Aber nicht nur die russische Vorbereitung wirkt durchdacht, auch die gewählte Kampftaktik zeugt davon, dass Moskau aus Misserfolgen gelernt hat. Der kürzliche Wirbel um den abgesetzten Kommandanten der an der Orichiw-Front eingesetzten 58. Armee entlarvt zwar eine Reihe von russischen Schwächen. Unter anderem hatte General Iwan Popow Mängel bei der eigenen Artillerie identifiziert und über hohe Opferzahlen geklagt. Aber insgesamt fällt ein geschicktes Zusammenspiel der russischen Waffengattungen auf.
Der polnische Militärexperte Konrad Muzyka besuchte Mitte Juli die ukrainischen Truppen und beschreibt die Problematik folgendermassen: Die Russen verfügten über ein derart eng gestricktes Netz aus Überwachungsdrohnen, Einheiten mit Panzerabwehrlenkwaffen und Artilleriegeschützen, dass jedes vorrückende ukrainische Fahrzeug sofort entdeckt und bekämpft werde. Das eliminiere technologische Vorteile von deutschen Leopard-2-Kampfpanzern oder amerikanischen Bradley-Schützenpanzern.
Es zwang die Ukrainer laut Muzyka in den letzten Wochen auch dazu, sich auf kleine Angriffe zu beschränken, typischerweise in Zugstärke (wenige Dutzend Mann). Der Einsatz von russischen Kamikaze-Drohnen erfolge Hand in Hand mit der Artillerie. Konkret geschieht dies, indem ein ukrainisches Panzerfahrzeug zuerst durch eine abstürzende Drohne zum Stillstand gebracht wird, worauf ein Beschuss mit Granaten die Zerstörung vollendet.
Dies illustriert, dass die russischen Minengürtel längst nicht die einzige Herausforderung darstellen. Manche ukrainische Panzerfahrzeuge wurden beispielsweise durch Kampfhelikopter ausgeschaltet, bevor sie überhaupt den Verteidigungslinien nahe kamen.
Der letzte Satz ist ein netter Schönschreibversuch, laut Reisner wurden einige von ihnen bereits knapp nach dem Start der jeweiligen Offensiven abgeschossen. Und das durch das kombinierte Wirken mehrerer Waffengattungen.
Irgendwo in den deutschen, oder österreischischen Medien gelesen? Nein? Komisch eigentlich. Naja, man muss die Bevölkerung halt immer weiter verarschen sag ich mir immer…
Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk Allerletzte.
Das hier hat ebenfalls Nachrichtenwert:
Eine neue Phase hat nun möglicherweise am Mittwoch mit einem weiteren ukrainischen Angriff südlich von Orichiw begonnen. Die «New York Times» zitierte zwei Pentagon-Vertreter mit der Aussage, der Hauptvorstoss der Gegenoffensive sei nun im Gange, mehrere tausend Mann seien daran zusätzlich beteiligt. Überprüfbar ist diese Darstellung bisher allerdings nicht.
Lange: Der erfahrene ukrainische Soldat will nicht die Kampfführung der verbundenen Waffen führen und entscheidet sich im Zweifelsfall dagegen.
Der nicht erfahrene ukrainische Soldat verbucht daher mehr Erfolge.
siehe: click
NZZ:
Der Militärfachmann Muzyka verweist aber auch auf gravierende Mängel auf ukrainischer Seite. Die an der Gegenoffensive beteiligten Einheiten seien nicht fähig, grössere Angriffe zu koordinieren. Trotz Schulung durch Nato-Ausbildner fehle es dafür an Erfahrung.
Sein amerikanischer Experten-Kollege Robert Lee, der gleichzeitig im Frontgebiet war, berichtet über folgende Begebenheit: Manche Einheiten hätten in den ersten Tagen die Orientierung verloren und sich in die falsche Richtung bewegt. In einem Fall habe sich der Angriff einer Einheit um zwei Stunden verzögert, so dass er erst bei Morgengrauen erfolgt sei. Nicht nur fiel damit der Vorteil der mit Nachtsichtgeräten ausgerüsteten Nato-Fahrzeuge weg; laut Lee musste die Einheit auch ohne Artillerie-Unterstützung vorrücken, weil die Artilleristen von der Verzögerung nichts erfuhren und ihr Bombardement bereits durchgeführt hatten.
Solche Koordinationsmängel werfen die Frage auf, ob es nicht klüger gewesen wäre, kampferprobte ukrainische Truppen mit westlichen Panzern auszurüsten, anstatt für die Gegenoffensive neun Brigaden von Grund auf neu aufzustellen.
Die wenig kampferprobten hatten mehr Erfolge, weil sie mit besserem Gerät ausgestattet waren, das muss man als ZDF Experte natürlich aus der Öffentlichkeit raushalten.
Diese Gesellschaft ist das absolut abgrundtief Allerletzte.
edit: Es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten:
Wegen der heftigen russischen Gegenwehr haben die Ukrainer nach kurzer Zeit ihre Taktik geändert. Am Boden operieren sie nun vielfach mit kleinen und kleinsten Einheiten von Infanteristen. Das setzt dem Tempo der Angriffe Grenzen, schont aber dafür die knappen Bestände an gepanzerten Fahrzeugen. An manchen Frontabschnitten ist relative Ruhe eingekehrt. Muzyka geht so weit, dass er nicht mehr von einer eigentlichen Gegenoffensive sprechen würde.
Geändert hat jedoch nur der Charakter des Krieges. Von einem Versuch, einen Bewegungskrieg zu führen und rasch auf russisch besetztes Gebiet vorzustossen, haben die Ukrainer in einen vertrauten Modus gewechselt – den Abnützungskrieg.
Dies spiegelt die neue Taktik, anstelle riskanter Frontalangriffe den Gegner vor allem mit Schlägen hinter der Front zu schwächen. Zur Logik eines solchen Zermürbungskrieges gehört, dass es keine raschen Gebietsgewinne gibt und der Angreifer einen langen Atem benötigt. Beobachter rechnen denn auch damit, dass sich der jetzige Kleinkrieg bis mindestens in den Herbst erstrecken wird. Mit periodischen grösseren Angriffen wie jenem am Mittwoch dürften die Ukrainer die russischen Verteidigungsstellungen aber immer wieder testen.
[…]
Unter russischen Militärfachleuten ist die Besorgnis angesichts der ständigen ukrainischen Angriffe deutlicher spürbar. Auch wenn die russische Abwehr vorläufig funktioniert, vermag der Kreml keine Strategie vorzuweisen, wie er die 2022 eroberten Gebiete längerfristig halten und entwickeln will.
Wie kann man die Bevölkerung eigentlich noch verarschen?
Mit Konsistenz.
Falls mal wieder jemand rum erzählt, dass wenn die Russen die Krim verlieren, das keine Auswirkungen auf die russische Föderation habe. Und dass alle die das Gegenteil behaupten russische Propaganda streuen würden…
H: I don’t understand why the the decision-making process is so incremental. I think there’s an exaggerated concern, not exaggerated - I think they are overly concerned that Russia might use a nuclear weapon and so there’s a huge amount of caution there, and and I do believe that this is the president - I don’t think he’s just doing whatever the national security staff says, or the Pentagon says, although I think they have a similar view, they’re very concerned and of course, I mean the president literally has the weight of the world on his shoulders and has to be more suspect than, than I do but I think this is part of the reason why they’ve been so incremental, but the fact that they haven’t made the declared a statement we want Ukraine to win and here’s our objective, without that, then, then you start making policy decisions in an incremental way. Now I don’t know this I think the Chinese are communicating somehow that they clearly do not want Crimea to fall, because they don’t want to see the Russian Federation collapse, so that may be one of the calculations […]
Danke Herr Ex-Nato-General, sie nehmen mir fast die Worte aus dem Mund.
Auch ansonsten sind seine Kommentare ein Quell der Freude, hier ein besonders schönes Schmankerl das illustriert worüber so in US Militärkreisen philosophiert wurde:
H: I think Saluschnyj and the general staff have said there are three conditions, that they - that need to be met before they’re ready to go. The first one is the condition of their own forces. Do they have enough combat power that could penetrate all of these linear Russian defenses, the trench lines, the Dragon’s Teeth, the minefields - all of that and make it all the way to - I think to the Sea of Azov to cut the so-called land bridge as well, as to secure the nuclear power plant Saporischschja. I think they are very, very concerned, understandably, for that thing, so do they have the combat power to do that - that’s going to primarily be armored brigades tanks, mechanized infantry, armored engineers, self-propelled artillery, air defense, that can move forward and attack an overwhelming combat power on a narrow front - there’s no need to attack the full six seven eight hundred miles up front, but where do you want to get overwhelming combat power - and so not only is it numbers and I think they probably have put together several brigades more than we know publicly of, units that are properly equipped and have been training there for the past few months - I mean none of these were diverted to Bachmut which is why it’s so important, the sacrifice that Bachmut was - to allow this to happen, so that’s number one and of course you’ve got brigades that are equipped with Ukrainian equipment, brigades that are equipped with captured Russian equipment and then you’ll have brigades that are equipped with German Marder, American Bradley, French AMXs - I mean the whole zoo of uh western provided equipment which will be very capable, but also that’s a heck of a logistics challenge.
The second condition is the Russian forces, have they degraded enough the command and control the headquarters the logistics of the Russian defenses uh you know we see fuel storage places on fire all the time, now ammunition storage - those kinds of things, transportation networks that would make it difficult for the Russians to react and adjust and then the deception plan obviously the Russians know something is coming but just like in June of 1944, the Germans knew the Allies were coming but where when and how was still unknown and so I think that’s what the Ukrainian general staff is working on still.
The third condition is the ground. You can’t do a single thing about that, except wait and uh the the ground in this part of Ukraine in particular, because of the drainage of so many rivers and where it heads towards the Black Sea is uh particularly nasty when it’s wet so they have to wait until it’s dried out enough so that the hundreds of heavy track armored vehicles will be able to keep moving, not get stuck - literally in the mud. Those are the three conditions and I think when that said then General Saluschnyj, he will turn to his president and say “We are ready to go!” and -
F: I think there’s been a lot of pressure from Washington and from other NATO capitals to move up the timetable but that’s probably a big mistake, given what you just said about them needing to be ready..
H: Yeah, I think President Zelenskyy has said we’ll go when we’re ready you know, uh - just the other day he said we could go right now and we would win but it would cost us so many more casualties, whereas if they wait until those three conditions are fully met to the extent that is feasible I think of course that that’s entirely a Ukrainian call and you know they know the ground better than we’ll never know, they know the condition of their own forces better, they know the Russian side better than we’ll ever know and so there is a sort of a impatience almost because there’s so much coverage of all this and and it’s uh people are anxious to see what’s going to happen, and so there is there is pressure um - I think the ukrainians that will do what they have been doing is they’ll they’ll make the decision on their time and they’ll do it their way.
Also wir halten fest: Hodges Ende Mai: Selenskyj hat gerade vor einigen Tagen ein Statement abgegeben, dass der Boden noch zu feucht sei --
die ukrainische Offensive begann dann Anfang Juni, aber bereits im Juli muss das ZDF wieder das Hurenwichserschwein von Nico Lange rehabilitien, der ja weiß - also ja dass die Russen ihre Verteidigung so gut ausbauen konnten das lag ja an den späten Waffenlieferungen der NATO Partner!
Selenskyj wäre mit dem schweren Gerät ja auch viel lieber in den Schlamm gefahren.
Das ist halt Wissen das die deutschsprachige Öffentlichkeit einfach nicht zur Kontextualisierung braucht - und das die geeignetsten Journalisten einfach wieder regelmäßig, bei Gelegenheit, beinahe wie auf Zuruf - vergessen.
Jetzt kann Hodges ja den größten Stuss erzählen, wenn nur der Tag dafür lang genug ist - auch wenn er es bei Referenzen auf Reden die unlängst gehalten wurden normalerweise eigentlich nicht macht - egal, die eigentliche Sensation hier besteht nicht darin was Hodges sagt, sondern im Interviewer.
Frankly, *hust*Bullshit*hust* ist ein Podcast Format von Francis Fukuyama - der seit Mai mit folgenden Leistungen aufgefallen ist:
1. Eine halbe Stunde zum bullshittenden Ben Hodges im eigenen Podcast mit dem Kopf genickt. CHECK!
2. Das ukrainische Azow Battalion mit allen Wissenschaftlichen Ehren ZWEIMAL in Stanford bei ihm am Institut aufmarschieren lassen? CHECK!
3. Schnell noch bei Robert Wright vorbeigeschaut und öffentlich geäußert wie sehr er selbst an das vier, jetzt fünf Steinstatuen Narrativ von Fiona Hill glaubt, das von der Brookings Institution entworfen wurde um der europäischen Öffentlichkeit zu verdeutlichen, Putin glaube er sei ein Zar. CHECK
Jetzt könnte man bei einer derart AKTIVEN Leistung in den letzten zwei Monaten natürlich ins Grübeln kommen, und vermuten Fukuyama müsse seinen Namen und seine Position, gerade in der Zeit vor der Gegenoffensive, für pro-ukrainische Propaganda hergeben…
Aber das kann ja nicht sein, da die westlichen Medien bis heute keine US oder ukrainischen Propagandanetzwerke entdeckt haben.
Diese Gesellschaft ist das absolut abrundtief Allerletzte.
Slava.
Hier als absolut notwendige Musikuntermalung: Udo Jürgens, “17 Jahr, Blondes Haar”, dankt mir später.
Durch die Rehabilitation von bestimmten Meinungsmachern.
Nico Lange, zum Beispiel, permanent Fellow Münchner Sicherheitskonferenz.
Die Ukraine haben gezeigt dass sie in der Lage sind sehr schnell zu lernen wie man mit modernen Waffensystemen umgeht auch da haben ja die Hypothesen die Ukrainer könnten das nicht oder es würde sehr lange dauern die haben nicht gestimmt die Ukraine sind in der Lage sehr viele unterschiedliche Waffensysteme zu managen und wenn die Ukraine sagen sie können das würde ich darauf vertrauen ich habe ihr den Eindruck wir können von den Ukraine noch was lernen das ist sehr beeindruckend was die dort militärisch leisten also wenn die politische Entscheidung dafür getroffen wird dann gibt es auch einen Weg und es gibt auch eine Fähigkeit der Ukraine damit umzugehen.
“Es ist gut, dass jetzt Bradley- und Marder-Schützenpanzer geliefert werden sollen, wenn auch spät. Es sind im Herbst bereits Chancen auf ein schnelleres Kriegsende verpasst worden”, sagt Lange. “Den Fehler sollten wir nicht wiederholen und schnellstmöglich auch moderne Kampfpanzer an die Ukraine liefern. Wenn die Ukraine moderne Schützenpanzer und Kampfpanzer hat, wird sie den Krieg schneller beenden können.”
Beginnend mit gezielten Schlägen zur Vorbereitung und Abtastangriffen entlang des gesamten Frontverlaufs ist es wahrscheinlich, dass die Ukraine an mehreren Frontabschnitten größere Gegenangriffe beginnen wird, so dass erst später verständlich werden wird, wo genau die Hauptanstrengung liegt.
Die kommenden Gegenangriffe werden weder eine “Frühjahrs-“offensive noch die “letzte Chance” der Ukraine sein. Gegenoffensiven können Monate dauern, zeitlich gestaffelt erfolgen und weitere notwendige Angriffs- und Verteidigungsoperationen nach sich ziehen.
src: click
[Anmerkung: Aktuell sind keine gestaffelten Angriffe sichtbar, nach den gescheiterten sind wir wieder bei recht kleinteiligem Shaping.]
Der Ukraine müsse es darum gehen, “dass dieser relativ starre Verlauf und diese Abnutzung der letzten Monate in eine beweglichere Kriegsführung kommt”, sagt Lange. “Und wohin genau diese Bewegung geht, das ist bisher offen. Aber in der beweglichen Kriegsführung ist vieles möglich, da die Topo- und Geographie der Ukraine wenig natürliche Grenzen bietet. Wenn die Frontlinie einmal durchbrochen ist, dann gibt es die Möglichkeit, sehr große Gebiete sehr schnell zurückzuerobern.”
Russland stellt sich strategisch auf Verteidigung ein. Dazu errichteten die russischen Truppen Minenfelder, Panzersperren, Gräben und Befestigungen. Diese sind jedoch von unterschiedlicher Qualität und können zerstört, durchbrochen oder umgangen werden.
Die Ukraine braucht unterdessen Zeit. Erfolgversprechende Gegenangriffe sind möglich, wenn die neuen Schützenpanzer und Kampfpanzer gut integriert werden können. Dazu braucht es nicht nur die Ausbildung der Besatzungen, sondern anschließend auch gemeinsame Übungen im Gefecht der verbundenen Waffen. Eine sehr gute Ausbildung und intensive Übung für den gemeinsamen, verbundenen Einsatz von Kampfpanzern, Schützenpanzern, Artillerie, Drohnen, Minenräumgeräten usw. zum Durchbrechen der Front haben einen höheren Einfluss auf eine Erfolgswahrscheinlichkeit als die reinen technischen Leistungsdaten.
Es ist vor diesem Hintergrund eine große verpasste Chance für die Ukraine, dass die Lieferung der Schützenpanzer und Kampfpanzer so spät erfolgt. Russland hat dadurch Zeit bekommen, die Truppendichte zu erhöhen, Verteidigungsstellungen zu befestigen und neue Truppen auszubilden und heranzuführen.
Man kann das verdammte Hurenwichserschwein von “Analysten” - der den ukrainischen Sieg in den kommenden Wochen und Monaten kommen gesehen (- sich aber strategic ambiguity offen gelassen hat), wegen, ehm Overperformance, weil die Ukraine so verdammt großartig die schwächsten russischen Einheiten (Kotkin) (“Freiwilligenbataillone” und Ehrengarde) ohne zweite Verteidigungslinie im Rücken, in Charkiew weggeschossen hat (plus ein Panzerbataillon)
Der Kriegsverlauf zeigt: Eine militärische Abwehr des russischen Angriffs gegen die Ukraine ist möglich. Dass dabei vielfach befürchtete extreme Eskalationen ausbleiben, wurde durch die letzten 15 Monate und in diesem Sinne folgenlose Angriffe auf die Krim und auf militärische Einrichtungen in Russland deutlich.
Der aussichtsreichste Weg zu Verhandlungen und Frieden bleibt die massive, langfristige und industriell gestützte Militärhilfe für die Ukraine bei gleichzeitigen diplomatischen Anstrengungen für einen Rückzug der russischen Truppen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Hodges: Das glaube ich nicht. Die Ukrainer sind ja nicht aus Florida, so wie ich. Sie werden versuchen, den Druck auf die russischen Kräfte aufrechtzuerhalten, damit die sich nicht neu aufstellen können. Die Russen sind erschöpft und verwundbar, auch auf der logistischen Ebene. Ich vermute, die Ukraine wird die russischen Streitkräfte bis zum Ende dieses Jahres auf die Linie zurückdrängen, wo diese vor dem 24. Februar waren. Und Mitte des kommenden Jahres werden die ukrainischen Soldaten auf der Krim sein.
Also nicht mehr jetzt, aber dann bitte wieder bei der nächsten Gelegenheit?
Ja komm - da müssen wir die die so dumm sind, das in der Vergangenheit mit vollster Inbrunst getan zu haben, noch schnell öffentlich rehabilitieren. Das ist ja sonst eine aussterbende Ressource! (Nicht dass sich das Mediensystem noch selbst reinigt…)
Wobei, man kann natürlich auch einfach auf den Experten abstellen, der sich frühestmöglich für ein Hochfahren der Munitionsproduktion ausgesprochen hat, damit der Krieg noch lange weiter gehen kann.
Nico Lange:
Der aussichtsreichste Weg zu Verhandlungen und Frieden bleibt die massive, langfristige und industriell gestützte Militärhilfe für die Ukraine bei gleichzeitigen diplomatischen Anstrengungen für einen Rückzug der russischen Truppen und Sicherheitsgarantien für die Ukraine.
Es ist insgesamt blamabel, dass die führenden Industriestaaten Europas bisher nicht dazu in der Lage scheinen, Produktionskapazitäten rasch und massiv hochzufahren, um einen zuverlässigen Strom systematischen Nachschubs für die Ukraine zu erzeugen.
Hier liegt Chomsky im Übrigen vermutlich falsch.
Die strittige Frage bei Manufacturing Consent war immer - ist es die Expertenklasse die die Journalisten verarscht, oder sind es die Journalisten die so ordentlich gekauft (respektive im Narrativ von anderen determiniert, da dadurch wettbewerbsrelevante Vorteile genießend) sind, dass sie die Bevölkerung verarschen?
Chomsky meint die Expertenklasse sei hier determinierend.
Edward Herman ist der Überzeugung es seien die Journalisten.
Siehe:
Und es sind wohl die Journalisten. Es ist anders einfach nicht zu erklären, dass du Rehabilitationsversuche auf diesem Niveau erlebst, während gleichzeitig Reisner seit einem knappen Monat nicht mehr gefeatured wird, da/während sich ein unterschwelliges “hast du schon gehört” verbreitet, dass er, Reisner, “zu schnell” verlautbart habe, dass die Ukraine in der ersten Phase ihrer Gegenoffensive verloren habe.
Reisner ist auch aus einem zweiten Grund beinahe nicht mehr öffentlich tragbar - er hat begonnen laut und deutlich auszusprechen, dass “Historiker es später wieder alle gewusst haben werden wies war und dass es in deren Augen wie immer einfach, logisch und stringent gewesen sein werde - aber sich Situationen für einen Militäranalysten oftmals deutlich weniger klar und garnicht so eindeutig darstellen”. Damit hat er öffentlich ein Gegennarrativ aufgemacht - und ist damit eigentlich nicht mehr hauptabendtauglich. Nicht in der Phase.
Ich habs für mich noch weiter runtergebrochen.
Das große, unentschuldbare Verbrechen von Reisner war, dass sein Job tatsächlich in Analyse ist. De facto ist es das selbe “Problem” wie bei Chomsky.
Reisner und Team analysieren Photos auf Social Media Kanälen verifizieren und bringen es in einen operativen Kontext.
Chomsky analysiert sei je her Medienberichterstattung in einem breiten Spektrum und entfernt durch Gegenüberstellung Biases (bringt ggf. selbst welche mit rein, aber die sind auf den Gebieten die er analysiert weniger ausgeprägt als die tatsächlich in der Tagesberichterstattung vorhandenen) --
was die Medien anstattdessen als Experten featuren wollen, ist der gute Experte, der gerade wieder von der embedded Journalism Erlebnisreise von der Front zurückkommt, die die Ukraine ihm noch schnell organisiert hat - der mit dem guten Kontaktenetzwerk nach Alpbach (US gladhanding hat man dort ja noch nie erlebt).
Und das kann nicht von Experten ausgehen die sich methodisch tatsächlich mit Analyse beschäftigen. Und so dumm das immer wieder versehentlich zu machen, sind die Proponenten im Mediensystems im Schnitt halt auch nicht. Die verstehen was hier läuft. Die machen selbst den Buckel - und beschleunigen noch anlassgemäß ihre Arbeit wenn es wieder mal darum geht, “Analysten” die in der Vergangenheit komplett falsch gelegen haben wieder zu rehabilitieren, wenn sie nur weiterhin das “richtige Narrativ verbreiten”.
Was ist das richtige Narrativ? Außenpolitisch im Normalfall immer das, das das Außenministerium vorgibt.
Diese Gesellschaft ist das Absolut grotesk, abartigst Allerletzte.
Aber immerhin habe ich hier was gelernt. Ist doch auch etwas…
Das Problem ist nicht Paradejournalismus das Problem ist antizipierende Selbstaufgabe bis hin zur Selbstverleugnung und zum aus der Öffentlichkeit nehmen von etablierten Expertenpositionen, wenn mal wieder ein Gerücht rumgeht, dass beispielsweise ein Reisner nicht mehr tragbar sei, da er zu früh geäußert habe, dass die Ukraine die erste Phase der Gegenoffensive verloren habe.
Und wir haben doch gesehen wie guter Journalismus tatsächlich zu funktionieren hat - nämlich so:
Diese Gesellschaft ist das absolut grotestk, abartigst Allerletzte.
edit: Ich darf Nico Lange im zdf heute Video noch mal zusammenfassen:
Der erfahrene ukrainische Soldat will nicht die Kampfführung der verbundenen Waffen führen und entscheidet sich im Zweifelsfall dagegen.
Der nicht erfahrene ukrainische Soldat verbucht daher mehr Erfolge.
Gleichzeitig kann die Kampfführung mit verbundenen Waffen nicht gegen Kilometerbreite Minenfelder eingesetzt werden, da muss man anders vorgehen.
Dennoch ist Deutschland von Lange, als Berater der Münchner Sicherheitskonferenz, zu kritisieren da es die Waffen zu spät geliefert hat, denn dann hätten die Ukrainer den Kampf der verbundenen Waffen länger trainieren können.
Die Ukraine kann jetzt im Krieg aber den Kampf der verbundenen Waffen definitiv nicht mehr trainieren.
Trotzdem ist die Kritik absolut berechtigt, dass die Ukraine nicht den Kampf der verbundenen Waffen ausreichend eingesetzt hat.
Und daher musste die Ukraine jetzt in den Partisanenkrieg wechseln und versuchen einzelne Artillerie Stellungen auszuschalten, und das sei jetzt auch sehr richtig, und sehr wichtig.
Während die Ukraine auf mehr Waffen wartet.
Die sie dann aber wieder nicht in höchster Effizienz einsetzen kann, da sie den Kampf der verbundenen Waffen nicht beherrscht.
Trotzdem wäre es toll, wenn Deutschland endlich Taurus liefern könnte, denn die kann man auf F16 ja sicher abschießen, die aber sehr spät kommen werden.
Und trotzdem bleibe er, Nico Lange, optimistisch.
Die Moderatorin schafft es während der gesamten Zeit nur bellizistische Userkommentare vorzulesen.
Hier zum Vergleich Nico Lange direkt vor der ukrainischen Offensive:
Diese Gesellschaft ist das absolut, grotesk Allerletzte.
Mit der “I dont see state behavior that should be happening” fallacy.
But I also know, why its not happening! Listen to me! Putin didnt get publicly angry, when Finnland an Sweden joined, because Putin didnt really care about Nato expansion.
Diese Gesellschaft ist und bleibt, das absolut abgrundtief, grotesk Allerletzte.
Let me interpret behavior that isnt there. And tell you what a person really thinks, based on behavior they arent showing, but that I would expect to be there.
The world explained in three easy steps of emotional arguing.
Those people get payed for that - that never fails to strike/amaze me at that point.
So lets counter the argument.
Finland and especially Sweden were incorporated as part of Nato exercises, as actual strike forces for… 25 years now?
Positioning more Nato forces on the border of Finland (1300km mostly through “uninhabited taiga forests and sparsely populated rural areas”) with a clear choke point Russia could obliterate in case of an invasion would not be the same threat level as stationing them in a country with a 2000km long land border to Russia with no such choke point. Long range missiles stationed in a country arent the entire threat scenario.
(Especially when it comes to you loosing your military power in, and projecting from the black sea. *Cough, cough*)
As Krastev also points out Putin provoked this war of aggression now and not later, because he believed that because of demographic reasons russian chances would be far worse in the years to come, which points to a tiered system of military actions geared towards priority targets.
When Putin publicly “didn’t show signs, that he was outraged over Finland having joined Nato” he was in the midst of a war, the first and second phases of which havent panned out for Russia, trying to present a certain public image to the people in his country.
Komisch, nicht?
Und ich muss mein “nichts gegen Krastev” erstmals revidieren. Naja, war ja nur einmal.
edit: Gleich gefolgt von der zweiten logical fallacy, das “historisch wahnsinnige Geschwafel Putins” um das Wording der deutschsprachigen Medien zu paraphrasieren, konkret, das schriftliche, bei der Anerkennung von Luhansk und Donezk, bei dem zum damaligen Zeitpunkt nicht ein Medienoutlet kommentiert hat, dass es Putins innere Überzeugung widerspiegle, dass das ukrainische Volk nicht existiere (komisch, nicht…) - historisch nicht existiere, aber das ist ja laut Krastev das Selbe, laut Mearsheimer nicht, denn tatsächlich spricht der Text der heutigen Ukraine zu keinem Zeitpunkt ihr Existenzrecht ab - (er philosphiert mehr darüber ob die Ukraine alle ihre Gebiete benötige - und das recht berechnend) dieser Text kann keine Propaganda gewesen sein, denn auf ihm baut ja unser Feindbild auf. Das muss also Putins tiefste und innerste Überzeugung gewesen sein, auch wenn es alle Merkmale von staatlicher Propaganda erfüllt.
Warum kann es Propaganda gewesen sein? Der Text wurde vor dem Hintergrund einer Pseudolegitimierung der beiden “Separatisten Regionen” verfasst, während Russland militärisches Gerät in die Oblaste verschoben hat - und ist die Rhetorik die eine staatliche Eingliederung von “in der Ukraine als essenziell für Russland angesehene Regionen” (nicht meine Worte - Wiener Zeitung) ermöglicht. Zugleich war Russland zu dem Zeitpunkt von einem schnellen Fall Kiews ausgegangen und wollte public goodwill für ein eine politische Eingliederung schaffen, die mit weiteren gebundenen Militärkapazitäten und Kosten verbunden gewesen wäre. Gleichzeitig kreiert es das Narrativ eines großen historischen Ereignisses. (Putin als Zar - aber das war ja woran Putin vor Jahren, laut Fiona Hill, die bei einem Besuch die Statuen in seinem Büro gesehen hat tatsächlich und wirklich selbst geglaubt hat! Deshalb hat er ja fünf Generäle, weitestgehend ohne Koordination in die Ukraine geschickt, und hatte dann kein ausgearbeitetes Fallback Szenario, für “was wenn das schief geht”.
Gut, jetzt sind wir seit über 500 Tagen im Fallbackszenario und Putin hat nie wieder, und tatsächlich nie jemals eine Rede gehalten, die ihn selbst als Zaren, oder Bringer eines neuen imperialistischen Russlands skizziert hat, aber was hat das schon zu bedeuten…
(Laut Krastev ist das nur die Form des Imperialismus die sich antiimperialistisch geriert.)
Jetzt werden aber politische Philosophen, die dann beim IWMVienna österreichischen Meinungsjournalisten als Denkhilfen vorgestellt werden (Snyder, Hill und Krastev), ja aber nicht bezahlt um Gesellschaften mit über Gefühle kreierten Glaubenssätzen zu bespielen oder?
Ich meine - die verwendeten logical fallacies sind deutlich älter als Schopenhauer, trotzdem fallen sie niemandem auf…
Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk abartigst Allerletzte.
Hier die logical fallacies:
Begging the Question,
Either/Or Arguing,
Post hoc ergo propter hoc,
Hypostatization,
Non Sequitur;
Mit dem Ende des Getreideabkommens schadet Wladimir Putin seinen Verbündeten. Aber noch wichtiger ist es für ihn, innenpolitisch Stärke zu zeigen
[…]
Auswirkungen halten sich in Grenzen
Die Auswirkungen auf die globale Lebensmittelversorgung dürften sich dennoch in Grenzen halten. Die Welt hat sich auf dieses Szenario eingestellt, es gibt zahlreiche alternative Quellen, und selbst unter dem Abkommen ist deutlich weniger Getreide aus der Ukraine exportiert worden als vor dem Krieg. Gerade die geringere Dringlichkeit kann dazu beitragen, dass sich die Verhandlungen in die Länge ziehen.
Moscow’s exit from the deal generated alarm in a number of populous lower-income countries dependent on Ukrainian grain.
[…]
In addition to raising food prices, the grain deal’s demise could mean countries will wait longer for imports as Ukraine is forced to use lower-capacity land routes to ship its products. It could also cause Ukrainian farmers to plan for smaller harvests next year, meaning food insecurity for hundreds of millions of people will remain a concern even if Russia agrees to rejoin the deal.
Das Getreide über Bahnverbindungen zu schicken ist so teuer, dass es sich für die meisten Bauern in der Ukraine nicht mehr rentiert…
Naja, der Frey hats wohl anders gehört…
Quellenangabe? Wozu.
edit: Frey liegt richtig.
Experts say not renewing the Black Sea grain deal could cause food prices to again climb. However, they say the worldwide food situation is not as volatile as it was last year because other countries are now producing more grain to counterbalance losses from Ukraine, including Argentina, Brazil, and European nations.
Production is estimated at 19.5 million tonnes, but the FAS said more rains are needed to recharge soil moisture profiles before the June planting window. Production for 2022-23 is estimated at 12.5 million tonnes.
Argentine wheat exports in 2023-24 are projected to rebound at 13.7 million tonnes, more than double the exports expected in 2022-23, and the third highest on record.
[…]
Exports for 2022-23 are estimated at 5.8 million tonnes, the lowest in the past eight years.
Brazil is expected to harvest a record 317.5 million tonnes of grains for the 2022-23 cycle, which is 44.9 million tonnes (16.5%) more than the previous year, according to the 10th Grain Harvest Survey by Conab, the country’s food supply and statistics agency.
Und Transportwege über die Donau haben sich aufgetan:
“While Russia may pledge to get out of the deal, are others going to step in here?” Basse said. “Are the Turks going to provide military convoys to get grain out of the corridor? Those are possibilities, and I think the market also may be understanding that there are other export avenues for Ukraine.”
The Danube River, for instance, increased its grain export capacity from several hundred thousand tonnes per month before the war began 17 months ago to more than 2 million tonnes today.
“If indeed the corridor stayed down — I think that’s the big question, if the corridor went out of commission for the next 12 months — it would raise the price to Ukrainian farmers in terms of logistics and cost to get grain to market,” Basse said. “But because Ukraine has smaller carry-in stocks, and because their crops are going to be far smaller this year, I think they would be able to export through Eastern Europe and the Danube (River) and get out some 3 million tonnes per month. That would allow them to rid themselves of any crop production this year.
“Unless the Danube gets plugged, the opportunity for Ukraine to still get grain out is going to be OK. In the European Union, because of weather adversities, they may need a fair portion of the Ukrainian corn crop anyway. So, if Ukraine’s corn crop ends up being 20 million tonnes, and exports end up being 12 million tonnes, probably 10 million of those tonnes could flow into the EU.”
Langfristig wird es für die ukrainischen Bauern zum Problem:
Developing countries, particularly in Africa and the Middle East, traditionally have been dependent on affordable wheat from Ukraine to feed its people. The Russia-Ukraine conflict has destabilized the market in terms of price and supply in those regions.
“In terms of wheat, (Ukraine) is still needed in the world wheat market, and it would have an adverse impact for portions of central Africa and Sub-Saharan Africa,” Basse said. “The cost would be higher, but I don’t think tonnages from what they would have put out through the corridor are going to be disrupted all that much.
“I do think there are workarounds that the Ukrainians can find with their smaller harvest this year. Unfortunately, it will cost more money logistically speaking, so the price of that grain may be more expensive in Sub-Saharan Africa or North Africa. But I still think there are avenues for that grain to make it out of Ukraine. They’ve been working on these avenues, not just in the last three months, but really going backwards the last six to nine months. We now have export channels down the Danube, and the Constanta (port) has been exporting more grain.”
While buyers may be equipped to weather the storm, a lengthy suspension of the grain deal would devastate Ukrainian farmers, who already have been battered by the war’s impact, high inflation on inputs such as fuel and fertilizer, and a significant increase in transportation costs and logistical challenges, Basse said.
“You wonder how long they keep operating without a financial lifeline, because there’s no financing available,” Basse said. “I know some Ukrainian aid agencies are going around the US and Europe, trying to raise money. But increasingly, the Ukrainian farmer is the one that’s going to suffer, both large and small. Maybe the smaller ones can hold on better than the larger ones, but it’s a question of capital. The longer this war goes on, the more adversely it impacts Ukrainian agriculture.
“You can probably take this year’s corn and wheat crops that are cut by 30% to 40% from last year and cut them by a third again. Increasingly, this is wearing on the Ukrainian farmer.”
The Foreign Agricultural Service of the US Department of Agriculture projects wheat output in Ukraine to decline to 17.5 million tonnes in the 2023-24 marketing year, down from the record 33 million in 2021-22. It sees exports declining to 10.5 million tonnes from 16.8 million in 2022-23 and 18.9 million the year prior to that.
The USDA forecast corn production to dip slightly to 25 million tonnes from 27 million, while it expects exports to be slashed to 19.5 million this year from 28 million tonnes in 2022-23.
Tanner Ehmke, lead economist, grains and oilseeds, CoBank, noted in a social media post that “the announcement comes at a low point in the shipping season, which buys time for Ukraine to work out alternative routes before traffic picks up this fall. Global demand can easily shift to alternative origins: Russian wheat shipments remain record large, while Brazil’s safrihna corn crop is also record large.”
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