Grafik: Jonathan Mak
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Auf der hauseigenen Entwickler-Konferenz F8 hat Facebook vor zwei Tage in einem im Nebensatz erwähnten Feature mehr Verben als nur “like” (“gefällt mir”) angekündigt. User versehen so (über den altbekannten Button) Inhalte auf externen Webseiten mit Bedeutung. Das Verben-Set wird zu Beginn noch nicht allzu groß sein, aber es ist in jedem Fall bereits interessant.
Während ich der Idee des semantischen Webs grundsätzlich kritisch gegenüber eingestellt bin, ist diese Art der Implementierung durchaus sinnvoll. Das semantische Web sagt so mehr über den User aus, als der User über den Inhalt. Vor dem Hintergrund, dass ich durch die Semantik mehr über einen User erfahren möchte ist das Konzept gleich viel praktikabler.
Die genannten Verben waren positiv besetzt bis neutral - was zum aktuellen Facebook Konzept passt, ich freue mich aber bereits auf die ersten “gefärbten”, sollten sie ebenfalls einen Platz in der Umsetzung bekommen. Zu Beginn reicht auch bereits die Unterscheidung zwischen “like” und nur “gelesen”.
Der Rest der Keynote war weniger überraschend, Timeline ist ein “best off namedropable items” Algorithmus der einem einen CV schreibt, und dann gibts da noch den Inhouse Twitter Clone mit Appeinbindung, in dem die Inhalte vorbeifließen können, über die man sich früher aufgeregt hätte (Spam). Wird die Werber freuen (wie war das noch gleich - subliminal advertising funktioniert, oder ist noch nicht ausreichend belegt.. 😉 ).
Die Google+ Circles sind ja bereits länger (und ein wenig schlechter 😉 ) integriert.
An interessantem Subtext fällt ansonsten recht wenig (gute Inszenierung), Zuckerberg erwähnt vielleicht einmal zu oft, dass facebook in nächster Zeit sicher noch keine medizinischen Informationen sharen werde. Er erwähnt es einmal. 😉 Zur Zeit konzentrieren sie sich einfach auf “sozial akzeptable” Interaktion, und Information die Apps streuen, auch ohne das der User das bestätigen muss (einmalige Bestätigung bei Installation, aber das klickt man ja sowieso). Ist recht interessant, da die Impressions ja trotzdem generiert werden. Auge drauf.

http://ngrams.googlelabs.com/info
Schaut euch diese Datasets an (ein kleineres Subset von 12% aller jemals veröffentlichter Bücher die überlebt haben) - und noch viel wichtiger, probierts einfach mal aus - http://ngrams.googlelabs.com Stunden voll Spass, Spass für Stunden. Und vielleicht der ein oder andere Moment der den Intellekt reizt.
Ach ja, und Google Labs Projekte haben nicht immer die längste Lebensdauer, also nutzt es.
Und natürlich gibts gleich auch noch den TED Talk dazu, einfach nach den Namen der Researcher in diesem zeitlichen Fenster suchen.