Die Wiener Zeitung bringt nach mehreren embedded Journalism Artikeln aus dem Kriegsgebiet (“Schießen ist, wie eine SMS zu senden”) heute ein Interview mit einem ehemaligen Fellow des German Marshall Fund of the United States.
Der darf heute Agenda setting betreiben, zur Feier des Jahrestags:
Ja, so ist es. Die westliche liberale Ordnung ist eine Bedrohung für alle Despoten. Denn sie basiert auf Menschenrechten, Demokratie, Wahlen, Rechtsstaat und individuellen Freiheiten. Nicht umsonst stützt sich Putin bei der Unterstützung mit Waffen und anderen Gütern vor allem auf China, Iran und Nordkorea. Das ist in der Logik dieser Achse der Autokratien durchaus nachvollziehbar.
Stephan Bierling ist Professor für internationale Politik und transatlantische Beziehungen an der Universität Regensburg - für die dies genau wissen wollen.
Der versteht wie die Welt funktioniert,
Ja, so ist es. Die westliche liberale Ordnung ist eine Bedrohung für alle Despoten. Denn sie basiert auf Menschenrechten, Demokratie, Wahlen, Rechtsstaat und individuellen Freiheiten.
- und bringt es morgen ihren Kindern bei.
Als Student und Doktorand war er Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS).
1996 Ludwig-Erhard-Förderpreis für Wirtschaftspublizistik, 2001 German Marshall Fund Fellow des Pacific Council on International Policy an der University of Southern California/Los Angeles, 2003 Preis für gute Lehre des Freistaats Bayern. 2008 und 2010 jeweils 2. Platz, 2013 1. Platz bei der deutschlandweiten Wahl zum “Professor des Jahres” der Zeitschrift UNICUMBERUF in der Kategorie Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften. Seit 2009 ist Bierling Vertrauensdozent der KAS für Uni und OTH Regensburg. Gelegentlich berät er Politiker in außenpolitischen Fragen, 2015 verfasste er ein Sachverständigengutachten für den NSA-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags. Seit 2018 ist er in der Leitung des Promotionskollegs “Sicherheit und Entwicklung” der KAS. 2007/8 war Bierling Dekan der Philosophischen Fakultät III, von 2008 bis 2010 Vizepräsident der Universität, von 2013 bis 2019 Internationalisierungsbeauftragter der Fakultät.
Bierling veröffentlichte zwölf Monographien und mehr als 50 Aufsätze. Zuletzt erschien von ihm der Spiegel-Bestseller “America First. Donald Trump im Weißen Haus. Eine Bilanz” (C.H.Beck 2020). Regelmäßig analysiert er die US-Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik sowie die deutsche Außenpolitik in deutschen und internationalen Zeitungen (u.a. Neue Zürcher Zeitung, FAZ, Cicero, SZ, Welt, Wirtschaftswoche, Handelsblatt) sowie in Radio und Fernsehen, u.a. war er Live-Kommentator für die Münchner Sicherheitskonferenz für Phoenix und den BR (2015) und für die US-Präsidentschaftswahl für die zehnstündige Sondersendung der ARD (2020).
Aktuell werden “Experten” gerade gebrieft, dass die Landbrücke für die Existenz der Ukraine wesentlich wäre, da sich in dem Teil ein Großteil der Getreideanbaufläche befinde.
Welche Landbrücke? Keine Ahnung. Nun so viele wird es nicht geben. Die zur Krim nehme ich an.
Ich weiß ja nicht wie viel Goodwill ich bei Aussagen wie diesen nach einem VERFICKTEN Jahr an Salami Taktik, 360 Grad Wendungen in der vermeintlichen Positionierung, täglichen Lügen und Hyperemotionalisierung zur PROLONGIERUNG eines Aufreibungskriegs, den die US durch 25 Milliarden erst ermöglicht haben - noch an den Tag legen soll -
Ein Ziel dem die US bereits zugestimmt haben. Klar, warum nicht weiter die Öffentlichkeit verarschen, so dass sie immer nur auf scheinbare Teilziele schaut, und nicht auf beispielsweise die geostrategische Bedeutung der Krim für Russland?
Nein, nein die Ukraine braucht die Landbrücke unbedingt zurück um überlebensfähig zu sein…
Quellen muss ja keiner nennen. Du ziehst dir einfach neue Behauptungen aus dem ARSCH von denen vor nem Monat noch niemand gesprochen hat, die aber plötzlich das essenziellste short term Ziel überhaupt sind…
Vor drei Monaten wars noch Cherson ohne dass die Ukraine nicht überlebensfähig gewesen sei - denn das war ja der russische Brückenkopf nach Odessa ohne das die Ukraine nicht überlebensfähig gewesen sei. (In dem Fall nicht falsch.)
Heute neu, in der maslowschen Pyramide der ukrainischen Überlebensfähigkeit? Die Landbrücke zur Krim (?) zurückzuerobern. Angeblich.
edit: Nachtrag:
Laut dem Avoiding a Long War - RAND Corporation Bericht der Rand Corporation ist die “besondere ökonomische Bedeutung der Landbrücke” tatsächlich erfunden.
Referenzen:
Table 3
rechte Seite:
Benefits of greater Ukrainian territorial control are moderately or less significant (see Table 1).
sowie:
Table 1
Rechte Seite:
Areas under Russian control as of December 2022 are unlikely to prove hugely economically significant.
Snyder dreht gerade das Narrativ “wovor sich Putin in der Ukraine gefürchtet habe” in eine leicht anders nuancierte Richtung.
Es ist jetzt nicht mehr die wirtschaftlich erfolgreiche Ukraine aufgrund des Anschlusses an die Europäische Union - die Putin Sorgen bereitet habe,
es ist das “Konzept von Freiheit und Demokratie”.
Ich schrei gerade drei Minuten durch und möchte einfach nur noch sterben. Diese Gesellschaft ist das abgrundtief Allerletzte.
Also konkret, laut Snyder: Putin fürchtete eine Ukraine in der die Menschen, freie Wahlen abhalten können, bei denen die Russen sehen konnten, dass auch andere Fraktionen an die Macht kommen können. Putin fürchtete eine Ukraine, in der die Leute auch nach Europa reisen können, wegen der baldingen Reisefreiheit in die EU.
Und es endet nicht an der Ukraine, Putin fürchtete auch die Demokratie in den US, denn er habe seinem Volk immer erzählt, dass die Wahlen in allen Europäischen Ländern und den US auch manipuliert seien, und wenn die Russen erkannt hätten, dass das nicht der Fall ist, dann wäre das eine existentielle Gefahr für Putin, der deshalb auch laufend versucht hat im US Wahlkampf zu intervenieren!
Was Snyder sich da gerade so zusammen gedacht hat ist ein Russland in dem niemand ein Smartphone besitzt, regiert von einer Fraktion die so UNGLAUBLICHIDIOTISCH ist, dass sie sich selbst eine unlösbare Sisyphusaufgabe gestellt hat, nur um als Autokratie zu überleben.
Also von allen Möglichkeiten deine Bevölkerung als Autokratie bei der Stange zu halten, wählst du die auf die du am wenigsten Einfluss hast, die am Schwersten umzusetzen ist, und den höchsten Grad an Unberechenbarkeit aufweist. Und das gleichzeitig nicht nur gegen die Demokratie in der Ukraine, sondern auch gegen alle anderen Demokratien der Welt (unklar) zumindest aber die US (dezidiert).
Russland grenzt an Norwegen, Finnland, Estland, Lettland, aber als die US gerade die größte demokratiepolitische Krise seit 30 Jahren durchleben (primär einem Wahlsystem mit Regionen-Vertretern geschuldet), denkt sich Putin - also nein, jetzt kann ich das Wahlsystem in den US nicht mehr ausreichend manipulieren, und die Ukrainer können bald durch die EU reisen - da greif ich doch besser jetzt die Ukraine an um meine Bevölkerung bei der Stange zu halten!
Also Putin hat noch maximal 10 Jahre im Amt, und denkt sich jetzt - hm, also wenn meine Bevölkerung die Ukrainer Reisen und frei wählen sieht, dann gibts jetzt ein akutes Problem!
Da ist wirklich JEDE, jede andere Begründung glaubhafter. Selbst der komplett durchgeknallte Zar, der glaubt Großrussland wieder herstellen zu müssen.
Selbst Mearsheimers three Prong Strategie, wonach die EU Erweiterung immer auch mit einer nicht mehr abwehrbaren Option einer Nato Erweiterung einhergeht (umfassende militärische Integration bereits als Teil des Assoziierungsvertrages) ist eine bessere Begründung.
Selbst Russland wollte Kaufkraft, Lebensstandard und GDP im Land durch einen Krieg senken, um eine Wachstumsperspektive in der Angliederung an China zu haben ist eine bessere Begründung.
Selbst Krastevs, Russland hat den Krieg begonnen um sich demographisch zu verjüngen ist eine bessere Begründung.
Sorry, nein, ich muss jetzt ja das neue Haupt-Narrativ beherzigen, ab heute ist es die Reisefreiheit, die Freiheit generell und freie Wahlen vor denen sich Putin so sehr gefürchtet hat, dass er einen Krieg beginnen musste!
Weils auch in den US für Russland mit dem Manipulieren der Wahlen nicht mehr so gut lief, und die Bevölkerung in Russland daher langsam dahinterkam, dass die Wahlen in Demokratien ja eigentlich frei sind!
Was war noch mal das Narrativ, das wir als Begründung zu hören bekamen, nachdem Raimund Löw in 30 Punkten falsch gelegen hat, und der Regimechange noch etwas auf sich warten lies? Achja, die Russen seien faktisch garnicht politikinteressiert.
Und was war das Narrativ das wir vor zwei Wochen zu hören bekamen, als Putin plötzlich keine “Exit Ramp” mehr brauchte, weil Kiew ja jetzt auch noch kurz die Krim zurückerobern muss? Achja, dass Putin ja (s)einen gesamten Medienapparat beherrsche und daher jeder Zeit ohne Gesichtsverlust aus dem Krieg aussteigen könne.
Und was war das Narrativ warum laut Snyder Putin die Ukraine angegriffen hat? Weil er sich vor der Reisefreiheit der Ukrainer in die EU und den freien Wahlen in der Ukraine gefürchtet hat. Und vor einer US die wieder zu einer Vorzeigedemokratie wird (Shining City on a Hill), wodurch er sein inszeniertes Feindbild (“auch dort sind die Wahlen geschoben”) innenpolitisch nicht mehr aufrechthalten kann.
Toll eigentlich. Dass die Ukraine gar keinen wirtschaftlichen Aufschwung gebraucht hat, damit sich Putin vor ihr fürchtet…
Aber das mit einem Wegfall der Krim in 30 Jahren Russlands Militärpräsenz und Handelsströme entlang der gesamten Nord Süd Ausdehnung seines Einflussbereichs als Regionalmacht beendet ist, und Putin aktuell noch die Demographie hatte das militärisch drehen zu wollen, nein also… die Nato Ausdehnung, die kanns ja nicht gewesen sein.
Ok - in allen Gesprächen über eine neue sicherheitspolitische Ordnung hat man Russland von US Seite immer gesignalt keine Verträge die über die Zeit nach Putins Tot hinausgehen, aber dass da Russland unprovoziert angreifen würde, …
Eigentlich unglaublich.
Und das Beste? Geschichtsphilosoph! Er muss nichts begründen!
Nächstes Direktzitat? (Bei 18min in:)
“Und was Putins sagen würde? Putin würde an der Stelle sagen, den US ginge es ja garnicht um Demokratie, der gehe es um Geopolitik! Das ist was Putin sagen würde, und das wäre sehr komfortabel für ihn”.
VERFICKTESHURENSCHWEIN.
edit: Mehr Contingency planing diesmal von CSIS.
“The war in this context is not exactly an imperial project.” (Bei 5 min in.)
[l] Wisst ihr, wer sich schon länger nicht mehr so richtig vollständig lächerlich gemacht hat? Der ARD Faktenfinder! Aber keine Sorge, auf die Spezialexperten ist Verlass.
Diesmal geht es um Seymour Hersh und Nord Stream. Sie haben da Experten gefragt, ob Hershs Theorie stimmen könne, dass sie da als Pflanzen getarnten Sprengstoff verwendet haben können.
That would be well within the range of the divers, who, operating from a Norwegian Alta class mine hunter, would dive with a mixture of oxygen, nitrogen and helium streaming from their tanks, and plant shaped C4 charges on the four pipelines with concrete protective covers.
Die Superprofis beim Faktenfinder hatten hier offensichtlich Textverständnisprobleme. shaped charge (auf Deutsch: Hohlladung) ist ein fester Begriff für eine Anordnung von Sprengstoff, damit sich die kinetische Wirkung nicht in alle Richtungen verteilt wie bei einer normalen Bombe, sondern möglichst nur in einen kleinen Kanal geleitet wird, damit man pro Sprengstoffmenge mehr Wirkung erzielen kann. “plant shaped charge” heißt nicht, dass hier jemand einen Sprengstoff in Pflanzenform gegossen hat, sondern dass jemand einen shaped charge gepflanzt, also angebracht hat.
Wer ist eigentlich auf die Idee gekommen, dass sich diese Leute über Themen der Weltpolitik äußern sollten? Haben die das Ansehen der ARD nicht schon genug beschädigt? (Danke, Frank)
was du in dieser Gesellschaft machen kannst. Er baut falsche Dichotomien und läd sie emotional auf.
src: click
Nur wenn die Ukraine weiterkämpft und weiter mit konventionellen Waffen beliefert wird, reduzieren wir die Gefahr eines Atomwaffeneinsatzes!
Snyder hat gerade, dem ersten Jahr seiner Yale Professur folgend, seinen Abschluss in theoretischer Atomwaffen Einsatzdoktrin gemacht wie ich sehe, und keiner darf ihm widersprechen, denn alle dies tun verbreiten nur russische Propaganda.
Laut Standard. Und Snyder.
Ist das nicht schön?
Wahnsinn und Wahnsinn liegt oftmals sehr nahe beieinander.
Das ist ein Grund, warum wir uns für unsere Diskussion über einen möglichen Atomkrieg schämen sollten, aber nicht der Hauptgrund. Unser Nuklear-Gerede ist eine Möglichkeit, die Opferrolle zu beanspruchen und dann den tatsächlichen Opfern die Schuld zu geben. Sobald wir unsere Aufmerksamkeit auf einen hypothetischen Austausch von Raketen lenken, können wir uns einbilden, dass wir die Opfer sind. Plötzlich scheint der tatsächliche Krieg keine Rolle mehr zu spielen, da unsere Leben (in unserer Vorstellung) in Gefahr sind. Und die Ukrainer scheinen daran schuld zu sein. Wenn sie nur aufhören würden zu kämpfen, dann wären wir alle in Sicherheit. Das ist genau das, was uns die russischen Propagandisten weismachen wollen. Und das ist falsch.
Echte Ukrainer kämpfen und sterben in einem Krieg, der unserer Sicherheit in vielerlei Hinsicht dient – einschließlich der Verringerung des Risikos eines Atomkriegs. Und wir verbringen unsere Zeit damit, uns in unsere eigene Opferrolle hineinzudenken?
Ein Einknicken vor dem russischen Atomgerede ist auch aus strategischer Sicht falsch. Es ist ein Beispiel für eine narzisstische Fantasie, die die Diskussionen über die US-amerikanische Außenpolitik beherrscht.
Der Standard kurz vor der Einlieferung durch die Männer in weiß.
Ich möchte dass Waffenstillstandsverhandlungen parallel zum Kriegsgeschehen nicht tabuisiert werden wird mit - du gibst dich einem “falschen Pazifismus hin” beantwortet.
Ich fürchte mich vor dem “wahnsinnigen Putin” den die europäischen Medien in den ersten drei Monaten erfunden und durchs Dorf getrieben haben wird mit “du gibst dich einer Opferrolle hin für die du dich schämen solltest” beantwortet -
denn jeder weiß, nur wenn die Eskalationsspirale von Waffenlieferungen in der Ukraine weiterlaufen darf, reduziert das das Risiko eines Atomwaffeneinsatz, denn Russland würde es so und so nie wagen das zu tun.
Dass wir uns schämen sollten, ist ein Grund schneller weitere Waffen zu liefern, russische Propagandisten die das nicht wollen der nächste, dass ECHTE Ukrainer noch kämpfen und sterben um unsere Sicherheit zu garantieren diene uns in vielerlei Hinsicht - und wir sollten uns jetzt nicht in die Opferrolle begeben indem wir uns vorm Atomkrieg (einer Eskalation) fürchten.
Die Standard Kommentar-Meute singt bereits im Delirium, so sehr freut sie sich, dass sie endlich ihren neuen Heiland gefunden hat der ihr sagt was sie denken darf.
PS: Strategische Atomwaffen sind Verteidigungswaffen, keine Angriffswaffen (Mutual ensured destruction), und Russland gehen demographisch immer noch die Soldaten für einen Europafeldzug aus. Das werden in den nächsten 20 Jahren nicht mehr, die sind einfach nicht geboren. Davon dass sie dann noch mal kurz die Nato besiegen müssten ganz zu schweigen.
Wenn wir das Argument von Snyder ernst meinen, dann rüsten wir doch die Ukraine mit Atomwaffen aus, das (Gleichgewicht des Schreckens, nicht unbedingt mit Atomwaffen) war ein Vorschlag von Bennett. The US was not amused. Die gesteht ihren besten Freunden nicht mal Langstreckenwaffen zu.
Warum wohl.
Snyder weiß es, das ist eine narzisstische Fantasie, die die Diskussionen über die US-amerikanische Außenpolitik beherrscht!
Er baut darauf, dass Russland zu sehr um seinen Ruf besorgt ist, also gäbe es keine roten Linien.
Eine Opferrolle btw. liegt auch in der Vorstellung begründet, wir könnten nichts tun außer der Vernichtung von weiteren 200.000 Menschenleben zuzuschauen. So sehr fürchtet sich die Masse, dass wenn die Ukraine es nicht für uns leistet, sich dieser Krieg ausweiteten könnte. Das ist die Grundstimmung auf die Snyder bauen kann und die der Standard Tag für Tag bedient.
edit: Ah, der Standard hat das wahnsinnige Gebrabbel von Synder gerade als “Vorgabe für weitere Pressearbeit” aufgefasst (den Menschen die Angst vor einer Eskalation durch Wettrüsten nehmen) und macht nun folgerichtig Werbung für einen nuklearen Gegenschlag.
Menschen im Westen wissen wenig über mögliche Folgen eines Atomkriegs
Eine Umfrage in den USA und GB zeigte, dass viele Vorstellungen aus der Zeit des Kalten Kriegs stammen. Das Wissen beeinflusst auch die Ablehnung eines nuklearen Gegenschlags
“Der US-Historiker Timothy Snyder argumentiert, warum die nukleare Drohungen Putins als Bluff zu werten sind. Dennoch würde es vermutlich nicht schaden, mehr über die Folgen eines Atomkriegs zu wissen.”
weiß auch nur der Standard. Ist der Snyder schon eingeliefert worden?
Dazu ist doch die Artikelunterübersschrift konträr zum Inhalt des Artikels - in dem “nuklearer Winter” erklärt wird.
Das Standard Fazit “Wissen macht vorsichtiger (nuklearer Winter)” aber “Eine Umfrage in den USA und GB zeigte, dass viele Vorstellungen aus der Zeit des Kalten Kriegs stammen. Das Wissen beeinflusst auch die Ablehnung eines nuklearen Gegenschlags”.
WAS?
Dazu aber bitte noch endlose Eskalation und den Leute die sich fürchten sagen, dass sie es sind die sich einer Opferrolle hingeben, anstatt die ECHTEN Ukrainer mit Waffen zu versorgen?
Sicherheitsexperte Masala: “Die Munitionsproduktion muss extrem hochgefahren werden”
Laut dem Politologen ist die ukrainische Gesellschaft die stärkste Waffe im Abwehrkampf. Sollte die Krim wackeln, könnte auch Putin wackeln, glaubt der Sicherheitsexperte
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Was Unterüberschrift und Überschrift miteinander zu tun haben? Nun, aktuell ists in der Ukraine schlammig - bedeutet die Ukraine kann ihre bevorzugte “hit&run” Strategie mit modernem westlichen Gerät nicht umsetzen, bedeutet viele Verluste bis etwa Mai bis der Schlamm austrocknet, während Russland die Zeit dafür nutzt mehr Soldaten an die Front zu bringen (src: click).
Also ist jetzt plötzlich wieder die ukrainische Gesellschaft die stärkste Waffe im Abwehrkampf.
Propaganda hat noch immer niemand entdeckt.
edit: Eric Frey setzt dem Ganzen heute das Sahnehäubchen auf:
Und so verhasst die Nato-Erweiterung in Moskau auch ist, so auffallend ist, dass sie seit dem 24. Februar 2022 in Putins eigenen Begründungen für den Krieg immer weniger vorkommt und von seiner großrussisch-nationalistischen Rhetorik verdrängt wird.
Kleiner Tipp für Blitzgneiser - “wir sind in der Defensive gegen einen übermächtigen militärischen Kontrahenten, der uns strategisch den Regionalmachtsstatus abklemmen will, der aber nicht mit seiner ganzen Macht in der Ukraine kämpfen kann” -- schlecht für eine Kriegserklärungsrede, die voll mit Propaganda ans eigene Volk ist.
Besser für eine Ansprache ein Jahr später zur Lage der Nation, wie die gestern, die dann voll mit der Art von Rhetorik ist.
Aber was will man machen, der Redakteur heißt Eric Frey - da ist selektive Wahrnehmung (die Rede gestern hat er nicht gesehen?) und “never think outside the box” - Lebensaufgabe.
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