Verteidigung an vorderster Front

26. Februar 2023

Lon­don for­dert Waf­fen mit grö­ße­rer Reich­wei­te für die Ukraine 

Der bri­ti­sche Pre­mier­mi­nis­ter Rishi Sunak erneu­ert sei­ne For­de­rung nach einer Lie­fe­rung von Waf­fen mit grö­ße­rer Reich­wei­te an die Ukrai­ne. Ein sol­cher Schritt wer­de hel­fen, kri­ti­sche zivi­le Infra­struk­tur zu schüt­zen und die Ver­tei­di­gung an vor­ders­ter Front zu unter­stüt­zen, erklärt sein Büro am spä­ten Abend. Außer­dem könn­ten die ukrai­ni­schen Streit­kräf­te so leich­ter die rus­si­schen Angrei­fer zurück­zu­drän­gen und eige­nes Ter­ri­to­ri­um zurück­er­obern - so wer­de es Sunak auch beim vir­tu­el­len G7-Gipfel der west­li­chen Wirt­schafts­mäch­te sagen. 

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Witz ohne wei­te­re Worte.

Wie lan­ge muss ich soet­was noch ertragen?

Einst­wei­len “what is a lea­ding ques­ti­on?” bei phoenix:

Was ich nicht ganz ver­ste­he ist der Frie­dens­be­griff. Eigent­lich heißt es auch immer Frie­den ist doch - also das… Ist Frie­den jetzt mit ein­mal das Recht des Stär­ke­ren, weil sie wol­len ja einen Waf­fen­stopp und das wür­de ja bedeu­ten dass die Ukrai­ne zusam­men­bre­chen würde.

WUT? Heißt Frie­den jetzt auf ein­mal Waf­fen­still­stand ohne Auf­rüs­tung im Hin­ter­grund, weil das bedeu­tet ja, dass die Ukrai­ne zusam­men­bre­chen würde!

Selbst aus­ge­dacht die­se Frage?

War­um wür­de die Ukrai­ne bei einem Waf­fen­still­stand zusammenbrechen?

Weil sie die Land­brü­cke zur Krim noch nicht erobert hat die für sie lebens­wich­tig ist?

Weil die Ukrai­ne dort Agrar­flä­chen hat und für immer eine Agrar­öko­no­mie blei­ben möch­te, wie wir alle wis­sen? Mit aktu­ell 10 Mil­li­ar­den Gesamt­um­satz im Jahr die­ser Indus­trie­spar­te? Antei­lig an 200 Mil­li­ar­den GDP?

Weil dort Ener­gie­vor­kom­men für 20 Jah­re lie­gen? Sel­te­ne Erden um die Wirt­schafts­ent­wick­lung zu sichern?

Qua­li­täts­jour­na­lis­mus x2.

edit: Qua­li­täts­jour­na­lis­mus x3

Japa­ni­scher Tou­rist bleibt frei­wil­lig in Charkiw

Van­ja Nikolić
24. Febru­ar 2023, 13:11

Fumi­n­o­ri Tsuki­ko ist seit letz­tem Febru­ar in Char­kiw und denkt nicht dar­an, nach Japan zurück­zu­keh­ren. Der 75-jährige kocht, besorgt Medi­ka­men­te und Spiel­zeug für Kin­der – alles aus eige­ner Tasche

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Suo­ma­lai­nen Itävallassa
vor 24 Stunden

Lie­be Stan­dard Redak­ti­on, so eine Leis­tung, so eine Geschichte…

Wäre das nicht mal was posi­ti­ves aus der Ukrai­ne : Leben anstatt tod, Auf­bau anstatt Zer­stö­rung. Eine Titel sto­ry oder zumin­dest Kopf des Tages.… Danke.

Mar­kus Hagspiel
DER STANDARD

vor 22 Stunden

Dan­ke für die anre­gen­de, gute Idee. Ich lei­te das weiter.

Oh ja, das wär schön! Zei­gen, wie Men­schen auch sind, näm­lich soli­da­risch, krea­tiv und mensch­lich. Den­ke an Aktio­nen wie die von Repair Tog­e­ther, die u.a. Repair-Raves in der Ukrai­ne auf die Bei­ne stel­len: https://www.repair-together.com/

STERBT IHR UNENDLICHEN FUCKING WICHSERSÄUE.

Da braucht das Deutsch­land­ra­dio 7 Arti­kel über die Wie­der­auf­bau­kon­fe­renz in Deutsch­land, um in einem zu Erwäh­nen, dass es sich dabei um eine PR Initia­ti­ve der Bun­des­re­gie­rung gehan­delt hat um die Indus­trie zu mobi­li­sie­ren und kei­ne Bud­gets beschlos­sen wurden.

UND VERFICKTE STANDARD fetzt sich selbst den Schä­del weg, in dem er wäh­rend einer Pha­se in der “die Ukrai­ne mehr von einer Fort­set­zung des Krie­ges pro­fi­tiert als Russ­land” (Veli­na Tscha­ka­ro­va). Anstatt des­sen über feel­good The­men berich­ten will.

Super Idee lie­ber Nut­zer, ich lei­te das gleich an die Redak­ti­on weiter!

RTR? Pres­se­club Con­cordia? Irgendjemand?

Nein, wir sind ja selbst in der Pro­pa­gan­da solidarisch.

Tho­mas Wie­gold weiß nicht was ein low earth Orbit ist (die Star­link Satel­li­ten haben so ganz klei­ne Anten­nen - wie suss!), Tilo Jung erfin­det eine Hell­fire Droh­ne, weil das so geil klingt, bei­de umar­men sich rhe­to­risch, reden Stuss anein­an­der vor­bei und haben sich lieb. Aber der Wie­gold hat sei­ne Infor­ma­ti­on vom Masa­la! Gra­tu­la­ti­on dazu.

Auch sehr geil, Jung stellt die rich­ti­ge Fra­ge, Wie­gold, pivo­tet dank Nicht­wis­sen mei­len­weit weg, um was kom­plett ande­res zu beantworten.

Es geht um Kiew. “Spiel­ten über­ra­schend gewon­ne­ne Schlach­ten eigent­lich eine Rol­le?” Wie­gold will lie­ber über Char­kiw und Cher­son sprechen!

Und wäh­rend der gesam­ten ver­damm­ten Tiptoing-Passacaglia kommt nicht raus was bei Kiew pas­siert ist.

Die Ukrai­ner haben die rus­si­schen Angrei­fer durch­ge­las­sen, die sind bis in die Vor­or­te von Kiew unkon­fron­tiert durch­ge­kom­men. Haben dann die unmit­tel­ba­ren Ver­sor­gungs­ein­hei­ten danach über den Hau­fen geschos­sen. Haben dann in Weiß­russ­land das Schie­nen­netz mit Stay back Ein­hei­ten sabo­tiert, wor­auf Russ­land die Logis­tik auf Stra­ße umstel­len muss­te, die dann durch Kor­rup­ti­on in der Geld­mit­tel­ver­tei­lung nicht wirk­lich ein­satz­fä­hig war UND zusätz­lich noch so struk­tu­riert, dass dem gesam­ten Tross das Ben­zin aus­ge­hen konn­te, das er selbst mit­ge­führt hat (Fragt sich wer da die Plä­ne geschrie­ben hat). Ein­fach durch des­sen Struk­tur und ver­al­te­te Aus­stat­tung, sodass die dann umdre­hen muss­ten und Ein­hei­ten teil­wei­se zu Fuss wie­der nach Weiss­russ­land gestie­felt sind.

Ein­zel­ne Schlach­ten wie die um Hos­to­mel und ein­zel­ne Vor­or­te kurz vor Kiev in der Erst­pha­se waren höchst essen­ti­ell. Die Ukrai­ne hat dort ihre best­aus­ge­bil­dets­ten Trup­pen hin­ver­legt und gro­ße Ver­lus­te in Kauf genom­men. Bis den Rus­sen dann Ver­sor­gung und Muni­ti­on aus­ge­gan­gen ist.

Das ist das Resul­tat - wenn du zum Gesche­hen kei­ne Infor­ma­ti­on mehr lie­ferst, son­dern ein­fach nur noch Kom­men­tar, und Conjecture.

edit: Nächs­te Falschdarstellung:

Butscha ist zum Sym­bol gewor­den, weil damit klar wur­de, wie das rus­si­sche Vor­ge­hen in besetz­ten Gebie­ten ist.”

Nein, falsch.

Augen­zeu­gen­in­ter­views.

Rus­si­sche Kom­man­do­stel­lun­gen in Butscha (in einer Schu­le im Dorf) wur­den von ukrai­ni­schen Com­man­do Ein­hei­ten ange­grif­fen, und viel mili­tä­ri­sches Gerät auf den Stra­ßen vom Butscha ver­nich­tet. Die Rus­sen haben danach Leu­te zusam­men­ge­trie­ben und “befragt”, “Kol­la­bo­ra­teu­re” gesucht. Als da schein­bar nichts raus­ge­kom­men ist, haben sie Trup­pen an meh­re­ren Tagen unter Artil­le­rie­feu­er rum­ge­schickt (von einem Luft­schutz­kel­ler zum nächs­ten), um wahl­los Leu­te zu befra­gen, ein­zu­schüch­tern und zu erschie­ßen. Gesucht wur­de nach “rechts­ex­tre­men, tw. natio­na­lis­ti­schen Tatoos”, die­se Leu­te dann ein­ge­sam­melt und die kamen nicht wie­der (Augen­zeu­gen). Danach wur­de eine gene­rel­le Aus­gangs­sper­re ver­hängt, Män­ner durf­ten nicht mehr auf die Stras­se. (Jeder der raus­ging war Feind und Scharf­schüt­zen haben auf sie geschossen.)

Aus ande­ren Vor­or­ten wis­sen wir durch deut­sche Kor­re­spon­den­ten (müss­te der Focus (edit: oder Stern) gewe­sen sein), dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on der Ein­hei­ten mit ihren Leit­stel­len aus­ge­setzt war. War­um wis­sen wir nicht, ver­mut­lich weils nicht so lief wie gedacht, und nur Durch­hal­te­pa­ro­len irgend­wann nicht mehr zün­den. Dass Rus­sen rum­ge­ge­an­gen sind und selbst nicht gewusst haben wie die Lage ist, oder was sie tun soll­ten, teil­wei­se die Zivil­be­völ­ke­rung gefragt haben wie die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen rund um Kiew sind.

Ich neh­me jetzt nicht an, dass so das “gene­rel­le rus­si­sche Vor­ge­hen in besetz­ten Gebie­ten ist”. Ver­ge­wal­ti­gun­gen inklusive.

Zumal es unlängst in einer ZDF Repor­ta­ge ein Inter­view mit einem Ukrai­ner zum Schirmthe­ma “ein Jahr Krieg” gege­ben hat des­sen Schwes­ter in Mariu­pol war, mitt­ler­wei­le nach Eng­land flie­hen konn­te, und trotz­dem voll ist mit rus­si­scher Pro­pa­gan­da. Sein Vater eben­so. (Habe mich wirk­lich bemüht sie zu fin­den, war mit Kat­rin Eigen­dorf, kei­ne Chan­ce, die ist mitt­ler­wei­le bei zu vie­len Dokus drin, edit: Gefun­den - bei 9:10 in) Oder jun­ge Müt­ter aus der “20 days in Mariu­pol” Doku­men­ta­ti­on, die mitt­ler­wei­le wie­der in rus­sisch besetz­ten Gebie­ten leben, weil sie dort gebo­ren sind.

Bei soet­was neh­me ich dann nicht an, dass das (Butscha) das Vor­ge­hen der Rus­sen in besetz­ten Gebie­ten ist. Jetzt mal abge­se­hen davon, dass sie gan­ze Städ­te durch Beschuss dem Erd­bo­den gleich­ge­macht haben.

edit: Nächs­ter Schlen­ker von Wie­gold: War­um setzt die Ukrai­ne kei­ne Flug­zeu­ge ein? Wie­gold will lie­ber dar­über reden, dass rus­si­sche Flug­zeu­ge ihre Rake­ten vom Schwar­zen Meer aus abschießen.

Eigent­li­che Ant­wort, weil Russ­land S400 und S300 hat und die funk­tio­nie­ren. Aus euro­päi­schen Debat­ten zu M16 Lie­fe­run­gen. Aber der Wie­gold hat nur den Masa­la - was will er machen.

edit: Nächs­ter Faux pas, auch Wie­gold kennt die Defi­ni­ti­on eines Stell­ver­tre­ter­kriegs nicht. Aber das ist nur ver­ständ­lich, Masa­la kennt sie ja auch nicht.

A pro­xy war is an armed con­flict bet­ween two sta­tes or non-state actors, one or both of which act at the ins­ti­ga­ti­on or on behalf of other par­ties that are not direct­ly invol­ved in the hos­ti­li­ties.[1]

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Defi­ni­ti­on der Ver­ein­ten Natio­nen. ONE OF WHICH reicht. Es müs­sen nicht bei­de sein.

Wie­gold: “Die­se Behaup­tung (Stell­ver­tre­ter­krieg) igno­riert natür­lich völ­lig, dass die Ukrai­ne das macht weil sie um ihr Über­le­ben kämpft.” WELCHE BEHAUPTUNG? Es geht um eine Begriffs­de­fi­ni­ti­on. Ist das ein Stell­ver­tre­ter­krieg, oder nicht?

edit: Nächs­ter Faux pas, war­um Bela­rus die rus­si­schen Ver­sor­gungs­we­ge in den Wes­ten nicht abge­schnit­ten hat, weiß er nicht. Sind die zu schlecht auf­ge­stellt, haben die zu schlech­tes Mili­tär, wol­len die nicht?! Ehm…

The Uni­on Sta­te[b], or Uni­on Sta­te of Rus­sia and Bela­rus,[c] is a supra­na­tio­nal uni­on con­sis­ting of Bela­rus and Rus­sia, with the sta­ted aim of deepe­ning the rela­ti­ons­hip bet­ween the two sta­tes through inte­gra­ti­on in eco­no­mic and defen­se poli­cy.[6][7] Ori­gi­nal­ly, the Uni­on Sta­te aimed to crea­te a con­fe­de­ra­ti­on; howe­ver, both coun­tries cur­r­ent­ly retain their inde­pen­dence.[8] The Uni­on Sta­te is based on a pre­vious inter­na­tio­nal trea­ty bet­ween Rus­sia and Bela­rus[9] made on 2 April 1997.[10]

[…]

The pre­sent goal of the Uni­on Sta­te main­ly focu­ses on eco­no­mic inte­gra­ti­on,[14] taxa­ti­on,[15] and inte­gra­ti­on of defen­se and intel­li­gence appa­ra­tus.[16]

Der Wie­gold das ist ein Jour­na­list. Jour­na­list und Pod­cas­ter. Mit einem Pod­cast zum The­ma Geo­stra­te­gie und Ukrai­ne­krieg! Mit dem Masala!

Tho­mas Wie­gold (* 1960) ist ein deut­scher Jour­na­list mit den Schwer­punk­ten inter­na­tio­na­le Verteidigungs- und Sicher­heits­po­li­tik, Mili­tär und Bundeswehr.

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edit: Nächs­ter Faux Pas: Tilo weiß nicht, dass Russ­land das Getrei­de­ab­kom­men aus­ge­setzt hat, da die Ukrai­ne die rus­si­sche Flot­te mit fern­ge­steu­er­ten Droh­nen aus dem gesi­cher­ten Kor­ri­dor her­aus (GPS Daten) ange­grif­fen hat. Ich mei­ne war­um soll­te man auch den Grund ken­nen, dass Russ­land das Getrei­de­ab­kom­men sei­ner­zeit tem­po­rär aus­ge­setzt hat - ich mein nicht die gan­ze Mel­dung lesen ist auch immer ein Möglichkeit.

edit: Nächs­ter Fehler:
Wie­gold: Russ­land erwar­tet eine Demi­li­ta­ri­sie­rung, eine Zer­stö­rung der mili­tä­ri­schen Fähig­kei­ten der Ukrai­ne. EHM.. NEIN?

Nafta­li Bennett:

And the second issue was - how will Ukrai­ne pro­tect its­elf and guarantees.

Ukrai­ne deman­ded of Rus­sia that it be able to get secu­ri­ty gua­ran­tees from Ame­ri­ca, Fran­ce, all the big ones.

And the­re was an argu­ment, becau­se to Rus­sia a gua­ran­tee is a pact, it’s no dif­fe­rent than NATO.

This is whe­re I brought my expe­ri­ence, I gave it a lot of thought and said, the nego­tia­ti­on is unre­a­son­ab­le becau­se they’­re nego­tia­ting over some­thing they don’t have.

There’s the joke about a guy try­ing to sell the Brook­lyn Bridge to passersby.

This guy did exist.

100 years ago he sold…

-They don’t have the Broo­kyln Bridge.

I said that because… 
Ame­ri­ca will give you guarantees?

It will com­mit that in seven years, if Rus­sia vio­la­tes some­thing, it will send sol­di­ers after lea­ving Afgha­ni­stan and all that?

I said, “Volo­dym­yr, it won’t hap­pen, you won’t get gua­ran­tees, why are you negotiating?”

Then I sug­gested what I cal­led the “Israe­li model.”

We don’t have guarantees.

I said, “I’m the prime minis­ter of Isra­el, “we don’t have gua­ran­tees from anyo­ne, if someo­ne inva­des us tomor­row, nobo­dy has assu­red us and no one will come to save us. What we do have is a strong, inde­pen­dent army that can pro­tect its­elf, so let’s for­get about the­se gua­ran­tee and dis­cuss the para­me­ters for buil­ding mili­ta­ry for­ce, what kind of wea­pons, what pla­nes, how many offi­cers, soldiers…”

Becau­se Rus­sia doesn’t want Ukraine…

So this was a cogni­ti­ve bre­akthrough that they both accepted.

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Wie­so darf sich Wie­gold noch Jour­na­list nennen?

edit: Nächs­ter Feh­ler: Jung: “War­um ist der Zugang zum Schwar­zen mehr für Russ­land nicht durch die Nato gekappt?” Wie­gold: “Naja, da gibt es den Ver­trag von Montreux…”

DIE VERBINDUNG IST GEKAPPT.

On March 1, Tur­key announ­ced that Rus­si­an and Ukrai­ni­an naval ves­sels would not be per­mit­ted to pass from the Medi­ter­ra­ne­an to the Black Sea as long as hos­ti­li­ties continued.

To jus­ti­fy this move, Anka­ra cited Arti­cle 19 of the con­ven­ti­on, which empowers it to clo­se the straits to coun­tries at war unless they are retur­ning to their port of registry.

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War­um die Öffent­lich­keit über­haupt noch infor­mie­ren? Ich weiß es ja nicht, Masa­la, Masa­la, Wie­gold, Wiegold!

Quel­len­prü­fung im Meinungsjournalismus?

Wozu?

%&§/”%&?!

Die Hölle ist zugefrohren

25. Februar 2023

Mear­s­hei­mer und eine Stan­dard­re­dak­teu­rin sind sich einig.

Für Euro­pa könn­te eine Frie­dens­lö­sung nach Korea Vor­bild desas­trös sein.

Stan­dard Redak­teu­rin wie immer ohne Begrün­dung. Mear­s­hei­mer mit.

Insta­bi­li­tät über mehr als zehn Jah­re im Fal­le einer Korea Lösung wäre für die euro­päi­sche Wirt­schaft desaströs.

Gekop­pelt an wir haben den Arsch offen und machen immer noch alles was die US wol­len um wenigs­tens dort noch einen Absatz­markt zu haben - bedeu­tet das Folgende -

basie­rend auf zwei Hypo­the­ti­cals, “was wäre wenn Russ­land (nach einem ver­han­del­ten Waf­fen­still­stand) wie­der sub­stan­ti­ell angrei­fen wür­de, soet­was kön­nen wir uns nicht leis­ten”, und “was wäre wenn eine Korea Lösung zu pro­lon­gier­ter Insta­bi­li­tät führt”, opfern wir ger­ne zwei Genera­tio­nen öko­no­misch und schi­cken in der Ukrai­ne 200.000 Men­schen mehr in den Tot.

Mini­mum.

Wahr­schein­lich eher 800-900.000, falls die Ukrai­ne gewinnt. Mehr, wenn sie verliert.

Gerecht­fer­tigt wird das mit einem Nar­ra­tiv, dass wenn Russ­land gewinnt, sie­he ent­we­der Zei­han im vor­he­ri­gen Video (Atom­ra­ke­ten auf Euro­pa flie­gen, und zwar auf Städ­te - da Russ­land selbst bei einer 1:1000 Casu­al­ty rate bei einem “Kampf gegen die Nato”, immer noch Druck nach vor­ne an den Tag legen wür­de -- und gleich­zei­tig, heu­chelt man mit Sny­der in den Kom­men­tar­tei­len im Stan­dard, dass die Leu­te die aktu­ell Frie­dens­ver­hand­lun­gen for­dern, eigent­lich nur durch Furcht moti­viert sei­en -- ich will die­se Sze­na­ri­en nicht wäl­zen, aber soet­was läuft aktu­ell under Legi­ti­ma­ti­on für den pro­lon­gier­ten Krieg), oder der bereits über die Büh­ne gegan­ge­ne “CIA Direc­tor mit Entou­ra­ge” Trip nach Russ­land hat gezo­gen und die US haben den Funk­ti­ons­trä­gern in Russ­land eine der­ar­ti­ge Angst ein­ge­jagt (Ver­gel­tung mit kon­ven­tio­nel­len Waf­fen im Fal­le eines Angriffs auf die Ukrai­ne), dass sies tat­säch­lich nicht tun, und “Regi­me­chan­ge bevorzugen”.

Wenn die Ukrai­ne ver­liert und Russ­land sich nicht einem Kampf gegen die Nato stellt - wäre das die schnells­te und am wenigs­ten dis­rup­ti­ve Lösung - in dem Sin­ne, dass ein Gue­ril­la Krieg in den öst­li­chen Regio­nen der Ukrai­ne nie­man­den zu sehr tan­gie­ren wür­de, ein Bür­ger­krieg in Russ­land sowohl Euro­pa als auch Chi­na - nur die US nicht. 

Nur eine Ver­hand­lungs­lö­sung wäre schnel­ler und sauberer.

Pro­blem, die US wer­den alles dar­an set­zen, dass das als Ver­hand­lungs­lö­sung nicht der Fall ist, da sie Spass dran haben Russ­land kos­ten­güns­tig wie noch nie, den Regio­nal­machts­sta­tus zu neh­men, wäh­rend in Euro­pa die Wirt­schafts­kraft und der Lebens­stan­dard sinken.

Gegen eine bal­di­ge Ver­hand­lungs­lö­sung spricht lei­der auch das poli­ti­sche Signa­ling Öster­reichs von Ges­tern: Schal­len­berg hat grad den Arsch in den Him­mel gereckt, damit man ihm ein Kla­vier rein­ste­cken kann - das Freu­de schö­ner Göt­ter­fun­ken spielt:


und

Die bei­den Twit­ter­mel­dun­gen an sich sind nicht das Pro­blem (außer dass sie sich an eine Media­le Öffent­lich­keit rich­ten die ein­fach nur noch emo­tio­nal bespielt wer­den will), das Messaging das mit dem zwei­ten Video ein­her­ge­gan­gen ist, ist es -- das Ein­schwen­ken der öster­rei­chi­schen außen­po­li­ti­schen Posi­ti­on auf “die Ukrai­ne muss gewin­nen, weil Ver­lie­ren kei­ne Opti­on ist”.

Dazu passt auch, dass es bei der OSZE ges­tern einen Wal­k­out gab, noch bevor die rus­si­schen Ver­tre­ter ein Wort gespro­chen hat­ten. Bei soet­was machen OSZE Mee­tings doch rich­tig Sinn. Die rus­si­sche Dele­ga­ti­on hat sich post­wen­dend umge­dreht und gleich­mal hin­ter­fragt ob sie an OSZE Tref­fen eigent­lich noch teil­neh­men sol­len. Allei­ne für die Öffentlichkeitswirkung.

Aber Haupt­sa­che jemand sti­li­siert wie­der umfas­sen­de Einigkeit.

Nach­dem das Visa-Boykott zuerst nicht erreicht wor­den ist.

Ich wün­sche allen Ver­ant­wor­tungs­trä­gern der Genera­ti­on Schal­len­berg - 30 Jah­re FPÖ Alleinregierung. 

Aber eigent­lich wün­sche ichs Deutschland.

Alles was Deutsch­land bei­zu­tra­gen hat­te, war sowohl 190 Leo­pard 1 zu lie­fern, sich von den Brei­ten­me­di­en fei­ern zu las­sen, dass in ein­ein­halb Jah­ren noch 31 Abra­hams dazu­kom­men, und Russ­land genü­gend Zeit zu ver­schaf­fen mehr Sol­da­ten in der Ukrai­ne an die Front zu bekommen.

Fickt euch ihr Schwei­ne, hängt euch auf ihr Wich­ser, sterbt ihr Arschlöcher.

Indi­ka­to­ren “wies mili­tä­risch läuft” soll­ten im Juni ables­bar sein. Bedeu­tet aber nicht, dass der Krieg dann zu Ende ist. Ver­liert Russ­land dau­erts eher noch drei Jah­re. Oder bis sich die rus­si­scher Eli­te von Putin ver­ab­schie­det, und sich auf die nächs­ten 50 Jah­re öko­no­misch und resour­cen­tech­nisch von der Gewin­ner­sei­te file­tie­ren lässt. Repa­ra­ti­ons­zah­lun­gen wür­den wahr­schein­lich noch län­ger laufen.

Ver­liert die Ukrai­ne, freut sich die deut­sche Wirtschaft.

Und die Baby­boo­mer Bevöl­ke­rung schaut bis dahin (DREI JAHRE) ein­fach nur zu und lacht sich einen im gemüt­li­chen Eigenheim.

Alp­bach wird die nächs­ten Jah­re voll sein. Brain­drain in die US mit 10facher Intensität.

Der Plan von BASF besteht aktu­ell dar­in in den US so schnell zu expan­die­ren, dass sie die deut­sche Indus­trie von den US aus ver­sor­gen können. 

Geht sich laut allen Pro­gno­sen nicht aus, son­dern gene­riert neben den deut­lich höhe­ren Prei­sen für Basis­kom­po­nen­ten der deut­schen Hoch­in­dus­trie eine Ver­sor­gungs­lü­cke von etwa fünf Jahren.

Die deut­sche Stahl­in­dus­trie hat der­weil Stein­koh­le aus Russ­land impor­tiert. Den Ver­brauch um 8% erhöht. Und im August dann den Haupt­lie­fe­ran­ten gewechselt.

Die Ukraine schickt gerade Wahnsinnige auf Panels

25. Februar 2023

Inter­view­er: I it must be hard to retain opti­mism necessa­ri­ly but how does this end in your view?

Well, we don’t have any choice this this is essen­ti­al­ly a war of exter­mi­na­ti­on. We have an enemy that is try­ing to wipe ukrai­ni­ans off off the face of the Earth, this is a a geno­ci­dal ter­ro­rist attempt to to take a coun­try of 40 mil­li­on, peop­le and and basi­cal­ly rid it of the peop­le that live the­re so that real­ly hel­ps focus your mind, I have to tell you and we have no choice, we will fight and we’ll fight to the end the you know the situa­ti­on now is that we have no electri­ci­ty, we have no - we have inter­mit­tent electri­ci­ty we have inter­mit­tent heat, we get we’­ve had three air raid warnings I got on my pho­ne - on my pho­ne app today, we were atta­cked last week with hyper­so­nic mis­si­les going after, you know electri­ci­ty grids - this is Putin is at war with the Ukrai­ni­an people.

[…]

So far we’­ve had 13 mil­li­on peop­le dis­pla­ced from their homes, eight mil­li­on of which live in the EU 3 mil­li­on have been depor­ted into into Rus­sia and 14.000 child­ren have been kid­nap­ped and are being put up for adop­ti­on with Rus­si­an fami­lies - I mean this is this is hor­ri­fic and out of all of this, nine­ty per­cent of ukrai­ni­ans say not one cen­ti­me­ter of land do we give them, we do not lea­ve him on our soil becau­se he will come back and he will come back not just to take us but to take EU coun­tries Poland the Bal­tic sta­tes and that’s when Ame­ri­can sol­di­ers die this is the deal of the cen­tu­ry for NATO coun­tries in the United Sta­tes in particular. 

We do the figh­t­ing we do the dying, you give us the wea­pons and we defeat and wea­ken your enemy and this is your enemy becau­se he says he’s your enemy, he’s out to des­troy ever­ything that we belie­ve in in and as a peop­le who love free­dom and belie­ve in Free­dom and, you know I think that in NATO coun­tries - the cost of sup­por­ting Ukrai­ne is is if you take the NATO coun­tries tog­e­ther 0.01 of of GDP for Ame­ri­cans for the amount of aid that they’­ve given Ukrai­ne it’s 14 USD a mon­th and I I don’t think you’­re going to make a bet­ter invest­ment, frank­ly than that so I think vic­to­ry actual­ly means from my per­spec­ti­ve, Pre­si­dent Zelen­skyys per­spec­ti­ve - he says total defeat of the Rus­si­an army in Ukrai­ne, back to our 1991 bor­ders to regain our sov­er­eig­n­ty war cri­mes tri­bu­nals and repa­ra­ti­ons. For me per­so­nal­ly that trans­la­tes as my friends, come home in one pie­ce, and I go to Cri­mea this sum­mer for a holi­day. Thank you.

War­um die Qua­li­fi­zie­rung wahnsinnig?

Weil die­se Zah­len - bei denen der Stan­dard noch die Bal­ken­gra­phen geschönt hat (nicht pro­por­tio­nal), im Ver­hält­nis zu den getö­te­ten Sol­da­ten, “Völ­ker­mord” als Begrün­dung für eine Pro­lon­gie­rung des Krie­ges nicht hergeben.

Zivile Todesopfer
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(Das letz­te Trio an Bal­ken­gra­phen reprä­sen­tiert den Stand von 06.12.2022)

Das Argu­ment stammt von Chom­sky, nicht von mir. Hab nur die Quel­le nicht mehr.

Scheint mir aber einleuchtend.

Wegen 6000 zivi­len Toten schi­cke ich im sel­ben Zeit­raum nicht 130.000 Sol­da­ten mit der Behaup­tung Geno­zid in den Tod.

Bedeu­tet: Die tag­täg­li­che media­le Pro­pa­gan­da hält aktu­ell Gesell­schaf­ten in einem Zustand von Des­in­for­ma­ti­on, um ein Ide­al zu bedie­nen, bei dem der net­te Herr am Ende “hof­fent­lich noch heu­er” Urlaub auf der Krim macht - als Resul­tat des­sen, aber der rus­si­sche Staat zusam­men­bricht, da er sei­ne Regio­nal­machts­an­sprü­che nicht mehr mili­tä­risch unter­füt­tern kann.

Um Frau­en und Kin­der von Ent­füh­run­gen und Ver­ge­wal­ti­gun­gen zu schüt­zen, was eine UN Frie­dens­trup­pe auch könnte.

Also - der Typ ist durch. Der Typ lügt (wie­der­holt eine Pro­pa­gan­da­lü­ge “Geno­zid” (6000 zivi­le Tote, bei einer Ukrai­ne die eine Gene­ral­mo­bil­ma­chung aus­ge­ru­fen hat in einem Land mit 45 Mil­lio­nen Ein­woh­nern, abzüg­lich 13 Mil­lio­nen Ver­trie­be­ner)). Der Typ recht­fer­tigt einen Auf­rei­bungs­krieg mit einem “Ide­al” (Will nicht dass mei­ne Freun­de ster­ben, will aber wei­ter kämp­fen um heu­er noch Urlaub auf der Krim zu machen.).

Mit einem Hypo­the­ti­kum das da lau­tet “egal was wir machen, wenn wir Russ­land nicht ver­nich­ten, wird es spä­ter wie­der angrei­fen” - als strin­gen­tes­tem Argument.

Und das ist, was unse­re Brei­ten­me­di­en der Gesell­schaft füttern.

Wie lan­ge soll ich das noch ertragen?

Ein Jahr hät­ten wir schon. Wie lan­ge funk­tio­nierts noch. Klar - der Typ (nicht Zei­han) ist sicher nicht unat­trak­tiv, und ein super Beschüt­zer - aber er ist wahnsinnig.

Und als “Beschüt­zer” ver­kauft der den US expli­zit (deut­li­cher geht es nicht) Ukrai­ner als Kano­nen­fut­ter. “Das ist der tolls­te Deal, wir ster­ben für euch.”

Die­se Gesell­schaft ist das gro­tesk Allerletzte.

(Im zwei­ten Teils es Vide­os stellt unser Held dann noch unter Beweis, dass er kei­ne Ahnung von Waren­strom Öko­no­mien und der Green Eco­no­my hat. “Hyper local green indus­try sec­tor, with more local - funk­tio­niert weder ohne Gas als fuel für load­ba­lan­cing” (spä­ter Was­ser­stoff, der ist aber teue­rer (mehr Wert­schöp­fung im Aus­land)). Green eco­no­my ohne Kup­fer, Nickel, Kobalt und Chi­na (Poli­si­li­zi­um) funk­tio­niert auch nicht. Dazu kommt eine welt­wei­te Dün­ger­mit­tel­kri­se in spä­tes­tens einem Jahr.

Aber der wer­te Herr will immer noch Urlaub auf der Krim im Som­mer machen, und dann ein öko­no­mi­sches und Energieerzeugungs-Versuchslabor in Ukrai­ne auf dem Weg zu einer “ukrai­ni­schen EU”, da der Block Ukrai­ne und Polen zukünf­tig “das neue Deutschland/Frankreich sein wird”. Sei­ne Aus­sa­ge, nicht mei­ne. (Auch den Aspekt (zumin­dest teil­wei­se Ver­schie­bung von Macht­gleich­ge­wich­ten inner­halb Euro­pas, habe ich mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin als zukünf­ti­ge Aus­wir­kung des Krie­ges beschrie­ben, sie hat nur abge­wun­ken “ts” von sich gege­ben und es nicht verstanden.))

Kotkin schießt zum zweiten Mal quer

25. Februar 2023

Kot­kin, für die die es nicht wis­sen, ist der der am 04. März 2022 bei der Hoo­ver Insti­tu­ti­on das kom­plet­te Medi­en­nar­ra­tiv des Wes­tens zum Ukrai­ne Krieg erfun­den hat. Und dar­auf­hin in Stan­ford mehr Auf­ga­ben umge­hängt bekam (1|2, zuvor seit Jah­ren per­ma­nent Fel­low bei der Hoo­ver Institution).

Beim ers­ten Mal hat Kot­kin erwähnt, dass beim Angriff in Char­kiew vor allem schlecht aus­ge­bil­de­te rus­si­sche Ein­hei­ten besiegt/vertrieben wur­den, dass russ­lands Angriffs­ar­mee deut­lich zu klein war um die Ukrai­ne voll­stän­dig zu beset­zen (bedeu­tet nicht, dass Kiew nicht über­rannt und die Regie­rung gestürzt wer­den soll­te), und die Ukrai­ne in Punk­to “Infor­ma­ti­on War­fa­re äußerst effek­tiv war”.

Sie­he click

Und heu­te stellt sich Kot­kin, wie bereits Ben­nett zuvor hin­ter ein “israe­li­sches Modell” als Lösung für den Ukrai­ne Konflikt.

Der Stan­dard muss natür­lich sofort ant­ago­ni­sie­ren und dar­auf behar­ren, dass das auch schief gehen kann.

So wie der dama­li­ge US-Präsident Dwight Eisen­ho­wer in den 1950er-Jahren im Korea­krieg nach Süd­ko­rea reis­te, tat es ihm US-Präsident Joe Biden mit sei­nem Besuch in Kiew gleich. Nach Ansicht des His­to­ri­kers müss­te eine Tei­lung des Lan­des nicht der Sta­tus quo sein, und er erin­nert an die Ost-West-Teilung in Deutsch­land. Kei­ner habe damals mit dem Fall der Mau­er gerech­net und noch weni­ger mit der raschen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung des Ostens. Was Kot­kin jedoch uner­wähnt ließ, ist, dass eine sol­che Staa­ten­auf­tei­lung den­noch miss­lin­gen kann, wie es gegen­wär­tig in Isra­el und Paläs­ti­na der Fall ist.

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Wie stark schiefgehen?

Anzahl der Todes­op­fer durch Ter­ror­an­schlä­ge in Isra­el in den Jah­ren 1948 bis 1999
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Zuge­ge­ben, die sind nach 1999 wie­der stark gestie­gen und das ist nur eine Sei­te der Betrach­tung, die ande­re ist deut­lich opfer­in­ten­si­ver, aber wenn ich das gegen 200.000 wei­te­re Kriegs­op­fer rech­ne, kom­me ich da eini­ge Jahr­hun­der­te hin.

Unglaub­lich, wie das schief­ge­hen kann, Tabea Hahn.

Nach Aus­sa­ge des Stock­holm Inter­na­tio­nal Peace Rese­arch Insti­tu­te, wur­den 13.000 Israe­lis und Paläs­ti­nen­ser als direk­te Fol­ge des Kon­flikts zwi­schen 1948 und 1997 getö­tet.[17] Ande­re Schät­zun­gen gehen von 14.500 Toten zwi­schen 1948 und 2009 aus.[17][18]

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In Pales­ti­na kommt dann noch der Kampf um Was­ser und frucht­ba­ren Boden dazu. (Sie­he Rosa Luxen­burg Stif­tung.)

Habe gerade etwas gemacht was man nicht machen darf

24. Februar 2023

Habe mich an das Zitat Mear­s­hei­mers erin­nert (Debat­te mit Carl Bildt), dass es kei­ne schrift­li­che Quel­len für das neo­im­pe­ria­lis­ti­sche Pla­nungs­kon­zept Putins gibt.

Dass alle Zita­te die dafür her­an­ge­zo­gen wer­den, kei­ne Bestä­ti­gung für neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Ambi­tio­nen beinhalten.

Wird län­ger, ich bin sie alle durchgegangen.

Hier die Kriegs­re­de Putins vom 24.02. (Unter­ti­tel aus­zugs­wei­se gegen goog­le auto­trans­la­te aus dem Rus­si­schen geprüft - schei­nen ok, bit­te im Ein­zel­fall expli­zit nach­prü­fen) - von der es heißt der wahn­sin­ni­ge Putin hät­te sie neo­im­pe­ria­lis­tisch begrün­det, und von der Eric Frey weiß -

Und so ver­hasst die Nato-Erweiterung in Mos­kau auch ist, so auf­fal­lend ist, dass sie seit dem 24. Febru­ar 2022 in Putins eige­nen Begrün­dun­gen für den Krieg immer weni­ger vor­kommt und von sei­ner großrussisch-nationalistischen Rhe­to­rik ver­drängt wird.

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Frey irrt.

1. Kriegs­er­klä­rungs­re­de vom 24. 02, die ers­ten 15 Minu­ten sind nur Nato Ost­erwei­te­rung, respek­ti­ve Nato Inter­ven­tio­nen ohne UN Man­dat in der Ver­gan­gen­heit und ihre Fol­gen (laut Putin).

Bei Minu­te 23 wech­selt er dann in eine Rede über eine Hoff­nung der “Zusam­men­ar­beit” mit der Ukrai­ne “to move for­ward tog­e­ther”. Kon­text dafür, die Ukrai­ne hat mitt­ler­wei­le etwa 700 Kol­la­bo­ra­teu­re fest­ge­setzt die für einen Wech­sel im ukrai­ni­schen Staats­ap­pa­rat sor­gen hät­ten sol­len. Er erwähnt die­se inner­halb eines Sprach­bilds von “unse­rer gemein­sa­men Zukunft (Ukrai­ne und Russland)”.

Nazi und Neo-Nazi Anwür­fe sind mehr­fach eingestreut.

Die Rede wirkt zu kei­ner Zeit als sei der Vor­tra­gen­de in irgend­ei­ner Art und Wei­se wahnsinnig.

Als ich das mei­ner ehe­ma­li­gen Psy­cho­the­ra­peu­tin gesagt habe - (“ich habe die Rede drei Mal gese­hen, ich sehe den wahn­sin­ni­gen Putin nicht, ich sehe haupt­säch­lich Pro­pa­gan­da, die an das rus­si­sche Volk gerich­tet ist.”), hat sie abge­wun­ken, und woll­te nichts davon wissen.

Btw. das Kon­zept Novor­os­si­ya wird zu kei­ner Zeit erwähnt, mehr dazu später.

2. Paper von Vla­di­mir Putin ”On the His­to­ri­cal Unity of Rus­si­ans and Ukrai­ni­ans“ (Juli 2021)

Das ist das “wahn­sin­ni­ge geschichts­re­vi­sio­nis­ti­sche Geschreib­sel” von Putin, das in unse­ren Medi­en wie­der­holt refe­ren­ziert wird, und die Kon­zep­te Novor­os­si­ya und RUS beinhal­tet, die zur öffent­li­chen Erklä­rung war­um Putin wahn­sin­nig sei, wie­der­holt her­an­ge­zo­gen wurden.

Etwa ein Monat nach Kriegs­be­ginn, gab es die ers­ten Panels in klei­ne­ren US Uni­ver­si­tä­ten, in denen Fakul­täts­lei­ter bestä­tigt haben, dass Putin bei­de Kon­zep­te bereits seit Jah­ren für die innen­po­li­ti­sche Pro­pa­gan­da ver­wen­det und das Schul­buch Cur­ri­cu­lum dies­be­züg­lich 2014 abge­än­dert hat. (Vgl. click ) Bei­de Begrif­fe waren in der innen­po­li­ti­schen Pro­pa­gan­da seit damals im Einsatz.

Pseudo­his­to­ri­sches Gebrab­bel ja, und zwar in einem Umfang, dass ich begon­nen habe quer­zu­le­sen. Die Stel­len an denen Putin wie­der eine Refe­renz zu aktu­el­le­ren Gege­ben­hei­ten auf­baut, ste­chen aber auch beim Quer­le­sen deut­lich heraus.

Im gesam­ten Arti­kel, kei­ne Erwäh­nung eines “neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Ziels” oder Wunschtraums.

An meh­re­ren Stel­len “Dele­gi­ti­ma­ti­on” der ukrai­ni­schen Regie­rung, ihres poli­ti­schen Han­delns, sowie ihrer poli­ti­schen Posi­ti­on nach 1980. Eine kul­tu­rel­le Unab­hän­gig­keit wird als “erfun­den” abge­tan. Aber der Sta­tus der Ukrai­ne als eigen­stän­di­ger Staat nicht poli­tisch rela­ti­viert. His­to­risch ja, kon­stru­ier­tes “Bedau­ern”, dass die Ukrai­ne “von Bol­sche­wi­ken ein­fach ver­schenkt wur­de”, ja. Hin­ter­fra­gen des eigen­stän­di­gen Sta­tus als Staat im Hier und Jetzt: Nein.

Vgl.

Step by step, Ukrai­ne was drag­ged into a dan­ge­rous geo­po­li­ti­cal game aimed at tur­ning Ukrai­ne into a bar­ri­er bet­ween Euro­pe and Rus­sia, a spring­board against Rus­sia. Ine­vi­ta­b­ly, the­re came a time when the con­cept of ”Ukrai­ne is not Rus­sia“ was no lon­ger an opti­on. The­re was a need for the ”anti-Russia“ con­cept which we will never accept.

The owners of this pro­ject took as a basis the old ground­work of the Polish-Austrian ideo­lo­gists to crea­te an ”anti-Moscow Rus­sia“. And the­re is no need to decei­ve anyo­ne that this is being done in the inte­rests of the peop­le of Ukrai­ne. The Polish-Lithuanian Com­mon­wealth never nee­ded Ukrai­ni­an cul­tu­re, much less Cos­s­ack auto­no­my. In Austria-Hungary, his­to­ri­cal Rus­si­an lands were mer­ci­less­ly explo­i­ted and remai­ned the poo­rest. The Nazis, abet­ted by col­la­bo­ra­tors from the OUN-UPA, did not need Ukrai­ne, but a living space and slaves for Aryan overlords. 

But the fact is that the situa­ti­on in Ukrai­ne today is com­ple­te­ly dif­fe­rent becau­se it invol­ves a for­ced chan­ge of iden­ti­ty. And the most des­pi­ca­ble thing is that the Rus­si­ans in Ukrai­ne are being for­ced not only to deny their roots, genera­ti­ons of their ances­tors but also to belie­ve that Rus­sia is their enemy. It would not be an exa­g­ge­ra­ti­on to say that the path of for­ced assi­mi­la­ti­on, the for­ma­ti­on of an eth­ni­cal­ly pure Ukrai­ni­an sta­te, aggres­si­ve towards Rus­sia, is com­pa­ra­ble in its con­se­quen­ces to the use of wea­pons of mass dest­ruc­tion against us. As a result of such a har­sh and arti­fi­cial divi­si­on of Rus­si­ans and Ukrai­ni­ans, the Rus­si­an peop­le in all may decre­a­se by hund­reds of thousands or even millions.

Our spi­ri­tu­al unity has also been atta­cked. As in the days of the Grand Duchy of Lit­hua­nia, a new eccle­si­asti­cal has been initia­ted. The secu­lar aut­ho­ri­ties, making no secret of their poli­ti­cal aims, have bla­tant­ly inter­fe­red in church life and brought things to a split, to the sei­zu­re of church­es, the bea­ting of priests and mon­ks. Even exten­si­ve auto­no­my of the Ukrai­ni­an Ortho­dox Church while main­tai­ning spi­ri­tu­al unity with the Moscow Patri­ar­cha­te stron­gly dis­plea­ses them. They have to des­troy this pro­mi­nent and centuries-old sym­bol of our kin­ship at all costs.

Appar­ent­ly, and I am beco­m­ing more and more con­vin­ced of this: Kiev sim­ply does not need Don­bas. Why? Becau­se, first­ly, the inha­bi­tants of the­se regi­ons will never accept the order that they have tried and are try­ing to impo­se by for­ce, blo­cka­de and thre­ats. And second­ly, the out­co­me of both Minsk‑1 and Minsk‑2 which give a real chan­ce to peace­ful­ly res­to­re the ter­ri­to­ri­al inte­gri­ty of Ukrai­ne by com­ing to an agree­ment direct­ly with the DPR and LPR with Rus­sia, Ger­ma­ny and Fran­ce as media­tors, con­tra­dicts the ent­i­re logic of the anti-Russia pro­ject. And it can only be sus­tai­ned by the con­stant cul­ti­va­ti­on of the image of an inter­nal and exter­nal enemy. And I would add – under the pro­tec­tion and con­trol of the Wes­tern powers.

sowie:

Today, the ”right“ patri­ot of Ukrai­ne is only the one who hates Rus­sia. Moreo­ver, the ent­i­re Ukrai­ni­an state­hood, as we under­stand it, is pro­po­sed to be fur­ther built exclu­si­ve­ly on this idea. Hate and anger, as world histo­ry has repeated­ly pro­ved this, are a very shaky foun­da­ti­on for sov­er­eig­n­ty, frau­ght with many serious risks and dire consequences.

All the sub­ter­fu­ges asso­cia­ted with the anti-Russia pro­ject are clear to us. And we will never allow our his­to­ri­cal ter­ri­to­ries and peop­le clo­se to us living the­re to be used against Rus­sia. And to tho­se who will under­ta­ke such an attempt, I would like to say that this way they will des­troy their own country.

The incum­bent aut­ho­ri­ties in Ukrai­ne like to refer to Wes­tern expe­ri­ence, see­ing it as a model to fol­low. Just have a look at how Aus­tria and Ger­ma­ny, the USA and Cana­da live next to each other. Clo­se in eth­nic com­po­si­ti­on, cul­tu­re, in fact sharing one lan­guage, they remain sov­er­eign sta­tes with their own inte­rests, with their own for­eign poli­cy. But this does not pre­vent them from the clo­sest inte­gra­ti­on or allied rela­ti­ons. They have very con­di­tio­nal, trans­pa­rent bor­ders. And when cros­sing them the citi­zens feel at home. They crea­te fami­lies, stu­dy, work, do busi­ness. Inci­dent­al­ly, so do mil­li­ons of tho­se born in Ukrai­ne who now live in Rus­sia. We see them as our own clo­se people.

Rus­sia is open to dia­lo­gue with Ukrai­ne and rea­dy to dis­cuss the most com­plex issu­es. But it is important for us to under­stand that our part­ner is defen­ding its natio­nal inte­rests but not ser­ving someo­ne else’s, and is not a tool in someo­ne else’s hands to fight against us.

We respect the Ukrai­ni­an lan­guage and tra­di­ti­ons. We respect Ukrai­ni­ans’ desi­re to see their coun­try free, safe and prosperous.

I am con­fi­dent that true sov­er­eig­n­ty of Ukrai­ne is pos­si­ble only in part­ners­hip with Rus­sia. Our spi­ri­tu­al, human and civi­liz­a­tio­nal ties for­med for cen­tu­ries and have their ori­gins in the same sources, they have been har­den­ed by com­mon tri­als, achie­ve­ments and victories.

Stark auf Dele­gi­ti­mie­rung hin geschrie­ben, aber kein Neo­im­pe­ria­les Pro­jekt auch nur ange­deu­tet. Mehr “wir wol­len unse­ren Ein­fluss durch Soft­power zurück/festigen”.

3. Anspra­chen 2005 und 2007 (Munich Secu­ri­ty conference)

[A clue to his thin­king [Putin didn’t just tame the olig­archs of the 1990s; he repla­ced them with his own. He was crea­ting some­thing resemb­ling a Soviet sys­tem of Com­mu­nist Par­ty con­trol, just without the Soviet ideo­lo­gy and a per­so­nal struc­tu­re of rule in place of the old Par­ty nomen­kla­tu­ra.] came in 2005 when he descri­bed the col­lap­se of the Soviet Uni­on as the grea­test tra­ge­dy of the 20th cen­tu­ry. Then, in 2007 at Munich, that shift in rhe­to­ric beca­me unmistakable.]
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The break­down of USSR is the grea­test tra­ge­dy of the century.”

Note the two instan­ces of “the”. Neit­her of the­se are actual­ly direct­ly in the Rus­si­an. They have to be inser­ted to make gram­ma­ti­cal­ly cor­rect Eng­lish, and at the same time, kee­ping the ori­gi­nal meaning.

This trans­la­ti­on implies that Putin appar­ent­ly belie­ves that neit­her the Second World War, nor the First, were the grea­test tra­ge­dies of the 20th cen­tu­ry — but the break­down of a par­ti­cu­lar empire.

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Kei­ne Erwäh­nung eines neo­im­pe­ria­len Projekts.

Sachs umschreibt die­se Peri­ode mit “als Russ­land eigen­stän­di­ger wur­de, begann es die Nato Erwei­te­run­gen öffent­lich zu kri­ti­sie­ren”. (Zwei­te Nato Ost­erwei­te­rung, 2004.)

Zum Kon­zept “War die Nato Ost­erwei­te­rung der Haupt­grund für Putins Angriff auf die Ukraine”?

Eric Frey:

Tat­säch­lich wur­de auch in den USA und West­eu­ro­pa die Auf­nah­me der ost­eu­ro­päi­schen Staa­ten, und ganz beson­ders der drei ehe­ma­li­gen Sowjet­re­pu­bli­ken im Bal­ti­kum 2004, von man­chen Fach­leu­ten hef­tig kri­ti­siert. Aller­dings hat sich die Nato in all den Jah­ren auch stets bemüht, Russ­land in die Sicher­heits­ar­chi­tek­tur ein­zu­bin­den und so die Ängs­te zu zer­streu­en, aller­dings mit immer weni­ger Erfolg. Dazu kommt, dass der Bei­tritt zu einem Bünd­nis ein Recht sou­ve­rä­ner Staa­ten dar­stellt, das ihnen ihre noch so mäch­ti­gen Nach­barn nicht ver­weh­ren dürfen.

Der letz­te Satz ist fak­tisch nicht rich­tig. Die Nato open door poli­cy besagt, dass ihnen das Stel­len eines Antra­ges auf Mit­glied­schaft nicht ver­wehrt wer­den kann, und dass die­ser geprüft wer­den muss - stellt jedoch expli­zit klar, dass die Ent­schei­dung dar­über durch die Voll­mit­glie­der fällt.

Die bis­he­ri­ge Nato-Erweiterung mag Putin noch hin­ge­nom­men haben, aber der Bei­tritt der Ukrai­ne und Geor­gi­ens wäre ein Schritt zu viel. Denn das wür­de Russ­lands mili­tä­ri­sche Prä­senz im Schwar­zen Meer bedro­hen und damit sei­nen ein­zi­gen eis­frei­en Zugang zum Meer. Doch genau dies hat die Nato auf ihrem Gip­fel in Buka­rest im Juli 2008 ver­spro­chen [einen NATO Bei­tritt der Ukrai­ne und Geor­gi­en], zwar ohne Zeit­plan, aber in deut­li­cher Spra­che. Dass Russ­land kurz dar­auf die abtrün­ni­ge geor­gi­sche Pro­vinz Süd­os­se­ti­en besetz­te, war ein kla­res Warn­si­gnal. Und als der Sturz des pro­rus­si­schen Prä­si­den­ten Wik­tor Janu­ko­witsch im Febru­ar 2014 die Ukrai­ne auf Nato-Kurs brach­te, war es auch kein Zufall, dass Putin die Krim besetz­te, wo in Sewas­to­pol die Schwarz­meer­flot­te sta­tio­niert ist.

Es gibt gute Grün­de, die Nato-Zusage von 2008 als stra­te­gi­schen Feh­ler zu sehen. Einen Bei­tritt in Aus­sicht zu stel­len, aber ihn nicht durch­zu­füh­ren und in eine fer­ne Zukunft zu ver­schie­ben, hat Geor­gi­en und die Ukrai­ne in eine beson­ders ver­wund­ba­re Lage gebracht. Es war die US-Regierung von Geor­ge W. Bush, die die­se Zusa­ge woll­te, wäh­rend die deut­sche Kanz­le­rin Ange­la Mer­kel auf der Brem­se stand. Her­aus kam ein schlech­ter Kom­pro­miss, der von allen Sei­ten kri­ti­siert wurde.

Aller­dings hät­te es dem Kreml bewusst sein müs­sen, dass die­ser Bei­tritt von der Mehr­heit der Nato-Staaten gar nicht gewollt war – zumin­dest nicht in abseh­ba­rer Zeit.

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Der letz­te Absatz ist auch hier nicht richtig.

Ich darf Micha­el Kim­mage (From 2014 to 2016, Kim­mage ser­ved on the Secretary’s Poli­cy Plan­ning Staff at the U.S. Depart­ment of Sta­te, whe­re he held the Russia/Ukraine port­fo­lio.) vor einer Woche beim CSIS zitieren:

I think that you can put the inva­si­on in one par­ti­cu­lar con­text of a of a Rus­sia that sees the out­side world in impe­ri­al terms and that has a par­ti­cu­lar cul­tu­ral atti­tu­de toward Ukrai­ne that’s on the one hand con­de­scen­ding as if the coun­try or the sta­te does­n’t or should­n’t exist and on the other hand embraces a part of Ukrai­ne. Here the cate­go­ry of Empi­res may­be not the per­fect one but it embraces a part of Ukrai­ne as Rus­sia and you know sort of is not annex­ing ter­ri­to­ry or taking ter­ri­to­ry in the eyes of Putin but “libe­ra­ting” this part of Ukrai­ne from an arti­fi­cial con­struct i.e. the Ukrai­ni­an Sta­te and the radi­ca­lism of this per­spec­ti­ve is some­thing that escaped me befo­re the war.

I knew that Putin had the­se ten­den­ci­es and it was sort of his rhe­to­ric and some of it just see­med like pro­pa­gan­da and ver­bal extre­mism befo­re the 24th of Febru­a­ry 2022 I think I would now ack­now­ledge that this is real­ly a part of Rus­si­an decisi­on making obvious­ly it’s a part of messaging in the way in which Putin has jus­ti­fied the war but this impe­ri­al pur­view is real­ly an aspect of his decisi­on making and the­re­fo­re the radi­ca­lism of Putin is one of the many things that we have to con­t­end with I think you can bump a second moti­va­ti­on of Putin’s down to a some­what more prac­ti­cal level and this is the sen­se that daw­ned on Putin’s part that he was losing Ukrai­ne and you know sort of a poten­ti­al loss of Ukrai­ne in 2013, 2014 and then what was beco­m­ing the actu­al loss of Ukrai­ne that Ukrai­ne was ent­e­ring into Wes­tern poli­ti­cal legal and mili­ta­ry struc­tures and that this in the eyes of Putin was a vehi­cle of Ame­ri­can influ­ence in the regi­on and that if this was a tra­jec­to­ry that would be untouched for five or ten years this is Putin thin­king perhaps in 2020, 2021 - that Ukrai­ne would be defi­ni­tively lost and that Putin would be the one who lost Ukrai­ne, and so the war in this con­text is not a cul­tu­ral pro­ject and not exact­ly an impe­ri­al pro­ject but is an aspect of Rus­si­an stra­te­gy so ins­tead of let­ting Ukrai­ne fall into the hands of Wes­tern Euro­pe and the United Sta­tes, we’ll break it apart, we’ll break it into pie­ces, we’ll con­trol what we can con­trol and we’ll sort of shift the who­le tra­jec­to­ry of Ame­ri­can poli­cy in the regi­on, the tra­jec­to­ry of Euro­pe in a dif­fe­rent direc­tion. I think it’s gone very poor­ly for Putin this aspect of the plan, but I’ll just say by way of con­clu­si­on I don’t think that he’s given up on on this and I don’t think that he’s given up on the first part of what I was try­ing to descri­be of this impe­ri­al pro­ject that he has for for the regi­on at large.

Der ers­te Teil beschreibt dezi­diert das unter 2. ver­link­te Paper “On the His­to­ri­cal Unity of Rus­si­ans and Ukrainians”.

Libe­ra­ting this part of the Ukrai­ne from an arti­fi­cial con­struct.” ist in der Beschrei­bung voll­kom­men in Ord­nung, wobei die “Befrei­ung” eine Über­nah­me der Ukrai­ne durch Kol­la­bo­ra­teu­re vorsah.

Der fett unter­leg­te Teil ist der Teil der bei Eric Frey falsch dar­ge­stellt wird.

Bei Mear­s­hei­mer (sie­he ers­ter Link des Bei­trags), wird das als three prong stra­te­gy umschrieben.

Hier bei 3:30 in:

1. Inte­gra­ting Ukrai­ne into Nato
2. Inte­gra­ting Ukrai­ne into the EU
3. Tur­ning Ukrai­ne into a pro wes­tern democracy.

Kot­kin und Sny­der haben dann sicher­ge­stellt dass im gän­gi­gen Medi­en­nar­ra­tiv immer nur 2 und 3 erwähnt wer­den (“Russ­land habe Angst vor einer demo­kra­ti­schen Ukrai­ne”. “Russ­land habe Angst vor einer Ukrai­ne mit einer Bevöl­ke­rung mit Rei­se­frei­heit in der EU.”) - aber Micha­el Kim­mage stellt im Zitat oben noch ein­mal expli­zit klar -

and this is the sen­se that daw­ned on Putin’s part that he was losing Ukrai­ne and you know sort of a poten­ti­al loss of Ukrai­ne in 2013, 2014 and then what was beco­m­ing the actu­al loss of Ukrai­ne, that Ukrai­ne was ent­e­ring into Wes­tern poli­ti­cal, legal and mili­ta­ry struc­tures and that this in the eyes of Putin was a vehi­cle of Ame­ri­can influ­ence in the regi­on and that if this was a tra­jec­to­ry that would be untouched for five or ten years, this is Putin thin­king perhaps in 2020, 2021 -

and then what was beco­m­ing the actu­al loss of Ukrai­ne that Ukrai­ne was ent­e­ring into Wes­tern poli­ti­cal legal and mili­ta­ry struc­tures” ist eine Fest­stel­lung über das tat­säch­li­che Gesche­hen, sei­tens Kim­mage, nich über Putins Vorstellungen.

Die Inte­gra­ti­on in die poli­ti­schen (EU asso­cia­ti­on agree­ment), recht­li­chen (sie­he click) und die mili­tä­ri­schen Struk­tu­ren (Chom­sky dazu im Detail) fand tat­säch­lich par­al­lel statt. Three prong strategy.

Aller­dings hät­te es dem Kreml bewusst sein müs­sen, dass die­ser Bei­tritt von der Mehr­heit der Nato-Staaten gar nicht gewollt war – zumin­dest nicht in abseh­ba­rer Zeit.

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Von Frey stimmt nicht. Wobei “in abseh­ba­rer Zeit” der sprin­gen­de Punkt ist.

Man hat Russ­land kol­por­tiert die übli­chen Zusa­gen “nicht vor dem Ende sei­ner Amts­zeit” gemacht, aber Russ­land woll­te bei den Ver­hand­lun­gen über eine neue Sicher­heits­ord­nung im Dezem­ber 2021 mehr. Die US haben die Ver­hand­lun­gen dann ihrer­seits abge­bro­chen. (Back­ground)

Kurz­fas­sung:

Schrift­li­che Bele­ge für “die neo­im­pe­ria­lis­ti­schen Plä­ne Putins” (der zB die ehe­ma­li­ge Soviet­uni­on, oder mehr Staa­ten als die Ukrai­ne) zurück­er­obern möch­te, exis­tie­ren tat­säch­lich nicht. Das im öffent­li­chen Nar­ra­tiv zu ver­an­kern war wei­test­ge­hend, die Leis­tung von Fio­na Hill (Broo­kings Insti­tu­ti­on), die den geschichts­ver­ses­se­nen Zaren Putin erfun­den hat, und genau wuss­te was er denkt. (Auf Fra­gen “what does Putin think”, ohne zu zögern geant­wor­tet hat.)

Der Punkt, dass Putin irra­tio­nal geur­teilt habe, als er “aus uner­find­li­chen Grün­den gedacht habe, die Ukrai­ne wer­de mit­tel­bar ein Teil der Nato”, ist eine Erfin­dung west­li­cher Pro­pa­gan­da. Bereits die Anne­xi­on der Krim wur­de von Russ­land in dem Zusam­men­hang gerechtfertigt.

sie­he Frey:

Dass Russ­land kurz dar­auf die abtrün­ni­ge geor­gi­sche Pro­vinz Süd­os­se­ti­en besetz­te, war ein kla­res Warn­si­gnal. Und als der Sturz des pro­rus­si­schen Prä­si­den­ten Wik­tor Janu­ko­witsch im Febru­ar 2014 die Ukrai­ne auf Nato-Kurs brach­te, war es auch kein Zufall, dass Putin die Krim besetz­te, wo in Sewas­to­pol die Schwarz­meer­flot­te sta­tio­niert ist.

Bedeu­tet, jeder wuss­te, dass es Russ­land dar­um geht den Mari­ne­ha­fen in Sevas­to­pol nicht inner­halb eines “feind­li­chen” Mili­tär­bünd­nis­ses zu haben. Das wur­de so kommuniziert.

Den wahn­sin­ni­gen Putin gibt es ten­den­zi­ell also, mehr so - gar nicht.

Und Eric Frey lügt gezielt in essen­ti­el­len Pas­sa­gen - auch wenn er Geschen­ke bringt… 😉

Es sind nicht nur Kreml-Propagandisten, die in der Poli­tik der Nato und der USA die Wur­zeln des rus­si­schen Angriffs sehen. Die­se Les­art ist weit­ver­brei­tet und beruht auf vie­len ein­zel­nen Fak­ten. Aber stimmt das Gesamtbild?

US-Wissenschafter wie John Mear­s­hei­mer und Jef­frey Sachs bis zum deut­schen Frau­en­bünd­nis Ali­ce Schwar­zer und Sah­ra Wagen­knecht sowie euro­päi­schen Rechts­po­pu­lis­ten reicht die Alli­anz derer, die das “Russ­land ist schuld”-Narrativ infra­ge stel­len. Es sei­en viel­mehr die Nato-Erweiterung, das Macht­stre­ben der USA und die Miss­ach­tung der Sicher­heits­in­ter­es­sen Russ­lands, die den Krieg ver­ur­sacht hät­ten, sagen sie. Die­se Argu­men­te spie­geln die rus­si­sche Pro­pa­gan­da wider, aber sie ent­hal­ten einen wah­ren Kern – und ver­die­nen daher eine ernst­haf­te Auseinandersetzung

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Befin­det sich damit aber, als Jour­na­list, kom­plett auf Line west­li­cher Kriegspropaganda.

edit: Der NDR hat mehr Quel­len zusam­men­ge­tra­gen: click

Aus­zü­ge: (1,2)