Ist das genial!

18. Juni 2023

DW schafft es einen gesam­ten Bei­trag lang die eigent­li­che Nach­richt wegzukommentieren.

Das Ding in Putins Hand?! Ja was ist das denn? Der im April 2022 unter­zeich­ne­te Vor­ver­trag zu Frie­dens­ver­hand­lun­gen (Abkom­men) mit der Ukrai­ne, bereits von der Ukrai­ne unter­zeich­net. Von dem Selen­skyj dann ein­sei­tig zurück­ge­tre­ten ist, angeb­lich wegen Butscha (auch wenn schwe­re Waf­fen­lie­fe­run­gen von ukrai­ni­schen Prä­si­den­ten­be­ra­tern bereits vier Tage vor Butscha, und vom Atlan­tic Coun­cil erst­ma­lig 2 Tage vor Butscha von den euro­päi­schen Part­nern gefor­dert wur­den). Oder wegen Boris John­son, wenn wir Nafta­li Ben­nett glau­ben kön­nen, der die ers­te Ver­si­on eines Waf­fen­still­stands vor­ver­han­det hat.

Von dem die Huren­wichs­er­schwei­ne im Stan­dard behautp­ten, sie hät­tens doch eh immer schon berich­tet, wenn Jef­frey Sachs das Gegen­teil behaup­te, sei das ein ganz böser Verschwörungstheoretiker!

Nun, was befin­det sich denn da in Putins Hand? Im Arti­kel­thumb­nail. DW ver­gissts lei­der im Bei­trag zu erwäh­nen. Was will man machen…

Pro­mi­nent im Videobei­trag, ein­seh­bar - nur die euro­päi­sche Öffent­lich­keit wird lei­der nicht erfah­ren, was es ist - denn auch wenn Putin damit dezi­diert argu­men­tiert hat, ver­ra­ten wir doch der Öffent­lich­keit nicht, was wir ihr da zeigen!

Die kommt da noch ins Grübeln!

5:52 über einen von der Ukrai­ne unter­zeich­ne­ten Ver­trag, der im Bild ist, aber von DW in keins­ter Art und Wei­se erwähnt wird.

Das musst du als Jour­na­list ein­mal zusammenbringen!

Dann noch kurz für das Outro State­ment in die Ukrai­ne zu Selen­skyj. Und der so “es wird solan­ge kei­ne Frie­dens­ver­hand­lun­gen geben, bis der letz­te rus­si­sche Sol­dat das Staats­ge­biet der Ukrai­ne ver­las­sen hat (- inklu­si­ve Krim)”. Das ist BRÜSK!

Dann schnell Schal­te zu unse­rem Kor­re­spon­den­ten, was bedeu­tet das jetzt alles?!

Es bedeu­tet, dass ihr Arsch­lö­cher die Bevöl­ke­rung über mehr als ein Jahr kom­plett ver­arscht habt. Dass ihr ein­sei­tig berich­tet, dass ihr lügt. Dass ihr mis­re­prä­sen­tiert. Dass ihr REGELMÄSSIG gegen ande­re Mei­nun­gen gehetzt habt. Dass ihr euch als Pro­pa­gan­da Mouth­pie­ces für eine Posi­ti­on ver­ein­nah­men habt las­sen von der ihr jetzt nicht wisst, wie ihr ohne “die Ukrai­ne muss aber jetzt Gebiet gewin­nen” wie­der wegkommt.

Und dass ihr das im Fall der Wie­ner Zei­tung eine Woche nach­dem ihr eine Medi­en­part­ner­schaft mit der Öster­rei­chi­sche Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft ein­ge­gan­gen seid, gemacht habt.

Die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist.”

Und dass ihr es wei­ter macht. Jeden. Ver­fick­ten. Tag.

Ist das nicht schön?

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abgrund­tief Allerletzte.

Aber kei­ne Angst, die Stif­tung Con­cordia, weiß zwar, dass der Jour­na­lis­mus seit einem Jahr ein­sei­tig berich­tet, aber sie wird die Per­for­mance dann spä­ter eva­lu­ie­ren. Also spä­ter, nach dem Krieg - was schert uns schon der Wis­sens­stand der eige­nen Bevöl­ke­rung bis dahin…

Putin, Putin, Putin. Und die nächs­te ukrai­ni­sche Offen­si­ve im nächs­ten Jahr dann.

Vie­len Dank fürs Zuschau­en. Und über­le­gen sie sich bit­te nicht zu genau, was sie da im Thumb­nail sehen, denn im gesam­ten Bei­trag, berich­ten wir nicht ein­mal, was der Kremlbon­ze da in die Kame­ra hält.

Selen­skyj, das ist der GUTE, das sieht man auch dar­an, dass er vor Jour­na­lis­ten Abhand­lun­gen hält, wie er Bevöl­ke­run­gen durch sei­ne Reden emo­tio­nal beein­flus­sen will ihre Regie­run­gen zu stürzen…

Kann der Jour­na­lis­mus eigent­lich noch wei­ter sin­ken? Nein, eigent­lich nicht mehr. Wir sind schon unter der Ober­flä­che. Aber gut dass es noch nicht bro­delt, weil die Öffent­lich­keit nichts davon mit­be­kom­men wird…

Wie gehts eigent­lich der ver­fick­ten *ich darfs nicht mehr aus­spre­chen* von mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin die mich vor über einem Jahr nur mit lee­rem Aus­druck im Gesicht ANGESTARRT HAT als ich ihr gesagt habe, ich kom­me damit nicht zurecht, dass nie­mand berich­tet, dass sich Selen­sky­js Posi­ti­on seit Butscha nicht geän­dert hat. Frien­dens­ver­hand­lun­gen erst dann, wenn der LETZTE RUSSE DIE UKRAINE VERLASSEN HAT, er danach aber noch für SIEBEN MONATE VON UNSEREN QUALITÄTSMEDIEN ALS FRIEDENSPRÄSIDENT HOCHGEHALTEN WURDE, wäh­rend Man­gott ein Monat nach mir NOCH IMMER NICHT hin­ter die Rhe­to­rik des Argu­men­tes gestie­gen ist. (Frie­dens­ver­hand­lun­gen erst dann) - und in der ZIB 2 Behaup­tet hat Selen­skyj wider­spre­che sich da immer wieder.

EINEN SCHEISSDRECK.

Für Waf­fen­still­stands­ver­hand­lun­gen min­des­tes Rück­erobe­rung der von Russ­land seit dem 24.02. besetz­ten Gebie­te, für Frie­dens­ver­hand­lun­gen muss zuerst der LETZTE RUSSE aus der Ukrai­ne verschwinden.

Hier. Inter­na­tio­na­le Kon­fe­renz. Vol­ler Wort­laut. Selen­skyj O-Ton. Wann woll­te mans der Öffent­lich­keit sagen? Och nur so zehn Mona­te nach­dem die rhe­to­ri­schen Flos­keln aus­ge­ar­bei­tet wur­den, dach­ten wir, es wäre viel­leicht zukünf­tig oppor­tun, in so einem Video-Segment über afri­ka­ni­sche Staa­ten… Die grad sehr stark leiden…

Who cares.

Wer­te­wes­ten.

Aber kei­ne Angst - letz­te Minu­te des Seg­ments: “Ja herrscht denn unter den afri­ka­ni­schen Staa­ten über­haupt Einig­keit, oder sind die Staa­ten die BESONDERS unter dem Krieg lei­den, nur so gesplit­tert ange­reist?!” FRAGT DIE HURE VON MODERATORIN (Ver­zei­hung), die wis­sen soll­te, dass im Vor­feld auf bila­te­ra­le Inter­ven­ti­on des Wer­te­wes­tens knapp die Hälf­te der afri­ka­ni­sche Staa­ten aus der Initia­ti­ve bereits abge­sprun­gen sind.

Obser­vers are cal­ling “why cant the Afri­can Uni­on come tog­e­ther on this” lässt uns der DW Kor­re­spon­dent wissen.”

Na war­um denn nicht?

Die benann­ten afri­ka­ni­schen Staa­ten waren bereits Teil die­ser Initia­ti­ve, die sind erst auf­grund von Inter­ven­tio­nen wie­der ausgeschieden.

Wer­te­wes­ten.

ICH KOTZ SEIT TAGEN DURCH.

edit: Moment, der Stan­dard setzt dem noch die Kro­ne auf…

Hier wies der Stan­dard berichtet:

KRIEG IN DER UKRAINE

Putin weist afri­ka­ni­sche Ver­mitt­ler brüsk zurück

Das US-Institut für Kriegs­stu­di­en sieht auf Sei­ten Mos­kaus kei­nen ech­ten Frie­dens­wil­len. Im Zuge ihrer Gegen­of­fen­si­ve hat die ukrai­ni­sche Armee ein wei­te­res Dorf befreit

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The what?

Insti­tu­te for the Stu­dy of War (ISW)

Who funds the Insti­tu­te for the Stu­dy of War?

ISW cur­r­ent­ly ope­ra­tes as a non­pro­fit orga­niz­a­ti­on, sup­por­ted in part by con­tri­bu­ti­ons from defen­se contractors. 

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Der Stan­dard sagt der Think Tank der den Ukrai­ne Krieg aus der Sicht der US Waf­fen­lob­by beur­teilt, sieht kei­nen ech­ten Frie­dens­wil­len bei Putin.

DW, been­det den Bericht mit Selen­sky hat Ver­hand­lun­gen zwar kom­plett abge­lehnt, und Putin nicht - aber als gelern­te Stan­dard und Medi­en­re­zi­pi­en­ten wis­sen wir -- das hier ist die ein­zig ech­te jour­na­lis­ti­sche Wahr­heit, und Putin ist wie immer Schuld.

Na gut, dafür wird das ISW aber wenigs­tens alt­ein­ge­ses­sen aner­kannt, und aus der Debat­te nicht weg­zu­den­ken sein, oder?

ISW was foun­ded in respon­se to the sta­gna­ti­on of the Iraq and Afgha­ni­stan wars, with core fun­ding pro­vi­ded by a group of defen­se contractors.[6]

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Ich mein als Gag Schrei­ber kannst hier bereits dei­nen Job auf­ge­ben, oder - ich mein was da noch schreiben?

Ach­so, ja, neben dem hier natürlich:

ISW cri­ti­ci­zed both the Oba­ma and Trump admi­nis­tra­ti­on poli­ci­es on the Syri­an con­flict, advo­ca­ting a more haw­kish approach. In 2013, Kagan cal­led for arms and equip­ment to be sup­plied to “mode­ra­te” rebels, with the hope that a sta­te “friend­ly to the United Sta­tes [would emer­ge] in the wake of Assad.”[9] In 2017, ISW ana­lyst Chris­to­pher Kozak prai­sed pre­si­dent Donald Trump for the Shay­rat mis­si­le strike but advo­ca­ted fur­ther attacks, sta­ting that “deter­rence is a per­sis­tent con­di­ti­on, not a one hour strike package.”[10] In 2018, ISW ana­lyst Jen­ni­fer Cafa­rel­la publis­hed an arti­cle cal­ling for the use of offen­si­ve mili­ta­ry for­ce against the Assad government.[11]

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Ach­so ja Putin ist natür­lich nicht ver­hand­lungs­be­reit sagt das ISW, nur was der Putin da in die Kame­ra hält, das erfah­ren wir in den deutsch­spra­chi­gen Medi­en lei­der nicht…

Was will man machen.

edit: Es geht noch wei­ter, die FAZ berich­tet darüber:

FAZ:

Putin fand freund­li­che Wor­ten für die Gäs­te und hob her­vor, die Ent­wick­lung der Bezie­hun­gen zu afri­ka­ni­schen Län­dern habe für Russ­land Prio­ri­tät. Er wies auf den zwei­ten „Russland-Afrika-Gipfel“ hin, der im kom­men­den Monat eben­falls in Sankt Peters­burg statt­fin­den soll. Auch schimpf­te Putin auf „die neo­ko­lo­nia­len euro­päi­schen, eigent­lich ame­ri­ka­ni­schen Mächtigen“.

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Stan­dard:

Putin weist afri­ka­ni­sche Ver­mitt­ler brüsk zurück
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Da wird doch nicht eine der bei­den Zei­tun­gen ihre Leser belü­gen, oder?

Klei­ne Hil­fe­stel­lung, “wir wer­den ihre Vor­schlä­ge für Frie­dens­ab­kom­men jeder­zeit ger­ne prü­fen, aber im Moment ist es außer­halb unse­rer Mög­lich­kei­ten, da die Ukrai­ner kei­nen Frie­den wol­len”, fiel als Satz.

Nur so als klei­ne Hil­fe­stel­lung eben.

Zwei­te Klei­ne Hil­fe­stel­lung gefäl­lig? Selen­skyj hat die Dele­ga­ti­on am Tag davor mit kei­ne Frie­dens­ver­hand­lun­gen, bis der letz­te rus­si­sche Sol­dat die Ukrai­ne (inkl. Krim ver­lässt) aus dem Raum gejagt. Aber das war jetzt doch nicht brüsk! Ich mein Putin war brüsk. Nicht Selen­skyj. Selen­sky war Inte­gri­tät des Jour­na­lis­mus und Wer­te­wes­ten. Wuss­ten sies nicht?

Putin gab Kiew die allei­ni­ge Schuld am Krieg und sag­te, Russ­land habe nie Ver­hand­lun­gen aus­ge­schlos­sen, anders als die Ukrai­ne. Er hob ein Papier empor, nach sei­nen Wor­ten den Ent­wurf eines „Ver­trags über die stän­di­ge Neu­tra­li­tät und Sicher­heits­ga­ran­tien der Ukrai­ne“ aus „18 Arti­keln“ und behaup­te­te, Russ­land habe mit Blick auf die­se angeb­li­che Ver­ein­ba­rung „wie ver­spro­chen“ sei­ne Trup­pen von Kiew zurück­ge­zo­gen. Doch ist auf den Bil­dern aus Peters­burg zu erken­nen, dass das Papier auf den 13. April vori­gen Jah­res datiert ist; der rus­si­sche Rück­zug war rund zwei Wochen zuvor erfolgt. Damals waren die Mas­sen­tö­tun­gen von Zivi­lis­ten von Butscha nahe Kiew unter rus­si­scher Besat­zung schon bekannt gewor­den, die alle Gesprä­che erschwer­ten und schließ­lich zum Abbruch führten.

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Hier lügt dann übri­gens die FAZ, denn der rus­si­sche Haupt­ver­hand­ler zu dem Zeit­punkt hat den Rück­zug der Trup­pen aus Butscha, TATSÄCHLICH als Ver­hand­lungs­mas­se ins Tref­fen geführt, und wur­de für des­sen Aus­füh­rung von rus­si­schen Hard­li­nern hef­tigst kri­ti­siert. Bedeu­tet nicht dass die­ser Rück­zug frei­wil­lig erfolgt sein muss (Russ­land war unter Druck), bedeu­tet aber sehr wohl, dass das bereits vor Butscha Teil der Ver­hand­lungs­mas­se war und sich Russ­land dar­an gehal­ten hat.

Nur die Ukrai­ne woll­te nach dem Boris John­son Besuch - und wenns den Stan­dard freut - und Butscha (obwohl ers­te schwe­re Waf­fen­lie­fe­run­gen bereits 4 Tage vor Butscha gefor­dert wur­den), lei­der nichts mehr von dem Ver­trag wis­sen. Sachen gibts…

Wobei was die Ukrai­ner sei­ner­zeit genau unter­schrie­ben haben ist laut FAZ noch strit­tig, denn -

Putin hielt auch einen „Anhang“ zu dem angeb­li­chen Ver­trags­ent­wurf hoch, der die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te betref­fe und von Kiews Ver­tre­tern unter­zeich­net wor­den sei. Doch auf dem Doku­ment steht deut­lich oben geschrie­ben, dass es ledig­lich die unter­schied­li­chen Posi­tio­nen der Ukrai­ne und Russ­lands zur künf­ti­gen Stär­ke der ukrai­ni­schen Armee nach einem mög­li­chen Ver­trag mit Russ­land auflistet.

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WAS DIE HURENWICHSERSÄUE VON DER FAZ NICHT DAZU SAGEN IST, dass exakt das laut Ben­nett der aus­ver­han­del­te Kom­pro­miss war. HAHAA: Sagen wir doch der Bevöl­ke­rung nicht… Komm wir habens unter den gesam­ten Exper­ten in der Redak­ti­ons­kon­fe­renz zu dem wich­ti­gen The­ma ein­fach über­se­hen - ok? Wel­che Bedeu­tung hat­ten schon Ver­trä­ge zur zukünf­ti­gen Stär­ke von Mili­tär­ein­hei­ten auf dem spä­ter neu­tra­len Gebiet.….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….….…..

Jour­na­lis­mus?

Aus­ser­dem ist hier ist das wor­d­ing ten­den­zi­ös, denn der Ver­trags­ent­wurf wird wohl nicht “angeb­lich” sein, wenn ihn Putin in die Kame­ras hält, und die Arbeit dar­an sowohl von tür­ki­schen als auch israe­li­schen Ver­mitt­lern bereits bestä­tigt ist. UND EIN ANHANG VON UKRAINISCHEN VERTRETERN UNTERZEICHNET.

Nur was genau die Ukrai­ne bereits unter­schrie­ben hat­te ist hier laut FAZ noch strit­tig. Die tür­ki­schen Ver­hand­lungs­füh­rer sagen zwar schon dazu einen Vor­ver­trag zu Frie­den­ver­hand­lun­gen, bei dem sich bei­des Sei­ten bereits bei­na­he einig waren, und die Ukrai­ne danach abge­sprun­gen ist, aber wer weiß das schon?

Und die Ukrai­ni­sche Prav­da sagt das sel­be, aber wer weiß das schon?

Die FAZ ist sich eben noch nicht so ganz sicher.

Jour­na­lis­mus, mei­ne Damen und Herren.

Wer­te­wes­ten.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Der Krieg in der Ukrai­ne war eines der zen­tra­len The­men bei der von der Ers­ten Stif­tung und dem Insti­tut für die Wis­sen­schaf­ten vom Men­schen orga­ni­sier­ten Dis­kus­si­ons­ver­an­stal­tung “Time to Deci­de”. Der Geschäfts­füh­rer der Deut­schen Gesell­schaft für Aus­wär­ti­ge Poli­tik und Volks­wirt Gun­tram Wolff ist einer der kennt­nis­reichs­ten Exper­ten zum The­ma Russland-Sanktionen. Die “Wie­ner Zei­tung” traf ihn am Cam­pus der Ers­ten Bank zum Interview.

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Alp­bach lob­biet wie­der und die Wie­ner Zei­tung freuts. Ja, war­um jetzt eigent­lich nicht Sank­tio­nen ver­schär­fen? Das Insti­tut für die Wis­sen­schaft vom Men­schen setzt sich wie­der für mehr Ein­schnit­te für die Rus­si­sche Bevöl­ke­rung, einen län­ge­ren Krieg und mehr Hun­ger­to­te ein. Also rein fak­tisch. Weil kei­ne mili­tä­ri­sche, oder Ver­hand­lungs­lö­sung in Sicht.

Glau­ben Sie an eine wei­te­re Ver­schär­fung der Sanktionen?

Man könn­te den Preis-Cap noch wei­ter anzie­hen. Der ent­schei­den­de Punkt ist da die Durch­set­zung. Der Hebel: Die Finanz­in­sti­tu­tio­nen müs­sen die Trans­port­un­ter­neh­men für Öl in die Pflicht neh­men und sie zwin­gend auf­for­dern, die Ver­si­che­rungs­ver­trä­ge jeweils zu doku­men­tie­ren, bevor sie Finanz­ge­schäf­te im Ölbe­reich machen.

Gut, war jetzt nicht die Ant­wort auf die Fra­ge, aber abdru­cken tun wirs natür­lich wie immer gerne.

Gut, und das hier schrei­ben wir bei der Wie­ner Zei­tung natür­lich nicht dazu -

India

India has rejec­ted the pri­ce cap, and Rus­sia sup­por­ted India’s tan­ker fleet to enab­le them to ship Rus­si­an oil direct­ly to India, bypas­sing the sanc­tions. In late 2022, India was buy­ing around one ship­load of 1m bpd.[24] During Decem­ber India incre­a­sed Rus­si­an oil imports, recei­ving a dis­count of USD12-15pb which is around USD7pb hig­her dis­count than in Octo­ber, giving a buy pri­ce below the pri­ce cap.[25] Imports from Rus­sia in 2022 total­led 33.4m ton­nes (250m barrels).[26]

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- denn unse­re Leser müs­sens eh nicht wissen.…

Dazu der IWM­Vi­en­na Exper­te der Alp­bach Frak­ti­on in der Wie­ner Zeitung:

Län­der wie Indi­en und Chi­na pro­fi­tie­ren von güns­ti­ge­ren Ölprei­sen und sind somit erst ein­mal gar nicht gegen die­se Maßnahmen.

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Ach­so, ja - Lüge, aber komm - wir dru­ckens ein­fach trotz­dem. Merkt eh keiner.

edit: Hier noch mal Ells­berg mit der Zusammenfassung:

Wie kann man die Öffentlichkeit noch verarschen?

18. Juni 2023

Pres­se­club Mode­ra­tor bedankt sich für “eine gute Ana­ly­se”. Es fällt über 40 Minu­ten kein Argu­ment ohne “Putin wür­de” drin. Bei vier Gästen.

Da haben wir ja wie­der unse­re aus­ge­wo­ge­ne Bericht­erstat­tung der Putin wür­de Gedankenleser.

Das High­light ist dann ein Gast der ein Inter­view mit dem Ukrai­ni­schen Ober­kom­man­dan­ten im Eco­no­mist zitie­ren kann.

Das ist heu­te Journalismus.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Allerletzte.

Und im Bezug auf das Situa­ti­ons­ver­ständ­nis, wird 30 Minu­ten so getan als ob die Ukrai­ne vor 2021 nicht auf­ge­rüs­tet wor­den wäre, und als ob es bei zukünf­ti­gen Zusa­gen für Waf­fen­lie­fe­rung in Nach­kriegs­zei­ten um 5 Mil­li­ar­den pro Bünd­nis im Jahr gehen wür­de -- also nicht mal Grund­la­gen­wis­sen ist vor­han­den - aber wozu auch, Putin, Putin, Putin - und Putin wür­de und fer­tig ist die “gute Analyse”.

Hetzen und Heucheln als Gesellschaftsprinzip

15. Juni 2023

Die­se Gesell­schaft ist das ABGRUNDTIEF …

UND FRAU KORRESPONDENTIN, HABEN DIE UKRAINER IMMER NOCH DIESEN BERÜHMTEN KAMPFGEIST?

JA FRAU STUDIOMODERATORIN, DEN SIEHT MAN IMMER NOCH UNGEBROCHEN, HIER ZUM BEISPIEL AM BEISPIEL EINES BÜRGERMEISTERS HIER, DER SPRICHT SOGAR SCHON ÜBER DIE ZEIT NACH DEM KRIEG!

SIE WOLLTEN EIN STADION BAUEN, SIE WOLLTEN WAS FÜR KINDER TUN, ABER JETZT KÖNNEN SIE NUR KÄMPFEN UM ZU ÜBERLEBEN.

Was das mit der Aus­gangs­fra­ge zu tun hat? Nichts. Aber küm­mert eh kei­nen. Wir eva­lu­ie­ren dann nach dem Krieg, wie die Per­for­mance des Jour­na­lis­mus war, nicht?

Dazu schnell noch eine User­fra­ge: User Blib Blub sagt, er sei ganz der Mei­nung des Exper­ten (Hawk - aber so sehr Hawk, dass er in der Ver­gan­gen­heit bereits recht oft falsch gele­gen hat).

Nein, wir tap­fer (!) - und gar nicht gestellt, und Pro­pa­gan­da getrie­ben, schnell wei­ter zu einem Interview.

https://www.youtube.com/watch?v=FhLBl1YyC7

Wir kön­nen zwar immer noch nicht sagen, war­um wir Selen­skyj die Abso­lu­ten Maxi­mal­zie­le for­dern las­sen, bei denen Russ­land Voll­um­fäng­lich geschla­gen wird, und dann so geschockt sein wür­de - das es gleich mal Regi­me­chan­ge ein­lei­tet - aber nie­der­klat­schen, nie­der­schrei­en, und so tun als ob der Angriff jedes Mal alle Pro­ble­me löst, das kön­nen wir schon. Sogar auf Insti­tu­tio­nel­lem Niveau. Wozu gibts denn eine Fran­zis Gaub? (Sie ist ehren­amt­li­che Vize­prä­si­den­tin des Euro­päi­schen Forums Alp­bach und ver­ant­wor­te­te 2020–2021 den inhalt­li­chen Track Secu­ring our Future.[10] src: click)

Nein?! Alp­bach schon wie­der!? Na Zufäl­le gibts.

The four (now five) stone statues theory of how Putin really thinks

14. Juni 2023

- now has got­ten a Fuku­ya­ma on top!

I mean one thing that shapes my who­le reac­tion to it is uh uh my sad reco­gni­ti­on that the U.S has been a fla­grant a vio­la­tor of inter­na­tio­nal law and for that rea­son I think in terms you know uh it’s it’s not as if uh you know well I I worry about uh the the the the the risks asso­cia­ted with try­ing to push Rus­sia all the way uh uh out of Ukrai­ne just in terms of likeli­hood of nuclear war but I also worry that it will not um have near­ly as much posi­ti­ve effect in terms of rein­for­cing the norm of respec­ting inter­na­tio­nal law as it would have had if we our­sel­ves um respec­ted it but, but I want to ask you I mean I also have this view that we kind of mis­play­ed our hand over the last 25 years uh and uh and we could be living in a very dif­fe­rent world that did­n’t have a Ukrai­ne war if uh if we had­n’t and I think that I want to ask you if you don’t agree with some of that becau­se I remem­ber you know the­re was a con­ver­sa­ti­on uh this this pod­cast non-zero was pre­vious­ly under I star­ted this thing cal­led uh co-founding this thing cal­led blog­ging heads TV that kind of evol­ved into this, I remem­ber a con­ver­sa­ti­on on that plat­form bet­ween you and Bob Kagan - and you were pre­dic­ting at that point that uh what we had done in Koso­vo not just the mili­ta­ry inter­ven­ti­on but we had just I think star­ted to reco­gni­ze Kosovo’s Inde­pen­dence and by the way, that was I think most peop­le would say an ille­gal vio­la­ti­on of inter­na­tio­nal law, that that uh that inter­ven­ti­on at least a lot of peop­le say that - um and you pre­dic­ted that Putin would um well explo­it that or that would make it more likely that he would start screwing around in Geor­gia which he sub­se­quent­ly did so I want to ask you were you a Cri­tic of some of our ear­ly Rus­sia poli­cy inclu­ding NATO expan­si­on or not - 

Uh well look uh you know I know you inter­view­ed uh John Mear­s­hei­mer I, mean John is an old friend and col­league of mine but I think he’s just been com­ple­te­ly wrong and he’s been play­ing a very very unhel­pful role, ever sin­ce the uh Rus­si­an inva­si­on star­ted, yeah I mean - I was not in favor of taking Geor­gia and Ukrai­ne into NATO, back in 2008 when the Bush Admi­nis­tra­ti­on pushed that okay, it was­n’t uh it was­n’t for uh the rea­sons howe­ver - that John uh cites it was real­ly becau­se I thought that you know I star­ted out as a as a mili­ta­ry Ana­lyst at the Rand Cor­po­ra­ti­on, and one of the things you know is that you can’t sup­port a mili­ta­ry ope­ra­ti­on if you don’t have the right mili­ta­ry logistics and it just see­med to me that it would be very very dif­fi­cult to actual­ly defend Geor­gia and Ukrai­ne and Ukrai­ne you know at that time being, you know divi­ded bet­ween uh russian-speaking East and a more Ukrai­ni­an uh West… Actual­ly right now I’m com­ple­te­ly in favor of taking Ukrai­ne into NATO I don’t see how you’­re going to end this war if if you if Ukrai­ne does­n’t actual­ly beco­me a mem­ber of NATO, but I think that you know the the pro­blem I had with, with Mearsheimer’s argu­ment is, that he’s com­ple­te­ly obli­vious to what Putin is actual­ly say­ing - and of cour­se, Putin has com­p­lai­ned about uh NATO expan­si­on uh and so forth but - the deeper argu­ments are so much broa­der than that you know, he thinks that the the col­lap­se of the Soviet Uni­on was a huge uh tra­ge­dy she thinks that the Sla­vic peo­p­les you know real­ly have a desti­ny that uh inclu­des the com­bi­na­ti­on of all the wea­ker uh coun­tries around him and that was not dri­ven by any kind of thre­at you know from what’s essen­ti­al­ly a defen­si­ve Alli­an­ce - it comes from his under­stan­ding of Cathe­ri­ne the Gre­at and Peter the Gre­at -- and you know Russia’s Desti­ny as uh you know as a Eura­si­an power uh and so I think that - um - uh - yeah so I, I just think that the­re are so many other dri­vers of what Putin ended up doing uh, that NATO expan­si­on you know - it was, it was impru­dent it gave him a good excu­se I guess this is the way I would put it it gave him an excu­se to do what he wan­ted to do any­how that has now beco­me per­sua­si­ve among a cer­tain audi­ence in the west and the­re­fo­re has wea­ke­ned you know the Wes­tern uh uh uh uh sup­port for for Ukrai­ne uh but I would agree with you that we’­ve made a lot of mista­kes. I mean the inva­si­on of Iraq was a huge mista­ke uh I think thats one of the rea­sons that we uh that Ukrai­ne has­n’t got­ten as much uh sup­port in the glo­bal South uh that we or peop­le like me think it deser­ves, uh is becau­se of Iraq cer­tain­ly in the Arab world I’ve had Arab friends tell me that look you did the same thing in 2003 so why are we sup­po­sed to get so exci­ted about Ukrai­ne? Uh when you know you did it your s-- - now, I do belie­ve that you can make a both a moral and a poli­ti­cal argu­ment why the­se are two very dif­fe­rent cases you know. Iraq was a real­ly rapa­cious dic­ta­tor­s­hip uh in Ukrai­ne as a you know pret­ty good demo­cra­cy, but I can appre­cia­te the point that you know in terms of Cros­sing Inter­na­tio­nal bor­ders with mili­ta­ry for­ce that was a ter­ri­ble pre­ce­dent, we sat and we’­ve made cer­tain­ly many other mista­kes in espe­cial­ly in the Midd­le East becau­se I just think that we don’t know what we’­re doing in that regi­on um uh you know that that have wea­ke­ned our posi­ti­on but - you know Viet­nam was a mista­ke too I mean, a lot of mista­kes - yeah uh well I don’t want to I mean I I kind of think Putin’s uh, the world view you descri­bed has to some extent evol­ved more than we appre­cia­te uh you know and the things he’s say­ing that see­med to go so far bey­ond a Mear­s­hei­mer world of just Natio­nal Secu­ri­ty as a moti­va­ti­on, I think uh kind of got a lot more pro­noun­ced and crystal­li­zed - I think in respon­se to his per­cep­ti­on that we uh kept uh kee­ping dis­re­spec­ting him but that’s that’s ano­t­her um argu­ment the­re I mean it goes bey­ond NATO expan­si­on in terms of the things he was uh unhap­py with - but […]

Zu dumm eigent­lich dass Nafta­li Ben­nett das anders cha­rak­te­ri­siert hat…

B: I got a call from this guy, Zelen­sky, the lea­der of Ukrai­ne, I heard he’s a Jew, a comedian, … 

I: Hanoch Daum tur­ned prime minister…

B: Some­thing like that.

I: -God forbid.

B: And he asked me nice­ly if I can ask Putin to talk to him, to meet with him.

I wai­ted with that, we’­ve been the­re some 5 and a half hours, we’­re tal­king, and then I say, oh, Zelen­sky asked me to ask you if you can meet. He was the nicest man up to then and his gaze tur­ned cold.

They’­re Nazis, they’­re war­mon­gers [!!! Secu­ri­ty Inte­rest may­be!!! JUST A GUESS?!], I won’t meet him.

They’­re pro-Nazis.” Now, he has an ent­i­re theo­ry and nar­ra­ti­ve sur­roun­ding this issue.

If we go back to World War II, Ukrai­ne defi­ni­te­ly was an accom­pli­ce at cer­tain times…

I: Were you sho­cked by his answer?

B: I was sur­pri­sed when his deme­a­nor chan­ged. Second… he had liqu­or. Now, I don’t like alco­hol, whis­key and the like.

Wine is the most I can drink.

But the wine isn’t kos­her. So…

He remo­ves a bot­t­le of wine, I look at Elkin and say, tell him that I don’t want wine now.

Then what will you have?” 
I don’t know what to ask for, I’m no expert. 
Gin and tonic on the rocks…

Would you like vodka?” 
I: -Was he pou­ring the drinks?

B: Yes, it was the three of us. 

I: –Wow.

B: -Me, him and Elkin the inter­pre­ter. So I said… he has vod­ka in his hand, so I said yes.

So I had to drink vodka.

I: -Was it dis­gus­ting? That’s rough. Ima­gi­ne if you got drunk. 
B: -Yes.

He was very cour­te­ous and and we for­med a rela­ti­ons­hip that will soon mani­fest, befo­re the war.

I: You got stuck the­re on the Sabbath. 
B : -Yes, I stay­ed in the hotel. He was very cour­te­ous. He heard that my wife is a chef, that she was a dan­cer, he invi­ted us to St. Peters­burg, he rea­li­zed I got stuck on the Sabbath.

He didn’t under­stand so I exp­lai­ned, I can’t on the Sab­bath, so he sent a bas­ket with lots of nice things, inclu­ding bacon. He did­n’t know. Cheese and meat… 
I: -Hilarious.

B: He was very cour­te­ous and hospitable.

I: –Okay.

B: So we for­med a rela­ti­ons­hip in Sochi, we tal­ked on the pho­ne about all kinds of mat­ters, but mean­while things with Ukrai­ne were star­ting to heat up.

Decem­ber, 21st of January.

I’m not too preoc­cu­p­ied with it at the time, I’m not fami­li­ar with the map and Ukrai­ne… Not a major issue to me. I’m over­seas, I don’t remem­ber if it was Bah­rain or the Emi­ra­tes, and the Ame­ri­cans are say­ing that war is immi­nent. There’s a deba­te whe­ther or not to invade.

So what I focus on is get­ting Israe­lis out as quick­ly as possible.

I think it was on the 24th… 
I: -From Ukraine?

B: –Yes. Becau­se… I’ll tell you some­thing in gene­ral. When it comes to the world, for­eign poli­cy and all that, my focus is on Israel’s interests.

That may be a nar­row view, but my pri­ma­ry focus is on…

I: Your people. 
B: -My peop­le. Soon the stra­te­gy will come to light in this regard. The war breaks out.

I: Do you want to get the Israe­lis out or the Jews?

B: The Israe­lis at this point. 
I: -Okay. And based on the poli­cy are you thin­king that this is war? 
B: They’­re going in and… The ent­i­re world thinks that this inva­si­on will be a pie­ce of cake.

There’s not that much talk of con­que­ring Ukrai­ne, more of defea­ting Ukraine.

Ever­yo­ne knows that Zelen­sky is finis­hed, Ame­ri­ca sug­gests Zelen­sky seek refu­ge with them, this is public information.

I star­ted stu­dy­ing the topic. When a new topic comes up I want to under­stand what the stra­te­gy of each side can be, but the world ful­ly under­stands there’s no com­pe­ti­ti­on in this regard.

The war breaks out and I’m instant­ly bet­ween a rock and a hard place.

On the one hand, the Ame­ri­cans clear­ly expect, this is lar­ge­ly led by the Ame­ri­cans, that we all ral­ly for Ukraine.

On the other hand, I have two oppo­sing interests.

One is our rou­ti­ne acti­vi­ty in Syria, once or twice a week - we attack the Ira­ni­an pre­sence in Syria, and Rus­sia, the super­power, has the S-300 the­re, and if they press the but­ton, Israe­li pilots will fall.

I: Who will save them?

B: Who will res­cue the next Ron Arad? Biden? Zelen­sky? It will be my problem.

So all the talk [!] of being on the right side of histo­ry, …

I get it, but I have a natio­nal need.

Second, the­re are many Jews in Ukrai­ne and Rus­sia and as prime minis­ter of the Jewish sta­te, I have a responsibility.

So what do I do?

I came up with a stra­te­gy that says, when I’m pres­su­red on two sides, I take a third and the third was crea­ting con­ta­ct with both sides and try­ing to mediate.

Jetzt ist es wie­der so unglaub­lich erstaun­lich, dass das deut­sche Aus­wär­ti­ge Amt und der Deut­sche Ver­tei­di­gungs Aus­schuss, immer im Gleich­schritt mit den der Medi­en­be­richt­erstat­tung (also wenn wie­der mal ein ehe­ma­li­ger US Bot­schaf­ter ZUUUUUUUFÄLLIG bei den Munk Deba­tes fal­len lässt, dass er auf dem Weg zur Debat­te Sny­der gele­sen hat, und das (Bloo­d­li­nes) ein so ein tol­les Buch ist, und da drin eigent­lich alles steht was man über die­sen Krieg wis­sen muss), von Revi­sio­nis­mus als Kriegs­grund zuerst zu Neo­ko­lo­nia­lis­mus, und dann zu Impe­ria­lis­mus gewech­selt sind.

Wäh­rend Sny­der das Impe­ria­lis­mus Argu­ment erfun­den und in die Öffent­lich­keit getra­gen hat (er macht das sel­be Argu­ment bereits seit sei­ner Pro­mo­ti­on, und PLÖTZLICH wird er jetzt Teil des gefea­tur­ten Media Cir­cuits und der Exper­te schlecht­hin.). Wäh­rend Fio­na Hill bei der Broo­kings Insti­tu­ti­on [What is the Broo­kings insti­tu­ti­on?] das Cathe­ri­ne the Gre­at and Peter the Gre­at Argu­ment für die Öffent­lich­keit erfin­det.

Oh, und Fuku­ya­ma hat kei­ne Ahnung wovon er spricht - davon wir sind jetzt aber nicht wirk­lich über­rascht, oder?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief Letzte.

Neues Wort in der Ukraine Berichterstattung: “ermattet”

13. Juni 2023

Man­gott via APA in der Presse:

Lösung des Ukrai­ne­kriegs vor Russland-Wahl „nicht wahrscheinlich“

13.06.2023 um 06:28

Gelöst wer­den kön­ne der Kon­flikt um die Ukrai­ne wohl erst, wenn bei­de Sei­ten mili­tä­risch ermat­tet und kei­ne mili­tä­ri­schen Erfol­ge mehr zu erwar­ten sei­en, sagt der Poli­to­lo­ge Ger­hard Mangott.

Der Poli­to­lo­ge Ger­hard Man­gott hält eine Ver­hand­lungs­lö­sung im Ukraine-Krieg vor der rus­si­schen Prä­si­dent­schafts­wahl am 17. März nächs­ten Jah­res „nicht für wahr­schein­lich“. Auch, weil Prä­si­dent Wla­di­mir Putin nicht mit einer mög­li­chen Kriegs­nie­der­la­ge in die Wah­len gehen wol­le, sag­te Man­gott. Gelöst wer­den kön­ne der Kon­flikt wohl erst, wenn bei­de Sei­ten mili­tä­risch ermat­tet und kei­ne mili­tä­ri­schen Erfol­ge mehr zu erwar­ten seien.

Letz­te­res sei „jeden­falls noch vie­le Mona­te“ ent­fernt, viel­leicht auch län­ger, pro­gnos­ti­zier­te Man­gott. Der­zeit sei jeden­falls kein Ansatz für Ver­hand­lun­gen abseh­bar. Russ­land behar­re auf der Aner­ken­nung von mili­tä­risch errun­ge­nen Gebiets­ge­win­nen. Die­se kön­ne die Ukrai­ne nicht akzep­tie­ren, das sehe auch eine Mehr­heit der dor­ti­gen Bevöl­ke­rung so. Die Ukrai­ne wie­der­um wol­le nur mit einem mög­li­chen Nach­fol­ger Putins ver­han­deln und nach­dem sich die rus­si­sche Armee aus der gesam­ten Ukrai­ne ein­schließ­lich der Halb­in­sel Krim zurück­ge­zo­gen habe. Das wür­de jedoch eine kra­chen­de Nie­der­la­ge Russ­lands bedeu­ten. „Wor­über soll dann noch ver­han­delt wer­den?“, fol­ger­te der Poli­tik­wis­sen­schaf­ter der Uni­ver­si­tät Innsbruck.

Dann könn­ten Zwei­fel unter den Eli­ten zunehmen“

Die aktu­el­le Zurück­hal­tung Putins bei Kon­flik­ten unter rus­si­schen Eli­ten und mili­tä­ri­schen For­ma­tio­nen gren­ze indes an „Arbeits­ver­wei­ge­rung“, ana­ly­sier­te Man­gott: „Wenn Putin nicht den Ein­druck erweckt, er weiß, was er tut, könn­ten Zwei­fel unter den Eli­ten zuneh­men“. Dann könn­te auch ver­stärkt die Fra­ge gestellt wer­den, ob die Kos­ten im Ukraine-Krieg für Russ­land gerecht­fer­tigt seien.

Es sei lang­jäh­ri­ge Pra­xis Putins gewe­sen, sich bei schwie­ri­gen The­men zurück­zu­hal­ten, um nicht poten­zi­el­le nega­ti­ve Fol­gen mit­tra­gen zu müs­sen. „Das ist nicht mehr halt­bar“, beton­te der Russland-Experte. Die Eli­ten stün­den nicht mehr geschlos­sen hin­ter dem rus­si­schen Prä­si­den­ten, wie das in den ver­gan­ge­nen Jahr­zehn­ten der Fall gewe­sen sei. „Er kann es sich nicht mehr leis­ten, sich zurück­zu­leh­nen“, so der Inns­bru­cker Poli­to­lo­ge mit Blick auf Kon­flik­te etwa zwi­schen Wagner-Chef Jew­ge­ni Pri­go­schin und Ver­tei­di­gungs­mi­nis­ter Ser­gej Schoigu.

Die ukrai­ni­sche Gegen­of­fen­si­ve sei indes bereits im Gang. Vor zehn bis 14 Tagen habe eine Vor­be­rei­tungs­pha­se begon­nen, die seit fünf Tagen lau­fen­den Vor­stö­ße der Ukrai­ne könn­ten als Beginn der lan­ge erwar­te­ten Gegen­of­fen­si­ve gewer­tet wer­den. Dass die Ukrai­ne das nicht als sol­che bezeich­ne sei klar, ansons­ten müss­te man ein mög­li­ches Schei­tern erklären.

Berich­te über die Zer­stö­rung von vom Wes­ten gelie­fer­ter Leopard- und Bradley-Kampfpanzer durch Russ­land hät­ten sich indes als glaub­wür­dig her­aus­ge­stellt, so Man­gott. Für Mos­kau bedeu­te das einen „pro­pa­gan­dis­ti­schen Erfolg“. Damit kön­ne man demons­trie­ren: Die vom Wes­ten gelie­fer­ten Waf­fen sind nicht unbe­sieg­bar. Für die Ukrai­ne hand­le es sich jedoch noch nicht um einen dra­ma­ti­schen und auch kei­nen ent­schei­den­den Ver­lust, son­dern nur um einen klei­nen Teil der gelie­fer­ten Kriegsgeräte.

Staudamm-Sprengung: „Ter­ror­ak­tes und Kriegsverbrechens“

Hin­wei­se, dass der Kachowka-Staudamm durch Russ­land gesprengt wor­den sei, hät­ten sich indes ver­dich­tet. Ziel des „Ter­ror­ak­tes und Kriegs­ver­bre­chens“ dürf­te aus rus­si­scher Sicht gewe­sen sein, die Front zu ver­kür­zen. Dadurch, dass ein Über­set­zen der ukrai­ni­schen Armee über den Dnipro in bestimm­ten Gebie­ten ver­hin­dert wer­de, könn­ten Sol­da­ten von dort abge­zo­gen und woan­ders ein­ge­setzt wer­den. Spe­ku­la­tio­nen, dass die Ukrai­ne hin­ter der Spren­gung ste­cken könn­te, schätz­te Man­gott mit aller­größ­ter Wahr­schein­lich­keit für falsch ein. End­gül­ti­ge Bewei­se gebe es jedoch noch nicht.

Hin­ge­gen sei die Ukrai­ne wohl Urhe­ber der wie­der­hol­ten Angrif­fe in rus­si­schen Grenz­re­gio­nen und im Inland ein­schließ­lich Mos­kaus. Das sol­le der rus­si­schen Bevöl­ke­rung signa­li­sie­ren: Die Ukrai­ne sei dazu fähig, den Krieg „nach Hau­se zu brin­gen“. Auch könn­te ein Ziel sein, die rus­si­sche Armee dazu zu zwin­gen, Kräf­te von der Front zur Grenz­si­che­rung abzu­zie­hen. Das habe sich bis­her jedoch nicht bewahr­hei­tet - auch, weil die rus­si­sche Regie­rung mit der eige­nen Bevöl­ke­rung „stief­müt­ter­lich“ umge­he. Gleich­zei­tig bestehe auch die Mög­lich­keit, dass dadurch die Unter­stüt­zung in Russ­land für den Ukraine-Krieg steige.

Eine ato­ma­re Eska­la­ti­on sei nicht wahr­schein­lich, aber wei­ter mög­lich, schätz­te Man­gott. Eine Gefahr bestehe ins­be­son­de­re dann, wenn Kern­in­ter­es­sen des rus­si­schen Staa­tes bedroht wür­den - etwa im Fal­le der Krim. „Ein Ver­lust der Krim wäre das poli­ti­sche Ende Wla­di­mir Putins“, so Man­gott. Die Fra­ge sei, wie die­ser reagie­re, wenn ein sol­cher Ver­lust dro­he. Der Wes­ten müs­se sich mit die­ser Mög­lich­keit beschäf­ti­gen und auch in die Ein­schät­zung mit­ein­be­zie­hen, wel­che Waf­fen gelie­fert wür­den: „Die Fra­ge ist: Wozu soll die Ukrai­ne befä­higt werden?“

(APA/Matthias Bliem-Sauermann)

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Hat bereits eine annä­hernd lyri­sche Qualität.