Kurze Durchsage der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

25. Januar 2024

Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten will ver­stärkt Anti­se­mi­tis­mus untersuchen

Der Gra­zer His­to­ri­ker Gerald Lam­precht hat im Jän­ner die Nach­fol­ge der ver­stor­be­nen Hei­de­ma­rie Uhl ange­tre­ten und wird einen neu­en For­schungs­schwer­punkt an der ÖAW leiten

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Na sehr gut. Gut dass man mit der Bekannt­ga­be des neu­en For­schungs­schwer­punkts gleich zu Beginn des neu­en Jah­res sei­ne wis­sen­schaft­li­che Objek­ti­vi­tät unter Beweis stellt.

Wer soll denn da…?

Für die Lei­tung des neu­en For­schungs­schwer­punkts hol­te man sich als Nach­fol­ger der 2023 ver­stor­be­nen Hei­de­ma­rie Uhl den Gra­zer His­to­ri­ker Gerald Lam­precht nach Wien. Lam­precht lei­tet unter ande­rem seit 18 Jah­ren das Cen­trum für jüdi­sche Stu­di­en (CJS) an der Uni Graz. Man wol­le sich auf den Anti­se­mi­tis­mus in Öster­reich nach 1945 kon­zen­trie­ren, da die­ser weni­ger erforscht sei als jener des 19. Jahr­hun­derts oder der Zwi­schen­kriegs­zeit, so der Historiker.

Na sehr gut, der Lei­ter des Zen­trums für jüdi­sche Stu­di­en, wer sonst.

Der kann sich dann gleich in sei­nen ers­ten Amts­ge­schäf­ten mit der öffent­li­chen Rezep­ti­ons­dy­na­mik der Eigen­hei­ten von

Wir bau­en dann künst­li­che Inseln vor der Küs­te von Gaza, und eine Zug­ver­bin­dung nach Indi­en” aus­ein­an­der­set­zen, wenn wir Gaza dann… ehm in die paläs­ti­nen­si­sche Eigen­ver­wal­tung über­ge­ben haben *hust*

(bei 9 min in)

und hof­fent­lich auch mit der Rezep­ti­ons­dy­na­mik von Eizen­kots Zitat im Israe­li­schen Fern­se­hen “You cant have it both ways, vic­to­ry over Hamas, and the res­cue of israe­li hos­ta­ges”, das in Isra­el für eine neue Öffent­li­che Debat­te gesorgt hat

(bei 16 min in)

und hof­fent­lich auch mit der Rezep­ti­ons­dy­na­mik von es exis­tiert kei­ne Exit Stra­te­gie, nach drei Mona­ten hat man nur in etwa 30% der Hamas Kämp­fer getö­tet, die genann­te Bedin­gung der Zer­schla­gung der Hamas für eine Been­di­gung des Kon­flikts sei daher kom­plett illusorisch…

und hof­fent­lich auch mit der Rezep­ti­ons­dy­na­mik von, bis Dato exis­tiert tat­säch­lich kom­plett kei­ne Exit stra­te­gy (sie­he Video Titel), they are making this shit up, as they go along…

und hof­fent­lich auch mit der Rezep­ti­ons­dy­na­mik von “Isra­el ste­he unter sehr star­kem inter­na­tio­na­len Druck den Ein­satz zu been­den”, was die US nahe Think­t­an­ke­rin, die immer als ers­tes Exklu­siv­in­for­ma­tio­nen zu all den tol­len War­tungs­tun­neln hat, die Isra­el in sei­nen Fern­seh­be­richt­erstat­tun­gen vor­stellt, seit knapp drei Wochen Fran­ce 24 vor­schwa­dro­niert, wäh­rend die US wei­ter­hin Muni­ti­on liefern…

Komisch, woher die­ser neue Anti­se­mi­tis­mus stammt?

Und was man dage­gen machen kann…

Das wird der ehe­ma­li­ge Lei­ter des Zen­trums für jüdi­sche Stu­di­en an der Uni­ver­si­tät Graz sicher ein­ge­hend prü­fen - er hat da auch schon so einen Anfangsverdacht…

Auch hoch­ge­bil­de­te Leu­te kön­nen Anti­se­mi­ten sein”, führ­te Lam­precht aus, “trotz­dem gibt es kein bes­se­res Mit­tel dage­gen als Bil­dung.” Wie Faß­mann wies Lam­precht dar­auf hin, dass der Anti­se­mi­tis­mus in Öster­reich seit dem 7. Sep­tem­ber “kom­ple­xer” und “hete­ro­ge­ner” gewor­den sei.

Man könn­te ja den unge­bil­de­ten Pöbel gegen die­se immer hete­ro­ge­ner wer­den­de Mas­se auf­het­zen, mit tol­len neu­en wis­sen­schaft­li­chen Stu­di­en, nicht -- oder dem Begriff Anti­se­mi­tis­mus als mehr so kol­lo­quia­le Zuschrei­bung, also um dem grö­ßer wer­den­den Anti­se­mi­tis­mus in Öster­reich Ein­halt zu gebie­ten, hof­fe ich.

Und hof­fent­lich wird er sich auch mit den typi­schen Mel­dun­gen die­ser Tage wie Isra­el demen­tiert, dass es für die Frei­las­sung aller Gei­seln eine Waf­fen­ru­he von zwei Mona­ten ange­bo­ten hat, wonach Isra­el Gaza end­lich ohne Zeit­li­mit als Besat­zungs­macht nie­der­bom­ben kann, weil man das nicht mit wei­te­ren Ver­hand­lun­gen ver­bin­den woll­te, und Hamas Spre­cher demen­tie­ren, dass sie die­sen Vor­schlag zurück­ge­wie­sen haben, auch wenn die Ver­hand­lungs­füh­rer aus Dritt­staa­ten zu Pro­to­koll geben, dass es so war - aus­ein­an­der­set­zen, wie die­se Mel­dun­gen wohl öffent­lich rezi­piert werden, …?

Das wird die öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten unter ihrem neu­en Fach­be­reichs­lei­ter, dem ehe­ma­li­gen Lei­ter des Cen­trum für jüdi­sche Stu­di­en (CJS) an der Uni Graz, sicher genau­es­tens in Punk­to Rezep­ti­ons­wir­kung prüfen.

Die­se Gesell­schaft ist so der­ar­tig kom­plett gro­tesk und abar­tigst das Aller­letz­te, mir feh­len erst­ma­lig die Worte.

Oh, ach ja - der Islam ist schuld, wer sonst.

Und die US sind immer noch in der Regi­on um zu verhandeln.

Wäh­rend sie mit GB die Huthis weg­bom­ben, die die israe­li­schen Schif­fe die in Gaza anle­gen soll­ten abge­fan­gen haben, als Good­will Bezeu­gung gegen­über den Sau­dis (Isla­mis­ten wie man so hört), hier durch die indus­tri­el­le Zer­stö­rung einer ande­ren ter­ro­ris­ti­schen Ver­ei­ni­gung, die wir zu dem Zeit­punkt als wir sie weg­ge­bombt haben noch nicht mal auf einer Ter­ror­lis­te ste­hen hatten.

Wobei wir tags dar­auf aber schon eine Pres­se­mit­tei­lung raus­ge­ge­ben hät­ten, dass wir als US mit den Huthis nicht im Krieg ste­hen. Wäh­rend wir aber gleich­zei­tig bereits neue Angrif­fe ange­kün­digt haben, weil wir nur die Limi­ta­ti­on des völ­ker­recht­lich rele­van­ten Begrif­fes gescheut hätten.

Die­sen “Good­will” als US und Groß­bri­tan­ni­en in der Regi­on auf­recht­zu­er­hal­ten, dass bestimm­te isla­mi­sche Frak­tio­nen in der Regi­on mor­gen gestärkt aus dem Kon­flikt her­aus­ge­hen - der gleich­zei­tig dazu bei­trägt, dass Euro­pa sich noch nicht ein­mal eini­gen konn­te ein Kriegs­schiff in die Regi­on zu entsenden -

die­sen Good­will nen­nen wir ja laut unse­rer Medi­en­be­richt­erstat­tung Friedenspolitik.

Unter dem Ver­hand­lungs­füh­rer Blin­ken -- der dann nach zwei Mona­ten plötz­lich doch nie Ver­hand­lungs­füh­rer war, weil ja Katar von Beginn an die Rol­le über­nom­men hat­te - auch nicht unter dem Ein­fluss der US, wie unse­re Medi­en zuerst berich­tet hat­ten, aber auch das konn­ten unse­re deutsch­spra­chi­gen Qua­li­täts­me­di­en zuerst lei­der so ein­ein­halb Mona­te nicht kor­rekt wider­ge­ben, weil man sich in die­sen Wochen noch unsi­cher war, ob Katar ein Pro­po­nent des Bösen in der Regi­on ist.

Sind ja Isla­mis­ten. Oder braun…

Da wird dann wohl in der Rezep­ti­ons­wir­kungs­ana­ly­se der voll­kom­men unab­hän­gi­gen Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten, unter der Lei­tung des ehe­ma­li­gen Lei­ters des Cen­trum für jüdi­sche Stu­di­en (CJS) an der Uni Graz - für nur 18 Jah­re - her­aus­kom­men, der Islam war schuld.

Weil der ja neu­er­dings in hete­ro­ge­nen und gebil­de­ten Schich­ten so um sich greift.

Der Stan­dard hat bereits das Repor­ting rea­dy, bevor die Ana­ly­sen fer­tig sind.

Dass gera­de an den Unis inter­na­tio­nal, aber auch ver­ein­zelt in Wien Juden­hass etwa im Dis­kurs oder durch Schmie­re­rei­en am Cam­pus auf­taucht, erklär­te Lam­precht damit, dass Uni­ver­si­tä­ten in der Geschich­te schon immer Orte waren, wo “Dis­kur­se ihren Aus­gang nah­men”. Lam­precht beton­te aber, dass es an den Unis Graz und Salz­burg noch kei­ne sol­chen Vor­fäl­le gab.

Na Gott (dem abend­län­di­schen) sei Dank!

Kon­kret warens übri­gens böse Brun­nen­ver­gif­ter, die hier ein Kli­ma der Miss­trau­ens geschaf­fen haben, falls sies noch nicht wuß­ten, natürlich…

Sad­jed und ihr Team unter­such­ten auch Inter­net­fo­ren von Medi­en wie dem STANDARD und X (vor­mals Twit­ter). Dort schei­ne es auch vor­zu­kom­men, dass „sich Leu­te ver­ab­re­den, um gemein­sam mit Postings das Kli­ma zu ver­gif­ten”. (Colet­te M. Schmidt, 24.1.2024)

Ver­schwo­re­ne, online Brun­nen­ver­gif­ter! Dunk­le Mächte!

Die Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten wird das unter der neu­er Pro­jekt­lei­tung dem­nächst wis­sen­schaft­lich prü­fen, nur der Stan­dard, der weiß es bereits heute.

Gut, Pro­pa­gan­da hat bei uns im Wes­ten natür­lich immer noch nie­mand ent­deckt, Stu­di­en aber auch nicht, denn die sind erst in Vorbereitung.

Und dass in den US die ent­spre­chen­den Inter­es­sens­grup­pen mit 100en Mil­lio­nen an PR-Förderungen auf­mu­ni­tio­niert haben (Bos­ton Herald) um den öffent­li­chen Dis­kurs zu prä­gen, also nicht die der ver­schwo­re­nen Brun­nen­ver­gif­ter, son­dern mehr so die ande­re Frak­ti­on, gut dar­über brau­chen wir natür­lich kei­ne Studien…

Ich mein was hat das mit Medi­en­wir­kungs­for­schung zu tun?

Damit gibt man sich an guten Uni­ver­si­tä­ten wie Graz und Salz­burg, wo dar­über noch kei­ne öffent­li­che Debat­te statt­ge­fun­den hat natür­lich nicht ab!

Die Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten, mei­ne Damen und Herren.

Der Qua­li­täts­jour­na­lis­mus der öster­rei­chi­schen Pres­se mei­ne Damen und Herren.

Gemein­sam gegen die ver­schwo­re­nen isla­mis­ti­schen online Brun­nen­ver­gif­ter, Forschungs- und Inse­ra­ten­bud­get sind für die nächs­ten fünf Jah­re gesichert!

Komisch, woher die­ser neue hete­ro­ge­ne, gebil­de­te Anti­se­mi­tis­mus wohl kommt…

Propaganda hat hier noch immer niemand entdeckt

24. Januar 2024

Fürch­tet euch sehr, fürch­tet euch sehr!

Ihr wollt, dass die Ukrai­ne nächs­tes Jahr in die Ver­tei­di­gung geht, und dann über­nächs­tes Jahr wie­der angrei­fen kann und dann haben wir erst mal vier Jah­re Krieg, aber das ist ja ohne ernst­haf­te Debat­te alter­na­tiv­los, denn fürch­tet euch sehr.

Die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil ver­lie­ren kei­ne Alter­na­ti­ve ist, im Jahr sechs des Auf­rei­bungs­kriegs eva­lu­ie­ren wir dann even­tu­ell neu.

Wobei Russ­land so lan­ge auch noch die Kriegs­wirt­schaft auf­recht­erhal­ten kann. Also laut Ponars Eura­sia, sup­por­ted by Car­ne­gie New York:

Also fürch­tet euch fürch­tet euch sehr, es muss lei­der noch min­des­tens zwei Jah­re wei­ter­ge­hen wie bisher…

Weil die Muni­ti­on zur Nei­ge geht.”

War­um Kiew nun in die Defen­si­ve gehen muss

Weil die Muni­ti­on zur Nei­ge geht, muss die ukrai­ni­sche Armee wohl bis 2025 war­ten, bevor sie wie­der angreift. Beson­ders erbit­tert wird in Awdi­jiw­ka gekämpft, das seit 2014 zur Bas­ti­on aus­ge­baut wurde

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Gell Stan­dard (heu­te), weil die Muni­ti­on zu Ende geht… Also muss man jetzt noch ein Jahr in die Defen­si­ve, weil Russ­land ja gefähr­li­cher ist als vor zwei Jah­ren um dann noch mal in die Offensive, …

Gut, die US wer­den danach offi­zi­ell mög­li­cher­wei­se nicht mehr lie­fern, aber für einen noch Jah­re anhal­ten­den Auf­rei­bungs­krieg reicht doch die euro­päi­sche Unter­stüt­zung des Wer­te­wes­tens alle­mal. Und das was die US am Con­gress vor­bei lie­fern werden.

Denn der ist ja auch noch gut fürs Derisking…

Übri­gens, falls wer die WICHSERSAU von Veit Deng­ler in den öster­rei­chi­schen Medi­en lügen sehen will -- immer zu!

Laut Deng­ler und dem Mili­tär­ex­per­ten im Panel, muss man ganz beson­ders auf­pas­sen, denn dass die Ukrai­ne ja im April 2022 die Neu­tra­li­tät und ein Frie­dens­an­ge­bot Russ­lands aus­ge­schla­gen hat, bei dem sie die Krim ver­lo­ren hät­te, aber den Don­bas noch nicht (gut, der rus­si­sche Ein­fluss hät­te dort nicht nach­ge­las­sen), das sei ja ganz böse Rus­sen Pro­pa­gan­da, das wis­se man ja, nicht?

Genau Rus­sen Pro­pa­gan­da von der Ukrain­s­ka Pravda:

Source: Ukrain­s­ka Prav­da arti­cle “From Zelenskyy’s “Sur­ren­der” to Putin’s Sur­ren­der. How Nego­tia­ti­ons with Rus­sia Are Going”.

Und dem ganz böse rus­si­sche Pro­pa­gan­da Nar­ra­ti­ve streun­den Chef­ver­hand­ler der ukrai­ni­schen Dele­ga­ti­on in Weiss­russ­land UND in Ankara:

Leis­tung!

Pro­pa­gan­da hat natür­lich wie­der nie­mand ent­deckt. Also nicht bei uns!

This is not a magic trick

24. Januar 2024

Honest­ly. It isnt.

Timo­thy Sny­der: “The actu­al anci­ent Greece exis­ted in a syn­the­sis with the cyti­ens [sic?] which [are] peop­le around the Black Sea and into the step and into Cen­tral Asia, the cyti­ens - anci­ent Athens, Peri­cles, Aris­tot­le, Pla­to, Socra­tes, the who­le kit and kabood­le were only pos­si­ble becau­se of eco­no­mic rela­ti­ons­hips and cul­tu­re rela­ti­ons­hips with the Black Sea.

Which is reflec­ted in Greek myth, it’s reflec­ted in Greek tra­ge­dy, but we we have cho­sen not to see that, and to take the Greeks away from their own geography.

If you put the geo­gra­phy back in, you see a very inte­res­ting and dif­fe­rent sto­ry. Things that we have cate­go­ri­zed as Greek myth, turn out to be the histo­ry of the Ukrai­ni­an lands.

I’ll give you one dra­ma­tic examp­le and then I’ll be done.

The Ama­zons.

So the Ama­zons figu­re as Greek myth.

The­re could­n’t pos­si­b­ly have been women war­ri­ors. The Greeks must have made that up for some cul­tu­ral rea­son of their own.

But it turns out that on gra­ve sites in Ukrai­ne, the­re is evi­dence of fema­le war­ri­ors for about a hund­red years!

Bei 14min in.

Vielleicht noch ein Wort zum medialen Begriff Selbstverteidigung

22. Januar 2024

USA zu Angrif­fen gegen Houthis: „Was wir tun, ist Selbstverteidigung“

Das war ein Wort zum media­len Begriff Selbstverteidigung.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Insanity

21. Januar 2024

Sie sehen hier die Wer­be­in­schal­tung der US Frak­ti­on die “mit den Ukrai­nern arbei­tet” für die Abstim­mung über die Frei­ga­be der mili­tä­ri­schen Mit­tel für die Ukrai­ne Ende des Monats.

In der gesam­ten Anspra­che von 30 Minu­ten fin­det sich nicht ein logisch kon­gru­en­ter Satz.

Hier der sales pitch:

- Wenn die Ukrai­ne ver­liert mar­schiert Putin in wei­te­ren Staa­ten ein.
- Wenn Putin nicht in wei­te­ren Staa­ten ein­mar­schiert, kön­nen wir uns trotz­dem den Repu­ta­ti­ons­scha­den einer Nie­der­la­ge als Wer­te­wes­ten nicht leisten.
- Wenn die Ukrai­ne gewinnt, fühlt sich Euro­pa sicherer.
- Wenn die Ukrai­ne ver­liert, fühlt sich Euro­pa weni­ger sicher.
- Wenn die Ukrai­ne ver­liert bestärkt das ande­re Dik­ta­to­ren weltweit.
- Wenn die Ukrai­ne ver­liert, führt das zu einem Angriff Chi­nas auf Taiwan.
- Wenn die Ukrai­ne nicht frü­her Waf­fen bekommt, wer­den mehr Men­schen sterben.
- Auch wenn die NYT gemel­det hat, das Putin im letz­ten Jahr mehr­mals ange­ge­ben hat, ver­han­deln zu wol­len - ich habe nichts in der Art gehört, das wer­den wohl nur Think­t­an­ker gewe­sen sein, die nichts gewusst haben.
- Es exis­tiert eine mora­li­sche Ver­pflich­tung die Ukrai­ne mit Waf­fen aus­zu­stat­ten, damit sie sich gegen Ver­ge­wal­ti­gun­gen weh­ren kann.
- Putin hat bereits beim Mai­dan 2014 ver­sucht die euro­päi­schen Demo­kra­tien anzu­grei­fen. (Durch den Pusch gegen die pro rus­si­sche Janu­ko­vič Regie­rung? Durch die Ver­fas­sungs­än­de­rung ohne Verfassungsmehrheit?)
- Dass der Krieg wei­ter­geht ist für die Ukrai­ne eine exis­ten­ti­el­le Frage
- Dann zehn Minu­ten spä­ter: Die Ukrai­ne wür­de auch ohne die ame­ri­ka­ni­sche Hil­fe über­le­ben, aber es wür­de mehr tote Ukrai­ner geben.
- Die Euro­pä­er sind mehr­heit­lich auch für einen län­ge­ren Krieg (stimmt sogar), ich habe unlängst mit der Prä­si­den­tin von Est­land gespro­chen, die sieht das genauso.

Nur damit wir mal fest­hal­ten was hier gera­de so läuft.

Aus den öster­rei­chi­schen Qua­li­täts­me­di­en ist das The­ma ver­schwun­den - was sich dann Ende des Monats ändern wird, wenn die Ent­schei­dung für oder gegen die Mit­tel gefal­len ist --

aktu­ell kann man ja im Jour­na­lis­mus nichts zur US Debat­te schrei­ben, man weiß ja nicht wel­che Sei­te sich durchsetzt…

Also lie­ber nichts schreiben.

Viel­leicht auch zum Kontext:

McFaul - als Teil der stän­di­gen Kon­takt­grup­pe mit der Ukrai­ne im US Kon­gress war der­je­ni­ge der bei fol­gen­der Munk Deba­te (click) allen Zuse­hern emp­foh­len hat Timo­thy Sny­der zu lesen den er zufäl­lig gera­de im Zug auf dem Weg zur Ukrai­ne Debat­te bei den Munk Deba­tes gele­sen hät­te (Bloo­d­lands) und der die Situa­ti­on per­fekt beschrei­be, auch wenn das Buch 2010 erschie­nen ist. Timo­thy Sny­der ist der­je­ni­ge den Nata­li­ya Gume­nyuk im IWF­Vi­en­na als “wir haben Syn­der um unse­re Ver­gan­gen­heit zu erzäh­len, aber wir haben noch zu wenig Messaging über die gute Zukunft in der Ukrai­ne, das ist ein Pro­blem” vor­stellt - wobei Sny­der natür­lich per­sön­lich die Leu­te kennt die aktu­ell gera­de die Geschichts­nar­ra­ti­ve der Ukrai­ne neu­schrei­ben, Zitat “ein sehr span­nen­des Feld”, sie­he click.

Sny­der ist wider­um Stamm­gast auf der YES Con­fe­rence der Vic­tor Pin­chuk Foun­da­ti­on, sitzt auch die­ses Jahr wie­der im Publi­kum, bekommt aber kei­nen Tal­king­s­lot mehr (es sei den ich habe den über­se­hen - edit er hat einen: click). Nata­li­ya Gume­nyuk mode­riert dort dann mal eben das Panel mit Vic­to­ria Nuland weg (2023) und darf die Per­son sein die die US Admi­nis­tra­ti­on als ers­te, also bereits letz­tes Jahr anstupst den Leu­ten im Raum mehr dar­über zu erzäh­len, wie sicher die Aus­zah­lung der Unter­stüt­zungs­gel­der ist, wor­auf Nuland letz­tes Jahr fol­gen­des zu Pro­to­koll gibt: “Öffent­lich muss ich sagen, ihr bekommt noch eine Tran­che, aber dann erst mal län­ger nichts mehr”.

Im Board der YES Con­fe­rence sit­zen Wolf­gang Ischin­ger (Münch­ner Sicher­heits­kon­fe­renz) und Ker­sti Kal­ju­laid, ehe­ma­li­ge Prä­si­den­tin von Estland.

Wenn das YES Con­fe­rence Board zusam­men­sitzt, sieht das so aus:

Die­se Ver­an­stal­tung (tat­säch­lich eine rei­ne Pro­pa­gan­da­ver­an­stal­tung, ein­fach Anse­hen - geht um mehr Spen­den für die Ukrai­ne) wird dann wie­der gespon­sert vom Pin­chu­kArt Center.

Das Pin­chuk Art Cen­ter ist wie­der­um Inha­ber der Domain russianwarcrimeshouse.org, die die Pho­to Austel­lun­gen vom Mstys­lav Cher­nov gefea­tured hat, dem sich vier­fach selbst wider­spre­chen­den Lei­ter des ukrai­ni­schen Pho­to­gra­phie­ver­bands, der die Bil­der vor der Geburts­kli­nik in Mariu­pol geschos­sen hat (eine schwan­ge­re Frau getö­tet, und ein wei­te­rer Toter), und dabei stän­dig von einem Poli­zis­ten (Vla­di­mir) des Poli­zei­haupt­quar­tiers der Donezk Regi­on beglei­tet wur­de, der ihn spä­ter sogar aus Mariu­pol raus­ge­fah­ren hat. Was Cher­nov zuerst, so über 10 Mona­te ver­ges­sen hat in Inter­views zu erwäh­nen. Raus­ge­fah­ren als letz­tes Journalisten-Team raus aus Mariu­pol. In Vla­di­mirs Pri­vat Wagen… 

Dar­auf hin hat Mstys­lav Cher­nov eine CBS Front­li­ne Doku­men­ta­ti­on bekom­men (die auf dem Sundance Film­fes­ti­val Pre­mie­re gefei­ert hat) in der er Zitat “der Welt erzäh­len woll­te was die Rus­sen mit der Stadt Mariu­pol gemacht haben, um etwas zu bewirken”…

Selen­skyj hat zur sel­ben Zeit gera­de 200 Pan­zer gefor­dert um “Mariu­pol wie­der zu neh­men”, die er nicht bekom­men hat, und gleich­zei­tig den Papst in die Ukrai­ne ein­ge­la­den, weil Selen­skyj zu die­sem Zeit­punkt ja in allen Medi­en der Frie­dens­prä­si­dent war.

Gut Sny­der hat man dann spä­ter auch öfter bereits beim Kre­ieren von Spontan-Propaganda erlebt, erneut in einer Ver­an­stal­tung der Vic­tor Pin­chuk Foundation:

What is US war propaganda

Aber dass die alle, inkl. McFaul in dem sel­ben Kon­takt­netz­werk sit­zen, hat bestimmt nichts zu bedeuten…

Außer, in dem Ukrai­ne Brie­fing fea­turing Ambassa­dor Micha­el McFaul, fin­det sich nicht ein Satz - über 30 Minu­ten hin­weg, der nicht gelo­gen, geschönt, bewußt über­emo­tio­na­li­siert, mit Moral spie­lend, bewusst ver­wir­rend, oder auf das Resul­tat aus­ge­legt ist - wie­der mehr Geld für Waf­fen­lie­fe­run­gen in die Ukrai­ne zusammenzubekommen.

Ich neh­me übri­gens immer noch an, das geht auf und die Unter­stüt­zung der US setzt Ende Jän­ner wie­der ein.

Der Man­gott übri­gens auch, er hat ja unlängst schon in die Rich­tung geheuchelt.

Sicher bin ich mir im Übri­gen nicht - zumal die schwei­zer SVP nach Davos in die ande­re Rich­tung abge­bo­gen zu sein scheint.

Ach­ja, Pro­pa­gan­da hat natür­lich immer noch nie­mand entdeckt.

Die­se Gesell­schaft ist und bleibt das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Mit beson­de­rer Erwäh­nung der öster­rei­chi­schen Pres­se, die jetzt ein­fach mal zehn Tage nichts dar­über zu schrei­ben hat, bis die Abstim­mung über die Hilfs­gel­der für die Ukrai­ne gelau­fen ist.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.