Wie kann man die Öffentlichkeit eigentlich noch verarschen?

25. Mai 2023

Gut dies­mal ists nur Bild, von denen ist mans gewohnt - aber trotz­dem, WHAT THE FUCK

So will man die Dra­chen­zäh­ne beseitigen!

Glaut du acuh no and da Chriskünd?

Wie sind Ver­tei­di­gungs­an­la­gen aufgebaut?

Minen­feld > Hin­der­nis­se > Minen­feld > Befes­ti­gung (also Schüt­zen­gra­ben) > Hin­der­nis­se > Minene­feld und danach ggf. noch ein Schützengraben.

Der Gag ist, dass du damit einen Angriff ent­schleu­nigst, damit dann die Artil­le­rie wir­ken kann, wenn der Pan­zer das im Video gezeig­te macht, ist er entschleunigt.

Hier wies in der Rea­li­tät funk­tio­niert. Du schießt mit spe­zi­el­ler Muni­ti­on eine fuck­ing Schnei­se rein (ger­ne auch mit Luft­un­ter­stüt­zung), dann schickst du ein befes­tig­tes Fahr­zeug rein, dass die ver­blei­ben­den Minen aus dem Weg räu­men kann, dann schickst du den Rest des Batal­li­ons in einer Linie nach - und brescht so schnell du kannst so weit vor wie nur mög­lich, um dann im Rücken der Ver­tei­di­gung zu sitzen.

Wenn du als Ukrai­ne beginnst mit UK Chal­len­gern lus­tig Dra­chen­zäh­ne rum­zu­schie­ben, weißt dus noch nicht, aber bist bereits tot.

Aber lus­tig dass das den deutsch­spra­chi­gen Medi­en nicht auf­fällt - war­um den auch, die Bevöl­ke­rung kennt den Unter­schied ja eh nicht…

WIR von den Medi­en LESEN TWITTER e.V.

Setdressing vom Lucas’schen Todesstern

25. Mai 2023

Der Spie­gel hat grad mal eben für ein Gysi Inter­view das Set­de­sign und Beleuch­tungs­kon­zept von DW Con­flict Zone übernommen.

Jetzt sitzt sitzt dort Mar­kus Fel­den­kir­chen mit mit Neon­tu­bes als Back­light, Schlag­schat­ten und vol­lem Fil­ler­light im Gesicht, und inter­viewt Gäs­te die im Halb­schat­ten unter schar­fem High­light Licht sit­zen um Schat­ten­kon­tras­te auf den Gesich­tern zu produzieren.

Und stellt die bein­har­ten Fra­gen wie “War­um waren sie schon immer ein Putinfreund”?

Das Kon­zept der Sen­dung ist natür­lich das Sel­be wie bei DW. Den Gast schon allei­ne durch die bedroh­li­che Atmo­sphä­re im Emp­fin­den der Zuse­her zu diskreditieren…

- für die dies nicht ken­nen, hier sehr schön zu sehen im Inter­view mit Ralph Stegner:

Aber, Ambi­va­lenz - beim Spie­gel sitzt dem aus­er­wähl­ten media­len Opfer noch immer der Fel­den­kir­chen gegen­über, der jetzt das har­te Arsch­loch memen muss.

🙂

Also - STERBT IHR VERFICKTEN ARSCHLÖCHER, aber trotz­dem - in den Letz­ten Wochen sel­ten so gelacht.

Pro­pa­gan­da hat immer noch nie­mand entdeckt.

edit: ACH SCHAU MAL EINER AN!

Sel­bes Stu­dio, sel­bes For­mat, ZWEI MONATE FRÜHER, ANDERES BELEUCHTUNGSKONZEPT.…

edit: Und wie­der eine Sen­dung spä­ter - zurück zum alten Beleuch­tungs­kon­zept. So geht Journalismus.

Wie kann man eine Gesellschaft noch verarschen?

25. Mai 2023

Die „New York Times“ berich­tet, dass US-Geheimdienste Gesprä­che abge­fan­gen haben, die den Schluss nahe­le­gen, dass die Ukrai­ne für den Droh­nen­an­griff auf den Kreml in Mos­kau ver­ant­wort­lich ist. Der ukrai­ni­sche Prä­si­dent Selens­kij hat­te das stets bestritten.

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Aber kei­ne Angst, denn

Biden said Zelen­skyy gave ‘flat assuran­ce’ he won’t use F-16s in Russia

Pre­si­dent Joe Biden said Sunday that Ukrai­ne Pre­si­dent Volo­dym­yr Zelen­skyy assu­red him per­so­nal­ly he won’t use F-16 figh­ter jets to attack Rus­si­an territory.

I have a flat assuran­ce from Zelen­skyy that they will not, they will not use it to go on and move into Rus­si­an geo­gra­phic ter­ri­to­ry,” Biden said at a news con­fe­rence in Hiro­shi­ma, Japan.

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Und des­halb lie­fern die US auch bis heu­te kei­ne F-16 an Russ­land son­dern über­las­sen das den Europäern.

Wie­der alles klar? Gut.

Sterbt ihr fuck­ing SCHWEINE.

Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten - Deutsch­land ist jetzt wie­der offi­zi­ell in einer Stag­fla­ti­on, weil der pri­va­te Kon­sum weg­ge­bro­chen ist.

Deut­sche Wirt­schaft in Rezes­si­on abgerutscht

Aus­ge­bremst wur­de die Kon­junk­tur vom schrump­fen­den pri­va­ten Kon­sum. Die­ser ist im Quar­tal um 1,2 Pro­zent gesunken

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Kon­trast:

US-Wirtschaft wächst stär­ker als angenommen

Getra­gen wur­de das Wachs­tum vor allem vom pri­va­ten Kon­sum: Die­ser leg­te um 3,8 Pro­zent zu. 

REUTERS Das Brut­to­in­lands­pro­dukt leg­te von Janu­ar bis März auf das Jahr hoch­ge­rech­net um 1,3 Pro­zent zu, wie das Han­dels­mi­nis­te­ri­um mit­teil­te. Getra­gen wur­de das Wachs­tum vor allem vom pri­va­ten Konsum.

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Ach­ja und noch was - auf die­sen VERFICKTEN Absatz hin:

Biden told Group of Seven lea­ders Fri­day the U.S. would assist with trai­ning Ukrai­ni­an pilots on modern figh­ter air­craft, inclu­ding American-made F-16s, in a pos­si­ble signal that Washing­ton is clo­ser to arming Ukrai­ne with the pla­nes. Zelen­skyy met with Biden and other world lea­ders in Japan on Sunday. Ukrai­ne is expec­ted to mount a coun­ter­of­fen­si­ve this spring against Rus­si­an troops.

Lässt sich die mitt­ler­wei­le aus­ge­tausch­te n-tv Mode­ra­to­rin dazu hin­rei­ßen die EXZELLENTE Fra­ge zu stel­len, ob die Lie­fe­rung von F16 denn jetzt ein Zei­chen wäre.

So mag ich mei­nen Jour­na­lis­mus, unter­wür­fig - aus­tausch­bar, und kom­plett doof.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten. Man­gott wird gera­de wie­der öffent­lich fer­tig gemacht.

ABER WIESO SOLLTE HIER DER PRESSECLUB CONDORDIA EINSCHREITEN?! Der hat doch grad wich­ti­ge­res zu tun, wie frei­wil­li­ge Sprach­re­ge­lun­gen des Jour­na­lis­mus bei der Kli­ma­be­richt­erstat­tung zu promoten.

Und nicht nur in der Hinsicht:

Sla­va.

Die Öffentlichkeit braucht wieder mehr Rauscher

24. Mai 2023

Also, was will man machen -- jetzt hat man ja schon den Rau­scher als Mei­nungs­ko­lum­nis­ten ins IWM­Vi­en­na zu einem Vor­trag von Sny­der und Kras­t­ev (nichts gegen Kras­t­ev) ein­ge­la­den, ihn von der Büh­ne aus gen­a­me­drop­ped, wor­auf einem der dann drei Wochen in Fol­ge Mei­nungs­ar­ti­kel im Stan­dard ver­öf­fent­licht hat, dass die gesam­te öster­rei­chi­sche Regie­rung (UND die öster­rei­chi­sche Oppo­si­ti­on) in der Ukrai­ne­fra­ge auf die fal­schen Exper­ten höre --

und dass sie anstatt­des­sen doch auf 

Fio­na

Ich habe im Büro Putins vier Stein­sta­tu­en von Zaren gese­hen, dass ist der Beleg dazu wie Putin denkt, und eine fünf­te vor dem Kreml, die ist Vla­di­mird der sound­so­te, das ist jetzt Doppel-Vladimir, daher ist die beson­ders wichtig”

Hill

Oh, the four stone sta­tu­es theo­ry now got two types of Vla­di­mir on top

- von der Broo­kings insti­tu­ti­on, begrün­det um US aus­sen­pli­ti­sche Inter­es­sen nach dem ers­ten Welt­krieg glo­bal durchzusetzen

und

Timo­thy

Ich bin ein Ukrai­ner” (neben Kule­ba im Busi­ness Bre­ak­fast der Vic­tor Pin­chuck Foun­da­ti­on sitzend)

Sny­der,

Erfin­der der neu­en neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Ambi­tio­nen Putins, direkt neben Polen eine Kolo­nie auf­zu­ma­chen - in dem ein­zi­gen angren­zen­den Land das demo­gra­phisch noch schlech­ter dasteht als Russ­land, das aber flä­chen­mä­ßig so groß ist, das Russ­land nach kon­ven­tio­nel­ler Berech­nung für eine lang­fris­ti­ge Beset­zung, eine Gene­ral­mo­bil­ma­chung benö­ti­ge, um dafür auch nur genü­gend Sol­da­ten bereit­stel­len zu kön­nen (Mear­s­hei­mer), und das dafür gera­de DIE GESAMTE INFRASTRUKTUR DIESES LANDES VERNICHTET, weil man spä­ter mit einer Ukrai­ne ohne ver­blei­ben­de kon­ven­tio­nel­le Infra­struk­tur so rich­tig Geld machen möchte -

hören soll­ten.

Also sowohl die gesam­te öster­rei­chi­sche Regie­rung, und die wesent­li­che Oppo­si­ti­on in Form der SPÖ.

Der Rau­scher wuss­te das, in einer müßi­gen Stun­de, am Tag nach dem IWM­Vi­en­na Vor­trag mit Sny­der, wo man ihn von der Büh­ne aus gen­a­me­dropt und will­kom­men­ge­hei­ßen hat.

DREI WOCHEN LANG - unge­fil­tert, in sei­ner Mei­nungs­kol­lum­ne im Standard.

Als Mei­nungs­jour­na­list.

Als der man ins IWM­Vi­en­na zu einer Ukraine-Debatte gela­den wird. Wo mann dann von der Büh­ne aus als Jour­na­list zufäl­lig wahr­ge­nom­men und begrüßt wird.

Das war so schön - dass der Rau­scher dar­auf hin für drei Wochen, den schöns­ten ihm mög­li­chen Mei­nungs­s­jour­na­lis­mus ver­fasst hat - ohne dem es der öster­rei­chi­schen Gesell­schaft gar­nicht erst mög­lich gewe­sen wäre “die rich­ti­gen Exper­ten” zu iden­ti­fi­zie­ren, die ZUFÄLLIGERWEISE in der US regie­rungs­na­hen Broo­kings­in­sti­tu­ti­on sit­zen, oder in den Mona­ten dar­auf von ehe­ma­li­gen US Bot­schaf­tern bei den Munk Deba­tes gen­a­me­dropt wer­den (Sny­der).

Der US Bot­schaf­ter habe ja auf dem Weg zu den Munk Deba­tes zufäl­lig das Buch von Sny­der gele­sen, DAS WAR SO GUT - das beinhal­te ein­fach die gesam­te Wahr­heit. Das müs­sen sie auch lesen.

Das war ja so schön anzu­schau­en… Das war Rau­schers bes­te Arbeit in sei­nem gesam­ten bis­he­ri­gen Leben.

Jetzt gibts aber noch ein klei­nes Detail-Problem.

Es hat zwar öffent­lich ver­fan­gen - aber:

Nichts davon hat geholfen.

Sta­tus heute:

Laut EU-Kommission hat Öster­reich kei­nen Plan, wie es sich von rus­si­schem Gas abkop­peln will

Öster­reich hat nach Ansicht der EU-Kommission kei­nen “klar defi­nier­ten kurz­fris­ti­gen Plan” zur voll­stän­di­gen Abkop­pe­lung von rus­si­schen Gas­im­por­ten. Der Ein­marsch Russ­lands in der Ukrai­ne habe die Anfäl­lig­keit der Ener­gie­ver­sor­gungs­si­cher­heit des Lan­des offen­ge­legt, erklär­te sie in einem Bericht zum soge­nann­ten Euro­päi­schen Semes­ter. Die­ses umfasst die regel­mä­ßi­ge Prü­fung der Wirtschafts- und Sozi­al­po­li­tik der EU-Staaten durch die EU-Kommission, um die Poli­tik der EU-Staaten abzustimmen.

Öster­reich konn­te dem­nach sei­ne Abhän­gig­keit zwar ver­rin­gern, lie­ge aber noch immer weit über dem EU-Durchschnitt. Posi­tiv hob die EU-Kommission her­vor, dass der Anteil des rus­si­schen Gases in Öster­reich an den gesam­ten Impor­ten 2022 rund 57 Pro­zent betrug - waren es im Jahr davor noch 80 Pro­zent. Auch wenn die Regie­rung etwa mit der Ein­rich­tung einer stra­te­gi­schen Gas­re­ser­ve Maß­nah­men ergrif­fen habe, ste­he das Land bei der Gewähr­leis­tung der Ener­gie­si­cher­heit immer noch vor “gro­ßen Herausforderungen”.

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Klei­ne Ver­ständ­nis­hil­fe für die die nicht wis­sen wie das mit der lang­fris­ti­gen Len­kung von Staa­ten heut­zu­ta­ge auf EU Ebe­ne funk­tio­niert. Seit­dem es kei­ne ideo­lo­gisch moti­vier­ten ein­heit­li­chen Posi­tio­nen bezüg­lich “the Future of the EU” mehr gibt --

(Das erkennt man u.a. dar­an, dass Mar­tin Sel­mayr letz­te Woche im Krei­sky Forum dei­ner Groß­mutter erzäh­len will wie unglaub­lich erfolg­reich die “Future of Euro­pe” PR-Initiative der Euro­päi­schen Uni­on war. Hin­ter­grund, die Umfra­ge­wer­te schos­sen im Zusam­men­hang mit “Russ­land will wie­der Krieg” in die Höhe - NICHT im Zusam­men­hang mit der PR Initia­ti­ve, die laut eige­ner inter­ner Eva­lua­ti­on eher so mäßig erfolg­reich war.)

-- ist die Euro­päi­sche Uni­on dazu über­ge­gan­gen Vor­ga­ben nicht mehr durch Geset­zes­vor­la­gen zu gewähr­leis­ten die spä­ter in natio­na­les Recht umge­setzt wer­den müs­sen, son­dern hat in den let­zen zehn Jah­ren damit begon­nen alle neu­en Richt­li­ni­en­vor­ga­ben über eige­ne Geset­ze (“legal acts”) durch­zu­drü­cken die für Mit­glieds­staa­ten sofort bin­dend sind.

Sie­he:

Types of legis­la­ti­on | Euro­pean Union
Legal acts - EUR-Lex - Euro­pean Union

Zum Woh­le der Gesell­schaft natürlich.

Die­sen Pro­zess beglei­tet man dann mit Rügen und Mah­nun­gen, bis die Ein­hal­tung in den jewei­li­gen Län­dern erfolgt.

So auch hier im Bei­spiel, weils ich das ja bereits so toll ein­ge­bür­gert hat - wobei hier die Mah­nung VOR dem legal act erfolgt, weil west­li­che Wer­te­ge­sell­schaf­ten neh­me ich an.

Also in Öster­reich hat nichts davon gezogen -

jetzt bräuch­ten wir also wie­der mal einen Rauscher.

Damit kann ich nicht die­nen, aber wie wärs mit einer Per­len­ohr­rin­ge bering­ten (schö­ne Ohr­rin­ge übri­gens) Kas­san­dra in wei­ßer Toga vor einem wie­ner Sho­ah Denk­mal, die, mit leich­ten Sprach­pro­ble­men, eine hyper­per­so­na­li­sier­te, emo­tio­na­li­sier­te Rede als Grün­dungs­in­itia­ti­ve für eine neue euro­päi­schen Huma­nis­mus Bewe­gung hält, die als gesell­schaft­li­che Initia­ti­ve wie­der ein­mal von Alp­bach und dem IWM­Vi­en­na gesee­ded wer­den muss, die aber natür­lich eben­so wie Fri­days for Future Öster­reich (das ja vom ehe­ma­li­gen Event­ma­na­ger der IG Alpach Wien gegrün­det wur­de “weil wir soet­was bei uns auch brau­chen”) jetzt abso­lut not­we­nig ist. Weil wir soet­was bei uns jetzt auch brau­chen, neh­me ich an.

Also als erfolgs­ori­en­tier­tes Eltern­teil wür­de ich mei­ne Kin­der schon mal vor­sichts­hal­ber dort hin schi­cken. Wobei, ist noch etwas früh, hat trotz mas­si­vem insti­tu­tio­nel­lem Push erst 170 Auf­ru­fe, dh - das Risi­ko in sei­ner Schul­klas­se dafür aus­ge­lacht zu wer­den muss ihr Kind dabei schon auf sich neh­men. Von nichts kommt nichts.

Dafür kommt ihr Kind dort dann aber sicher auch mit der Stif­tung Mer­ca­tor in Kon­takt, die ihm dann erklä­ren wird, wie Demo­kra­tie funktioniert.

r/Austria - Forum Alp­bach und die Stif­tung Mer­ca­tor wol­len Demo­kra­tie neu denken

Wenn sie nicht gera­de das white­pa­per für den aktu­el­len außen­po­li­ti­schen Umgang der euro­päi­schen Uni­on mit Chi­na verfasst.

ORF Beset­zungs­couch

Im Publi­kum (sie­he Video) - dei­ne Groß­el­tern als Vorklatscher.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abso­lut abgrund­tief ALLERLETZTE - sterbt ihr FUCKING SCHWEINE.

Die gute Nachricht des Tages

24. Mai 2023

Der öster­rei­chi­sche Pres­se­club Con­cordia der in der jün­ge­ren Ver­gan­gen­heit vor allem dadurch auf­ge­fal­len ist, dass er Klein­kunst­prei­se an Kari­ka­tu­ris­ten ver­lie­hen hat -

Ger­hard Hade­rer erhielt den Preis für sein Lebens­werk. Lau­da­to­rin Katha­ri­na Stem­ber­ger wür­dig­te das Werk des Kari­ka­tu­ris­ten als “kraft­voll, zärt­lich, ent­schei­den und manch­mal auch laut”. Beim Anblick sei­ner Kari­ka­tu­ren blei­be einem mit­un­ter das Lachen im Hals ste­cken. Ihn zeich­ne sein “Wis­sen um die Unvoll­kom­men­heit von uns Men­schen, unse­re Unsi­cher­hei­ten, Eitel­kei­ten, Ängs­te, Gier und Bös­ar­tig­kei­ten” aus. Den Platz neh­me er stets auf der Sei­te der Schwa­chen ein. “Du erzählst ihre Geschich­te, indem du jene zur Schau stellst, die dafür ver­ant­wort­lich sind. Mit einem Ruck ziehst du den Vor­hang der Ver­lo­gen­heit weg”, sag­te die Autorin und Schau­spie­le­rin über Haderer.

Der Kari­ka­tu­rist hielt sei­ne Rede kurz, obwohl er beteu­er­te gar nicht so scheu zu sein, wie ihm gern nach­ge­sagt wer­de. Aber: “Ich bin bil­den­der Künst­ler, der Platz am Red­ner­pult ist nicht mei­ne Wohn­stät­te.” Zudem sol­le man einem Klein­künst­ler nicht unbe­dingt gro­ße Gedan­ken abringen.

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- ist am heu­ti­gen Tage end­lich dazu über­ge­gan­gen Sprachreglungs-Kodizes für Kli­ma­jour­na­lis­ten zu promoten.

Ich mei­ne, was soll­te man in Zei­ten wie die­sen als Jour­na­lis­mus­ver­ei­ni­gung auch ande­res tun.

Die­ser dient als Richt­li­nie für “eine ange­mes­se­ne, kla­re und kon­struk­ti­ve Bericht­erstat­tung über die Kli­ma­kri­se”, wie es in den Leit­li­ni­en heißt. Medi­en­häu­ser, die den Kodex unter­schrei­ben, beken­nen sich etwa zu wis­sen­schaft­li­chen Fak­ten, räu­men Kli­ma­be­richt­erstat­tung Platz und Res­sour­cen ein, zei­gen Lösun­gen und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf und ach­ten auf ange­mes­se­ne Bebil­de­rung und Wortwahl.

[Anm.: Dafür gibt es einen Euphe­mis­mus - man sagt in der geho­be­nen Gesell­schaft glaub ich Erwach­se­nen­bil­dung dazu…]

Kli­ma­jour­na­lis­mus ist kein Aktivismus”

In den Leit­li­ni­en des Klima-Kodex heißt es: “Die Kli­ma­kri­se ist gemein­sam mit dem Arten­ster­ben die dring­lichs­te Kri­se in die­sem Jahr­hun­dert. Sie gefähr­det unse­re Lebens­grund­la­gen und hat des­halb höchs­te Prio­ri­tät.” Unter­zeich­nen­de Medi­en erken­nen wis­sen­schaft­li­che Fak­ten zum Kli­ma­wan­del an und den­ken die­se ressort- und the­men­über­grei­fend mit. Neben den Fol­gen der Erd­er­hit­zung sol­len auch unter­schied­li­che Lösun­gen und Hand­lungs­mög­lich­kei­ten auf­ge­zeigt wer­den. Betont wird: “Kli­ma­jour­na­lis­mus ist kein Aktivismus.”

Die Leit­li­ni­en sind nicht ver­bind­lich, womit kein Ein­griff in die redak­tio­nel­le Unab­hän­gig­keit vor­lie­ge, sag­te Netzwerk-Sprecherin Vere­na Mischitz. Die Ver­ant­wor­tung liegt wei­ter­hin bei den Redak­tio­nen. Jedoch kann ein fünf­köp­fi­ges Gre­mi­um Ver­stö­ße fest­stel­len und dazu anhal­ten, Feh­ler rich­tig­zu­stel­len. Bei wie­der­hol­ten Fehl­trit­ten kann die Mit­glied­schaft auf­ge­kün­digt wer­den. Zudem kann das Netz­werk Kli­ma­jour­na­lis­mus über Ver­stö­ße gegen den Kodex öffent­lich berichten.

Der Klima-Kodex wur­de von Jour­na­lis­tin­nen und Jour­na­lis­ten aus unter­schied­li­chen Redak­tio­nen erar­bei­tet und ent­stand in enger Zusam­men­ar­beit mit dem Kli­ma­for­schungs­netz­werk Cli­ma­te Chan­ge Cent­re Aus­tria (CCCA). Die wis­sen­schaft­li­che Beglei­tung über­nahm IPCC-Autor Dani­el Hupp­mann (IIASA). Unter­zeich­net haben den Klima-Kodex etwa bereits die APA - Aus­tria Pres­se Agen­tur, “Heu­te”, “Regio­nal­me­di­en”, “Wie­ner Zei­tung”, “Datum”, “Moment”, “Die Chef­re­dak­ti­on”, “ande­rer­seits” und “tag eins”.

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Ah, da ist sie ja wie­der - die IIASA!

Mon­key no see, mon­key no hear, mon­key no tell.

Wir erin­nern uns - Pres­se­club Con­cordia, das waren die hier: Ja, die deutsch­spra­chi­ge Pres­se berich­tet aktu­ell schon ein­sei­tig, aber das eva­lu­ie­ren wir dann nach dem Krieg: 

When ever­ything is over jour­na­lism will eva­lua­te its performance!


Ich kom­me damit nicht zurecht - 

Ich wür­de sagen mit die­ser IIASA Part­ner­schaft (Rese­arch Artis­ta lässt grü­ßen -) ist die Inte­gra­ti­on in den Club der Alpach­freun­de voll­ends geglückt und man kann beim Pres­se­club dann hof­fent­lich bald sei­nen eigent­li­chen Lebens­traum ver­wirk­li­chen, dem­nächst end­lich voll­ends in der Ers­te Stif­tung auf­zu­ge­hen.

edit: Zu den guten Nach­rich­ten gibt es aber natür­lich auch wie­der gute Nach­rich­ten, in Kiew ist heu­te die Nach­fra­ge nach Fes­ti­val­ti­ckets unge­bro­chen hoch.

Ich wür­de sagen, Phil­ip­pe Nar­val jet­et mal per­sön­lich hin, und berät sie in Punk­to Info­stand auf dem Fre­quen­cy Fes­ti­val um “die Jugend zu begeis­tern”, er hat dar­in ja soviel Erfah­rung.

Oder wie wärs anstatt­des­sen mit Info­pla­ka­ten im Club Med?

Infla­ti­on sorgt für All-inclusive-Boom bei Österreichern

Damit das Rei­se­bud­get im Som­mer nicht aus­ufert, ent­schie­den sich die Öster­rei­cher heu­er vor allem für Rundum-sorglos-Pakete. Und sie schlu­gen bei Früh­bu­cher­ak­tio­nen zu.

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Sie wis­sen schon, was man als Jour­na­lis­mus­ver­ei­ni­gung, ich mei­ne die Pres­se (So viel Zei­tung muss sein!), ich mei­ne Regie­rungs­be­ra­ter, ich mei­ne ehe­ma­li­ger Geschäfts­füh­rer des Forum Alp­bach, Ich mei­ne Stan­dard­jour­na­lis­tin, ich mei­ne Spre­che­rin des Netz­werks Kli­ma­jour­na­lis­mus heu­te eben so macht.

Ich beiß mir schon wie­der in die Faust, wenn ich mir den­ke dass das laut all den Gön­nern und För­de­rern eines staat­lich finan­zier­ten Sys­tems ich sein hät­te können.

Ich mei­ne, man muss öffent­lich jetzt auch mal ein bis­serl Ver­zicht dazu sagen, was bis­her ja nicht pas­siert ist, aber bit­te nicht über die selbst­ge­setz­ten Sprach­re­ge­lun­gen hin­aus­ge­hen, wenn man auch zukünf­tig noch eine Spit­zen­po­si­ti­on im öster­rei­chi­schen Jour­na­lis­mus beset­zen will.

Gütig lächeln nicht ver­ges­sen (Bei 2 min in.).

edit: Fal­scher Link bei der Refe­renz zur IIASA, korrigiert.

edit2: Sor­ry ich muss noch­mal, die Autorin des “Unge­bro­che­ner Ansturm auf Fes­ti­val Tickets in der Ukrai­ne” Arti­kels von wei­ter oben hat selbst­ver­ständ­lich eben­falls einen Jour­na­lis­mus Preis von den VERFICKTEN HURENWICHSERN im Pres­se­club Con­cordia erhalten.

Weil Moti­va­ti­on der Jugend und Recruit­ment bei sol­chen Ver­an­stal­tun­gen ja nicht im Vor­der­grund ste­hen. Vor allem wenn dort mitt­ler­wei­le ver­mehrt ultra­na­tio­na­lis­ti­sche Künst­ler auf­tre­ten, aber die hat die preis­ge­krön­te Autorin dann ein­fach nicht mehr gesehen.

Mit viel Fein­ge­fühl” fährt sie staat­li­che Pro­pa­gan­da­mo­ti­ve nach.

Die soll­ten wir beim Pres­se­club Con­cordia schon auszeichnen.

FICKT EUCH IHR SCHWEINE.

We will rave on Putin’s gra­ve”, steht auf T-Shirts der Gäs­te, die aus­ge­las­sen unter den bun­ten Bän­dern tan­zen, die von der Decke hän­gen. Mehr als 2.500 Besu­cher und Besu­che­rin­nen zähl­te das Strichka-Festival in Kiew am Wochen­en­de – obwohl Russ­land seit 15 Mona­ten Krieg gegen die Ukrai­ne führt.

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Let’s dance!

Um sol­che Rezep­ti­ons­mus­ter muss man sich ja im Pres­se­club Con­cordia kei­ne Gedan­ken machen:

Wer kennst es nicht, es ist Krieg und die Leu­te feiern.
Mein Onkel ver­misst die aus­ge­las­se­nen Grill­l­par­ties mit der Fami­lie 1992 in Bos­ni­en wäh­rend man die Pan­zer fah­ren sah.

Am Wochen­en­de bin ich wie­der fei­ern in Kiew, hab noch 4 Tickets übrig falls wer braucht.

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FICKT EUCH IHR SCHWEINE. STERBT IHR FUCKING WICHSER.

Mit viel Fein­ge­fühl berich­tet die Autorin von T-Shirts von Ravern, die die jüngs­ten Aus­sprü­che des ukrai­ni­schen Inland­ge­heim­dienst­chefs nachmalen.

JOURNALISMUSPREIS!