Autorenarchiv

Jetzt isses aso

24. Dezember 2023

Ich habe ges­tern auf ein The Gray­zo­ne video repli­ziert, aber AP und WP Ori­gi­nal­quel­len ver­linkt - ohne auf The Gray­zo­ne als Quel­le ein­zu­ge­hen, da es bei mir fälsch­li­cher­wei­se mit The Inter­cept asso­zi­iert wor­den ist. 

Heu­te bei der erneu­ten Auf­ar­bei­tung bin ich auf deren Wiki­pe­dia Arti­kel gesto­ßen, der sich liest wie - naja wie soll ich sagen, muss man sel­ber lesen:

https://en.wikipedia.org/wiki/The_Grayzone

Gray­zo­ne ist kei­ne Quel­le die ich nor­ma­ler­wei­se nut­ze und wur­de von mir ges­tern das ers­te Mal über­haupt im Blog ver­linkt. Was ihr repor­ting wie es vom wiki­pe­dia Arti­kel geframt wird betrifft, bin ich bei­na­he aus­schließ­lich immer ande­rer Mei­nung als The Gray­zo­ne als Plattform.

Jetzt isses aber so…

dass in dem Wiki­pe­dia Arti­kel “and [Gray­zo­ne] publis­hed pro-Russian pro­pa­gan­da during the Rus­si­an inva­si­on of Ukraine.[31]” ver­merkt ist. Mit der Erwei­te­rung, dass sich Russ­land in UN Brie­fings, bereits auf das Repor­ting der Platt­form gestützt habe.

Gray­zo­ne wri­ters such as Blu­men­thal and Aaron Maté acted as brie­fers on behalf of the Per­ma­nent Mis­si­on of the Rus­si­an Fede­ra­ti­on to the United Nati­ons at UN mee­tings orga­nis­ed by Russia.[35][36][37][38]

src: click

Unter ande­rem (Fuss­no­te 38), auf­grund fol­gen­den Poli­ti­co Artikels.

Camut, Nico­las (July 20, 2023). “Scoop! Why Ben from Ben & Jerry’s bla­mes Ame­ri­ca for war in Ukrai­ne”. POLITICO. Archi­ved from the ori­gi­nal on July 21, 2023. Retrie­ved July 21, 2023.

Refe­ren­ziert: click (Poli­ti­co)

When Rus­si­an Pre­si­dent Vla­di­mir Putin sent tanks rol­ling on Kyiv, [Ben] Cohen didn’t focus his ire on the Krem­lin; a group he funds publis­hed a full-page ad in the New York Times bla­ming the act of aggres­si­on on “deli­be­ra­te pro­vo­ca­ti­ons” by the U.S. and NATO.

Und das darf man natür­lich nicht - auch wenn das nach­weis­bar der Fall war, und Stol­ten­berg nun bereits wie­der­holt als Kriegs­grund Russ­lands genannt hat, dass Russ­land kei­ne Nato Erwei­te­rung zulas­sen woll­te. Zuletzt vor zwei Tagen.

Stol­ten­berg bestä­tigt erneut den Zweck der rus­si­schen Invasion

Weil pro­vo­ziert, darf man ja nicht sagen.

Gut, dün­nes Eis, aber wir sehen der Wiki­pe­dia Arti­kel argu­men­tiert nicht immer so sauber.

Jetzt ist das aber noch immer ein wenig faden­schei­nig dünn… Also was war eigent­lich Fuß­no­te 31, “and [Gray­zo­ne] publis­hed pro-Russian pro­pa­gan­da during the Rus­si­an inva­si­on of Ukraine.[31]”?

Fuß­no­te 31 bezieht sich auf:

Elle­ry, Ben. “Uni­ver­si­ty of Edin­burgh aca­de­mic Tim Hay­ward accu­sed of sprea­ding pro­pa­gan­da”. The Times. ISSN 0140-0460. Archi­ved from the ori­gi­nal on April 10, 2022. Retrie­ved April 18, 2022.

Refe­ren­ziert: click

Beschul­di­gen ist leicht, also wur­de es bestä­tigt und wor­um gehts?

Es geht um einen Tweet eines Uni­ver­si­ty of Edin­burgh aca­de­mics (Tim Hay­ward) mit fol­gen­dem Inhalt:

Der fol­gen­den Gray­zo­ne Arti­kel ver­linkt: click

Der Tweet ist immer noch online, wir sehen also der Aka­de­mi­ker hat ihn nicht zurück­ge­zo­gen. Der von ihm ver­link­te Gray­zo­ne Arti­kel beschäf­tigt sich mit fol­gen­dem Umstand:

The sup­po­sed bom­bing took place just as Ukrai­ni­an Pre­si­dent Volo­dym­yr Zelen­sky appealed to US Con­gress for a no fly zone, fue­ling the cho­rus for direct mili­ta­ry con­fron­ta­ti­on with Rus­sia and appar­ent­ly inspi­ring Pre­si­dent Joseph Biden to brand Vla­di­mir Putin, the Rus­si­an pre­si­dent, as a “war criminal.”

A clo­ser look reve­als that local resi­dents in Mariu­pol had war­ned three days befo­re the March 16 inci­dent that the thea­ter would be the site of a fal­se flag attack laun­ched by the open­ly neo-Nazi Azov Bat­tali­on, which con­trol­led the buil­ding and the ter­ri­to­ry around it.

Civi­li­ans that escaped the city through huma­ni­ta­ri­an cor­ri­dors have testi­fied that they were held by Azov as human shiel­ds in area, and that Azov figh­ters deto­na­ted parts of the thea­ter as they retrea­ted. Des­pi­te claims of a mas­si­ve Rus­si­an airstrike that redu­ced the buil­ding to ashes, all civi­li­ans appe­ar to have escaped with their lives.

Video of the attack on the thea­ter remains unavail­ab­le at the time of publi­ca­ti­on; only pho­to­graphs of the dama­ged struc­tu­re can be view­ed. The Rus­si­an Minis­try of Defen­se has denied con­duc­ting an airstrike on the thea­ter, asser­ting that the site had no mili­ta­ry value and that no sor­ties were flown in the area on March 16. 

Es exis­tie­ren kei­ne unab­hän­gi­gen Quel­len, es exis­tie­re kei­ne Video Mate­ri­al, die Bil­der die extis­tie­ren legen nahe, dass der Bun­ker unter dem Thea­ter nicht ein­ge­stürzt ist und zumin­dest dort nie­mand ums Leben kam (die Ukrai­ne hat danach Opfer­zah­len ver­öf­fent­lich). Soweit stimmts erst mal. Dar­auf hin der Wiki­pe­dia Artikel:

Amid the Rus­si­an inva­si­on of Ukrai­ne, the web­site has publis­hed dis­in­for­ma­ti­on, inclu­ding the debun­ked claim that Ukrai­ni­an figh­ters were using civi­li­ans as human shiel­ds, and that the 2022 Mariu­pol theat­re bom­bing was sta­ged by the Azov Regi­ment to war­rant NATO intervention.[31]

Also suchen wir nach dem Debun­king - und Über­ra­schung, es ist nicht nur nicht quel­len­ver­linkt, es exis­tiert auch nicht.

Hier Polygraph.info (Polygraph.info is a fact-checking web­site pro­du­ced by Voice of Ame­ri­ca (VOA))

On March 17, the Rus­si­an Embas­sy in the U.K. pos­ted a video in which a pur­por­ted “refu­gee” from Mariu­pol spo­ke on came­ra about the thea­ter attack.

Refu­gee from #Mariu­pol says mili­tants from Azov natio­na­list bat­tali­on, while retrea­ting, blew up the city dra­ma theat­re, whe­re the­re were civi­li­ans, whom they used as human shield,” the tweet read. “Mili­tants also deploy­ed mili­ta­ry equip­ment near bomb shel­ters and resi­den­ti­al buildings.”

The woman is not iden­ti­fied, and Polygraph.info was unab­le to con­fi­dent­ly trace her whe­rea­bouts using visu­al search or geo­lo­ca­ti­on tools.

Rus­sia has a histo­ry of using “actors” in Ukrai­ne to sell sto­ries about alle­ged atrocities.

src: click

Polygraph.info nennt hier also die Quel­le (“the Rus­si­an Embas­sy in the U.K. pos­ted a video in which a pur­por­ted “refu­gee” from Mariu­pol spo­ke on came­ra about the thea­ter attack.”), The Gray­zo­ne nennt sie nicht [schlecht]. Die Über­schrift des Poly­graph Arti­kels lau­tet jedoch: “No Veri­fia­ble Evi­dence of Fal­se Flag Attack on Mariu­pol Thea­ter” - ergo debunkt ist gar­nichts. Das Pro­blem ist wie­der die Quellenlage.

Aber das Pro­blem ist auch die Quel­len­la­ge in die ande­re Rich­tung, denn in Mariu­pol waren zu die­sem Zeit­punkt kei­ne Jour­na­lis­ten mehr, das letz­te Jour­na­lis­ten Team ist ja mit Cher­now dank Vla­di­mir dem Hand­ler vom Poli­zei­haupt­quar­tier Donezk Regi­on in einem Hyun­dai aus der Stadt getingelt.

Glei­ches Recht für alle? Dh. frag­wür­di­ge Fak­ten­la­ge, glau­ben wir lie­ber nichts? Weit gefehlt, denn wenn Tim Hay­ward, Uni­ver­si­ty of Edin­burgh einen bis heu­te nicht zurück­ge­zo­ge­nen Tweet publi­ziert, dass die Fak­ten­la­ge dünn ist, dann ist das selbst­re­dend “hoch problematisch”.

Gut, dafür dass hier ein poli­ti­cal sci­en­tist etwas pos­tet, und nicht zurück­zieht hat man hof­fent­lich mehr Mate­ri­al um den poli­ti­cal sci­en­tist als unmög­lich und man­gel­wer­tes Exem­plar sei­ner Zunft zu cha­rak­te­ri­sie­ren, nicht? Klar hat man das.

The Times im “er wird beschul­digt” Artikel:
Uni­ver­si­ty of Edin­burgh aca­de­mic Tim Hay­ward accu­sed of sprea­ding pro­pa­gan­da [also, sprea­ding: “The dest­ruc­tion of Mariu­pol theat­re was broad­cast world­wi­de as an atro­ci­ty war­ran­ting West’s inter­ven­ti­an. But what do we know of the rea­li­ty” - auf den besag­ten The Gray­zo­ne Arti­kel verlinkend]

Hay­ward had pre­vious­ly spread pro-Assad dis­in­for­ma­ti­on and con­spi­ra­cy theo­ries pro­mo­ted by Rus­sia that clai­med video evi­dence docu­men­ting Syria using che­mi­cal wea­pons on its own citi­zens had been fabricated.

Sagt die Times.

Jetzt is es aber so, dass die Redak­ti­on der Anstalt das eben­falls getan hat. Im ZDF. Im Jahr 2015. Bezug­neh­mend auf ein Gut­ach­ten eines MIT Rese­ar­chers das wie­der bei The Times nie­mand gele­sen hat.

Was will man machen - wohin man schaut Rus­sen­pro­pa­gan­da­is­ten. An der Uni­ver­si­ty of Edin­burgh. Bei der Anstalt im ZDF. Und bei the Grayzone.

Fra­ge, wie lan­ge sit­zen denn bei The Gray­zo­ne schon Russenpropagandisten?

Auch auf die­se Fra­ge hat das eng­lisch­spra­chi­ge Wiki­pe­dia eine Antwort:

Eng­lish Wiki­pe­dia for­mal­ly depre­ca­ted the use of The Gray­zo­ne as a source for facts in its arti­cles in March 2020, citing issu­es with the website’s fac­tu­al reliability.[4][22]

Seit März 2020. (The Gray­zo­ne als Por­tal exis­tiert seit Dezem­ber 2015)

Da Fuss­no­te 4

Thomp­son, Cait­lin (July 30, 2020). “Enter the Gray­zo­ne: frin­ge lef­tists deny the sca­le of China’s Uyghur opp­res­si­on”. Coda Sto­ry. Archi­ved from the ori­gi­nal on Octo­ber 19, 2021. Retrie­ved Sep­tem­ber 12 

[Coda Media]
und Fuss­no­te 22

Ross, Alex­an­der Reid (June 19, 2020). “Russia’s Dis­in­for­ma­ti­on War on Ame­ri­ca Takes Racist Aim at Black Lives Mat­ter”. Haa­retz. Archi­ved from the ori­gi­nal on Octo­ber 6, 2021. Retrie­ved Sep­tem­ber 20, 2021.

[Haa­retz]

In bin in den bei­den Punk­ten ande­rer Mei­nung als The Grayzone.

Ich wer­de The Gray­zo­ne als Quel­le nicht mehr nut­zen, aber wenn die “Wiki­pe­dia Beweis­füh­rung” in den Fäl­len genau­so strin­gent war wie im Ukrai­ne Bei­spiel -- sind wir wie­der bei öffent­li­cher Verhetzung.

Und die sehen wir ja im Ukrai­ne Krieg zum aller­ers­ten Mal

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Trotz­dem, mea cul­pa, und ich wer­de zukünf­tig bei mei­ner Quel­len­aus­wahl acht­sa­mer sein -- auch wenn ich im kon­kre­ten Fall zum Glück auf AP und die Washing­ton Post als Ori­gi­nal­quel­len run­ter­ver­linkt habe - also eigent­lich aus dem Schnei­der bin, und mir die­ses Pos­ting hier nicht­mal hät­te antun müssen.

Kurze Durchsage der AP (Associated Press)

23. Dezember 2023

Bet­ween 1942 and 1945, the allies atta­cked 51 major Ger­man cities and towns, des­troy­ing about 40-50% of their urban are­as, said Robert Pape, a U.S. mili­ta­ry his­to­ri­an. Pape said this amoun­ted to 10% of buil­dings across Ger­ma­ny, com­pa­red to over 33% across Gaza, a den­se­ly popu­la­ted ter­ri­to­ry of just 140 squa­re miles (360 squa­re kilometers).

src: click

By objec­ti­ve mea­su­res, Gaza - in rela­ti­ve terms - is three times worse than the Dres­den bombings.

Also the allies bom­bing of ger­ma­ny took three years.

US is deli­vering the bombs (all indi­ca­tors from what we see of frag­ments seem to con­firm it, of cour­se offi­cial con­fir­ma­ti­on is unavailable).

US is the sole obsti­cle to a cea­se fire, in the UN secu­ri­ty coun­cil, wate­ring down the UN reso­lu­ti­on to some­thing that pro­mi­ses (much) more aid, but then no con­di­ti­ons (cea­se fire) to deli­ver it. Becau­se the US nego­tia­ted the cea­se fire out of the declaration.

Der Stan­dard is still not cor­rec­ting them­sel­ves, that Blin­ken wasnt in the regi­on to “faci­li­ta­te peace”, becau­se, why should aus­tri­an media tell the aus­tri­an public anything resemb­ling the truth…

I mean…

Mer­ry Christ­mas, and a Wer­te­wes­ten new year!

We are now stan­ding at rough­ly 277 civi­li­ans kil­led in Gaza every day (src: click (WP)) - do you remem­ber the mater­ni­ty hos­pi­tal in Mariu­pol whe­re two peop­le and an unborn died? Which appar­ent­ly should rec­ti­fy the deli­very of 300 tanks to reta­ke Mariu­pol with? (That was the public poli­ti­cal deba­te fol­lowing the media reports.) Which for the Aus­tri­an “Pro­fil” was amp­le enough rea­son to never talk to the rus­si­an side in this war ever again. Becau­se - as Armin Wolf put it - the accu­sa­ti­on that the attack was sta­ged was so pro­ble­ma­tic and off-putting, you just couldnt inter­view rus­si­an ambassa­dors any­mo­re, from then on out. [In the grey­zo­ne video lin­ked below, that attack is still con­si­de­red “high­ly ques­tion­ab­le”, but Armin Wolf knows best. What a solid guy.]

Any day now, aus­tri­an media will refu­se to inter­view US ambassa­dors. Any day now. I’m sure of it. It must be the case… Logic dic­ta­tes it. Surely. Any day now.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut ver­lo­genst, ver­schla­genst, abar­tigst und hin­ter­häl­tigst Allerletzte.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Kei­ne Angst der Stan­dard hat sich natür­lich auch hier nicht kor­ri­giert. Aber da ist er ja in Öster­reich in guter Gesell­schaft aller wei­te­ren Qualitätsmedien.

Fro­hes Fest!

edit2: Oh, and btw for peop­le run­ning fan­ta­sy foot­ball leagues, thats twice the num­ber of civi­li­ans kil­led in Gaza alrea­dy than over the ent­i­re­ty of the rus­si­an war in Ukraine.

And 21 times the amount of child­ren killed.

Also for your fan­ta­sy foot­ball league team, it took that fac­tor of 21 for Ber­ny San­ders to final­ly rethink his pre­vious­ly sta­ted public posi­ti­on, and now find some­thing wrong with it.

20 wasnt enough of cour­se, but a fac­tor of 21 did the trick.

Refe­ren­cing mul­ti­ple times:

Auf dass das das bes­te Weih­nach­ten wird, das ihr in Euro­pa je erlebt habt! Es soll ja sogar schnei­en, morgen.

Wisst ihr noch als der Standard… (Zurückruder-Edition)

23. Dezember 2023

zusam­men mit allen ande­ren öster­rei­chi­schen Qua­li­täts­me­di­en in der israe­li­schen Bot­schaft Video schau­en war? Als Netan­ja­hu Biden dazu gebracht hat, ein Ter­ro­ris­ten Body­cam Video in einer Pres­se­kon­fe­renz inhalt­lich anzu­tea­sen, und alle Jour­na­lis­ten danach geil drauf war waren das Mate­ri­al zu sehen?

Nun, stellt sich raus, Isra­el hat die­se “Video­schau­en Events” inter­na­tio­nal veranstaltet.

Und also, was soll ich sagen, das wird sie jetzt genau­so über­ra­schen wie mich, ges­tern heu­chelt der Stan­dard dann:

Kei­ne inter­na­tio­na­len Medi­en in Gaza: 

Krieg um die Vor­herr­schaft in der Berichterstattung

Seit Beginn des Nah­ost­kriegs dür­fen Jour­na­lis­ten und Jour­na­lis­tin­nen nicht in den Gaza­strei­fen rei­sen. Das will die Ver­ei­ni­gung der Aus­lands­pres­se in Isra­el ändern. Ein Bericht aus Jerusalem

src: click

Him­mel! Wie kommts?

Aber vom Kino­abend in der Bot­schaft in Wien hat man natür­lich schon berich­tet. Weil… Da gabs ja Bröt­chen und vor­auf­be­rei­te­tes Material!

Das hat der deutsch­spra­chi­ge Jour­na­lis­mus dann natür­lich abgeschrieben…

Aber heu­te, nein, also heu­te fällt ihm auf:

Unab­hän­gi­ge Quel­len nötig

Um in die­sem Wirr­warr der Mei­nungs­ma­che den Über­blick zu bewah­ren, braucht man unab­hän­gi­ge Quel­len. Sie sind in die­sem Krieg aber kaum ver­füg­bar: Der Zugang nach Gaza ist für unab­hän­gig recher­chie­ren­de inter­na­tio­na­le Medi­en seit Beginn des Krie­ges gesperrt.

Nein! Stan­dard. Ist nicht wahr. Ist das so?

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

edit: Kon­text:

Wisst ihr noch als der Standard…

22. Dezember 2023

… am ers­ten Kriegs­tag in Gaza über einen Tag lang eine Psy­cho­lo­gin auf der Haupt­sei­te in Posi­ti­on eins gefea­tured hat, die den Öster­rei­chern erklärt hat, dass es jetzt ein Zei­chen der Stär­ke ist, ein­fach mal wegzuschauen?

Gön­nen sie sich das!

Selbst­für­sor­ge quasi!

Hey, Hey! Gute Nach­richt vom Stan­dard heute

Wis­sen sie noch, als der Stan­dard dann Arti­kel gebracht hat, dass auf Tik­Tok so viel pro Paläs­ti­na Mel­dun­gen zu fin­den sind? Weil das ja die Chi­ne­sen sind. Hint, hint, nudge, nudge, ohne Beleg und ein­fach das Vor­ur­teil bedienend?

Wisst ihr noch als in Alp­bach 2018 das gesamt Digi­ta­li­sie­rungs­pa­nel, mit dem neu bestell­ten ame­ri­ka­ni­schen Bot­schaf­ter drin KOMPLETT VERSTUMMT IST, als ein Jugend­li­cher nach­ge­fragt hat, wann wir denn etwas in Rich­tung Social Media Regu­lie­rung unter­neh­men? Wisst ihr noch als der dort gela­de­ne Jour­na­lis­mus, kein Wort dar­über berich­tet hat?

Wisst ihr noch wie alle öster­rei­chi­schen “Exper­ten” auf dem Feld der Digi­ta­li­sie­rung in dem Panel stumm geblie­ben sind, als ichs dann noch ein zwei­tes Mal gefragt habe? Direkt in Fol­ge, um den Punkt zu unterstreichen?

Wisst ihr noch wie damals in Alp­bach dann der ame­ri­ka­ni­sche Bot­schaf­ter auf­ge­stan­den ist, und gesagt hat, er nimmt das jetzt in die Hand - und das müs­se man nicht, das mit Face­book reg­le sich ganz von allei­ne, das ist wie bei Fire­fox, da kom­me ein­fach ein tol­les, agi­les neu­es Unter­neh­men, und gan­ze Bevöl­ke­run­gen wech­seln, dem Netz­werk Effekt zum Trotz? (Auch wenn Face­book eben mal Whats­app vom Markt kauft, und das nicht das ers­te auf­stre­ben­de, kon­kur­rie­ren­de Unter­neh­men war.)

Tja, was soll ich sagen - es stellt sich nun raus, Face­book hat pro Paläs­ti­na Messages in den letz­ten zwei Mona­ten gezielt in ihrer Ver­brei­tung run­ter manipuliert.

HE, ARSCHLOCH VON WALLISCH! Ich bin mir sicher das wuss­ten die in der US Admi­nis­tra­ti­on auch. Willst nicht wie­der einen Arti­kel schrei­ben, dass das schon voll ok, und da nichts dran ist?

He Wal­lisch, mach doch mal!

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Meta: Sys­te­ma­ti­sche Zen­sur von pro-palästinensischen Inhalten

[…]

Im Zuge der israelisch-palästinensischen Feind­se­lig­kei­ten haben Metas Richt­li­ni­en und Sys­te­me zur Inhalts­mo­de­ra­ti­on Stim­men, die Paläs­ti­na auf Insta­gram und Face­book unter­stüt­zen, zuneh­mend unterdrückt.

src: click (Human Rights Watch)

So, und jetzt schleicht euch in die Selbstfürsorge!

FROHES FEST! Das ist eure Gesellschaft.

Ich spieg­le nur.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Mein erstes ungesehenes Re-Posting hier im Blog

22. Dezember 2023

Ich mach sowas ja nor­ma­ler­wei­se nicht. Also ich prü­fe gemein­hin immer, was ich pos­te, bevor ich es pos­te - aber Teil 1 war schon so gut, …

(Teil 1)

Bei Küp­pers­busch brauchts im Nach­hin­ein auch kein Kom­men­tar und kei­ne Ein­ord­nung mehr, da ist dann ein­fach alles schon gesagt.

Ich glaub ich kann den Bei­trag so ste­hen lassen.

Stoltenberg bestätigt erneut den Zweck der russischen Invasion

22. Dezember 2023

Nato-Generalsekretär hält Putins Kriegs­ziel für nicht mehr erreichbar

BRÜSSEL (dpa-AFX) -Nato-Generalsekretär Jens Stol­ten­berg geht davon aus, dass Russ­land sei­ne Kriegs­zie­le in der Ukrai­ne trotz gro­ßer mili­tä­ri­scher Anstren­gun­gen nicht mehr errei­chen kann. Der Zweck der von Prä­si­dent Wla­di­mir Putin ange­ord­ne­ten Inva­si­on sei es gewe­sen, zu ver­hin­dern, dass die Ukrai­ne sich in Rich­tung Nato und Euro­päi­sche Uni­on bewegt, sag­te er in einem Inter­view der Deut­schen Presse-Agentur. Nach fast zwei Jah­ren Krieg sei die Ukrai­ne nun aber näher an der Nato und der EU als je zuvor.

src: click (Han­dels­blatt)

Das ist auf­grund des­sen rele­vant, da Stol­ten­berg das bis­her erst ein­mal in einem münd­li­chen Inter­view von sich gege­ben hat und bis­her nicht klar war, ob er sich ver­spro­chen hatte.

Ver­glei­che:

Could you plea­se repeat that, Mr. Stoltenberg?

Jetzt hat ers wiederholt.

Der Grund war­um Stol­ten­berg das “öffent­lich annimmt”, war dem ers­ten Inter­view zufolge:

Stol­ten­berg: Pre­si­dent Putin decla­red in the Autumn of 2021 - and he actual­ly sent a a draft trea­ty, that he wan­ted NATO to sign to pro­mi­se no more NATO enlar­ge­ment. He went to war to pre­vent NATO - more NATO clo­se to his bor­ders. He has he, he has got the exact oppo­si­te he has get more NATO pre­sence in the eas­tern part of the alli­an­ce and he has also uh uh uh seen that Fin­land has alrea­dy joi­ned the alli­an­ce and Swe­den will soon be a full member!

Tran­script: click

Ergo, das was Russ­land zwi­schen Herbst und Dezem­ber 2021 (Kule­ba auf gemein­sa­mer NATO Pres­se­kon­fe­renz mit Stol­ten­berg, mit dem wun­der­schö­nen Com­mu­ni­que “die Rus­sen kön­nen sich schlei­chen, das wäre eigent­lich ihre bes­te Opti­on” sei­tens Kule­ba und Nato, natür­lich VOR DEM KRIEG, siehe:

Die­se Gesell­schaft ist das abgrund­tief Letzte.

)

in Schrift­form, von den Nato ver­langt hat - 

Then last­ly on Swe­den. First of all, it is his­to­ric that now Fin­land is mem­ber of the Alli­an­ce. And we have to remem­ber the back­ground. The back­ground was that Pre­si­dent Putin decla­red in the autumn of 2021, and actual­ly sent a draft trea­ty that they wan­ted NATO to sign, to pro­mi­se no more NATO enlar­ge­ment. That was what he sent us. And was a pre-condition for not inva­de Ukrai­ne. Of cour­se we did­n’t sign that. 

src: click

das ist was die Nato jetzt als offi­zi­el­le Posi­ti­on der Nato zum Kriegs­grund Putins einnimmt.

Was nun­mal exakt die Posi­ti­on ist, die man in die­ser Gesell­schaft zwei Jah­re lang nicht ein­neh­men durf­te, weil man dann als Put­in­ver­ste­her, oder ums mit Pel­in­ka zu sagen “Hit­ler­ver­ste­her” ver­leum­ndet wurde.

Weil das FUCKING ARSCHLOCH von Timo­thy Sny­der den Putin mit impe­ria­lis­ti­schen und neo­ko­lo­nia­lis­ti­schen Ten­den­zen erfun­den hat. Und das sel­be fuck­ing Arsch­loch Syn­der, spä­ter schön brav in Pod­casts rus­si­schen Expats erzählt hat, wie toll das nicht erst wird, wenn der Wes­ten Russ­land erst­mal in drei Tei­le (Kul­tur­zo­nen) auf­ge­teilt hat, die sich dann selbst ver­wal­ten dür­fen, was dem völ­ki­schen Ide­al der Bevöl­ke­rung ja viel eher ent­sprä­che, sei­ne Kol­le­gen arbei­ten bereits an der alter­na­ti­ven Geschichts­schrei­bung, ein sehr span­nen­des Feld.

End­lich kommt zusam­men was zusam­men gehört!

Wäh­rend Fio­na Hill (Broo­kings Insti­tu­ti­on) noch schnell auf Basis ihres Besu­ches im Jah­re Schnee, und den vier Stein­sta­tu­en die Frau Smil­la in Putins Büro gese­hen hat, und der fünf­ten vor dem Kreml, der wich­tigs­ten - da Doppel-Vladimir, das Nar­ra­tiv des “Zaren Putin” erfun­den hat, der auf­grund von Covid so gewor­den ist, vergleiche:

Kommt ein Pati­ent in die Sprechstunde

Wäh­rend in Öster­reich das VERFICKTE IWM­Vi­en­na, den Rau­scher vom Stan­dard ein­ge­la­den hat (einen “Mei­nungs­ko­lum­nis­ten”), den dann von der Büh­ne aus gen­a­me­droppt hat, und ihn dann am Ende der Ver­an­stall­tung, dank wie­der­hol­ter Schmei­che­lei­en, so weit hat­te, dass er allen Lesern des Stan­dard, der Öster­rei­chi­schen Regie­rung, UND der Öster­rei­chi­schen Oppo­si­ti­on in der Form der SPÖ, ÜBER DREI WOCHEN LANG nahe­ge­legt hat, sie wür­den doch auf die fal­schen Exper­ten hören, die rich­ti­gen sei­en: Fio­na Hill, Timo­thy Sny­der - der immer im IWM­Vi­en­na ver­kehrt (per­ma­nent fel­low, seit Jah­ren) und Ivan Kras­t­ev (der immer im IWM­Vi­en­na ver­kehrt). [Nichts gegen Krastev.]

Jetzt ist es aber auch nur fol­ge­rich­tig, wenn im IWM­Vi­en­na, in ein­zel­nen Ver­an­stal­tun­gen bereits Leu­te auf­ste­hen die sich sehr dar­über freu­en, dass sie dort immer den ukrai­ni­schen Bot­schaf­ter in der ers­ten Rei­he in Ver­an­stal­tun­gen sit­zen sehen, oder Sozi­al­wis­sen­schaft­ler gefea­tured wer­den, die ukrai­ni­sches Kriegs-Messaging im Haupt­be­ruf an Focus­grup­pen tes­ten, und spä­ter die Mode­ra­to­ren wer­den, die auf der Yes Con­fe­rence mit Vic­to­ria Nuland quat­schen, und öffent­lich ver­su­chen aus ihr mehr Unterstützungs-Zusagen raus­zu­pres­sen. Ich mein man kennt das ja…

Wir erin­nern uns an Rauscher:

Wie kann man eine Gesell­schaft voll­kom­men verarschen?

Wir erin­nern uns an Nata­li­ya Gumenyuk:

Embed­ded Repor­ting == Front­li­ne Journalism

Wir erin­nern uns an das Nuland Panel auf der Yes Con­fe­rence die­ses Jahr:

Wir erin­nern uns an mei­nen Bei­trag vom 04.10.2023:

Wie kann man eine Gesell­schaft voll­kom­men verarschen?

Viel Spass noch in die­ser ver­fick­ten, gro­tes­ken Drecksgesellschaft.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

Grü­ße an Alp­bach bit­te. Bit­te, lie­be Grü­ße an Alp­bach. Bitte.

edit: Jetzt gibts aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:

Uno warnt vor “unmit­tel­ba­rer Hun­gers­not” in Gaza

Nie­mand hat das kom­men sehen, niemand.

Was zum Lachen

21. Dezember 2023

Der Walisch.

Gian­lu­ca Wal­lisch vor einer Stunde

Wei­ßes Haus: Wir bestrei­ten nicht pre­kä­re Lage und Hun­ger in Gaza

src: click

Der Wal­lisch.

Das sind Epi­ta­phe, die hin­ter­legt man am Bes­ten beim Stein­metz sei­nes Ver­trau­ens für den spä­te­ren Grab­stein. Sowas geht eigent­lich, ein­fach immer. Klas­si­scher wirds nicht mehr.

Damits dann die Kin­der ein Leben lang sehen, und dabei an den Papi den­ken. Ja, so war er der Papi.

Der Wal­lisch.

Gut dass es die USA im nahen Osten gibt

21. Dezember 2023

Ich weiß gar­nicht was wir ohne die gemacht hätten.

US-Präsident Biden erwar­tet so schnell kei­nen neu­en Geiseldeal

Vom wich­tigs­ten Ver­mitt­ler über ups, s’war doch Katar das ver­hadelt hat, nicht US Dele­gier­te in Katar, letzt­end­lich rein in die Beob­ach­ter Rol­le, in nur zwei Monaten.

Na gut, dass das unse­re deutsch­spra­chi­gen Medi­en gewusst haben, als sie geti­telt haben, “Biden ver­mit­telt im nahen Osten”.

Viel­leicht hat er sich ja einen Ses­sel ver­mit­telt - und ver­mit­teln las­sen, so einen rich­tig beque­men, einen Lehn­stuhl qua­si. Im Bes­ten aller Fäl­le einen Ohrensessel.

Aber gut dass die USA schon wie­der Pan­zer­mu­ni­ti­on und Prä­zi­si­ons­bom­ben gelie­fert haben, ich mein Isra­el wüss­te ja nicht was tun, ohne die Unterstützung.

edit: Es gibt aber natür­lich auch wie­der gute Nachrichten:
USA skep­tisch in Bezug auf geplan­te UN-Resolution: Hil­fe könn­te ver­zö­gert werden

Kon­text:

Ah, und ich hab mir schon Sorgen gemacht, dass der Krieg zuende geht…

20. Dezember 2023

und Selen­skyj sei­ne dem­nächst neu ein­ge­zo­ge­nen 400.000-500.000 Sol­da­ten nicht finan­ziert bekommt, jetzt stellt sich aber her­aus, die USA haben da einen Plan…

Kiew schlit­tert in Wirt­schafts­nö­te. Die west­li­che Hil­fe stockt. In den USA blo­ckie­ren die Repu­bli­ka­ner eine wei­te­re Finanz­sprit­ze in Mil­li­ar­den­hö­he, in der EU stellt sich Vik­tor Orban dage­gen. Nun will Washing­ton erst­mals ein­ge­fro­re­ne Gel­der von Russ­lands Zen­tral­bank beschlag­nah­men und in der Ukrai­ne investieren.

Selen­skyj (l.) geht das Geld aus. Putins (r.) Gel­der sol­len ihm nun aushelfen.
Washing­ton berei­tet einen bei­spiel­lo­sen Schritt vor: Die ein­ge­fro­re­nen Gel­der der rus­si­schen Zen­tral­bank sol­len beschlag­nahmt wer­den. Beim nächs­ten Tref­fen der G7-Staatschefs könn­te das The­ma auf der Tages­ord­nung ste­hen. David Came­ron, der neue bri­ti­sche Außen­mi­nis­ter, ist zuver­sicht­lich: Soll­ten ande­re G7-Verbündete nicht über­zeugt wer­den, wür­den das Ver­ei­nig­te König­reich und USA zusam­men­ar­bei­ten und „einen lega­len Weg“ für das Vor­ha­ben finden.

src: click (Exx­press *brr*)

Alt­hough Washing­ton has never publicly backed con­fis­ca­ti­on, the US has pri­va­te­ly taken a more asser­ti­ve stance in recent weeks, arguing in G7 com­mit­tees that the­re is a rou­te to sei­z­ing the assets “con­sis­tent with inter­na­tio­nal law”.

G7 mem­bers and other spe­cial­ly affec­ted sta­tes could sei­ze Rus­si­an sov­er­eign assets as a coun­ter­mea­su­re to indu­ce Rus­sia to end its aggres­si­on,” said a US government dis­cus­sion paper, seen by the Finan­cial Times, which was cir­cu­la­ted in G7 com­mit­tees. The US Tre­a­su­ry decli­ned to comment.

A US offi­cial said Washing­ton was enga­ged in acti­ve con­ver­sa­ti­ons on the use of Rus­si­an sov­er­eign assets and belie­ved the­re was a short time­li­ne to make a decisi­on. They sug­gested it could be dis­cus­sed at a pos­si­ble G7 lea­ders’ mee­ting to coin­ci­de with the second anni­ver­s­a­ry in Febru­a­ry of Russia’s full inva­si­on of Ukraine.

EU pro­po­sals have so far stop­ped short of sei­z­ing the Rus­si­an assets them­sel­ves, ins­tead aiming to skim off pro­fits gene­ra­ted for finan­cial insti­tu­ti­ons such as Euro­clear, whe­re €191bn in sov­er­eign assets are held.

But calls for tap­ping the assets them­sel­ves have grown lou­der as cracks have emer­ged in the poli­ti­cal con­sen­sus on addi­tio­nal fun­ding for Ukrai­ne. Aid packa­ges worth $60bn and €50bn in Washing­ton and Brussels, respec­tively, fai­led to win appro­val this week.

Lord David Came­ron, the UK for­eign secreta­ry, has expres­sed con­fi­dence the­re is “a legal rou­te” to con­fis­ca­te the assets and has sug­gested the UK might act with the US if other G7 allies can­not be convinced.

Extra­or­di­na­ry times requi­re extra­or­di­na­ry mea­su­res,” he told a UK par­lia­men­ta­ry com­mit­tee on Thurs­day, adding he was “pushing hard” for the pro­po­sal wit­hin the G7.

He denied the­re would be a “chil­ling effect” on inward invest­ment, insis­ting that tho­se inves­tors likely to feel per­tur­bed would alrea­dy “be pret­ty chil­led by the fact we have fro­zen” the assets.

Ori­gi­nal­text FT: src: click

Man kennt das ja, wenn man mal wie­der legal das Zen­tral­bank­geld eines drit­ten Sta­tes zum Füh­ren eines Krie­ges gegen die­sen Staat kon­fis­ziert und ausgibt.

Ganz legal!

Pret­ty chilled.

Came­ron ist zuversichtlich!

Free war!

Also dann, Re-Evualuation bei 800.000 Toten.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.

An das verfickte Wichserschwein von meinem letzten Psychologen

17. Dezember 2023

der bei dem ich Ent­las­tungs­ter­mi­ne wahr­neh­men durf­te, bis mich der “net­te Typ” nach einer Sit­zung wie­der zur Abklä­rung zu einer Psych­ia­te­rin geschickt hat -- war­um weiss ich lei­der bis heu­te nicht… Und danach die “Ent­las­tungs­ter­mi­ne” nicht mehr stattfanden.

Refe­ren­ziert in der Fol­ge mehrfach:

Pro­blem…

Fol­gen­des -- als Öster­reich begon­nen hat die Euro­pean Peace Faci­li­ty mit­zu­fi­nan­zie­ren, damit in der Ukrai­ne schön mit dem Geld des aus­ge­la­ger­ten (und damit nicht Teil des nor­ma­len EU Bud­gets) EU Fonds “Frie­den geschaf­fen wer­den konn­te” -- wur­de für EU Staa­ten die in ihrer Ver­fas­sung die Neu­tra­li­tät ver­an­kert haben, extra ein neu­es Rechts­mit­tel geschaf­fen, bei denen die­se sich Zah­lun­gen ver­wei­gern kön­nen, aber die Ver­wei­ge­rung nicht als “nega­tiv”, “dem ent­ge­gen­ste­hend” oder auch nur eine “poli­ti­sche Mei­nung die­ses Lan­des” aus­ge­legt wer­den kann - oder um es etwas ein­fa­cher zu sagen, obwohl die­se Län­der in ihren Ver­fas­sun­gen ver­an­kert haben, dass sie in Krie­gen nicht aktiv Posi­ti­on bezie­hen, ste­he dies in kei­nem Wider­spruch zu einem EU-Fond zu dem sie sich seit die­sem Rechts­mit­tel nicht mehr äußern müs­sen, selbst wenn damit - mit ihrem Ein­ver­ständ­nis - auch Waf­fen für Krie­ge gekauft werden.

Das Rechts­mit­tel heißt “Kon­struk­ti­ve Enthaltung”.

Wenn man wie ich im Fal­le der Ukrai­ne­un­ter­stüt­zung die ent­spre­chen­den “Zusatz­ver­trä­ge” der Euro­päi­schen Uni­on bzgl. der Kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung liest, bricht man weg - weil das zwei Sät­ze sind die fol­gen­des besagen:

Auf­grund des Neu­tra­li­täts­sta­tus des Mit­glieds­lan­des nimmt Land X das Rechts­mit­tel der kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung in Anspruch. Land X ver­pflich­tet sich im Gegen­zug Zah­lun­gen in einem unbe­stimm­ten Umfang für “huma­ni­tä­re Arbeit” des Fonds in der Form der Unter­stüt­zung kon­kre­ter Pro­jek­te zu leisten.

Das wars. Der Para­graph im gegen­ständ­li­chen Doku­ment ist genau so seicht, dass er nichts defi­niert. Nichts aus­schließt, nichts exakt vor­schreibt. Nichts exakt definiert.

Jetzt hat sich vor etwa eine Jahr her­aus­ge­stellt, dass Irland - die den Umfang der Zah­lun­gen an den Fond ver­öf­fent­li­chen, laut eige­ner Pres­se­mit­tei­lung die Erhö­hung der Zah­lun­gen an den Fond der ande­ren Län­der antei­lig mit­ge­gan­gen ist. Soweit so nor­mal in Kriegszeiten.

(Irland hat eine etwas gerin­ge­re Ein­woh­ner­zahl als Öster­reich, aber ein höhe­res GDP.)

Von Öster­reich kennt man die Höhe der geleis­te­ten Zah­lun­gen nicht, sie wird nicht veröffentlicht.

Nimmt man die Zah­lun­gen Irlands an die Euro­pean Peace Faci­li­ty, und ver­dop­pelt sie (weil wir davon aus­ge­hen, dass Öster­reich in etwa das sel­be zahlt), ergibt sich sich allei­ne durch die­se bei­den Län­der (und ohne Mal­ta) eine Bei­trags­hö­he, die die KOMPLETTEN jähr­li­chen Aus­ga­ben der Euro­pean Peace Faci­li­ty für huma­ni­tä­re und Rüs­tungs­gü­ter übersteigt.

Huh.

Gut, an der Stel­le soll­te viel­leicht auch noch erwähnt wer­den, dass eine FPÖ Abge­ord­ne­te, über das poli­ti­sche Mit­tel der par­la­men­ta­ri­schen Anfra­ge im letz­ten Jahr ver­sucht hat an nähe­re Zah­len zu kom­men. Die Anfra­ge ging an das Büro von Edstad­ler, Bun­des­mi­nis­te­rin für EU und Ver­fas­sung im Bun­des­kanz­ler­amt, die sah sich dafür recht­lich nicht zustän­dig und ver­wei­ger­te die Beant­wor­tung, die sel­be Abge­ord­ne­te fragt danach beim Bun­des­kanz­ler an, des­sen Büro sieht sich aber lei­der auch nicht zustän­dig, und bit­tet zwecks “kon­kre­ter Zah­len doch bit­te auf EU Ebe­ne anzu­fra­gen, dort sei das ja alles ersichtlich”.

Wir mer­ken uns auch, zum sel­ben Zeit­punkt steht Mar­tin Son­ne­born (Die Par­tei) öffent­lich auf, und ver­laut­bart, dass die EU Kom­mis­si­on das Manage­ment des Fonds an eine pri­va­te Gesell­schaft aus­ge­la­gert hat, und die Bür­ger­be­auf­trag­te für Trans­pa­renz­fra­gen der Euro­päi­schen Uni­on öffent­lich Reden hält, dass sie kei­nen Ein­blick in Aus­ga­ben der EPF erhal­te, und dass das gegen den Trans­pa­renz­grund­satz verstoße.

Enter unse­re öster­rei­chi­schen Medien.

Der Stan­dard bekommt das mit und schickt einen Redak­teur zum Völ­ker­recht­ler Ralph Janik, der ers­ten Per­son in Öster­reich die im Stan­dard in einem Kom­men­tar Pazi­fis­ten (Franz­o­bel) und (außen­po­lit.) Rea­lis­ten (Precht) als Lupen­pa­zi­fis­ten ver­het­zen durf­te (nicht im Wort­laut, aber in der Note), da die Ukrai­ne ja gewin­nen müsse.

Ralph Janik erklärt dem Stan­dard Redak­teur, dass das alles SUPER SAUBER ist, und kein öster­rei­chi­scher Euro über die EPF in Waf­fen­käu­fe flie­ße, denn - und jetzt beginnt das zir­ku­lä­re Argu­ment, es gäbe da ja die­se Rechts­kon­struk­ti­on der kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung, die “stel­le das sicher”. Jetzt stellt die “Kon­struk­ti­ve Ent­hal­tung” aber genau nichts davon sicher. Da das im Geset­zes­zu­satz selbst nur eine zwei Satz­kon­struk­ti­on, ohne kon­kre­te Aus­for­mu­lie­rung ist. Es gibt kei­ne ver­knüpf­ten Accoun­ta­bi­li­ty Mecha­nis­men - und was die Account­ma­na­ger machen, bekommt eben­falls nie­mand zu Gesicht, da das Fond­ma­nage­ment mitt­ler­wei­le ja an ein Pri­vat­un­ter­neh­men aus­ge­la­gert wor­den ist.

Dann hat­te der Stan­dard Redak­teur noch die umwer­fen­de Idee, dass er auch ein­fach mal beim Öster­rei­chi­schen Bun­des­heer nach­fragt, und das Bun­des­heer hat ihm bestä­tigt, dass es im Rah­men der EPF tat­säch­lich nur Schutz-Ausrüstung und medi­zi­ni­sche Güter in die Ukrai­ne ver­schickt. Das hat der Redak­teur dann als Beleg ange­führt. Pro­blem: Es ist kei­ner. Das öster­rei­chi­sche Bun­des­heer hat kei­nen Ein­blick in die Ver­wen­dung der Fond­gel­der. Es kann nur bei der EPF um Aus­gleichs­zah­lun­gen für sei­ne Lie­fe­run­gen ansu­chen. Dem Durch­schnitts­le­ser wird viel­leicht auf­fal­len, dass das nicht das Sel­be ist.

Auf­grund des­sen habe ich in mei­ner vor­läu­fig letz­ten The­ra­pie­stun­de die Äuße­rung getä­tigt, dass ich da dran blei­be, mich aber noch nicht revi­die­re, dass öster­rei­chi­sche Steu­er­gel­der poten­ti­ell auch für Waf­fen­käu­fe in der Ukrai­ne ein­ge­setzt wer­den. Genannt übri­gens als “hier bin ich mir nicht ganz sicher” Ele­ment als Teil der in etwa 12 Kriegs­lü­gen die die öster­rei­chi­sche Qua­li­täts­pres­se der öster­rei­chi­schen Bevöl­ke­rung - alle der sel­ben inhalt­li­chen Posi­ti­on in der Kriegs­be­richt­erstat­tung fol­gend - unter­brei­tet hat.

Heu­te habe ich dann mal wie­der eine Stun­de für eine Fol­ge­re­cher­che ein­ge­legt - und, naja -- man wirds kaum für mög­lich hal­ten, der eula­wana­ly­sis blog (https://eulawanalysis.blogspot.com/) hat seit Febru­ar die­sen Jah­res fol­gen­de Bedenken:

The EPF is an off-EU bud­get, finan­ced by the EU Mem­ber Sta­tes, which finan­ces ope­ra­ti­ons with mili­ta­ry impli­ca­ti­ons and pro­vi­des sup­port for inter alia trai­ning and equip­ment, inclu­ding the pro­vi­si­on of let­hal wea­pons to EU part­ner coun­tries. The EPF builds on the EU’s expe­ri­en­ces with the Athena Mecha­nism and the Afri­can Peace Faci­li­ty (her­ein­af­ter “APF”) and inte­gra­tes this for­mer sup­port pro­vi­ded via the APF. Sin­ce its adop­ti­on in 2021, it has beco­me the main source of fun­ding for Euro­pean Uni­on exter­nal actions in the field of cri­sis manage­ment and con­flict pre­ven­ti­on. The EPF aims to faci­li­ta­te the EU’s Glo­bal Stra­te­gy by con­tri­bu­ting to the Com­mon For­eign and Secu­ri­ty Poli­cy ope­ra­ti­ons that are mili­ta­ry and secu­ri­ty ori­en­ted. Sin­ce the EU Trea­ty pro­hi­bits the use of its regu­lar mul­ti­an­nu­al bud­get for acti­vi­ties of a mili­ta­ry natu­re in Arti­cle 41 (2) TEU, the fund is off-budget. This off-budget qua­li­fi­ca­ti­on was pro­po­sed by the for­mer High Repre­sen­ta­ti­ve, Fede­ri­ca Mog­heri­ni and requi­res unani­mous appro­val by EU Mem­ber Sta­tes through an EU Coun­cil Decisi­on for funds to be allo­ca­ted. [daher brauch­te es “Kon­struk­ti­ve Ent­hal­tung” als Rechts­mit­tel] All the while, Mem­ber Sta­tes remain bound by Arti­cle 21 (1) TEU. When jux­ta­po­sing this com­mit­ment with the recent announ­ce­ments of several arms deli­ve­ries from Mem­ber Sta­tes to Ukrai­ne, the ques­ti­on of com­pli­an­ce with the rule of law, lin­ked to the princip­le of demo­cra­cy and respect for human rights, in its exter­nal rela­ti­ons beco­mes even more pertinent.

[…]

The­re is no pro­vi­si­on for any form of judi­cial review by Court of Jus­ti­ce of the Euro­pean Uni­on (her­ein­af­ter “CJEU”) of the assi­s­tance mea­su­res. Given the restric­ti­ve judi­cial con­trol exer­cis­ed by the CJEU over CFSP and CSDP mis­si­ons on the basis of Arti­cle 24(1) TFEU, for­eign and secu­ri­ty poli­cy remains a tra­di­tio­nal core area of exclu­si­ve Mem­ber Sta­te con­trol. Against this back­drop, the ques­ti­on ari­ses whe­ther rule of law mecha­nisms ensu­ring trans­pa­ren­cy, accoun­ta­bi­li­ty and demo­cra­tic con­trol are embed­ded in the EPF that allow for an ex-ante or ex-post veri­fi­ca­ti­on of the use of the fun­ding. The back­lash of EU-delivered equip­ment going rogue could be signi­fi­cant but is cur­r­ent­ly being downplayed.

[…]

Con­ver­se­ly, Rutiglia­no argues that the cur­rent let­hal equip­ment being sent to Ukrai­ne appears to be in line with the princi­ples of EU and inter­na­tio­nal law (Rutiglia­no, 2022). Howe­ver, she right­ly points out that inso­far the wea­pons are used in a non-compliant man­ner, this will lead to a com­plex issue of inter­na­tio­nal respon­si­bi­li­ty and accoun­ta­bi­li­ty. This is par­ti­cu­lar­ly important as the EPF is an extra-budgetary fund, not sub­ject to par­lia­men­ta­ry con­trol by the Euro­pean Par­lia­ment and does not fall under the scope of the judi­cial review by the CJEU

[Die FPÖ Abge­ord­ne­te sol­le da laut Bun­des­kanz­ler­amt kurz nach­fra­gen, das sei die zustän­di­ge Stel­le - *HUST*.]

Pro­blem statement

Con­si­de­ring the risks and misu­se asso­cia­ted with deli­vering let­hal equip­ment in alrea­dy unsta­ble and fra­gi­le con­texts (Malet­ta & Héau, 2022), pro­vi­ding arms by Mem­ber Sta­tes through an extra-budgetary fund should be trans­pa­rent (Euro­pean Par­lia­ment reso­lu­ti­on of 17 Febru­a­ry 2022 on the imple­men­ta­ti­on of the Com­mon Secu­ri­ty and Defence Poli­cy – annu­al report 2021) to be in line with the EU’s inte­gra­ted approach to exter­nal con­flicts and cri­sis as a mat­ter of good admi­nis­tra­ti­ve prac­ti­ce, key to the rule of law. The princip­le of good admi­nis­tra­ti­ve prac­ti­ce, ensh­ri­ned in Arti­cles 41 and 42 of the Char­ter, does not app­ly to CSDP mis­si­ons as they do not con­sti­tu­te an EU body wit­hin the mea­ning of Arti­cle 15(3) TFEU. Howe­ver, the EEAS remains bound, the Euro­pean Ombuds­man defi­nes malad­mi­nis­tra­ti­on as fol­lows: “malad­mi­nis­tra­ti­on occurs if an insti­tu­ti­on or body fails to act in accordance with the law or the princi­ples of good admi­nis­tra­ti­on, or vio­la­tes human rights”. Par­ti­cu­lar­ly in the light of recent deve­lo­p­ments, name­ly the sup­ply of batt­le tanks to Ukrai­ne, it is even more important to ensu­re trans­pa­ren­cy in the sup­ply of arms to be in line with Arti­cle 1 e) of Coun­cil Decisi­on (CFSP) 2020/1464 of 12 Octo­ber 2020. Espe­cial­ly, sin­ce some aut­hors point out that befo­re the Rus­si­an inva­si­on, Ukrai­ne was host of one of the lar­gest ille­gal arms mar­kets in Euro­pe (Foti­dia­dis & Schmidt, 2022). Several EU princi­ples, inclu­ding trans­pa­ren­cy, demo­cra­tic con­trol and accoun­ta­bi­li­ty, are severely under con­si­de­red in the EPF.

In its Glo­bal Stra­te­gy, the EU decla­res its com­mit­ment to the princi­ples of accoun­ta­bi­li­ty, respon­si­bi­li­ty, effec­ti­ve­ness and trans­pa­ren­cy. Con­si­de­ring that legal and insti­tu­tio­nal trans­pa­ren­cy is essen­ti­al for the exer­cise of accoun­ta­bi­li­ty (Judgment of 21 April 2021, Pech v Coun­cil, Case T-252/19, para 26), and the­re­fo­re for the respect of the rule of law in CSDP mis­si­ons (Euro­pean Par­lia­ment, Human Rights Facts­heet). The EU fails to live up to its own stan­dards in practice

[…]

In Janu­a­ry of last year, a com­p­laint was lod­ged with the Euro­pean Ombuds­man to make the IMF Frame­work public. The com­p­laint was rejec­ted on the basis of the excep­ti­on in Arti­cle 15 TFEU, the EEAS argued that dis­clo­sing the docu­ments could under­mi­ne the pro­tec­tion of the public inte­rest (Euro­pean Ombuds­man, Case 124/2022/NH). Arti­cle 15 (3) TFEU, “any citi­zen of the Uni­on, and any natu­ral or legal per­son resi­ding or having its regis­tered office in a Mem­ber Sta­te, shall have a right of access to docu­ments of the Uni­on insti­tu­ti­ons, bodies, offices and agen­ci­es, wha­te­ver their medi­um, sub­ject to the princi­ples and the con­di­ti­ons to be defi­ned in accordance with this para­graph”. While trans­pa­ren­cy is a pre­re­qui­si­te for imple­men­ting an accoun­ta­ble and legal sys­tem in accordance with the rule of law, the legal frame­work for public access to docu­ments does not app­ly to CSDP mis­si­ons. As CSDP mis­si­ons are not EU bodies wit­hin the mea­ning of Arti­cle 15 TFEU (Judgment of Novem­ber 12, 2015, Elita­lia­na SpA v Eulex Koso­vo, Case C-439/13, para 54), they act under the respon­si­bi­li­ty of the Coun­cil and the High Repre­sen­ta­ti­ve of the Uni­on for For­eign Affairs and Secu­ri­ty Poli­cy. They are not sub­ject to the requi­re­ments of access to docu­ments, nor to Arti­cles 41 and 42 of the Char­ter. In order to fill this legal vacu­um, some CSDP mis­si­ons adopt a spe­ci­fic poli­cy on public access to docu­ments (EUNAVFOR MED Ope­ra­ti­on SOPHIA), but trans­pa­ren­cy remains depen­dent on the good-will of each CSDP mis­si­on itself.

[…]

Addi­tio­nal to the lack of trans­pa­ren­cy and to the ent­i­re arms deli­very pro­cess, the­re is no demo­cra­tic con­trol over the decisi­ons to sup­ply. The Lis­bon Trea­ty has not great­ly incre­a­sed the demo­cra­tic scru­ti­ny over CFSP and CSDP by the Euro­pean Par­lia­ment. Moreo­ver, as the EPF is estab­lis­hed as an inter­go­vern­men­tal CFSP instru­ment, the Euro­pean Par­lia­ment is not invol­ved and has no for­mal over­sight role. Ins­tead, it is the EEAS [Diplo­ma­tic Ser­vice of the Euro­pean Uni­on] that will ensu­re moni­to­ring and con­trol based on the situa­ti­on on the ground. Whe­ther the EEAS’ risk ana­ly­ses are always cor­rect is ques­tion­ab­le howe­ver, as the Mali expe­ri­ence is a bla­zing examp­le of this.

[…]

If the EEAS fails, natio­nal par­lia­ments could argu­ab­ly exer­cise an over­sight role on the basis of Arti­cles 10 (2) and 12 TEU. Unfor­tu­n­a­te­ly, natio­nal par­lia­ments are not the right insti­tu­ti­on to con­trol the CSDP mis­si­ons. Natio­nal par­lia­ments do not have the necessa­ry know­ledge, expe­ri­ence or infor­ma­ti­on to exer­cise ade­qua­te demo­cra­tic con­trol over spe­cia­li­zed CFSP bud­get allo­ca­ti­on. It is extre­me­ly dif­fi­cult for mem­bers of natio­nal par­lia­ments to acqui­re the necessa­ry over­sight and exper­ti­se to be able to judge the­se decisi­ons effec­tively. As a result of the weak and for­mal natio­nal demo­cra­tic powers, the struc­tu­ral shor­ta­ge of infor­ma­ti­on and lack of trans­pa­ren­cy the­re is a weak de fac­to and de jure accoun­ta­bi­li­ty for infor­ma­ti­on and for con­duct. This app­lies to both the Euro­pean and natio­nal levels. The Euro­pean Par­lia­ment wants to exer­cise effec­ti­ve con­trol, which would only incre­a­se the accoun­ta­bi­li­ty and trans­pa­ren­cy of the EPF, but the­re is no legal basis for this in the TEU. This leads to CSDP mis­si­ons which are to a lar­ge extent poli­ti­cal­ly unche­cked at natio­nal and Euro­pean level. Some scho­l­ars argue that par­lia­men­ta­ry con­trol by natio­nal par­lia­ments is a necessa­ry com­ple­ment to the scru­ti­ny of the Euro­pean Par­lia­ment but can­not be a repla­ce­ment (De Bae­re, 2008). The clear lack of demo­cra­tic con­trol at natio­nal and Euro­pean level is alar­ming, espe­cial­ly regar­ding the check with (inter­na­tio­nal) human rights.

src: click

Ich würd sagen wir fol­gen der Rechts­mei­nung des Wichs­er­schweins von Ralph Janik, mit sei­ner Jugend in Mer­ca­tor Nähe, und hal­ten fest, dass kein öster­rei­chi­scher Euro für Waf­fen­käu­fe in der Ukrai­ne aus­ge­ge­ben wur­de, oder?

Weils der Stan­dard doch geschrie­ben hat, nach­dem er das Alp­bach Wun­der­kind Ralph Janik gefragt hat, und der dem Redak­teur ver­si­chert hat, dass das Rechts­mit­tel der “kon­struk­ti­ven Ent­hal­tung” das schon ver­hin­de­re, oder?

Ich würd sagen, damit schläft sichs leich­ter, oder?

Jetzt gibts da aber auch dazu noch ein Sah­ne­häub­chen on top - es war nach die­ser Sit­zung, dass mich die Psych­ia­te­rin des Sol­zi­al­psy­cho­lo­gi­schen Zen­trums plötz­lich Rich­tung Zen­trum für Per­sön­lich­keits­stö­run­gen Ybbs
( https://ybbs.gesundheitsverbund.at/leistung/station-08/ ) schie­ben woll­te, mit “Musik­the­ra­pie, Kom­ple­men­tär­me­di­zi­ni­sche The­ra­pie­maß­nah­men, Qi-Gong, Klangrei­sen, Koch­grup­pe, Aroma-Duftreise-Wellness, The­ra­peu­tic Touch, Trom­meln, Instru­men­ten­bau, und NADA-Ohrakupunktur” obwohl mir nie eine Per­sön­lich­keits­stö­rung attes­tiert wur­de. Wie ich das auf­ge­nom­men habe, muss ich wohl nicht wei­ter erwähnen.

Und ich frag mich jetzt schon seit zwei Stun­den, ob das dar­an liegt, dass mir der Psy­cho­lo­ge ver­schwö­rungs­theo­rie­na­hes Den­ken unter­stellt hat, auch wenns weder Psy­cho­lo­ge, noch Psych­ia­te­rin jemals aus­ge­spro­chen, oder dia­gnos­ti­ziert hät­ten. Ich hab seit zwei Stun­den rich­tig­ge­hend Para­noia davor (Scherz, kein sehr guter.).

Aber zum Glück kann ich Trost in dem vom Stan­dard recher­chier­ten Wis­sen suchen, dass KEIN ÖSTERREICHISCHER EURO, JEMALS FÜR WAFFENKÄUFE IN DER UKRAINE GENUTZT WORDEN IST.

Die­se Gesell­schaft ist das abso­lut abgrund­tief gro­tesk und abar­tigst Allerletzte.