Sowas bekommt der österreichische Journalismus noch ungefiltert hin

26. Juni 2022

Fazit: Es sind die Wer­te. Und dann sinds wie­der nicht die Wer­te. Und dann sinds wie­der die Wer­te. Um die es geht. Also der Bevöl­ke­rung als Souverän.

Trotz­dem interessant.

Als Jour­na­list musst du dir noch den guten unter­wür­fi­gen Ton drauf­schaf­fen, damit du die Inter­view­te mit dem Gefühl des “kom­plett ver­stan­den wor­den seins” aus dem Inter­view gehen lässt, um dann mit ihrem “Psych­ia­trie Sager” den Auf­ma­cher zu schrei­ben. Aber gut. Social Media. Das muss heu­te sein. Für 277 Aufrufe.

Die­se Gesell­schaft ist das Letzte.

Trotz­dem interessant. 😉

Don’t miss the propaganda halftime break!

20. Juni 2022

Just kid­ding, we are still in the first quarter.

The pre­si­dent tells the public, that the­re wont be any nego­tia­ti­ons, then tells the chief nego­tia­tor, that the­re wont be any nego­tia­ti­ons until after a few offen­si­ves that might chan­ge your nego­tia­ti­on position.

Then the chief nego­tia­tor tells the public, that nego­tia­ti­ons will begin again in august, after some more fighting.

Not­hing on the con­tent or the serious­ness with which you will pur­sue nego­tia­ti­ons of cour­se, becau­se - see the chief nego­tia­tor has to tell the public that he cant do his job, until more figh­t­ing will impro­ve his “star­ting posi­ti­on” when he will pick up nego­tia­ti­ons at a pre­an­noun­ced date!

See - this is public rela­ti­on work.

Becau­se appar­ent­ly the role of a nego­tia­tor is to tell the public that cur­r­ent­ly the­re will be no nego­tia­ti­ons, but to also announ­ce, that the­re will be some, at the end of august.
src: click

Next you need a Klitschko.

To tell the public, that what the ukrai­ne wants most right now is peace (“thats the main war aim”) “as fast as pos­si­ble”, but that he also knows, that this will still take qui­te some time…

You can bet your f*cking ass, that thats the two US PR agen­ci­es that are advi­sing the Ukrai­ne government on how to deal with the public fall­out on a war that still needs to be pro­lon­ged in the minds of the Ukrai­ne, the US, and may­be - Russia.

Pep­per in some details like “we need a Ukrai­ne that can sur­vi­ve as a sta­te” (no dis­agree­ment here, sea access will be nee­ded), then fol­low it up with “and thats why we cant stray from deman­ding full ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty, inclu­ding crimea.

You need a f*cking jour­na­lism thats as bra­in­dead, as Lanz is on a good day to sell three com­ple­te­ly con­tra­dic­ting messages wit­hin one fuck­ing week.

But thats what you do, becau­se you need to sell peop­le on the idea, that wha­te­ver you need to pro­long the war, is your best chan­ce to actual­ly stop the war.

And this is how you do it, using Propaganda.

Die­se Gesell­schaft ist das Allerletzte.

edit: Chief Nego­tia­tor cal­ling for wea­pons, wea­pons, weapons.

He must be tha bomb at nego­tia­ting, in August of cour­se. Not ear­lier, and not without cal­ling for wea­pons, wea­pons wea­pons first.

Atlan­tic Coun­cil who else. The peop­le who brought you “Putin will win unless the west sends offen­si­ve wea­pons”, two days befo­re the Ukrai­ni­an Government first star­ted mir­ro­ring that plea.

Becau­se we dont care about public per­cep­ti­on any­mo­re. We OWN the media coverage.

Newsflash! Krone Chefredakteur will Flüssiggasterminals in Österreich bauen

19. Juni 2022

Weil Deutsch­land das jetzt macht!

Mega-Tanker in der Donau!

Voll­trot­tel.

Die Stui­ber tut flei­ßig nicken. Kei­nem fällt was auf.

Die­se Gesell­schaft ist das Allerletzte.

edit: Stui­ber: Habeck ist unprag­ma­tisch (sie woll­te prag­ma­tisch sagen), und unideo­lo­gisch. Weil er Koh­le­kraft­wer­ke wie­der ein­schal­tet. (Hur­ra!, weil ers muss hur­ra! Aber der Habeck erklärts so toll und schaut dabei suba, aus, und erst sei­ne Socken, …) Ich bekomm Kopfweh…

Persona non grata

18. Juni 2022

*nod*

One more thing of absolute importance - picking some BS goal

18. Juni 2022

Europe’s Futures Sym­po­si­um 2022 Cres Day 3

Die Panels wer­den bes­ser, das letz­te am Tag ist sehens­wert, ins­be­son­de­re wegen der Publi­kums­fra­gen, dazu aber später.

Treichl im Publi­kum, Wojciech Przy­byl­ski (Res Publi­ca Nowa), Rosa Bal­four (Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace) und Ste­fan Leh­ne (Car­ne­gie Endow­ment for Inter­na­tio­nal Peace - das ist der der die Paper sei­ner eige­nen Insti­tu­ti­on nicht liest) im Panel.

Topic ist “Some­thing, some­thing the EUs future role in the world”.

Stim­mung ist ent­spannt und amikal, man ist unter Freun­den - die Publi­kums­fra­gen sind dann uni­so­no ziem­lich kritisch.

Aber nichts was man mit nem Epis­tem nicht wie­der weg­be­haup­tet (eher gepre­digt) bekommt -- und das sieht dies­mal wie folgt aus.

Das Panel wird nach einem The­men­feld gefragt bei dem Euro­pa in Zukunft glän­zen könn­te - zwecks not­wen­di­ger Public Rela­ti­ons Wir­kung nach innen - wäh­rend der kom­men­den Kri­sen. Wojciech Przy­byl­ski setzt sich gleich mal kom­plett in die Nes­seln und denkt sich aus dem Steh­greif ein “gemein­sam stark gegen Putins Russ­land” Nar­ra­tiv aus um Euro­pa ab jetzt öffent­lich­keits­po­li­tisch zu einen.

Das ist des­we­gen even­tu­ell nur so halb pri­ckelnd, da “sich über ein äuße­res Feind­bild als geeint defi­nie­ren” eigent­lich bereits etwas war, was wir immer den US als “die habens noch nötig” nach­ge­sagt haben. Geht im Wesent­li­chen dar­um, dass wenn die Bevöl­ke­rung wie­der mal Ärger macht, du sie gegen den gemein­sa­men Feind auf­sta­chelst, was eine unglaub­lich “einen­de” Wir­kung hat.

Leh­ne tappt nicht in das sel­be Fett­näpf­chen und schlägt anstatt des­sen “Wir kön­nen Kli­ma­wen­de” als The­ma vor, als eines “das die Kom­mis­si­on eh schon besetzt hat”. Ja, safe. Tol­les The­ma. Merkt die Bevöl­ke­rung nie, dass grad CBAM weg­brö­ckelt und uns der Rest der Welt dabei nicht mehr ernst nimmt (Ener­gie­kri­se). Wäh­rend die US aktu­ell noch nur so tun als ob. (Ist das Fazit hier, saug mir das nicht aus den Fin­gern: click)

Ein wei­te­res Schman­kerl ist Leh­ne der euro­päi­sche Eigen­stän­dig­keit (nach Makron Defi­ni­ti­on), ursprüng­lich als ver­tei­di­gungs­po­li­ti­sche Idee ent­stan­den, nun kom­plett von die­sem Aspekt ent­kop­pelt sieht, da - ich zitie­re “die US die­sen Aspekt wie­der über­nom­men haben” also wird jetzt die­se Bedeu­tung aus dem Schlag­wort­kom­plex raus­ge­schrie­ben. Dh. das Wort kommt in Reden und als Bedeu­tungs­hül­se in der Außen­kom­mu­ni­ka­ti­on der EU noch vor. Hat jetzt aber nicht mehr dem sel­ben Inhalt und wird in Reden anders ver­wen­det. Leh­ne ist - wäh­rend er das vor­trägt - tiefen­ent­spannt, zurück­ge­lehnt, Bei­ne über­kreuzt, Arme bau­meln, “bei uns machen jetzt halt wie­der die US die Friedenssicherung”.

Das pro­vo­ziert dann einen Teil der kri­ti­schen Nach­fra­gen - was denn wäre, wenn in den US kon­ser­va­ti­ve Kräf­te mit einer iso­la­tio­nis­ti­sche­ren Aus­rich­tung die nächs­ten Wah­len gewin­nen wür­den. Ant­wort dar­auf gibts kei­ne, aber ok, der Fra­gen­stel­ler glaubt auch noch dass US Innen­po­li­tik ihre Außen­po­li­tik bestimmt.. Ich mein, bis das passiert…

Die meis­ten kri­ti­schen Fra­gen dre­hen sich um dem Bereich, dass in Punk­to Kan­di­da­ten­sta­tus für die EU Erwei­te­rung wie­der “emo­tio­na­li­sier­te Ent­schei­dungs­fin­dun­gen” über “Grund­satz­prin­zi­pi­en” gewon­nen hät­ten (eine der Kom­men­ta­to­ren im Publi­kum ist erregt, da sie in der Ges­te das Reframing des Bei­tritts­kan­di­da­ten­sta­tus als Abstell­gleis ver­mu­tet), aber nichts was man nicht mit einer Pre­digt zum Wesen und Attrak­ti­vi­tät der geleb­ten Wer­te nicht wie­der aus­bü­geln kann. Also wird aus­ge­bü­gelt. Über den Vor­wurf “Dop­pel­mo­ral” ist man natür­lich wie immer sehr besorgt.

Sehr gute Fra­gen, sehr gute Fragen, …”

Ich weiß wirk­lich nicht war­um ich mir das noch ansehe…

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut Letzte.