte und vergisst aber zu erwähnen, dass zur gleichen Zeit erstmals Informationen über die Kriegsverbrechen in Butscha ans Tageslicht kommen. Generell findet sich für russische Kriegsverbrechen in seiner Rede kein Platz, dafür aber für den Wunsch mit dem Chefredakteur des STANDARD zu sprechen. Er habe was zu klären, auch oder gerade weil DERSTANDARD der Veranstaltung im Vorfeld Propagandaverdacht nahelegte.
Er betont permanent Inside-Infos aus dem Weißen Haus und von ranghohen Regierungsmitgliedern zu haben, welche vermeintlich belegen würden, das alles Böse in der Welt, jeder große Konflikt der vergangenen Jahre, nur auf die USA und deren Interventionswillen zurückzuführen seien.
Falsch. Ich kenne seine Argumente. Jeffrey Sachs bezieht sich diesbezüglich auf öffentliche Aussagen von ehemaligen Regierungs- und Administrationsmitgliedern, als Teil des Public Records, oder in Biographien.
Es geht dabei einzig um die “Relevanz” der Nato Osterweiterung als Kriegsgrund. Sachs zitiert hier ehemalige US Außenminister, Botschafter, und einen ehemaligen CIA Chef (in dem einen Fall auch auf ein Wikileaks Memo referenzierend, wie das von “Angela ‘Teflon’ Merkel” das der Spiegel und der Standard seinerzeit so faszinierend fanden -) - mit Äußerungen die Teil des Public Record sind.
Sachs hat seit seiner aktiven Zeit kein Insider Wissen von Vorgängen im Weißen Haus, noch behauptet er ein solches zu besitzen. Dieser Anwurf stimmt einfach nicht.
Selbst wenn Sachs davon spricht dass Obama die CIA beauftragt habe Bashar al-Assad zu stürzen, wie unlängst hier geschehen, was für unsere Befindlichkeiten ungewohnt anmutet, bezieht sich das auf den public Record. Hier die Reuters Meldung dazu.
Sachs behauptet NIE in der Ukraine Frage Insider Wissen aus dem weißen Haus zu haben, das er dann nur unter der Hand referenziert. Er macht es einfach nicht.
Im Gegeteil, Sachs verzweifelt zusehends daran, dass seine Restrukturierungsvorschläge bezüglich des Aufbaus der russischen Wirtschaft seinerzeit immer ohne Begründung abgelehnt wurden. Kein verstecktes Insider Wissen. Public Record. Und in vollkommener Übereinstimmung mit beispielsweise Applebaum (that also was one of our mistakes).
- und ist seit dem nicht mehr “Washington Insider”. Noch behauptet er jemals ein solcher zu sein.
Nun der Standard weiß es leider nicht, prüft nicht - und hetzt weil er den Kontext nicht hat. Mir geht bei soetwas einfach das Herz auf.
Die einzigen Interaktionen und “Insiderwissen aus dem weißen Haus” von denen Sachs seit dem Beginn des Ukraine Kriegs berichtet ist, dass er Warnungen an die Administration gerichtet hat doch nicht weiter zu eskalieren, und dass sie allesamt abgelehnt wurden.
Aber das weiß der Standard leider nicht - zu dumm.
Sachs will zwar mit dem Chefredakteur, oder einem anderen Redakteur des Standards reden, aber der schreit lieber öffentlich rum und degradiert persönlich und hetzt.
Der syrische Bürgerkrieg wird dann schnell mal zum “sogenannten syrischen Bürgerkrieg” -
Naja, mit Fraktionen wie Terrorgruppen mit Sponsoring aus dem angrenzenden Ausland, die angeblich populäre innenpolitische Fraktionen darstellen - fast nachvollziehbar, oder? Oder darf er das moralisch nicht tun, da dann das Argument der US eben NICHT völkerrechtswidrig eingegriffen zu haben fällt. Denn sie wurden nicht vom bestehenden Regime als Kriegspartei eingeladen.
Also darf man dieses Argument im Normalfall nicht bringen - der Standard ist auf 180.
Die Liste der Unterstützer und der ehemaligen Unterstützer von Kriegsparteien ist länger als die Liste der Kriegsparteien, von denen zwei anerkannte Terrororganisationen sind, aber Bürgerkrieg muss man schon dazu sagen. Sonst wärs ja ein proxy Krieg. Und der Eingriff der US wäre völkerrechtswidrig erfolgt.
Auch an den Truppenzahlen lässt sich ablesen - klassischer Bürgerkrieg:
*sarc*
Hier die Tagesschau 2017 zum Thema:
Syrien: Stellvertreterkrieg für immer mehr Staaten
Stellvertreterkrieg für viele Mächte
Stand: 08.04.2017 10:12 Uhr
Der syrische Bürgerkrieg hat sich zu einem Stellvertreterkrieg gewandelt. Russland und der Iran sowie die Türkei und Saudi-Arabien sind seit längerem verwickelt. Mit dem Angriff auf Assads Armee haben nun auch die USA ihre Syrien-Politik radikal geändert. Eine Übersicht: […]
Aber man muss es heute noch einen Bürgerkrieg nennen?
der russische Angriffskrieg sei ein Krieg zwischen zwei globalen Fronten.
Unglaublich der Sachs sagt nicht “Demokratien vs. Autokratien” dazu der sagt Proxy War - wie Al Jazeera. Geht ja garnicht. Ist ja nur das dominante Narrativ in 40% der Staaten dieser Welt. Zugegeben, es ignoriert das Selbstbestimmungsrecht einer Ukraine die ohne die Waffenlieferungen und die finanzielle Unterstützung aus dem vereinten Westen schon längst nicht mehr selbstbestimmungsfähig wäre.
Von den Auswirkungen der bereits jetzt schon enormen Schuldenlast für das zukünftige Staats- und Sozialsystem einer Ukraine - die um ihr Überleben kämpft, wenn sie gerade mal nicht bereits ausverhandelte Vorverträge zu Waffenstillstandsverträgen retroaktiv ablehnt - garnicht zu sprechen.
Geht ja garnicht. Dass man hier auf Al Jazeera Rational unterwegs ist! (bei 10:42 in)
Sachs spricht viel über angeblich von den USA und Großbritannien torpedierte Friedensverhandlungen im März 2022, behauptet fälschlicherweise, dass die internationale Presse darüber nie berichtet hätte
Naja, wie verliefs in Österreich? Wolf in der ZIB 2 fragt Mangott ob man das aber auch glauben soll - so elf Monate später, ohne es sich je angesehen zu haben, als es wegen Naftali Bennett noch mal hochkocht - Mangott sagt ja. Wolf schluckt sichtbar. Das wars.
ERSTEERWÄHNUNG: 09.02.2023
Keine weitere Auswirkungen auf die Berichterstattung.
Aber berichtet wurde es natürlich schon. Gut - damals begann man sich nur elf Monate nach den ursprünglichen Ereignissen öffentlich langsam von der Idee zu lösen, dass Selenskyj Friedensverhandlungen will - da war das dann nicht mehr so akut…
Und wenn man das in den Monaten März und April gewußt hat - durfte man über elf Monate in tiefstem Horror in Österreich nur Nachrichtenmeldungen lesen die das durchgehend verschwiegen haben, und nur berichtet haben, dass Selenskyj den Frieden - aber Putin nicht mit ihm verhandeln wolle. Selbst nachdem Selenskyj Verhandlungen mit Putin per Präsidentialdekret unter Strafe gestellt hat - immer noch Friedenspräsident, für weitere VIER Monate.
Die Rolle von Johnson war nur mutmaßlich relevant. exakte Belege dafür dass er die (verhandlungsbereite) Position der Ukraine mit Unterstützungszusagen eines Teils der westlichen Allianz gedreht hat ist nur eine Mutmaßung. Johnson war zu diesem Zeitpunkt der erste prominente politische Vertreter eines westlichen Allianzmitglieds in Kiew.
Possibility of talks between Zelenskyy and Putin came to a halt after Johnson’s visit - UP sources
Quote from the article: “The Russian side…was actually ready for the Zelenskyy-Putin meeting.
But two things happened, after which a member of the Ukrainian delegation, Mykhailo Podoliak, had to openly admit that it was “not the time” for the meeting of the presidents.
The first thing was the revelation of the atrocities, rapes, murders, massacres, looting, indiscriminate bombings and hundreds and thousands of other war crimes committed by Russian troops in the temporarily occupied Ukrainian territories…
The second “obstacle” to agreements with the Russians arrived in Kyiv on 9 April.” [referenziert Johnson]
Details: According Ukrainska Pravda sources close to Zelenskyy, the Prime Minister of the United Kingdom Boris Johnson, who appeared in the capital almost without warning, brought two simple messages.
The first is that Putin is a war criminal, he should be pressured, not negotiated with.
And the second is that even if Ukraine is ready to sign some agreements on guarantees with Putin, they are not.
Johnson’s position was that the collective West, which back in February had suggested Zelenskyy should surrender and flee, now felt that Putin was not really as powerful as they had previously imagined, and that here was a chance to “press him.”
Three days after Johnson left for Britain, Putin went public and said talks with Ukraine “had turned into a dead end”.
behauptet fälschlicherweise, dass die internationale Presse darüber nie berichtet hätte und vergisst aber zu erwähnen, dass zur gleichen Zeit erstmals Informationen über die Kriegsverbrechen in Butscha ans Tageslicht kommen.
Nur dass die ersten Forderungen nach schweren Waffen Lieferungen und die erste Unterstützungsaufforderung an westliche Bündnispartner bezüglich schweren Waffenlieferungen 2 bzw. 4 Tage VOR Butscha getätigt werden. Von ukrainischen Präsidentenberatern auf einem Gipfel in der Türkei und dem Atlantic Council.
Was für jemanden der gerade noch bereit war die Vorvertragsbedingungen für einen Waffenstillstand zu unterschreiben - vor Butscha, etwas deplatziert angemutet hat.
Und - gut, Kuleba gibt seinerseits bei Times Radio zu Protokoll, dass er immer schon hawkisch war und die Ukraine vom letzten Russen befreien wollte, und dass sich seine Meinung nicht erst seit Butscha gefestigt hätte - aber was bedeutet das schon.
Sachs erwähnt einfach Butscha nicht, wenn er feststellt, dass der Westen nicht über die von der Ukraine abgebrochenen Friedensverhandlungen berichtet habe - und Selenskyj der Öffentlichkeit noch für weiter elf Monate als “Friedenspräsident” verkauft hat.
Ich persönlich habe das seinerzeit nicht verkraftet.
Selbst als es offensichtlich war - und ich einfach mal mit fünf faktischen Belegen in den Kommentaren der Wiener Zeitung, dass auch die Ukraine keine Friedensverhandlung wolle, elf Monate später erstes Gehör gefunden habe - wars elf Monate zu spät.
Eine öffentliche Debatte darüber hat im Zuge der schweren Waffenlieferungen NIE stattgefunden.
Generell findet sich für russische Kriegsverbrechen in seiner Rede kein Platz, dafür aber für den Wunsch mit dem Chefredakteur des STANDARD zu sprechen. Er habe was zu klären, auch oder gerade weil DERSTANDARD der Veranstaltung im Vorfeld Propagandaverdacht nahelegte.
UN Diplomat will nicht auf die moralisierende Argumentationsebene runter und möchte mit den Medien sprechen, die Ihn offen verleugnet haben und weiter gegen ihn hetzen?
Kann ja nicht sein, oder?
Na auf keinen Fall!
Diese Gesellschaft ist das…
edit: In den Standard Kommentaren wird jetzt der tiefe Fall von Sachs zelebriert - von Alpbach über ein “wahnsinniges Kurier Interview” hin zum Putin Propagandisten…
Moment, dieses wahnsinnige Kurier Interview kannte ich noch garnicht…
Aber Moment, bevor ichs lese - lese ich doch lieber die Kritik von Pelinka an dem Interview (Liebe Grüße an meine ehemalige Psychotherapeutin, die mir zu dem Zeitpunkt geraten hat beim selben Institut für Friedensforschung anzudocken, bei dem auch Pelinka Mitglied ist, weil sie dort eine Freundin habe. Ich werds nie vergessen.). Im Kurier:
Aus einer informellen, nie schriftlich fixierten Zusage des damaligen deutschen Außenministers an Michail Gorbatschow, den Präsidenten der damals noch existierenden Sowjetunion, die NATO werde sich nach der deutschen Einigung nicht nach „Osten“ erweitern, wird ein russisches Opfernarrativ abgeleitet.
Es war nicht eine informelle Zusage, es waren dutzende. Informell blieben sie trotzdem.
Viele der britischen “appeaser” (besser wohl “Hitler-Versteher”) – darunter viele christlich motivierte Pazifistinnen und Pazifisten – wollten auch noch nach dem deutschen Kriegsbeginn Polen nicht zu Hilfe kommen, denn dann hätte man doch den Krieg verlängert. Mit den gleichen Argumenten soll die Ukraine daran gehindert werden, sich wirksam zu verteidigen. Nach der ČSR folgte 1939 Polen. Und was folgt 2022? Moldau und Georgien, wo in sezessionistischen Regionen bereits russische Truppen bereitstehen? Oder die baltischen Republiken? Die freilich sind durch ihre Nato-Mitgliedschaft geschützt. Daraus ziehen Finnland und Schweden bereits eine Lehre, der sich Österreich (noch?) verweigert.
Dass Wladimir Putin den Krieg nicht gewinnen darf, liegt nicht nur im Interesse der Ukraine. Ein militärischer Erfolg des russischen Diktators, der sich bereits den Weg in Richtung einer lebenslangen Präsidentschaft geebnet hat, wäre ein Freibrief für weitere Aggressionen. Und von diesen wäre Europa insgesamt betroffen – und damit der Weltfriede.
so Friedensforscher Anton Pelinka am 10. Mai 2022
Gut dass der jetzt als Wertungsinstanz herangezogen wird aufzuklären, welches Sachs Interview im Kurier “wahnsinnig” war.
Das nämlich das der Friedensforscher selbst nicht korrekt wiedergibt.
Aber wir habens ja - in Österreich kennt jeder jeden.
edit: Nach dem der Krieg vorbei ist wird der Presseclub Concordia aber garantiert die Performance des Österreichischen Journalismus evaluieren.
Für die die die “Verschwörungstheorien” von Sachs auseinandergenommen sehen wollen.
Hier die Fact Check snippets:
So you think what happened in 2014 was a coup?
It was a coup, of course. It was an unconstitutional seizure of power when very violent groups, well armed, stormed the government buildings in February, 2014. [Protesters, angered by Yanukovych’s rejection of a trade agreement with the European Union, were killed by security forces after trying to occupy parts of Kyiv; afterward, Yanukovych was isolated politically and fled to Russia with the assistance of the Kremlin. I asked Sachs over e-mail for a source for his claim about the role played by the U.S. He responded, “It is public knowledge that the National Endowment for Democracy and US NGOs spent heavily in Ukraine to support the Maidan. I have first-hand knowledge of that spending.” The N.E.D. told The New Yorker that it provides funding to civil-society groups but “does not provide funding to support protests.”]
Sachs erzählt die Geschichte wie folgt:
Er wurde von Jazenjuk eingeladen um über die weitere ökonomische Entwicklung der Ukraine nach 2014 zu sprechen, kommt nach Kiew, kommt in Kontakt mit einem NGO Mitarbeiter, der ihn in Kiew rumführt (der Name der NGO wird im anderen Interviews nicht genannt), und der Mitarbeiter der USNGO beginnt ihm zu erzählen wofür die NGO überall Geld ausgegeben hat. Sachs flipped, kommt damit nicht zurecht, da es nach seinem Empfinden nicht anders zu interpretieren gewesen sei, als dass ihm hier Details eines US finanzierten coups erläutert wurden. Quote: “dont tell me that stuff!”.
Let me just go back to 2008. I understand what happened at the Bucharest summit. My point is that fourteen years later Ukraine was no closer to actually joining nato.
That’s not correct. That’s not correct, Isaac. At all. The fact of the matter is that, after the overthrow of Yanukovych, a series of governments in both Ukraine and the U.S. have heavily armed Ukraine, heavily modernized Ukraine’s Army, poured in many billions of dollars of armaments, and this is what made it possible for Ukraine to resist the Russian invasion in February, 2022.
You’re saying once the country was invaded?
No, no, no, no. Starting in 2014. This is important.
Once Crimea had been invaded, you are saying?
This is perhaps one of the things that needs more investigation by the likes of you and your colleagues, to look into the events around the Maidan. This was an overthrow of a government that replaced a government that was calling for neutrality—
Neutrality?
Yes, the Yanukovych government. [Yanukovych wanted a closer alliance with Russia; it was recently reported that Putin planned to use Yanukovych to help install a puppet regime after the 2022 invasion.]
Der Kontext quote ist tendenziös.
Hier im Detail:
One of Zelenskyy’s early moves was to curb the influence of Viktor Medvedchuk, a close friend of Putin’s who headed the largest opposition party in parliament. Whereas former president Petro Poroshenko had used Medvedchuk as a crucial go-between with Moscow, Zelenskyy’s team sought other intermediaries in the belief that his influence on Putin had begun to wane.
But as Putin began drawing up plans for a possible invasion, Medvedchuk insisted that Ukrainians would greet Russia’s forces with open arms.
One part of the plan involved Viktor Yanukovych, a former president who has been in Russian exile since fleeing the 2014 revolution against him. He was to deliver a video message conferring legitimacy on Medvedchuk — and anointing him to rule Ukraine with Russia’s backing.
Tendenziös - da das nach der Flucht von Yanukovych abläuft. (Zu dem Zeitpunkt eine Puppe Moskaus.) Es ist kein Widerspruch zu der Aussage dass Russland eine neutrale (aber beeinflussbare (im Sinne einer grey-zone) Ukraine) wollte. Vor 2014.
Eine tendenziöse, korruptionsgeprägte Neutralität, aber ja Neutralität.
Let me just say a word about Syria. The United States destabilized Syria and, in early 2012, there was the possibility of a peace agreement. One country stood in the way of the peace agreement. That was the United States.
Wait, sorry, Bashar al-Assad was willing to make peace, but the U.S. would not let him, essentially?
The U.S. insisted that Bashar al-Assad must go for there to be peace. The other participants in the negotiation said that a political process could end this, but not starting on the first day with U.S.-backed regime change. [When asked in an e-mail whether he had a source for the claim that the U.S. was the lone country opposing a peace agreement, Sachs told The New Yorker, “I have first-hand knowledge of the US blocking the peace agreement in Syria from the highest international sources.”]
Das erste Mal dass von Sachs Quellen nicht offen genannt werden. Quellenschutz ist interpretierbar.
Und das wars - keine weiteren Aussagen die der New Yorker fact checken musste --
also wie stellt man ihn jetzt in die Verschwörungstheorie Ecke?
Ganz klar - Schuld durch Assoziation.
In 2020, shortly after covid began spreading across the world, I talked to him for The New Yorker about the pandemic’s economic impact and how Trump was handling the emergency; more recently, he appeared as a guest on the podcast of Robert F. Kennedy, Jr., who has become one of the most prominent anti-vaccine activists and conspiracy theorists in the country.
Ich frage mich gerade wer Sachs Medienauftritte bucht…
edit:
Outro:
When it comes to Ukraine, what is so horrifying for me is that this war, even considering the multiple facts I’ve laid out that were the predicate to this war, could have been avoided at the end of 2021. President Putin put on the table three demands: no nato enlargement, Crimea remaining part of Russia, and the Minsk II agreements being implemented. The United States refused.
Do you still think, in hindsight, that Putin was being sincere here?
I think that one could have created an enforceable agreement around those points. Sincerity is a strange idea in this. It’s not a matter of sincerity; it’s a matter of finding an agreement and then the modalities to enforce the agreement, including, of course, withdrawal of forces from borders, demilitarization, peacekeeping operations, monitors, other steps.
edit: Das Outro des New Yorker Artikels ist ebenfalls unsauber:
I would just end with one final question. Do you feel that you’ve changed in any way? I was listening to you on Robert F. Kennedy, Jr.,’s podcast talking about how excited you were to read his book, and I thought, Is this the same Jeff Sachs I’ve been reading for twenty years?
I’ll say the following: Thirty-four years ago, I was inspired by President Gorbachev’s vision of a peaceful world and of a common European home. I still believe that is our goal. I believe it is what[…]
“And you were talking about how excited you were to read his book.”
Background Robert F. Kennedy, Jr. - bekam als anti-vaccine Aktivist diverse social media bans, die mittlerweile aufgrund von teilweise - ehm interessanten Gründen (Instagram lifts ban on anti-vaccine activist Robert F. Kennedy Jr. after launch of presidential bid) wieder augehoben werden, Musk hat vor sechs Tagen damit gespielt zu überlegen ein Interview mit ihm auf Twitter spaces zu veröffentlichen (Reuters: click) -- also red flags überall.
Aber “And you were talking about how excited you were to read his book.” ist inhaltlich nicht angemessen.
Die Aussage fällt in der letzten Minute des Interviews, nach zweimaligem direkten “Druck” des Anti-Vaccer Aktivisten Sachs möge doch sein Buch unbedingt lesen, er wäre so interessiert an seiner Meinung. Sachs reagiert sozial angemessen, auf widerholtes self depricating, nein - das sei doch kein Umstand, und ja er werde es lesen, er freue sich darauf. Direkt danach überhastete Verabschiedung.
“And you were talking about how excited you were to read his book.”
impliziert etwas komplett anderes. Das als Outro Frage bei einem Interview über die Ukraine zu stellen ist nicht sauber.
Und titelt pflichtgemäß Beweise - mit Fragezeichen im Aufmacher.
Sie tun sich so schwer damit eine ukrainische Bestätigung dafür zu bekommen. Da können sies dann ja nicht wissen. Unabhängige Experten fragen?
Shaping Operationen ist das Schlagwort - falls das in der Redaktion auch noch nicht angekommen ist.
Kostiantyn Vaschenko, State Secretary of the Ministry of Defence of Ukraine am 30. Mai:
Moderator: Minister can I start with you and if you’ll forgive me - has the counter offensive started?
Minister: It’s a popular question - last time and I would say that counter offensive or it would be more correct to say offensive, Ukrainian offensive, is going to be started very soon, sooner than you think.
Moderator: Sooner than…
Minister: We are ready, we’re ready for that.
Moderator: So is this is this a psychological operation, you’re keeping the Russians and the rest of us on our toes - I mean I say it in jest but they must be worried.
Minister: I think in several days.
bei 2min in.
Unglaublich eigentlich was du als Journalist heute leisten mußt. Nichts wissen, nichts prüfen. Propaganda ungefiltert abschreiben. Danach ein bisschen auf “wir wissen eh nichts genaues” korrigieren. Als phoenix ein falsches Video in der Berichterstattung featuren. Dann noch hetzen…
Dass sich das an einem Arbeitstag noch alles ausgeht!
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