Was lange währt, wird endlich gut.

21. April 2022

Selen­skyj hat gera­de ein Inter­view gege­ben, wonach die rus­si­sche Bevöl­ke­rung schwe­re Schuld auf sich gela­den habe, die sie nur berei­ni­gen kön­ne, wenn sie auf dem roten Platz gegen die Regie­rung pro­tes­tiert. src: click

Hach, das erin­nert mich an das ers­te Media State­ment Selen­sky­js auf rus­sisch, und gleich­zei­tig das let­ze Media State­ment kurz bevor die ers­ten rus­si­schen Rake­ten geflo­gen und die ers­ten Inva­si­ons­ver­bän­de in gro­ßer Anzahl (eini­ge bereits zuvor, aber ’nur’ (nur unter Anfüh­rungs­zei­chen, da die Nato noch nicht von einer Inva­si­on Spre­chen woll­te, von der Ley­en auf CNN auch nicht, …) in die von Russ­land besetz­ten Teil­re­pu­bli­ken und ohne Insi­gni­en) über die Gren­ze sind. Wor­um gings da noch­mal?

Ah ja, er [Selen­skyj] wen­de sich an Künst­ler und Ath­le­ten, Müt­ter und Väter, Tik­to­ker und Blog­ger in Russ­land, an Ärz­te und Wis­sen­schaft­ler. Sie müs­sen jetzt auf Social Media gegen den Krieg mobi­li­sie­ren, nur sie könn­ten einen Krieg jetzt noch verhindern!

Jetzt kön­nen nur sie einen Krieg jetzt noch beenden.

Irgend­wie - harmonisch.

Wie stel­len Sie sich die Bezie­hun­gen zwi­schen der Ukrai­ne und Russ­land in 20 Jah­ren vor? Wie müss­te die Welt aus­se­hen, damit Sie Mos­kau irgend­wann wie­der besu­chen können?

[…]

Es wird in 20 Jah­ren in Russ­land bestimmt ande­re Poli­ti­ker geben. Vor­aus­ge­setzt, dass ein ande­rer Prä­si­dent die­se Bla­se der Pro­pa­gan­da, nach der die Men­schen in Russ­land süch­tig gewor­den sind, plat­zen lässt. Ich glau­be, das rus­si­sche Volk wird schon in drei bis fünf Jah­ren den Tat­sa­chen ins Auge bli­cken müs­sen. Vor allem dank der neu­en Infor­ma­ti­ons­tech­no­lo­gien, die sich sehr schnell entwickeln.

Die Intel­li­gen­zi­ja wird plötz­lich die Rea­li­tät sehen und sich Asche aufs Haupt streu­en. Vie­le Rus­sen wer­den anfan­gen, das Aus­maß die­ses Krie­ges zu begrei­fen. Und dann liegt es bei den Rus­sen und dem rus­si­schen Staats­ober­haupt, eine rich­tungs­wei­sen­de Ent­schei­dung zu tref­fen. Das rus­si­sche Staats­ober­haupt muss klar kom­mu­ni­zie­ren: “Wir sind bereit, zu dem Krieg und zu den Kriegs­ver­bre­chen zu ste­hen.” Das wäre ein sehr wich­ti­ger Schritt. Die Rus­sen müs­sen dabei hin­ter die­sem Staats­ober­haupt ste­hen, weil sie ihn oder sie gewählt haben.

I wo, Regi­me­chan­ge? Jetzt aber… also, wir doch nicht, aber jetzt auf kei­nen Fall ist das eine Vor­aus­set­zung für Friedensverhandlungen.

Regi­me­chan­ge und eine rus­si­sche Bevöl­ke­rung die sich Asche auf ihr Haupt streut? Now we get talking…

edit: Wich­tig sind auch die drei bis fünf Jah­re Zeit­ho­ri­zont in dem Selen­skyj Inter­view. (So lan­ge soll der Krieg noch dau­ern.) Dafür hat­te ich bis­her kei­nen direk­ten Beleg im Blog.

Manch­mal fügen sich die Din­ge so gut ineinander.









Hinterlasse eine Antwort