Skyfall (2012)

08. November 2012

Sky­fall gese­hen, was für ein Puz­zle­spiel aus unnüt­zen Ver­wen­dun­gen von Arche­ty­pen und alten Refe­ren­zen aus unter­schied­li­chen Gen­res, nem bär­ti­gen cha­rak­ter­schwa­chen, viel zu jun­gen Alten - der mit­ten im Film auf­taucht, einer grau­sam gecas­te­ten Scharf­schüt­zin, nem Mut­ti oh Mut­ti Baitman/Ödipus/Schweigen der Läm­mer /Magneto - omg und schwul ist der auch noch (die Sze­ne im Kino war pass­ge­nau, alle jun­gen Mädels haben geki­chert), sinn­lo­ses­tem Plot aller Zei­ten. Aber Haupt­sa­che es gibt Glastüren.

Ihr müsst das so sehen. Jede die­ser arche­ty­pi­schen Sze­nen hat ihre Bedeu­tung. One does not sleep with Money­pen­ny. Ihren Cha­rak­ter. Der MIB will­kom­men im Haupt­qua­tier Shot, das Hound of the Bas­ker­vil­les Moor und die Kapel­le dane­ben. die Spiel­höl­le in Shang­hai, die Tor­bö­gen der Markt­plät­ze, der Skor­pi­on auf der Hand, das Ligh­t­ing der Lie­bes­sze­ne davor, der Iris Mythos ( http://www.comicvine.com/iris/29-60177/ ), das unter­ir­di­sche Tun­nel­netz, der gefal­le­ne Held, der Blick über die Dächer, die Refle­xio­nen im DB5, der Mann im Staub­man­tel als Jäger, der Dri­ve Shot aus Shi­ning, die Insel des Dr. Mabu­se, die Segel­jacht, die gefal­le­ne Sta­tue, die Duell­pis­to­len, Fire­fox (hieß so der Cold War FIlm in Wien?) …

Nichts davon war echt (genu­in im Film ange­legt) und nichts davon war Bond. Und das um eine der däm­lichs­ten Geschich­ten der Neu­zeit auf Film zu erzäh­len? Um Him­mels wil­len, die armen Mythen.

Q war ok - auch die Redu­zie­rung aufs Wesent­li­che war fast schon nett, wäre da nicht der “brin­gen sies heil zurück” Sager gewe­sen, der hats ein­fach über­spannt. Mein Haupt­pro­blem mit dem FIlm ist, dass er sich mäch­tig an allem bedient was der Arch­ty­pen­fun­dus der Film­spra­che zu bie­ten hat, aber nichts und abso­lut wirk­lich nichts dar­aus macht. Selbst bei den Spie­gelshots im DB5 kam das ein­fach nur gewollt rüber. Cham­pa­gner für die Hun­de. Oder hier die Warane.

Wirk­lich ziem­lich mies. Und das wo ich den Craig eben­falls mag. 

6/10

Ich muss mir mal anschau­en wie das Mar­ke­ting gelau­fen ist…

edit: Hab das viel­leicht per­fek­te Review gefun­den: http://www.imdb.com/user/ur37414642/comments

Bond allein Zuhau­se. nuff said.

Prometheus (2012)

15. August 2012

Ich war über­rascht wie­der ein­mal ein voll­wer­ti­ges High Sci­Fi Kon­zept im Kino zu sehen. An den Rän­dern ein wenig ver­wa­schen, sodass die Moti­va­tio­nen kaum eines Cha­rak­ters so rich­tig klar wer­den (da neh­men wir schon mal nen ver­rück­ten Geo­lo­gen, der aus irgend­ei­nem Grund in einer Sze­ne plötz­lich hyper­ra­tio­nal reagiert um den Plot vor­an­zu­trei­ben), aber manch­mal reicht es ein­fach bereits einen Andro­iden ohne See­le Law­rence of Ara­bia mögen zu las­sen, und alles jel­led wie­der. Und alle Arche­ty­pen sind wie­der da. Der see­len­lo­se Android, der abge­half­ter­te Cap­tain, die Ripley in Sur­vi­val Gear, die ver­rück­ten Merks, der auf sei­ne Art ver­rück­te Wis­sen­schaft­ler (am Ende mit ordent­lich Pathos zum Herz des Films auf­ge­macht), der ster­ben­de Unsterb­lich­keitfa­na­ti­ker, die eis­kal­te kon­ser­va­ti­ve Ratio­na­lis­tin in Siblings-Rivalry die in zwei Sze­nen aus ihrem Rol­len­bild aus­bre­chen darf. Jeder der auch nur ein wenig tie­fe­ren Kon­takt zu Sci­Fi hat­te, kennt die­se Anla­gen. Viel­leicht gera­de des­halb ist es schön sie wie­der ein­mal auf einer Lein­wand zu sehen. Und der Film malt wun­der­bar. Die Gän­ge des Schiffs sind mar­kant, die Tape­ten holo­gra­phisch, die Musik ethe­risch. Jedes Set­pie­ce, vom Basketball-Court über das Med­doc, die Kabi­ne der eis­kal­ten Ratio­na­lis­tin, die Brü­cke, das Lan­dungs­deck, die Wüs­te, der Sturm, das Mau­so­le­um - alles wirkt als müs­se es ein­fach so sein. Mein High­light war der exo­ske­le­ton­ge­stütz­te “Nosferatu-Gang” am Ende. Wun­der­ba­rer Pin­sel­strich. Der Rest der Geschich­te ist viel­fach recy­cled, der Pathos am Ende auf­ge­setzt, aber es rei­chen drei ent­wi­ckel­te Cha­rak­te­re um den Film zu tra­gen. Für mich hat er funk­tio­niert. Fand in gut. Mit Ten­denz zu ziem­lich gut.

7.5/10

The Avengers (2012)

28. April 2012

Ordent­li­cher Film. Nicht fad. Nicht ent­täu­schend. Wird über wei­te Stel­len getra­gen vom Fude zwi­schen den drei “Män­nern” und ihren Egos, der Rest sind Jump­cuts, Action Sequen­zen, ein Böse­wicht der böse drein­schaut, und Black Widow und Haw­keye als Heart, stel­len­wei­se auch ein wenig Cap­tain Ame­ri­ca - was imho nur im Film ist um der Pathe­tik des Gedan­ken was er eigent­lich ist ent­ge­gen­zu­wir­ken, aber es funk­tio­niert. Ers­te­re bekom­men die ein­zi­gen Sze­nen ohne einen Jolt­count von ka, 60 die Minu­te? Art­de­sign ist gut. Pep­per ist wie­der drin­nen um Robert Dow­ney Jr. zu ant­ago­ni­sie­ren, damit er für die weib­li­che Zuse­her­schaft “pri­ckelnd” wird, was dies­mal so weit geht, dass er in einer Sze­ne mit sei­nem cou­feur­tem Bart und Emo Augen schon fast John­ny Dep­p’ish wirkt. Ansons­ten ist der FIlm so gut, wie ein Action­strei­fen mit Held-packed Action nur gut sein kann. Der trägt sich schon allei­ne durch die auf­ge­bau­ten Egos. Die Neu­be­set­zung des Hulk war imho sehr gut gewählt. Sam­my L. Jack­son erfüllt sei­ne Rol­le (auch dank des “schö­nen Side­kicks”) aber nicht viel mehr als das. Zumin­dest bin ich nicht dazu gekom­men sei­ne Rol­le wäh­rend des Films zu hin­ter­fra­gen. Alle Lacher sind zu sehr designt um mich zum Lachen gebracht zu haben (bis auf den Gala­ga Sub­jo­ke, aber das war auch eher das Bra­va­do von Robert Dow­ney Jr) (ich höre an den Stel­len dann immer das obli­ga­to­ri­sche badam*tush* anstatt zu Lachen 🙂 ). Mas­siv Plot­ho­les und nicht ange­leg­te Lösun­gen, aber Cha­rak­te­re die du nicht hin­ter­fragst, wenn sie damit raus­plat­zen. Guter Action­film, der nicht unter einem Shia LaBe­ouf lei­det - und wie gesagt, allei­ne schon durch die Egos und Effek­te getra­gen wird. Sowas wie

7/10

Conan the Barbarian (2011)

10. September 2011

Fand ihn rich­tig gut. Rich­tig gut. Der Anfang war mies. Weil ein Ron Perl­man kein Vater von Con­an ist. Und die Geburts­sze­ne auch mies insze­niert und over the top war. Aber ab dem Hook (Con­an befreit Skla­ven) war der rich­tig gut. Gut besetzt, gut insze­niert, gut gespielt, net­te Bil­der - die die leicht chee­si­ge epi­c­ness nur für nen Moment hal­ten, dann sind wir wie­der auf dem bru­tal ehr­li­chen Level von Con­an. Tol­le Böse­wich­te - so rich­tig schön unmensch­lich. Selbst der Bob Sapp (w00t) war gut, auch wenn ich ihn ein zwei Sze­nen noch­mal spie­len hät­te las­sen. Fema­le Lead war soso, ganz brauch­bar. Gewalt war ange­mes­sen. Dia­lo­ge gabs nicht viel, dafür doch über­ra­schend viel gutes Spiel in der Kör­per­spra­che und Mimik. Effek­te waren abso­lut in Ordnung.

Am Ende war alles eine wenig zu wenig episch, aber irgend­wie passt das zum Con­an - der macht halt ein­fach sei­nen Job.

Das Ori­gin Geplän­kel hält sich zum Glück in Gren­zen, die Welt ist über­zeich­net und doch glaub­haft, kit­schi­ge Vierfarben-Comic Roman­tik trifft auf ech­te Cha­rak­te­re und ange­mes­sen viel Gewalt.

Mir hat der Arnie kei­nen Moment lang gefehlt.

Irgend­was zwi­schen 7-8/10 wür­de ich sagen.

Hab den Film zum ers­tem mal mit einer 3D zu 2D Bril­le gese­hen. Ich mag Kino wie­der. 🙂 Anschaf­fung lohnt sich für alle denen 3D ein­fach bereits beim Hals raushängt.

Ah, ich fand auch die Abschluss­se­quenz toll. Als das chee­si­ge Con­an Logo rein­fährt ist mir das Herz aufgegangen.. 😉

Black Swan (2010)

23. Januar 2011

Ahhhhhh…

Ver­stö­rend ist das ers­te Wort das mir ein­fällt. Aber so gott­ver­dammt pitch­per­fect… Ich hab die Fol­low Shots mit Shacky­cam nicht mögen, und die Kunis ist so sehr ant­ago­nis­tisch ange­legt, dass sie irgend­wie nicht in den Film passt, nur von der Sen­si­bi­li­tät her, es ist ein wenig so als hät­te man eine Lol­cat im Exor­zis­ten - aber auch ihr Spiel ist per­fekt (daaaaaaamn), und es gibt kei­ne Sze­ne in der man ihr das nega­tiv anlas­tet, es ist nur - eine Sen­si­bi­li­tät. Und damn die Port­man damn - die Unsi­cher­heit, die Angst, die Scheu­heit, die Selbst­kas­tei­ung, der Hedo­nis­mus im Blick, die Lan­ge­wei­le in der Club­be­kannt­schaft, die Rebel­li­on, die Furie, .. Wan­del­bar? Jo, kann man sagen. 🙂 Und dann der Thril­ler der ohne Vor­war­nung für 5, 10 Minu­ten zum Hor­ror wird, und da dann wie­der raus­kommt. Die Geschich­te selbst war mir egal - hier geht es um Emo­ti­on, um Cha­rak­ter. Irgend­wie ein per­fek­ter Film, irgend­wie auch nicht - du hast das Gefühl was gro­ßes gese­hen zu haben, aber es fehlt die­ser Kultfaktor.

Der Film lie­fert aber ein­fach ab was er verspricht.

8.5/10

Und dass Big Hol­ly­wood heut­zu­ta­ge sowas nicht mehr macht (Fox Search­light, low Bud­get, was sonst) ist eine ver­damm­te Schande.