Der Umschlag (Hocus Pocus Junior)

12. September 2022

or how to ensu­re per­fect compliance.

Maisch­ber­ger: Sie haben das letz­te Mal hier geses­sen - das war der 23. Febru­ar. Das war der Abend vor dem Kriegs­aus­bruch. Sie haben nicht gesagt was pas­sie­ren wür­de, aber man hat­te das Gefühl sie wis­sen es - also wie­viel wuss­ten sie genau von die­ser Nacht - was pas­sie­ren würde?

Habeck: Ja ich erin­ner’ mich sehr genau an den Abend, auch an unser Gespräch und es war so, dass ich davor, am Nach­mit­tag ein ame­ri­ka­ni­sches Regie­rungs­mit­glied im Minis­te­ri­um [Bun­des­mi­nis­te­ri­um für für Wirt­schaft und Kli­ma­schutz] hat­te und das wur­de beglei­tet von der übli­chen Entou­ra­ge die da so dabei ist, unter ande­rem auch den Mit­glie­dern von Sicher­heits­diens­ten, die über­ga­ben mir dann einen Umschlag und sag­ten dann - “Lies das mal heu­te Nacht, heu­te wird das pas­sie­ren…” und ich hab das noch auf der Fahrt hier­her [ins Stu­dio] gele­sen und das waren schon sehr deut­li­che Hin­wei­se - und dann pas­sier­te es ja auch. Also ich hat­te das Gefühl wir hat­ten hier so einen his­to­ri­schen Moment am Vor­abend des Krie­ges und [ich] kann mich auch noch an den Kloß im Hals erin­nern als ich hier bei ihnen saß.

src: click

Ste­phen Kot­kin: Yes, all the capi­tols in euro­pe were sur­pri­sed all the capi­tols in asia were sur­pri­sed, the chat­te­ring clas­ses were sur­pri­sed. The estab­lish­ment in rus­sia which was out of the loop, they were also sur­pri­sed. And of cour­se many peop­le in the ame­ri­can estab­lish­ment were sur­pri­sed, but not the intel­li­gence agen­ci­es. And what we did, through the intel­li­gence agen­ci­es was, we shared real-time intel­li­gence with our euro­pean allies showing them rus­si­as capa­bi­li­ties and pos­si­ble inten­ti­ons, and pre­dic­ting that they would inva­de, and it tur­ned out that our intel­li­gence agen­ci­es, along with the bri­tish nai­led this. And their sharing of infor­ma­ti­on, first with our allies and then publicly, ral­lied the sup­port of the west in a real­ly big way and so kudos to the intel­li­gence agen­ci­es who’­ve taken a bea­ting late­ly in the past cou­p­le of deca­des over iraq and many other issu­es, they nai­led this one, they had Putins number.
[…]
Peter M. Robin­son: So Ste­phen that actual­ly - I hadnt thought of that, of cour­se, the rea­son to talk to you is becau­se of I havent thought of any of this - but that, right from the get-go the United Sta­tes appeared some­thing that it hasnt appeared for a long time, com­pe­tent. Com­pe­tent. Our guys knew what they were doing. That turns out to have been important for the who­le psy­cho­lo­gy of this from the very get-go, is that right?

Kot­kin: Yes.

src: click

Um hier ein paar Din­ge festzuhalten.

Das zwei­te Zitat stammt aus dem Dia­log bei der Hoo­ver Insti­tu­ti­on in dem Ste­phen Kot­kin acht Tage nach dem Krieg das Haupt­nar­ra­tiv für die Bevöl­ke­run­gen welt­weit kre­iert hat. Jede Fern­seh­show, jede Exper­ten­run­de - im gesam­ten deutsch­spra­chi­gen Raum, hat­te dem nichts mehr hin­zu­zu­fü­gen. Die­ses Gespräch ist das Haupt­nar­ra­tiv unse­rer Gesell­schaft in sei­ner Gesamtheit.

Die Brie­ferl Zusteck Geschich­te wur­de bei uns in den Medi­en erst­mals bei Lanz am 24.02. bekannt.

Im Ill­ner Inter­view gabs jetzt ein Update zu den kon­kre­ten Umstän­den - die lie­fen also wie folgt -

Der US Geheim­dienst, deklas­si­fi­ziert als geheim ein­ge­stuf­te Infor­ma­ti­on nahe­zu in Echt­zeit um sie dann in ein Brie­ferl zu ste­cken, das einem Geheim­dienst­mit­glied in der Entou­ra­ge eines US ame­ri­ka­ni­schen Regie­rungs­mit­glieds mit­ge­ge­ben wird, der das bei einem zuvor anbe­raum­ten Tref­fen, dem deut­schen Wirt­schafts­mi­nis­ter in einem Umschlag zusteckt, wäh­rend er ihm zuraunt “Mach det heu­te Abend auf.”.

Habeck, der inne­re Revo­lu­zer der er ist, macht det aber schon im Auto auf dem Weg ins Fern­seh­stu­dio auf - und ist jetzt am his­to­ri­schen Tag, die Kasan­dra, die alles kom­men sehen hat, wäh­rend sie noch nichts sagen konnte.

Was sich tief in sein emo­tio­na­les Kor­sett ein­ge­brannt hat, die Ver­ant­wor­tung, die Öffent­lich­keit die sich auf mich ver­läßt. Das Brie­ferl in dem Umschlag nur für mich!

Drei Tage spä­ter, am 27.02. gibt es die Zei­ten­wen­de Rede im Bun­des­tag von der ein dut­zend Per­so­nen den Inhalt kann­ten bevor sie ver­le­sen wurde.

Und am 04.03. weiß Kot­kin, dass das für die Psy­cho­lo­gie des “ver­ein­ten Wes­tens” aus­schlag­ge­bend war, dass die US Diens­te ihre Infor­ma­tio­nen nahe­zu in Echt­zeit deklas­si­fi­ziert und dann geteilt haben (zuerst mit deut­schen Ent­schei­dungs­trä­gern, und dann mit der Öffentlichkeit).

Bei die­ser Abfol­ge an Ereig­nis­sen stel­len sich mir zwei zyni­sche Fra­gen. Gabs danach noch ein Nach­ha­ken, ob Habek auch wei­ter sol­che Brie­ferl haben möch­te? Und was macht der deut­sche Ver­fas­sungs­schutz eigent­lich in einem sol­chen Fall? Nach­fas­sen, wo man die Umschlä­ge her­be­kommt, denn die waren ja außer­or­dent­lich schön und qua­li­ta­tiv hoch­wer­tig, oder…?

Eine drit­te zyni­sche Fra­ge, wenn sie mir erlaubt ist - wie kommt man an die Tak­tik das über einen ver­sie­gel­ten Umschlag zu tun? Hat man zuvor “Hocus Pocus Juni­or” gele­sen, oder…

Geht noch weiter.

Wir erin­nern uns an den öffent­li­chen Auf­schrei, als die Ukrai­ne den Mit­glieds­staats­kan­di­da­ten Sta­tus über­reicht bekom­men hat, und Macron und Scholz sich das Lächeln für die Fotos mit Bedacht aufs Gesicht zau­bern muss­ten? Als die Bevöl­ke­rung dann erst mal mehr­heit­lich mit “was zur Höl­le” reagiert hat?

Auch da gibt es eine unglaub­lich inter­es­san­te Vorgeschichte.

Zuerst ein­mal die Überleitung:

Rode­rick Par­kes | DGAP - Ger­man Coun­cil on For­eign Rela­ti­ons:

I arri­ved back in Ber­lin a cou­p­le of years ago and the the sort of for­eign poli­cy deba­te here felt very fami­li­ar from from you know years of [unin­tel­li­gi­ble] and the­re were pro­bab­ly sort of four uhm cha­rac­te­ris­tics when it came to frank­ly avoiding the the big­ger pro­blems and known choices with with glo­bal affairs, uhm a ten­den­cy to to throw money at a pro­blem and think it was going to be sol­ved, a reli­an­ce on cer­tain part­ner coun­tries to take the big decisi­ons like fran­ce uhm, fail­u­re to draw con­struc­ti­ve les­sons from histo­ry and I guess also - and abo­ve all a ten­den­cy to defer dif­fi­cult decisi­ons until frank­ly the­re were no other opti­ons left and the the big um speech that Olaf Scholz gave decla­ring a Zei­ten­wen­de uhm, see­med to mark a chan­ge in all of the­se things - but 10 days down the road I see all of tho­se traits still the­re i’m afraid. 

src: click

GCFR oder ECFR (Think­tanks) wie er leibt und lebt, immer das Gegen­teil euro­päi­scher Inter­es­sen ver­tre­tend. Soweit zur Einleitung.

Zwei Sät­ze später:

Loo­king at what’s hap­pe­ning in Ukrai­ne, Fran­ce went in with a plan and isn’t pre­pa­red to tear it up and Ger­ma­ny did­n’t go into the plan and is you know pre­pa­red at most to set accents to - to what Fran­ce wants um so you know it’s very much the french agen­da when it comes to this sort of mix of euro­pe, sort of french geo stra­te­gies super sized onto an EU level, mixed in with with EU -- with french indus­tri­al poli­cy uhm the­re is I think a bit of a ray of hope the­re though we’­re loo­king sort of until after the end of the french [EU] pre­si­den­cy to the czech and the swe­dish pre­si­den­ci­es whe­re we think that you know both of the­se coun­tries will expect Ger­ma­ny uhm to be in the seni­or role rather than the juni­or part­ners of Fran­ce um and we’­ve got visits from the czech prime minis­ter com­ing up in a cou­p­le of weeks real­ly to push the ger­mans on uhm for­eign poli­cy on euro­pean soli­da­ri­ty on, con­di­tio­na­li­ty around rule of law to Poland, Hun­ga­ry et cete­ra all the dif­fi­cult choices uhm, but nevertheless you can see a sort of uhm abdi­ca­ti­on to fran­ce at the moment of big poli­ti­cal decisions.

Third­ly rela­ti­ons wit­hin the neigh­bor­hood, uhm the­re i’d say you know the fail­u­res to draw um the right les­sons from from histo­ry. When we sort of asked poli­cy­ma­kers here about uhm whe­ther they were open to the idea of ope­ning up a sort of um mem­bers­hip per­spec­ti­ve for Ukrai­ne, Mol­d­o­va, Geor­gia we got a lot of sort of pseudo-sophisticated ans­wers why that would­n’t um be a good idea, uhm, sort of pseu­do geo­po­li­tics and qui­te a lot of them were around the wes­tern bal­kans as well say­ing, well we can’t sort of disen­fran­chise them by favo­ring the eas­tern neigh­bour­hood. So we put them in the room with peop­le from the wes­tern bal­kans who said -- actual­ly we think that, you know, the best way you can give pro­of to the ukrai­ni­ans that a mem­bers­hip per­spec­ti­ve mat­ters is by com­ple­ting the mem­bers­hip um of the wes­tern bal­kans and moving ahead on tri­cky things like, you know reco­gni­ti­on of Koso­vo, if not now then when and so once we pres­sed them - what it real­ly came down to was a fear of esca­la­ti­on and a fear of repea­ting what hap­pen­ed in 2013, 2014 uhm whe­re ger­mans belie­ved that the offer of an asso­cia­ti­on agree­ment to ukrai­ne that trig­ge­red um uh geo­po­li­tics the­re uhm foot­no­te on this and this comes back to some­thing that you said Sophie uhm whe­re the­re is perhaps a good rea­son for the EU to tread care­ful­ly on sanc­tions and on enlar­ge­ment, then with an eye to the sou­thern neigh­bor­hood, which loo­ks at the EU and accu­ses it at the moment of sprea­ding insta­bi­li­ty becau­se of its sanc­tions and focu­sing in an unfair way on its eas­tern flank and not you know giving the same uh to to the south um does that deba­te appe­ar in ger­ma­ny at all? As far as I can see not - it’s very euro­centric it’s very east-west rather than north south.

Ein­schub, der letz­te Satz ist ver­klau­si­liert für “die US inter­es­sie­ren sich eher nicht für euro­päi­sche Nord-Süd Bezie­hun­gen, die wol­len, dass in der Brei­te (east-west) was wei­ter­geht.”. Für die dies nicht wissen.

Bonus:

Uhm final­ly, final­ly um rela­ti­ons to Chi­na which you also asked about um, uh here right here I think we’­re in the clas­sic thing of Ger­ma­ny allowing every other opti­on to clo­se down befo­re it makes a dif­fi­cult, uh choice so initi­al­ly the­re was qui­te big talk around um poli­cy­ma­kers here about sort of some big kissinger-like move whe­re we reach out to chi­na over the heads of the rus­si­ans and open a new flank um for rus­sia the­re when we said obvious­ly that’s unrea­listic um and said to peop­le here you need to make choices you need to enga­ge the chi­ne­se if you want them and you need to tell them what it is that you want from a sett­le­ment in Ukrai­ne they were unab­le to do it um so you know for me I think it’s it’s a sort of clear choice of ger­ma­ny sit­ting on its hands until essen­ti­al­ly all the big choices are taken for them and then being for­ced to sort of enga­ge with with Chi­na um I I’m finis­hed with that it’s easy of cour­se for me to sit the think tank and cri­ti­ci­ze from from the side­li­nes um and -- you’­re very wel­co­me to ask me what the solu­ti­on is but you know last thought, the­re is no good solu­ti­on, all solu­ti­ons are bad and that’s why poli­ti­cal lea­ders­hip is is nee­ded at the moment and i’m afraid that’s that’s pro­bab­ly still mis­sing i’m sor­ry to have been so long.

Thank you very much Fre­de­rick very inte­res­ting points brought up […]

src: click (Die ers­ten 15 Minu­ten sind relevant.)

Da hast du als deut­sche Regie­rung Auf­schub­ar­gu­men­te plat­ziert die die Zeit ver­schaf­fen zu son­die­ren und zu über­le­gen, und schwups grätscht dir der GCFR rein, orga­ni­siert Mee­tings und Hocus Pokus Juni­or, hast dus nicht gese­hen, hast du den Out­co­me, der mich im letz­ten Bei­trag zu einem veri­ta­blen Aus­bruch ver­an­lasst hat.

Fickt euch ihr Schwei­ne, fickt euch ihr Wich­ser, fickt euch ihr Dreck, fickt euch ihr Arschlöcher.

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Letzte.

Hocus Pocus. Junior.

FICKT EUCH IHR FUCKING ARSCHLÖCHER

11. September 2022

FICKT EUCH IHR FUCKING WICHSER
FICKT EUCH IHR FUCKING DRECK
FICKT EUCH IHR FUCKING TROTTEL
FICKT EUCH IHR FUCKING SCHWEINE
FICKT EUCH IHR FUCKING BEVÖLKERUNG AUSVERKAUFENDE WASCHLAPPEN UNTER EINER ÄGIDE EINES FUCKING AGITATORS IHR UNENDLICHEN SCHWEINE.

Der Weg ist jetzt so klar, wie vorgezeichnet.

Alles ist hin­ter­frag­bar. Nur zwei Punk­te nicht.

Euro­pa ging es bes­ser, als es uns gehen hät­te dürfen.”

(Der Welt als Gan­zes auch, es wer­den wie­der mehr Leu­te ster­ben. Kommt eben­falls im Video zu Spra­che, wird nicht kon­tex­tua­li­siert, das Schul­ter­zu­cken ist bereits im Argu­ment verbaut.)

Ein ver­fick­tes Nar­ra­tiv von einer US höri­gen Boo­mer Gesell­schaft die alle Inves­ti­tio­nen in den Sand gesetzt hat und jetzt ein­fach nur noch ein ver­fick­tes Scheiss­ziel hat. Die­se Gesell­schaft - nein, die­se Welt - struk­tu­rell zu ver­ar­men, so dass mehr Leu­te struk­tu­rell von ihnen abhän­gig blei­ben. Bonus Ziel: Chi­na in struk­tu­rel­ler Abhän­gig­keit noch mehr zu bin­den als bis­her, damit man sie von Russ­land abspal­ten kann, in dem man Euro­pa ent­we­der am meis­ten scha­det, oder es die höchs­ten Risi­ko­kos­ten tra­gen lässt.

FICKT EUCH IHR FUCKING SCHWEINE DER WIENER ZEITUNG, die ihr in vor zwei Wochen in einem Leit­ar­ti­kel der öster­rei­chi­schen Indus­trie gera­ten habt sich bereits auf die Ent­kopp­lung mit Chi­na vor­zu­be­rei­ten, nach­dem man eure VERFICKTEN Chef­re­dak­teu­re lan­ge genug mit Geld aus Mode­ra­ti­ons­auf­trä­gen der öster­reich Ame­ri­ka­ni­schen Gesell­schaft gefüt­tert hat.

Euro­pa darf nicht stra­te­gisch diplo­ma­tisch wirk­sam werden.”

Es darf eine Scheiß Pro­pa­gan­da initia­ti­ve in der Diplo­ma­tie auf­bau­en, die auf Völ­ker­freund­schaft abzielt - nur auf ein Ende des Krie­ges darf es nicht hin­wir­ken. (Sie­he Kule­ba in Davos.)

Der diplo­ma­ti­schen Ebe­ne wird das als “Robert Schuh­man Kon­zept” ver­kauft, bei­dem es dar­um geht diver­gie­ren­de euro­päi­sche Inter­es­sen zusam­men­zu­hal­ten. Eines davon - das der Ukrai­ne selbst (“Wir wer­den nicht auf­hö­ren, bis wir gewon­nen haben.”) Auf die Idee, dass man hier Kon­sens­fin­dung dazu aus­nutzt Bevöl­ke­run­gen welt­weit struk­tu­rell zu ver­ar­men, kommt natür­lich nie­mand. Weil mit so einem ver­fick­ten Ver­rä­ter­ge­halt, zahlt man die Dif­fe­renz natür­lich aus dem PR Bonus.

Die PROPAGANDA der Ukrai­ne wird mit Haut und Haar gefressen.

Und jetzt zu Punkt zwei. Es wird der Indus­trie ver­kauft, dass die Ent­wick­lung der Ukrai­ne und ost­eu­ro­päi­scher Staa­ten, den Wohl­stands­ver­lust einer Ent­kopp­lung mit Chi­na aus­gleicht. Das wird gleich­zei­tig der Ukrai­ne als Zukunfts­per­spek­ti­ve verkauft.

(Wir hat­ten ja zu viel Wohl­stand in Euro­pa - schnell noch eine Ulri­ke Herr­mann bezah­len, die das Buch dazu für die über­al­ter­ten Lin­ken schreibt - oh, sowas, ist ja gera­de erschie­nen das Buch…)

Es darf nicht hin­ter­frag­bar sein, war­um Euro­pa nicht in diplo­ma­ti­sche Ver­hand­lun­gen mit Russ­land ein­ge­bun­den war. Es wird abge­nickt, dass Russ­land irgend­wann ein­mal mit den US in Genf ver­han­deln wird und dass Deutsch­land dabei kei­ner­lei Rol­le spie­len wird.

Nicht im Bezug auf das Wann, nicht im Bezug auf das Wie. Aber für die “Zeit danach” müs­sen wir uns Gedan­ken machen, und die PR initia­ti­ven für das rus­si­sche Volk auf­be­rei­ten. Über diplo­ma­ti­sche Verbindungen.

Und die Bevöl­ke­rung wird end­los wei­ter belo­gen, dass es hier um einen mili­tä­ri­schen Sieg der Ukrai­ne geht. Wäh­rend die ver­fick­te Aspen Secu­ri­ty Forums Crowd - ÖFFENTLICH ver­laut­bart hat, dass es ihr nur um das Abschlach­ten mög­lichst vie­ler rus­si­scher Sol­da­ten geht, nicht um stra­te­gisch wich­ti­ge Kon­fron­ta­tio­nen. Um das Regime in Russ­land in zwei Jah­ren zu drehen.

Ist das neue Regime dann “in place” bekommt die Ukrai­ne das was sie möch­te. Ihre Schein­ver­hand­lung der bei­den Prä­si­den­ten in der man ihr die Krim überreicht.

Wer an die­se Zukunft glaubt, hat den Arsch so weit offen, dass es rein­reg­net - wäh­rend die US unin­ter­es­siert dar­an vorbeilatschen.

Die US haben die­se Zeit genutzt und sind diplo­ma­tisch aktiv gewe­sen, aber lei­der, was will man machen, Russ­land ist nicht dar­auf ein­ge­gan­gen - des­halb ist Euro­pa jetzt im Arsch.

NULL SELF AGENCY.

WELCOME TO YOUR FUCKING FUTURE.

Und dan­ke ihr ver­fick­ten Schwei­ne der Wie­ner Zei­tung, dass ihr der Indus­trie bereits vor zwei Wochen gera­ten habt sich auf eine Zeit ohne Han­del mit Chi­na einzustellen.

Der Bevöl­ke­rung habt ihr nichts gesagt.

DIE VERFICKTE SCHEISSPROPAGANDA, bei der die Ukrai­ne in den UK aus­ge­bil­de­te Ein­hei­ten mit Nato Waf­fen gegen Miliz­ein­hei­ten und die schlecht aus­ge­bil­de­te rus­si­sche Natio­nal­gar­de vor­schickt - im Kampf der ver­bun­de­nen Kräf­te, erst­mals mit neu­en Droh­nen, und dann “auf wenig Wider­stand stößt”, wäh­rend die Rus­sen “flie­hen” (sich in die­sen Regio­nen zurück­zie­hen) habt ihr auch auf die Bevöl­ke­rung gestri­chen wie die But­ter auf das aus­ge­trock­ne­te Brot, das sich wie­der nach einem ukrai­ni­schen Erfolg vor dem Win­ter gesehnt hat. Es war euch SCHEISSEGAL dass ihr “mehr über die Rus­si­sche Armee als über die ukrai­ni­schen Ein­hei­ten” gewusst habt (Zitat sie­he Video), haupt­sa­che das Nar­ra­tiv unter­brin­gen, in dem die Ukrai­ne mili­tä­risch immer noch gewin­nen kann, das das euro­päi­sche Volk über den Win­ter bringt.

Ihr ver­fick­ter ver­lo­ge­ner Dreck.

Hey, aber ich könn­te mich bei denen doch bewerben!

Oder in die Diplo­ma­tie gehen, um das rus­si­sche Volk bei der Stan­ge zu hal­ten wäh­rend der Wes­ten an Regi­me­chan­ge arbeitet!

LIEBE GRÜSSE AN MEINE EHEMALIGE PSYCHOTHERAPEUTIN.

FICK DICH INS KNIE DU VERFICKTES STÜCK SCHEISSE.

Und den uni­po­la­ren Moment auf die nächs­ten 50 Jah­re verlängert.

Ihr fuck­ing Schweine.

(Dazu die Wie­ner Zei­tung heu­te: “Der Geg­ner heißt Dik­ta­turvom ver­fick­ten Pel­in­ka Arsch­loch, der den Hit­ler­ver­ste­her erfun­den hat.)

Jeder hat jetzt sei­ne Rol­le. Jeder weiss was zu tun ist. Die Zukunft kann kommen.

Es ist zum ers­ten Mal alles kohärent.

Dass es dazu ein Medi­en­sys­tem gebraucht hat, dass vom ers­ten Tag an gelo­gen hat, wenn es einen Auf­ruf zur inne­ren Revol­te in Russ­land als “Frie­dens­auf­ruf Selen­sky­js” prä­sen­tiert hat, noch bevor die ers­ten Rake­ten geflo­gen sind. Dass es im nach­hin­ein über drei Mona­te jedes Selen­skyj inter­view Selek­tiv gekürzt hat, damit er der Bevöl­ke­rung als “Frie­den suchen­der Prä­si­dent, der auch Kom­pro­mis­se ein­ge­hen wür­de” ver­kauft wer­den konn­te. All das darf und soll kei­ne Rol­le mehr spielen.

Direkt­zi­tat aus dem Video: “Die Ukrai­ne kann sehr wahr­schein­lich die Gren­zen ders 23. Febru­ars mili­tä­risch nicht wie­der­her­stel­len” - wen küm­merts, der Bevöl­ke­rung ver­kau­fen wir es als “sen­si­ble Kom­pro­miss­be­reit­schaft Selen­sky­js”, sol­len sie doch wei­ter dran glauben.

Wir haben defi­niert wer hier gut, und wer hier böse ist, und wem wir fol­gen bis zur gesell­schaft­li­chen Ver­ar­mung. Der Ukrai­ne. Die das macht, was die US wol­len, oder den Krieg ver­liert. (Zitat Video.)

Und für die Anna­le­na Baer­bock haben wir auch eine Rol­le gefun­den! Die darf jetzt Minen­räu­min­itia­ti­ven mit deut­scher Unter­stüt­zung lei­ten! Wäh­rend auch die US Minen im Feld posi­tio­nie­ren.

Aber kei­ne Angst die Initia­ti­ve dafür wur­de mit 90 Mil­lio­nen aus­staf­fiert und exis­tiert seit letz­tem Monat.

So hat jeder sei­nen Platz.

edit: Klei­ne Kor­rek­tur, ein grö­ße­rer Teil der rus­si­schen Armee scheint tat­säch­lich Hals über Kopf geflo­hen zu sein. Das Gerät das in Kup­jansk erobert wur­de scheint nicht uner­heb­lich gewe­sen zu sein. Hört man.

Ich durchleb grad ein Trauma zum zweiten Mal

10. September 2022

They just didnt give a damn.

Well, Rus­sia and Chi­na are gre­at power com­pe­ti­ti­on, and we are in the age of gre­at power com­pe­ti­ti­on, so - when wri­ting US mili­ta­ry stra­te­gy, we thought, the 50 year old One Chi­na poli­cy, real­ly is out­da­ted, becau­se the Tai­wa­ne­se arent chi­ne­se citi­zens, they real­ly have attai­ned their own natio­nal iden­ti­ty over the past years, and so - yes, I’ve heard that the US mili­ta­ry advi­sed, that it wouldnt be a good moment for to Pelo­si visit, but I dont think, that we should be told anything by Chi­na and…

… on she went.

HOLY FUCKING SHIT.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut fuck­ing Letzte.

Becau­se its demo­cra­ci­es vs autocracies!”

Turns out - if you mea­su­re man­da­te chan­ges (its kind of sta­tis­ti­cal­ly ques­tion­ab­le, but not an unt­hin­ka­ble thing to do) in con­flicts with US par­ti­ci­pa­ti­on, the US incre­a­sed the fre­quen­cy of con­flicts they were invol­ved in in the post cold war area - most of them against sta­tes with a hig­her demo­cra­cy rating than in pre­vious inter­ven­ti­ons. Not tar­ge­ting ones with lower demo­cra­cy ratings. All the while using “sprea­ding demo­cra­cy” as a pre­ten­se. Thats fun­ny, isnt it?
src: click

Ups I just stumb­led and drop­ped the US coun­ter rim stra­te­gy

Counter Rim

CBS verarscht grad die Bevölkerung

10. September 2022

Der Stan­dard auch, aber dem Stan­dard ists zumin­dest auf­ge­fal­len, des­halb bemüht der sich um eine komi­sche, miss­deut­ba­re Formulierung.

Nach­dem die 20 erober­ten Dör­fer in der For­mu­lie­rung Selen­sky­js auf 30 erober­te Sied­lun­gen geup­gradet wur­den (da stand wohl noch die ein oder ande­re Häu­ser­grup­pe neben einem Dorf…), ist Kup­jansk der neue hei­ße Shit. Weil Stadt. Von der Ukrai­ne wie­der erobert, und mit wich­ti­ger Bahntrasse.

So wich­tig, dass CBS gera­de ange­kün­digt hat, damit sei Russ­lands mili­tä­ri­sche Ver­sor­gung über die Schie­ne in den Don­bas abgeschnitten.

Schaut man auf die Wiki Kar­te der Schie­nen­ver­bin­dun­gen der Ukrai­ne - nö, ist sie nicht. (Kup­jansk ist der gel­be Punkt.)

Rail Map Ukraine

Cross­re­fe­ren­ziert man den Stan­dard, lau­tet dort die For­mu­lie­rung wie folgt:

Über Kup­jansk ver­läuft die Eisen­bahn­li­nie zwi­schen Russ­land und der stra­te­gisch wich­ti­gen Stadt Isjum, die offen­bar eben­falls von ukrai­ni­schen Trup­pen ein­ge­kes­selt wer­den konn­ten [sic!]. Isjum war Anfang April von den Rus­sen ein­ge­nom­men wor­den und ist auf­grund ihrer erhöh­ten geo­gra­fi­schen Lage von gro­ßer Bedeu­tung für die Kon­trol­le des gesam­ten Donbass.

src: click

Die gan­ze Eisen­bahn­li­nie bis Isjum! (… bis Isjum.)

Isjum ist der oran­ge Punkt auf der Karte.

Wär doch auch mal inter­es­sant zu sehen wie sich die Tro­phä­e­ner­obe­rung der Ukrai­ne auf der BBC Kar­te vom 07. August macht…

(Habe die leicht anders gezeich­ne­ten Kar­ten mal am Drei­eck Char­kiv, Myko­la­iv und Cher­son ausgerichtet.)

Ver­dammt, naja, bis zum Dnepr ists noch ein Stück.

Aber wenn die Ukrai­ne erst mal Isjum (oran­ge) ein­ge­nom­men hat, die erhöht liegt, dann, ja dann… dann kann der Krieg aber end­lich weitergehen.

Wie gut, dass die Medi­en wei­ter­hin so ein­wand­frei informieren.

Das Ende des Multilateralismus

09. September 2022

Fazit: Deutsch­land hat zwar kei­ne Außen­po­li­tik, aber die Außen­po­li­tik die Deutsch­land vor­gibt zu haben, ist schon fast ein Schildbürgerstreich.

Wir sind pro regel­ba­sier­te Ord­nung.” > Las­sen ihren Krieg an der Gren­ze von den US füh­ren, zah­len eif­rig dafür, wer­den nicht diplo­ma­tisch aktiv.

Alles was uns immer gefehlt hat um ernst­ge­nom­men zu wer­den ist mili­tä­ri­sche Kapa­zi­tät unse­re Part­ner zu schüt­zen” > Wir wol­len jetzt für unse­re außen­po­li­ti­schen Part­ner Klein-Nato wer­den - aber unter der Ägi­de der Nato. Aber wir set­zen dar­auf, dass unse­re Part­ner denen wir durch unser Ver­hal­ten bei­gebracht haben wie­der geo­stra­te­gisch in Kriegs­lo­gik zu den­ken lie­ber zum Schmiedl gehen als zum Schmied. Aber ver­las­sen uns halt schon auf die Nato.

Aber bis­her waren unse­re außen­po­li­ti­schen Part­ner von unse­rer öko­no­mi­schen Bedeu­tung in der Regi­on immer sehr ange­tan” > Ener­gie­kos­ten in Euro­pa stei­gen jetzt um das vier bis acht­fa­che, wir gehen in direk­te Abneh­mer­kon­kur­renz mit dem indo­pa­zi­fi­schen Raum (?!) -

Green Tran­si­ti­on Part­ners­hip!” > ohne Gas als tran­si­ti­on fuel bei Part­nern, die es spä­ter als struk­tu­rell rele­vant defi­niert haben als Europa…

Steht der japa­ni­sche Kurs­teil­neh­mer auf, und ver­sucht das Publi­kum zu über­zeu­gen, dass Mul­ti­la­te­ra­lis­mus immer noch eine Chan­ce hat -- wäh­rend sich Japan außen­po­li­tisch noch schnel­ler als Euro­pa den US anbiedert.

Und das Trau­ri­ge dar­an? Iner­tia in Punk­to “wir wol­len wei­ter Mul­ti­la­te­ra­lis­mus” ist wahr­schein­lich tat­säch­lich da -- nur Deutsch­land ver­hält sich der­zeit, als obs schon vor­bei wäre.

Deutsch­lands und Japans Posi­ti­on scheint die sel­be zu sein. So tun als ob bei­de Optio­nen (bipo­la­re vs. mul­ti­po­la­re Ord­nung im Indo­pa­zi­fik) noch mög­lich wären, und sich wäh­rend­des­sen frü­her als der ande­re hin­ter der bipo­la­ren Ord­nung positionieren.

Ganz gro­ßes Kino.