Kotkin schießt zum zweiten Mal quer

25. Februar 2023

Kot­kin, für die die es nicht wis­sen, ist der der am 04. März 2022 bei der Hoo­ver Insti­tu­ti­on das kom­plet­te Medi­en­nar­ra­tiv des Wes­tens zum Ukrai­ne Krieg erfun­den hat. Und dar­auf­hin eine Stan­ford Pro­fes­sur umge­hängt bekam (1|2, zuvor seit Jah­ren per­ma­nent Fel­low bei der Hoo­ver Institution).

Beim ers­ten Mal hat Kot­kin erwähnt, dass beim Angriff in Char­kiew vor allem schlecht aus­ge­bil­de­te rus­si­sche Ein­hei­ten besiegt/vertrieben wur­den, dass russ­lands Angriffs­ar­mee deut­lich zu klein war um die Ukrai­ne voll­stän­dig zu beset­zen (bedeu­tet nicht, dass Kiew nicht über­rannt und die Regie­rung gestürzt wer­den soll­te), und die Ukrai­ne in Punk­to “Infor­ma­ti­on War­fa­re äußerst effek­tiv war”.

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Und heu­te stellt sich Kot­kin, wie bereits Ben­nett zuvor hin­ter ein “israe­li­sches Modell” als Lösung für den Ukrai­ne Konflikt.

Der Stan­dard muss natür­lich sofort ant­ago­ni­sie­ren und dar­auf behar­ren, dass das auch schief gehen kann.

So wie der dama­li­ge US-Präsident Dwight Eisen­ho­wer in den 1950er-Jahren im Korea­krieg nach Süd­ko­rea reis­te, tat es ihm US-Präsident Joe Biden mit sei­nem Besuch in Kiew gleich. Nach Ansicht des His­to­ri­kers müss­te eine Tei­lung des Lan­des nicht der Sta­tus quo sein, und er erin­nert an die Ost-West-Teilung in Deutsch­land. Kei­ner habe damals mit dem Fall der Mau­er gerech­net und noch weni­ger mit der raschen wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung des Ostens. Was Kot­kin jedoch uner­wähnt ließ, ist, dass eine sol­che Staa­ten­auf­tei­lung den­noch miss­lin­gen kann, wie es gegen­wär­tig in Isra­el und Paläs­ti­na der Fall ist.

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Wie stark schiefgehen?

Anzahl der Todes­op­fer durch Ter­ror­an­schlä­ge in Isra­el in den Jah­ren 1948 bis 1999
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Zuge­ge­ben, die sind nach 1999 wie­der stark gestie­gen und das ist nur eine Sei­te der Betrach­tung, die ande­re ist deut­lich opfer­in­ten­si­ver, aber wenn ich das gegen 200.000 wei­te­re Kriegs­op­fer rech­ne, kom­me ich da eini­ge Jahr­hun­der­te hin.

Unglaub­lich, wie das schief­ge­hen kann, Tabea Hahn.

Nach Aus­sa­ge des Stock­holm Inter­na­tio­nal Peace Rese­arch Insti­tu­te, wur­den 13.000 Israe­lis und Paläs­ti­nen­ser als direk­te Fol­ge des Kon­flikts zwi­schen 1948 und 1997 getö­tet.[17] Ande­re Schät­zun­gen gehen von 14.500 Toten zwi­schen 1948 und 2009 aus.[17][18]

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In Pales­ti­na kommt dann noch der Kampf um Was­ser und frucht­ba­ren Boden dazu. (Sie­he Rosa Luxen­burg Stif­tung.)









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