Ah. Sie ist jetzt die offizielle PR Linie der Ukraine! Na dann…
Was man durchaus als Fortschritt werten kann, wenn man deren PR Linie von letztem Monat kennt.
Gut zu wissen, dass sich die meisten deutschsprachigen Medien wieder mal an der offiziellen Linie der Ukraine orientieren.
UA.tv is a ukrainian public broadcaster, operated by Ukrinform.
Ukrinform, also very liberal news outlet. Very independant, much:
The National News Agency of Ukraine (Ukrainian: Українське національне інформаційне агентство), or Ukrinform (Ukrainian: Укрінформ), is a state information and news agency, and international broadcaster of Ukraine. It was founded in 1918 during the Ukrainian War of Independence[6] as the Bureau of Ukrainian Press (BUP).
I also especially like their version of Annalena Baerbock, visible in the first video, called Annalena Burbock. I should very much remember that name!
General: “Mir nicht bekannt dass es Verhandlungen gäbe, aber natürlich geht die Diplomatie weiter - sie wissen vielleicht dass in 14 Tagen geplant ist eine Friedenskonferenz in der Schweiz abzuhalten, darum wird es - dabei wird es darum gehen dass im Prinzip die Leitplanken, Leitprinzipien kann man auch sagen für einen künftigen Friedensprozess entwickelt werden, zusammen mit vielen vielen Staaten aus aller Welt, auch die Amerikaner haben mittlerweile auf Ebene der Vizepräsidentin zugesagt. Unser Bundeskanzler wird persönlich an dieser Friedenskonferenz teilnehmen und die Möglichkeit da hier einen Prozess anzustoßen der dann mal zu einem Friedens - echten Friedensprozess führt, der gibt uns in diesen Tagen doch auch ein wenig Hoffnung.”
Redaktion der Bundeswehr: “Und das schließt unsere heutige Folge auch schon Herr General, schön dass Sie da waren und vielen Dank dass Sie sich die Zeit genommen haben!”
General: “Sehr gerne!”
Redaktion der Bundeswehr: “Ihnen liebe Zuschauerinnen und Zuschauer vielen Dank fürs Einschalten und gerne bis zur nächsten “Nachgefragt” Folge und natürlich halten wir Sie auch immer wieder mit Updates zum Ukrainekrieg auf dem Laufenden.”
[Musik]
Danke, keine weiteren Fragen.
Vielleicht nur kurz zum Propagandakonzept “Die Welt schöpft Hoffnung”:
Gut, Propaganda hat aber natürlich wieder niemand entdeckt…
edit: Ah, sorry - noch was zum Propaganda Prinzip “die Welt schöpft Hoffnung”:
die Nato Vorfeld Organisation NAFO (Nord Atlantic Fellow Organisation), finanziert eine “Bürgerbewegung” besorgter Bürger - die Nato Narrative in die Öffentlichkeit tragen, andere Meinungen ebenso enthusiastisch aus der Öffentlichkeit entfernen - aber gut in dem verankert sind, was aktuell der Meinungskorridor während des Krieges ist - weil ihnen ja auch unsere guten Freunde von der Bertelsmannstiftung helfend zur Seite stehen:
Enter die “wissenschaftliche Legitimationsebe”:
Dr. Heike Winkel argumentiert in ihrem Einleitungsteil “wie russische Propaganda funktioniert” wieder so gut im Theoretischen, dass sie wieder ganz ohne Beispiele auskommt (auch nicht neu, auch schon über ein halbes Dutzend mal in den letzten zwei Jahren erlebt) - denn wenn man Beispiele nennen würde, dann könnte der Zuseher darunter nicht wieder alles verstehen… Und außerdem wär das Arbeit - ich glaube wir argumentieren das Thema lieber wieder theoretisch weg… Funktioniert auch super - Zuschauerfragen bekommt sie im Anschluss nämlich keine mehr - ich mein, gab ja auch keine Anknüpfungspunkte zu irgendetwas in der Lebensrealität der anwesenden “Freunde der gepflegten Politischen Bildung” -- die aber Scheu haben, ihr Wirken mit “dem Durchführen von Informationskampagnen” zu umschreiben --
Ich mein gut, in Schulen gehen die schon.
Und sie stellen auch ganz billig, weil subventioniert, “Informationsmaterialien bereit” (ich hätt ja lieber die Studien gelesen…),
und sie targeten gezielt gesellschaftliche Multiplikatoren,
aber mit Informationskampagnen wollen die lieber nicht assoziiert werden, auch wenn Leute im Publikum es stark fordern sich weiter in die Richtung zu engagieren, und sich dann nach der Forderung wieder alle einig sind, dass das schon sehr wichtig ist. (Selbes Video.)
Ansonsten erschöpft sich die von den Freunden der Nato finanzierte Veranstaltung darin, dass man lustig über eine Henne/Ei Frage lacht, während man gleichzeitig behauptet, die eigene Historische Perspektive gehe ja bis 2008 zurück, da gabs noch keine Henne Ei Problematik… (Sicher? Ich mein, hat was für sich. Die russische Geschichtspropaganda wurde in etwa 2012 in deren Geschichtsbücher überfrachtet… Würd das Argument also gerne voll ausgeführt lesen, klingt erst mal nicht falsch.)
Henne/Ei Problem, denn “Keiner konnte mir noch erklären warum Russland Kinder entführt, wenn es doch “nur Angst vor der Nato” hatte”.
Gut - kann ich ja dann machen. Ein mögliches Erklärungsmuster ist die Pazifizierung der ruralen Bevölkerung aus der heraus Russland in Masse rekrutiert - denn aus irgendeinem Grund finden die - propagandahistorisch belegbar, einen Ausgleich mit jungen abhängigen Bemutterungssubjekten und später unfreien billigen Arbeitskräften ganz geil - wenn sie schon im Gegenzug dafür ihre zwei von drei Söhne abgeben mussten. Die finden das im Normalfall richtig toll, dass sie dann eine tiefere soziale Schicht bekommen, dens noch deutlich schleußiger geht als ihren Kindern. Dann gehen die auch nicht mehr in die nächste Stadt protestieren -- hat ja jeder was davon, und die Provinz stirbt nicht aus…
Ein anderes mögliches Erklärungsmuster ist die Umvolkung der besetzen Regionen. Auch das hat initial kein genozidiales Motiv (mehr Russen in den Donbas umvolken - fragen sie mal Israel). Mehr so ein “mehrheitsstiftendes”. Aber ja, die Übergänge sind fließend. Ist es jetzt für Russland das treibende Motiv “den Ukrainern ihre Identität auszutreiben”, (endlich wieder umvolken!) ja - muss aber nicht “initial sein”.
Dh. wenns darum geht Sevastopol zu halten -- würde man das die Propaganda die die Vortragenden 2008 in Russland dokumentiert haben (Ukraine ist kein eigenständiges Land, wir sind ein Volk, …) als “Softpower” deuten. Nur halt mit völkischen Motiven und nicht mit “wie sehr fühlst du dich als Europäer” -- was zugegebenermaßen mir ebenfalls stark aufstößt -- und diese Form der Softpower wär dann wieder - wertewestlich gesehen - voll ok (siehe Selenskyj muss sich noch was wegen der Zitat “gehirngewachenen Leute auf der Krim und ihren gehirngewaschenen Kindern überlegen”)
dass “völkische Identität” den liberalen Linken in Deutschland sehr aufgestoßen sei, bringen sie als Beleg “warum die Revolution der Freiheit, Friede, Würde” - ah ja Würde wars… in Deutschland im linken Spektrum so schlecht ankam.
Ich mein, bei den ganzen unschuldigen Morgenröte Fraktionen danach im Parlament -- also in dem Punkt, d’accord.
Der Rest der Veranstaltung ergeht sich wieder im fröhlichen Denunzieren der aussenpolitischen Schule des Realismus, und Mearsheimers --
denn wir wissen ja, dass es den Deutschen von den Fellows und Freunden der Nato - und Bertelsmann, so schnell wie möglich abtrainiert werden sollte in Machtsphärenlogik zu denken.
Das seien so blöde “postkoloniale” Reflexe, die Deutschland da noch habe.
Gut, und in Frankreich reist der Präsident noch mal kurz nach Neukaledonien weil er dort wieder eine Revolte ausgelöst hat, weil er seine Zunge nicht im Griff gehabt hat -- aber dieses Problem existiert mehr so in Deutschland, denn wir wissen ja - die NATO hängt in ihrer Außenpolitik mehr so der außenpolitischen Schule des “Idealism” an, der die Welt mehr so versteht, dass die US allen Staaten nur die Demokratie bringen wollten (Möglichkeitsform, future), und dieser Krieg nur zustande gekommen ist, weil ein Böser unserem Freund der Ukraine verweigern wollte “sein eigenes Bündnis zu wählen”.
Weil “great power politics” ist ja sowas von out und gestrig, das muss man den Deutschen auch in der Form näher bringen…
denn in dem Zeitalter, wo die westlichen Demokratien zahlenmäßig in decline sind -- ist es der NAFO natürlich wichtig, dass der gute Deutsche, der - der sich bei Lanz zu informieren weiß weiß, dass wir die westliche Werteordnung brauchen, damit die NATO - der außenpolitischen Theorie des “Idealism” folgend, wieder der restlichen Welt die Demokratie bringen kann.
Um den Komplexitäten von heute zu begegnen, brauchen wir ein flexibles, kommunizierendes System internationaler Regelungen, das variierende Allianzen zulässt und Interessenkämpfe eindämmt. Aufbauend auf einer scharfen Analyse der gegebenen Situation entwerfen im neuen Buch zehn Autorinnen und Autoren ein Gegenstück zur “Welt von heute”. Die Gründung einer neuen Schule des Multilateralismus, die realistische und idealistische Außen- und Sicherheitspolitik vereint, wird zur Diskussion gestellt.
Geopolitik nicht als Leitmotiv sehen
Ursula Werther-Pietsch ist Privatdozentin für Internationales Recht und Internationale Beziehungen an der Karl-Franzens-Universität Graz sowie Lehrbeauftragte an der Bundeswehr-Universität München. Sie ist Mitherausgeberin des “Defence Horizon Journal Special Edition” und Mitglied der Wissenschaftskommission beim österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung. Ihr Buch “Envisioning Peace. Neue Schule des Multilateralismus” wird im Herbst bei Facultas erscheinen. Sie ist Unterzeichnerin des “Offenen Briefs für eine neue Sicherheitspolitik”. Der vorliegende Text stellt ihre persönliche Meinung Internationale Beziehungen sollen nichts anderes als den täglichen Bedürfnissen im politischen Leben dienen; ihr innenpolitischer Bezug ist daher evident. Allerdings nicht aus der üblichen Perspektive, nämlich dem “Lippenablesen”, um “politisch zu punkten” unter dem Deckmäntelchen des Bürgers als Souverän. Nein, umgekehrt soll Geopolitik, also das Spiel von Machtinteressen auf globaler Ebene, als integraler Teil von menschlicher Sicherheit gesehen werden, als eine gewichtige Dimension, nicht aber als Leitmotiv oder gar übergeordnetes Axiom.
Es bedarf dringend einer neuen Theoriebildung für globalen Frieden in einem Zeithorizont von zwei bis drei Jahren. Die mühsam erarbeiteten Strukturen völkerrechtlichen Geschehens, die nach dem Zweiten Weltkrieg entworfen wurden und große Dynamik aufgezeigt haben, sind nicht völlig obsolet. Die Zeitenwende bringt neue Hürden, die uns jedoch nicht dazu veranlassen sollten, alle internationalen Grundsätze und Prinzipien wie Vertragstreue, Antidiskriminierung oder Effektivität aufzugeben, bis hin zur Neutralität jenseits ihres historischen Befunds oder der österreichischen Mehrheitsmeinung.
Ob diese eine Fiktion ist oder mit neuem Leben erfüllt werden kann, ist noch lange nicht ausdiskutiert. Ebenso wie die Gretchenfrage “Wie hältst du’s mit der Nato?” nicht in einem Schwarz-Weiß-Zeichnen zwischen Verweigerung und Beitritt liegen kann. In dieses Dunkel Licht zu bringen, wird - so hoffe ich als Mitunterzeichnerin - Aufgabe einer engagierten Gruppe von Persönlichkeiten sein, die in einem offenen Brief an den Bundespräsidenten eine offene Diskussion der sicherheitspolitischen Optionen Österreichs gefordert haben. Dieser blieb im Übrigen noch unbeantwortet.
Schon a bisserl dumm, wenn man die Entwicklung dieser “neuen außenpolitischen Schule die wir im Deutschsprachigen Raum wegen dem Ukraine Krieg ganz dringend brauchen”, bereits seit August 2022 hautnah miterleben durfte…
Und sonst so?
Naja, - schwört den imperialen Narrativen ab! Neukaledonien den Franzosen! Facebook content moderation auf die Philippinen! (Da müssen wir den Leuten auch keinen Psychologen für danach bezahlen - und westliche Werte haben die seit ihrer Christianisierung vor 500 Jahren durch die Spanier ja auch - also wunderbar… (Christianisierung der Philippinen vor 500 Jahren Ein Ordensmann war 100 Soldaten wert)) und noch ein Punkt zu dem ich etwas schreiben wollte - der mir aber aktuell wieder entfallen ist, vielleicht kommts mir ja etwas später wieder…
Gut, dass es diese “wissenschaftlichen Legitimationseben” auf den Veranstaltungen der NAFO gibt, nicht?
edit: Hab den Punkt wieder, den ich noch ansprechen wollte - “die Ukrainer wissen, dass unter der Besetzung noch mal mehr Ukrainer umkommen werden, als im Krieg - wie historisch belegbar…”. Für den Fall müssten die Blauhelm Friedenstruppen im frozen conflict aber ganz arg wegschaun… (Wahrscheinlich auch historisch belegbar…)
Naja, komm - das ist historisch belegbar, dass Frozen conflict mehr Leben kostet als der Krieg, sagt die NATO Vorfeld Organisation NAFO, das wird schon seine Richtigkeit haben…
Aber ich glaube ein besseres Geburtstagsgeschenk, als ihm zu unterbreiten wie wichtig er heute für die Medienöffentlichkeit ist, hätte man ihm nicht machen können --
In unserer kleinen “Propaganda hat wieder niemand gesehen” Sammelreihe halten wir heute nämlich bei -
Der ZDF heute Experte weiss nicht was von Russland mit der Aussage “asymetrische Kriegsführung durch die Verlagerung von Atomsprengköpfen in andere Länder” gemeint ist, und erfindet sich lieber eine alternative Auslegung on the spot - weil wozu noch Sachen wissen, wenn man eh nur die Öffentlichkeit im ZDF im Hauptabend “informiert”.
Btw - die Aussage Putins diesbezüglich lässt sich leicht mit “und von diesen Ländern würde noch viel weniger eines Nato Staaten mit Atomraketen angreifen” - kontern, also daran das mans ja der Öffentlichkeit nicht zumuten konnte lags nicht - der Experte war diesmal nur völlig blank.
Aber der Moderator weiß ja auch nichts - also so müssens beide nicht überspielen - und bleiben einfach Macht ihrer Berufsbezeichnung “Experte” (keine Expertise) und “Journalist” (keine Recherche).
Aber warum noch was wissen, wenn man als Experte die Öffentlichkeit informiert.
-- und die Nato PK in Finnland ist derart gefüllt mit logical fallacies, wrong arguing und und fallen gelassenen Propaganda-Termini - dass einem der Mund offen bleibt.
Also non sequiturs, ala - eigentlich hat Putin bereits verloren da der Westen geeint ist, deshalb sollten wir weiter geeint bleiben - wir sehen ja, er hat schon verloren.
Messaging ala “dieser Krieg ist ein Krieg für Freiheit und Demokratie”.
“We had a meaningful dialog with russia, but thats not possible anymore, I will not speculate for how long, but as long as they invade, there is no place for a meaningful dialog anymore, …”
Quickly! Someone find us a place! Because “there is no place” for dialog, thats meaningful, until the invasion stops. Ah - higher education at work.
“First of all, when the war has ended, it will take russia 5-10 years to hike up its military capacity to where it was when it began the war, the second best case scenario is, that russian foreign policy will not change, it will still be based on a zero sum calculation…”
“Europe and Russia will be drawn toward each other again in the long run, when this will happen I dont know, probably in a generations time anything else would be too soon”.
Because russian foreign policy will be zero sum, anything earlier than in a generation from our part will be too soon - and we cant find a place - I mean…
Und das Publikum frißt jede Form von false Arguing mit einer Freude, dass einem das Staunen kommt… Da denn die Proponenten eben ja die guten emotional aufgeladenen Motive in jedem zweiten Satz einstreuen.
Also das Publikum auf Nato Pressekonferenzen ist so schlau, das liefert sich mit dem Paulskirchen Publikum (wenn gerade wieder Kriegspropagandisten den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels verliehen bekommen) einen heißen Wettkampf ums erste funktionsfähige kollektive Gehirn, dass sie sich teilen könnten…
Wir sind wohl in der “is eh schon alles egal, das Publikum kann eh nur noch in Propaganda Narrativen denken” Phase des Krieges angekommen, denn - no one out there gives a fuck anymore… 🙂
Nur die Besten der Besten als Manager für unsere wichtigsten Institutionen, sag ich!
Und ja, das schmerzt bereits körperlich. Jeder der Schopenhauer gelesen und verstanden hat, bricht da nach 5 Minuten weg - nur die breite Öffentlichkeit geht nach solchen Veranstaltungen emotional motiviert ins Morgen.
Diese Gesellschaft ist das absolut Grotesk und abartigst Allerletzte.
“Der Westen wir sieht sich die ganze Zeit im Nothilfemodus, unser Kumpel Ukraine klingelt Sturm - sein skrupelloser Nachbar hat ih überfallen, ob er wohl mal unsere Wumme leihen könnte - na ja klar Ehrnsache. Das ist Nothilfe nachdem das über zwei Jahre so geht und die Not des Überfallenen eher verzweifelter wird, droht er uns er könnte uns auch richtig Ärger machen. Mit zwei Angriffen auf russische Atomwaffen Frühwahensysteme hat die Ukraine Ende Mai gezeigt dass sie den Krieg auch katastrophal ausweiten könnte. Das ist nicht nett aber man kann es wahrscheinlich verstehen. Also gestatten Biden und in seinem Windschatten Scholz jetzt dass der geschundene Kumpel sich im Kleinen ein bisschen mehr wehren darf, um im großen Ruhe zu bewahren. Nach über zwei Jahren könnten wir auch mal sagen okay, das ist uns alles nicht mehr geheuer, wir müssen mal ernsthaft mit deinem bescheuerten Nachbarn Tacheles reden, Selenski sagt in der New York Times er sehe kein Problem mit einem Einstieg der NATO in den Krieg. Die Nato hat keine Idee entwickelt für einen Ausstieg, so robben wir näher an die Grenze zum Kontrollverlust.”
Dazu in Österreich Die Presse am 01. Juni 2024:
Der westliche Tabubruch wird zum Dauerzustand
US-Präsident Joe Biden trägt bei seinem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij eine Anstecknadel mit der ukrainischen und US-amerikanischen Flagge. Reuters / Elizabeth Frantz
Die Ukraine darf jetzt auch mit westlichen Waffen auf Ziele in Russland feuern: In diesem Krieg haben sich die »roten Linien« schon öfter verschoben als die Fronten. Man sollte deshalb mit den Selbstbeschränkungen in aller Öffentlichkeit aufhören.
Kommentar / Florian Niederndorfer: Gut, dass die roten Linien des Westens im Ukrainekrieg verblassen
Paris, Berlin und Washington denken laut darüber nach, der Ukraine Angriffe selbst auf russisches Gebiet mit westlichen Waffen zu erlauben. Klar ist: Putins Atomdrohungen laufen immer öfter ins Leere
Sollte es in Europa nach zwei Jahren Ukrainekrieg tatsächlich noch Zeitgenossen geben, die Wladimir Putin für einen Meisterstrategen halten, der mit seinen Atomdrohungen die USA in Schach hält und Europa erzittern lässt, müssen diese jetzt ganz stark sein: Russlands Machthaber, so zeigt sich in der Diskussion über den Einsatz westlicher Waffen durch die ukrainische Armee gegen militärische Ziele in Russland, dürfte sich verspekuliert haben.
Seit Kriegsbeginn spult Putin dasselbe Programm ab: Der Westen sei es, der den Konflikt eskaliere und Russland so dazu zwinge, “ernsthafte Konsequenzen” zu ziehen, notfalls auch mit Atomwaffen. Lange hatte diese Drohkulisse etwa bei Deutschlands Kanzler Olaf Scholz so stark verfangen, dass für die Ukraine lebenswichtige Waffen, etwa die Taurus-Marschflugkörper, bis heute nicht geliefert wurden.
Ist aber egal, denn nach dem AMS Betreuer der mein zukünftiges Leben bestimmt, bin ich nicht mehr befähigt den Job eines Journalisten auszuüben, da ich bei dem Thema emotional argumentiere.
Fragt sich, wie emotional argumentieren die Kollegen um soetwas aus der breiteren Öffentlichkeit heraus zu halten, nach dem wir uns doch schon so sehr an das “die Roten Linien müssen überschritten werden!” in den Debatten der deutschsprachigen Presse gewöhnt hatten, sollen diese ja plötzlich seit dem 1. Juni wegfallen, die europäischen Regierungen bräuchten da recht kurzfristig mehr strategische Ambiguität…
Kann ich eigentlich noch richtig recherchieren? Mich packen langsam Selbstzweifel.
Küppersbusch bringt das Kommentar über die TAZ Schiene und nicht nur seinen Youtube Kanal, dh. die TAZ dürfte sich bezüglich des Gehalts des Kommentars auch recht sicher sein.
Hier der Washington Post Artikel dazu: click (Archiv)
Hier die NYT:
On Monday, Ukraine struck a radar station near the border with Kazakhstan that was more than 1,100 miles away, a Ukrainian intelligence official said. Ukrainian experts said the facility was used to detect missile threats from Asia.
[…]
Ukraine has used its own drones and missiles to carry out these strikes, but they come as officials in Kyiv have made urgent appeals to the United States for permission to fire powerful American-made weapons into Russia. The Biden administration had for weeks resisted those appeals for fear of getting drawn into a wider war, but it has now agreed to let Ukraine use its weapons to fire into Russia, though only against military sites being used to attack the Kharkiv area.
The strikes on the radar systems also have American officials worried about escalation, according to a senior Biden administration official. The administration conveyed its concern this week to Ukraine over Kyiv’s recent drone and missile strikes against at least three nuclear early warning radar stations inside Russia in the past couple of weeks, the official said.
By striking deeper into Russia, analysts said, Ukraine is hoping to force Russia to stretch its air defense systems deep into the country so that Moscow can’t bunch its defensive weapons near the border. In this sense, military experts say, the strikes serve a military purpose even if the radar systems aren’t being used in the war.
edit: Es gibt aber natürlich auch wieder gute Nachrichten:
Vor 14 Stunden:
Kiew will größere Freiheit bei Einsatz westlicher Waffen
Die Ukraine will bei ihren Verbündeten auf eine größere Freiheit beim Einsatz westlicher Waffen gegen Ziele in Russland drängen. Die von den USA in diesem Zusammenhang erteilte Erlaubnis sei “keine hundertprozentige Freigabe” für Angriffe auf russisches Territorium, sagte Außenminister Dmytro Kuleba. “Sie kommt mit einigen Regeln, die wir befolgen müssen.” Die Regierung in Kiew wolle bei ihren Alliierten darauf drängen, dass “der Umfang ihrer Anwendung” ausgebaut wird.
Zuvor hatte Moskau wie berichtet seiner Drohung Nachdruck verliehen, dass ein Einsatz von US-Waffen für Angriffe auf sein Territorium schwerwiegende Konsequenzen haben könnte.
Darüber sollten der Standard, und Die Presse aber lieber nicht mehr berichten, “man” brauche ja in der Öffentlichkeit jetzt viel mehr strategische Ambiguität. Schreiben der Standard und Die Presse Anfang des Monats übereinstimmend.
Mein AMS Berater will dass ich jetzt einen Berufeignungstest mache - um mich dann irgendwohin abschieben zu können -- denn für Journalismus hätte ich mit mit meiner Emotionalität bei diesem Thema disqualifiziert.
Da kann er leider nicht mehr bei Ajour anrufen, wie bereits versprochen… Bei denen die Zubuchung eh so schwer ist.
Ich überlege gerade die richtige Abfolge von
- Zusicherung, dass ich dort nie mehr hingehe
- Zusicherung, das sich in meinem Leben nie mehr mit einem AMS Mitarbeiter spreche, und einfach immer stumm bleibe
- Zusicherung dass es mir bewusst ist von der MA40 kein Geld mehr zu bekommen, und das sobald das eintritt ich in den Hungerstreik gehe um die Wohnung länger halten zu können.
Was anderes hab ich nicht mehr. Vertrauen am Allerwenigsten.
Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk und abartigst Allerletzte, nur das AMS ist noch zwei Stufen darunter.
Ich glaube was Selenskyj fühlt, ist dass jemand einen von France 24 zitierten “Trick” aktiv anspricht und als valide Option öffentlich negiert.
Hintergrund:
France 24’s Gulliver Cragg [British Journalist, Correspondent for France 24 in Kyiv, Ukraine, also covering Poland, Belarus & Hungary.] am 29. Mai 2024:
Gulliver Cragg: [It’s absolutely not clear that Joe Biden will attend that summit I think the latest signals from the United States were more um along the lines of representation at a lower level than the president -- a lot of heads of state though in Europe in particular, heads of government, have said that they will attend.] Let’s be clear, it’s not really a peace Summit the ukrainians are calling it a peace summit - and they’ve got an argument for calling it that because, basically they think there will never be real peace unless we get the Russians to withdraw from our territory and they want to get as many countries as possible on board with more or less that line. I think that there will be negotiations at this summit and the final communique might be something rather different, but it’s about uh Ukraine showing how many countries in the world support its summit and that’s why it’s crucially important - really for its most important ally the United States to be represented at a high level but unfortunately I’m not sure that it looks like happening.
Und etwas später, selbe Quelle:
Gulliver Cragg: With Ukraine uh I mean it doesn’t look like in in a way on the surface of things it doesn’t look like a great idea for Ukraine to hold this summit and call it a peace summit and then you know - be disappointed by not having as as many people attended as they kind of - build it as, but …
Moderator: That said, Gulliver, if I may Gulliver, Vlodimir Zelsenskyy is going to have a chance to make his pitch in person next week, he’s been invited to commemorations of D-Day that Joe Biden will be attending -
Gulliver Cragg: Yes and by the way there are a lot of rumors in Ukraine at the moment that um something will be announced about um French Ukrainian uh cooperation meeting in Normandy [Französisch Ukrainisches Sicherheitsabkommen incoming!], but just going back to the summit in Switzerland - some people are still arguing that it’s actually a pretty clever um you know trick [!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!] on the behalf of the Ukrainian diplomacy [!] to basically have a peace plan that’s currently being labeled the Zelinskyy formula which he actually outlined in late 2022 - you know, which is basically “peace can only be achieved if the Russians pull all their forces out of Ukraine” for that sort of plan that Ukraine’s allies have signed up to being no longer the Zelinskyy formula - but a formula that has as many countries as possible have signed up to and it’s a way of sort of shoring up their alliances and making their case which is - you know despite everything uh that uh that George [?] has been saying you know, is is that it’s hard to imagine any kind of peace - if Ukraine doesn’t win this war, despite the fact that it looks so hard for that to be achieved at the current state of things.
src:
Das stört den “Trick” die Selenskyj Formel aus dem Jahr 2022 nun als “Das was die halbe Welt will!” darzustellen, indem du ständig darauf verweisen kannst, “wie viele Regierungsvertreter zu deinem Summit gekommen seien” nämlich erheblich.
Eine Friedensformel, die vorsieht dass Russland zum vorletzten Termin von 14 Meetings vor vollendete Tatsachen gestellt werden soll - um dann, geschlagen und als Pariah, von internationalen Gremien bestraft und Strafzahlungen leistend aus der Ukraine abzuziehen.
Siehe:
Eine Friedensformel Selenskyjs - die nach einem halben Jahr erst mal durch einen PR Verantwortlichen umdesignt werden musste - weil sie davor zu radikal war:
Selenskyj stellt ukrainische Fünf-Punkte-Formel für Frieden vor
Veröffentlicht am 21.09.2022
[…]
Selenskyj stellte eine „ukrainische Friedensformel“ vor, die fünf Punkte beinhalte: 1. Bestrafung für Aggression, 2. Schutz von Leben, 3. Wiederherstellung von Sicherheit und territorialer Integrität, 4. Sicherheitsgarantien und 5. Entschlossenheit zur Selbstverteidigung. Dies seien die ukrainischen Konditionen für Verhandlungen mit Russland. „Ich schließe aus, dass es ohne diese fünf Punkte eine Einigung mit Russland geben kann“, unterstrich Selenskyj. „Wir sind bereit für einen fairen und ehrlichen Frieden. Deswegen ist die Welt auf unserer Seite“.
Diese Formel wurde dann auf 10 Punkte erweitert die dann auch “Nuklearsicherheit”, “Exportsicherheit (Getreide)” und “Rückgabe entführter Kinder” beinhalteten - über die in den nächsten Wochen exklusiv in Bürgenstock diskutiert werden soll
Die Schweiz organisiert die Konferenz auf Wunsch der Ukraine. Das Ziel ist es, einen möglichen Friedensprozess anzustossen. Die eingeladenen Staaten sollen über Schritte in diese Richtung diskutieren. Kiew schwebte zunächst vor, die ukrainische Friedensformel möglichst breit abzustützen. Der 10-Punkte-Katalog von Präsident Wolodimir Selenski sieht unter anderem den Abzug der russischen Truppen und die Rückgabe eroberter Territorien sowie die Errichtung eines Sondertribunals vor. Das ist gegenwärtig eine Illusion..
Inzwischen ist denn auch klar, dass auf dem Bürgenstock vorderhand bloss einzelne Punkte des ukrainischen Friedensplans ein Thema sein dürften, etwa der Schutz der Atomanlagen. Für Bundespräsidentin Viola Amherd wäre es schon ein Erfolg, wenn in einzelnen Bereichen [Nukleare Sicherheit, Getreide Abkommen, Humnanitäre Bleh] eine Einigung der Konferenzteilnehmer gelingt.
Die Formel ist im Kern jedoch noch immer die Selbe.
Also - sie haben die Schweiz die aktuell hervorstreicht:
Die Schweiz organisiert die Konferenz auf Wunsch der Ukraine. Das Ziel ist es, einen möglichen Friedensprozess anzustossen. Die eingeladenen Staaten sollen über Schritte in diese Richtung diskutieren. Kiew schwebte zunächst vor, die ukrainische Friedensformel möglichst breit abzustützen. Der 10-Punkte-Katalog von Präsident Wolodimir Selenski sieht unter anderem den Abzug der russischen Truppen und die Rückgabe eroberter Territorien sowie die Errichtung eines Sondertribunals vor. Das ist gegenwärtig eine Illusion.
„Gemäß den Rückmeldungen aller Seiten und dem angekündigten Aufbau des Treffens, scheinen die drei von China vorgeschlagenen Kernelemente schwer zu realisieren zu sein“, erklärte Mao. Mit den drei Elementen meint China die Akzeptanz der Konferenz durch sowohl Russlands und als auch die Ukraine, eine gleichberechtigte Teilnahme aller Parteien und eine „faire Diskussion aller Friedensoptionen“.
Sie haben Selenskyj, der darauf hin öffentlich verlautbart China würde seine ECHTEEINZIGWAHRE Friedenskonferenz sabotieren.
Und sie haben dann einen “senior Editor” bei France 24, der tags darauf interpretiert “wie Selenskyj das gefühlt habe”.
Warum?
Nun - Headline Artikel in der NZZ heute:
Die Schweiz überschätzt sich mit der Ukraine-Friedenskonferenz
Der Bundesrat hat spät begonnen, die Erwartungen an das Treffen auf dem Bürgenstock zu relativieren. Die Schweiz tut sich schwer, in einer veränderten Welt ihre Rolle zu finden.
Sieht auf den ersten Blick wie ein “Mea Culpa” - es ist keine Friedenskonferenz, wir haben das Wording zu spät angepasst aus -- ist aber das komplette Gegenteil.
Es ist ein “Mea maxima Culpa, wir haben zu lange angenommen, dass die Schweiz die Rolle eines neutralen Mittlers spielen kann, deshalb haben wir diese Hoffnung auf eine “normale Friedenskonferenz” auch zu lange kommuniziert - tatsächlich müsse die Schweiz Farbe bekennen und kann sich nicht auf ihre neutrale Tradition herausreden, jetzt - wo die Selenskyj Friedensformel so wichtig geworden ist, dass 106 Nationen kommen” spin.
Also wichtig für die öffentliche Wahrnehmung:
Wer viele Staatenführer versammeln kann, die dann ein Papier unterzeichnen das “Nichteinbezug von Atomkraftwerken in Agriffskriegsführung fordert (bereits UN Position), das freien Warenverkehr von seinen Häfen fordert - wenn es um Getreide für die Welt geht, und das die Rückführung aller entführter Kinder fordert” veranstaltet SELBSTVERSTÄNDLICH einen Friedensgipfel - nach der nun international hoch anerkannten Selenskyj Friedens-Formel, was France 24 am Tag zuvor noch einen Trick genannt hat - und die Schweiz entschuldigt sich noch kurz, sie habe sich nur vertan, als sie da doch noch Russland laden wollte - und eventuell Anfänge einer echten Friedenskonferenz einleiten…
Denn - so die NZZ heute: Man muss mit der Zeit gehen…
Also noch mal in der Kurzzusammenfassung.
Die “Frieden nur wenn Russland komplett abzieht” Formelkonferenz spricht diesmal nur über die drei Punkte “Verzicht auf Angriffe auf Atomkraftwerke (bereits Teil der UN Charta), freier Warenverkehr in Kriegen - wenn es um die Welternährung geht, und Rückführung von entführten Kindern” - ist aber eine Friedenskonferenz, die Russland laut ihrer formellen Formelplanung erst zu ihrem Vorletzten Meeting einladen möchte.
Die Ukraine hat diesmal auch aktiv verhindert, dass Russland geladen wird:
Deutscher Botschafter der Ukraine Oleksij Makejew am 18. April 2024 bei ZDF heute Live:
„Botschafter der Ukraine in Deutschland, Oleksij Makejew: wir haben es klar gemacht dass diese, diese erste Runde nicht zusammen mit Russland geführt wird damit wir auch eine starke Unterstützung von Partner bekommen. Eigentlich um diesen Krieg zu beenden braucht man nur das russische Wort und das Handeln. Russland kann diesen Krieg stoppen in dem Russland ihre Kräfte von den besitzten Gebieten zurückzieht und hört auf uns täglich zu beschießen, aber leider kommt dieses das Recht der Ukraine auf Existenz wird von von russischer Führung und russische Bevölkerung überhaupt nicht anerkannt. Russland will uns als Nation vernichten und da können wir nur können wir uns nur wehren.“
China “sabotiert das”, so fühlt Selenskyj, so interpretiert der senior France 24 Editor heute. Indem China darauf besteht, dass eine Friedenskonferenz ergebnisoffen und unter der Teilnahme Russlands stattfinden müsse.
Und Tobias Gafafer in der NZZ entschuldigt sich noch kurz, dass die Schweiz so lange gedacht hat, sie könne eine klassische Friedenskonferenz anbahnen (Russland doch noch einladen), denn man muss ja mit der Zeit gehen und eher weniger mit der Tradition als neutraler Vermittler.
ich hoffe sie kennen sich aus.
Was anderes wäre es, wenn Selenskyj Belege dafür hätte, dass China seine Friedensformelkonferenz sabotiert, aber das hat der France 24 Redakteur heute leider nicht “von Selenskyj gefühlt”. Und Belege muss der ja nicht bringen.
Da bist du doch froh, dass du die USA als Partner hast, oder?
Der Bundesrat war überrumpelt. Er brauchte einige Tage, um zu realisieren, dass gerade eine Epoche zu Ende gegangen ist – und der Schweizer Sonderweg nicht mehr funktioniert. Nach der Annexion der Krim durch Russland 2014 hatte die Regierung die EU-Sanktionen nicht übernommen, sondern nur deren Umgehung über die Schweiz verhindert. Nun, nach der Invasion, war diese Position nicht mehr halt- und vermittelbar. Nach in- und ausländischem Druck übernahm die Regierung die EU-Sanktionen gegen Moskau vollumfänglich.
Der erhoffte Befreiungsschlag blieb aus. Westliche Staaten nahmen die Schweiz bei der Hilfe und den Sanktionen als zu zögerlich und passiv wahr. Hinzu kam die untersagte Weitergabe von Kriegsmaterial aus Schweizer Produktion an Kiew. Die Diskussion gipfelte in Aussagen des amerikanischen Botschafters in Bern: Scott Miller kritisierte die Schweiz so undiplomatisch, wie es seit langem kein Diplomat getan hatte.
Der Inhalt zählt
Inzwischen äussern sich westliche Diplomaten anerkennend. Mit der Ukraine-Konferenz tut die Schweiz, was sie in der Aussenpolitik selten macht: Sie wagt etwas. Mit dem Treffen ist sie ein Risiko eingegangen. Zunächst schien es, als würden vornehmlich westliche Spitzenpolitiker auf den Bürgenstock kommen, mehrheitlich aus Europa. Die Idee der Konferenz ist es jedoch nicht, lediglich die Unterstützer der Ukraine zu versammeln, sondern auch Länder des globalen Südens. Sie sollen eine wichtige Rolle spielen, um später Russland einzubeziehen.
Recht hat, wer viele Nationen auf ein Gipfeltreffen ziehen kann - und endlich wagt die Schweiz wieder etwas!
Achja, und nach Gressel rennt der Krieg noch bis 2028 oder 2030, für den Fall dass Russland nicht gewinnt, und keine größeren Fehler macht.
Da freut man sich doch in dieser Gesellschaft zu leben, und in zwei Wochen eine Friedenskonferenz über die Bühne gehen zu sehen!
edit: Dazu noch die beiden Top Kommentare im besagten “Mea Culpa, dass wir noch tatsächliche Diplomatie versuchen wollten” Artikel der NZZ heute:
Jürg Simeon
vor etwa 11 Stunden
51 Empfehlungen
Wenn die Schweiz heftig kritisiert wird von einem brutalen, diktatorischen Unrechtsstaat wie es Russland ist, hat sie es richtig gemacht. Man mag über das Wort Friedenskonferenz streiten. Wichtig ist, dass Russland sieht, wie isoliert es da steht, dann ist es es auch eher bereit über das Ende des Krieges nachzudenken.
R. G.
vor etwa 11 Stunden
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Die Schweiz sollte sich zurückhalten und ihren neutralen Boden für Gespräche beider Parteien anbieten, wenn diese miteinander zu reden bereit sind. Diese Konferenz ist sinnlos und Zeitverschwendung für alle Beteiligten.
Toomas Hendrik Ilves warnt die freien westlichen Tech-Demokratien davor, sich vor Angreifern wie Russland zu sicher zu fühlen, denn der Krieg verlagert sich in die digitale Domäne und tobt dort längst.
[…]
Doch was tun? Laut Ilves wäre schon ein erster Schritt, wenn alle Staaten anerkennen würden, dass es hinter den meisten großangelegten Cyberangriffen staatliche Akteure wie eben Russland stecken.
Wenn sie mal vor haben ihr Kind nach Alpbach zu schicken - kann es dort spannende Gespräche wie dieses (tatsächlich erlebte) erleben.
“Russia has hacked Hillary and the DNC!
You cant say that. [Its complex…]
Why?
You cant say that.
Why?
You cant say that.
Why?
Cant say that.
Why?
You cant say that.
But why?
Ok, it is somewhat likely that russia was behind it.”
Und dann später:
“Na, hats mit dem Peter (Name geändert) geklappt?”
“Geklappt?”
Themenwechsel
Also, wenn sie vorhaben ihr Kind mal nach Alpbach zu schicken, sagen sie ihm - dass es nicht wissen sollte, dass das “Attribution problem” beim Belegen der Nationalität von Hackingattacken real ist, und vor allem dass ALLES was in den US die CIA ohne burden of proof gegenüber Journalisten behauptet in Alpbach für bare Münze genommen werden sollte.
Sonst klappts nicht mit Peter (Name geändert).
Ah, good old Alpbach…
Und gut dass der Standard soetwas heute veröffentlicht.
1. Same old circular logic regarding the internal reasoning for the prolongation of war.
So in essence - once you are in a protracted war like this, and you noticed, that things arent going well, the “nationbuilding” starts to happen in inwards/public facing propaganda - and I cant exist in a world, that just ignores internal propaganda reasoning, until the end of days.
You need internal propaganda, to stabilize societies, to prolong the war.
You dont call that “russias motivation” - you call that propaganda - and
2. On the “Historical unity of Russians and Ukrainians text” -
you cant use that as rectification for the main goal of the russian foreign politics going forward. You can read that into it. You cant use it as proof for that.
The text is crafted in a way - to mean absolutely nothing in terms of “actionable proof for anything” - until the latter events unfold.
Then you can use it as a stand-in for whatever argument you need to hold, by just elongating Putins historical revisionism into the near future, and proposing that this [whatever fits in your sketched out version of that prolongation (you’ve got five Tsars to pick from, and Fiona Hill picked all of them!)] was always his aim.
That said - at the time it could have meant
- proposed and or forced political “integration” of the Donbas,
- military support for the Donbas,
- a limited military intervention, …
Anything. And people acknowledged that at the time of its release. But as soon as the war started - it, and Putins speeches in security fora prior to it became the pinpoint “proof” of russia working on the reestablishment of the USSR.
And because those fears ran deep with nordic states - and the EU is a consensus based decision body… And the US pressed for “whatever this war is at this stage”… finally, prolonged war of attrition until 2028 or 2030, until russia runs out of stock to refurbish.
[And a germany that has lost its business model. Luckily enough we have the Zeitewende (where the GMF at the time was the only institution that got a debriefing on “what that would actually mean” ( https://harlekin.me/allgemein/a-real-broad-shift/ ) and no journalistic outlet did - they just all knew, that because of that speech, nothing would be the same on the day after -- because thats how speeches work…).]
Its like the worlds most stupidest McGuffin. As it was used to signal some “godgiven” (as in pseudo historical) “unity” narrative to someone for sure.
But you dont know to whom. To seperatists, to the religious crowd, to hardliners in the party, to the people who were corrupted and about to take action, to the russian public - as a guideline for political storytelling of what was to come --- but it is definitely, positively, no proof - that Putins war aim is the recreation of the USSR. Thats Mearsheimers position btw - and hes absolutely correct on that -
Thats not even remotely within the scope of the boundries of the text. Thats overinterpretation.
Sorbonne, or not.
That said, if you find other proof, that russia went into an irreversible path of action that aims for them becoming a superpower again at the end of it - then present it.
This in essence is what your argument hinges on. If you can prove that, then your argument holds.
If you cant, then we are not talking about zero sum games here.
And so far, the proof for that has been lousy. (Not just in that Sorbonne speech.)
For example:
The war aim for russias elite could have just been to avoid all the problems that come with an overaging society in terms of social cohesion. Yes the war also serves a bunch of internal purposes around creating a new power elite, raising it among certain myths, even reducing the prosperity of the russian public to some extent, which makes it more compatible with Chinas development trajectory. If you take the position, that the class thats in power in Russia really doesnt care much about anything other than “self replication/prolongation” - there are a bunch of reasons for “why a war might not have been the worst thing to start at that point in time”, that arent “to become a great power again”.
Simply to secure crimea once and for all (Sewastopol) could have been pretty high on that list (referencing Herfried Münkler) . Considering that the Ukraine did everything to prevent the long term functioning of annexed crimea f.e. (Suing (?) the company that got the contract to maintain the bridge - putting it under an international sanction regime, …)) - so “land bridge” to crimea, also probably pretty high on the same list.
So that the recreation of the USSR is the main aim, is - as far as I’m concerned, just storytelling.
Storytelling that prevents any latch on point for diplomacy.
And with that - I have a problem.
I am much more prone to the position of Sachs (stone me), that you could risk a “try run” - if “access to the black sea” was part of why russia “had to” start this war in its internal logic. Do what you have to do, to try to prevent the rearmament of russia, pronounce the conflict frozen - put in UN peace keepers, and see who rearms to what extent. Now its a bit late for that (also security guarantees are an issue) - but you’ve done everything imaginable to prevent a diplomatic solution from even being discussed in the open.
Sabotaged so called peace conferences, removed those voices from the public dialog, ridiculed them openly, denounced the Carnegie Endowment for International Peace, -- this:
Have Selenskyj stage a peace conference that only needs one of the conflict (yes, its a war) parties to attend to… Great stuff!
And it wasnt a risk based calculus why you did that - it was one that was potentiality/oportunity driven. “You probably could beat russia fast!” That was the sales pitch in the first year.
Thats about the extent of my criticism.
Also argue for “the Ukraine is fighting for survival” a bit more convincingly - when all you have are “acts of genozide” - which still might be other war crimes” - by the hundreds -
But who am I kidding now - that anyone is giving Russia here a “fair trial” approach - when it comes to interpreting their war aims.
No one would ever do that, Wertewesten or not - thats what history departments are for, right? And they are all about stories…
Just a bit early to write that history - in that Sorbonne video - one month ago…
On the other statements in the video I’m more favorable - but I just about had it - that no one EVER until this day, was able to identify propaganda, and propaganda logic, when they mention five fucking speeches, aimed at domestic publics in a war.
Propaganda hat ja wieder niemand entdeckt, am allerwenigsten der Gressel.
Gut - Militäranalyst, vielleicht kennt der nur die klassischen Anwendungsformen…
I pray for the peace in your country ukrain.. Slava ukrain.. 🇵🇭
Here is @user-tb5dp1ok7o landing page on youtube:
Ah, the good old user who made a youtube account just to post a comment.
Reverse search on google for the username: No other results.
Ok, to be fair, theres a metric ton of russian bots on the Singapore summit press conference sites on youtube as well.
So on to what happened in the press confernce. About 9 out of 10 questions where “what do you want from us”, “have you already convinced others”, “why do you want us to attend to something that doesnt lead to peace”, “Biden doesnt seem to attend - why should our leaders”, “have you talked to china” - and so on and so forth…
For that Selenskyj handled himself exceptionally well - within his means.
Almost would have attended the Peace Summit myself in the end, just out of pitty. His catch all line in the end was “lets just agree to no aggressor in a war should capture nuclear plants, no aggressor in a war should block food routes for the world, and we want all our children back -” lets get that on paper, and hand it to the secretary general of the UN, and then it will become reality!
In all wars, from now on - because more than 100 countries will attend this peace formula summit!
Ok, on the last part he wasnt excessively briefed, because he also substituted it with “further prisoner exchanges” and other topics that fit within the “humanitarian actions” envelope.
Ich komm trotzdem aus dem Kotzen nicht heraus.
Double standards? War die andere Frage die neun von zehn mal aufgepoppt ist.
Nein, Selenskyj hat keine - er hat sowohl Israel, als auch Palästina eingeladen! Und er hat den Angriff auf Israel verurteilt, und dann Hilfslieferungen für die Leute in Gaza angeboten!
Herrlich diese Außenpolitik der Werte.
Wie wärs - zum Nobelressort in die Berge um alleine durch die Präsenz die Selenskyj Friedensformel zu unterfüttern?
Sie wissen schon - die mit “Russland muss vollkommen abziehen”, “Russland muss vor ein Kriegstribunal gestellt werden”, “Russland muss Reparationszahlungen leisten”, “Die territoriale Integrität der Ukraine muss erhalten bleiben”…
Aber kommen sie in die Schweiz - in ein Nobelressort - wir unterzeichnen da nur drei andere Punkte. Die “einfacheren moralischen”, die wir dann der UN vorlegen, und schon stört kein Aggressor in einem Krieg mehr die Nahrungsmittelversorgung der Welt in dem er einen Hafen blockiert.
Wegen unser aller universalen Werte - und weils die UN in diesem Fall fordern wird, wenn nur 106 Staaten in ein Luxushotel in die Schweiz kommen.
Der Frieden ist so nah…
Alle österreichischen Medien schreiben schon seit Monaten von dieser Friedenskonferenz!
Und jeder der das nicht nachplappert oder auf Friedensformelkonferenz besteht - wird degradiert, verarscht, verleumdet, niedergeknüppelt - nicht mehr ernst genommen…
Vielleicht noch aus seinem Beruf getreten.
Hauptsache wir haben 100 Österreicher die “China verhindert den Frieden” unbelangt im Standard Forum schreien können.
Na dann kann der Krieg ja endlich wieder weiter gehen.
Auch nach der Friedenskonferenz.
Diese Gesellschaft ist das absolut grotesk und abgrundtief Allerletzte.
Und alle Medien wissens. Und alle machen mit.
Mund zu, Augen zu, Ohren zu - und mit Friedenskonferenz wording veröffentlichen.
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